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Corona-Krise im Fußball: Alle Entwicklungen im Blog

Corona-Krise im Fußball: Alle Entwicklungen im Blog

07.05.2020 16:33
Corona-Krise: Alle Entwicklungen im Live-Blog
© Christian Schroedter via www.imago-images.de
Corona-Krise: Alle Entwicklungen im Live-Blog

Das Coronavirus hält den gesamten Globus im Würgegriff. Auch der Profi-Fußball bekommt die weitreichenden Schutzmaßnahmen zu spüren - etliche Events wurden wegen Covid-19 abgesagt oder verschoben. sport.de verfolgt die neusten Entwicklungen rund um die Corona-Krise im LIVE-Blog.


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+++ 05.05.2020, 20:32 Uhr: Ehemaliger Real-Vizepräsident verstorben +++

Der spanische Fußball-Rekordmeister Real Madrid trauert um seinen ehemaligen Vizepräsidenten Amador Suarez. Wie die Königlichen am Dienstag mitteilten, starb Suarez im Alter von 76 Jahren an den Folgen des Coronavirus. Suarez war zwischen 2007 und 2009 Vizepräsident des Klubs. Bereits im März war der frühere Real-Präsident Lorenzo Sanz an den Folgen von COVID-19 gestorben.

Während Suarez' Zeit im Vorstand Madrids gewann der Klub zwei spanische Meisterschaften.

+++ 05.05.2020, 20:29 Uhr: Gladbach-Akteur doch mit Negativ-Test? +++

Unter den zehn bislang positiv getesteten Personen in der Fußball-Bundesliga sind auch zwei von Borussia Mönchengladbach. Nach Informationen der "Rheinischen Post" aus Vereinskreisen sind ein Spieler und ein Physiotherapeut betroffen.

Der Verein wollte sich am Dienstag auf "dpa"-Anfrage dazu nicht äußern und verwies auf eine Erklärung nach den Ergebnissen des zweiten Tests. Die beiden Positiv-Fälle sind laut "RP" nach der ersten Testreihe bekannt geworden. Die beiden Personen seien in Quarantäne, der übrige Teil des Teams nimmt am Trainingsbetrieb teil.

Nach Recherchen des Fachmagazins "kicker" wurde bei der Mannschaft inzwischen angeblich eine zweite Testreihe durchgeführt. Dabei soll der Test bei dem betroffenen Profi negativ ausgefallen sein.

Die DFL hatte von zehn positiven Corona-Befunden in der 1. und 2. Bundesliga gesprochen. Der 1. FC Köln hatte nach der ersten Testreihe drei, Dynamo Dresden einen positiven Corona-Befund gemeldet. Den Fall beim FC Erzgebirge Aue hatte erst die zweite Testserie ergeben.

+++ 05.05.2020, 18:12 Uhr: Keine weiteren COVID-Fälle bei Dynamo +++

Nach dem positiven Coronafall infolge der ersten Testreihe sind beim Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden alle Testresultate der zweiten Runde negativ ausgefallen. Das teilten die Sachsen am Dienstag mit.

Am Vortag hatte Dynamo erklärt, dass sich ein Spieler mit dem Coronavirus infiziert habe. Der Betroffene wurde daraufhin in Quarantäne gebracht, er sei aber weiterhin symptomfrei. Am Montag fand die zweite Testreihe statt.

Regelmäßige Tests sind einer der Bestandteile des Sicherheitskonzeptes der Deutschen Fußball Liga (DFL), mit dem eine Fortsetzung des Spielbetriebs der 1. und 2. Bundesliga erreicht werden soll. Die DFL hatte am Montag bekannt gegeben, dass in der ersten Runde mit 1724 Tests zehn positive Fälle entdeckt wurden.

+++ 05.05.2020, 17:40 Uhr: Wolfsburg kehrt ins Teamtraining zurück +++

Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat am Dienstagnachmittag kurzfristig wieder mit dem Mannschaftstraining begonnen.

Das bestätigte Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke dem Internetportal "Sportbuzzer". "Wir gehen wieder in Mannschaftsstärke auf den Platz", sagte Schmadtke. Ausschlaggebend dafür seien "zwei Corona-Tests, die Absprache mit dem Gesundheitsamt und ein Gespräch beim Oberbürgermeister" gewesen.

Eine entsprechende Genehmigung des Gesundheitsamtes lag den Wolfsburgern bereits seit mehreren Wochen vor. Trotzdem ließ Trainer Oliver Glasner seine Spieler weiterhin nur in Kleingruppen üben, um sich keinen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Bundesliga-Clubs zu verschaffen. Am Montag erhielt der Club dann zunächst die Nachricht, dass auch eine zweite Testreihe keine Coronainfektion bei einem Spieler, Trainer oder Betreuer ergeben hat. Anschließend holte sich der VfL beim Wolfsburger Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) erneut ein Okay für die Rückkehr in den uneingeschränkten Trainingsbetrieb.

Schmadtke hofft nun darauf, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer der Bundesliga noch an diesem Mittwoch die Möglichkeit zur Fortsetzung der seit Mitte März unterbrochenen Saison geben. "Das wird über die Geschicke der Liga entscheiden. Wenn wir da einen negativen Entscheid hätten, wäre es ein deutlicher Hinweis, dass es schwierig wird mit dem Liga-Restart", sagte der 56-Jährige.

+++ 05.05.2020, 17:21 Uhr: Unklarer Corona-Befund beim VfB negativ +++

Aufatmen beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart: Ein zunächst unklarer Befund innerhalb des Klubs hat sich bei einem zweiten Test auf das Coronavirus als negativ erwiesen. Dies bestätigte der VfB am Dienstag.

Die betroffene Person, die nach Vereinsangaben keine Symptome aufwies, war vorsorglich in häusliche Quarantäne genommen worden. Nach "SID"-Informationen handelte es sich um einen der Spieler.

+++ 05.05.2020, 16:03 Uhr: Drittligist kritisiert Wiederaufnahme-Pläne +++

Drittligist Preußen Münster beurteilt die Umsetzung des Hygienekonzepts kritisch. Seitens des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) blieben viele Fragen unbeantwortet, "wie ein Verein wie Preußen Münster als Drittligist mit bescheidenen Mitteln und sehr beschränkten örtlichen Gegebenheiten die Anforderungen eines DFL-Konzeptes erfüllen kann", sagte Vereinspräsident Christoph Strässer in einer Pressemitteilung. Vorausgegangen war ein Ortstermin von Stadtverwaltung und Verein.

Wie der Klub betonte, ließen sich die Vorgaben der Task Force der Deutschen Fußball Liga (DFL) vor allem im Innenraum des Stadions nicht umsetzen. Man verfüge nicht über genug Ausweichflächen, um die Abstands- und Hygieneregeln zu garantieren. Große Bedenken habe man auch bei den Mannschaftsbereichen, in denen sich an einem Spieltag auf engstem Raum bis zu 30 Personen aufhalten müssten.

"Die aktuellen Diskussionen auf Bundesebene zu Geisterspielen und anderen Initiativen zur Wiederaufnahme des Profispielbetriebes kann ich nicht nachvollziehen. Solange wir Kindern und Jugendlichen aus Corona-Schutzgründen den Mannschaftssport in der Breite verbieten, können wir nicht vermitteln, dass Profifußballer wieder aufs Spielfeld dürfen", äußerte Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe.

Der Ex-Bundesligist hatte sich Mitte April gemeinsam mit sieben weiteren Drittliga-Vereinen für einen Abbruch der Saison ausgesprochen. Der DFB hatte angekündigt, das weitere Vorgehen in der 3. Liga am 25. Mai besprechen zu wollen.

+++ 05.05.2020, 14:21 Uhr: DFL bestätigt: Mitgliederversammlung am Donnerstag +++

Die 36 Vereine der 1. und 2. Bundesliga werden am Donnerstag bei einer virtuellen Mitgliederversammlung über das weitere Vorgehen beraten. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) bestätigte den Bericht des Fachmagazins "kicker" auf "SID"-Anfrage.

Bei der Videokonferenz sollen die Entscheidungen diskutiert werden, die Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer am Mittwoch treffen. Die DFL hofft auf die Erlaubnis für Geisterspiele. Ziel ist es, bereits am 15. Mai den Spielbetrieb aufzunehmen.

+++ 05.05.2020, 13:44 Uhr: Keine Corona-Befunde bei Werder +++

Bei Werder Bremen sind auch die zweiten Tests auf das Coronavirus negativ ausgefallen. Das teilten die Hanseaten am Dienstag mit. Die Proben bei allen Spielern und Mitarbeitern im direkten Umfeld der Mannschaft wurden am Sonntag genommen, drei Tage nach der ersten Testreihe.

+++ 05.05.2020, 12:14 Uhr: Hübner lobt DFL-Konzept +++

Eintracht Frankfurt achtet nach Aussage von Sportdirektor Bruno Hübner penibel auf die Einhaltung der Kontakt- und Hygieneregeln in der Corona-Krise. "Die Auflagen der DFL haben wir durch den ersten Coronafall bei uns schon früh umgesetzt", sagte Hübner in einem Interview auf der Vereinshomepage und betonte: "Das DFL-Konzept ist außergewöhnlich gut und schlüssig."

Im März waren zwei Spieler und zwei Betreuer des hessischen Bundesligisten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Allen im Verein seien das Händewaschen, weitere Desinfektionsmaßnahmen und das Abstand halten seither in Fleisch und Blut übergegangen. "Sportler sind von Haus aus sehr diszipliniert. Es war für uns somit keine Überraschung, dass alle Tests bei uns kürzlich negativ waren", sagte der 59-Jährige.

Die Profis seien zudem angehalten worden, so wenig soziale Kontakte wie möglich zu haben. "Das unterstützen wir beispielsweise, in dem wir die Spieler und ihre Familienmitglieder, wenn gewünscht, mit Essen versorgen", berichtete Hübner. Er selbst sei seit sechs Wochen nicht mehr einkaufen gewesen und habe auch die Kontakte im häuslichen Umfeld auf ein Minimum reduziert.

+++ 05.05.2020, 11:30 Uhr: Positives Test bei Erzgebirge Aue +++

Bei Zweitligist Erzgebirge Aue ist eine Person aus dem Funktionsteam im Zuge der zweiten Testreihe positiv auf Corona getestet worden. Der gesamte Spielerkader samt Trainer- und Funktionsteam hat sich daraufhin in häusliche Quarantäne begeben. Das gab der Klub bekannt.

Der Verein verwies zudem darauf, dass mit der Entscheidung auf häusliche Quarantäne die Vorsichtsmaßnahmen nochmals verstärkt worden seien. Die Veilchen stehen in engem Kontakt mit der Gesundheitsbehörde und haben diese umfassend über den Fall informiert. Die Quarantäne soll vorerst bis Donnerstag (7. Mai 2020) gelten.

+++ 05.05.2020, 11:16 Uhr: Ex-Bayern-Star sorgt sich um Brasilien +++

Der frühere Bundesliga-Torjäger Giovane Elber sieht die Lage in seiner Heimat Brasilien äußerst kritisch. Präsident Jair Bolsonaro glaube offensichtlich, "er sei der Sohn von Donald Trump. Er hat anfangs gesagt, dass das Coronavirus nur wie eine normale Grippewelle sei. Bolsonaro ist selbst in die Städte gefahren, hat sich dort mit Menschen getroffen und die umarmt - als sei gar nichts passiert. Das macht mir Sorgen und Angst", sagte der 47-Jährige im Interview mit "tz" und "Münchner Merkur".

Überhaupt mache ihm die Coronakrise "wirklich Angst", sagte der ehemalige Profi von Bayern München. Die Todeszahlen seien "mittlerweile höher als in China. Deshalb verstehe ich nicht, warum Präsident Bolsonaro und die anderen Politiker die Geschäfte wieder öffnen wollen. Natürlich geht es vielen Firmen und den Mitarbeitern schlecht, einige haben nicht einmal etwas zu essen. Aber im Moment darf man nicht ans Geld denken, sondern an die Gesundheit."

Immerhin hätten inzwischen viele Brasilianer "verstanden", so Elber weiter, "dass es jetzt erst mal darum geht, gesund zu bleiben". Zumal in Brasilien "die Pandemie jetzt in vollem Gange ist. In den großen Städten wie Manaus, Sao Paulo und Rio de Janeiro sind die Krankenhäuser alle überfüllt. Bei uns geht es jetzt erst richtig los!"

+++ 05.05.2020, 09:37 Uhr: Grünes Licht für Bundesliga-Restart +++

Wie die Nachrichtenagentur "Reuters" berichtet, erhält die Bundesliga grünes Licht für einen Restart am 15. Mai. Demnach haben sich Bund und Länder auf den Termin geeinigt.

Unklar sei noch, mit welchem Spieltag die Saison fortgesetzt wird. Entweder mit dem 26. Spieltag oder mit dem 34., der ursprünglich für das Wochenende geplant war.

Zuletzt gab es vermehrt Kritik an den Restart-Plänen der Bundesliga.

+++ 05.05.2020, 09:30 Uhr: Spahn lobt DFL-Konzept +++

Auch nach dem Video von Hertha-Profi Salomon Kalou hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) keinen Zweifel am Hygiene-Konzept der DFL. "Das grundsätzliche Konzept macht Sinn und kann auch Vorbild sein im übrigen für andere Profisport-Bereiche. Aber dann muss es auch gelebt werden", sagte der Politiker im "Deutschlandfunk".

Deswegen sei es wichtig gewesen, dass der Berliner Verein nach diesem Video auch Konsequenzen gezogen hat. "Und ich hoffe, dass jetzt alle verstanden haben, dass es hier um etwas geht", meinte Spahn weiter.

Am 6. Mai soll bei einer Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten entschieden, ob und - wenn ja - wann die Bundesliga und die 2. Bundesliga trotz der Corona-Pandemie ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen darf. Dafür hat die DFL ein Hygienekonzept mit Serientests bei allen 36 Profiteams ausgearbeitet, das unter anderen von Spahns Ministerium und vom Arbeitsministerium begutachtet worden ist.

Spahn bezeichnete die Bundesliga auch als "Exportschlager". Es sei klar, dass die Tests zunächst für das Gesundheitswesen verwendet werden. Und wenn dann noch etwas ginge, könne auch in der Bundesliga getestet werden. "Dann glaube ich, macht es Sinn im Profisport, Schritt für Schritt in einem neuen Alltag zu kommen. Aber der muss auch gelebt werden." Das müssten die Vereine garantieren können.

+++ 05.05.2020, 08:18 Uhr: Ronaldo in Quarantäne +++

Cristiano Ronaldo ist nach zwei Monaten auf seiner Heimatinsel Madeira wieder in Turin. Der Privatjet des Portugiesen landete laut Medienberichten am Montagabend gegen 22.20 Uhr in der Stadt, der Juventus-Offensivspieler muss nun in Quarantäne. Es ist aber noch unklar, ob diese wie üblich zwei Wochen dauert oder verkürzt werden kann, sollten seine Coronatests negativ ausfallen.

Ronaldo kehrte mit seiner ganzen Familie nach Turin zurück. Der 35-Jährige war bereits Anfang März, vor Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen, nach Madeira geflogen, weil seine Mutter einen Schlaganfall erlitten hatte.  

Juventus Turin hatte am Montag in Form von Gesundheitschecks die "Phase 2" zum Neustart des Einzeltrainings begonnen. Nach einer fast zweimonatigen Coronavirus-Quarantäne, bei der die Spieler Turin nicht verlassen durften, wurden bei den ersten Profis die medizinischen Tests vorgenommen.

Die Juve-Profis sollten am Dienstag mit dem Training in kleineren Gruppen von maximal drei Personen beginnen. Die italienische Meisterschaft ist seit dem 9. März unterbrochen. Wann sie wieder aufgenommen wird, ist unklar.

+++ 04.05.2020, 22:38 Uhr: Ungarn plant Fortsetzung +++

Der ungarische Fußballverband (MLSZ) will trotz der Coronakrise noch im Mai die Saison fortsetzen. Der Verband teilte am Montagabend mit, dass die Pokalhalbfinals zwischen MTK Budapest und Honved Budapest sowie MOL Fehervar FC und Mezökövesd-Zsory SE als Geisterspiele bereits am 23. Mai stattfinden sollen.

Eine Woche später soll schließlich der Ligabetrieb ohne Zuschauer wieder anlaufen. Damit wäre Ungarn eines der ersten europäischen Länder, in dem nach der Coronapause wieder wettkampfmäßig der Ball rollt.

Grundvoraussetzung für die Fortsetzung sei aber nach wie vor die "strikte Einhaltung der Hygienevorschriften", teilte der MLSZ mit. Unter anderem werden die Spieler und ihre Kontaktpersonen zweimal die Woche auf COVID-19 getestet. Die höchste Frauenspielklasse soll ebenfalls ihre Saison zu Ende führen, im Amateurfußball wurde die Spielzeit dagegen komplett abgebrochen.

+++ 04.05.2020, 20:09 Uhr: Farke warnt vor Liga-Fortsetzung in England +++

Teammanager Daniel Farke vom englischen Fußballklub Norwich City will keine Fortsetzung der unterbrochenen Premier-League-Saison um jeden Preis.

"Mein genereller Ansatz ist, dass wir alles tun sollten, um die Saison zu Ende zu bringen. Aber wenn wir nur ein Leben retten könnten, indem wir die Saison nicht zu Ende spielen, dann müssen wir das machen", sagte Farke mit Blick auf die Corona-Pandemie zu "Sky UK". 

+++ 04.05.2020, 18:39 Uhr: Pokalfinale in Spanien vor Zuschauern? +++

Die spanischen Pokalfinalisten Athletic Bilbao und Real Sociedad haben beim Fußballverband RFEF gemeinsam beantragt, das wegen der Corona-Pandemie verschobene Endspiel der Copa del Rey vor Zuschauern austragen zu dürfen - notfalls erst im kommenden Jahr.

