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Kein Titel für BVB-Handballerinnen

Hummels und Reus schalten sich in Handball-Streit ein

24.04.2020 21:22
Die BVB-Führungsspieler Hummels und Reus fühlen mit den Handballerinnen mit
© imago
Die BVB-Führungsspieler Hummels und Reus fühlen mit den Handballerinnen mit

Seitdem die Saison in der Handball-Bundesliga der Frauen abgebrochen wurde, ist eine heftige Diskussion zwischen Borussia Dortmund und dem Verband entfacht. Hintergrund: Die BVB-Handballerinnen bekommen den Titel trotz Tabellenführung nicht zugesprochen - anders als bei den Herren in der HBL. Nun haben sich die Fußballer der Borussia eingeschaltet.

Die Führungsspieler Marco Reus und Mats Hummels kritisierten die Entscheidung der HBF. "Mir und uns allen in Dortmund tun die Mädels unfassbar leid", wird Reus von "Bild" zitiert. Die Mannschaft habe eine "geile Saison gespielt, genau wie die Jungs aus Kiel". Die Herren des THW Kiel gehen aus der abgebrochenen HBL-Saison als Titelträger hervor.

Der Dortmunder Kapitän führte aus: "Um zu beurteilen, warum zwei so verschiedene Entscheidungen getroffen wurden, kenne ich die Hintergründe zu wenig. Als Sportler kann ich die Entscheidung nicht gut finden."

Kritik übte auch Mats Hummels, der sich "mehr Gleichberechtigung gewünscht" hätte: "Erst sind die Mädels um den Lohn für ihre starke Saison gebracht worden, dann ist es bei den Männern obendrein noch anders gehandhabt worden – das ist in gewisser Weise schon doppelt enttäuschend und auch unfair."

Zuvor hatte Vereinspräsident Reinhard Rauball mehrfach sein Unverständnis geäußert. "Wir haben ja nicht umsonst den Artikel drei des Grundgesetzes, wonach alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind und dass der Staat auch auf die Durchsetzung der Gleichberechtigung drängen muss", sagte Rauball gegenüber "Sky Sport News HD".

Nach 18 Spielen rangierten die Handballerinnen des Revierklubs mit einem Zähler Vorsprung vor der SG BBM Bietigheim an der Tabellenspitze.

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