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Corona-Krise im Fußball: Alle Entwicklungen im Blog

"Quasi-Quarantäne"-Pläne der Bundesliga enthüllt

27.04.2020 11:36
Die Corona-Pandemie hinterlässt große Spuren in der Fußball-Welt
© Frank Hoermann/SVEN SIMON via www.imago-images.de
Die Corona-Pandemie hinterlässt große Spuren in der Fußball-Welt

Das Coronavirus hält den gesamten Globus im Würgegriff. Auch der Profi-Fußball bekommt die weitreichenden Schutzmaßnahmen zu spüren - etliche Events wurden wegen Covid-19 abgesagt oder verschoben. sport.de verfolgt die neusten Entwicklungen rund um die Corona-Krise im LIVE-Blog.


Zu den Entwicklungen ab dem 28.04. geht es hier entlang!


+++ 27.04.2020, 21:14 Uhr: Weiter keine Klarheit in Belgien +++

Die belgischen Fußball-Profiklubs haben die finale Entscheidung über ein vorzeitiges Saisonende aufgrund der Corona-Pandemie erneut vertagt. Die Abstimmung wurde auf den 4. Mai vertagt. Dies teilten die Vereine nach einer Mitgliederversammlung am Montag mit. Zuvor war die Abstimmung bereits zweimal verlegt worden.

Eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs scheint unmöglich, da die belgische Regierung alle Massenveranstaltungen bis zum 31. August verboten hat und für ein Spiel selbst hinter verschlossenen Türen mindestens 400 Personen benötigt würden, teilte der Königliche Belgische Fußballverband (RBFA) mit.

Die Ligakommission hatte am 25. März vorgeschlagen, die Saison wegen der Coronakrise abzubrechen und den FC Brügge zum Meister zu erklären. Die Europäische Fußball-Union UEFA hatte die Liga kurz nach Bekanntwerden der Pläne kritisiert. "Das ist nicht der richtige Weg, Solidarität ist doch keine Einbahnstraße", sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin im ZDF. Die Teilnahme belgischer Klubs am Europapokal 2020/2021 sei in Gefahr.

+++ 27.04.2020, 21:00 Uhr: FC Liverpool stoppt Umbau +++

Der FC Liverpool hat den Umbau einer Tribüne seines legendären Fußball-Stadions an der Anfield Road aufgrund der Coronakrise für ein Jahr gestoppt.

Der Klub des deutschen Teammanagers Jürgen Klopp rechnet mit der Fertigstellung des Ausbaus auf insgesamt 61.000 Plätze nun nicht mehr 2022, sondern frühestens 2023.

+++ 27.04.2020, 19:18 Uhr: UEFA sorgt für Geldsegen +++

Die europäische Fußball-Union UEFA greift ihren 55 Mitgliedsverbänden in Zeiten der Coronakrise mit einer Finanzhilfe unter die Arme. Wie die UEFA am Montag mitteilte, werden 236,5 Millionen Euro für die Verbände freigegeben, um bei der Bewältigung der Herausforderungen der Pandemie in ihren jeweiligen Ländern Unterstützung zu leisten.

"Unser Sport steht vor einer beispiellosen Herausforderung, die durch die COVID-19-Krise hervorgerufen wurde. Die UEFA möchte ihren Mitgliedern zu einer auf ihre spezifischen Umstände abgestimmten Vorgehensweise verhelfen", sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin: "Deshalb haben wir uns darauf geeinigt, dass bis zu 4,3 Millionen Euro pro Verband, die für den Rest dieser und der nächsten Spielzeit gezahlt werden, sowie ein Teil der Investitionsmittel nach dem Ermessen unserer Mitglieder für den Wiederaufbau der Fußball-Community verwendet werden können."

Das UEFA-Exekutivkomitee hatte zuvor für die Aufhebung der Bedingungen für Zahlungen im Rahmen des sogenannten HatTrick-Programms grünes Licht gegeben. In der Regel werden die HatTrick-Mittel an die nationalen Verbände verteilt, um die laufenden Kosten zu decken und die Entwicklung spezifischer und zielgerichteter Bereiche des nationalen Fußballs zu unterstützen.

"Die UEFA hat jedoch beschlossen, dass jeder Verband angesichts der negativen Auswirkungen des Coronavirus auf den Fußball auf allen Ebenen seine eigenen Prioritäten setzen kann", teilte die UEFA mit.

+++ 27.04.2020, 18:52 Uhr: Politik macht Bayern und Co. Hoffnung +++

Bei dem mit Spannung erwarteten Video-Gipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs am 30. April darf der deutsche Profifußball auf das ersehnte politische Signal für einen Bundesliga-Neustart hoffen.

Die Sportminister der 16 Bundesländer verständigten sich in einer Telefonkonferenz darauf, dass ein Abschluss der seit Mitte März ausgesetzten Saison weiter möglich sei. "Die Fortsetzung des Spielbetriebes in der Fußball-Bundesliga vor leeren Zuschauerrängen erachtet die SMK nach wie vor ab Mitte oder Ende Mai für vertretbar", sagte die Vorsitzende der Sportministerkonferenz (SMK), Bremens Sportsenatorin Anja Stahmann.

Zu einer abschließenden Einigung kam es zwar noch nicht. Diese soll aber bis zum folgenden Tag in Form eines Umlaufbeschlusses im Bundeskanzleramt vorgelegt werden und als Grundlage für die Beratungen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten über die weitere Öffnung der Gesellschaft in der Corona-Pandemie dienen.

Die Sportminister sind sich laut Stahmann darin einig, dass die Deutsche Fußball Liga für eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebes "strengste hygienische und medizinische Voraussetzungen schaffen, durchsetzen und mit geeigneten Maßnahmen überprüfen" müsse. Noch kein einheitliches Meinungsbild gibt es offenbar in dem heiklen Punkt der Test-Kapazitäten. "Wir müssen diese Frage gewissenhaft prüfen und noch weiter diskutieren", sagte Stahmann.

+++ 27.04.2020, 13:56 Uhr: Sportprofessor empfiehlt vier Wochen Training vor Neustart +++

Laut Sportwissenschaftler Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln benötigen die Profis der Fußball-Bundesligisten vor einer Fortsetzung des Spielbetriebs ein intensives Training über vier Wochen.

"Ich würde mindestens drei bis vier Wochen Training als Vorlaufzeit wünschen", sagte Froböse im "SID"-Interview: "Mir fehlt neben dem Training außerdem die wettkampfspezifische Vorbereitung, also Testspiele." 

Wenn es keine Spiele im Vorfeld des Liga-Neustarts geben würde, seien die Profis "nicht optimal vorbereitet". Die Zuschauer sollten sich deshalb darauf einstellen, dass alle Spieler ein Leistungsdefizit aufweisen werden.

+++ 27.04.2020, 12:28 Uhr: "Unsere Kurve" glaubt nicht an Fan-Auflauf +++

Die Organisation "Unsere Kurve" befürchtet keinen Fan-Aufstand vor Stadien, wenn in der Bundesliga der Ball wieder rollen sollte.

"Ich bin mir sicher, dass sich die aktiven Fußballszenen an die behördlichen Auflagen halten, wenn es denn zu Geisterspielen kommen sollte", sagte Sprecherin Helen Breit der "Deutschen Presse-Agentur." Zuletzt hatten Polizei und auch Politiker entsprechende Befürchtungen geäußert.

"Die aktiven Fans-Szenen haben sich schon immer durch gesellschaftliche Verantwortung ausgezeichnet. Das hat man auch daran gesehen, dass die Ultras in der Corona-Krise mit die ersten waren, die sich mit Hilfsaktionen engagiert haben. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass die Auflagen unterlaufen werden", erklärte Breit.

"Unsere Kurve" könne nicht für eine ganze Gruppe in Deutschland sprechen, "aber ich gehe davon aus, dass sich alle ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind".

+++ 27.04.2020, 12:26 Uhr: Halstenberg gibt krankem Vater "Zu-Hause-Befehl" +++

Fußball-Nationalspieler Marcel Halstenberg durchlebt in der Coronavirus-Pandemie wegen seines Vaters eine besonders schwere Zeit. Dieser ist an Knochenkrebs erkrankt und gehört zur Risikogruppe.

"Mein Vater hat von mir den "Befehl" bekommen, zu Hause zu bleiben. Er achtet auch sehr darauf, nicht unnötig rauszugehen, wenn es nicht sein muss", sagte der Verteidiger von RB Leipzig der "Freien Presse".

"Derzeit ist das natürlich nicht einfach, weil man sich automatisch Gedanken macht, ob man sich dann ansteckt. Das Coronavirus macht es für ihn noch schwerer, als die Krebserkrankung an sich schon ist."

+++ 27.04.2020, 11:43 Uhr: Watzke warnt vor 50+1-Ende +++

BVB-Chef Hans-Joachim Watzke sieht große Gefahren nicht nur auf Borussia Dortmund sondern auf den gesamten Profifußball in Deutschland zugekommen, sollte die Saison angesichts der Coronakrise abgebrochen werden müssen.

In diesem Fall "wird das zur großen Stunde der 50+1-Kritiker, die dann alles versuchen werden, um den deutschen Fußball auch nach angelsächsischem Vorbild zu organisieren. Diese Entwicklung kann man schon riechen", sagte der 60 Jahre alte Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund im "FAZ"-Interview.

Ihn riefen seit Jahren Leute an, "die viele Hundert Millionen Euro zahlen wollen, wenn wir denn nur die 50+1-Regel abschaffen - damit sie dann die Mehrheit übernehmen können". Für die Borussia sei "das komplett ausgeschlossen. Aber je mehr Vereine unter existenziellen Druck kommen, desto eher wird das passieren", so Watzke. Mehr dazu hier.

+++ 27.04.2020, 11:36 Uhr: Halle will Geisterspiele verbieten +++

Bernd Wiegand, Oberbürgermeister von Halle/Saale, will dem ortsansässigen Drittligisten Hallescher FC keine Erlaubnis für mögliche Geisterspiele erteilen.

Auch Spiele ohne Zuschauer seien nach aktuellem Stand "mit den gegebenen Regeln zu Abstand und Sicherheit nicht zu verantworten", sagte der parteilose Politiker der "Mitteldeutschen Zeitung".

"Eine Sonderstellung des Fußballs" bezüglich der Lockerungsmaßnahmen werde es nicht geben, ergänzte Wiegand, der sich am Wochenende mit seinem Stab im Halle-Stadion ein Bild von den Bedingungen gemacht hatte.

+++ 27.04.2020, 09:34 Uhr: Laschet rechnet mit Bundesliga-Restart +++

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet rechnet mit einer Zustimmung der zuständigen Behörde für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga.

m Bundesarbeitsministerium werde das Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) für einen Spielbetrieb ohne Zuschauer bewertet, sagte der CDU-Politiker in der "ARD"-Sendung "Anne Will". "Die werden uns einen Vorschlag machen. Ich gehe davon aus, was ich so bisher höre, dass die Kriterien erfüllt sind", fügte Laschet hinzu.

Er habe eine Wiederaufnahme der Bundesliga gemeinsam mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vorgeschlagen, "weil uns das Konzept überzeugt hat". Laschet und Söder hatten in der Vorwoche von einem möglichen Spielbeginn am 9. Mai gesprochen. Mehr dazu hier.

+++ 27.04.2020, 09:09: FIFA plant mehr Auswechslungen +++

Der Fußball-Weltverband FIFA soll einem englischen Medienbericht zufolge während der Corona-Krise eine vorübergehende Erhöhung der Zahl der Auswechslungen pro Team auf fünf vorgeschlagen haben.

Das berichtete die Zeitung "The Sun" ohne Nennung von Quellen. Demnach habe die FIFA die Regelhüter des International Football Association Board (Ifab) gebeten, darüber als dringliche Angelegenheit zu entscheiden.

Gemäß des Vorschlags soll ein Team bis zum Ende der derzeit noch unterbrochenen Saison die Möglichkeit haben, in der regulären Spielzeit fünf statt bislang drei Spieler auszuwechseln. Dafür soll es insgesamt drei Fenster für Auswechslungen pro Mannschaft geben. Dies geschehe mit Blick auf die Auswirkungen für die Spieler aufgrund des zu erwartenden engen Zeitplans, sollte der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden. Sowohl die FIFA als auch das Ifab waren für eine Reaktion auf den Bericht angefragt.

Die FIFA hatte zuletzt Arbeitsgruppen eingerichtet, um mit den Konsequenzen der Coronavirus-Pandemie umzugehen. Dabei habe die Gesundheit "erste Priorität", hieß es.

+++ 27.04.2020, 08:56 Uhr: Grünen-Chefin kritisiert Bundesliga-Plan +++

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat die Pläne zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga scharf kritisiert.

Sie sei "größter Fußball-Fan", sagte die Parteivorsitzende der Grünen in der "ARD"-Sendung "Anne Will", betonte aber: "Wir verspielen damit in unserer Gesellschaft wirklich einen sozialen Zusammenhalt, weil das zutiefst ungerecht ist für diejenigen Bereiche, in denen ein Kind noch nicht einmal auf eine einsame Schaukel darf."

Die Deutsche Fußball Liga hofft im Mai auf eine Wiederaufnahme der wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochenen Spielzeit und hat dafür ein medizinisches Konzept vorgelegt. Mehr dazu hier.

+++ 27.04.2020, 08:24 Uhr: Zieht Werder Bremen um? +++

Werder Bremen denkt über einen Umzug bei einer möglichen Fortsetzung der Bundesliga nach.

"Wenn es so sein sollte, dass wir nicht in Bremen spielen können, müsste man nach Alternativspielorten Ausschau halten", sagte Werder-Boss Klaus Filbry bei "Radio Bremen": "Davon gehen wir aber nicht aus."

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hat sich bisher gegen Geisterspiele im Weser-Stadion ausgesprochen.

Der Bremer Innensenator hatte bereits das ursprünglich für den 16. März geplante Heimspiel ohne Zuschauer gegen Bayer Leverkusen abgesagt. Zu den Streitpunkten zwischen dem Erstligisten und Mäurer gehört zudem die Beteiligung an den Polizeikosten bei Risikospielen.

+++ 27.04.2020, 07:25 Uhr: Experte warnt vor Restart +++

Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga mit Geisterspielen wäre für Sportphilosoph Gunter Gebauer "ein falsches Signal". Zugleich übte er Kritik an den Fußball-Verantwortlichen.

"Der Fußball sieht sich ja sonst gerne als Vorbild. Dieser Rolle wird er aber gerade nicht gerecht und bestätigt damit all diejenigen, die ihm ohnehin skeptisch gegenüber stehen", sagte Gebauer im Interview der "Augsburger Allgemeinen".

Geisterspiele taugen laut Gebauer auch kaum als Stimmungsaufheller für die Gesellschaft. "Ich bin da sehr skeptisch, dass da echter Spaß aufkommt, wenn 22 Profis in einem menschenleeren Stadion, das 40.000 oder 50.000 Zuschauer fasst, dem Ball hinterherjagen. Das hat was von Gefängnisspielen." Mehr dazu hier.

+++ 27.04.2020, 07:03 Uhr: Keine Vorteile durch TV-Vorauszahlung +++

Vorauszahlungen an die Fußball-Bundesliga für den laufenden TV-Vertrag werden kein Vorteil bei der bevorstehenden Vergabe der neuen Medien-Rechte sein.

"Auch die kommende Medien-Ausschreibung der DFL findet in Abstimmung und unter Aufsicht des Bundeskartellamtes statt", sagte ein DFL-Sprecher der "Deutschen Presse-Agentur". "Das Verfahren ist transparent und diskriminierungsfrei. Individuelle Vor- oder Nebenabsprachen mit einzelnen Bietern sind dabei nicht zugelassen." Mehr dazu hier.

+++ 26.04.2020, 22:26 Uhr: KNVB hofft auf Staatshilfe +++

Nach dem vorzeitigen Saisonabbruch in der Eredivisie und der zweiten Liga hofft der niederländische Fußballverband (KNVB) auf staatliche Finanzhilfen.

"Wir schlagen Alarm wegen der Konsequenzen für unsere Branche", schreibt KNVB-Sportdirektor Eric Gudde in einem Brief, der dem Fernsehsender "NOS" vorliegt: "Wir bitten Sie, mit uns gemeinsam nach kreativen, realen und verfügbaren Lösungen für den Profifußball zu suchen."

Den Schaden für das vorzeitige Saisonende aufgrund der Coronakrise beziffert Gudde auf mindestens 300 Millionen Euro, dieser Betrag könne bis auf 400 Millionen steigen. "Um all dies zu bewältigen, ist Hilfe und Zusammenarbeit mit der Regierung erforderlich, um das Überleben des Sektors zu sichern", so Gudde.

Die drohenden finanziellen Probleme sollen allerdings nicht einzig durch den Staat aufgefangen werden. Laut Gudde haben die Spitzenklubs "die schwere moralische Verpflichtung", 25 Prozent ihrer Startgelder aus den europäischen Wettbewerben mit finanzschwachen Ligakonkurrenten zu teilen.

+++ 26.04.2020, 22:15 Uhr: Maradona-Trikot bringt 55.000 Euro für Corona-Hilfe +++

Bei einer Charity-Auktion zugunsten von Leidtragenden der Corona-Pandemie hat ein Trikot von Argentiniens Fußball-Ikone Diego Maradona 55.000 Euro erbracht.

Gespendet wurde das Shirt von Ex-Fußballer Ciro Ferrara, der in den 1980er und 1990er Jahren mit Maradona beim SSC Neapel spielte.

Der frühere italienische Nationalspieler hat mit den ebenfalls in Neapel geborenen Fabio und Paolo Cannavaro eine Stiftung begründet, die Fondazione Cannavaro Ferrara.

"Wir haben ein weiteres Spiel gewonnen, Ciro Ferrara", schrieb Maradona auf Facebook. "Möglicherweise das Wichtigste. Wir haben es zusammen gewonnen, wie wir es immer getan haben..."

Laut Ferrara wurden bei der Auktion insgesamt 85.000 Euro eingenommen. Außer dem Maradona-Shirt wurden Erinnerungsstücke von 26 weiteren Fußballern versteigert.

+++ 26.04.2020, 22:01 Uhr: Trainingsstart für Serie-A-Klubs ab 18. Mai möglich +++

Nach der Ankündigung zur Lockerung diverser Corona-Beschränkungen durch die italienische Regierung können die Klubs der Serie A am 18. Mai wieder das Training aufnehmen.

Premierminister Giuseppe Conte hatte verkündet, dass im professionellen Mannschaftssport von diesem Datum an das Training wieder erlaubt sei. Die Serie A pausiert seit dem 9. März.

Zwölf Spieltage stehen in Italiens höchster Spielklasse noch aus. Möglicherweise wäre ein Neustart der Liga im Juni somit möglich. Im Individualsport könnten Athleten bereits vom 4. Mai an wieder mit dem Training beginnen.

Italien ist besonders hart von der Pandemie betroffen. Seit Februar wurden mehr als 26.600 Corona-Tote registriert. Insgesamt zählte der Zivilschutz fast 200.000 Menschen, die sich offiziell mit dem Sars-CoV-2-Erreger infiziert hatten.

+++ 26.04.2020, 19:41 Uhr: Belgische Liga vertagt Entscheidung über Saison-Abbruch +++

Die belgische Fußball-Liga hat ihre endgültige Entscheidung über einen vorzeitigen Saison-Abbruch wegen der Corona-Krise ein weiteres Mal vertagt.

Nachdem die Regierung am Freitag nun doch keine klaren Vorgaben gemacht habe, solle bei der Vollversammlung am Montag noch nicht entschieden werden, berichtete die Nachrichtenagentur "Belga" unter Berufung auf einen Sprecher der Pro League.

Der Verband will dem Bericht zufolge eine Entscheidung des Nationalen Sicherheitsrats mit Blick auf sportliche Wettkämpfe abwarten.

Der Verwaltungsrat werde der Vollversammlung deshalb vorschlagen, auf einer späteren Sitzung über einen möglichen Abbruch der Meisterschaft zu entscheiden, wahrscheinlich am 4. Mai, sagte der Pro-League-Sprecher.

+++ 26.04.2020, 18:59 Uhr: Spaniens Gesundheitsminister: Kein Fußball vor dem Sommer +++

Spaniens Gesundheitsminister hat einen raschen Neustart der Primera División ausgeschlossen. "Es wäre rücksichtslos, jetzt zu sagen, dass der Profi-Fußball vor dem Sommer zurück sein wird", sagte Salvador Illa.

Wegen der Coronavirus-Krise ruht der Fußball in Spanien seit dem 12. März. Das Land ist mit mehr als 22.000 Toten besonders hart von der Pandemie betroffen.

"Wir werden weiterhin die Entwicklung (des Virus) überwachen und die Richtlinien, die wir präsentieren werden, werden zeigen, wie verschiedene Aktivitäten zu einer neuen Normalität zurückkehren können", so Illa.

Bislang ist der Profifußball mindestens bis Ende Mai ausgesetzt.

+++ 26.04.2020, 16:23 Uhr: Hearts-Eigentümerin zweifelt an Saisonfortsetzung 2020 +++

Ann Budge, Eigentümerin des schottischen Erstligisten Heart of Midlothian, bezweifelt stark, dass der Ligabetrieb in absehbarer Zeit fortgesetzt wird. "Ich denke, dass niemand ernsthaft glaubt, dass wir in diesem Jahr - insbesondere vor Fans - Fußball spielen werden", sagte sie der Zeitung "Scotland on Sunday".

Ähnlich hatte sich zuletzt auch der deutsche Hearts-Teammanager Daniel Stendel geäußert. "Aus meiner Sicht ist es in Schottland schwierig, die Saison unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu beenden. Die TV-Einnahmen sind im Gegensatz zu der deutschen 1. und 2. Liga so minimal, dass diese den Fußball in Schottland nicht retten würden", hatte er bei "t-online.de" gesagt.