Dabei sei es beiden Klubs aber wichtig, dass die Partie als offizieller Wettbewerb ausgetragen werde und der Titel offiziell gelte, hieß es in einer Mitteilung der beiden Vereine.

Der Verband teilte mit, er unterstütze das Anliegen. Der Wunsch der Klubs sei verständlich, das erste rein baskische Endspiel der Copa del Rey "im Beisein beider Fangemeinden und all jener, die gerne dabei sein möchten" zu spielen. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.

Die Fans von Athletic Bilbao hatten sich bereits am Wochenende dafür stark gemacht, das Spiel gegen den Nachbarschaftsrivalen zu verschieben. Dafür sei man sogar bereit, auf eine Europacup-Teilnahme zu verzichten.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte den 3. August als Frist für das Finale gesetzt, andernfalls würde ein Vertreter aus der Liga in die Europa League nachrücken. Das Pokalfinale sollte eigentlich am 18. April in Sevilla ausgetragen werden, wurde aber wegen der Corona-Krise abgesagt.

+++ 04.05.2020, 18:32 Uhr: Hertha suspendiert Kalou +++

Handschlag mit den Kollegen, kein großer Abstand beim Corona-Test und dann auch noch Lästereien über den Gehaltsscheck im Kabinenspind: Mit einem pikanten Facebook-Video hat Salomon Kalou nicht nur ungewöhnliche Einblicke in die Trainingsabläufe bei Hertha BSC gegeben, sondern auch deutliche Verstöße gegen die strengen Hygienevorschriften für die Fußball-Bundesligisten dokumentiert.

Der Hauptstadtklub reagierte am Montagabend mit einer Stellungnahme und suspendierte den Ivorer mit sofortiger Wirkung. Hier geht es zur Meldung.

+++ 04.05.2020, 17:45 Uhr: Juve wartet auf Ronaldo +++

Juventus Turin hat am Montag in Form von Gesundheitschecks die "Phase 2" zum Neustart des Einzeltrainings begonnen. Nach einer fast zweimonatigen Coronavirus-Quarantäne, bei der die Spieler Turin nicht verlassen durften, traten die ersten Spieler die medizinischen Tests an. Den Anfang macht eine Gruppe um Leonardo Bonucci und Aaron Ramsey.

Cristiano Ronaldos Rückkehr wird über italienische Medien derweil für Montagabend angekündigt. Der 35-Jährige war bereits Anfang März, vor Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen, in seine portugiesische Heimat Madeira geflogen, weil seine Mutter einen Schlaganfall erlitten hatte.

+++ 04.05.2020, 17:20 Uhr: Positives Testergebnis bei Zweitligist +++

Ein Profi von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Klub mit. Der Spieler, dessen Namen Dynamo nicht nannte, wurde am Samstag getestet und befindet sich seit Sonntagmorgen in häuslicher Quarantäne. Mehr dazu hier.

+++ 04.05.2020, 16:57 Uhr: LaLiga-Klubs nehmen Training wieder auf +++

Die Vereine aus der spanischen Primera División nehmen im Laufe dieser Woche das Training wieder auf. Das bestätigte der Fußball-Verband in einer Mitteilung am Montag. Die Entscheidung sei im Einklang mit dem Gesundheitsministerium getroffen worden.

Anders als in Deutschland können die Fußball-Profis in Spanien jedoch noch nicht ins Mannschaftstraining zurückkehren. Zunächst wird in der ersten und zweiten Liga individuell trainiert. In den nächsten vier Wochen wird jedoch schrittweise an einer Rückkehr in den Normalbetrieb gearbeitet.

LaLiga-Präsident Javier Tebas erklärte: "Diese Krise hat auf uns alle einen großen Einfluss. Die Rückkehr des Fußballs ist ein Zeichen, dass die Gesellschaft auf dem Weg zur Normalität ist."

+++ 04.05.2020, 15:23 Uhr: Zehn Infektionsfälle nach Corona-Testwelle +++

Die DFL hat eigenen Angaben zufolge vor dem Start des Mannschaftstrainings insgesamt 1724 Corona-Testes bei allen Vereinen der Bundesliga und 2. Bundesliga durchgeführt. Es wurden Proben von Spielern und dem Mannschaftspersonal, wie dem Trainerstab und den Physiotherapeuten, entnommen und von fünf Fachlabor-Verbünden untersucht, so die DFL am Montagnachmittag.

Letztlich seien zehn Infektionsfälle festgestellt worden, hieß es in der Meldung. Diese seien an die Gesundheitsämter gemeldet worden. "Die entsprechenden Maßnahmen, zum Beispiel die Isolation der betroffenen Personen inklusive Umfelddiagnostik, wurden durch die jeweiligen Klubs nach den Vorgaben der örtlichen Gesundheitsbehörden unmittelbar vorgenommen."

Bekannt waren bislang nur drei positive Ergebnisse beim Bundesligisten 1. FC Köln bei den ersten Kontrollen am vergangenen Donnerstag, bei der zweiten Testreihe am Sonntag gab es beim FC ausschließlich negative Ergebnisse.

Eine zweite Testwelle werde im Laufe dieser Woche durchgeführt, "auch hier kann es zu vereinzelten positiven Testergebnissen kommen", so die DFL weiter. 

+++ 04.05.2020, 16:07 Uhr: Frankreich-Klub startet Petition +++

Der aufgrund des Saisonabbruchs der französischen Ligue 1 abgestiegene Fußballklub SC Amiens hat eine Petition gestartet, um den Ligaverband LFP zu einer Rücknahme der Entscheidung zu bewegen. Demnach solle es keine Absteiger geben, stattdessen spricht sich der Klub für eine Aufstockung der höchsten Spielklasse auf 22 Teams aus. Montagmittag hatten bereits über 3000 Personen die Petition unterzeichnet.

Die Ligue 1 war am vergangenen Donnerstag aufgrund der Coronakrise vorzeitig abgebrochen worden, als Grundlage der sportlichen Wertung wurde die zu diesem Zeitpunkt gültige Tabelle zugrunde gelegt.

Paris St. Germain mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel sowie den Nationalspielern Julian Draxler und Thilo Kehrer wurde der Meistertitel zugesprochen, Amiens und der FC Toulouse sollen absteigen. Unmittelbar danach hatte Amiens bereits angekündigt, rechtliche Schritte gegen die Entscheidung zu prüfen.

+++ 04.05.2020, 14:56 Uhr: Umfrage: Task Force der DFL notwendig +++

Die große Mehrheit der deutschen Fußball-Fans hält eine Analyse der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Profiklubs für zwingend notwendig. Eine Umfrage des Bundesliga-Barometers ergab, dass 95 Prozent der Befragten die Gründung der Task Force "Zukunft Profifußball" infolge der Coronakrise durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) befürworten. Eine Korrektur des bisherigen Kurses sehen über 91 Prozent als notwendig an.

Vor allem die Honorare der Spielerberater sollten nach Meinung der Fußball-Anhänger begrenzt werden. Mit 85 Prozent sind die Honorarkürzungen nach Ansicht der Fans deutlich wichtiger als Gehaltsobergrenzen für Spieler (62 Prozent).

Nur etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer wünschen sich unterdessen eine stärkere Berücksichtigung von Fan-Interessen in der Zukunft.

+++ 04.05.2020, 13:50 Uhr: "Unsere Kurve" will Geisterspiele im Free-TV +++

Die Fan-Interessensgemeinschaft "Unsere Kurve" macht sich für frei-empfangbare Fernsehübertragungen von möglichen Profi-Fußballspielen ohne Stadionzuschauer stark.

Der Abschluss eines Pay-TV-Abonnements dürfe für niemanden, der die Partien sehen wolle, zum Zwang werden, heißt es in einer Mitteilung. Mehr dazu hier!

+++ 04.05.2020, 13:35 Uhr: Jahrgang 1997 darf zu Olympia +++

Der Stichtag für die Teilnahme von Fußballern an den Olympischen Sommerspielen bleibt trotz der Verschiebung auf 2021 erhalten.

"Demnach dürfen Spieler, die nach beziehungsweise am 1. Januar 1997 geboren sind, auch im kommenden Jahr an den Spielen in Tokio teilnehmen", teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag mit. Pro Mannschaft dürfen zudem drei Spieler im Kader stehen, die vor dem Stichtag geboren worden sind.

"Es ist sinnvoll, dass die Empfehlungen der FIFA und des DFB vom Internationalen Olympischen Komitee aufgenommen wurden und die 1997er-Jahrgänge ihre Spielberechtigung behalten können", sagte DFB-Trainer Stefan Kuntz, der die deutsche Auswahl in Tokio betreuen wird: "Ich freue mich für die Jungs, weil sie durch den zweiten Platz bei der U21-EM 2019 auch für die Qualifikation gesorgt haben."

Das IOC hatte aufgrund der Corona-Pandemie am 24. März die Verschiebung der Spiele um ein Jahr beschlossen. Neuer Termin ist der 23. Juli bis 8. August 2021.

+++ 04.05.2020, 13:08 Uhr: Geisterspiele auch noch 2021? +++

Eine Rückkehr zur Normalität im Fußball hält Englands Verbandschef Greg Clarke vorerst für unrealistisch. Er erwarte nicht, dass bald wieder Spiele mit Zuschauern stattfinden werden, meinte der Vorsitzende der Football Association.

"Es ist schwer vorstellbar, dass viele Fans bald wieder in die Stadien kommen", sagte der FA-Chef. "Da die soziale Distanzierung noch einige Zeit andauert, stehen wir vor erheblichen Veränderungen im gesamten Fußball-Ökosystem", sagte Clarke der "BBC". Nach Meinung des Verbandes könnten Geisterspiele auch noch 2021 stattfinden.

+++ 04.05.2020, 11:39 Uhr: DFL verteilt offenbar Maulkörbe ++

Der "kicker" berichtet, dass am Sonntagabend eine brisante Mail der Deutschen Fußball Liga (DFL) bei den 36 Profi-Klubs aus Bundesliga und 2. Bundesliga einging, die einem Maulkorb gleichkommt.

In der Mail empfiehlt DFL-Direktor Ansgar Schwenken den Vereinen, "von eigenen Verlautbarungen abzusehen" und auf eine zentrale Kommunikation der DFL zu verweisen.

Heißt: Die Klubs sollen die Füße stillhalten und nicht - wie beispielsweise der 1. FC Köln - individuell und autonom bekanntgeben, wenn Spieler positiv (oder auch negativ) getestet wurden. Dem Bericht nach will sich die DFL am Montag mit einer zentralen, öffentlichen Stellungnahme zu Wort melden.

Bislang sind die Vorgehensweisen individuell. Die meisten Bundesligisten haben sich zu den Ergebnissen der ersten Tests geäußert. Siehe unsere Diashow:


Mehr dazu: Corona-Tests: So ist der Stand bei den 18 Klubs


+++ 04.05.2020, 10:46 Uhr: Belgien verschiebt Entscheidung +++

Die endgültige Entscheidung über einen vorzeitigen Saison-Abbruch der belgischen Liga ist erneut verschoben worden und fällt frühestens Mitte Mai.

Man warte noch immer auf eine Stellungnahme des Nationalen Sicherheitsrats, teilte der Fußballverband Pro League mit. Man verstehe voll und ganz, dass es derzeit andere Prioritäten als den Sport gebe. "Dennoch hoffen wir, bald Klarheit vom Nationalen Sicherheitsrat zu erhalten." Die Vollversammlung sei zunächst auf den 15. Mai verschoben worden, hieß es in der Mitteilung vom Sonntagabend.

Die Vollversammlung soll darüber abstimmen, ob sie dem Vorschlag der Liga-Kommission folgen und die Spielzeit aufgrund der Corona-Pandemie abbrechen will. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hatte für diesen Fall damit gedroht, die belgischen Klubs vom Europapokal 2020/2021 auszuschließen.

+++ 04.05.2020, 10:35 Uhr: FC Bayern testet am Dienstag erneut +++

Beim FC Bayern München ist die erste Corona-Testrunde, die am Freitag durchgeführt wurde, negativ ausgefallen. Dies teilte der Verein am Montag auf "SID"-Anfrage mit. Für Dienstag ist die nächste Analyse geplant.

Auf ein Mannschaftstraining verzichtet der FC Bayern aber nach wie vor. Noch lässt Trainer Hansi Flick in Kleingruppen üben.

Man wolle eine Entscheidung der Politik am Mittwoch abwarten, so ein Klubsprecher. Der Rekordmeister befindet sich dazu auch in enger Abstimmung mit der Stadt München.

+++ 04.05.2020, 10:25 Uhr: Ergebnisse vom zweiten Corona-Test des 1. FC Köln sind da +++

Nach den drei positiven Coronafällen bei den ersten Testungen am vergangenen Donnerstag hat die zweite Analyserunde beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln ausschließlich negative Ergebnisse erbracht. Das gab der FC am Montagmorgen bekannt.

Die Rheinländer hatten am Sonntag erneut die gesamte Mannschaft sowie Trainer- und Betreuerstab auf COVID-19 testen lassen. Die Tests wurde von einem unabhängigen Labor vorgenommen. Trainer Markus Gisdol wollte am Montagnachmittag wieder ein Training in Gruppen abhalten; die Einheit ist nicht öffentlich.

Das medizinische Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) sieht engmaschige Tests als Voraussetzung für den Sonderspielbetrieb in der Liga vor. Nur Spieler, die zwei aufeinanderfolgende negative Tests auf COVID-19 aufweisen, dürfen trainieren und spielen.

+++ 04.05.2020, 10:08 Uhr: Ehemaliger WM-Star im Krankenhaus +++

Der peruanische WM-Star Héctor Chumpitaz ist zusammen mit seiner Frau aufgrund einer COVID-19-Erkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Das gab der Sohn des 76-Jährigen, Tito Chumpitaz, via Twitter bekannt.

Die Prognose für seine Eltern sei allerdings positiv, sie hätten bislang ohne zusätzlichen Sauerstoff auskommen können, berichtete der Filius. Chumpitaz nahm mit Perus Nationalmannschaft 1970 in Mexiko und 1978 in Argentinien an der WM-Endrunde teil.

In Peru wurde damit erstmals ein ehemaliger Fußballprofi positiv auf das Coronavirus getestet. In dem südamerikanischen Land gibt es fast 46.000 Coronafälle und fast 1300 Todesfälle durch COVID-19.

+++ 04.05.2020, 08:45 Uhr: Sind Geisterspieler leichter zu leiten? +++

Geisterspiele sind aus Sicht von Bundesliga-Referee Daniel Siebert für Schiedsrichter einfacher zu leiten als normale Fußball-Partien mit Zuschauern.

"Es ist anders, aber es ist leichter", sagte der 35 Jahre alte Berliner den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Unter anderem könne der Unparteiische Fouls hören. "Man hört den Fußkontakt, Schienbein an Schienbein oder Sohle an Sohle. Das erzeugt ganz bestimmte Geräusche. Und als Schiedsrichter habe ich ein geschultes Ohr dafür, welcher Kontakt regelwidrig und welcher noch im Rahmen eines fairen Zweikampfes ist."

Siebert leitete diese Saison auf internationaler Ebene bereits zwei Partien, bei denen kein Publikum war. "Damit bin ich wahrscheinlich gerade so erfahren wie kaum ein anderer deutscher Schiedsrichter", sagte er. Diese Spiele werden seiner Erfahrung zufolge fairer geführt. "Die Emotionen sind raus, die Spieler konzentrieren sich auf das Fußballspielen", sagte Siebert. "Natürlich hat man mal strittige Einzelsituation, aber die hallen nicht so nach, wie bei Spielen mit Publikum, das dann noch länger pfeift und damit Druck aufbaut."

+++ 04.05.2020, 06:40 Uhr: Heynckes spricht über Geisterspiele +++

Der ehemalige Bundesliga-Trainer Jupp Heynckes rät den Klubs angesichts der Coronakrise auf bestehendes Personal zu setzen. Der Fußball dürfe "nicht nur an den Profit denken", sagte der Ex-Bayern-Coach gegenüber dem "kicker". "Ich würde auf junge Spieler setzen, wie Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic jüngst sagte. Ganz große Transfers würde ich jedoch ausschließen."

Auch große Klubs würden angesichts der Viruskrise "wirtschaftliche Probleme bekommen", sagte der frühere Nationalspieler. "Deshalb würde ich als Verantwortlicher lieber meine Spieler halten, statt teure Stars zu holen", ergänzte Heynckes.

Die Vereine müssten hoffen, dass die Saison ohne Zuschauer zu Ende gespielt werden könne, "auch wenn Fußball ohne Zuschauer fürchterlich ist", sagte Heynckes. "Aber es gibt keine andere Lösung, damit die Klubs bis Sommer über die Runden kommen. Und dann müssen die Vereins-Verantwortlichen begreifen, dass sie möglicherweise die kommende komplette Saison weiter ohne Publikum spielen werden."

+++ 03.05.2020, 20:06 Uhr: Corona-Tests beim FC Bayern offenbar negativ +++

Entwarnung beim FC Bayern München: Offenbar ist momentan kein Profi sowie kein Betreuer aus dem direkten Mannschaftsumfeld des Rekordmeisters mit dem Coronavirus infiziert.

Am Freitag (1. Mai) unterzogen sich Stars und Staff der Münchner den in der Bundesliga nach Vorgabe der DFL obligatorischen Corona-Tests.

Offiziell äußerte sich der Klub zwar bislang nicht zu den Ergebnissen. Laut einem "Bild"-Bericht vom Sonntagabend sind diese aber allesamt negativ ausgefallen.

+++ 03.05.2020, 19:29 Uhr: 1. FC Köln will vorzeitig in Quarantäne +++

Der 1. FC Köln treibt seine Planungen für einen Neustart der Bundesliga voran. Schon "im Laufe der Woche" und damit früher als im DFL-Konzept vorgesehen will der FC seine Mannschaft für ein Trainingslager zusammenziehen.

Voraussetzung sei, dass die Politik "die Freigabe zur Fortsetzung der Saison gibt", teilte der Klub am Sonntag mit.

