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Dortmund stand Wettbewerb "sehr kritisch" gegenüber

BVB stellte "Philosophie" für Youth League um

20.04.2020 10:51
Lars Ricken und U19-Trainer Michael Skibbe vom BVB nehmen die Youth League mittlerweile ernst
© unknown
Lars Ricken und U19-Trainer Michael Skibbe vom BVB nehmen die Youth League mittlerweile ernst

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund misst sich nicht nur mit den Profis Jahr für Jahr in internationalen Wettbewerben. Auch die Jugendspieler des BVB sammeln in Europa Erfahrung. Noch vor einigen Jahren war der Revierklub über die Youth League jedoch nicht begeistert.

"Wir standen diesem Wettbewerb anfangs sehr kritisch gegenüber, weil es dadurch zu einer extrem hohen zusätzlichen Belastung für die Spieler kam, insbesondere schulisch", erklärte Nachwuchsleiter Lars Ricken im "kicker". Die Youth League wurde zur Saison 2013/14 eingeführt, startberechtigt sind die 32 Jugendteams der an der Champions-League-Gruppenphase beteiligten Klubs. Seit 2015/16 nehmen in einer Playoff-Runde zudem die acht stärksten nationalen Jugendmeister teil.

Der Knackpunkt: "Bei sechs Spielen in der Gruppenphase musst du deine ohnehin durch Nationalmannschaften schon zusätzlich beanspruchten Spieler bis zu zehn Tage aus der Schule nehmen." Mit der Junioren-Bundesliga, dem DFB-Pokal und der Nationalelf existiere für die Nachwuchsspieler bereits ein "sportlich anspruchsvolles Konstrukt". Andere Länder hätten diese Probleme nicht, so Ricken weiter.

BVB stellte seine Philosophie um

Um den internationalen Wettbewerb dennoch nutzen zu können, musste der BVB einiges umdenken. "Inzwischen haben wir die Youth League angenommen und versuchen, sie als Chance zu begreifen. Wir haben unsere Philosophie dafür umgestellt: Wir spielen den Wettbewerb mit keinem reinen U19-Team, sondern auch mit U17-Spielern und mit den drei erlaubten U20-Spielern, die schon in der U23 oder bei den Profis aktiv sind."

Daher rekrutiere Dortmund seine Youth-League-Teams "aus vier Teams", aufgrund "des hohen Niveaus ist das dann ein absoluter sportlicher Mehrwert für die Spieler".

Für die Nachwuchskicker sei die Erfahrung gold wert, führte der einstige BVB-Profi zudem aus: "Sie haben total Bock auf den Wettbewerb - und haben extrem Lust darauf, gegen Barcelona, Inter Mailand oder Real Madrid zu spielen."

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