Aufgrund der Coronakrise hatte der schottische Fußballverband am 9. April entschieden, die Saisonpause in allen nationalen Ligen bis zum 10. Juni auszudehnen. Verschiedene Teams, darunter der Meister Celtic, verzichten derzeit auf Teile ihres Gehalts.

+++ 26.04.2020, 15:02 Uhr: Polizeigewerkschaft warnt vor Fanauflauf bei Geisterspielen +++

Die Gewerkschaft der Polizei hat wegen der geplanten Durchführung von Geisterspielen in der Bundesliga Bedenken.

"Die Stadien werden zu einem potenziellen Ziel von Fans, die ihr Team unterstützen wollen. Das wäre verheerend", sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Jörg Radek der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Es dürfe wegen der Corona-Pandemie "nicht zu großen Menschenansammlungen vor den Stadiontoren kommen. Das ist nicht nur verboten, es wäre unverantwortlich."

Die Deutsche Fußball Liga hatte am Donnerstag ihr Konzept für eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga und 2. Bundesliga vorgestellt. Dieses sieht Geisterspiele vor - schon am 9. Mai könnte es für die DFL weitergehen.

+++ 26.04.2020, 14:53 Uhr: ARD mit "Lücken im Programm" +++

Die durch die Corona-Krise erzwungene Verschiebung der Olympischen Spiele und der Fußball-Europameisterschaft stellt viele TV-Sender vor eine große Herausforderung.

Man müsse nun Lösungen finden, die freien Sendeplätze mit anderen Inhalten zu füllen, bestätigte "ARD"-Programmdirektor Volker Herres im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Allein durch die Absage dieser beiden Sportevents entfallen etwa 220 Stunden Programm", sagte Herres.

Bei den Olympischen Spielen, die ursprünglich vom 24. Juli bis zum 9. August in Tokio hätten stattfinden sollen, sei dies weniger dramatisch, da die Übertragungen wegen des Zeitunterschieds zu Japan größtenteils im Nacht- und im Tagesprogramm stattgefunden hätten. "Bei der EM muss vieles durch Wiederholungen kompensiert werden", führte Herres aus.

+++ 26.04.2020, 14:40 Uhr: F95-Boss schließt Fanansammlungen aus +++

Thomas Röttgermann sieht keine Gefahr, dass es bei möglichen Geisterspielen in der Fußball-Bundesliga zu Fanansammlungen vor dem Stadion kommt. "Ich bin fest davon überzeugt, dass es das nicht geben wird, weil die gesundheitlichen Folgen einfach jedem klar sind", sagte der Vorstandsvorsitzende im offiziellen Podcast des Fußball-Bundesligisten Fortuna Düsseldorf.

Dass es dazu beim ersten Geisterspiel der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln dazu gekommen ist, habe an der zu dem Zeitpunkt mangelnden Sensibilität gelegen. "Man hat das auf die leichte Schulter genommen. Und wer das jetzt noch tut, dem ist nicht zu helfen", sagte Röttgermann.

Der 59-Jährige glaubt, dass die Saison ohne Zuschauer zu Ende gespielt werden kann, wenn die Liga am 9. Mai den Spielbetrieb wieder aufnimmt. "Wenn wir später beginnen, wird es schon schwierig, weil wir dann reihenweise englische Wochen haben, was die Testsituationen und die Organisation der Spiele nicht einfacher macht. Dann wird es eng, die Saison zu Ende zu spielen". Zudem müsse dann geregelt werden, dass alle Verträge, die am 30. Juni enden, weiterhin gültig seien. "Sonst kann man nicht weiterspielen", sagte der Fortuna-Chef.

+++ 26.04.2020, 14:30 Uhr: Keller warnt vor verfrühtem Neustart +++

Trainer Jens Keller von Zweitligist 1. FC Nürnberg warnt angesichts der aktuellen Diskussion über einen baldigen Neustart im deutschen Profifußball vor der gesundheitlichen Belastung für die Akteure. "Wir reden jetzt, wir sollen irgendwann Mitte Mai anfangen, haben aber kein Mannschaftstraining. (...) Die Mannschaft ist jetzt knapp sieben Wochen draußen, dann da eine Woche später ein Bundesligaspiel zu bestreiten wäre verantwortungslos", sagte Keller im Vereins-TV.

Die Belastung für die Profis werde wegen der zu erwartenden englischen Wochen deutlich höher, meinte Keller, "das Verletzungsrisiko wird hoch". Er forderte einen verantwortungsvollen Umgang mit der Situationen - "gegenüber der Gesellschaft, den Vereinen, aber auch gegenüber den Spielern. Man darf bei allem nicht die Spieler vergessen!"

Als Vorlauf für den Neustart seien "circa drei Wochen Mannschaftstraining" erforderlich, "um auf dieses Niveau zu kommen, um englische Wochen zu spielen - wenn wir da überhaupt hinkommen", ergänzte der 49-Jährige.

+++ 26.04.2020, 13:33 Uhr: Tadschikistan unterbricht Saison +++

Drei Wochen nach dem aufsehenerregenden Saisonstart ist auch der Fußball in Tadschikistan in der Corona-Realität angekommen. Die Spielzeit in einem der repressivsten Staaten der Welt wird nach den letzten Partien des 4. Spieltags am Sonntag bis mindestens 10. Mai unterbrochen. Das teilte der nationale Verband mit.

Die Liga reagiert mit der Aussetzung des Spielbetriebs auf eine Anweisung der Regierung, die Sportveranstaltungen bis auf Weiteres untersagt hatte. Im autoritär geführten Tadschikistan gibt es allerdings offiziell weiterhin keinen einzigen Coronafall.

Fußball gespielt wird aktuell weltweit nur noch in sehr wenigen Ländern. Der Ball rollt etwa in Weißrussland, Turkmenistan, Nicaragua und Taiwan.

+++ 26.04.2020, 12:15 Uhr: Koch verteidigt BFV-Entscheidung +++

DFB-Vize-Präsident Rainer Koch hat die Entscheidung des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), die Saison am 1. September fortsetzen zu wollen, nochmals verteidigt. "Für mich steht im Amateurfußball der Sport an erster Stelle und das Geld an zweiter Stelle", schrieb der BFV-Chef bei Facebook und reagierte damit auf Kritik von Matthias Klemens, Geschäftsführer der SV Donaustauf Fußball GmbH & Co. KG, in der "ARD"-Sportschau.

Koch erläuterte: "Bayernliga und Vollzeitfußballer passen für mich nicht zusammen, weil der Amateurfußballspielbetrieb mit normalem, in der Regel ehrenamtlich geführtem Vereinsbetrieb zu finanzieren und organisierbar sein muss und schon viel zu viele Vereine finanziell am Ende waren, sobald ein Sponsor oder Einzelfinanzier sich aus dem Verein zurückgezogen hat."

Er verstehe und könne gut nachvollziehen, "dass Herr Klemens gegen den Beschluss des BFV-Vorstands ist, weil er seine persönliche Haltung sehr stark an den wirtschaftlichen Interessen der von ihm geführten SV Donaustauf Fußball GmbH & Co. KG festmacht", meinte Koch. Der 61 Jahre alte Richter stellte allerdings fest: "Der BFV hat über 4000 Vereine. Kapitalgesellschaften sind keine Mitglieder des BFV. Der BFV vertritt die mehrheitlichen Interessen seiner Mitglieder, das heißt seiner Amateurfußball-Vereine."

+++ 26.04.2020, 11:31 Uhr: Herrlich über möglichen Bundesliga-Neustart +++

Augsburgs Trainer Heiko Herrlich hat die Bedeutung einer Fortsetzung des Bundesliga-Spielbetriebs betont. Es sei ein "positives Zeichen für viele Menschen", wenn der Ball wieder rolle, sagte der 48 Jahre alte Fußball-Lehrer der "Bild am Sonntag".

"Auch wenn es erst mal nur Spiele ohne Zuschauer sein können, werden die Leute sich über diese Abwechslung freuen." Ein Neustart in der Corona-Krise sei auch aus wirtschaftlicher Sicht wichtig. Es gehe nicht darum, "den Profis ihre Gehälter wieder voll auszahlen zu können. Alle haben Abstriche gemacht. Es geht jetzt wirklich um das Überleben einer ganzen Branche. Da hängen rund 60.000 Jobs dran, 60.000 Existenzen."

Herrlich sieht eine Wiederaufnahme mit Fußball-Spielen ohne Fans als alternativlos an. "Wir können nicht warten, bis wir wieder mit Zuschauern spielen dürfen. Ohne TV-Gelder kommen einige Vereine ins Straucheln. Das ist die Realität", sagte er weiter.

+++ 26.04.2020, 10:48 Uhr: FCM-Manager fordert erneut Abbruch der 3. Liga +++

Manager Mario Kallnik vom 1. FC Magdeburg hat seine Forderung nach einem Abbruch der Saison in der 3. Fußball-Liga erneuert. Der 45-Jährige argumentiert nicht nur mit wirtschaftlichen Gründen.

"Ganz zu schweigen von der großen Gefahr, dass sich Mitarbeiter bei der Fortsetzung des Spielbetriebs infizieren können. Wir haben als Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht für unsere Arbeitnehmer", sagte Kallnik der "Magdeburger Volksstimme".

Am 27. April schalten sich die 20 Drittligisten per Videokonferenz mit dem DFB zusammen, um über den weiteren Saisonverlauf zu beraten. Der FCM gehört zu den acht Klubs, die sich bisher öffentlich für einen Abbruch ausgesprochen haben.

Unterdessen soll es bereits am Freitag eine Abstimmung unter den Drittligisten gegeben haben, bis zu welchem Zeitpunkt die Saison beendet werden sollte. Nach Informationen der "Ostthüringer Zeitung" sprachen sich mehr als zwei Drittel der Vereine für den 30. Juni als letzten Termin aus. Andere Klubs sahen den 31. Juli ebenfalls als Option.

+++ 26.04.2020, 09:53 Uhr: Merkel: Sonderstatus für Fußball denkbar +++

Der Profifußball darf nach Ansicht des Rechtsphilosophen Reinhard Merkel bei einer Suche nach einem Weg aus der Coronakrise durchaus bevorzugt behandelt werden. "Wenn man das Risiko deutlich reduzieren und ein Modell der intelligenten Exit-Strategie etablieren sowie ausprobieren kann, ist das durchaus ein Grund, diese Gruppe anders zu behandeln", sagte das Mitglied des Deutschen Ethikrates dem "Deutschlandfunk".

Merkel forderte von der gesamten Gesellschaft "kreative Wege" aus dem einschneidenden Lockdown. Das von der Deutschen Fußball Liga (DFL) erarbeitete Strategiepapier für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs bezeichnete er diesbezüglich als "interessantes Modell".

DFL-Boss Christian Seifert hatte am Donnerstag angekündigt, für einen Neustart mit Geisterspielen ab dem 9. Mai bereit zu sein. Dass dann bereits wieder der Ball rollen wird, ist aber eher unwahrscheinlich. Die Politik wird vermutlich erst am 6. Mai - wenn überhaupt - weitere Lockerungen verkünden.

+++ 26.04.2020, 07:34 Uhr: Scholz hofft auf baldigen Neustart +++

Finanzminister Olaf Scholz hofft auf einen Neustart des Profi-Fußballs, vor allem der 2. Bundesliga. "Ich würde mich freuen, wenn es in der zweiten Mai-Hälfte wieder losgehen könnte, soweit es verantwortbar ist für Sportler und Trainer", sagte der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag".

Der ehemalige Hamburger Bürgermeister hat dabei ein besonderes Anliegen: "Corona sollte den Aufstieg des HSV nicht in letzter Minute verhindern." Derzeit liegt der Hamburger SV allerdings nur auf Platz drei der Tabelle.

+++ 25.04.2020, 21:13 Uhr: Arsenal kehrt aufs Trainingsgelände zurück +++

Die Fußballprofis des FC Arsenal um die deutschen Rio-Weltmeister Mesut Özil und Shkodran Mustafi dürfen in der kommenden Woche auf das Trainingsgelände des Klubs zurückkehren - unter Berücksichtigung der Richtlinien der britischen Regierung.

"Die Zugangszahl wird beschränkt sein", teilte ein Sprecher des Vereins aus der englischen Premier League mit. Arsenal werde sorgfältig agieren und zu jeder Zeit das Social Distancing beibehalten. Neben Özil und Mustafi betrifft dies auch Torhüter Bernd Leno.

Die Gebäude am Gelände der Gunners bleiben geschlossen. "Die Spieler kommen alleine, arbeiten individuell und kehren nach Hause zurück", so der Sprecher weiter. Es soll das Rotationsprinzip gelten.  

+++ 25.04.2020, 20:46 Uhr: Polizeigewerkschaft warnt vor Fanauflauf  +++

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat wegen der geplanten Durchführung von Geisterspielen in der Fußball-Bundesliga Bedenken.

"Die Stadien werden zu einem potenziellen Ziel von Fans, die ihr Team unterstützen wollen. Das wäre verheerend", sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Jörg Radek der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Es dürfe wegen der Corona-Pandemie "nicht zu großen Menschenansammlungen vor den Stadiontoren kommen. Das ist nicht nur verboten, es wäre unverantwortlich." Mehr dazu hier.

+++ 25.04.2020, 20:13 Uhr: Wehrle sieht Fußball als "wichtigen sozialen Faktor" +++

Die Bundesliga-Funktionäre Simon Rolfes und Alexander Wehrle haben die gesellschaftliche Bedeutung eines möglichen Neustarts in der Fußball-Bundesliga betont.

"Fußball kann auch ein bisschen dazu beitragen, für Zerstreuung zu Hause zu sorgen", sagte Bayer Leverkusens Sportdirektor Rolfes in der "ARD-Sportschau".

Wehrle sprach von "ein bisschen Normalität in dieser für uns alle unfassbaren Krise". Die mögliche Ablenkung sei ein "ganz wichtiger sozialer Faktor, den wir da berücksichtigen müssen", sagte der Geschäftsführer des 1. FC Köln.

+++ 25.04.2020, 17:19 Uhr: Vater von Waldhof-Profi stirbt an Corona +++

Der Vater eines Profis vom Fußball-Drittligisten Waldhof Mannheim ist schon vor Wochen an einer Coronavirus-Erkrankung verstorben.

Das berichtet die Zeitung "Rheinpfalz", die aus einer Mail des Waldhof-Geschäftsführers Markus Kompp an die anderen Vereine zitiert. Die Echtheit des Dokuments wird von Kompp bestätigt.

Der Tod des Spielervaters sei "der entscheidende Grund, warum wir beim SV Waldhof Mannheim bereits seit Beginn an, bereits vor der Entscheidung, die Saison vorerst auszusetzen, für einen sofortigen Saisonabbruch argumentieren und die sofortige Prüfung des Saisonabbruchs verlangt haben", schrieb Kompp demnach. 

Die Mannheimer sind in der 3. Liga einer von acht Fürsprechern eines Saisonabbruchs. Andere Vereine möchten die Saison fortsetzen, der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will einen außerordentlichen Bundestag entscheiden lassen.

+++ 25.04.2020, 17:16 Uhr: Minister Heil gegen Maskenpflicht in der Bundesliga +++

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich gegen den Vorschlag einer Maskenpflicht im Fußball ausgesprochen.

"Ich halte Spiele mit Masken nicht für vorstellbar. In gemeinsamen Gesprächen mit der Deutschen Fußball Liga wird derzeit konstruktiv an anderen praktikablen Lösungen gearbeitet", sagte Heil der "Bild am Sonntag". Sein Ministerium hatte zuletzt in einem internen Papier das Tragen von Masken während der Bundesligaspiele vorgeschlagen. 

Er verstehe den Wunsch vieler nach dem "Wiederanpfiff", sagte der Politiker, aber auch für Profifußballer und Vereinsmitarbeiter gelte als Arbeitnehmer der Arbeitsschutz. Die Vorschläge der DFL "bedürfen daher einer genauen Prüfung", so Heil. Sein Ministerium sei allein für die Bewertung des Arbeitsschutzes zuständig, ob und wann der Spielbetrieb der Bundesliga wieder starte, werde an anderer Stelle entschieden.

+++ 25.04.2020, 17:13 Uhr: Schmadtke plädiert für Umdenken +++

Jörg Schmadtke, Sportchef des VfL Wolfsburg, plädiert für grundlegende Änderungen im Profi-Fußball nach der Corona-Krise.

"Wir werden uns über diese Branche noch einmal vom Grundsatz her Gedanken machen müssen. Ob alle Entwicklungen der letzten Jahre [...], ob die alle noch so sinnvoll sind", sagte der 56-Jährige in der aktuellen Folge des Podcasts "Der Sechzehner".

Schmadtke präzisierte in dem Gespräch mit dem Technischen Direktor des FC St. Pauli, Ewald Lienen, und dem TV-Journalisten Michael Born: "Wir müssen uns unterhalten über Ablösesummen. Wir müssen uns unterhalten über Beraterzahlungen. Wir müssen uns unterhalten über Gehälter." Mehr dazu hier.

+++ 25.04.2020, 16:34 Uhr: Spaniens Liga-Chef droht mit Sanktionen +++

Der spanische Liga-Chef Javier Tebas hat die Fußballklubs gewarnt, dass sie trotz der Corona-Pandemie wieder spielen müssen, sobald die Behörden dies erlauben. Im Fall einer Weigerung würden Sanktionen folgen.

"Gegen einen solchen Verein würde der spanische Fußballverband RFER ein Disziplinarverfahren einleiten, ihm drei Punkte wegen Nichterscheinens streichen, und am Schluss würde er nach Hause gehen können", zitierte die Zeitung "Sport" Tebas.

Die Spielzeit wegen Corona komplett abzusagen, lehnt Tebas weiter ab. La Liga werde eine Milliarde Euro verlieren, wenn die Saison endgültig abgebrochen wird. Wenn ohne Zuschauer gespielt wird, würden immer noch 350 Millionen Euro verloren gehen. Mehr dazu hier.

+++ 25.04.2020, 15:56 Uhr: Polen will Spielbetrieb Ende Mai wieder aufnehmen +++

Polens Ekstraklasa soll die Fußball-Saison am 29. Mai fortsetzen. Das kündigte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki in Warschau an.

Zunächst sollen die Partien der Top-Liga demnach als Geisterspiele ohne Zuschauer ausgetragen werden. "Wir können uns dann am Sport vor dem Fernseher freuen."

In einer weiteren Phase sei auch die Öffnung der Stadien vorgesehen. Bevor die Vereine der Spitzenliga das Training wieder aufnehmen, müssen die Spieler sich in eine zweiwöchige Quarantäne begeben, sagte Sportministerin Danuta Dmowska-Andrzejuk.

+++ 25.04.2020, 15:51 Uhr: Söder glaubt nicht an schnelle Entscheidung +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erwartet bei der nächsten Telefonschalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und seinen 15 Amtskollegen am 30. April keine größeren Entscheidungen.

"Ich finde es gut, sich so oft wie möglich auszutauschen", sagte der CSU-Politiker im "Focus"-Interview: "Aber ich würde diesmal nicht allzu viel erwarten. Es wäre sinnvoll, wenn wir nächsten Donnerstag ein Update machen, aber keine zusätzlichen überstürzten Aktionen einleiten."

Sollte dies eintreten, müsste sich die Fußball-Bundesliga wohl weiter in Geduld üben. Mehr dazu hier.

+++ 25.04.2020, 14:02 Uhr: DFB fordert staatliche Hilfen für Vereine +++

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beklagt fehlende Chancen auf staatliche Hilfen für in Not geratene Vereine. "Sämtliche aktuellen Programme des Bundes sind nicht für gemeinnützige Vereine gedacht. Dies ist auch unabhängig davon, ob und inwieweit ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb besteht", sagte Schatzmeister Stephan Osnabrügge bei "dfb.de". 

Die Erfahrungen mit den staatlichen Hilfsprogrammen seien aus DFB-Sicht ernüchternd: "Damit kann niemand zufrieden sein, gerade was die Vereine an der Amateurbasis angeht."

Der DFB habe "sehr intensiv alle bestehenden Krisen-Programme ausgewertet und darüber hinaus Kontakt mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gehabt", sagte Osnabrügge, der von erheblichen Problemen an der Basis berichtete: "Die Antworten hierauf sind recht eindeutig: Die krisenbedingten Programme des Bundes richten sich grundsätzlich an Wirtschaftsunternehmen."

Hilfsprogramme auf Landesebene könnten hilfreich sein, "in Einzelfällen sind sie allerdings davon abhängig, dass der Verein einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb hat". Das Gesamtbild zeige jedoch, dass "weder Bund noch alle Länder erkannt haben, dass es hier wichtige gesellschaftliche Gruppen gibt, die unmittelbar krisengeschädigt sind und die dringend finanzielle Unterstützung benötigen. Ich hoffe sehr, dass sich dies zeitnah ändert."

+++ 25.04.2020, 13:30 Uhr: Göttlich hält alles für möglich +++

St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich schließt in der Corona-Krise selbst ungewöhnliche Maßnahmen zur Rettung des Fußballs nicht aus.

"Wir werden Dinge erleben, von denen wir vorher nicht geglaubt haben, dass sie möglich sind. Vielleicht spielen Fußballer mit Masken, auch wenn das eigentlich absurd ist. Aber: kann doch sein", sagte der Chef des Hamburger Fußball-Zweitligisten im Podcast "Die NDR 2 Bundesligashow".

Keiner wisse derzeit, "wie es irgendwie irgendwann konkret weitergehen kann", meinte Göttlich und wies auf die ernste Situation der Profiklubs hin: "Wir befinden uns in einer Nussschale bei Gewitter auf hoher See."