Nach Informationen der "Bild" hat Köln zu diesem Zweck die Sportschule Hennef geblockt. Ziel sei es, sich gemäß dem Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) "für acht Tage wegschließen" zu können, schrieb die Zeitung. Auch mehrere Hotels habe der FC reserviert.

Am Mittwoch will die Politik über das weitere Vorgehen in der Bundesliga beraten, danach könnte Köln das Trainingslager beziehen.

+++ 03.05.2020, 17:46 Uhr: Politik bastelt offenbar an Free-TV-Deal für die Bundesliga +++

Das wäre ein echter Hammer: Nach Informationen der "Bild" ist die Politik bestrebt, im Falle einer Fortsetzung der Saison in der Bundesliga alle Partien im Free-TV zeigen zu lassen.

Hintergrund soll die Angst vor sogenannten "Sky-Partys" sein, bei denen sich Fußball-Fans ohne Pay-TV-Abo zusammenfinden könnten, um die Auftritte ihrer Mannschaften zu verfolgen.

Sky hält die Rechte an den meisten noch ausstehenden Partien, die als Geisterspiele ohne Zuschauer im Stadion ausgetragen werden - sollten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer bei ihren Beratungen am Mittwoch grünes Licht geben.

Der Freistaat Bayern soll dem Bericht zufolge nun an Sky Deutschland, das in Unterföhring bei München beheimatet ist, herantreten, und klären, unter welchen Bedingungen eine Übertragung auch im frei empfangbaren Fernsehen zustandekommen könnte.

"Wenn die Politik ihre Einschätzung publik gemacht hat, werden wir uns mit unserem Partnern bei der DFL zusammen und passende Konzepte besprechen", teilte Sky auf "Bild"-Anfrage mit.

+++ 03.05.2020, 16:01 Uhr: So ist der Stand der Corona-Tests in der Bundesliga +++

Noch hat die Bundesliga von der Politik kein grünes Licht für die Fortsetzung der wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochenen Saison bekommen. Dennoch laufen bei den 18 Klubs des deutschen Oberhauses bereits flächendeckende Corona-Tests - mit den ersten positiven Befunden. Hier geht's zum Überblick über den Stand bei BVB, FC Schalke 04, FC Bayern und Co.

+++ 03.05.2020, 13:55 Uhr: Serie A nähert sich dem Neustart +++

Die italienische Regierung hat die Genehmigung für die Wiederaufnahme des Trainings für einzelne Profi-Athleten sowie für Mannschaften ab Montag (4. Mai) erteilt. Die Profis von Mannschaftssportarten können einzeln auf öffentlichem oder privatem Gelände trainieren.

Sie müssen dabei einen Abstand von mindestens zwei Meter einhalten sowie jede Form von Rudelbildung vermeiden, heißt es in einem Statement des italienischen Innenministeriums am Sonntag. Erlaubt ist auch das Training für Profis in Sportzentren.

Mehrere Serie-A-Klubs planen bereits am Montag die Wiederaufnahme des Trainings ihrer Kicker. Auf das Mannschaftstraining müssen sie bis zum 18. Mai warten. Die Meisterschaft ist seit dem 9. März in Italien unterbrochen. Wann sie wieder aufgenommen werden soll, ist noch offen. Mit über 28.000 Coronavirus-Todesopfer ist Italien eines der Länder, das von der Pandemie am stärksten betroffen ist.

+++ 03.05.2020, 13:19 Uhr: Hessen tagt am 16. Mai +++

Der Hessisches Fußball-Verband (HFV) peilt den 16. Mai als Stichtag an, um über die Fortsetzung des Amateur-Spielbetriebs zu entscheiden. Wie der Verband auf seiner Webseite mitteilte, wird für die "abschließende Entscheidung eine Videokonferenz vorbereitet".

Sollten die für den 6. Mai angekündigten behördlichen Regelungen für den Sport ausbleiben, werde der HFV selbst ein "Stimmungsbild unter den Mitgliedsvereinen" einholen. Derzeit führen die Regionalbeauftragten Beratungen durch, "wie eine Wertung bei einem vorzeitigen Ende der Saison 2019/2020 vorgenommen werden sollte".

Eine Arbeitsgruppe der Spielbetriebsausschüsse arbeite zudem Rahmenterminplänen, falls die Saison 19/20 fortgesetzt wird und zieht auch alternative Modelle wie "Halbserien zur Überbrückung von Leerlaufzeiten" in Betracht. Der Spielbetrieb bleibe bis auf Weiteres ausgesetzt.

+++ 03.05.2020, 13:16 Uhr: Werder droht Einnahmenverlust von 45 Mio. Euro +++

Das Festhalten an Trainer Florian Kohfeldt ungeachtet der sportlichen Krise beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen nötigt Lutz Hangartner, Präsident des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL), Respekt ab. "Ich ziehe vor Werder den Hut. Einen Trainerwechsel immer nur an den Punkten oder dem Tabellenplatz festzumachen, ist falsch", sagte Hangartner dem Weser-Kurier.

Die Hanseaten nehmen in der aktuellen Bundesligatabelle den vorletzten Platz ein, der Rückstand zum rettenden Rang 15 beträgt bereits acht Punkte. Ihnen droht nach 1980 der zweite Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte, dennoch hält Sport-Geschäftsführer aktuell weiterhin an Coach Kohfeldt fest.

Auch finanziell gehen die Norddeutschen wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie schweren Zeiten entgegen. Geschäftsführer Klaus Filbry bestätigte am Sonntag im "Sport1"-Doppelpass, dass dem Bundesliga-Gründungsmitglied im schlimmsten Fall Einnahmen in Höhe zwischen 40 und 45 Millionen Euro wegbrechen könnten.

Trotz der in doppelter Hinsicht angespannten Situation an der Weser hält man in Bremen die 50+1-Regel nach wie vor für richtig. Filbry: "Das bleibt für uns unverrückbar. Minderheitsbeteiligungen aber können wir uns vorstellen und haben diesbezüglich auch schon Gespräche geführt."

+++ 03.05.2020, 13:15 Uhr: 1. FC Köln wehrt sich, Verstraete rudert zurück +++

Nachdem Mittelfeldspieler Birger Verstraete die Vorgehensweise seines Klubs 1. FC Köln nach drei bestätigten Coronafällen im Verein kritisierte, äußerte sich der Klub am Sonntag zu den Vorwürfen. Auch der Spieler meldete sich erneut zu Wort.

"Im Einklang mit dem medizinischen Konzept der Deutschen Fußball Liga DFL werden beim FC ausschließlich Spieler trainieren und spielen, die durch zwei aufeinanderfolgende negative Tests den Nachweis haben, dass sie mit dem neuartigen Corona-Virus nicht infiziert sind. Aus diesem Grund werden alle Spieler vor der geplanten Wiederaufnahme des Trainings am Montag rechtzeitig erneut getestet", hieß es vom FC.

In der Stellungnahme des Klubs ruderte Verstraete zurück. "Statt aus der Emotion heraus ein Interview zu geben, hätte ich den Kontakt zu unserem Arzt suchen und mir meine Fragen erklären lassen müssen. Es lag nicht in meiner Absicht, den zuständigen Behörden oder dem 1. FC Köln Vorwürfe zu machen", sagte er.

+++ 03.05.2020, 12:42 Uhr: "Unklarer Befund" beim VfB Stuttgart +++

Bei den Corona-Tests im Trainer- und Betreuerstab des VfB Stuttgart hat es ein nicht eindeutiges Ergebnis gegeben. "Bei einer getesteten Person liegt ein unklarer Befund vor. Es gibt aber keinen spezifischen COV-2-Virus-Nachweis", teilte der Fußball-Zweitligist mit.

Nach "kicker"-Informationen hat sich jenes unklare Ergebnis bei einem der Spieler ergeben. Laut "Bild" sei das Testergebnis nicht negativ gewesen, es gebe aber auch keinen spezifischen Nachweis auf Covid-19-Viren. Einen Namen veröffentlichte der VfB nicht.

Der Betroffene wurde jedoch sofort von der Mannschaft getrennt und isoliert. "Der Betroffene, der keine Symptome aufweist, ist prophylaktisch in häuslicher Quarantäne und weitere Tests werden folgen." Man habe in enger Abstimmung mit dem medizinischen Personal alle notwendigen Vorkehrungen getroffen.

+++ 03.05.2020, 12:23 Uhr: Profis müssen zum Training erscheinen +++

Sportjurist Jörg von Appen sieht für Fußballprofis keine rechtliche Möglichkeit, auf die Teilnahme am Trainingsbetrieb zu verzichten, auch wenn sie in der derzeitigen Coronakrise Bedenken haben. "Wenn der Verein alle geforderten Hygiene-Vorschriften einhält und die zuständigen Behörden den Trainings- und Spielbetrieb in der Bundesliga zulassen, kann einem Fußballprofi das Erscheinen am Arbeitsplatz angeordnet werden", sagte von Appen bei "Sport1".

Nach den drei positiven Coronatests beim 1. FC Köln hatte sich Mittelfeldspieler Birger Verstraete kritisch darüber geäußert, dass das Training fortgesetzt werden soll. Dies sei "bizarr", sagte er im belgischen Fernsehen. Er verwies dabei auf seine Freundin, die an Herzproblemen leide und deshalb zur Risikogruppe gehöre.

Laut von Appen müsste ein Spieler "erhebliche Bedenken anmelden", um vom Training fernbleiben zu können. Umstände wie im Fall Verstraete könnten aber eine Ausnahmesituation darstellen. "Gehört der Spieler selbst einer Risikogruppe an oder gibt es in der häuslichen Familie Risikogruppen, muss man sich den Einzelfall ansehen. Danach ist zu entscheiden, ob der Spieler an seinem Arbeitsplatz erscheinen müsste", sagte von Appen.

+++ 03.05.2020, 10:56 Uhr: Serie-A-Klubs nehmen Training auf +++

Die italienischen Serie-A-Klubs AS Rom, Sassuolo Calcio und der FC Bologna haben grünes Licht für die Wiederaufnahme des individuellen Trainings ihrer Spieler gegeben. Die Profis dürfen in Sportzentren trainieren, müssen dabei jedoch die Abstandsregeln in Zeiten der Coronavirus-Pandemie einhalten, hieß es in den Pressemitteilungen der Klubs. Der Zugang zu den Spielfeldern ist gestattet, Kabinen, Trainingshallen und Büros bleiben geschlossen.

Die Klubs der ersten italienischen Fußball-Liga hatten sich am Freitag erneut für eine Fortsetzung der Meisterschaft ausgesprochen. In einer Videokonferenz erklärten sich die Vereine zudem bereit, die Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu befolgen. Bereits vor zwei Wochen hatten die 20 Erstligaklubs einstimmig für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs gestimmt.

Am Montag beginnt in Italien die sogenannte "Phase 2" mit einer Lockerung der seit dem 11. März andauernden Ausgangssperre. Das individuelle Training von Profisportlern ist erlaubt. Gruppentraining dürfen die Klubs erst ab dem 18. Mai wieder aufnehmen.

+++ 03.05.2020, 10:47 Uhr: Sportmediziner sieht Bundesliga als Studien-Objekt +++

Der Sportmediziner Fritz Sörgel hat sich aus wissenschaftlichen Gründen für eine Fortsetzung der Saison in der Fußball-Bundesliga ausgesprochen.

Der Pharmakologe sieht in dem Spielbetrieb die Chance, eine bislang so nicht mögliche Studie über das Coronavirus anfertigen zu können. "Macht man sich frei davon, dass da ein sportlicher Wettkampf stattfindet, erfüllen diese Geisterspiele im Ansatz die Kriterien für eine wissenschaftliche Studie", schrieb Sörgel in einem Beitrag für den "Tagesspiegel".

Im Augenblick gäbe es nur "viele kleine Studien, die keinen definierten Beginn, ein ungewisses Ende und keinen richtigen Versuchsplan haben", monierte Sörgel. Nach dem Plan der Deutschen Fußball Liga würden etwa 1500 relativ junge Menschen in einem räumlich festgelegten Umfeld regelmäßig aufeinandertreffen. "Die Frage wäre nun, ob es an diesem Arbeitsplatz zu Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus kommt", meinte der 69-Jährige. Daraus könnten Rückschlüsse auf andere Arbeitsumfelder gezogen werden.

"Wo gibt es eine Studie, die an 18 Spielplätzen über das Land verstreut je 300 Beteiligte und ihr direktes Umfeld so genau untersucht?", fragte Sörgel. Dies sei nicht einmal in Krankenhäusern der Fall. Durch die Vielzahl an Proben könnte auch Antikörpertests zu einem späteren Zeitpunkt in großer Zahl vorgenommen werden, sofern die Proben eingefroren werden. Letztlich könnte eine solche Studie eine gute Grundlage für weitere Untersuchungen in den Hallensportarten und der Unterhaltungsindustrie sein.

+++ 03.05.2020, 10:24 Uhr: Bayern-Duo sammelt mehr als 4 Mio. Euro +++

Die Spendenaktion #WeKickCorona der Bayern-Profis Leon Goretzka und Joshua Kimmich hat mittlerweile schon mehr als vier Millionen Euro für den guten Zweck eingebracht. Unter den insgesamt 3500 Spendern befinden sich neben vielen Fußballern unter anderem auch Tennisprofi Alexander Zverev, Basketballer Dennis Schröder sowie eine Vielzahl an Privatpersonen. "Gerade diese Hilfe und Unterstützung berührt uns persönlich am meisten", wird Goretzka auf der Website seines Klubs Bayern München zitiert.

Kimmich und Goretzka entscheiden zudem selbst, welche Organisationen die Spendenbeträge erhalten. "Uns war wichtig, nicht einfach nur zu sagen: Da ist das Geld, verteilt das mal", sagte Kimmich: "Wir sehen uns da in der Verantwortung." Denn oft wüssten die Menschen nie so richtig, was mit ihrem Geld passiert.

Die Initiative unterstütze Projekte in Deutschland, Klubkollege Goretzka regte allerdings auch einen größeren Maßstab an. "Natürlich muss die Politik irgendwann auch das große Ganze im Auge haben. Ich denke, man sollte einen Schirm für Europa besprechen. Solidarität endet nicht vor der eigenen Haustür", sagte der 25-Jährige.

Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte sich telefonisch bei den beiden Profis bedankt. Er finde es vorbildlich, "wie sie sich mit dieser Initiative für die Gesellschaft einsetzen. Das sind ganz einfach genau die Persönlichkeiten, wie wir sie uns beim FC Bayern wünschen", sagte Hoeneß.

Auch der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge zeigte sich erfreut. "Diese Initiative ist ein toller Beweis dafür, dass unsere Profis ihre Vorbildfunktion in der Gesellschaft wahrnehmen und sich in dieser Krise solidarisch zeigen", sagte er.

+++ 03.05.2020, 07:54 Uhr: Köln-Profi erhebt schwere Vorwürfe +++

Köln-Profi Birger Verstraete hält die Maßnahmen nach den drei positiven Corona-Tests beim Fußball-Bundesligisten für leichtsinnig. "Wir sollten vorerst nicht unter Quarantäne gestellt werden, und das ist ein bisschen bizarr", sagte der belgische Mittelfeldspieler dem TV-Sender "VTM".

"Der Physiotherapeut ist der Mann, der mich und andere Spieler wochenlang behandelt hat. Und mit einem der beiden fraglichen Spieler habe ich am Donnerstag im Fitnessstudio ein Duo gebildet", sagte Verstraete in dem Interview, über das "Het Laatste Nieuws" berichtete.

Es sei daher "nicht ganz richtig", dass kein anderer aus dem Team der Kölner mit den Betroffenen in Kontakt gekommen sei, widersprach der Belgier den Verantwortlichen. Der 26-Jährige rechnet mit weiteren Infektionen. "Ich denke auch daran, dass sich das Virus verbreitet hat", sagte Verstraete. Ihm stehe der Sinn derzeit nicht nach Fußball. Eine schnelle Wiederaufnahme der Saison hält Verstraete für "naiv".

Die Gesundheit seiner Familie und seiner Freundin seien für ihn "von größter Bedeutung". Dies würden auch viele andere Spieler so sehen. "Fußball ist nicht das Wichtigste", betonte der Belgier. Er könne sich vorstellen, dass viele Profis bei einer anonymen Befragung für einen Abbruch der Spielzeit votieren würden. "Erst Gesundheit, dann Fußball", sagte Verstraete.

+++ 02.05.2020, 22:54 Uhr: Heldt streitet Mitschuld an positiven Coronatests ab +++

Sport-Geschäftsführer Horst Heldt führt die drei positiven Coronatests beim 1. FC Köln nicht auf Fehler des Bundesligisten zurück.

"Niemand aus unserem Team hat sich leichtsinnig verhalten", stellte der 50-Jährige im Gespräch mit der "Bild am Sonntag" klar.

"Fakt ist: Wir haben drei Infizierte und über 50 Nicht-Infizierte in unserer Testgruppe", so Heldt: "Insofern gehen wir davon aus, dass die Regeln und Maßnahmen am Geißbockheim funktionieren."

Der Effzeh hatte am Freitagabend mitgeteilt, dass drei Personen positiv getestet wurden. Nach "SID"-Informationen handelt es sich dabei um zwei Spieler und einen Physiotherapeuten. Das Trio, das keine Symptome aufweist, begab sich in 14-tägige Quarantäne.

Angst vor weiteren Ansteckungen hat Heldt nicht. "Angst ist das falsche Wort", erläuterte der Ex-Profi, "wir haben alle Voraussetzungen geschaffen, um eine Ansteckung im Team zu vermeiden. Und das tun wir weiter."

+++ 02.05.2020, 20:41 Uhr: Sassuolo und Bologna nehmen individuelles Training auf +++

Die Serie-A-Klubs Sassuolo Calcio und Bologna Calcio haben am Samstag grünes Licht für die Wiederaufnahme des individuellen Trainings ihrer Spieler gegeben.

Die Profis dürfen in Sportzentren trainieren, müssen dabei jedoch die Abstandsregeln in Zeiten der Coronavirus-Pandemie einhalten, hieß es in einer Pressemitteilung. Der Zugang zu den Spielfeldern ist gestattet, Kabinen, Trainingshallen und Büros bleiben geschlossen.

Die Klubs der ersten italienischen Liga hatten sich am Freitag erneut für eine Fortsetzung der Meisterschaft ausgesprochen. In einer Videokonferenz erklärten sich die Vereine zudem bereit, die Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu befolgen.

Bereits vor zwei Wochen hatten die 20 Erstligaklubs einstimmig für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs gestimmt.

+++ 02.05.2020, 17:08 Uhr: Wohl keine positiven Corona-Tests beim BVB +++

Nach den drei positiven Corona-Tests beim 1. FC Köln hat sich die Sorge vor weiteren Infektionen in anderen Vereinen der Bundesliga zunächst nicht bestätigt.

Bei Borussia Dortmund gibt es laut eines Berichts der BVB-nahen "Ruhr Nachrichten" keinen positiven Befund auf COVID-19. Die Westfalen erklärten auf Nachfrage, sich zu ärztlichen Untersuchungen nicht zu äußern.

+++ 02.05.2020, 16:19 Uhr: FIFA-Vize hält Umstellung aufs Kalenderjahr für möglich +++

FIFA-Vizepräsident Victor Montagliani hat die Umstellung der europäischen Fußballligen auf das Kalenderjahr ins Spiel gebracht.

"Das ist keine Idee, die verworfen werden sollte", sagte der 54 Jahre alte Chef des Kontinentalverbandes für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik (CONCACAF) im Interview des italienischen Radiosenders "Sportiva". Es sei eine "Möglichkeit" die auf nationaler und internationaler Ebene diskutiert werden sollte.

"Es könnte eine Lösung sein mit Blick auf die kommenden zwei Jahre und die Winter-WM", sagte der Kanadier. Die Weltmeisterschaft 2022 in Katar wird aufgrund der Hitze in den Sommermonaten vom 21. November bis 18. Dezember gespielt. Der Rahmenterminkalender des Profi-Fußballs muss deshalb im Vorfeld angepasst werden.

+++ 02.05.2020, 14:41 Uhr: Corona-Tests bei Werder Bremen negativ +++

Spieler und Staff von Werder Bremen sind am Donnerstag entsprechend des Hygiene-Konzepts der Deutschen Fußball Liga (DFL) auf Covid-19 getestet worden.

Alle Ergebnisse der getesteten Personen waren negativ waren, wie die Bremer am Samstag mitteilten.

Der zweite Test für Spieler und das direkte Team-Umfeld findet am Sonntag statt.

+++ 02.05.2020, 14:23 Uhr: Französischer Profi nach Koma auf dem Weg der Besserung +++

Der an COVID-19 erkrankte Profi Junior Sambia vom französischen Ex-Meister HSC Montpellier befindet sich offenbar auf dem Weg der Besserung.

Laut Angaben des Klubs kann der 23-Jährige, der am vergangenen Wochenende nach einem positiven Corona-Test in ein künstliches Koma versetzt worden war, das Krankenhaus zeitnah verlassen.

"Alle sind sehr froh, dass es dir besser geht. Wir hoffen, dich bald auf dem Platz zu sehen", schrieb der Verein auf Twitter.

Sambia war in der vergangenen Woche aufgrund von Atembeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert und anschließend als erster Spieler in der Ligue 1 positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

+++ 02.05.2020, 13:28 Uhr: Wie gefährlich sind die Corona-Fälle beim 1. FC Köln? +++

Drei Corona-Fälle beim 1. FC Köln stellen das Neustart-Konzept der Deutschen Fußball Liga auf den Prüfstand. Wenige Tage vor der wegweisenden Konferenz von Bund und Ländern wurden zwei Spieler und ein Physiotherapeut in Quarantäne geschickt. Ist der Restart in Gefahr? Hier geht's zur Analyse des Geschehens.

+++ 02.05.2020, 11:08 Uhr: Corona-Fälle beim 1. FC Köln: Lauterbach übt harsche Kritik +++

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat nach dem Bekanntwerden von drei Corona-Fällen beim 1. FC Köln die Fortsetzung des Trainings kritisiert.

"Wahrscheinlich 2 Spieler, 1 Mitarbeiter infiziert. Rest trainiert weiter", schrieb Lauterbach bei Twitter: "Wer mit Covid-19 trainiert, riskiert Schäden an Lunge, Herz und Nieren. Ich wundere mich, dass Spieler das mit sich machen lassen. Fußball soll Vorbild sein, nicht "Brot und Spiele"."

Lauterbach war zuletzt mehrfach öffentlich als Kritiker einer Lockerung von Maßnahmen während der Corona-Pandemie und einer Wiederaufnahme der Bundesliga aufgetreten.

+++ 02.05.2020, 10:13 Uhr: FC Liverpool spendet Mahlzeiten für Bedürftige +++

Der FC Liverpool handelt in der Coronakrise nach seinem Vereinsmotto "You'll never walk alone" und stellt Bedürftigen im Stadtteil Anfield insgesamt 650 Mahlzeiten zur Verfügung.

Das teilte der englische Fußball-Spitzenklub um Teammanager Jürgen Klopp am Freitag mit. Die Vereinsköche bereiten die Mahlzeiten im Stadion zu, danach werden sie an 14 Organisationen sowie zwei Schulzentren verteilt.

+++ 02.05.2020, 10:09 Uhr: Kramer über Restart: "Vielleicht ein bisschen langsamer" +++

Christoph Kramer hält einen vermeintlichen Kaltstart bei einer Fortsetzung der Bundesliga-Saison nicht für verantwortungslos.

"Es muss einfach gehen, und wir sind, was die medizinische Betreuung und Vorsorge angeht, wirklich sehr gut vorbereitet", sagte der 29-Jährige von Borussia Mönchengladbach in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Die Deutsche Fußball Liga und die 36 Vereine der 1. und 2. Liga hoffen, dass die Saison ab Mitte oder Ende dieses Monats fortgesetzt wird.

"Vielleicht ist das Spiel ein bisschen langsamer, oder hinten raus, ab der 80. Minute, geht allen die Puste aus. Ich weiß es nicht. Aber ich glaube, dass sich jeder Fußballer freuen würde, wenn er einfach wieder spielen kann", sagte Kramer: "Und dann sollte man nicht zu kleinkariert da reingehen und sagen: Oh nein, wir haben gar keine richtige Vorbereitung gehabt."

+++ 02.05.2020, 8:13 Uhr: SPD-Vize kritisiert DFL-Pläne: "Negative Symbolkraft" +++

SPD-Politiker Kevin Kühnert hält eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga für nicht vermittelbar.

"Der Fußball fügt sich damit einen erheblichen Imageschaden zu, mutmaßlich einen größeren, als es die Pandemie tut", sagte Kühnert dem "Münchner Merkur" und der "tz".

Derzeit leide die Gesellschaft unter der Corona-Krise und kämpfe mit den Folgen und Auswirkungen. "In so einer Phase möchte der Profifußball den Spielbetrieb wieder aufnehmen - das hat eine ungeheure negative Symbolkraft", meinte der 30-Jährige.

"Tausende Corona-Tests für die Spieler, während nicht mal das medizinische Personal fortlaufend getestet wird sowie Zweikämpfe und Rudelbildungen in Zeiten von Abstandsgeboten, das wird doch sehenden Auges nach hinten los gehen", mahnte der Juso-Chef und SPD-Vize, wenngleich er den Fußball als Fan auch vermisse.

+++ 01.05.2020, 20:09 Uhr: Positive Corona-Tests beim 1. FC Köln +++

Im Zuge der erhofften Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Fußball-Bundesliga unterziehen sich Spieler, Betreuer und Co. der Klubs aus dem deutschen Oberhaus derzeit einen Test auf COVID-19.

Wie der 1. FC Köln am Freitagabend vermeldete, fielen drei dieser Tests am Geißbockheim positiv aus. Alle Betroffenen würden jedoch keine Symptome aufzeigen und sich inzwischen in eine 14-tägige häusliche Quarantäne begeben haben, heißt es. Der Trainingsbetrieb ist zudem nicht beeinflusst. 

"Die Gesundheit und die Privatsphäre unserer Spieler und Mitarbeiter hat Vorrang vor allen anderen Überlegungen. Die bisherigen Maßnahmen sowie die Strategie regelmäßiger Tests haben sich dahingehend bewährt, dass wir jetzt mit individuellen Lösungen reagieren können", wird FC-Geschäftsführer Horst Heldt auf der Homepages des Klubs zitiert. 

+++ 01.05.2020, 17:42 Uhr: Premier League will Corona trotzen +++

Die Klubs der englischen Premier League wollen die wegen der Coronakrise unterbrochene Fußballsaison zu Ende spielen. Das bekräftigten die Vereine im Rahmen einer Videokonferenz am Freitag. Dies solle jedoch erst geschehen, wenn es "sicher und angemessen" ist. Das letzte Wort hat die Politik, die zuvor ihre Zustimmung geben muss.

Auch die Rückkehr ins Training solle laut Mitteilung nur nach Richtlinien der Politik und unter Vorgaben medizinischer Experten erfolgen. Dabei begrüßten die Klubs ausdrücklich die Schaffung einer Arbeitsgruppe der Regierung für den Profisport, die am Freitagmorgen erstmals zusammenkam.

Die Premier League pausiert seit Mitte März, insgesamt stehen noch 92 Spiele aus. Ein Neustart soll laut Medienberichten am 8. Juni geplant sein, Mannschaftstraining soll ab dem 18. Mai wieder möglich sein. Der FC Liverpool mit Teammanager Jürgen Klopp ist souveräner Tabellenführer und benötigt nur noch maximal zwei Siege für den ersten Meistertitel seit 30 Jahren.

+++ 01.05.2020, 17:40 Uhr: Schlusslicht plant Rückkehr auf den Platz  +++

Tabellenschlusslicht SC Paderborn will sich ab Anfang der kommenden Woche im Mannschaftstraining auf den möglichen Re-Start der Fußball-Bundesliga vorbereiten.

Dies gilt, wenn die beiden bis dahin geplanten Corona-Tests für das gesamte Team negativ verlaufen, wie der Klub am Freitag auf "SID"-Anfrage mitteilte. Der Tabellendritte RB Leipzig hatte zuvor bereits kommuniziert, dass die Rückkehr der Sachsen ins Mannschaftstraining bei negativen Tests für Dienstag geplant ist.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will die Bundesliga mit Geisterspielen ohne Zuschauer fortsetzen und peilt nach SID-Informationen den Wiederbeginn mit einem Freitagsspiel am 15. Mai an - die Freigabe der Politik vorausgesetzt.

+++ 01.05.2020, 17:08 Uhr: Beim FC Bayern wird getestet +++

Der FC Bayern hofft wie andere Klubs auf eine Genehmigung der Behörden, damit er bald wieder mit dem Mannschaftstraining beginnen kann.

Nachdem die Vereine der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Donnerstag damit begonnen haben, Spieler, Trainer und Betreuer auf das Coronavirus zu testen, wurden auch beim deutschen Fußball-Rekordmeister nach "dpa"-Informationen Tests vorgenommen.

Die Münchner sind seit vier Wochen wieder im Training auf dem Platz, allerdings bislang nur in Kleingruppen. Ein konkretes Datum für die Rückkehr zum Teamtraining gibt es für den Tabellenführer von Trainer Hansi Flick nicht.

Regelmäßige Kontrollen sind ein Teil des DFL-Konzepts, um noch im Mai die Bundesliga-Saison mit Geisterspielen fortsetzen zu können. Dazu sollen sich die Spieler möglichst nur auf dem Trainingsgelände, im Hotel und zu Hause aufhalten. Damit soll die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus so gering wie möglich gehalten werden.

+++ 01.05.2020, 16:18 Uhr: Ligue-1-Absteiger droht mit Klage +++

Der französische Fußball-Erstligist SC Amiens prüft nach dem Abbruch der Ligue 1 und dem damit verbundenen Abstieg rechtliche Schritte.

Man fühle sich "ungerecht behandelt", weil der Klub nicht mehr in der Lage sei, auf dem Platz um den Ligaerhalt zu kämpfen. "Die sportliche Gleichheit wurde missachtet. Ich finde die Entscheidung ungerecht, und mein Job ist es, die Interessen von Amiens zu verteidigen", sagte Klub-Präsident Bernard Joannin.

Der Ligaverband LFP hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass die Spielzeit mit sofortiger Wirkung beendet sei und die Abschlusstabelle anhand des Punktedurchschnitts der einzelnen Teams ermittelt werde. Tabellenführer Paris St. Germain mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel wurde entsprechend zum Meister erklärt, gemeinsam mit dem SC Amiens (19.) muss auch der abgeschlagene Tabellenletzte FC Toulouse (20.) absteigen.

Joannin forderte ein Aussetzen des Abstiegsregel. Stattdessen sollten die beiden bestplatzierten Zweitligisten aufsteigen und die Ligue 1 in der kommenden Saison auf 22 Teams aufgestockt werden.

+++ 01.05.2020, 16:02 Uhr: Italien-Klubs wollen weiterspielen +++

Die Fußballklubs in Italien haben sich in der Coronavirus-Krise erneut für eine Fortführung der Saison ausgesprochen.

Es liege in der Natur der Dinge, dass die Liga spielen wolle, "es wäre gegen unsere Natur, das Gegenteil zu behaupten", sagte Serie-A-Chef Paolo Dal Pino. Die Position unterstützten alle Clubs, teile die Liga nach eine Videokonferenz mit.

Bereits vor etwa zwei Wochen hatten die Klubs für die Wiederaufnahme des Betriebes gestimmt. Dazu soll ein strenges Sicherheitsprotokoll für alle Spieler gelten.

Die Serie A ist seit dem 12. März unterbrochen. Zwölf Partien stehen noch aus. In Italien sollen ab Montag die landesweiten Ausgangssperren leicht gelockert werden. Das Training sollen die Klubs der Serie A zwar am 18. Mai wieder aufnehmen dürfen. Sportminister Vincenzo Spadafora machte aber wenig Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in den Spielbetrieb. "Der Weg zu einer möglichen Wiederaufnahme der Meisterschaft im Fußball wird immer steiler", hatte er gesagt.

Italien ist weltweit eines der am härtesten getroffenen Länder von der Covid-19-Lungenkrankheit.

+++ 01.05.2020, 14:37 Uhr: DFB will bei Corona-Tests helfen +++

DFB-Präsident Fritz Keller hat die Hilfe des Fußballs zur Steigerung der Anzahl von Corona-Tests angeboten.

"Sollten die Verantwortlichen aus Politik und Wissenschaft zu dem Schluss kommen, dass Massentests – wie beispielsweise in Südkorea - ein gutes Mittel zur Eindämmung des Coronavirus sein könnten, ist der Fußball gerne bereit, hierfür seine Popularität und verbindende Kraft einzubringen. Der Fußball steht bereit, wenn er gebraucht wird, diese Botschaft habe ich entsprechend hinterlegt", sagte Keller auf Anfrage der "Deutschen Presse-Agentur".

Der Verbandschef äußerte die Hoffnung, dass der organisierte Fußball als "Multiplikator" dienen könne, um für mehr Tests zu werben.

+++ 01.05.2020, 13:55 Uhr: Gladbach verkauft Corona-Sondertrikot +++

Borussia Mönchengladbach will mit dem Verkauf eines limitierten Sondertrikots zur Eindämmung des Coronavirus beitragen.

"Von jedem verkauften Trikot fließt ein Betrag von zehn Euro an die Borussia-Stiftung, die der Stadt Mönchengladbach mit dem Erlös eine große Stückzahl von Atemschutzmasken zur Verfügung stellen wird", kündigte der Klub an.

Das mintgrüne Jersey mit dem Brustflock "Unzähmbar seit 1900" ist seit Freitag ausschließlich im Onlineshop des fünfmaligen Meisters erhältlich.

+++ 01.05.2020, 13:28 Uhr: RB-Stars wollen freiwillig in Quarantäne +++

RB Leipzig plant bereits für den Beginn der kommenden Woche die Rückkehr ins Mannschaftstraining.

Am Freitag und am Montag unterziehen sich alle Spieler einem Corona-Test, der in einem Berliner Labor untersucht wird.

"Der Plan ist, am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen, insofern alle Tests negativ sind", sagte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff. Derzeit trainiert RB in Kleingruppen ohne Körperkontakt.

Zudem will sich das Team von Trainer Julian Nagelsmann kommende Woche in Quarantäne begeben. "Wir planen, ab nächstem Samstag mit der Mannschaft und dem Staff in Quarantäne zu gehen. Wir werden uns hauptsächlich am Trainingsgelände aufhalten und womöglich hier auch übernachten. Das wird noch diskutiert", sagte Nationalspieler Marcel Halstenberg bei "Sport im Osten". Der 28-Jährige sprach von einer Quarantänezeit von sieben bis zehn Tagen.

+++ 01.05.2020, 10:39 Uhr: Bundesliga-Fortsetzung immer umstrittener +++

Die Vorbehalte für eine Fortsetzung der Bundesliga nehmen laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap im Auftrag der "Deutschen Welle" zu.

Mittlerweile sprechen sich 49 Prozent der Deutschen gegen Geisterspiele in der Bundesliga aus.

Laut der am Donnerstag (30.04.2020) veröffentlichten Studie befürworten lediglich 33 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren eine Fortsetzung der seit 11. März unterbrochenen Saison.

Ein Vergleich mit den Ergebnissen einer Studie desselben Instituts, die am 7. und 8. April im Auftrag des "WDR" durchgeführt worden war, zeigt, dass die Stimmung in der Bevölkerung zunehmend kippt.