Der FC St. Pauli sei "wirtschaftlich so aufgestellt, dass wir das Tafelsilber bei uns und damit Möglichkeiten haben", sagte der Klub-Präsident. "Selbst wenn in diesem Jahr überhaupt keine Partien mehr mit Zuschauern stattfänden, hätte der Verein Reserven."

+++ 25.04.2020, 12:33 Uhr: In England steht Termin zum Liga-Neustart +++

Die englische Premier League erwägt offenbar eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ab dem 8. Juni in ausgewählten Stadien. Über einen entsprechenden Plan berichtet die britische Tageszeitung "The Times".

Demnach befinden sich Vertreter aus dem Sport in Gesprächen mit der Regierung über mögliche Szenarien. Die Chefs der englischen Fußball-Liga sollen den Plan "Projekt Neustart" bereits bei einer Aktionärsversammlung in der vergangenen Woche präsentiert haben.

Das Konzept zur Rückkehr zum Spielbetrieb sieht laut "Times" die Durchführung der 92 ausstehenden Partien in "genehmigten Stadien" vor. Die Spiele sollen bei entsprechender Erlaubnis durch die Regierung hinter verschlossenen Türen ausgetragen werden, maximal 400 Personen erhalten dabei Zutritt zum Stadion. Der 22. August sei dazu als Startdatum für die Saison 2020/21 vorgeschlagen worden.

+++ 25.04.2020, 12:25 Uhr: Eindeutige Umfrageergebnisse +++

Die Bundesligafans sind sich nahezu einig: Ein Großteil spricht sich im Falle eines positiven Coronavirus-Tests eines Bundesligaprofis für eine zweiwöchige Quarantäne der kompletten Mannschaft aus. Laut einer Umfrage von "infratest dimap" im Auftrag der "ARD Sportschau" befürworten dies ganze 90 Prozent der Befragten. Drei Prozent waren dagegen, vier Prozent der Befragten gaben an, sich nicht für Fußball zu interessieren. Drei Prozent antworteten mit "Weiß nicht" bzw. machten keine Angabe.

Laut dem Konzept der Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb der Deutschen Fußball Liga (DFL) soll bei einem positiven Corona-Fall im Teamumfeld keine automatische Meldung an die Presse erfolgen, nur der Betroffene soll sofort isoliert und dessen Kontaktpersonen getestet werden, allerdings wird nicht automatisch die gesamte Mannschaft unter Quarantäne gestellt. Über mögliche Gruppenquarantänen entscheiden die jeweiligen Gesundheitsämter.

+++ 25.04.2020, 11:48 Uhr: Erster Corona-Fall in der Ligue 1 +++

Die erste französische Fußball-Liga hat den ersten positiven Coronavirus-Fall zu beklagen. Nach Informationen der französischen Nachrichtenagentur "AFP" soll es sich um Junior Sambia vom Ex-Meister HSC Montpellier handeln.

Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler war am Dienstag nach Atemproblemen in ein Krankenhaus eingeliefert und zunächst negativ auf COVID-19 getestet worden - ein zweiter Test am Freitag war dann positiv. Daraufhin wurde der Franzose auf der Intensivstation in ein künstliches Koma versetzt.

"Sein Zustand ist stabil. Er hat sich weder verschlechtert noch verbessert", sagte Sambias Berater Frederic Guerra der Zeitung "Le Parisien": "Es ist wirklich hart. Wahrscheinlich hat er sich beim Einkaufen infiziert." Sambias Verein hatte am Donnerstag auf seiner Homepage lediglich mitgeteilt, dass ein namentlich nicht genannter Spieler "nach Verdauungs- und Atembeschwerden" in ein Krankenhaus eingeliefert worden sei.

+++ 25.04.2020, 11:06 Uhr: Kohr über mögliches Ende des Liga-Shutdowns +++

Mittelfeldspieler Dominik Kohr von Eintracht Frankfurt hat sich gegen eine Wiederaufnahme der Saison in der Fußball-Bundesliga ohne ausreichendes Mannschaftstraining ausgesprochen. "Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, von heute auf morgen auf einmal wieder Fußball zu spielen", sagte Kohr: "Ich denke, wir müssen erst wieder gemeinsam mit den Jungs das Elf gegen Elf trainieren, bevor wir wieder Pflichtspiele absolvieren können."

Einen Termin für den Wiederbeginn der Liga gibt es noch nicht, die Deutsche Fußball Liga (DFL) wartet auf grünes Licht der Politik. 

Einer möglichen Hotel-Quarantäne steht Kohr dagegen offen gegenüber. "Natürlich wäre es keine leichte Phase, da man sein normales Leben in der Form für eine Weile nicht mehr führen könnte. Aber wenn es für die Bundesliga und die Vereine der einfachste Weg ist, wäre wahrscheinlich jeder bereit mitzuziehen", sagte Kohr.

+++ 25.04.2020, 10:22 Uhr: Lazio-Boss will Liga-Fortsetzung +++

Präsident Claudio Lotito von Lazio Rom hat die Bedeutung des Profifußballs für die italienische Wirtschaft unterstrichen und damit Druck gemacht hinsichtlich eines Wiederbeginns der Serie A.

"Der Fußball ist eine große Industrie, die den Staatskassen jährlich 1,2 Milliarden Euro Steuergelder beschert. Die Umsätze des Fußballs wirken sich positiv auf andere Sportarten aus. Der Fußball ist eine Milliardenindustrie und hat außerdem eine große soziale Bedeutung", sagte Lotito laut italienischen Medien.

Lazio belegt den zweiten Tabellenplatz mit nur einem Punkt Rückstand auf Serienmeister Juventus Turin. Nicht zuletzt wegen der Aussicht auf den ersten Meistertitel seit 20 Jahren hofft Lotito auf die Fortsetzung der Saison. "Leider haben wir die Meisterschaft in einer Phase beendet, in der wir besonders in Form waren. [...] Ich hoffe, dass die Mannschaft nach dem Neustart wieder den Zusammenhalt und den Willen für die Erreichung unserer Ziele finden wird", sagte der 62-Jährige.

+++ 25.04.2020, 10:14 Uhr: Hollands Verband droht Klagewelle +++

Dem niederländischen Fußballverband KNVB steht nach dem Abbruch der Saison in der Eredivisie und der zweiten Liga eine Klagewelle bevor. Einige Klubs sind unzufrieden mit der Entscheidung des Verbandes, die Spielzeit ohne Meister sowie Auf- und Absteiger zu beenden.

Widerstand regt sich vor allem beim Tabellenzweiten AZ Alkmaar, bei Pokalfinalist FC Utrecht sowie die beiden Topklubs der Eerste Divisie, denen der mögliche Aufstieg verwehrt wurde.

Alkmaar, das bei Unterbrechung der Saison wegen der Coronavirus-Pandemie punktgleich mit Tabellenführer Ajax Amsterdam an der Spitze lag, will laut AZ-Sportdirektor Robert Eenhoorn gegen die KNVB-Entscheidung vorgehen.

Ajax, das nach dem Abbruch weiter auf seinen 35. Titel warten muss, belegt nach 25 Ligaspielen nur aufgrund der besseren Tordifferenz Rang eins. Alkmaar hat das Hin- und Rückspiel gegen den Rekordmeister jedoch gewonnen. Ajax wurde für die Playoffs der Champions League nominiert. Alkmaar nimmt an der zweiten Qualifikationsrunde zur Königsklasse teil.

+++ 25.04.2020, 09:34 Uhr: Lemke hofft auf Geisterspiele im Free-TV +++

Der frühere Bundesliga-Manager Willi Lemke wünscht sich die Live-Übertragung von Fußball-Geisterspielen im frei empfangbaren Fernsehen. "Das hätte den unglaublich wichtigen Effekt, dass der Run auf die Wohnzimmer mit "Sky"-Ausstattung unterbleiben würde. Und die Leute würden vielleicht nicht zu den Stadien gehen und sich dort infizieren", sagte der 73-Jährige der "Bild"-Zeitung.

Lemke warnte davor, dass sich viele Fans gemeinsam vor dem Fernseher versammeln könnten, weil die Bundesliga live derzeit nur beim Bezahlsender "Sky" und dem Streamingdienst "DAZN" zu sehen ist und viele dafür kein Abo haben. "Die Kneipen und Sportsbars sind geschlossen, die gehen dann in die Wohnzimmer. Das ist eine Gefahr, weil die Leute da voraussichtlich keine eineinhalb Meter Abstand zueinander haben", erklärte der einstige Manager von Werder Bremen, der früher auch als Sonderberater des UN-Generalsekretärs für Sport tätig war.

Er erwarte nicht, dass "Sky" und "DAZN" die geplanten Geisterspiele im Falle einer Fortsetzung der Bundesliga komplett kostenlos übertragen oder die Rechte an Wettbewerber wie "ARD" und "ZDF" verschenken. "Dafür müssten die anderen Sender angemessen bezahlen. Angesichts der vielen negativen Meldungen in diesen Tagen und der Einsamkeit vieler Menschen glaube ich, dass man unter diesen Voraussetzungen vielen Menschen damit eine Freude bereiten könnte", sagte Lemke.

+++ 25.04.2020, 07:20 Uhr: Augsburgs Ströll: "Müssen Leistung noch erbringen"

Nach dem Deal über eine Vorauszahlung des TV-Geldes für die Bundesliga-Saison warnt Geschäftsführer Michael Ströll vom FC Augsburg vor verfrühtem Aufatmen. Die Deutsche Fußball Liga hatte sich mit den meisten Medien-Partnern darauf verständigt, dass ein Teil der noch ausstehenden Gelder gezahlt wird, um in der Corona-Krise den Klubs zu helfen.

"Wir müssen unsere Leistung dann noch erbringen, die Spiele müssen stattfinden", sagte Ströll der "Augsburger Allgemeinen" am Samstag. Noch könne sich "niemand in Sicherheit wiegen. Es ist ein Drittel vorab ausgezahlt und wird mit den Spielen verrechnet. Man kann also nur teilweise Entwarnung geben", mahnte Ströll.

Dass einige Vereine in Existenznöte geraten, sollten die Millionen bei einem Saisonabbruch zurückgezahlt werden müssen, ist für Ströll ein Alarmsignal. Er findet, dass das System im deutschen Fußball diesbezüglich "ein Stück weit krankt. Wir müssen das neu aufsetzen, die Lizenzierungsvoraussetzungen überprüfen und wirtschaftliche Leitplanken setzen. Es kann nicht sein, dass zukünftig Vereine, die kein TV-Geld bekommen, nach kürzester Zeit in finanzielle Schieflage geraten", sagte Ströll.

+++ 25.04.2020, 07:05 Uhr: Fortuna-Boss fordert Gehaltsobergrenze +++

Vorstandschef Thomas Röttgermann von Bundesligist Fortuna Düsseldorf fordert für den Profifußball eine Gehaltsobergrenze.

"Im Profifußball bemerken wir und viele andere gerade schmerzlich, dass der Betrieb, so wie er aktuell organisiert und finanziert ist, extrem risikoreich ist" sagte der 59-Jährige der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Spielergehälter stellen einen Großteil der Ausgaben dar, und man befindet sich in einem immerwährenden Rattenrennen mit Vereinen aus derselben Liga und internationalen Klubs."

Als Lösung dieses Problems sieht er den aus den nordamerikanischen Profiligen bekannten Mechanismus des Salary Cap. "Möglich wäre, eine Gehaltsobergrenze anhand des Gesamtumsatzes des jeweiligen Vereins zu errechnen. Oder die Festlegung von Gehaltsober- und -untergrenzen für Fußballprofis. Es geht aber zunächst darum, dass alle Vereine, und zwar europaweit, überhaupt bereit sind, über dieses Thema zu sprechen."

Spätestens durch die in der Coronakrise entstandenen finanziellen Schwierigkeiten sei es an der Zeit, ernsthaft über dieses Thema nachzudenken. 

+++ 24.04.2020, 22:26 Uhr: Union-Boss sieht keine Sonderrolle +++

Präsident Dirk Zingler vom Bundesligisten Union Berlin wehrt sich gegen die Vorwürfe einer Sonderbehandlung des Fußballs. "Wir nehmen keine Sonderrolle ein, dagegen verwehre ich mich total", sagte der 55-Jährige im vereinseigenen Interview: "Der Fußball nimmt genau die Rolle ein, die viele andere Branchen weltweit auch einnehmen."

Man müsse in der ganzen Diskussion um eine Fortsetzung der Bundesliga auch bedenken, dass insgesamt 56.000 Mitarbeiter an den Vereinen dranhängen. "Aus Sicht der Zuschauer ist es verständlich zu sagen, warum kann diese Spaßveranstaltung nicht aufhören. Aber aus der Sicht der 56.000 Mitarbeiter in den Vereinen ist es das nicht. Wenn die Öffentlichkeit sagt, du bist nicht relevant, dann ist das schon mies für den Mitarbeiter, der seine Familie ernähren muss", sagte der Union-Boss.

Bei aller auch "berechtigten" Kritik am Wertegerüst des Fußballs, gehe es jetzt erst einmal darum, "den Klub zu sichern und nicht, Fehlentwicklungen zu korrigieren", erklärte Zingler: "Unsere Profis sollen spielen, damit wir unsere Mitarbeiter wieder bezahlen können."

Den Tag der Wiederaufnahme des Spielbetriebs "sehnt" der Union-Funktionär herbei. "Aber nicht weil wir besser sind als andere, sondern weil es uns genauso geht wie anderen, dass wir zurzeit unseren Beruf nicht ausüben können. Und ich rede nicht von den Profis."

+++ 24.04.2020, 21:31 Uhr: Ligue 1 bringt Planungen voran +++

Im französischen Fußball soll ab Mitte Juni wieder der Ball rollen. Wie die französische Liga (LFP) am Freitagabend mitteilte, habe man diesen Wunschtermin derzeit fest im Visier. Voraussetzung dafür sei aber, dass die Behörden in den kommenden Tagen die derzeit herrschenden landesweiten Beschränkungen etwas lockern.

Der LFP-Vorstand hatte von den Klubärzten zuletzt ein Protokoll mit medizinischen Gesichtspunkten für eine Rückkehr in den Spielbetrieb anfertigen lassen und dies der Regierung vorgelegt. Demnach sollen die Spieler nach Ende des Lockdowns am 11. Mai zu ihren Vereinen zurückkehren und erstmal komplett medizinisch durchgecheckt werden.

Bis dahin sollen sich die Spieler bereits einer "strengen, täglichen Überwachung" unterziehen und immer wieder getestet werden. Mit einem Vorlauf von ungefähr vier Wochen soll dann der Ligabetrieb mit Geisterspielen fortgesetzt werden. Die Finals im französischen Pokal und im Ligapokal würden nach Ansicht des Präsidenten des französischen Fußballverbands, Noel Le Graet, bestenfalls bereits vorher ausgespielt.

Der Spielbetrieb im französischen Fußball ruht bereits seit dem 8. März, die Teams haben noch zehn oder elf Saisonspiele zu absolvieren.

+++ 24.04.2020, 20:06 Uhr: Fans tendenziell gegen Fortsetzung der Liga +++

Sportinteressierte stehen der Fortsetzung der Fußball-Bundesliga mit Geisterspielen ab dem 9. Mai kritisch gegenüber. Laut einer aktuellen Umfrage des von "t-online" beauftragten Meinungsforschungsinstituts Civey fänden 43,9 Prozent der 2559 Befragten eine Fortsetzung eher oder sogar eindeutig falsch. Auf der anderen Seite wäre eine Fortsetzung ab dem 9. Mai ohne Zuschauer nur für 37,1 Prozent der Befragten eher oder eindeutig richtig.

Die restlichen 19 Prozent sind bezüglich einer Fortsetzung unentschieden. Auffällig ist dabei, dass gerade die jüngeren Befragten einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs eher positiv gegenüberstehen. Die älteren Umfrageteilnehmer sprechen sich dagegen tendenziell gegen eine Fortsetzung aus.

+++ 24.04.2020, 19:56 Uhr: Robert Koch-Institut will DFL-Konzept nicht bewerten +++

Das Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die Wiederaufnahme des Bundesliga-Spielbetriebs mag das Robert Koch-Institut (RKI) nicht bewerten. "Wir können uns da nicht positionieren. Das ist Teil des Arbeitsschutzes", teilte eine Sprecherin auf "SID"-Anfrage mit.

Eine Aussage von RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Freitagvormittag bezog sich nicht auf das am Donnerstag von der DFL veröffentlichte Dokument, sondern auf ein Papier des Bundesarbeitsministeriums. Laut "Spiegel" wird darin unter anderem eine Dauer-Quarantäne für alle am Spielbetrieb beteiligten Personen vorgeschlagen.

"Es ist deutlich geworden, dass es sich um ein Problem des Arbeitsschutzes handelt. Es sind Fußballprofis, es ist deren Job. Es gibt ein Konzept, das von der Arbeitsschutzseite erstellt worden ist, was dort drinsteht, was die Überlegungen angeht, es mit einer Quarantäne zu lösen, das scheinen mir durchaus vernünftige Überlegungen zu sein", sagte Schaade.

Die DFL will mit einem 41-seitigen Strategiepapier die Politiker davon überzeugen, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte allerdings gesagt, dass sie und die Ministerpräsidenten der Länder wohl erst am 6. Mai über weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen beraten.

+++ 24.04.2020, 18:41 Uhr: Bestätigt! Holland bricht Saison ab +++

Die niederländische Eredivisie bricht die Saison ab und kürt in diesem Jahr keinen Meister. Diesen Beschluss teilte der niederländische Fußball-Verband KNVB am Freitag im Anschluss an eine Onlinekonferenz mit allen 34 Profiklubs mit.

Damit muss Rekordmeister und Tabellenführer Ajax Amsterdam auf seinen 35. Titel warten. Absteiger aus der Eredivisie wird es genauso wie Aufsteiger aus der 2. Liga nicht geben.

Ajax, das bis zur Saisonunterbrechung aufgrund der Corona-Pandemie punktgleich vor dem AZ Alkmaar an der Spitze gelegen hatte, wurde für die Playoffs der Champions League nominiert. Der Tabellenzweite Alkmaar nimmt an der zweiten Qualifikationsrunde zur Königsklasse teil. Für die Vorrunden der Europa League wird der KNVB Feyenoord Rotterdam, die PSV Eindhoven und Willem II Tilburg melden. Pokalfinalist FC Utrecht geht leer aus.

Der KNVB folgte bei der Vergabe der Tickets für die internationalen Wettbewerbe den Vorgaben der Europäischen Fußball-Union (UEFA).

Die Regierung hatte Großveranstaltungen bis zum 1. September verboten. Der Saisonabbruch war danach nur noch Formsache.

+++ 24.04.2020, 17:57 Uhr: Österreich beschließt Geisterspiel-Konzept +++

Die Vereine der österreichischen Fußball-Bundesliga haben sich auf ein Konzept für mögliche Geisterspiele geeinigt.

Wie die Liga mitteilte, sieht der Plan eine Begrenzung von 200 Menschen in den Stadien vor. Ob die Geisterspiele tatsächlich stattfinden können, liegt nun in der Hand des Sportministeriums.

Die maximal 200 Menschen, die jeweils in ein Stadion dürfen, wurden in drei Gruppen aufgeteilt: Die Gruppe Rot besteht aus Spielern, Trainern, Betreuern und Schiedsrichtern. Die Gruppe Orange aus Mitarbeitern der TV-Produktion, der Organisation und zum Teil aus weiteren Medienvertretern. Diese Gruppe darf ebenfalls in den Stadioninnenraum, muss aber zur Gruppe Rot Abstand halten. In der Gruppe Gelb sind weitere Medienvertreter und Mitarbeiter der Organisation. Die Mitglieder dieser Gruppe dürfen sich nur im Tribünenbereich aufhalten.

Das Konzepts sieht außerdem regelmäßige Tests auf das Coronavirus für die Mitglieder der Gruppe Rot vor. Die Liga hat unter anderem festgelegt, dass die Testergebnisse der Akteure am Spieltag bis spätestens 10.00 Uhr bekannt sein müssen.

"Dieses Konzept wurde dem Sportministerium übermittelt, das in weiterer Folge mitteilen muss, unter welchen Auflagen eine Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings und des Spielbetriebs möglich sind", hieß es in der Mitteilung. Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler (Grüne) hatte zuletzt erklärt, dass die Regierung Geisterspielen im Fußball mit einem guten Konzept grundsätzlich nicht im Wege stehe.

+++ 24.04.2020, 16:14 Uhr: Weltmeister von 2006 sammeln +++

Bei einer Spendenaktion der italienischen Fußball-Weltmeister von 2006 sind bereits 400.000 Euro zusammengekommen. Das verriet der ehemalige Bayern-Profi Luca Toni im Interview mit RTL/ntv. Von dem Geld wurden unter anderem vier Rettungswagen für das italienische Rote Kreuz gekauft.

Toni kritisierte aber die vielen unterschiedlichen Meinungen der italienischen Experten zum Umgang mit der Corona-Pandemie.

"Das fast Schlimmste für mich ist eigentlich, dass wir gar nicht richtig wissen, was zur Zeit passiert. In Italien äußern sich so viele Experten mittlerweile, fünf sagen das, fünf andere das", sagte der 42-Jährige und fügte an: "Ich weiß nicht, wie es bei Euch in Deutschland ist, aber hier gibt es zu viele konträre Meinungen. Ich finde, wir sollten langsam wieder einige Dinge öffnen, ganz klar mit den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen wie Schutzmasken, Handschuhen und auch dem Sicherheitsabstand."

+++ 24.04.2020, 15:28 Uhr: FIFA-Soforthilfe bringt DFB viel Geld +++

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) darf sich über finanzielle Unterstützung des Weltverbands FIFA freuen. Die FIFA teilte am Freitag mit, dass jeder ihrer 211 Mitgliedsverbände 500.000 Dollar (rund 460.000 Euro) an Soforthilfe erhält, die "für die Linderung der finanziellen Corona-Auswirkungen" und explizit "zur Deckung finanzieller oder betrieblicher Verbindlichkeiten der Mitgliedsverbände gegenüber ihrem Personal oder anderen Drittparteien" zu verwenden sind.