+++ 01.05.2020, 10:13 Uhr: Neustart trotz Corona? Premier-League-Stars haben "Angst" +++

Nicht nur der argentinische Nationalspieler Sergio Agüero steht einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Premier League sehr skeptisch gegenüber.

"Die Mehrheit der Spieler hat Angst, weil sie Kinder und Familien haben", sagte der Stürmer von Manchester City dem argentinischen Fernsehsender "El Chiringuito". Der 31-Jährige gab zu, auch Angst zu haben.

"Wenn eine Person krank ist, werden wir denken, "was passiert hier?"", meinte Agüero. Er hoffe, dass bald ein Impfstoff gefunden wird, "damit alles endet."

+++ 01.05.2020, 8:15 Uhr: Viele arbeitslose Profis wegen Corona-Krise? +++

Die Spielergewerkschaft Vereinigung der Vertragsfußballer (VdV) erwartet im Zuge der Coronakrise auch unter den Spielern eine höhere Arbeitslosigkeit.

"Als Spielergewerkschaft sind wir darauf eingestellt, dass wir in diesem Sommer mehr Spieler haben, die vereinslos sein werden. Wir werden entsprechende Profi-Camps einrichten, sodass die Jungs eine Chance haben, sich hier im Training und in Testspielen dann auch fit zu halten und sich für neue Arbeitgeber zu empfehlen", sagte VdV-Geschäftsführer Ulf Baranowsky bei "Sky Sport News HD".

+++ 30.04.2020, 21:00 Uhr: Frauen-Bundesligisten für Fortsetzung +++

Die Klubs der Frauenfußball-Bundesliga haben sich bei einer außerordentlichen Managertagung mit großer Mehrheit für eine Fortsetzung der Saison ausgesprochen.

Elf der zwölf Vereine wollen nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) "unter strikter Einhaltung der Vorgaben zum Gesundheitsschutz" weiterspielen, sollten die behördliche Verfügungsgrundlage sowie politischen Genehmigungen vorliegen. Der 1. FC Köln enthielt sich der Stimme.

"Für die Frauen-Bundesliga war es wichtig, dass sich die große Mehrheit der Vereine für die grundsätzliche Fortführung der Saison 2019/20 ausgesprochen hat", sagte Siegfried Dietrich, Manager vom 1. FFC Frankfurt und Vorsitzender im DFB-Ausschuss Frauen-Bundesligen. Damit seien "zusammen mit dem DFB die internen Voraussetzungen" geschaffen worden, wieder in den Spielbetrieb einzusteigen. Mehr dazu hier.

+++ 30.04.2020, 20:40 Uhr: Portugiesische Liga will Ende Mai wieder starten +++

Im portugiesischen Fußball soll ab Ende Mai trotz der Coronakrise wieder der Ball rollen. Wie die nationale Regierung am Donnerstag mitteilte, kann die erste portugiesische Liga vorbehaltlich der Genehmigung ihres Gesundheitsprotokolls ohne Zuschauer noch im Mai wieder den Spielbetrieb aufnehmen.

Neben der Liga NOS soll auch das Pokalfinale als Geisterspiel ausgetragen werden, alle sonstigen Sportwettkämpfe bleiben weiter verboten.

Nach Angaben von Premierminister Antonio Costa werden die nationalen Gesundheitsbehörden das von der Liga eingereichte Protokoll in den kommenden Tagen überprüfen. Danach sollen auch entsprechende Stadien benannt werden, in denen die gesundheitlichen Vorgaben umgesetzt werden können.

+++ 30.04.2020, 20:38 Uhr: Klopp schaut "neidisch" auf die Bundesliga +++

Trainer Jürgen Klopp schaut während der Corona-Auszeit neidvoll auf die Trainings-Möglichkeiten in Deutschland.

"Man wird neidisch, wenn man sieht und hört, wie in Deutschland trainiert wird, wann angefangen wurde und seit wann die Spieler zumindest in Zweiergruppen trainieren dürfen", sagte Klopp in einem Podcast seines Ex-Vereins Borussia Dortmund: "Es ist menschlich, dann zu denken: "Das wäre jetzt schön.""

In England "sind wir ein paar Wochen hinter Deutschland zurück", berichtete der Coach von Champions-League-Sieger FC Liverpool: "Wir sind noch im richtigen Lockdown. Deshalb sitzen wir bei sensationellem Wetter, was ja nicht normal für England ist, zu Hause." Mehr dazu hier.

+++ 30.04.2020, 17:25 Uhr: Ligue 1 bricht Saison ab +++

Die französische Ligue 1 hat erwartungsgemäß als erste der europäischen Topligen die Reißleine gezogen und die Fußballsaison wegen der Coronakrise vorzeitig abgebrochen.

Der Ligaverband LFP teilte am Donnerstag nach einer stundenlangen Sitzung mit, dass die Spielzeit mit sofortiger Wirkung beendet sei und die Abschlusstabelle anhand des Punktedurchschnitts der einzelnen Teams ermittelt werde. Tabellenführer Paris Saint-Germain mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel wurde entsprechend zum Meister erklärt, mit dem SC Amiens und dem FC Toulouse müssen die beiden letztplatzierten Teams absteigen. Mehr dazu hier.

+++ 30.04.2020, 16:26 Uhr: Liverpools Bürgermeister für Abbruch +++

Liverpools Bürgermeister Joe Anderson hat sich für einen Saisonabbruch in der englischen Premier League ausgesprochen.

"Das wäre das Beste. Dabei geht es mir gar nicht um den FC Liverpool, sondern viel mehr um die Gesundheit und Sicherheit der Menschen", sagte der Labour-Politiker der "BBC".

Anderson fürchtet vor allem einen Menschenauflauf am Anfield-Stadion, sollte die Mannschaft von Teammanager Jürgen Klopp die erste Meisterschaft seit 30 Jahren perfekt machen. "Viele würden zum Feiern kommen. Selbst bei einem Geisterspiel gäbe es wohl Tausende Menschen vor Anfield. An unsere Vorgabe, sich vom Stadion fernzuhalten, würde sich kaum jemand halten", sagte der 62-Jährige. Mehr dazu hier.

+++ 30.04.2020, 16:22 Uhr: Bundesliga-Entscheidung fällt nächste Woche +++

Mit dem Beginn von flächendeckenden Corona-Tests bei allen Erst- und Zweitligavereinen hat der deutsche Profifußball am Donnerstag die nächste Vorbereitungsstufe für eine Fortsetzung der Bundesliga-Saison gezündet.

Auf das Signal von der Politik für eine Wiederaufnahme des seit Mitte März ausgesetzten Spielbetriebes wird die Milliarden-Branche aber wohl noch einige Tage länger warten müssen als von den 36 Klubs erhofft.

"Das ist ein sensibles Thema, über das sicher diskutiert wird", sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) wenige Stunden vor dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer dem TV-Sender "n-tv". "Entscheidungen erwarte ich in der nächsten Woche." Mehr dazu hier.

+++ 30.04.2020, 15:54 Uhr: Löw und Streich werben für Maskenpflicht +++

Bundestrainer Joachim Löw wirbt für die seit Montag auch in seiner Heimat Baden-Württemberg geltende Maskenpflicht.

"Danke, dass wir zusammen schon so viel erreicht haben", sagt Löw in einem am Donnerstag veröffentlichten, 50-sekündigen Spot der Landesregierung.

In dem Film setzen sich Löw und andere Prominente mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) an der Spitze für das Tragen der Masken ein. Die Kampagne steht unter dem Motto: "Wir halten zusammen. Auch mit Abstand. Aber bitte mit Maske!"

Löw, der aus Freiburg stammt, ist mit schwarzer Maske zu sehen. Neben dem Bundestrainer sind aus dem Sport Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo, Trainer Christian Streich von Fußball-Bundesligist SC Freiburg sowie Vorstandschef Thomas Hitzlsperger und Profi Marc-Oliver Kempf von Zweitligist VfB Stuttgart vertreten.

+++ 30.04.2020, 14:32 Uhr: Neuer Partner für Leipzigs Rekordspiel +++

Regionalligist Lok Leipzig erhält für sein imaginäres Spiel in der Coronakrise weitere Unterstützung. Wie der digitale Sponsoring-Marktplatz Sponsor.online am Donnerstag mitteilte, wird der Videospielentwickler Sports Interactive digitaler Partner der Partie gegen einen "unsichtbaren Gegner". Das imaginäre Spiel soll am 8. Mai ab 20.15 Uhr auf den Social-Media-Plattformen der Leipziger übertragen werden, weitere Details werden in den kommenden Tagen bekannt gegeben.

Die Sachsen haben mit ihrer Spendenaktion "Leute, macht die Bude voll!" inzwischen 151.535 Tickets für die Begegnung verkauft. Damit wurde der offizielle Europarekord aus dem Jahr 1937 übertroffen, als 149.547 Zuschauer das "echte" Duell zwischen Schottland und England im Hampden Park in Glasgow verfolgten.

Die Tickets sind im offiziellen Fanshop des Klubs zu erwerben und kosten einen Euro. Damit will der Verein aus dem Leipziger Stadtteil Probstheida die Folgen der Coronakrise etwas abfedern.

+++ 30.04.2020, 14:19 Uhr: Pokalfinale der Frauen verlegt +++

Auch das DFB-Pokalfinale der Frauen ist aufgrund der Coronakrise auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Das Endspiel sollte eigentlich am 30. Mai in Köln ausgetragen werden. Aktuell sind noch nicht einmal die Begegnungen des Viertelfinals gespielt.

Zuvor war bereits das für den 23. Mai in Berlin geplante Finale der Männer verlegt worden. Einen Ersatztermin gibt es für beide Endspiele noch nicht.

"Für den DFB-Pokal der Frauen gilt, was für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs grundsätzlich gilt: Maßgeblich sind die Zustimmung der zuständigen Behörden und die Einhaltung entsprechender Vorgaben für mögliche Spiele ohne Zuschauer", teilte der DFB mit. Bis zur Neuterminierung behalten die bereits für das Frauen-Finale erworbenen Tickets ihre Gültigkeit.

+++ 30.04.2020, 13:21 Uhr: DFB beruft Bundestag am 25. Mai ein +++

Der DFB wird am 25. Mai das weitere Vorgehen in der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga besprechen. Das DFB-Präsidium berief für dieses Datum einen Außerordentlichen Bundestag ein, an dem alle 262 Delegierten wegen der Coronakrise in digitaler Form teilnehmen werden.

Auf der Agenda stehen laut DFB "Beratungen und Beschlussfassungen über die Durch- und Fortführung beziehungsweise den möglichen Abbruch" von DFB-Spielklassen. Dazu gehören auch die 2. Frauen-Bundesliga sowie die B-Juniorinnen-Bundesliga und die beiden Junioren-Bundesligen. Die Beratungen würden auch "Entscheidungen über Auf- und Abstieg" beinhalten.

Die 3. Liga zeigte sich in der Frage über das weitere Vorgehen bislang gespalten. Ein Teil der Klubs plädiert für einen Abbruch, ein anderer ist dagegen. In der Frauen-Bundesliga geht die Tendenz bei den Vereinen hingegen zu einer Fortführung der Saison mit Geisterspielen.

+++ 30.04.2020, 13:09 Uhr: Amateurfußball in der Schweiz abgebrochen +++

Der Schweizer Fußballverband SFV hat einen Abbruch aller Amateurligen beschlossen. Sämtliche Wettbewerbe unterhalb der zweitklassigen Challenge League werden weder beendet noch gewertet, Auf- und Absteiger gibt es nicht.

Der Schweizer Bundesrat hatte am Mittwoch frühestens für den 8. Juni Fußballspiele in Aussicht gestellt - allerdings nur "in Ligen mit übermäßig professionellem Spielbetrieb". Dies trifft laut SFV nur auf die ersten beiden Ligen zu.

Ob und wie dort der Spielbetrieb weitergeführt wird, soll nach Gesprächen mit den betroffenen Vereinen entschieden werden. Fest steht bereits, dass es keinen Absteiger aus der zweiten Liga geben wird.

+++ 30.04.2020, 12:38 Uhr: Sportministerin kritisiert Ligue-1-Klubs +++

Die französische Sportministerin Roxana Maracineanu hat die Fußball-Klubs der Ligue 1 scharf kritisiert und einen sofortigen Abbruch der Saison gefordert. Bei Vereinen und Spielern habe sie in der Coronakrise einen "Mangel an Empathie" festgestellt, sagte Maracineanu dem Radiosender "RTL". Das Signal von Premierminister Edouard Philippe zur Fortführung der Spielzeit sei "klar und eindeutig", nun müsse endlich gehandelt werden.

Philippe hatte am Dienstag vor der Nationalversammlung erklärt, dass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs nicht vorstellbar sei. Der Ligaverband LFP wird am Donnerstag auf einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen beraten.

Präsident Jean-Michel Aulas vom siebenmaligen Meister Olympique Lyon hatte trotz der Vorgabe erklärt, die Saison sei nicht zwangsläufig beendet. Aulas schlug unter anderem Playoffs zur Ermittlung der Europapokal-Teilnehmer vor. Maracineanu wies diese Idee umgehend zurück. "Eine Wiederaufnahme der Liga im August würde dem widersprechen, was der Premierminister und die Regierung angeregt haben", sagte die frühere Schwimm-Weltmeisterin.

+++ 30.04.2020, 11:58 Uhr: Strenge Auflagen für Premier-League-Klubs +++

Die Spieler müssen Masken oder Schals tragen, Bälle und Eckfahnen werden ständig desinfiziert: Die Premier League in England hat ihren Klubs für die Rückkehr ins Training mit Gruppen strenge Auflagen gemacht. Liga-Direktor Richard Garlick soll laut Medienberichten allen Klubs ein siebenseitiges Dokument zugesandt haben.

Zu den weiteren Vorschriften gehört, dass die Profis ihre Autos mindestens drei Plätze voneinander entfernt parken müssen, Massagen sind nur nach Genehmigung des Klubs möglich, Getränke erhalten die Profis ausschließlich an gewissen Abholpunkten.

Die penible Einhaltung der Vorschriften soll Voraussetzung dafür sein, dass die Liga wie geplant am 8. Juni den Spielbetrieb wieder aufnehmen kann. Die Politik trifft die Entscheidung darüber, zeigte sich aber zuletzt ähnlich wie in Deutschland aufgeschlossen.

Auch der Zeitplan ist genau abgesteckt. Das Training dauert 75 Minuten, die Zeit zur Erholung beträgt 15 Minuten. 15 Minuten haben die Spieler Zeit für die Vorbereitung. Sobald sie in Aktion sind, dürfen sie nur noch zur Nutzung der Toiletten in die Kabinen. Allen Spielern, Trainern und Betreuern ist es untersagt, auf dem Gelände auszuspucken.

+++ 30.04.2020, 09:52 Uhr: Keller sorgt sich um fairen Wettbewerb +++

Trainer Jens Keller von Zweitligist 1. FC Nürnberg hat erneut Bedenken hinsichtlich eines schnellen Neustarts im deutschen Profifußball geäußert. "Es wird in dieser extremen und uns allen unbekannten Situation unheimlich schwierig werden, einen fairen Wettbewerb durchzuführen", sagte Keller dem "kicker".

Der 49-Jährige erwartet gravierende Auswirkungen der besonderen Atmosphäre bei den geplanten Geisterspielen auf die Ergebnisse. "Ich glaube, dass die Tabelle durcheinandergewürfelt werden könnte. Da spielen schließlich Menschen und keine Maschinen", sagte er. Mit seinen Profis will er deshalb vorher im leeren Max-Morlock-Stadion trainieren, "um ein Gefühl dafür zu bekommen. Für die Spieler ist das ja auch neu."

Zudem sieht Keller wegen der mangelnden Vorbereitungszeit "ein gewisses Risiko in punkto Verletzungen (...). Die Spieler werden sich erst wieder an diese spezielle Belastung mit Körperkontakt und Zweikämpfen gewöhnen müssen, das geht nicht von null auf hundert."

+++ 30.04.2020, 08:25 Uhr: Berliner Klubs für Abbruch der Saison +++

Im Bereich des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) zeichnet sich ein Abbruch der Saison ab. Die Klubs hätten "ein klares Meinungsbild hinterlegt, in dem die überwiegende Anzahl einen Saisonabbruch wünscht", teilte der BFV mit. Aus juristischen Gründen müssen die Klubs dennoch bei einem außerordentlichen virtuellen Verbandstag am 20. Juni über einen Abbruch oder eine Verlängerung abstimmen.

"Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes nimmt zur Kenntnis, dass die Mehrheit der Berliner Vereine einen Saisonabbruch favorisiert. Dieses Meinungsbild gilt es zu respektieren. Laut juristischer Einschätzung kann das Präsidium keine Entscheidung über einen Saisonabbruch oder eine Saisonverlängerung treffen. Daher werden die Vereine am 20. Juni 2020 selbstständig über den Saisonabbruch entscheiden müssen", sagte BFV-Präsident Bernd Schultz.

Der ursprüngliche außerordentliche Verbandstag am 13. Juni 2020 wurde vom Präsidium abgesagt.

+++ 30.04.2020, 07:33 Uhr: ÖFB setzt Deadline +++

Die österreichische Fußball-Bundesliga könnte bis zum 31. Juli noch Spiele der aktuell unterbrochenen Saison austragen. Österreichs Verband ÖFB gab einem Antrag der Liga statt, im Fall der Notwendigkeit die Meisterschaft über den 30. Juni hinaus fortzusetzen. Zuletzt hatten die zwölf Klubs der Spielklasse in einer Video-Konferenz unter bestimmten Bedingungen der Wiederaufnahme der Spielzeit in Form von Geisterspielen zugestimmt.

In der österreichischen Bundesliga stehen noch jeweils zehn Spieltage in der Meister- und Qualifikationsgruppe, das drei Spieltage umfassende Europa-League-Playoff sowie das Pokalfinale zwischen Meister Red Bull Salzburg und dem Zweitligisten Austria Lustenau aus. Zuletzt rollte der Ball in Österreich am 8. März.

+++ 30.04.2020, 07:12 Uhr: SCF-Vorstand kritisiert "Pleite-Klubs" +++

Finanzvorstand Oliver Leki vom SC Freiburg hat die finanzielle Situation einiger Fußball-Klubs in der Corona-Krise kritisiert. "Kein Unternehmen, man sieht das aktuell sogar bei DAX-Konzernen, kann dauerhafte Ausfälle von Einnahmen kompensieren. Trotzdem kann es nicht sein, dass einige Vereine der 1. und 2. Liga innerhalb weniger Wochen in existenzbedrohende Zahlungsnöte geraten", sagte der 47-Jährige dem "kicker" (Donnerstag). "Das Thema Rücklagenbildung muss stärker in den Vordergrund rücken und möglicherweise auch in die Lizenzierungsordnung aufgenommen werden."

Wegen der bedrohlichen Lage sorgt sich Leki, der im DFB und der DFL im Präsidium sitzt, um den Fortbestand der 50+1-Regel. Die Regel besagt, dass ein Verein immer mindestens 50 Prozent plus eine Stimme halten muss und Geldgeber nie alleine über die Geschicke eines Klubs bestimmen können dürfen.

Gegner der derzeit von der Liga angestrebten Geisterspiele sollten sich "darüber bewusst sein, dass ein Abbruch des Spielbetriebs und die damit verbundenen wirtschaftlichen Konsequenzen" einige Klubs in die "Arme von Investoren treiben würden", sagte er.

Bei einem Abbruch der Saison gingen der Bundesliga TV-Gelder in Millionenhöhe verloren. Für manche Mannschaften wäre das finanziell sehr schwer zu verkraften. Leki forderte in dem Zusammenhang, "diese Regel mit aller Konsequenz und eventuell nötigen Anpassungen so abzusichern, dass sie auch einer rechtlichen Überprüfung standhalten würde".

+++ 29.04.2020, 22:24 Uhr: Corona-Tests in der Bundesliga ab Donnerstag +++

Die Profis der 1. und 2. Fußball-Bundesliga werden angeblich am Donnerstag erstmals flächendeckend auf das Coronavirus getestet. Das berichtet der "kicker"

Es solle damit sichergestellt werden, dass die Teams gerüstet sind, sobald ein Mannschaftstraining wieder möglich sei. Die Deutsche Fußball Liga hatte zuletzt angekündigt, dass vor Aufnahme gemeinsamer Einheiten mindestens zwei getrennte Tests erfolgen sollen, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.

Am Donnerstag berät die Bundesregierung um Kanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs auch über weitere Lockerungen. Aktuell setzen die Klubs im Kleingruppentraining noch das Abstandsgebot durch, doch die positiven Signale aus der Politik bezüglich einer baldigen Wiederaufnahme der Spielzeit nehmen zu. Laut Plan der DFL soll im Mai gespielt werden.

+++ 29.04.2020, 21:50 Uhr: Profifußball in der Schweiz ab 8. Juni wieder möglich +++

Die Schweizer Fußballliga darf auf eine Fortsetzung der unterbrochenen Saison ab dem 8. Juni hoffen.

Wie die Regierung am Mittwoch mitteilte, sollen die Lockdown-Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie weiter gelockert werden. Geisterspiele sind demnach ab dem 8. Juni erlaubt, ab dem 11. Mai dürfen die Klubs wieder das Training aufnehmen. 

Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bleiben aber bis Ende August verboten.

+++ 29.04.2020, 21:07 Uhr: Über 150.000 Tickets: Lok Leipzig knackt Europarekord +++

Regionalligist Lok Leipzig hat mit seiner Spendenaktion "Leute, macht die Bude voll!" die nächste Schallmauer durchbrochen.

Für das imaginäre Spiel gegen einen "unsichtbaren Gegner" am 8. Mai haben die Sachsen inzwischen 150.058 Tickets verkauft.

Damit wurde der offizielle Europarekord aus dem Jahr 1937 übertroffen, als 149.547 Zuschauer das "echte" Duell zwischen Schottland und England im Hampden Park in Glasgow verfolgten. 

Die Tickets sind im offiziellen Fanshop des Klubs zu erwerben und kosten einen Euro. Damit will der Klub aus dem Leipziger Stadtteil Probstheida die Folgen der Coronakrise etwas abfedern.

+++ 29.04.2020, 20:44 Uhr: Beierlorzer sieht Fußball in kleiner "Parallelwelt" +++

Trainer Achim Beierlorzer vom 1. FSV Mainz 05 hat Verständnis für die emotional geführte Debatte um einen Neustart der Bundesliga in der Corona-Krise.

"Wenn man die Gesamtsituation in Deutschland betrachtet, gibt es Menschen, die ganz schlimme Schicksale erleben, persönlich und finanziell", erklärte der 52-Jährige in einem Interview in den Zeitungen der VRM-Gruppe.

Beierlorzer betonte aber auch: "Die DFL hat ein umfangreiches Konzept erstellt, wie die Bundesliga fortgeführt und ihr Betrieb erhalten werden kann."

Das sei seines Erachtens nach absolut legitim - "man darf nicht vergessen, dass an den Vereinen auch zehntausende Schicksale hängen, nicht nur die einer Handvoll Profispieler", betonte der Coach der Rheinhessen.

+++ 29.04.2020, 19:58 Uhr: Österreichs Verband stimmt zu: Liga darf bis 31.7. spielen +++

Die österreichische Bundesliga kann ihre Saison wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 31. Juli zu Ende spielen. Das Präsidium des Fußball-Verbandes ÖFB stimmte einem entsprechenden Antrag der Liga zu.

"Das neue Zeitfenster schafft neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen", sagte der Bundesliga- Vorstandsvorsitzende Christian Ebenbauer in einer Mitteilung nach der Bekanntgabe durch den ÖFB.

"Im Sinne der Rechtssicherheit ist für Spiele im Juli die Zustimmung jener Spieler nötig, die zum 30-Mann Kader gehören und deren Verträge auslaufen", erklärte der Liga-Chef. Der 30. Juni ist immer der Tag, an dem viele Arbeitsverhältnisse mit Spielern enden. In der österreichischen Liga stehen in der Meister- und Qualifikationsgruppe noch zehn Spieltage aus.

Ebenbauer betonte, dass auch Themen wie Leihverträge und Transferfenster zu beachten seien, um die sportliche Integrität zu wahren. "Bevor wir Termine für die aktuelle Meisterschaft beschließen können, ist zunächst einmal notwendig, ob und unter welchen Voraussetzungen die Regierung Mannschaftstrainings und Meisterschaftsspiele zulässt."

+++ 29.04.2020, 19:08 Uhr: Wiederaufnahme der Serie A "unrealistisch" +++

Italiens Gesundheitsministerium steht der Wiederaufnahme des Fußball-Spielbetriebs in der Serie A skeptisch gegenüber.

"Die Wiedereröffnung der Stadien ist sicher auszuschließen, doch auch Spiele sind aus Respekt gegenüber der Gesundheit der Fußballer unrealistisch", sagte der stellvertretende Gesundheitsminister Pierpaolo Sileri in einem Radio-Interview am Mittwoch: "Fußball ist ein Kontaktsport, es ist unvermeidbar, dass es zu Ansteckungsgelegenheiten kommt."

Für andere Sportarten wie Tennis oder Motorsport seien Vorbeugungsmaßnahmen einfacher. "Im Fußball ist es anders: Man muss in erster Linie die Gesundheit der Spieler schützen", erklärte Sileri, der selber an Covid-19 erkrankt war und inzwischen genesen ist.

+++ 29.04.2020, 17:22 Uhr: UEFA-Komitee hält Fortsetzung der Ligen für möglich +++

Aus Sicht des medizinischen Komitees der Europäischen Fußball-Union ist eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs in den europäischen Ligen unter Beachtung bestimmter Vorgaben möglich.

"Alle Fußball-Organisationen, die planen, ihre Wettbewerbe wieder aufzunehmen, werden umfassende Protokolle anfertigen, die sanitäre und betriebliche Bedingungen vorgeben, damit die Gesundheit der involvierten Personen gesichert und die öffentliche Ordnung beibehalten wird", sagte Tim Meyer, Vorsitzender des Komitees.

Unter diesen Bedingungen und unter Beachtung der örtlichen Vorgaben, sagte Nationalmannschafts-Arzt Meyer weiter, sei es "definitiv möglich, die unterbrochenen Wettbewerbe fortzusetzen".

+++ 29.04.2020, 16:31 Uhr: Labbadia mahnt: "Nicht über die Gesellschaft stellen" +++

Bruno Labbadia glaubt, dass der Profifußball in Zeiten von Corona ein Beispiel geben könnte, um schrittweise "einigermaßen wieder zu einem normaleren Leben zu kommen".

Der Trainer von Hertha BSC warnte in einer Videokonferenz aber zugleich: "Das Letzte, was wir machen dürfen, ist, uns über die Gesellschaft zu stellen."

Auch deshalb sagte der 54 Jahre alte Trainer zur erneuten Corona-Beratung der Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder am Donnerstag, von dem auch Signale für den Sport erwartet werden: "Momentan erwarte ich noch gar nichts."

+++ 29.04.2020, 16:24 Uhr: Baumann fürchtet mehr Verletzungen +++

Torhüter Oliver Baumann von der TSG 1899 Hoffenheim sieht zu viele Englische Wochen im Endspurt der Fußball-Bundesliga kritisch.

"Über den Juni oder Juli hinaus zu spielen, wäre bestimmt schwierig. Denn man kann nach der Zwangspause auch nicht permanent alle drei Tage spielen, da sind Verletzungen vorprogrammiert. Wenn dir nach und nach die Spieler wegbrechen, hast du auch nichts gewonnen", sagte der 29-Jährige in einem "kicker"-Interview.

Baumann verspürt große Lust, wieder zu spielen. "Wegen mir könnte es nach der langen Pause gerne wieder losgehen. Es juckt in Händen und Füßen. Der Wettkampf fehlt", sagte der Schlussmann. Man habe aber auch "eine große Verantwortung gegenüber der Gesellschaft".

+++ 29.04.2020, 15:52 Uhr: Neville sorgt sich um Gesundheit der Spieler +++

Der frühere englische Nationalspieler Gary Neville sieht eine zu schnelle Wiederaufnahme der Premier League mehr als skeptisch und fürchtet gar um das Leben der Beteiligten.

"Ich denke, wenn es nicht um wirtschaftliche Interessen ginge, würde monatelang kein Fußball gespielt werden", sagte die Klubikone von Rekordmeister Manchester United dem englischen Fernsehsender "Sky Sports".

Für den 45-Jährige müsse der gesundheitliche Aspekt an erster Stelle stehen. Viele Spieler der Premier League würden zudem an Asthma oder Diabetes leiden und damit ein besonders hohes Risiko eingehen.

"Wie viele Menschen rund um die Premier League müssen sterben, bevor die Premier League ungenießbar wird? Einer? Ein Spieler? Wenn ein Mitglied des Funktionsteams auf der Intensivstation liegt? Ein wie hohes Risiko gehen wir ein? Die Diskussion ist rein wirtschaftlich", monierte Neville.

+++ 29.04.2020, 15:14 Uhr: TSG-Sportchef Rosen: "Spektakel wird reduziert" +++

Der Sportchef der TSG 1899 Hoffenheim, Alexander Rosen, sieht in der derzeitigen Coronavirus-Pandemie auch eine Chance für den Profifußball.

"Auf eine gewisse Art und Weise wird die Bundesliga in den nächsten Wochen und Monaten von einem gigantischen Spektakel quasi auf das ursprüngliche Spiel Elf gegen Elf reduziert", sagte Rosen in einem Interview des Vereinsmagazins "Spielfeld".

Er habe bereits vor einigen Jahren darauf hingewiesen, "dass wir uns vom ursprünglichen Kern, nämlich dem Spiel an sich, nicht noch weiter entfernen dürfen".

Rosen wies darauf hin, dass es in der derzeitigen Lage weitaus wichtigere Dinge gebe als die finanziell angespannte Lage von Profiklubs. "Es geht immer noch darum, die gesundheitlichen Gefahren in den Griff zu bekommen", sagte der 41-Jährige.

+++ 29.04.2020, 14:09 Uhr: Italiens Sportminister skeptisch +++

Der italienische Sportminister Vincenzo Spadafora gibt sich in der Frage nach einer Wiederaufnahme der Serie A skeptisch. "Die Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings ab dem 18. Mai bedeutet nicht, dass die Meisterschaft neu startet. Ich appelliere an die Liga, damit sie einen Plan B entwirft. Es gibt nicht viele Lösungen", sagte der Minister im Interview mit dem italienischen TV-Kanal "La 7" am Mittwoch.

"In der jetzige Lage ist es unmöglich zu sagen, wann und ob die Meisterschaft Mitte Juni neu starten kann. Es gibt keine Sicherheit", sagte Spadafora. In Italien ruht der Ball seit dem 9. März.

+++ 29.04.2020, 13:39 Uhr: Lehmann verteidigt sich nach Kritik +++

Zu den jüngsten Debatten über seine Aussagen zum Umgang der Bundesliga mit der Corona-Krise und einer möglichen Wiederaufnahme mit Geisterspielen stellte der ehemalige Nationaltorhüter Jens Lehmann jetzt klar: "Ich habe nie behauptet, dass ich eine Fortsetzung der Saison auch mit Zuschauern fordere. Ich habe auch nie gefordert, eine bestimmte Anzahl von Fans im Stadion zuzulassen", sagte Lehmann. "Ich habe lediglich eine Frage gestellt, die mir auch bislang noch keiner richtig beantworten konnte."

Lehmann hatte in der "Sport1"-Sendung "Doppelpass" gesagt: "Diese Frage hat mir auch noch keiner beantworten können, warum in einem Stadion wie der Allianz Arena, wo 70.000 Leute reinkommen, warum man da nicht 20.000 reinstecken kann." Bei einem "Abstand von zehn Metern" würden sich Fans im Stadion "wahrscheinlich nie in die Quere kommen". In den sozialen Medien erntete der frühere Bundesliga-Profi dafür Häme.

Der "dpa" sagte Lehmann nun: "Ich finde einfach, wir müssen uns sehr schnell Gedanken machen, wie wir dafür sorgen können, dass die Wirtschaft in Deutschland überlebt. Und die Bundesliga ist dabei ein sehr wichtiger Wirtschaftszweig mit über 50.000 Beschäftigen."

+++ 29.04.2020, 13:33 Uhr: So hilft der Paderborner Gehaltsverzicht +++

Die Mannschaft des Fußball-Bundesligisten SC Paderborn hilft mit ihrem Verzicht auf Teile des Gehalts vor allem den Mitarbeitern des Klubs.

Diese würden neben der Zahlung des Kurzarbeitergeldes "weiterhin mit ihren vollen Nettobezügen rechnen können", teilte das Liga-Schlusslicht mit. Vorausgegangen sei ein Gespräch des SCP-Wirtschaftsrats mit allen Spielern, um den bereits Anfang April angekündigten Verzicht zu konkretisieren.

"Es ist beeindruckend, wie solidarisch sich unsere Spieler mit dem Verein zeigen. Wir kommen damit unserem Ziel ein großes Stück näher, die Zukunft des Vereins und die weitere Beschäftigung aller Mitarbeiter zu sichern", sagte der Vorsitzende des Wirtschaftsrates, Präsident Elmar Volkmann.

+++ 29.04.2020, 13:10 Uhr: Dybala zum vierten Mal positiv getestet +++

Paulo Dybala muss sich in seiner Quarantäne weiter gedulden. Der Argentinier vom italienischen Fußball-Rekordmeister Juventus Turin ist zum vierten Mal positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Das berichten italienische Medien übereinstimmend. Dybala darf seit 39 Tagen sein Haus nicht verlassen. Auch seine Freundin Oriana Sabatini wurde positiv getestet. Wann die Serie A fortgesetzt wird, ist weiterhin offen. Die Liga pausiert seit dem 9. März.

+++ 29.04.2020, 12:36 Uhr: Sagnol befürchtet Zusammenbruch des Systems +++

Der ehemalige Bundesliga-Profi Willy Sagnol befürchtet nach dem Beschluss der französischen Regierung, keine Spiele bis September stattfinden zu lassen, einen Zusammenbruch des internationalen Fußball-Systems.

"Die UEFA-Klubs haben alle zusammengehalten, sie haben gefightet für ein einheitliches System. Wenn jetzt weitere zwei Monate kein Fußball gespielt wird, gibt es vielleicht bald gar kein System mehr", sagte der französische Ex-Nationalspieler im Interview mit "Sport1".

Zudem glaubt der 43-Jährige, dass "das Virus und die gesundheitliche Situation den Fußball ein bisschen verändern wird. Vielleicht kommt er zurück wie vor 20 Jahren und wird nicht mehr so kommerziell sein, wie er sich bis heute entwickelt hat. Dann gibt es nicht mehr nur das reine Business."

+++ 29.04.2020, 12:15 Uhr: Wird Entscheidung über Neustart wieder vertagt? +++

Die Entscheidung über einen Saison-Neustart im deutschen Profifußball wird voraussichtlich nicht am Donnerstag fallen.

Obwohl die Sportministerkonferenz (SMK) den Wiederbeginn trotz der Coronakrise für Mitte/Ende Mai empfiehlt und diese Position die Grundlage für die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder sein soll, geht die SMK nicht von einem Beschluss aus.

"Wir rechnen derzeit nicht mit einer Entscheidung über Öffnungen nach dem Gespräch der Kanzlerin mit den MinisterpräsidentInnen morgen", teilte ein Sprecher des SMK-Vorsitzenden Anja Stahmann am Mittwoch auf "SID"-Anfrage mit: "Die ganzen Auswirkungen der vorsichtigen Öffnungen werden sich vermutlich erst im Verlaufe der kommenden Woche vollständig abschätzen lassen." Deshalb geht die SMK davon aus, dass es frühestens Anfang Mai einen Beschluss geben wird.