"Unter normalen Umständen hätten die FIFA-Mitgliedsverbände den vollen Betrag nur erhalten, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllt hätten", erklärte FIFA-Präsident Gianni Infantino: "Dies ist der erste Schritt eines weitreichenden Hilfsprogramms, mit dem wir die gesamte Fussballgemeinschaft unterstützen wollen."

+++ 24.04.2020, 14:35 Uhr: Südkoreas Saison startet mit Geisterspielen +++

Mehr als zwei Monate nach dem geplanten Starttermin geht in Südkorea die Fußballsaison los. Die K-League beginnt am 8. Mai wegen der Corona-Pandemie allerdings mit Geisterspielen, teilte die oberste Liga mit. Zumindest die ersten Runden sollen vor leeren Rängen stattfinden, die Saison wurde von 38 auf 27 Spieltage verkürzt.

Wegen des Ausbruchs des Coronavirus war der für den 29. Februar geplante Saisonstart der ersten und zweiten Liga in Südkorea fünf Tage zuvor verschoben worden. In der K-League spielen zwölf Mannschaften.

+++ 24.04.2020, 14:17 Uhr: DFB plant außerordentlichen Bundestag +++

Der DFB will für eine Entscheidung über einen Abbruch oder eine Fortführung der Saison in der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga einen Außerordentlichen Bundestag einberufen. Darauf verständigte sich das DFB-Präsidium auf seiner Sitzung am Freitag. Die formelle Einberufung sei jedoch noch nicht vollzogen, da der DFB erst Diskussionen und mögliche Entscheidungen in den kommenden Wochen abwarten will.

Angesichts der Corona-Pandemie sollen die Delegierten die Möglichkeit haben, in digitaler Form an dem Außerordentlichen Bundestag teilzunehmen und abzustimmen. Die 3. Liga zeigte sich in der Frage über das weitere Vorgehen bislang gespalten. 

+++ 24.04.2020, 14:02 Uhr: Wehrle begrüßt DFL-Konzept +++

Alexander Wehrle hält das Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur Wiederaufnahme des Bundesliga-Spielbetriebs für "sehr überzeugend". Das sagte der Geschäftsführer des 1. FC Köln im Interview des TV-Senders "Sky".

"Die Taskforce hat sich auch sehr viel Mühe gemacht, hat mit vielen Experten gesprochen und das, was ich im Nachgang auch von den Kollegen gehört habe, war sehr, sehr positiv. Von daher glaube ich, ist das eine gute Grundlage für das, was die Politik zu entscheiden hat", betonte Wehrle.

Man habe "40 Millionen Fans" in Deutschland, "die wollen wieder, dass der Fußball rollt, und die Politik ist jetzt am Zuge, wir haben alles vorbereitet und mehr können wir zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht dazu sagen", so der FC-Boss weiter. Man müsse aber weiter von Tag zu Tag schauen. Klar sei, dass man vor einem möglichen Wiederbeginn eine gewisse Phase in der Vorbereitung mit Mannschaftstraining benötige.

+++ 24.04.2020, 13:55 Uhr: Hertha lädt zur Online-Mitgliederversammlung +++

In Zeiten der Corona-Krise erleben die Mitglieder von Fußball-Bundesligist Hertha BSC ein Novum in der Vereinsgeschichte. Die ordentliche Vollversammlung wird am 24. Mai erstmals online stattfinden. Die derzeitigen Corona-Regeln lassen die für diesen Tag geplante, normale Mitgliederversammlung nicht zu. Großveranstaltungen sind in Berlin mindestens bis zum 31. August untersagt.

"Persönliche Begegnung und direkter Austausch mit unseren Mitgliedern sind und bleiben uns sehr wichtig. Bei dieser digitalen Mitgliederversammlung müssen wir leider darauf verzichten", wird Präsident Werner Gegenbauer in einer Hertha-Mitteilung zitiert: "Viel wichtiger ist aber: Unser aktives Vereinsleben geht weiter! Durch dieses besondere Format in besonderen Zeiten wollen wir bestmöglich mit unseren Mitgliedern im Dialog bleiben."

+++ 24.04.2020, 13:48 Uhr: DFB-Pokalfinale offiziell verschoben +++

Das DFB-Pokalfinale kann nicht wie geplant am 23. Mai im Berliner Olympiastadion stattfinden.

Wie der Deutsche Fußball-Bund nach einer Videokonferenz des Präsidiums mitteilte, bleibt der Wettbewerb aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit ausgesetzt und der Endspieltermin offen.

+++ 24.04.2020, 13:40 Uhr: FC Bayern unterstützt "WeKickCorona"

Für die Fans von Bayern München gibt es ab sofort zum Schutz vor dem Coronavirus besondere Gesichtsmasken. "Wir wollen mit dieser Aktion zeigen, dass der FC Bayern alles unternimmt, um im Zuge des Aufrufs des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder vorbildlich und diszipliniert mit der Pandemie umzugehen", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge.

Der komplette Gewinn des Verkaufs fließt der Initiative "WeKickCorona" der beiden Nationalspieler Joshua Kimmich und Leon Goretzka zu. Diese sei "ein toller Beweis, dass unsere Profis ihre Vorbildfunktion in der Gesellschaft wahrnehmen und sich in dieser Krise solidarisch zeigen", sagte Rummenigge.

Jede Maske wurde als Unikat aus Schals gestaltet. Diese Schals hätte der FC Bayern ursprünglich bei seinem Champions-League-Spiel gegen den FC Chelsea anlässlich seines 120. Vereins-Jubiläums in der Allianz Arena verteilt.

+++ 24.04.2020, 13:33 Uhr: RKI sieht "vernünftige Überlegungen"

Das Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die Wiederaufnahme des Bundesliga-Spielbetriebs ist beim Robert Koch-Institut (RKI) allem Anschein nach positiv aufgenommen worden. "Das scheinen mir durchaus vernünftige Überlegungen zu sein", sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Freitag über das Dokument, das die DFL am Donnerstag vorgestellt hatte: "Aber es ist nicht die Zuständigkeit des RKI, sich weiter dazu zu äußern."

Mit dem 41-seitigen Strategiepapier will die DFL die Politiker davon überzeugen, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte allerdings gesagt, dass sie und die Ministerpräsidenten der Länder wohl erst am 6. Mai über weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen beraten.

+++ 24.04.2020, 13:19 Uhr: Eintracht will Nachlass bei Stadion-Miete +++

Eintracht Frankfurt will mit der Stadt als Folge der Corona-Krise über einen Nachlass bei der Stadion-Miete verhandeln. "Eintracht hat uns darum gebeten, dass wir uns noch einmal zusammensetzen", sagte Sportdezernent Markus Frank der "Bild"-Zeitung.

Der Fußball-Bundesligist und die Stadt hatten sich im November 2019 darauf geeinigt, dass die Eintracht vom 1. Juli 2020 an Betreiber der Commerzbank Arena wird. Bisher gibt es zwischen dem Klub und der Stadt aber nur eine Absichtserklärung ("Letter of Intent").

"Der Letter of Intent wurde vor der Corona-Krise verabschiedet. Jetzt müssen wir eine Regelung treffen, die den Corona-Fall abbildet", sagte Eintracht-Vorstandsmitglied Axel Hellmann. Da aktuell keine Veranstaltungen und Spiele in der Arena stattfinden, zahle laut "Bild" der Noch-Betreiber, die Stadion GmbH, deshalb zurzeit keine Miete mehr an die Stadt. Die Eintracht will es vom 1. Juli an genauso handhaben.

+++ 24.04.2020, 12:29 Uhr: Kind will weiter kämpfen +++

96-Boss Martin Kind verfolgt die kritische Stimmung in der Diskussion um eine Fortsetzung der Saison im Profifußball mit Sorge. "Die Grundstimmung ist eher defensiv, sie ist sicher nicht pro Fußball", sagte Kind den Blättern des "RedaktionsNetzwerks Deutschland" in Hannover.

Der Mehrheitsgesellschafter des Fußball-Zweitligisten fordert mehr Verständnis für die Belange der 36 Klubs aus 1. und 2. Liga. "Wir haben das Recht, ums Überleben zu kämpfen, bevor wir in die Insolvenz gehen müssen", sagte Kind. "Wenn die Bundesliga mit den Geisterspielen scheitert, sind die Vereine tot."

+++ 24.04.2020, 11:45 Uhr: Lauterbach warnt vor Folgen eines Neustarts +++

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach lehnt einen Neustart der Fußball-Bundesliga auch aus Gründen der Vorbildfunktion ab. "Wir müssen den jungen Leuten die Botschaft vermitteln: Haltet Abstand, tragt einen Mundschutz, das Virus ist gefährlich", sagte der SPD-Politiker in einem Interview des "Bayerischen Rundfunks". "Alle drei Botschaften werden durch einen Bundesliga-Start konterkariert."

Da werde kein Abstand gehalten, man gehe in den Zweikampf. Es werde kein Mundschutz getragen. "Wir würden unsere eigenen Botschaften in Frage stellen, wenn wir jetzt für den Fußball eine schlecht vorbereitete Ausnahme machen", meinte Lauterbach.

Eine Rückkehr zu einem unbesorgten Leben mit engem Kontakt zu Mitmenschen, wie es im Fußballstadion normal sei, könne es laut Lauterbach frühestens dann geben, wenn es einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus gebe. "Die Impfung zu entwickeln dauert realistischerweise eineinhalb Jahre, zwei Jahre, es kann auch länger dauern", erklärte der Mediziner. "Es ist nicht einmal sicher, dass wir eine zuverlässige Impfung für jeden bekommen werden."

+++ 24.04.2020, 10:40 Uhr: Rolfes fordert mehr Augenmaß beim Wirtschaften +++

Bayer Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes erwartet von den Fußball-Bundesligisten nach überstandener Coronakrise mehr Augenmaß beim Wirtschaften. Er halte es "grundsätzlich für unabdingbar, dass die Vereine nach der Bewältigung der Krise ihre Eigenkapitalquote erhöhen. Nur so können sie dauerhaft ihre Widerstandsfähigkeit stärken", sagte der 38-Jährige dem "Sportbuzzer".

Zunächst aber muss die Saison trotz der Corona-Pandemie beendet werden, ansonsten droht mehreren Klubs schon im Sommer die Insolvenz. Nicht allein deswegen wäre es für Rolfes ein "großer Fehler, überhaupt nur über einen Saison-Abbruch nachzudenken."

Der Vizeeuropameister von 2008 erklärte: "Was wird aus den 55.000 Menschen, die ebenfalls vom Fußball leben? So wie es in anderen Branchen auch der Fall ist, hat der Fußball eine Verantwortung für seine Arbeitnehmer. Deshalb ist es aus unserer Sicht wichtig, dass der Ball so schnell wie möglich wieder rollt."

+++ 24.04.2020, 10:04 Uhr: MLS verlängert Trainingspause +++

Die nordamerikanische Fußball-Profiliga Major League Soccer (MLS) hat angesichts der Coronakrise ihre Pause verlängert. Der 24. April als Termin für die Wiederaufnahme des Trainings wurde gestrichen, das Moratorium für die 26 Klubs gilt nun mindestens bis 15. Mai. 

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Führung der MLS mitgeteilt, dass an einen Neustart der Liga, die am 9. März nach zwei Spieltagen unterbrochen wurde, nicht vor dem 8. Juni zu denken sei.

+++ 24.04.2020, 09:49 Uhr: Zwickau chartert virtuellen Sonderzug +++

Fußball-Drittligist FSV Zwickau hat eine virtuelle Zugfahrt durch die Geschichte des Vereins ins Leben gerufen, um Geld in der Coronakrise zu sammeln. Am Sonntag startet die Spendenaktion "Egal wo du auch spielst - mit dem Zug durch unsere Geschichte" und legt unter anderem Zwischenstopps beim FDGB-Pokalsieg 1975 in Berlin und beim Europapokal-Viertelfinalspiel 1976 in Glasgow ein. 

Der Verein verspricht auf seiner Webseite "Interviews von verdienten Spielern, Zeitzeugen und Videos von historischen Momenten. Es wird legendär!" Ab Freitag können sich Fans ein Zugticket in Höhe von 1,75 Euro sichern. Von jedem verkauften "Fahrschein" gehen 10 Cent an Zwickauer Kultureinrichtungen. Die Fans sind außerdem dazu angehalten, eigene Videobotschaften und Haltewünsche einzureichen.

+++ 24.04.2020, 09:09 Uhr: Politik schlägt Maskenpflicht vor +++

Das Bundesarbeitsministerium schlägt in einem internen Papier vor, dass die Fußball-Profis beim Neustart der Bundesliga Schutzmasken tragen. So zitiert es das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag aus der dreiseitigen Stellungnahme des Referates Arbeitsschutz zum Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL).

Die medizinischen Masken dürften nicht verrutschen und müssten alle 15 Minuten gewechselt werden. Als Alternative werde vorgeschlagen, alle Mannschaften samt Trainern und Betreuern bis zum Ende der Saison in eine dauerhafte Quarantäne zu schicken, beispielsweise in einem Hotel.

Das Arbeitsministerium bestätigte auf "Spiegel"-Nachfrage, das Papier sei im Ressort erstellt worden. Allerdings handele es sich um einen "ersten Arbeitsentwurf", der Minister Hubertus Heil (SPD) nicht vorgelegen habe. 

+++ 24.04.2020, 08:14 Uhr: Kritik aus der Politik am DFL-Konzept +++

Die Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag Dagmar Freitag steht einer möglichen Wiederaufnahme der Fußball-Bundesliga kritisch gegenüber. "Das Konzept der DFL legt sehr kleinteilige Maßnahmen zur gewünschten Durchführung von Geisterspielen vor. Das ist im Grundsatz erst mal nicht zu kritisieren. Es bleiben aus meiner Sicht allerdings zahlreiche Fragen offen", sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post".

Unter anderem mache Freitag sich darüber Sorgen, wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) und die Vereine mit einem auf das Coronavirus positiv getesteten Spieler umgehen würden. "Wie transparent wird man mit möglichen positiven Testergebnissen umgehen? Akzeptiert die Öffentlichkeit mehrheitlich, dass die Politik eventuell bereit ist, an Profifußballer andere Maßstäbe anzulegen als an uns Normalbürger, die weiterhin mit Kontaktverboten leben müssen?"

Bei einem positiven Corona-Fall im Teamumfeld soll keine automatische Meldung an die Presse erfolgen, nur der Betroffene soll sofort isoliert und dessen Kontaktpersonen getestet werden, allerdings wird nicht automatisch die gesamte Mannschaft unter Quarantäne gestellt. Über mögliche Gruppenquarantänen entscheiden die jeweiligen Gesundheitsämter.

+++ 24.04.2020, 08:03 Uhr: Bobic fordert mehr Vorlaufzeit +++

Sportvorstand Fredi Bobic von Eintracht Frankfurt sieht die schnelle Wiederaufnahme des Spielbetriebs kritisch und fordert eine Vorbereitungszeit von mindestens zwei Wochen. "Sollte die Politik entscheiden, dass wir wieder Bundesligafußball spielen können, brauchen wir natürlich irgendwann wieder ein Mannschaftstraining. Du brauchst mindestens 14 Tage, am besten wären ungefähr drei Wochen", sagte Bobic im Interview mit "ntv".

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte am Donnerstag ihr Konzept für die Fortsetzung der wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Saison vorgestellt, dabei aber keinen festen Termin für einen Neustart genannt. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert sagte allerdings, dass die Bundesliga "am 9. Mai bereit sein" werde, falls die Politik ihr Einverständnis dafür gäbe.

+++ 24.04.2020, 07:55 Uhr: Empfehlung von DFB-Chefarzt Meyer +++

Der DFB-Chefmediziner Tim Meyer rät den Vereinen der Fußball-Bundesliga, im Falle einer Fortsetzung der Saison das von seiner Task Force erarbeitete Corona-Konzept für Geisterspiele vor dem Ernstfall in einem Probelauf durchzuspielen.

"Auf jeden Fall", sagt der Arzt der deutschen Nationalmannschaft im Interview der "Deutschen Presse-Agentur". Das würde die Task Force ebenfalls tun.

"Das ist Teil unseres Plans. Wir werden in einem Stadion die gesamten Abläufe einmal simulieren. Denn der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Irgendwas haben wir vielleicht übersehen. Sobald wir wüssten, dass es losgehen soll, wird dieser Termin gemacht", sagt der 52 Jahre alte Meyer. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wartet aktuell auf Grünes Licht der Politik für Spiele ohne Zuschauer und mit maximal rund 300 anwesenden Personen innerhalb und außerhalb des Stadions.

Dass die Spieler sich wegen der unvermeidlichen Kontakte auf dem Platz mit Gesichtsmasken vor einer möglichen Ansteckung schützen könnten, wurde als Maßnahme nicht erwogen. "Prämisse war: Auf dem Platz bleibt alles unverändert", sagt Meyer: "Wenn Spieler mit Masken spielen würden, das fände aus meiner Sicht keine Akzeptanz." Das Fußballspiel selbst solle möglichst authentisch bleiben.

+++ 24.04.2020, 07:20 Uhr: Das passiert bei einem positiven Test +++

Im Fall eines positiven Corona-Tests nach einem möglichen Bundesliga-Neustart sieht sich die Deutsche Fußball Liga nicht in der Entscheidungsverantwortung.

"Dann würde das, wie in jedem Fall, erst mal an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert dem Sender "Sky Sport News". Es liege nicht an der DFL zu entscheiden, "ob hinterher ein Spieler oder eine Mannschaft in Quarantäne geht".

In dem Konzept für einen Neuanfang der Bundesliga haben man sich auch diesbezüglich an den Vorgaben und Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts orientiert. Seifert räumte aber ein: "Für den Fall, dass das so sein sollte und es flächendeckend stattfinden würde, das muss man ganz realistisch sagen, mit mehreren Mannschaften 14 Tage in Quarantäne, wäre irgendwann ein Spielbetrieb sicherlich schwierig durchzuführen." Daher sei es wichtig, dass es erst gar keinen positiven Fall gebe.

Im "heute journal" des "ZDF" bekräftigte Seifert, dass die benötigten Tests nicht zulasten anderer gehen würden. "Es wäre absolut ungehörig, wenn wir auch nur einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter aus irgendeiner Klinik auch nur irgendeinen einen Test wegnehmen würden", sagte er. 

+++ 23.04.2020, 21:36 Uhr: Italien verlängert Frist bis 2. August +++

Im italienischen Fußball ist nun offiziell ein späteres Saisonende möglich. Italiens Fußballverband (FIGC) hat am Donnerstag beschlossen, dass die Spielzeit der Serie A statt bis zum 30. Juni erst am 2. August beendet sein muss. Diese Frist wurde in Erwartung der Beschlüsse der Regierung in Sachen Wiederaufnahme der Sportaktivitäten gefasst, teilte Verbandschef Gabriele Gravina mit.

Erwartet wird, dass die italienische Regierung spätestens am Samstag eine Auflockerung der Ausgangssperre ab dem 4. Mai ankündigt. Ab diesem Datum sollte dann das Training wieder aufgenommen werden. Ob und wann die Meisterschaft danach fortgesetzt wird, ist allerdings noch unklar.

Der FIGC versucht eine baldige Wiederaufnahme der Serie-A-Saison voranzutreiben und legte dem Kabinett deshalb ein Protokoll mit Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz von Spielern und Mitarbeitern der Klubs nach Wiederaufnahme des Trainings vor.

Mit über 25.000 Todesopfern ist Italien eines der weltweit von der Coronavirus-Epidemie am stärksten betroffenen Länder. Seit dem 9. März rollt der Ball im Land nicht mehr.

+++ 23.04.2020, 18:31 Uhr: Kritik aus der Politik an DFL-Plänen +++

Die Sprecherin der Grünen für Sportpolitik im Sportausschuss des Bundestages, Monika Lazar, hat das von der Deutschen Fußball Liga (DFL) vorgestellte Konzept zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit Geisterspielen kritisiert.

"Der Spielbetrieb ist nur mit engmaschigen Tests der Spieler denkbar. Diese Schnelltest- und Laborkapazitäten würden dann aber in systemrelevanten gesellschaftlichen Bereichen fehlen", sagte Lazar: "Der Fußball nimmt für viele Menschen einen wichtigen Platz ein, systemrelevant ist er aber nicht."

Laut ihrer Ansicht beanspruche der Fußball in der aktuellen Coronakrise eine "Sonderrolle". Dies sei "unsolidarisch gegenüber anderen Profi-Ligen, die sich ein engmaschiges Testsystem nicht leisten könnten, sowie gegenüber dem Breitensport, wo der Wettkampfbetrieb wohl noch längere Zeit untersagt bleiben wird", sagte Lazar.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hatte am Donnerstag das Konzept vorgestellt, mit dem die Liga wiederaufgenommen werden soll. Der 50-Jährige sprach von 20.000 Tests, die benötigt würden. Eine Sonderrolle würde der Fußball sich aber nicht anmaßen. "Falls sich die Lage wieder verschlechtern sollte, wird der Profifußball selbstverständlich zurückstehen. Die nationale Gesundheit hat immer Vorrang. Wenn nötig, werden wir aufhören zu testen und zu spielen", sagte Seifert.

+++ 23.04.2020, 17:27 Uhr: LaLiga will Coronatests durchführen +++

Die spanische Fußballliga will auf dem Weg zurück in den Trainings- und Spielbetrieb ab dem 28. April verbreitet Coronatests durchführen. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur "AFP". Bereits zuvor hatte Rafael Ramos, Präsident der spanischen Vereinigung der Teamärzte, signalisiert, dass die Liga am 28. oder 29. April mit Tests beginnen will.

Der Spielbetrieb in LaLiga ruht seit dem 12. März, die Verantwortlichen wollen die Saison zu Ende bringen. Während die Bundesliga aber realistische Chancen hat, bereits am 9. Mai wieder den Wettbewerb aufnehmen zu können, wäre ein möglicher Termin in Spanien deutlich später.

Liga-Präsident Javier Tebas hatte verschiedenen Medien gesagt, es gebe diverse Szenarien. Der frühestmögliche Zeitpunkt zur Wiederaufnahme der Liga sei demnach Ende Mai. Nach Beginn der Testphase sollen die Vereine ab dem 4. Mai ins Training zurückkehren können. In Spanien herrscht jedoch weiterhin ein landesweiter Lockdown. In dem Land sind inzwischen mehr als 22.000 Menschen an der Krankheit COVID-19 gestorben.

+++ 23.04.2020, 16:49 Uhr: Schweizer Liga wird nicht aufgestockt +++

Die im Zuge der Coronakrise unterbrochene höchste Schweizer Fußballliga wird nicht aufgestockt. Bei einer schriftlichen Abstimmung der 20 Erst- und Zweitligisten wurde die notwendige Mehrheit knapp verfehlt. Zehn Vereine sprachen sich für eine Aufstockung der Super League von zehn auf zwölf Teams aus, die übrigen zehn votierten dagegen. Zwölf Stimmen dafür wären nötig gewesen.

Der Spielbetrieb in der Schweizer Liga ruht derzeit, wie es weitergeht, ist offen. Nach der Entscheidung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) vom Donnerstag dürfen die Ligen ihre Saison unter bestimmten Kriterien abbrechen, ohne Sanktionen befürchten zu müssen.

+++ 23.04.2020, 16:01 Uhr: UEFA erlaubt Saisonabbruch +++

Europas Top-Klubs müssen bei einem Saisonabbruch in ihren Ligen keinen Ausschluss von den internationalen Wettbewerben mehr fürchten. Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) beschloss bei einer Videokonferenz am Donnerstag, dass im Falle eines vorzeitigen Saisonendes die betroffenen Ligen auf einer "transparenten und objektiven" Basis die Teilnehmer nominieren sollen.

Dabei dürften vor allem die bis zum Abbruch erzielten Resultate für eine Teilnahme herangezogen werden. Sofern Mannschaften unterschiedlich viele Spiele absolviert haben, könnte anhand eines Punktedurchschnitts entschieden werden.

Die UEFA nannte auch Kriterien für einen erlaubten Abbruch. Dieser sei gestattet, wenn es Anordnungen der Behörden gibt oder eine Fortsetzung der Liga aus finanziellen Gründen keinen Sinn machen würde. Die UEFA behält sich aber das Recht vor, ausgewählten Teilnehmern unter Umständen das Startrecht zu verwehren.

Als erste Liga hatte Ende März die belgische Pro League wegen der Coronakrise einen Abbruch in Erwägung gezogen, die UEFA drohte daraufhin mit dem möglichen Ausschluss aus Champions und Europa League. Endgültig soll in Belgien am 27. April eine Entscheidung fallen, in den Niederlanden ist das vorzeitige Saisonende wegen des Verbots von Großveranstaltungen bis zum 1. September nur noch Formsache.

+++ 23.04.2020, 15:35 Uhr: DFL legt keinen Starttermin fest +++

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert will sich nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga weiter nicht an Spekulationen über einen konkreten möglichen Fortsetzungstermin der Bundesliga beteiligen.


Mehr dazu: Hier geht es zum ausführlichen Bericht zur DFL-Mitgliederversammlung


"Wann dieser Zeitpunkt sein wird, darüber gab es einige Aussagen und viele Spekulationen. Für uns bleibt entscheidend, was die politisch Verantwortlichen beschließen", sagte Seifert. "Deshalb liegt es nicht an uns, einen Starttermin zu beschließen. Wenn es Tag X ist, werden wir bereit sein."

Zuletzt war unter anderem über den 9. Mai als möglichen Termin für einen Neustart diskutiert worden. Die beiden Spitzenpolitiker Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU) hatten diesen Termin ins Spiel gebracht. "Falls die Politik beschließt, am 9. Mai, dann werden wir am 9. Mai bereit sein", sagte Seifert. "Wir haben heute keinen Zeitpunkt definiert, an dem die Bundesliga wieder spielen soll."

+++ 23.04.2020, 14:44 Uhr: UEFA leistet Hilfestellung für die Arme +++

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) greift den Vereinen in der Coronakrise finanziell unter die Arme. Für die Abstellung ihrer Spieler für die EM-Qualifikation und die Nations League erhalten 676 Vereine schon jetzt die vereinbarte Gesamtsumme von 70 Millionen Euro - je nach Anzahl der abgestellten Spieler bekommen die Klubs Summen von 3200 Euro bis 630.000 Euro. Das gab die UEFA nach einer Sitzung des Exekutivkomitees am Donnerstag bekannt.

"Die Klubs tragen mit ihren Spielern zum Erfolg der Nationalmannschaftswettbewerbe bei", sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin: "In diesen schwierigen Zeiten ist es unsere Aufgabe, den Vereinen so schnell wie möglich das Geld zukommen zu lassen."

Weitere 130 Millionen Euro werden an die Vereine ausgeschüttet, die bei der EURO im kommenden Jahr Spieler zur Verfügung stellen.

+++ 23.04.2020, 13:35 Uhr: Frauen-EM um ein Jahr verschoben +++

Nach der Verschiebung der Männer-EM sowie der Olympischen Spiele ins Jahr 2021 aufgrund der Coronakrise wird auch die Frauenfußball-EM ein Jahr später als geplant stattfinden. Wie die Europäische Fußball-Union (UEFA) am Donnerstag mitteilte, wird das Turnier in England aufgrund der Terminkollisionen vom 6. bis 31. Juli 2022 ausgetragen. Die WM der Männer in Katar findet zwar im selben Jahr statt, allerdings im Winter.

Ursprünglich sollte die 13. EM der Frauen vom 7. Juli bis 1. August 2021 im Mutterland des Fußballs ausgetragen werden. Die EM-Qualifikation ist aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochen, der Rekordeuropameister Deutschland liegt mit der Idealausbeute von zwölf Punkten aus vier Spielen in der Gruppe I auf Rang zwei hinter Irland (5 Spiele, 13 Punkte).

+++ 23.04.2020, 13:22 Uhr BFV will Saison im September fortsetzen +++

Der Bayerische Fußball-Verband wird die unterbrochene Saison 2019/20 wegen der Coronakrise bis zum 31. August aussetzen und ab 1. September zu Ende zu spielen - sollte dies durch staatliche Vorgaben möglich sein. Dies beschloss der BFV-Vorstand am Donnerstag, nachdem die Vereine dem Plan bereits mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit zugestimmt hatten.

"Die Zeit ist nicht einfach, weil wir wissen, dass sämtliche Lösungen im Umgang mit dieser Saison Nebenwirkungen mit sich bringen. Natürlich auch unser Weg. Wir sind aber nach wie vor davon überzeugt, dass das vorgeschlagene Modell unter Abwägung aller Fragen die bestmögliche Lösung darstellt", hatte BFV-Präsident Rainer Koch bereits im Vorfeld der Sitzung gesagt.

Der BFV-Vorstand setzt insgesamt fünf sogenannte "Lösungs-Arbeitsgruppen" (LAG) ein, die sich um die Themenfelder Vereinswechsel, Spielbetrieb Erwachsene, Spielbetrieb Juniorinnen und Junioren, Meldungen und Fristen sowie Einbettung in Regularien kümmern. "Wir haben immer klar betont, dass auch unser Weg Probleme mit sich bringen wird, die uns vor eine große Herausforderung stellen. Das wissen wir und so handeln wir jetzt. Es gibt viele Fragen zu klären", sagte Geschäftsführer Jürgen Igelspacher.

+++ 23.04.2020, 12:11 Uhr: Stendel beklagt mangelnde Solidarität +++

Fußballtrainer Daniel Stendel vom schottischen Erstligisten Heart Of Midlothian hat die Einstellung der Klubs in Schottland kritisiert und mangelnde Solidarität beklagt.

Hintergrund ist ein möglicher Saisonabbruch in der Premiership. Die Hearts stehen auf dem letzten Tabellenplatz und könnten im Falle des Abbruchs zum Absteiger erklärt werden. "Wenn sie die Liga beenden und wir sind das einzige Team in so einer Situation, dann sagen manche anderen Teams: "Ach, das macht doch nichts."", klagte Stendel in der Zeitung "Edinburgh Evening News". "Es ist nicht leicht im Moment."

Die Hearts-Vorsitzende Ann Budge leitet eine Task Force für den Neuaufbau der Liga, bei dem auch die Zahl der teilnehmenden Vereine erhöht werden könnte, dann würde es in diesem Jahr in Schottland keinen Absteiger geben.

+++ 23.04.2020, 11:54 Uhr: DFL rechnet mit 25.000 Tests +++

Die Deutsche Fußball Liga rechnet angeblich mit einem Bedarf von 25.000 Coronavirus-Tests, um die derzeit ausgesetzte Saison abschließen zu können. Das geht aus auf den 17. April datierten Dokumenten hervor, über die die "Bild" nun berichtete. Fast zeitgleich mit der Veröffentlichung begann die DFL-Mitgliederversammlung, während der das weitere Vorgehen beraten wird.

Dem Bericht zufolge ergeben sich in mindestens neun bis zehn Wochen Spielzeit 21.600 nötige Tests für die Beteiligten in den 36 Klubs. "Nach Reserve-Aufstockung kommt man auf knapp 25.000 Tests für die restliche Spielzeit", steht laut "Bild" in der Präsentation der DFL-Kommission "Fußball".

Bei einer Preisspanne zwischen 60 und 150 Euro pro Test - jeder Verein soll ein bestimmtes Labor in Deutschland zugeordnet bekommen - würden sich Gesamtkosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro ergeben.

Die DFL und auch der Deutsche Fußball-Bund hatten zuletzt mehrfach betont, dass der Neustart der Bundesliga und 2. Liga nicht auf Kosten des Gesundheitssystems erfolgen würde. "Es geht an den Fakten vorbei, wenn unterstellt wird, dass eine mögliche engmaschige Testung eine Unterversorgung der Bevölkerung verursache", hatte das DFL-Präsidium mitgeteilt. "Die Test-Kapazitäten sind in den vergangenen Wochen massiv gesteigert worden." In dem Dokument wird betont, dass selbst zwei Tests pro Person und Woche bei passiver Betrachtung der Gesamtkapazität nur "knapp 0,4 % der gesamt in Deutschland durchgeführten Tests pro Tag entsprechen" würden.

+++ 23.04.2020, 11:35 Uhr: Sky und Serie A streiten um Preisnachlass +++ 

Der Bezahlsender "Sky Italia" hat in der Coronakrise einen Preisnachlass für die letzte Rate der TV-Gelder gefordert und trifft damit bei den Fußball-Klubs der italienischen Serie A auf Ablehnung. Die TV-Gruppe, die die Mehrheit der Übertragungsrechte der Topliga hält, will für die letzten 87 Spiele der unterbrochenen Saison nur die Hälfte der vereinbarten 156 Millionen Euro zahlen.

Die Meisterschaft wurde wegen der Corona-Pandemie am 9. März unterbrochen, wann sie wieder aufgenommen werden kann, ist offen. Sollte "Sky Italia" nicht die komplette Rate zahlen, droht die Serie A laut Medienberichten mit einer juristischen Auseinandersetzung.

Der ehemalige Milan-Chef Adriano Galliani warnte vor dem Bankrott europäischer Topklubs, sollten die Bezahlsender die Fernsehgelder nicht überweisen. "Hier geht es nicht nur um die TV-Übertragungsrechte. Es fehlen auch die Einnahmen durch die Eintrittskarten für die Spiele im Stadion und die 400 Millionen Euro, die die UEFA für europäische Wettbewerbe verteilen muss", warnte Galliani.

+++ 23.04.2020, 10:55 Uhr: Rüdiger spendet 60.000 Masken +++

Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger will über seine Stiftung 60.000 Gesichtsmasken für einkommensschwache Markthändler im afrikanischen Freetown/Sierra Leone spenden.

Das gab der Abwehrspieler des FC Chelsea auf seinen sozialen Netzwerkseiten bekannt. An der 30.000 US-Dollar teuren Aktion wollen sich unter anderem auch die Fußballprofis Mesut Özil, N'Golo Kanté und Olivier Giroud beteiligen. "Das wird hoffentlich die Ausbreitung von COVID-19 etwas reduzieren", schrieb Rüdiger, dessen Mutter aus Sierra Leone stammt, auf Twitter.

+++ 23.04.2020, 07:52 Uhr: Da Costa zur möglichen Hotel-Quarantäne +++

Danny da Costa vom Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt kann sich nur schwer vorstellen, sich für eine eventuelle Fortsetzung der Bundesliga-Saison in Hotel-Quarantäne zu begeben. "Mir persönlich würde es auf jeden Fall extrem schwerfallen, die nächsten Wochen in einem Hotel verbringen zu müssen und meine Familie nicht sehen zu können", sagte der Verteidiger in einer Presserunde.

Er könne nicht sagen, ob es sinnvoll wäre, alle Mannschaften bis zum Ende der Saison in einem Hotel unterzubringen, ergänzte der 26-Jährige, der damit rechnet, dass bei einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs immer wieder Kritik aufkommen würde. "

Die eine Seite wartet sehnsüchtig darauf, dass endlich wieder Fußball gespielt wird und die andere Seite ist gegen eine Fortsetzung. Ich würde es nicht 'Sonderrolle' nennen, denn man versucht, ähnlich wie in anderen Unternehmen, eine Möglichkeit zu finden, seinen Jobs wieder nachzugehen", sagte da Costa.

+++ 23.04.2020, 07:39 Uhr: Stielike über China-Neustart +++

Der frühere DFB-Trainer Uli Stielike muss sich auf einen Neustart in Chinas Fußball-Superliga wohl noch länger gedulden.

"Eventuell beginnt die Meisterschaft wieder Ende Juni oder Anfang Juli. Das ist die letzte Information, die ich erhalten habe", sagte der 65 Jahre alte Coach des Erstligisten Tianjin Teda der "Deutschen Presse-Agentur". Seine Spieler wie die deutschen Legionäre Sandro Wagner und Felix Bastians haben noch bis zum 3. Mai Urlaub, das erste Training ist vorerst auf den 4. Mai angesetzt.

"Ich warte täglich darauf, dass ich eine Nachricht vom Klub bekomme, wie es mit meiner Einreise aussieht", sagte Stielike, der sich in Bochum aufhält und den Verein seit September 2017 betreut. Anfang April hatten die Sportbehörden in China entschieden, die im Februar schon ausgesetzte "Super League" und andere Sportveranstaltungen wegen der Corona-Krise weiter auf unbestimmte Zeit auszusetzen.

+++ 23.04.2020, 07:15 Uhr: Bale spendet 500.000 Pfund +++

Gareth Bale vom spanischen Rekordmeister Real Madrid hat gemeinsam mit seiner Frau 500.000 Pfund (rund 570.000 Euro) an die Klinik in Cardiff gespendet, in der er geboren wurde.

"Das Krankenhaus der Universität von Wales hat einen besonderen Platz in meinem Herzen. Hier bin ich geboren und hier wurden meine Familie, meine Freunde und die gesamte Gemeinschaft großartig unterstützt", sagte der Rekordtorschütze der walisischen Nationalmannschaft in einer Videobotschaft.

Len Richards, Geschäftsführer der Klinik in Cardiff, bedankte sich für Unterstützung während der Coronakrise: "Es ist so ermutigend zu hören, dass sie beschlossen haben, ihrem örtlichen Krankenhaus etwas zurückzugeben, um die harte Arbeit anzuerkennen, die unsere Mitarbeiter und andere Krankenhäuser in dieser sehr schwierigen Zeit leisten." 

+++ 23.04.2020, 07:00 Uhr: NADA auf Neustart vorbereitet +++

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) sieht sich für eine mögliche Rückkehr zum Spielbetrieb in der Bundesliga gerüstet. "Die NADA hat dafür alle Vorkehrungen getroffen und kann eine Umsetzung von Dopingkontrollen bei Wiederaufnahme des Spielbetriebs durchführen", teilte die NADA auf "Spiegel"-Anfrage mit. "Unter Berücksichtigung entsprechender Sicherheitsvorkehrungen zur Infektionsverhütung" solle die Durchführung von Urin- und Blutkontrollen wieder aufgenommen werden.

Dabei sollen nötige Sicherheitsabstände eingehalten und Schutzvorkehrungen wie das Tragen eines Mundschutzes und der Einsatz von Desinfektionsmittel eingeführt werden. Diesbezüglich stehe man mit dem DFB und der DFL in Kontakt. Das von DFB und DFL erstellte Konzeptpapier, das der "Spiegel" am Dienstagabend veröffentlicht hatte, empfiehlt nach Möglichkeit die "Einrichtung eines zweiten Anti-Doping-Raums zur räumlichen Trennung von Spielern beider Teams". 

Zudem plant die NADA die Wiederaufnahme von unangekündigten Kontrollen bei den Klubs, die derzeit unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren. Es seien bereits Konzepte entwickelt worden, "um nach und nach auch im Trainingskontrollbereich wieder klassische Dopingkontrollen durchführen zu können", teilte die NADA mit. Ab wann und in welchem Umfang dies wieder möglich sein wird, ist allerdings offen.

+++ 22.04.2020, 21:45 Uhr: Bouffier von Fortsetzung der Bundesliga überzeugt +++

Der Ministerpräsident von Hessen, Volker Bouffier, ist von einer Wiederaufnahme der Spiele in der Bundesliga überzeugt.

"Ich halte es grundsätzlich für vertretbar. Entscheiden tun nur die Länder, die sind zuständig. Klug ist es, beieinander zu bleiben, die Beurteilung durch Bundesgesundheitsministerium und das RKI wird eine Rolle spielen", sagte Bouffier dem "F.A.Z.-Podcast für Deutschland". "Alles, was ich gehört habe, lässt mich annehmen, dass sie zustimmen. Mein Eindruck ist, dass die meisten Ministerpräsidenten mitziehen", sagte Bouffier.

Zuvor hatten auch die Ministerpräsidenten von Bayern und Nordrhein-Westfalen, Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU), eine Aufnahme von Geisterspielen im Mai in Aussicht gestellt.

+++ 22.04.2020, 19:20 Uhr: Teams der Regio West fordern Saison-Abbruch +++

Die Saison in der Regionalliga West steht offenbar wegen der Corona-Pandemie vor dem Abbruch.

Nach "kicker"-Informationen sprachen sich 16 der 18 Vereine in einer Videokonferenz mit dem Westdeutschen Fußballverband (WDFV) am Mittwochnachmittag für ein vorzeitiges Ende der Spielzeit aus. Für eine endgültige Entscheidung wird allerdings ein Beschluss des WDFV-Verbandstags benötigt.

Da die Klubs der Regionalliga insbesondere auf die Zuschauereinnahmen angewiesen sind, kommen Geisterspiele als Alternative nicht infrage. Zahlreichen finanziell angeschlagenen Vereinen der Liga drohen aufgrund des fehlenden Spielbetriebs wirtschaftliche Probleme. Die Saison in der Regionalliga West war Mitte März unterbrochen worden. 

Eine Entscheidung über den Aufstieg in die 3. Liga steht noch aus. Tabellenführer SV Rödinghausen hatte bereits im Februar erklärt, auf einen möglichen Aufstieg verzichten zu wollen, der SC Verl belegt den zweiten Rang. Ein West-Vertreter spielt normalerweise in einer Relegation gegen den Meister aus der Nordost-Staffel um den Aufstieg. Einigkeit herrschte laut Bericht bei einem Großteil der Klubs auch darüber, dass es keine Absteiger geben soll.

+++ 22.04.2020, 18:30 Uhr: Spahn offen für Geisterspiele +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich erneut offen für Geisterspiele ohne Publikum unter besonderen Schutzvorkehrungen wegen der Coronavirus-Pandemie gezeigt.

"Wenn das gelingen kann bei minimiertem und so gut wie möglich ausgeschlossenem Infektionsrisiko, dann kann das sicherlich gehen", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Dies sei nun zu bewerten.

Spahn verwies darauf, dass es für Millionen Fans in Deutschland wichtig und auch ein Stück Normalität wäre, wenn man am Fernsehen Spiele miteinander zu Hause in der Familie verfolgen könnte - allerdings nicht in größeren Gruppen. Dies könne für Fußball gelten, aber auch für andere Sportarten.

+++ 22.04.2020, 16:30 Uhr: Entscheidung über Serie-A-Restart vertagt +++

Eine Entscheidung über eine baldige Wiederaufnahme der italienischen Fußball-Liga ist vertagt worden.

Wie Sportminister Vincenzo Spadafora nach einem Treffen mit dem Fußball-Verband FIGC mitteilte, soll es in den nächsten Tagen noch Gespräche mit Gesundheitsminister Roberto Speranza und dem wissenschaftlichen Ausschuss der Regierung geben.

Nach dem Plan der Liga-Verantwortlichen sollen die Fußballer ab dem 4. Mai zunächst isoliert werden, das heißt unter anderem, auf das Coronavirus getestet und in Camps streng kontrolliert werden. Nach drei Wochen könnten dann möglicherweise Partien - ohne Fans - gespielt werden.

+++ 22.04.2020, 14:57 Uhr: Wie geht es in Holland weiter? +++

Nach der Entscheidung, die Fußball-Saison in den ersten beiden Ligen wegen der Coronavirus-Krise nicht zu Ende zu spielen, wird in den Niederlanden heftig über die Wertung der abgebrochenen Spielzeit diskutiert.