+++ 29.04.2020, 11:54 Uhr: Eurosport will nicht zahlen +++

"Eurosport" will offenbar seinen Anteil an der letzten Rate für die TV-Rechte der Fußball-Bundesliga nicht bezahlen. Das berichtete die "Sport Bild" am Mittwoch. Demzufolge rechne die Deutsche Fußball Liga (DFL) mit einer baldigen außerordentlichen Kündigung von "Eurosport" für diese und nächste Saison. Sowohl DFL als auch "Eurosport", Tochter des Medien-Konzerns "Discovery", wollten dies auf "SID"-Anfrage nicht kommentieren.

"Wer immer das bei 'Eurosport' oder 'Discovery' entschieden hat, ist sich der langfristigen Tragweite seiner Entscheidung nicht bewusst. Das kommt aus meiner Sicht einem Imageschaden gleich, der sich insbesondere dann negativ auswirken kann, wenn Eurosport wieder als Bieter für Sportrechte auftritt", sagte Geschäftsführer Fernando Carro von Bayer Leverkusen in der "Sport Bild".

Für die Fans bedeutet das: Die Austragung der noch ausstehenden 14 Spiele bei Sublizenznehmer "DAZN" könnten in Gefahr geraten, sollte der Spielbetrieb wie geplant im Mai wieder aufgenommen werden. "Eurosport" hatte 2019 seine TV-Rechte an 45 Spielen pro Saison an den Streamingdienstleister "DAZN" verkauft, soll aber dem Vernehmen nach weiter die Hälfte der jährlich rund 80 Millionen Euro Kosten tragen. 

Womöglich kommt es nun zu einem Rechtsstreit vor dem Schiedsgericht und einer kurzfristigen Neuvergabe der "Eurosport"-Rechte durch die DFL - auch ohne Ausschreibung und Kartellamtsprüfung. 

+++ 29.04.2020, 11:20 Uhr: So läuft die "Quasi-Quarantäne" +++

Bevor die Länderchefs und die Bundesregierung am Donnerstag zusammenkommen, um über die Fortsetzung des Spielbetriebs der Bundesliga zu entscheiden, hat "Bild" bereits die - Zitat - "Quasi-Quarantäne"-Pläne der DFL enthüllt.

Im fünfseitigen Papier sind etliche Maßnahmen aufgeführt, um die Ansteckungsgefahr auf ein Minimum zu verringern. Ein Auszug:

  • Kontrollen: Das "engmaschige" Monitoring soll bereits in Kürze beginnen. "Vor Beginn des Mannschaftstrainings werden bereits zwei Abstriche in enger zeitlichen Abfolge vorgenommen", steht im dem Schreiben der DFL. Wenn die Saison wieder anläuft, sollen zwei Abstriche pro Woche stattfinden.
  • "Quasi Quarantäne": Von einer Kasernierung in einem Hotel wird abgesehen, dagegen gab es Widerstand von Spieler- und Schiedsrichterseite. Aber es wird eine "Quasi-Quarantäne" geben. Konkret heißt das, dass sich Spieler nur zwischen eigener Wohnung und den jeweiligen Trainings- und Spielorten bewegen dürfen. Die Fahrt im Auto muss ebenfalls alleine geschehen.
  • Nachverfolgung: Wenn sich die eigene Familie bzw. das Umfeld des jeweiligen Spielers nicht freiwillig testen lassen möchte, muss der jeweilige Profi jeden Kontakt mit der Außenwelt schriftlich dokumentieren, also eine Art Tagebuch führen. Gleiches gilt für Betreuer und Trainer.
  • Mund-Nase-Schutz: Beim Spiel wird auf Masken verzichtet, auf der Anreise müssen jedoch alle Beteiligten eine Bedeckung überziehen. Das gilt auch für Personen auf der Ersatzbank, falls der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.
  • "Quarantäne-Situation" vor dem Wiederbeginn: Bevor es Geisterspiele gibt, sollen die Klubs in ein Trainingslager gehen und eine quarantäne-ähnliche Situation herstellen.

+++ 29.04.2020, 09:51 Uhr: Dietrich lobt DFL-Solidarität +++

Der Vorsitzende des DFB-Frauenausschusses hat die Deutsche Fußball Liga für eine "beispiellose Solidaraktion" mit der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga gelobt.

Wie Siegfried Dietrich in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Rundschau" schrieb, sei es klasse, dass die DFL-Klubs zugestimmt haben, insgesamt 7,5 Millionen Euro an 25 Vereine der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga zu gleichen Teilen zur Verfügung zu stellen. "Eine tolle Aktion, die uns nicht nur auf dem Weg aus der Krise helfen kann, sondern einen wichtigen Schulterschluss innerhalb der Fußballfamilie darstellt", sagte er.

Dies könne "auch für die Ausrichtung des Männer- und Frauenfußballs unter dem Dach der Lizenzvereine eine Signalwirkung für zukünftige Geschäftsmodelle und Internationalisierungsprozesse des modernen Fußballs haben", meinte Dietrich.

+++ 29.04.2020, 09:11 Uhr: Baumgart: "Werden als die Bösen dargestellt" +++

Trainer Steffen Baumgart vom Fußball-Bundesligisten SC Paderborn hat teilweise Probleme mit dem Ton in der Diskussion um eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs. "Ich verstehe alle Kritiker", sagte der 48-Jährige der "Sport Bild", "aber: Ich finde es nicht gut, dass der Fußball, dass wir jetzt von einigen quasi als die Bösen hingestellt werden, obwohl die DFL ein sehr gutes Konzept vorgelegt hat."

Er "verstehe auch Menschen, die es nicht nachvollziehen können, dass eventuell ab Mai wieder Fußball gespielt wird", so Baumgart. Und er sei "auch der Meinung, dass der Fußball nicht das Erste sein sollte, was 'geöffnet' wird." Der Trainer wünscht sich einen anderen Ansatz: "Die Diskussion muss doch sein, dass ein Teil unseres Lebens wieder in Schwung kommt."

+++ 29.04.2020, 08:49 Uhr: Abbruch oder Playoffs in der Ligue 1? +++

Nach den neuen Bestimmungen in Frankreich im Zuge der Coronavirus-Pandemie ist für Verbandspräsident Noel Le Graet die Fußball-Saison beendet. "Die Entscheidung, mit den Spielen aufzuhören, ist die richtige. Die Gesundheit hat Priorität", sagte Le Graet der Sportzeitung "L'Equipe". Der Liga-Verband LFP kündigte an, die Maßnahmen zu begutachten und eine Generalversammlung einzuberufen.

Am Dienstag hatte Premierminister Édouard Philippe in einer Rede vor der Nationalversammlung gesagt, dass die Saison 2019/20 der Profisportarten nicht wieder aufgenommen werden könne, auch nicht im Fußball. Laut Sportministerium sind bis Ende Juli keine Spiele - auch nicht unter Ausschluss von Fans - erlaubt. Da in der Ligue 1 noch zehn Spieltage - für Meister Paris Saint-Germain sogar elf - zu absolvieren sind, ist ein Saisonabbruch wahrscheinlich. PSG mit Trainer Thomas Tuchel könnte angesichts eines Vorsprungs von zwölf Punkten auf Olympique Marseille zum Meister erklärt werden.

Der einflussreiche Lyon-Boss Jean-Michel Aulas will sich mit einem Liga-Ende nicht abfinden und schlägt Playoffs vor. Kein Wunder, Champions-League-Teilnehmer Olympique Lyon liegt nur auf Platz sieben der Tabelle und wäre international nicht mehr vertreten. Le Graet will zumindest den nationalen Pokal retten und das Finale zwischen PSG und AS Saint-Etienne Anfang August austragen.

Nasser Al-Khelaifi hat als Chef von Paris Saint-Germain nur die europäische Königsklasse im Visier. "Wir planen für die Champions League, wann immer und wo immer sie auch gespielt wird. Wenn es nicht möglich ist, in Frankreich zu spielen, dann werden wir im Ausland spielen", sagte Al-Khelaifi. Die UEFA überlegt, den Europapokal im August noch zu Ende zu bringen.

+++ 29.04.2020, 08:10 Uhr: Auch die Sportminister geben grünes Licht +++

Nach dem grünen Licht des Arbeitsministeriums gibt es für die Fußball-Bundesliga auch positive Signale von der Sportministerkonferenz für den Wiederbeginn mit Geisterspielen ab Mitte/Ende Mai. Das geht aus einer Beschlussvorlage der Runde hervor, die der "Rheinischen Post" vorliegt.

"Die SMK hält die Fortsetzung des Spielbetriebes und mithin die Begrenzung des ansonsten entstehenden wirtschaftlichen Schadens in der 1. und 2. Fußballbundesliga für die dort startberechtigten 36 Vereine auf deren Kosten ab Mitte/Ende Mai für vertretbar", heißt es darin.

Auch das Bundesarbeitsministerium hat nach Informationen des "RedaktionsNetzwerks Deutschland" in Sachen Arbeitsschutz grünes Licht für Spiele der 1. und 2. Liga unter Ausschluss von Zuschauern gegeben. Demnach wurde das weiterentwickelte Wiederaufnahme-Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) als positiv befunden.

+++ 29.04.2020, 07:38 Uhr: Mehrheit der Deutschen gegen Neustart +++

Die Fortsetzung der Fußball-Bundesliga inmitten der Corona-Pandemie mit sogenannten Geisterspielen wird von einem Großteil der Deutschen abgelehnt.

46 Prozent finden den Plan der Deutschen Fußball Liga (DFL), möglichst bald die noch neun ausstehenden Saison-Spieltage in Stadien ohne Zuschauer zu absolvieren, nicht richtig. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der "Deutschen Presse-Agentur". 34 Prozent der Befragten sprachen sich hingegen für die Geisterspiele aus.

Noch größeren Widerspruch gibt es gegen die Bereitstellung von rund 20.000 Corona-Tests für die Beteiligten an den Geisterspielen. 58 Prozent lehnen dies ab, nur 22 Prozent befürworten die geplante Maßnahme.

Die DFL hatte zuletzt mehrfach betont, dass die regelmäßigen Tests der Fußball-Profis keine Verknappung für Risikogruppen oder sonstige Gesellschaftsgruppen zur Folge hätten.

+++ 29.04.2020, 07:30 Uhr: Keller setzt auf Solidarität der Fans +++

DFB-Präsident Fritz Keller vertraut im Falle einer Fortsetzung der Fußball-Bundesliga mit Geisterspielen auf ein verantwortungsvolles Verhalten der Fans. In der öffentlichen Debatte über Partien vor leeren Zuschauerrängen waren zuletzt von der Polizei und aus der Politik besorgte Stimmen zu hören, dass sich Anhänger außerhalb der Stadien versammeln könnten und Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie nicht einhalten.

"Viele Fan- bzw. Ultragruppen haben sich in der Zeit der Krise mit tollen Aktionen gesellschaftlich engagiert und sich in ihren Städten und Gemeinden solidarisch eingebracht. Insofern habe ich keine Zweifel, dass sie auch weiterhin verantwortlich handeln", erklärte der 63 Jahre alte Keller auf Anfrage der "Deutschen Presse-Agentur".

"Die öffentliche Diskussion über Menschenansammlungen vor den Stadien ist leider geprägt von einem Misstrauen gegenüber Fans, das uns nicht weiterhilft", kritisierte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und schloss an: "Ganz im Gegenteil: Wir müssen vertrauen und zusammenhalten, um diese Krise zu überstehen - im Fußball wie in der gesamten Gesellschaft."

+++ 29.04.2020, 07:18 Uhr: Watzke fordert Umdenken im Profi-Fußball +++

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat für die Zeit nach der Corona-Krise ein Umdenken im Profi-Fußball gefordert. "Ich habe mich aktuell gewundert, dass eine kritische Tendenz gegenüber dem Profi-Fußball stattfindet in der Gesellschaft. Wenn wir die Krise überstanden haben sollten, muss sich im Fußball einiges ändern", sagte der 60-Jährige in der "ZDF"-Sendung "Markus Lanz" am Dienstagabend.

Man müsse wieder "puristischer werden", meinte Watzke und monierte konkret "die Sachen wie Gold-Steak-Geschichten und die ganze Protzerei."

"Da wir einen globalisierten Fußball haben, bin ich skeptisch. Aber wir in Deutschland müssen versuchen, zumindest einiges wieder in den Griff zu kriegen", betonte die Führungskraft des einzigen börsennotierten Bundesliga-Klubs.

Bis heute habe der BVB keine Schulden machen müssen. "Das wird aber auch nicht mehr unendlich lange dauern, wenn wir keine Einnahmen haben", beschrieb Watzke die wirtschaftliche Lage in Dortmund durch die Saisonunterbrechung.

Watzke verteidigte erneut das Konzept der Deutschen Fußball Liga zur angestrebten Fortsetzung der unterbrochenen Bundesliga-Saison. Im Falle von einer Corona-Infektion eines Profis müssten die Spiele der betroffenen Mannschaften zur Not zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

+++ 28.04.2020, 22:10 Uhr: Fußballergewerkschaft kritisiert Regierung +++

Italiens Profifußballer-Gewerkschaft AIC hat die Regierung für den Beschluss kritisiert, Gruppentraining erst ab dem 18. Mai zuzulassen. Dies sei "diskriminierend und unlogisch", da es Einzelsportlern erlaubt sei, das Training bereits am 4. Mai aufzunehmen.

Für Fußballer sei es nach der langen, pandemiebedingten Pause wichtig, sofort wieder trainieren zu können - auch um Verletzungen zu vermeiden, betonte die Gewerkschaft. Zudem drängt die AIC auf Klarheit bezüglich der Wiederaufnahme der Serie-A-Saison. Die Liga pausiert seit dem 9. März. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) verlangt von ihren Mitgliedsverbänden die Nennung eines Restart-Termins bis zum 25. Mai.

+++ 28.04.2020, 21:55 Uhr: Grünes Licht für Geisterspiele +++

Die Bundesliga hat offenbar eine wichtige Hürde auf dem Weg zu Geisterspielen aufgrund der Coronavirus-Pandemie gemacht. Das Bundesarbeitsministerium hat nach Informationen des "RedaktionsNetzwerks Deutschland" in Sachen Arbeitsschutz grünes Licht für Spiele der 1. und 2. Liga unter Ausschluss von Zuschauern gegeben.

"Der Arbeitsschutz der Spieler, Trainer und Betreuer kann bei vollständiger Umsetzung des Konzepts weitgehend sichergestellt werden", heißt es demnach mit Blick auf ein weiterentwickeltes Wiederaufnahme-Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) in einem Schreiben von Björn Böhning (SPD) als Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium.

Das Schreiben ist an Kanzleramtschef Helge Braun, das Bundesinnenministerium und das Bundesgesundheitsministerium gerichtet. Dem Arbeitsministerium obliegt aber nicht die Entscheidung für Geisterspiele. Eine positive Rückmeldung ist aber eine Grundvoraussetzung für die Zustimmung der Politik.

Die DFL hatte ihr Konzept für den Wiederbeginn des Liga-Fußballs nach Hinweisen des Arbeitsministeriums weiterentwickelt. In der aktuellen Fassung sei das Konzept "sinnvoll, reduziert Risiken und ist daher arbeitsschutzrechtlich akzeptabel", heißt es von Böhning.

Die Deutsche Fußball Liga hofft auf eine Fortsetzung der ausgesetzten Spielzeit noch im Mai. Am 30. April soll bei den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten auch über die Bundesliga-Thematik gesprochen werden.

+++ 28.04.2020, 20:49 Uhr: Restart "vom medizinischen Standpunkt her sehr kritisch"

Michel d'Hooghe, beim Weltverband FIFA Vorsitzender der medizinischen Kommission, sieht einen baldigen Restart in den Fußball-Ligen während der Coronavirus-Pandemie kritisch. "Ich spreche als Arzt, ich muss nicht als Organisator von Spielen sprechen, aber im Moment wäre ich von meinem medizinischen Standpunkt her sehr skeptisch", sagte der Belgier in einem Gespräch mit der "BBC".

Sein Vorschlag laute daher: "Wenn es möglich ist, vermeiden Sie es, in den kommenden Wochen Wettbewerbsfußball zu spielen. Versuchen Sie, für den Start eines guten Wettbewerbs in der nächsten Saison vorbereitet zu sein."

Ohne vorhandenen Impfstoff gebe es "ein Risiko, und es ist kein Risiko mit geringen Konsequenzen", sagte d'Hooghe weiter: "Es kann Konsequenzen von Leben und Tod haben." Deswegen bitte er alle, "sehr vorsichtig" zu sein vor der Entscheidung über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs.

Wichtig sei es aus hygienischen Gründen zukünftig auch, endlich das Spucken auf dem Spielfeld zu unterbinden - denn das sei "eine echte Gefahr", und in anderen Sportarten weit weniger verbreitet.

+++ 28.04.2020, 19:50 Uhr: Argentinien bricht Saison vorzeitig ab +++

Wegen der Corona-Pandemie ist die laufende Fußballsaison in Argentinien vorzeitig abgebrochen worden. Alle Wettbewerbe, einschließlich der 1. Liga, werden eingestellt, wie der argentinische Fußballverband AFA mitteilte. Wegen der Corona-Krise hatte die Superliga bereits seit Mitte März pausiert. Die neue Saison soll nun im Januar 2021 beginnen. Bis 2022 wird es weder Aufstiege noch Abstiege geben.

Davon profitiert unter anderem die Fußball-Legende Diego Maradona, der mit seinem Verein Gimnasia y Esgrima La Plata zuletzt abstiegsgefährdet war. Die Plätze für die internationalen Wettbewerbe Copa Libertadores und Copa Sudamericana im kommenden Jahr werden entsprechend den letzten Platzierungen der Clubs in der Tabelle vergeben.