Vor allem die Frage, wer zum Meister ernannt wird und ob es Auf- und Absteiger gibt, sorgt für Spekulationen. Ajax Amsterdam und AZ Alkmaar liegen beide nach je 25 ausgetragenen Partien mit 56 Punkten an der Tabellenspitze. Ajax hat allerdings die um acht Treffer bessere Tordifferenz. Eigentlich müsste Ajax nun der Titel zugesprochen werden. Allerdings gibt es auch Stimmen, die das anders sehen, weil Alkmaar beide Duelle mit Amsterdam gewonnen hat. Ob die Regeln für den Fall eines Abbruchs gültig sind, ist unklar.

Der Verband KNVB will am Freitag mit allen Beteiligten beraten, wie die Spielzeit gewertet wird. Dabei wird es neben der Meisterfrage vor allem auch darum gehen, ob die Liga auf 20 Teams aufgestockt wird oder es nach aktuellem Tabellen-Stand Auf- und Absteiger gibt. Die beiden Spitzenteams der Zweiten Liga, Cambuur Leeuwarden und De Graafschap, gehen fest von einem Aufstieg aus.

Unklar ist auch, wie die Zeit bis zum Start der neuen Saison überbrückt werden soll. Viele Klubs stehen vor finanziellen Problemen, weshalb mit den Profis über einen Gehaltsverzicht gesprochen werden soll. Auch, ob und wie weiter trainiert werden soll, stellt die Vereine vor Probleme. Laut der Tageszeitung "De Volkskrant" soll die Spielzeit 2020/21 erst am 1. Oktober beginnen.

+++ 22.04.2020, 14:34 Uhr: Fragen und Antworten zur DFL-Sitzung +++

Am Donnerstag treffen sich die Klubchefs der 36 Profivereine (natürlich nur virtuell) zu ihrer wahrscheinlich entscheidenden Sitzung während der Coronakrise. Es könnte eine der wichtigsten Versammlungen in der Geschichte des deutschen Fußballs sein. Hier geht es zu den Fragen und Antworten rund um die Sitzung.

+++ 22.04.2020, 12:26 Uhr: Amateurvereine verkaufen virtuelles Bier und Würstchen +++

Mehr als 8000 fiktive Biere und 6000 Bratwürstchen sind bisher über die Theke gegangen: Amateursportvereine aus ganz Deutschland tun es Profi-Klubs wie dem Fußball-Zweitligisten VfL Bochum gleich und verkaufen virtuelle Eintrittskarten und andere Produkte, um die fehlenden Einnahmen durch die Corona-Pandemie zu kompensieren.

Auf der Spendenplattform www.geisterspieltickets.de seien nach rund drei Wochen bereits 780 Vereine angemeldet, die durch die angebotenen virtuellen Produkte bereits mehr als 100.000 Euro gesammelt hätten, teilte die Plattform am Mittwoch mit.

Der Fußball-Kreisliga-Klub Club TC Freisenbruch hatte die Aktion ins Leben gerufen, um Vereinen die Möglichkeit zu geben, virtuelle Eintrittskarten für ausgefallene Spiele zu verkaufen. Der Aufwand für einzelne Vereine sei zu groß, sagte Programmierer Peter Wingen, "deshalb haben wir etwas größer gedacht und eine Spendenplattform für alle Vereine erschaffen".

Sollten die von den Einnahmen einbehaltenen Betriebskosten der Online-Plattform die tatsächlichen Kosten übersteigen, wird mit den Mehreinnahmen die Spenden-Initiative "We Kick Corona" der Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich finanziell unterstützt.

+++ 22.04.2020, 12:26 Uhr: UEFA-Exko klärt weitere Fragen +++

Länderspiele, Europapokal, Frauen-EM: Das Exekutivkomitee der UEFA wird am Donnerstag wegweisende Entscheidungen beschließen und weitere durch die Coronakrise entstandene Fragen klären. Von 10.00 bis 12.00 Uhr will UEFA-Präsident Aleksander Ceferin mit DFB-Vizepräsident Rainer Koch und den anderen Exko-Mitgliedern konferieren - einige Beschlüsse sind bereits durchgesickert.

So soll die für den Sommer 2021 in England geplante EM-Endrunde der Frauen vom 6. bis 31. Juli 2022 über die Bühne gehen. Das Turnier war verschoben worden, weil die UEFA bereits vor mehreren Wochen die EURO 2020 der Männer wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verlegt hatte. Offen ist hingegen weiter, wann genau die U21-EM stattfinden soll. Das Turnier der besten Nachwuchsspieler ist noch für Juni 2021 terminiert - und würde sich nach aktuellem Stand mit der Pan-EM (11. Juni bis 11. Juli) überschneiden.

Zudem dürften Fragen bezüglich der europäischen Klubwettbewerbe geklärt werden. Zudem soll Klarheit für die Nationalmannschaften geschaffen und der Terminkalender spezifiziert werden. Im September stehen eigentlich Spiele der Nations League an, allerdings müssen auch noch die abgesagten EM-Playoffs aus dem März nachgeholt werden.

+++ 22.04.2020, 12:11 Uhr: Özil verweigert Gehaltsverzicht - Berater erklärt +++

Beim FC Arsenal hatten sich Spieler und Verantwortliche am Montag auf einen Gehaltsverzicht geeinigt. Die Profis sollen bis März 2021 jeweils 12,5 Prozent weniger verdienen. Falls die Gunners die Champions League erreichen, will der Klub das Geld zurückzahlen. Diese Regelung soll in den kommenden Tagen vertraglich festgelegt werden, teilten die Londoner mit.

Mesut Özil ist jedoch nicht bereit, die Kürzungen ohne Weiteres in Kauf zu nehmen, wie der "Mirror" berichtet. Sein Berater Erkut Sögüt forderte gegenüber "The Athletic" die Vereine zudem auf, mehr Transparenz zu leisten: "Der Klub muss eher erklären, wie er zu diesen Prozentzahlen kommt."

Zudem müssten die finanziellen Umstände "total transparent" sein, damit alle Spieler gut informiert eine Entscheidung darüber treffen können, in welcher Höhe von ihnen erwartet werden kann, dem Klub durch die kommenden Monate zu helfen". 

+++ 22.04.2020, 11:57 Uhr: Politik warnt vor Fan-Aufläufen +++

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) sorgt sich im Zuge von möglichen Geisterspielen in der Fußball-Bundesliga um Fan-Aufläufe vor den Stadien. "Das bereitet Probleme. Ich kann mir kein Sonderrecht für den Fußball vorstellen, das am Ende so aussieht, dass sich Hunderte von Fans an einem Ort versammeln", sagte Mäurer der "Bild"-Zeitung.

Daher hatte der 68 Jahre alte Politiker um ein Gespräch mit Ultra-Fangruppierungen in Bremen gebeten. Die Antwort war allerdings negativ. "Ansammlungen von größeren Menschenmengen sind unzulässig. Daher habe ich versucht, mit den Ultras in einen Dialog zu kommen. Die Antwort war: ,Nein, danke. Mit Ihnen reden wir nicht.'", sagte Mäurer. Demnach habe auch Werder-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald um ein Gespräch mit den Ultras gebeten - noch ohne Ergebnis.

+++ 22.04.2020, 11:25 Uhr: Schweiz will Geisterspiele +++

Auch die Schweizer Fußballliga will mit Geisterspielen wieder in den Betrieb einsteigen. Dafür habe sie mit dem Institut für Infektionskrankheiten der Universität Bern ein Konzept ausgearbeitet und dem Bundesamt für Sport vorgelegt, wie die Swiss Football League (SFL) mitteilte. Einen Zeitpunkt für erste Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit gibt es aber noch nicht.

"Mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebes mit Geisterspielen, verbunden mit einem Risiko-Management-Konzept und unter wissenschaftlicher Aufsicht, möchte der Spitzenfußball ein Zeichen für die Möglichkeit einer baldigen Rückkehr zu mehr Normalität setzen", teilte die Liga mit. Nur so sei der Schweizer Profifußball in seiner heutigen Form zu retten.

+++ 22.04.2020, 10:23 Uhr: Extrawurst für Ibra +++

Zlatan Ibrahimovic darf weiter in seiner Heimat beim Erstligisten Hammarby IF trainieren. Sein italienischer Arbeitgeber AC Mailand erteilte ihm eine Sondergenehmigung, im Gegensatz zu den anderen ausländischen Spielern nicht nach Mailand zurückkehren zu müssen. In Schweden habe der Stürmer bessere Trainingsbedingungen als derzeit in Italien, argumentierte der Klub laut "Gazzetta dello Sport".

Milan-Chef Ivan Gazidis hat Ibrahimovic immer noch kein Angebot für eine Verlängerung seines bis Ende Juni laufenden Vertrags vorgelegt, berichtete das Blatt weiter. Solange nicht klar sei, ob und wann die italienische Serie A wieder aufgenommen werden kann, soll es keine Entscheidung darüber geben, hieß es.

Ibrahimovic hatte Italien wegen der Coronakrise bereits im März verlassen. Schweden hat mit vergleichsweise lockeren Regelungen auf die Pandemie reagiert. Der 38-Jährige, der bereits von 2010 bis 2012 für Milan gespielt und mit den Rossoneri einen seiner vier italienischen Titel gewonnen hatte, soll enttäuscht sein, dass sich der Klub von Sportchef Zvonimir Boban getrennt hat, der Ibrahimovic nach Mailand zurückgeholt hatte.

+++ 22.04.2020, 8:25 Uhr: So denken die Fans über einen Neustart der Saison +++

Ein Großteil der Bundesligafans befürwortet Geisterspiele, um die aufgrund der Coronakrise unterbrochene Saison im Fußball-Oberhaus zu Ende spielen zu können. Laut einer Umfrage der Voting-App FanQ in Zusammenarbeit mit Intelligent Research in Sponsoring (IRIS) glauben 74 Prozent der 1350 befragten Fußballfans daran, dass die Spielzeit trotz der Pandemie beendet werden kann. Um dies zu verwirklichen, befürworten 74 Prozent die Austragung der Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

In Zeiten von COVID-19 erachten 72 Prozent der Fans Geisterspiele zur Ablenkung vom Alltag als "sehr wichtig" oder "wichtig". Dennoch sehen die Befragten hinter den Motiven für die möglichst baldige Wiederaufnahme der Bundesliga-Saison vor allem finanzielle Gründe. 89,9 Prozent denken, es ginge dabei primär um die Sicherstellung von TV- und Sponsoringeinnahmen. Der sportliche Wettbewerb (40 Prozent) oder die Unterhaltung der Fans (20,1 Prozent) seien dabei weniger wichtig.

Gespalten sind die Fans bei der Frage der gesellschaftlichen Akzeptanz der Austragung der Spiele trotz der Pandemie. 47 Prozent glauben, dass die Fans bei einer Fortsetzung der Saison COVID-19 nicht mehr so ernst nehmen würden. 47,6 Prozent denken hingegen, das dies nicht der Fall sein wird. Ausnahmeregelungen für den Profifußball fänden 44,2 Prozent "irritierend".

+++ 22.04.2020, 07:05 Uhr: Baumgart hat Verständnis für Kritiker +++

Paderborns Trainer Steffen Baumgart hat in der Debatte um eine mögliche Fortsetzung der Bundesliga-Saison in Zeiten der Corona-Krise Verständnis für Kritiker eines solchen Vorgehens gezeigt.

"Natürlich muss man diese Meinungen ernst nehmen. Man muss alle Stimmen hören", sagte Baumgart der "Deutschen Presse-Agentur". Einige Fan-Gruppierungen und Politiker hatten die Pläne der Deutschen Fußball Liga kritisiert, die aktuelle Saison mit Hilfe von Geisterspielen zu Ende zu spielen.

Gleichwohl warb Baumgart auch für die Interessen des Profifußballs. "Es geht letztendlich darum, dass auch wir wieder unseren Beruf ausüben wollen", sagte der Trainer des Tabellenletzten. "Und der beinhaltet nun einmal, dass wir wieder auf dem Platz stehen und gegeneinander Fußball spielen."

"Es ist gut, dass wir wieder auf dem grünen Rasen stehen", sagte Baumgart zur aktuellen Situation. "Aber natürlich hoffen wir, dass wir die Saison zu Ende spielen können. Wir wollen eine sportliche Entscheidung."

Die DFL will bei ihrer Mitgliederversammlung am Donnerstag weitere Details zu ihren Plänen vorstellen. Einen konkreten Termin für den Bundesliga-Neustart wollen die Vertreter der Liga und der 36 Klubs dabei aber noch nicht festlegen. Die Entscheidung, ob und ab wann wieder gespielt werden kann, trifft am Ende die Politik. Klar ist, dass nur Spiele ohne Zuschauer infrage kommen.

+++ 22.04.2020, 06:25 Uhr: Revierderby als Eröffnungsspiel? +++

Wie und wann es in der Bundesliga weitergeht, soll sich in den kommenden Tagen entscheiden. Die "Sport Bild" berichtet von einem möglichen Szenario, nach dem unter anderem das Revierderby des BVB gegen Schalke vom 26. Spieltag wie ursprünglich geplant als nächstes stattfindet.

Ein anderer Plan sieht angeblich vor, dass der 33. Spieltag vorgezogen und als nächstes ausgetragen wird. An diesem Spieltag käme es dann zum Spitzenspiel zwischen Dortmund und Leipzig. Anschließend soll dann der 34. Spieltag gespielt werden, ehe es schließlich mit dem 26. bis 32. Spieltag weitergeht. Der eigentliche 32. Spieltag wäre in dieser Rechnung dann der letzte Spieltag der Saison 2019/20. Was den zeitlichen Ablauf angeht, sind laut Informationen der Sportzeitung drei Englische Wochen geplant.

Schon am Donnerstag will die Liga entscheiden, welchen Plan sie in die Tat umsetzen will.

+++ 21.04.2020, 21:40 Uhr: Saison in Holland vor Abbruch +++

Der Saisonabbruch aufgrund der Coronakrise im niederländischen Profifußball ist nur noch Formsache.

Wie der niederländische Verband (KNVB) am Dienstag mitteilte, herrsche darüber nun Klarheit, nachdem die Regierung des Landes Großveranstaltungen bis zum 1. September verboten hatte. Eine endgültige Entscheidung über die Eredivisie soll am Freitag in einem Meeting aller Klubs fallen.  

Auf der Grundlage des Regierungsbeschlusses wird der KNVB in Kontakt mit der Europäischen Fußball-Union UEFA treten, um eine Entscheidung abzustimmen. Die UEFA hatte zuvor bereits die "nachdrückliche Empfehlung" ausgesprochen, die wegen der Coronavirus-Pandemie ausgesetzten nationalen Wettbewerbe abzuschließen.

+++ 21.04.2020, 20:45 Uhr: Maximal 300 Personen bei Geisterspielen +++

Bei möglichen Geisterspielen der Bundesliga sollen maximal ca. 300 Personen anwesend sein. Das geht aus den Empfehlungen der Task Force der Deutschen Fußball Liga hervor, über die das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete.

Das Stadiongelände soll demnach in drei Zonen eingeteilt werden, in jeder dürfen sich maximal 100 Personen zeitgleich aufhalten. Während der Partien rechnen die Experten mit 98 Beteiligten im Innenraum, darunter die 22 Spieler auf dem Rasen, 18 Ersatzspieler und fünf Schiedsrichter.

Die DFL kommentierte die Veröffentlichung des Papiers nicht. Zuvor hatte der Verband angekündigt, dass die Task Force, die von DFB-Chefmediziner Tim Meyer geleitet wird, bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag "ein detailliertes verbindliches Konzept mit strengen Hygiene-Vorgaben, erforderlichen Testungen und permanentem Monitoring" vorstellen werde.

+++ 21.04.2020, 20:14 Uhr: DFB-Generalsekretär rechnet mit Länderspielen im Herbst ++++

DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius glaubt fest an Länderspiele im Herbst. "Ob mit oder ohne Zuschauer, da lege ich mich noch nicht fest, aber im September werden wir die Nationalmannschaft wieder auf dem Platz sehen, das ist meine Prognose", sagte Curtius in einer Videoschalte mit "Bil"d.

Dann stehen für die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw die Spiele gegen Spanien (3. September) und die Schweiz (6. September) in der Nations League an. Zuletzt war die für den 12. Juni bis 12. Juli angesetzte EM aufgrund der Corona-Pandemie ins kommende Jahr (11. Juni bis 11. Juli 2021) verschoben worden. 

Für den Amateurfußball sieht Curtius jedoch keine schnelle Lösung. Der Verband sei in ständigem Austausch mit den Landesverbänden, "wir gehen in nächster Zeit aber nicht von einem Signal aus, dass auch die Amateure wieder kicken können."

+++ 21.04.2020, 19:50 Uhr: DFB-Boss: Gesellschaft kann sich auf Fußball verlassen +++

DFB-Präsident Fritz Keller hat in der Diskussion um eine baldige Fortführung des Spielbetriebs von 1. und 2. Bundesliga auf das Verantwortungsbewusstsein des Spitzenfußballs verwiesen.

"Wir sind sehr dankbar für die positiven Signale aus der Politik und der Medizin. Das ist ein großer Vertrauensvorschuss", erklärte der Boss des Deutschen Fußball-Bundes auf der Verbandswebseite: "Fest steht: Die Gesellschaft kann sich auf den Fußball verlassen."

Der 63-Jährige erklärte weiter: "Wir garantieren, dass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs, zunächst noch ohne Fans in den Stadien, nicht zu Lasten des Gesundheitssystems gehen wird. Der Spitzenfußball ist sich seiner Verantwortung sehr bewusst."

+++ 21.04.2020, 18:46 Uhr: Schwedens Ligen starten mit Zuschauern +++

In Schweden rollt ab Mitte Juni wieder der Ball - und das in Zeiten der Coronakrise nach derzeitigem Stand sogar vor Zuschauern: In den ersten beiden Profiligen Allsvenskan und Superettan soll ab dem 14. Juni wieder gespielt werden. Auf diesen Termin einigten sich die Verantwortlichen am Dienstag nach einer Videokonferenz mit allen 32 Klubs.

Ziel sei trotz der Corona-Pandemie immer noch, alle Spiele vor Zuschauern in den Stadien auszutragen, hieß es in einer Mitteilung. Die Klubs wollen dabei ständig die Entwicklungen rund um die Coronakrise und alle neuen Anweisungen der Behörden und der Regierung im Blick behalten.

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern in Europa gibt es in Schweden keinen Lockdown. Knapp über 15.000 Menschen sind in dem skandinavischen Land positiv auf das Coronavirus getestet worden, über 1700 bereits daran verstorben.

+++ 21.04.2020, 16:50 Uhr: Stellungnahme der DFL

Nach einer Video-Konferenz des DFL-Präsidiums hat die DFL eine Stellungnahme herausgegeben.

  • Die Liga wertet einige Aussagen von Ministerpräsidenten wie auch die Ergebnisse der Sportminister-Konferenz als positives Zeichen in Richtung Wiederbeginn des Ligenbetriebs ohne Zuschauer. Liga und Klubs seien sich ihrer Verantwortung bewusst. Die „Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“ wird bei der kommenden Mitgliederversammlung am Donnerstag ein detailliertes verbindliches Konzept mit strengen Hygiene-Vorgaben, erforderlichen Testungen und permanentem Monitoring vorstellen.
  • Die DFL wehrt sich gegen Unterstellungen, dass eine engmaschige Testung auf das Corona-Virus von Profis und Angestellten der Klubs zu einer Unterversorgung der Bevölkerung führen könnte. Das derzeit diskutierte Konzept der DFL erfordere bei steigenden Möglichkeiten zu testen aktuell weniger als 0,5 Prozent der aktuellen Testkapazitäten.
  • Das Präsidium ermahnt alle Profis und Klubs das Training weiterhin der aktuellen Situation anzupassen und nocht nicht in das reguläre Mannschaftstraining mit Körperkontakt zurückzukehren.
  • Die DFL sieht Spiele ohne Zuschauer als einzige Möglichkeit, die Existenz vieler Klubs der 1. und 2. Bundesliga in der jetzigen Form zu bewahren. 

+++ 21.04.2020, 16:19 Uhr: UEFA rät zu Abschluss der nationalen Ligen +++

Die UEFA hat die "nachdrückliche Empfehlung" ausgesprochen, die wegen der Coronavirus-Pandemie ausgesetzten nationalen Wettbewerbe abzuschließen. Dies teilte der Kontinentalverband am Dienstag nach einer Telefonkonferenz mit den Generalsekretären der 55 Mitgliedsverbände mit.

Den nationalen Verbänden seien "eine Vielzahl von Kalenderoptionen" präsentiert worden, die sowohl die Spiele der Nationalmannschaften als auch Klubwettbewerbe betreffen, führte die UEFA aus. Konkrete Termine für eine mögliche Wiederaufnahme der Wettbewerbe wurden in dem kurzen Statement nicht genannt.

"Inländische Spitzenliga- und Pokalwettbewerbe" seien "zu beenden", hieß es weiter. Aber "einige Sonderfälle werden angehört werden, sobald Richtlinien für die Teilnahme an europäischen Wettbewerben - im Falle einer abgesagten Liga - ausgearbeitet worden sind." Alle Entscheidungen sollen nach der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees am Donnerstag bekannt gegeben werden.

+++ 21.04.2020, 15:39 Uhr: Entscheidet der Bundestag über Schicksal der 3. Liga? +++

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) könnte bei einem Außerordentlichen Bundestag über einen möglichen Abbruch der Drittligasaison wegen der Corona-Pandemie entscheiden.

Laut der "Sport Bild" gibt es entsprechende Planspiele beim Verband. Am Freitag berät das DFB-Präsidium über die 3. Liga. Die Lage ist derzeit unübersichtlich. Ein Teil der Klubs plädiert für einen Abbruch, ein anderer ist dagegen.