+++ 28.04.2020, 19:08 Uhr: Spanien lockert Trainingsverbote +++

Der spanische Fußball wagt ab dem 4. Mai einen kleinen Schritt zurück in die Normalität. Ministerpräsident Pedro Sánchez teilte am Dienstag zusammen mit weiteren Lockerungsmaßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie mit, dass ab dem kommenden Montag individuelle Trainingseinheiten für die Profiklubs wieder gestattet seien. Mannschaftstraining sei davon ausgeschlossen.

Zuletzt hatten sich die Profis um die deutschen Nationalspieler Toni Kroos (Real Madrid) und Marc-Andre ter Stegen (FC Barcelona) zwangsweise in den eigenen vier Wänden fit halten müssen, weil das Training am Vereinsgelände verboten war. Der Spielbetrieb in der Primera División ruht seit dem 12. März. Liga-Chef Javier Tebas will die Meisterschaft unbedingt zu Ende spielen, um die überlebenswichtigen TV-Einnahmen zu retten.

+++ 28.04.2020, 18:46 Uhr: Kritik gegen "zu späten" Trainingsstart in Italien +++

Lazio-Abwehrspieler Francesco Acerbi hat die Entscheidung der italienischen Regierung kritisiert, den Klubs der Serie A die Wiederaufnahme des Trainings trotz der Lockerung einiger Corona-Beschränkungen erst zum 18. Mai zu erlauben.

"Wir waren ehrlich gesagt verwundert über diese Entscheidung", sagte er in einem Radiointerview. Er glaube, für alle Fußballer und Sportler sprechen zu können, ergänzte Acerbi.

Sportdirektor Igli Tare und Mittelfeldspieler Marco Parolo hatten zuvor Sportminister Vincenzo Spadafora kritisiert. Dieser hatte zuvor angekündigt, dass Athleten von Individualsportarten am 4. Mai wieder mit dem Training beginnen könnten, während Fußballer sich mindestens noch bis zum 18. Mai gedulden müssten. Parolo sagte, auf dem Trainingsgelände könne der Sicherheitsabstand besser eingehalten werden als etwa in Parks, wo Menschen nun wieder laufen dürften.

+++ 28.04.2020, 18:34 Uhr: UEFA setzt Ligen neue Frist +++

Die Europäische Fußball-Union UEFA hat den nationalen Ligen einem Medienbericht zufolge eine Frist von knapp vier Wochen für die Entscheidung über eine Fortsetzung der Saison gesetzt.

"Nationalverbände und/oder Ligen sollten in der Position sein, der UEFA bis 25. Mai den geplanten Wiederbeginn ihrer nationalen Wettbewerbe mitzuteilen", zitierte die englische Zeitung "The Times" aus einem UEFA-Dokument. Demnach solle unter anderem das Datum des geplanten Neustarts und das Format des Wettbewerbs genannt werden.

Die UEFA hatte ihren 55 Mitgliedsverbänden in der Coronavirus-Pandemie zuletzt dringend empfohlen, die derzeit ausgesetzte Saison zu beenden. Hintergrund ist auch die Qualifikation für den Europapokal 2020/21, die möglichst auf sportlichem Wege erfolgen solle.

+++ 28.04.2020, 18:14 Uhr: Fangruppen wettern gegen Geisterspiele +++

Mehr als ein Dutzend österreichische Fangruppen haben sich gegen die Ausrichtung von Fußball-Geisterspielen ausgesprochen.

Die Fortsetzung der Bundesliga-Saison nach der coronabedingten Unterbrechung wäre ein "fatales Signal" an die gesamte Gesellschaft, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Fangruppen. Der Fußball würde sich damit noch weiter von seiner Basis entfernen.

Die Fangruppen sehen in den Geisterspielen demnach die Fortsetzung einer von Geld getriebenen Entwicklung, die auch mit dem Verkauf der Fernsehrechte an Pay-TV-Sender in Zusammenhang steht. "Fußball findet nicht mehr für die Fans im Stadion statt, sondern für das Fernsehen. Als Milliarden-Geldmaschinerie und Spielwiese für einige Reiche, die nur fortbestehen kann, wenn sie am Laufen gehalten wird", heißt es laut "APA" in der Erklärung.

Ob die Saison in der österreichischen Bundesliga mit Geisterspielen zu Ende gespielt wird, soll in dieser Woche entschieden werden.

+++ 28.04.2020, 18:08 Uhr: Bolsonaro fordert baldige Rückkehr des Fußballs +++

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sich für eine zügige Rückkehr der Fußball-Aktivitäten in Brasilien, wo am kommenden Wochenende die Erste Liga ursprünglich gestartet wäre, eingesetzt.

"Wir arbeiten in diese Richtung", sagte Bolsonaro beim Verlassen der Präsidenten-Residenz in Brasília am 27. April. Einige Fußball-Verantwortliche hätten ihn deswegen auch schon kontaktiert. Bolsonaro setzt auf ein technisches Gutachten des Gesundheitsministeriums, das seiner Meinung nach positiv ausfallen wird. Damit soll zunächst mit dem Training und Spielen ohne Zuschauer im Stadion begonnen werden: "Man darf nur nicht so viele Leute in die Umkleidekabine lassen."

Der Rechtspopulist hat das Coronavirus immer wieder verharmlost, hält nichts von Einschränkungen des öffentlichen Lebens und ist aus wirtschaftlichen Gründen für eine Rückkehr zur Normalität. Damit begründete er auch die Notwendigkeit der Wiederaufnahme des Fußballs. Der brasilianische Fußballverband (CBF) hatte im März alle nationalen Wettbewerbe bis auf Weiteres ausgesetzt. Bolsonaro bezeichnete dies als "Hysterie".

+++ 28.04.2020, 17:24 Uhr: Frymuth ärgert sich über "schädliche" Diskussion +++

Der Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Peter Frymuth, hat die öffentliche Diskussion der Drittligisten über einen möglichen Saisonabbruch kritisiert. "Man muss es schon weit bringen, wenn ein Fachmagazin des Fußballs in Deutschland mit der Überschrift titelt 'Wie sich eine Liga selbst zerlegt!'", sagte der 63-Jährige im Interview mit "MagentaSport" am Dienstag.

Die öffentlich geführte Diskussion über den Abbruch sei "ein Stück weit abenteuerlich und eigentlich auch schädlich für die gesamte Liga" gewesen. "Das muss man schon schaffen, dass so eine Schlagzeile mit Recht entwickelt wird, und da ging es nicht um irgendwas, da ging es um die 3. Liga", so der DFB-Vize.

Die am Montag abgehaltene Videokonferenz mit allen 20 Drittligisten sei dennoch kooperativ gewesen, auch wenn "einige Beiträge gelegentlich über das Ziel hinausgeschossen sind. Aber im Wesentlichen Gesamtbild war es eine sachliche, auch informatorische Veranstaltung". Frymuth betonte aber auch, dass der Fußball "keine Sonderrolle möchte, sondern der Fußball möchte wieder einsteigen".

+++ 28.04.2020, 17:04 Uhr: Auch FCA-Profis verzichten auf Gehalt

Die Profis des FC Augsburg verzichten angesichts der Coronakrise wie zahlreiche Spieler anderer Klubs auf Teile ihres Gehalts. Das gab der Fußball-Bundesligist am Dienstag bekannt. Es sei ein "wichtiges Zeichen, dass unsere Profis ebenfalls auf einen Teil ihres Gehaltes verzichten", wird FCA-Geschäftsführer Stefan Reuter zitiert. 

Auch die Geschäftsführung, das komplette Trainer- und Funktionsteam um den neuen Coach Heiko Herrlich sowie die Abteilungsleiter des FCA hätten sich dem Gehaltsverzicht angeschlossen. Über die Rahmenbedingungen der finanziellen Einbußen gaben die Augsburger nichts bekannt.

+++ 28.04.2020, 16:58 Uhr: Ligue 1 muss abgebrochen werden +++

Die französische Fußball-Liga steht wegen der Coronavirus-Pandemie vor dem Saisonabbruch. Premierminister Édouard Philippe sagte in einer Rede vor der Nationalversammlung, dass die Saison 2019/20 der Profisportarten nicht wieder aufgenommen werden könne.

Eine Reaktion der Ligue 1 steht noch aus. Sollte die Saison tatsächlich abgebrochen werden, könnte Paris Saint-Germain mit Trainer Thomas Tuchel vorzeitig zum Meister erklärt werden.

In der Ligue 1 ruht seit Mitte März der Spielbetrieb. Es sind noch zehn Spieltage auszutragen, PSG muss gar noch elf Partien absolvieren. Der Tuchel-Klub führt die Tabelle mit zwölf Punkten Vorsprung auf Verfolger Olympique Marseille an. Für Tuchel wäre es der zweite Meistertitel im zweiten Jahr beim Hauptstadt-Klub.

+++ 28.04.2020, 16:54 Uhr: Allofs warnt vor Pleitewelle +++

Der frühere Fußball-Manager Klaus Allofs warnt vor einer Pleitewelle, sollten die Vereine der Fußball-Bundesliga lange mit Spielen ohne Zuschauer im Stadion auskommen müssen. "Wenn wir darüber reden, dass wir vielleicht bis Ende des Jahres oder bis ins nächste Jahr dauerhaft ohne Zuschauer spielen, das werden nur ganz wenige überleben", sagte der 63-Jährige der Zeitung "Rheinische Post".

Eine Fortsetzung der wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Spielzeit habe eine besondere Symbolkraft, die auch Risiken berge. "Es ist eher eine Frage der Psychologie. Welche Signale setzt man? Es ist kein großer Unterschied, ob man in zwei oder vier Wochen beginnt. Es darf aber nicht das Signal nach draußen sein, dass wir alle nicht länger diszipliniert sein müssen", betonte Allofs, der lange in verantwortlichen Positionen für Werder Bremen und den VfL Wolfsburg tätig war.

+++ 28.04.2020, 16:42 Uhr: Sky plant wohl attraktives Angebot +++

Der Pay-TV-Sender "Sky" plant offenbar ein "sehr attraktives" Angebot, damit Fans die verbleibenden 82 Fußball-Bundesliga-Partien im Falle von Geisterspielen zu Hause verfolgen könnten. Das teilte Jan Lehmann, Kaufmännischer Vorstand FSV Mainz 05, am Dienstag laut "kicker" auf einer virtuellen Infoveranstaltung des Vereins mit.

Er habe vergangene Woche persönlich mit "Sky" gesprochen, die ein Angebot machen werden, "wenn es tatsächlich Spiele ohne Zuschauer gibt, dass aus ihrer Sicht finanziell sehr, sehr attraktiv ist". Die Preise seien noch nicht kommuniziert, sagte Lehmann, aber "wenn man das machen möchte, dann ist das auf jeden Fall deutlich günstiger, als Spiele im Stadion zu verfolgen".

+++ 28.04.2020, 15:45 Uhr: Umfrage: München soll Spielort bleiben +++

Nach der Verlegung der Fußball-Europameisterschaft um ein Jahr wünscht sich die Mehrheit der Deutschen, dass München auch 2021 Spielort ist. Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der "Deutschen Presse-Agentur" gaben 55 Prozent der Befragten an, dass sie sich die bayerische Landeshauptstadt als einen der Austragungsorte für das paneuropäische Turnier wünschen. Nur 17 Prozent waren dagegen, 28 Prozent enthielten sich der Antwort.

Die EM war wegen der Corona-Krise in diesem Jahr abgesagt und vom 11. Juni bis zum 11. Juli 2021 neu angesetzt worden. Zuletzt hatte es Berichte gegeben, wonach nicht alle zwölf für 2020 eingeplanten Ausrichterstädte auch ein Jahr später noch zur Verfügung stehen. Der Münchner Stadtrat befasst sich am Mittwoch mit dem Thema und dürfte dann entscheiden, ob die Stadt auch 2021 dabei ist. Unter den in Bayern lebenden Teilnehmern der Befragung votierten 62 Prozent dafür, dass in München gespielt wird; 20 Prozent waren dagegen.

+++ 28.04.2020, 14:29 Uhr: Bremens Bürgermeister gegen Geisterspiele +++

In der Diskussion um einen möglichen Neustart der Bundesliga hat sich Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte gegen sogenannte Geisterspiele ausgesprochen.

"Überall schreiben wir vor, dass die Menschen Abstand halten sollen – und dann lassen wir auf einmal eine Veranstaltung mit Körperkontakt zu? Das trägt nicht gerade zu besonderer Glaubwürdigkeit bei", sagte der SPD-Politiker der Tageszeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe). 

Bovenschulte falle es zunehmend schwer zu begründen, warum intensiv über die Wiederaufnahme des Spielbetriebes debattiert werde und gleichzeitig die Spielplätze geschlossen blieben.

+++ 28.04.2020, 12:36 Uhr: Spaniens 3. Liga erhält rund 5,5 Millionen Euro +++

Der spanische Fußball-Verband RFEF unterstützt die Vereine der dritten Liga mit insgesamt 5.453.731 Euro. Damit sollen alle Klubs, die aufgrund der Coronakrise in wirtschaftliche Schieflage geraten sind, unterstützt werden. 

+++ 28.04.2020, 12:04 Uhr: Deutscher Drittligafußball schon am 16. Mai? +++

Die 3. Liga soll im Idealfall mit fünf englischen Wochen bis zum 30. Juni zu Ende gespielt werden. So sieht es ein Szenario vor, das der "Deutschen Presse-Agentur" vorliegt.

Demnach würde die Liga ihren Betrieb am 16. Mai mit dem 28. Spieltag wieder aufnehmen. Der letzte Spieltag wäre für das Wochenende 20./21. Juni geplant. Mehr Infos hier!

+++ 28.04.2020, 10:35 Uhr: Fanprojekte warnen vor Vorverurteilung +++

Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) der Fanprojekte warnt vor einer Vorverurteilung von Fußball-Anhängern im Zusammenhang mit der Diskussion über die Austragung von Geisterspielen in der 1. und 2. Bundesliga.

"Es ist kontraproduktiv und anmaßend in dieser Zeit, schon vorab und ohne wirklich fundiertes Wissen negatives und kriminelles Verhalten von Fans zu prognostizieren", sagte Sophia Gerschel, die Bundessprecherin der BAG der Fanprojekte. Mehr dazu hier!

+++ 28.04.2020, 08:06 Uhr: Lazio attackiert die Regierung +++

Der italienische Fußball-Spitzenklub Lazio Rom hat die Regierung scharf dafür kritisiert, immer noch kein Datum für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Serie A bekannt gegeben zu haben. Mehr dazu hier!

+++ 28.04.2020, 07:28 Uhr: Plot-Twist! Jens Lehmann war infiziert +++

Der frühere Nationaltorwart Jens Lehmann, in der Bundesliga unter anderem für den FC Schalke 04 und den BVB aktiv, hat sich Mitte März mit dem Coronavirus infiziert. "Ich litt anderthalb Tage an Husten und leichtem Fieber", sagte der 50-Jährige gegenüber "Bild": "Nach zwei Wochen Quarantäne wurde ich von den Behörden wieder für gesund erklärt."

Der Krankheitsverlauf sei "leichter als bei einer Grippe" gewesen, "aber gefährdete Menschen müssen natürlich aufpassen. Es hilft wahrscheinlich auch, einigermaßen gesund zu leben."


Mehr dazu: Lehmann löst mit Corona-Aussage Shitstorm aus


Lehmann wiederholte indes seine zuletzt bereits geäußerte Forderung, bei einer Fortsetzung der Bundesliga-Saison die Stadien teilweise für Fans zu öffnen.

"Ich habe bisher noch kein vernünftiges Gegenargument gehört", sagte er: "Wenn nur jeder vierte Platz besetzt wird, ist genug Distanz untereinander. Wer gegen die Abstandsregel verstößt, fliegt raus und bekommt Stadionverbot."

+++ 28.04.2020, 07:23 Uhr: Matthäus ist sauer +++

TV-Experte Lothar Matthäus hat kein Verständnis für vermeintliche Misswirtschaft in der Bundesliga. Dieses Verhalten würde einigen Klubs jetzt gewaltig um die Ohren fliegen, so der Rekordnationalspieler. Mehr dazu hier!

+++ 28.04.2020, 07:11 Uhr: Und noch eine Umfrage +++

Mit ihrem Konzept zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) eine Mehrheit der Fans überzeugt, eine Saisonfortsetzung inmitten der Coronakrise bleibt aber ein kontroverses Thema.

Das geht aus einer repräsentativen Umfrage von "bundesligabarometer.de" hervor.

Demnach sind 69,9 Prozent der 5360 Befragten für eine zeitnahe Fortsetzung der Bundesligen bei Einhaltung der strikten Richtlinien. Immerhin 30,1 Prozent lehnen dies allerdings ab.

Dass die Saison nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit Geisterspielen fortgeführt werden kann, sehen 75,8 Prozent als einzig machbare Lösung.

+++ 28.04.2020, 07:05 Uhr: Fan-Umfrage zu Geisterspielen +++

Bei einer Fortsetzung der Bundesliga ist ein Großteil der Deutschen für eine Übertragung der Geisterspiele im frei empfangbaren Fernsehen.

49 Prozent würden sich wünschen, dass die Partien der wegen der Corona-Pandemie noch ausstehenden neun Saison-Spieltage ohne Pay-TV-Zugang oder Streaming-Gebühr zu sehen sein sollen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der "Deutschen Presse-Agentur". 26 Prozent der Befragten sprachen sich gegen eine frei zugängliche Übertragung aus. 25 Prozent äußerten keine Meinung.

Die Rechte für die Live-Übertragung liegen beim Sender Sky und dem Streamingdienst DAZN. Zuletzt hatte sich der ehemalige Manager von Werder Bremen, Willi Lemke, dafür ausgesprochen, die Spiele frei zugänglich zu übertragen. Die Deutsche Fußball Liga hatte das mit Hinweis auf die Vertragslage mit den Sendern bislang abgelehnt. Laut Lemke müsse verhindert werden, dass sich viele Menschen in Wohnungen von Abo-Inhabern versammeln und die Gefahr der Ansteckung mit dem Coronavirus enorm steige.

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