+++ 21.04.2020, 14:39 Uhr: Berliner Senat offen für Geisterspiele +++

Der Berliner Senat will den Fußball-Bundesligisten Hertha BSC und Union Berlin bei einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit Geisterspielen keine Steine in den Weg legen.

"Falls sich die DFL auf Geisterspiele einigt und bestimmte Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, können wir uns grundsätzlich vorstellen, dass wir das für den Fußball mit einer Ausnahmegenehmigung zulassen", sagte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres und Sport dem "SID". Hertha und Union müssten dafür einen Antrag stellen.

Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs am 9. Mai war am Montag nach Ankündigungen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) wahrscheinlicher geworden. Am Donnerstag treffen sich die Klubchefs der 36 Profivereine zur wohl entscheidenden Sitzung während der Coronakrise.

+++ 21.04.2020, 14:38 Uhr: Schmadtke stellt Fortuna an den Pranger +++

Geschäftsführer Jörg Schmadtke vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg hat harsche Kritik an den Trainingsformen von Fortuna Düsseldorf geübt und seinem ehemaligen Verein sogar Wortbruch vorgeworfen.

"Die Klubs hatten sich über Gruppengröße und Zweikämpfe verständigt", sagte der frühere Fortuna-Torwart der "Bild": "Wenn sich da einige nicht dranhalten, finde ich das ärgerlich und nicht kollegial. Das ist unmöglich!"

Auslöser des Ärgers war das Montagstraining der Rheinländer. Dort absolvierten die Fortunen unter anderem eine Spielform im Vier-gegen-Vier inklusive Zweikämpfen und Grätschen. Mehr dazu hier.

+++ 21.04.2020, 12:28 Uhr: RKI dämpft Hoffnungen auf Restart +++.

Lars Schaade, der Vizepräsident des Robert Koch-Instituts, steht den geplanten Coronavirus-Tests in der Fußball-Bundesliga sehr skeptisch gegenüber.

"Ich sehe nicht, warum bestimmte Bevölkerungsgruppen, ob die nun Sportler sind - man kann sich ja auch alles andere ausdenken, was möglicherweise ein gewisses gesellschaftliches Interesse hat, - warum die routinemäßig gescreent werden sollen", sagte Schaade auf der RKI-Pressekonferenz in Berlin.

Er plädierte dafür, die Coronavirus-Tests für "medizinische Indikationen" einzusetzen. Also dann, wenn ein Grund für den Einsatz einer therapeutischen oder diagnostischen Maßnahme bei einem bestimmten Krankheitsbild angebracht ist. In diesem Fall könne ein Fußballprofi getestet werden.

"Wenn er eine medizinische Indikation hat, gerne. Wenn er ein Teil eines Ausbruchsgeschehens ist, auch", sagte er. Allgemein meinte der RKI-Vizepräsident zur Test-Problematik in der Fußball-Bundesliga: "Das ist eine schwierige Frage." Mehr dazu hier.

+++ 21.04.2020, 12:04 Uhr: Liverpool vs. Atlético auf dem Prüfstand +++

Das Champions-League-Spiel zwischen Premier-League-Spitzenreiter FC Liverpool und dem spanischen Fußball-Topklub Atlético Madrid steht im Fokus neuer Untersuchungen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus in Liverpool.

Das berichtet die englische "BBC". Die Partie fand am 11. März vor 52.000 Zuschauern statt, davon kamen 3000 aus Madrid. In Spanien waren zu diesem Zeitpunkt bereits erste Ausgangssperren in Kraft getreten.

Bislang gibt es zwar noch keine konkreten Infektionsfälle, die mit dem Spiel in Verbindung gebracht werden können. Die wissenschaftliche Hauptberaterin der Regierung, Angela McLean, sagte der "BBC" aber, es bräuchte weitere Untersuchungen: "Wenn alles untersucht ist, wird es sehr interessant sein zu sehen, in welcher Beziehung das Virus in Liverpool zu dem in Spanien steht." Mehr dazu hier.

+++ 21.04.2020, 10:52 Uhr: Transfermarkt-Blase in England droht zu platzen +++

Die Blase in Englands höchster Spielklasse droht zu platzen. Selbst die reichste Fußball-Liga der Welt wird von Corona hart getroffen.

Milliardenschwere TV-Verträge, stetig steigende Transferausgaben, übertrieben hohe Spielergehälter für mittelmäßige Spieler - die Premier League ist in der vergangenen Jahren zur reichsten Fußball-Liga der Welt geworden und hat förmlich mit Geld um sich geschmissen.

Doch nun könnte diese Blase platzen, immer mehr englische Klubs bekommen die ausbleibenden Einnahmen durch die Coronapandemie zu spüren. Mehr dazu hier.

+++ 21.04.2020, 10:44 Uhr: Popp schlägt gemeinsame EM für Frauen und Männer vor +++

Noch steht die Neuterminierung der Frauenfußball-EM 2021 im Zuge der Coronakrise aus, doch Alexandra Popp hätte da eine Idee.

"Mein erster Gedanke war: Lasst doch die EM im gleichen Land mit der Männer-EM stattfinden, um ein Riesending daraus zu machen", sagte die Kapitänin des Fußball-Nationalteams dem "SID".

Die Stürmerin vom Serienmeister VfL Wolfsburg gibt allerdings zu, dass ein solches Co-Turnier bei der kommenden paneuropäischen Endrunde der Männer "natürlich schwierig" umzusetzen sei.

Doch generell glaubt sie, dass ein gemeinsames Großevent dem Frauenfußball nützen könnte: "Man könnte viel Fanszenerie mitnehmen, viel Emotionen und Aufmerksamkeit."

+++ 21.04.2020, 10:41 Uhr: Belgien verschiebt Entscheidung über Liga-Abbruch erneut +++

Die belgischen Profiklubs haben die finale Entscheidung über ein vorzeitiges Saisonende erneut vertagt. Die zuletzt auf Freitag verschobene Abstimmung soll nun erst am 27. April stattfinden.

Hintergrund ist eine für Freitag angekündigte Stellungnahme der belgischen Regierung zu Massenveranstaltungen hinter verschlossenen Türen.

Die Ligakommission hatte am 25. März vorgeschlagen, die Saison wegen der Coronakrise abzubrechen und den FC Brügge zum Meister zu erklären. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte die Liga kurz nach Bekanntwerden der Pläne kritisiert.

+++ 21.04.2020, 10:38 Uhr: Serie A will Saison regulär beenden +++

Die italienische Fußball-Liga will trotz des Widerstands zahlreicher Vereine die Saison nach Ende des Corona-Lockdowns beenden.

"Das Lega Serie A Council bestätigte am Montagabend einstimmig seine Absicht, die Saison 2019/20 zu Ende zu spielen - sofern die Regierung dies zulässt", hieß es in einer Ligaerklärung. Die Liga tagt am Mittwoch, um über Pläne zum Neustart der Meisterschaft zu diskutieren.

Eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs werde dabei "gemäß den Bestimmungen der FIFA und der UEFA" und des italienischen Fußballverbandes (FIGC) sowie "gemäß den medizinischen Protokollen zum Schutz der Spieler" erfolgen. Mehr dazu hier.

+++ 21.04.2020, 10:32 Uhr: Köln blickt entspannt auf "38 Millionen Eigenkapital" +++

Geschäftsführer Alexander Wehrle sieht den 1. FC Köln in der Coronakrise gut aufgestellt. 

"Wenn überhaupt nicht gespielt werden würde, dann hätten wir bis zum 30. Juni kein insolvenzrelevantes Thema, denn wir haben 38 Millionen Euro Eigenkapital. Bilanziell wären wir nicht so schnell überschuldet", sagte der FC-Finanzchef in der Sendung "100 Prozent Bundesliga Spezial" bei "Nitro".

Der FC habe zudem einen "relativ guten Spielraum" beim Fremdkapital. Ein Abbruch der Saison würde indes mit Blick auf den 30. Juni 2021 zu einem "herausfordernden Thema" für den Bundesligisten.

+++ 21.04.2020, 10:29 Uhr: Testspiele in Südkorea erlaubt +++

Im südkoreanischen Fußball darf ab sofort wieder der Ball rollen. Wie der nationale Ligaverband mitteilte, können die Vereine der K-League ab Dienstag Testspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit absolvieren.

Die Mannschaften sollen sich damit bestmöglich auf einen zeitnahen Start der Spielzeit in der höchsten südkoreanischen Liga vorbereiten können.

Laut der Nachrichtenagentur "Yonhap" ist ein Saisonauftakt Mitte Mai derzeit das wahrscheinlichste Szenario. Erst am Wochenende hatten die südkoreanischen Behörden angesichts des Rückgangs der Coronafälle grünes Licht für Geisterspiele gegeben. Nach Informationen der Nachrichtenagentur "AFP" sind allerdings noch keine Testspiele final terminiert.

+++ 21.04.2020, 10:10 Uhr: Fanszene macht Druck +++

Die Fan-Organisation "Unsere Kurve" hat den Profifußball vor einer Wiederaufnahme der Bundesliga mit Geisterspielen unter Druck gesetzt und ein Umdenken gefordert.

"Wir möchten nicht mehr über Symptome diskutieren, sondern endlich über die Krankheit und die Wege zur Gesundung des Fußballs sprechen.
Vereine und Verbände sind herausgefordert, jetzt verbindliche Schritte zur Gesundung des Profifußballs einzuleiten und zu gehen", heißt es in einer Mitteilung vom 21. April. "Anders ist eine Akzeptanz für Maßnahmen zur Beendigung der laufenden Saison aus unserer Sicht nicht zu erreichen."

"Unsere Kurve" ist in der AG Fankulturen unter dem Dach der Deutschen Fußball Liga (DFL) und in der Ad hoc-Gruppe Fan-Institutionen und Verbände zu Corona vertreten. Das Bündnis gilt als gemäßigt und hatte bisher ein klares Statement zu Spielen ohne Zuschauer gemieden. Vergangene Woche hatten sich "Fanszenen Deutschland" eindringlich gegen Geisterspiele ausgesprochen und ebenfalls ein Kulturwandel des Profigeschäfts gefordert.

Schon ab 9. Mai könnte in der Bundesliga - wenn auch ohne Zuschauer - der Ball wieder rollen. Das haben Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU), die Ministerpräsidenten von Bayern und Nordrhein-Westfalen, am Montag im Live-Programm der "Bild" gesagt.

"Für uns geht es um viel mehr. Denn der Profifußball als gesamtes System steht so deutlich wie noch nie auf dem Prüfstand", mahnte "Unsere Kurve" in einer ausführlichen Stellungnahme. Ein Wertewandel setzte erstmal voraus, "dass der Profifußball anerkennt, dass er nicht erst seit der Corona-Krise krank ist".

Weiter heißt es: "Im deutschen Ligafußball sind nicht wenige Vereine bereits durch finanziellen Hochmut und Misswirtschaft in eine kritische Schieflage geraten. Einige Vereine haben sich selbst kaputt gewirtschaftet. Verbände, Vereine und Funktionäre messen das eigene Handeln nur dann an moralischen Maßstäben, wenn es dem eigenen Vorteil dient. Der Fußball habe sich mindestens so weit von einem fairen Wettbewerb entfernt wie von seinen eigenen Fans."

+++ 21.04.2020, 10:03 Uhr: "Keine Sonderrolle": Watzke verteidigt Restart-Pläne +++

Am Montag verkündeten die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und Bayern, Armin Laschet und Markus Söder, dass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Fußball-Bundesliga zum 9. Mai angepeilt werde. Ein Plan, der durchaus Kritik erntete. Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund hat das Vorhaben, das den BVB und Co. wieder zurück auf den grünen Rasen bringen soll, nun verteidigt.

"Der Fußball nimmt keine Sonderrolle ein. Bei den Autobauern rollen die Bänder, auf Baustellen wird gearbeitet, Friseure öffnen bald, andere Geschäfte ebenfalls. Wir gehen in der Bundesliga unserer Arbeit nach, das ist ja kein Hobby, sondern Beruf", wird der Geschäftsführer des BVB auf der Homepage der Schwarz-Gelben zitiert. Mehr dazu hier.

+++ 21.04.2020, 09:59 Uhr: Bundesliga 2.0! Schluss mit dem Millionen-Irrsinn +++

Der ersehnte Wiederanpfiff ist nur noch eine Frage der Zeit. Bayerns Landesvater Markus Söder (CSU) und NRW-Chef Armin Laschet (CDU) haben die Rote Karte zurückgenommen und ein deutliches Signal für alle Fußball Fans im Lande gesetzt. Geisterspiele ab dem 9. Mai sind denkbar.

Schade bloß, dass die Fans nur in die Röhre gucken können. Nur dabei statt mittendrin. So lautet der Kompromiss, der die angeschlagenen Fußball-Seelen versöhnen soll. Aber in diesen trostlosen und bedrückenden Corona-Zeiten wird dadurch wieder etwas Lebensfreude in die Wohnzimmer Fußball-Deutschlands eingehaucht. Hier geht's zum Kommentar.

+++ 21.04.2020, 09:26 Uhr: Mintzlaff will Fans "Lebensfreude und Normalität geben" +++

Vorstandschef Oliver Mintzlaff von RB Leipzig hat die bevorstehende Wiederaufnahme der Fußball-Bundesliga begrüßt.

"Es wäre schön, wenn wir den Fans durch den Fußball wieder ein Stück Lebensfreude und Normalität geben könnten. Die jüngsten Signale aus der Politik sind positiv", sagte der 44-Jährige bei "Bild".

Derzeit pausiert der Spielbetrieb aufgrund der Coronavirus-Pandemie bis mindestens zum 30. April. Am Vortag hatten NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und sein bayerischer Kollege Markus Söder (CSU) den 9. Mai als möglichen Wiederbeginn ins Spiel gebracht.

+++ 21.04.2020, 09:20 Uhr: Netzreaktionen zum Bundesliga-Restart +++

Erleben wir den FC Bayern München, BVB, FC Schalke 04 und Co. bald wieder auf dem grünen Rasen?

Die Ministerpräsidenten von Bayern und Nordrhein-Westfalen, Markus Söder und Armin Laschet, haben gegenüber "Bild" über ein Konzept der DFL gesprochen, auf dessen Grundlage ab dem 9. Mai wieder in der Bundesliga gespielt werden soll. Dabei geht es natürlich um Geisterspiele ohne Zuschauer, welche die Politik ermöglichen will.

>> So reagiert das Netz auf den möglichen Bundesliga-Restart 

+++ 21.04.2020, 08:49 Uhr: Lauterach warnt vor baldigem Bundesliga-Neustart +++

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich erneut gegen den baldigen Neustart der Fußball-Bundesliga ausgesprochen.

"Die Bundesliga würde mehrere zehntausend Tests verbrauchen, die in Pflegeeinrichtungen und Schulen fehlen", schrieb der Politiker auf Twitter. "Dazu würden Fantreffen Infektionsketten anstoßen. Auch ist unklar, weshalb dann andere Sportarten warten müssen. Niemand braucht "Brot und Spiele"." Mehr dazu hier.

+++ 21.04.2020, 08:38 Uhr: Chinesische Super League will Gehälter streichen +++

Der chinesische Fußballverband hat den Vereinen der heimischen Super League enorme Gehaltskürzungen vorgeschlagen.

Um den finanziellen Schaden während der Coronakrise in Grenzen zu halten, sollen die Löhne von Spielern und Trainern in den oberen drei Ligen um mindestens 30 Prozent gesenkt werden. Dies berichteten chinesische Medien am Dienstag übereinstimmend.

In den kommenden Tagen sollen die Klubs dem Verband laut der Zeitung "People's Daily" zum vorgeschlagenen Modell Rückmeldung geben. Die Gehaltskürzungen sollen dabei keine Jugendspieler und sonstigen Vereinsmitarbeiter mit relativ niedrigem Salär treffen.

Vielmehr sollen die Einsparungen hauptsächlich über die Löhne einiger Topspieler und Toptrainer erfolgen, die in den letzten Jahren mit riesigen Gehaltspaketen nach China gelockt wurden.

+++ 21.04.2020, 07:44 Uhr: Depressionssymptome mehren sich bei Fußballprofis +++

Laut der Spielergewerkschaft FIFPro weisen seit Beginn der Corona-Pandemie mehr Profifußballer Symptome einer Depression auf. Das geht aus einer am Montag veröffentlichen Studie hervor.

Grund dafür seien vor allem die Unterbrechungen in den Ligen, die auferlegte Quarantäne sowie die Sorge um die eigene Zukunft. Mehr dazu hier.

+++ 21.04.2020, 07:35 Uhr: Italiens Sportminister dämpft Hoffnungen auf Wiederbeginn +++

Der italienische Sportminister Vincenzo Spadafora hat die Hoffnungen der Fußball-Verantwortlichen auf eine baldige Wiederaufnahme der Serie A gedämpft.

"Stand heute ist weder der Neustart der Liga noch das Training am 4. Mai gesichert", sagte Spadafora dem TV-Sender "Rai 2". Mehr dazu hier.

+++ 21.04.2020, 07:33 Uhr: Saloniki-Fans verstoßen gegen Versammlungsverbot +++

Geburtstagsfeier mit Polizeieinsatz: Mehr als 200 Fans des griechischen Fußball-Traditionsklubs PAOK Saloniki haben am Montag gegen das Versammlungsverbot verstoßen und sich trotz der Corona-Pandemie anlässlich des 94. Vereins-Geburtstages vor dem Stadion des amtierenden Meisters getroffen.

Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Versammlung aufzulösen. Laut griechischen Medienberichten wurden mindestens eine Person verhaftet und mehrere Fans mit Bußgeldern bestraft.

+++ 20.04.2020, 22:45 Uhr: Real Madrid will in Mini-Stadion spielen +++

Trainingsfeeling statt Bernabéu-Flair: Der spanische Fußball-Rekordchampion Real Madrid plant offenbar, bei Wiederaufnahme der Meisterschaft seine verbleibenden Heimspiele im vereinseigenen Trainingsstadion auszutragen.

Wie mehrere spanische Medien am Montag berichteten, hat der Klub von 2014er-Weltmeister Toni Kroos einen entsprechenden Antrag beim Ligaverband LFP eingereicht, sollte die Saison wie erwartet vor leeren Rängen fortgesetzt werden. Wieso Real ein Mini-Stadion bevorzugt, steht hier!

+++ 20.04.2020, 22:04 Uhr: Spaniens Fußball hilft übrigem Sport +++

Der spanische Fußball zeigt sich in der Coronakrise solidarisch und will anderen Sportarten finanziell unter die Arme greifen.

Wie in einem Treffen zwischen der Liga, dem spanischen Fußballverband RFEF und dem nationalen Sportrat CSD beschlossen wurde, sollen zehn Millionen Euro aus dem Fernsehtopf von La Liga verwendet werden, um "anfällige Sportarten" zu unterstützen. Das geht aus einer Mitteilung des CSD hervor.

+++ 20.04.2020, 20:36 Uhr: Gündogan spricht über Coronakrise +++

Der ehemalige BVB-Profi Ilkay Gündogan hadert mit den Trainingsumständen in der Coronakrise.

"Es ist ehrlich gesagt nicht so leicht, sich selbst zu motivieren zu dieser Zeit. Jeden Tag aufs Neue", sagte der Mittelfeldspieler vom englischen Meisters Manchester City im "Sky"-Interview. Mehr dazu hier!

+++ 20.04.2020, 19:48 Uhr: Gunners verzichten auf Gehalt +++

Die Spieler und das Trainerteam des FC Arsenal um Rio-Weltmeister Mesut Özil verzichten aufgrund der Coronakrise auf 12,5 Prozent ihres Gehalts. Das teilte der Traditionsklub aus London an Montag mit.

Man habe sich auf die Kürzung der Jahresgehälter geeinigt, "um den Verein in dieser kritischen Zeit zu unterstützen", hieß es in einer Mitteilung der Gunners weiter, bei denen neben Özil auch der 2014er-Weltmeister Shkodran Mustafi und Nationalkeeper Bernd Leno unter Vertrag stehen. Mehr dazu hier!

+++ 20.04.2020, 19:03 Uhr: Der Gesundheitsminister äußert sich +++

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will sich einem Restart der Bundesliga nicht versperren. "Mit dem Gesamtkonzept sind Geisterspiele sicher wieder möglich. Entscheidend ist, dass so das Infektionsrisiko minimiert wird. Das wäre für Millionen Fußballfans ab dem 9. Mai dann wieder ein Stück Normalität, wenn auch im leeren Stadion", sagte Spahn bei "Bild".

+++ 20.04.2020, 17:36 Uhr: Bosse des FC Bayern und BVB reagieren auf Liga-Start am 9. Mai +++

Die Verantwortlichen des BVB und des FC Bayern haben sich gegenüber "Bild" zu dem nun möglichen Liga-Restart bei "Bild" geäußert:

Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer Borussia Dortmund): "Das ist ein großer Vertrauensvorschuss. Wir sind der Politik sehr dankbar. Ein großes Kompliment an Christian Seifert, dessen Konzept offenbar überzeugt hat. Wir wissen alle, dass Fußball mit Fans tausendmal schöner ist, aber es gibt uns die Möglichkeit, Fußballfreude wieder zu vermitteln und es hilft vielen Klubs, wirtschaftlich zu überleben."

Zu möglichen Fanaufläufen vor den Stadien: "Wir werden in den nächsten Tagen entsprechende Gespräche mit den Fans führen und für Verständnis werden. Das ist kein Selbstläufer, aber das werden wir hinbekommen."

Zur Frage, für wen Geisterspieler besser sind - heim oder auswärts: "Wir müssen uns darauf besinnen, wir wir angefangen haben, Fußball zu spielen: Auf der Wiese ohne Fans. Man hatte einfach Spaß. Jetzt kehren wir halt zum Ursprung zurück. Ein paar Wochen müssen wir uns jetzt auf die Basics konzentrieren. Mann gegen Mann auf der Wiese. Ich glaube, dass die Mannschaft die größten Chancen hat, die am fokussiertesten ist."

Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsboss FC Bayern München): "Wir haben jetzt das Training wieder aufnehmen dürfen. Das ist sehr vorbildlich in kleinen Gruppen abgelaufen. Wir haben immer die Vorgaben der Politik eingehalten. Wir sind sehr dankbar für die Nachricht der Ministerpräsidenten. Es ist eine großartige Geste für den Fußball. Wir werden diszipliniert und vorbildlich mit diesen Aufgaben umgehen. Die DFL hat ein hervorragendes Konzept erstellt, dem wir nachkommen werden. Wir wollten von Anfang an keine Sonderbehandlung. Wir wollten nur die Saison zuende spielen, aus sportlichen und ökonomischen Gründen."

"Die Bundesliga wird die erste Liga sein, die den Spielbetrieb in Europa wieder aufnehmen wird. Dafür müssen wir der deutschen Politik sehr dankbar sein, die die Krise sehr gut gemeistert hat."

Zu möglichen Fanaufläufen vor den Stadien: "Ich glaube nicht, dass die Fans sich vor den Arenen versammeln. Die damalige Situation zwischen Gladbach und Köln war eine andere."

Zur Frage, für wen Geisterspieler besser sind - heim oder auswärts: "Ich war schon mal bei einem Geisterspiel zugegen gegen ZSKA Moskau. Das Gefühl war eigenartig. Das Spiel war jedoch von der Qualität gut. Ich glaube, es gibt keinen Vorteil. Es fehlt die Atmosphäre, die die Fans herbeiführen. Aber die Profis sind so gut vorbereitet und so motiviert - man darf nicht vergessen, dass jetzt alles ausgespielt, wofür man ein Jahr gearbeitet hat - das wird für alle funktionieren. Davon bin ich überzeugt."

+++ 20.04.2020, 17:23 Uhr: Bundesliga-Neustart am 9. Mai?! +++

Die Ministerpräsidenten von Bayern und Nordrhein-Westfalen, Markus Söder und Armin Laschet, haben gegenüber "Bild" über ein Konzept der DFL gesprochen, auf dessen Grundlage ab dem 9. Mai wieder in der Bundesliga gespielt werden soll.

Dabei geht es natürlich um Geisterspiele ohne Zuschauer, welche die Politik ermöglichen will.

Laschet erklärte: "Voraussetzung ist, dass es ein durchdachtes Konzept gibt. Das, was die DFL in diesen Tagen vorgelegt hat, lässt erkennen, dass es Schutzvorkehrungen gibt. Ich könnte mir vorstellen, dass wir zum Zustand der Geisterspiele zurückkehren können."

Söder fügte an: "Das ist schon eine Gratwanderung. Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht überdrehen oder leichtfertig sind. Auch Geisterspiele sind eine Gratwanderung. Es ist denkbar, dass wir vielleicht ab dem 9. Mai frühestens eine solche Geisterrunde spielen können."

Außerdem möchte Söder das Bundesliga-Comeback vom Robert-Koch-Institut (RKI) absichern lassen: "Ich hätte gerne, dass das RKI nochmal draufschaut."

DFL-Boss Christian Seifert freute sich über das Vertrauen der Politik. Ob die Bundesliga mit dem 33. Spieltag, welcher am Wochenende des 9. Mai fällig wäre, oder aber mit dem 26. Spieltag weitermacht, wollte Seifert noch nicht sagen. Weitere Infos hier!

+++ 20.04.2020, 15:56 Uhr: 3. Liga berät über Zukunft +++

Die Manager der Drittligisten werden am Dienstag in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen in der Coronakrise beraten. Dies bestätigte der Deutsche Fußball-Bund am Montag auf "SID"-Anfrage. Es handle sich dabei um eine Informationsveranstaltung zur Vertiefung und Konkretisierung verschiedener Szenarien, Entscheidungen oder Abstimmungen werde es nicht geben.

Die 3. Liga steht vor der Frage, ob die Saison mit "Geisterspielen" zu Ende gespielt werden oder abgebrochen werden soll. In einem gemeinsamen Positionspapier hatten sich in der vergangenen Woche acht Klubs für den Abbruch der laufenden Saison ausgesprochen. Im Gegensatz zu den ersten beiden Ligen finanziert sich die 3. Liga zu einem maßgeblichen Teil aus Zuschauereinnahmen.

+++ 20.04.2020, 15:02 Uhr: Gesundheitsexperte gegen Liga-Neustart +++

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich gegen einen baldigen Neustart der Bundesliga mit Geisterspielen ausgesprochen.

"Es ist falsch, 10tausend Tests für Geisterspiele zu verbrauchen während in Pflegeheimen und bei Lehrern noch nicht ausreichend getestet werden kann", twitterte der Mediziner.

Grund für die Skepsis ist, dass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs derzeit wohl nur möglich wäre, wenn alle Teams umfangreich auf Corona getestet werden würden. Außerdem befürchtet Lauterbach Fanansammlungen in privaten Räumen. "Der Druck für eine Lex Bundesliga schadet jetzt."

+++ 20.04.2020, 14:58 Uhr: Verband bekommt Zustimmung für Pläne +++

Der Bayerische Fußball-Verband hat für seinen angedachten Weg aus der Coronakrise die Zustimmung der Vereine erhalten. Wie der BFV mitteilte, stimmte eine klare Zwei-Drittel-Mehrheit dem Plan zu, die unterbrochene Saison 2019/20 bis zum 31. August auszusetzen und danach ab 1. September zuende zu spielen.

Von den 4348 am Spielbetrieb in Bayern teilnehmenden Klubs beteiligten sich 3197 an der Umfrage, was einer Wahlbeteiligung von 73,53 Prozent entspricht. 2178 Vereine (68,13 Prozent) stimmten für die Pläne des BFV, 1019 (31,87 Prozent) dagegen. Der BFV-Vorstand will das weitere Vorgehen am Mittwochabend vor diesem Hintergrund beraten.

"Die Entscheidung trifft jetzt natürlich der Vorstand als statuarisch rechtsverbindlich beschließendes Organ", sagte Präsident Rainer Koch: "Das steht ebenso außer Frage wie die Tatsache, dass wir uns nochmals sehr intensiv beraten werden." Der Verband sei "davon überzeugt, dass das vorgeschlagene Modell unter Abwägung aller Fragen die bestmögliche Lösung darstellt".

Der Vorschlag, der so oder ähnlich auch von anderen Landesverbänden diskutiert wird, sieht vor, den kompletten Spielbetrieb im Freistaat von der fünftklassigen Bayernliga abwärts bis Ende August auszusetzen. Danach soll die Saison 2019/20 fortgeführt und in jedem Fall regulär beendet werden. Die Befragung bezog sich ausdrücklich nicht auf die Regionalliga Bayern, die vom weiteren Vorgehen der 3. Liga abhängig ist.

+++ 20.04.2020, 14:06 Uhr: Son absolviert Militärdienst +++

Der südkoreanische Fußballstar Heung-Min Son hat sich in seiner Heimat zu einer dreiwöchigen militärischen Grundausbildung gemeldet.

Son fand sich zum Dienstantritt in einem Ausbildungslager der Marineinfanteristen auf der südlichen Ferieninsel Jeju ein, berichtete die nationale Nachrichtenagentur "Yonhap". Der 27 Jahre alte Stürmer von Tottenham Hotspur nutzt die wegen der Coronavirus-Pandemie erzwungenen Pause in der englischen Premier League, um die Ausbildung zu machen.

Weil er mit seinem Land bei den Asienspielen 2018 die Goldmedaille gewann, wurde Son vom regulären Militärdienst freigestellt, der in Südkorea je nach Waffengattung 21 bis 24 Monate dauert.

+++ 20.04.2020, 12:12 Uhr: UEFA-Boss warnt +++

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat in der Coronavirus-Krise vor einem sehr späten Ende der derzeit unterbrochenen Saison gewarnt.

"Es gibt keine spezifische Deadline. Wir loten verschiedene Optionen aus, wann die Wettbewerbe enden könnten, immer basierend auf den Daten, wann es wieder losgeht", sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union der italienischen Zeitung "Corriere della Sera". Die Saison zwischen September und Oktober oder später abzuschließen, sei jedoch sehr schwierig. "Das hätte einen großen Einfluss auf den Kalender der Saison 2020/21", sagte Ceferin.

Die UEFA hat den nationalen Ligen Vorrang für die Beendigung ihrer Saisons eingeräumt, alle Spiele der Champions League und Europa League sind "bis auf Weiteres" verschoben. Zuletzt hatte Ceferin betont, dass die Sieger im Europapokal vor September gekürt sein müssten. Die UEFA hatte zudem die EM um ein Jahr auf 2021 verlegt, die für Juni terminierten Länderspiele waren zunächst ohne neuen Termin verschoben worden. Er rechne aber weiter damit, dass Nationalteams im September wieder spielen, sagte Ceferin.

In mehreren Video-Konferenzen wird die UEFA diese Woche das weitere Vorgehen in der Corona-Krise besprechen. Am Dienstag schalten sich die 55 UEFA-Mitgliedsverbände und Vertreter des Vereinsfußballs zusammen, am Donnerstag wird das UEFA-Exekutivkomitee die aktuelle Lage erörtern. Die Regierung des Kontinentalverbands kann auch mögliche Entscheidung über mögliche neue Termine für die Fortsetzung des Europapokals treffen.

+++ 20.04.2020, 10:39 Uhr: DFB-Präsident über Sonderrolle +++

DFB-Präsident Fritz Keller hat einen "Anpfiff mit Augenmaß" im deutschen Fußball angekündigt.

Der 63 Jahre alte Chef des größten Fachsportverbandes der Welt schrieb in einem Beitrag für den "kicker" unter anderem, dass der Fußball in der Krise durch die Coronavirus-Pandemie keine Sonderrolle beanspruche, "auch wenn einige mit dem Blick von außen zu diesem Schluss kommen".

Keller ging dabei vor allem darauf ein, dass mögliche Tests für Sportler und Sportlerinnen auf keinen Fall zu Lasten anderer Bereiche gehen würden. "Das stellt unser Team aus internen und externen medizinischen Expertinnen und Experten, die derzeit unermüdlich für den Fußball kämpfen, sicher." Der DFB-Boss bekräftigte: "Der Profifußball wird bereit sein, sobald die Behörden grünes Licht geben, um auf den Platz und zunächst erst mal in die Wohnzimmer zurückzukehren."

Die 36 Profi-Klubs der Deutschen Fußball Liga beraten am 23. April das weitere Vorgehen. Derzeit ruht der Spielbetrieb bis mindestens zum 30. April. Nachdem Bund und Länder Großveranstaltungen bis zum 31. August untersagt haben, richten sich Verband und Vereine auf eine Fortsetzung der Saison mit Geisterspielen.

Keller betonte, dass man derzeit aber nicht mehr gemeinsam dafür kämpfe, "dass die vielen Fußballerinnen und Fußballer in jeder Stadt und in jedem Dorf in Deutschland, von der Bundesliga bis zur Kreisliga, bestmögliche Bedingungen vorfinden - sondern dafür, dass der Ball überhaupt wieder rollen kann". Die ureigenste Aufgabe sei vielleicht noch nie so aktuell wie heute gewesen: "die Lobbyarbeit für unsere rund 25.000 Vereine, für unsere mehr als sieben Millionen Mitglieder."

Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes wies auch noch mal auf die Leistung des Sports und des Fußball im Konkreten für das Gemeinwohl hin. Beide wüssten sich in vielem zu helfen, "doch sie dürfen von der Politik nicht sich selbst überlassen werden", betonte er.

+++ 20.04.2020, 09:51 Uhr: Italien-Boss verschärft den Ton +++

Italiens Fußball-Verbandspräsident Gabriele Gravina hat in seinem Kampf um einen Neustart der Serie A den Ton verschärft. "Es gibt zwei Philosophien: Einige denken, dass man den gesamten Sport stoppen muss. Die anderen meinen, dass man die Saison fortsetzen sollte. Ich will nicht zum Totengräber des italienischen Fußballs werden. Ich habe die Pflicht, die Fußballwelt zu verteidigen", sagte Gravina laut italienischen Medien.

Der Sportmanager gab zu, dass er derzeit ein "Drama" erlebe: "Wenn der Fußball nicht neu startet, wird dies gravierende negative Auswirkungen für seine Zukunft haben. Der Fußball muss wie jeder andere Wirtschaftssektor betrachtet werden, er generiert einen Umsatz von fünf Milliarden Euro".

Gravina äußerte die Hoffnung, dass sich bis Juni die Lage in Italien entspannt und dann die negativen Auswirkungen der Pandemie geringer ausfallen. Er habe der italienischen Regierung ein Protokoll mit Maßnahmen vorgelegt, die die Klubs zum Schutz ihrer Fußballer einhalten wollen. "Wir warten, dass dieses Protokoll genehmigt wird", sagte Gravina. Italien ist mit über 23.000 Coronavirus-Todesopfer eines der weltweit am stärksten betroffenen Länder.

Der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza hofft derweil ebenso wie Gravina auf einen baldigen Neustart der Serie A, warnt aber vor voreiligen Entscheidungen. "Ich bin ein großer Fußballfan, doch mit mehr als 400 Todesopfern in Italien pro Tag ist Fußball ehrlich gesagt das letzte Problem, um das wir uns kümmern sollen. Das sage ich mit größtem Respekt. Ich liebe den Fußball, doch das Leben der Menschen hat Vorrang", sagte der Minister im Interview mit "Radio Capital" am Montag: "Italien hat heute andere Prioritäten. Wir arbeiten für eine Normalisierung des Alltags. Unsere Priorität ist es jetzt allerdings, Menschenleben zu retten", sagte Speranza.

+++ 20.04.2020, 07:50 Uhr: Bobic rechnet mit arbeitslosen Spielern +++

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic sieht die Fußball-Bundesliga auf einem guten Weg, die Saison trotz der Coronavirus-Pandemie fortzusetzen.

Im Interview mit dem Fachmagazin "kicker" lobte er in dem Zusammenhang auch die Arbeit der Deutschen Fußball Liga (DFL) und ihres Chefs Christian Seifert.

"Es wird insgesamt an einem Paket gearbeitet, wie Spiele ohne Zuschauer aussehen können. Da macht die Liga mit Christian Seifert an der Spitze einen Top-Job", sagte der 48-Jährige.

Auch wenn die Bundesliga bald fortgesetzt werden würde, rechnet Bobic mit verheerenden Auswirkungen von Geisterspielen: "Die große Welle kommt erst noch. Ich rechne mit sehr vielen arbeitslosen Spielern, deren Verträge jetzt auslaufen." Mehr dazu hier.

+++ 20.04.2020, 07:25 Uhr: Fünftligist schickt Spieler auf die Baustelle +++

Der bayerische Fünftligist SV Donaustauf hat während der Corona-Krise eine ungewöhnliche Aushilfsbeschäftigung für einige seiner Fußballer in Leipzig gefunden.

Drei Kicker des Vereins aus der Nähe von Regensburg reißen seit Anfang April auf einer Baustelle in Sachsen Wände ein oder bringen Schutt in einen Container.

"Irgendwann fällt einem buchstäblich die Decke auf den Kopf, und dann war es meine Idee zu sagen: Wenn ihr raus wollt, könnt ihr arbeiten und euch was in der Zeit dazuverdienen", erzählte Sportdirektor Matthias Klemens der "Deutschen Presse-Agentur".

Der 48-Jährige besitzt eine Firma für Sanierung sowie Denkmalschutz und hat auf seinen Baustellen genug Bedarf an Arbeitskräften. Sasha Diakiese, Kevin Rääbis und Abulai Dabo haben das nicht alltägliche Angebot des SV Donaustauf angenommen.

+++ 20.04.2020, 07:18 Uhr: Holzhäuser rät zu "Investoren-Modell" +++

Bayer Leverkusens früherer Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser plädiert angesichts der Finanzprobleme etlicher Vereine durch die Corona-Krise für ein Umdenken in der Fußball-Bundesliga.

Der 70-Jährige sprach sich in einem Gastbeitrag für das Fachmagazin "kicker" für ein verstärktes Engagement von Investoren aus.

"Bekanntermaßen liegt in der Krise auch immer eine Chance. Und die sollten die Klubs des Profifußballs dazu nutzen, ihre Finanzierung auf eine langfristige, damit solidere und breitere Basis zu stellen", schrieb Holzhäuser. "Das "Investoren-Modell" bietet sich da fast idealerweise an, weil es Abhängigkeiten minimiert und Sicherheiten auf breiterer Basis ermöglicht." Mehr dazu hier.

+++ 20.04.2020, 07:03 Uhr: Druck auf Wagner bei S04 wächst +++

Wegen der finanziellen Probleme beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04 durch die Coronakrise spürt Trainer David Wagner mehr Druck.

"In dieser Situation ist sportlicher Erfolg umso wichtiger", sagte der Coach der Königsblauen in einem Interview mit den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

Der Schalke-Vorstand hatte wegen der Zwangspause wiederholt von einer "existenzbedrohenden Situation" gesprochen. Als Tabellensechster liegen die Gelsenkirchener aktuell auf einem Europapokalplatz. Mehr dazu hier.

+++ 20.04.2020, 06:21 Uhr: BVB, FC Bayern und Co. rechnen mit Mega-Verlust +++

Geisterspiele gelten derzeit als aussichtsreichste Möglichkeit, um den Spielbetrieb der deutschen Fußball-Bundesliga wieder aufzunehmen. Die Partien vor leeren Rängen würden bei den Klubs des deutschen Oberhauses allerdings dennoch ein dickes Loch in der Kasse hinterlassen.

RB Leipzig rechnet mit Einbußen von mindestens 50 Millionen Euro, sollten Großveranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie bis zum Ende des Jahres verboten bleiben, Zuschauereinnahmen in dieser Zeitspanne folglich wegfallen. Das berichtet der "kicker". Beim FC Bayern München und Borussia Dortmund würde diese Summe aufgrund der größeren Stadien demnach sogar "deutlich höher ausfallen".

Allerdings bleiben Geisterspiele wohl das kleinste Übel. Ein möglicher Abbruch der Saison wäre für "viele Vereine eine Katastrophe mit irreparablen Folgen", schätzt das Fachmagazin ein.

+++ 20.04.2020, 05:55 Uhr: Blieb Müller aufgrund des Coronavirus beim FC Bayern? +++

Mitten in der Coronakrise verlängerte Bayern-Urgestein Thomas Müller seinen Vertrag beim deutschen Rekordmeister bis Ende Juni 2023. Laut "kicker" auch eine Folge der Pandemie.

Der 30-Jährige, der das Interesse des FC Chelsea geweckt haben soll, hat demnach auch von einem Wechsel nach England abgesehen, da er daran gezweifelt haben soll, ob das Gesundheitssystem der Insel den Herausforderungen gewachsen ist.

+++ 19.04.2020, 21:10 Uhr: Roma-Stars verzichten auf Gehalt von vier Monaten +++

Die Profis der AS Rom verzichten wegen der Coronavirus-Pandemie auf das Gehalt von vier Monaten. Das gab der italienische Erstligist bekannt.

Auch das Trainerteam um Chefcoach Paulo Fonseca habe sich freiwillig dazu bereit erklärt, dem Klub durch die "Wirtschaftskrise" zu helfen, welche "die Welt des Fußballs" erfasst habe, teilte die Roma mit.

Zudem bezahlen die Spieler und Trainer demnach die Differenz des eigentlich gekürzten Gehalts der Klub-Angestellten, die wegen der Krise staatliche Unterstützung beziehen.

Die Spieler hätten selbst angeboten, auf die Gehälter für März, April, Mai und Juni zu verzichten. Für den Fall, dass die Saison fortgesetzt und abgeschlossen wird, sei eine Art Prämiensystem abhängig vom Erreichen sportlicher Ziele vereinbart worden.

Einzelne Vereinbarungen mit den Spielern und Trainern sollen "in den kommenden Wochen" getroffen werden.

+++ 19.04.2020, 20:35 Uhr: Brescia-Boss lehnt Neustart der Serie A ab +++

Präsident Massimo Cellino vom italienischen Erstligisten Brescia Calcio hat sich zum wiederholten Mal strikt gegen eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Serie A ausgesprochen.

"Ligachef De Siervo rief an und fragte mich, ob wir bereit seien, auf neutralem Rasen zu spielen", sagte der 63-Jährige gegenüber der italienischen Sportzeitung "Tuttosport".

"Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht bereit bin, irgendwo zu spielen. Die Saison muss hier enden, und wir können sicherlich nicht über den 30. Juni hinausgehen. Ich höre, dass von September oder Oktober geredet wird, es ist Wahnsinn", so Cellino weiter.

Der frühere Präsident von Leeds United und Cagliari Calcio war nach einem positiven Coronatest drei Wochen in Quarantäne.

+++ 19.04.2020, 19:44 Uhr: FSV Mainz 05 für Krise gewappnet +++

Der FSV Mainz 05 ist nach Aussage seines kaufmännischen Vorstandes Jan Lehmann in der Coronavirus-Pandemie gut aufgestellt.

"Wir wären durch unsere drastischen Sparmaßnahmen auf alles vorbereitet, könnten jedes Szenario auch ohne Entlassungen wirtschaftlich bewältigen!", sagte der 49-Jährige der "Bild". Dies gelte für einen Saisonabbruch, eine Fortsetzung mit oder ohne Zuschauer und auch unabhängig von der Ligen-Zugehörigkeit.

Durch die Kürzungen der Gehälter von Spielern, den Trainern, dem Vorstand und anderen Führungskräften, Kurzarbeit für Mitarbeiter und das Aussetzen von Projekten spart der Verein demnach etwa zehn Millionen Euro. Der FSV Mainz 05 galt als einer der Klubs, der durch die Corona-Krise in Gefahr geraten könnte.

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