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HBL-Boss besorgt: "Großes Problem in der kommenden Saison"

19.04.2020 23:02
Uwe Schwenker sieht noch größere Probleme auf die Klubs zukommen
© Joachim Sielski via www.imago-images.de
Uwe Schwenker sieht noch größere Probleme auf die Klubs zukommen

HBL-Präsident Uwe Schwenker befürchtet, dass die Vereine der Handball-Bundesliga wegen der Coronakrise in der kommenden Saison in noch größere finanzielle Schwierigkeiten geraten.

"Das große Problem kommt in der kommenden Saison auf uns zu. Da planen wir ins Nebulöse. Das macht unsere Situation so schwierig", sagte der 61-Jährige der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

"In der nächsten Saison hängt es davon ab, wann und unter welchen Bedingungen wir wieder in den Spielbetrieb eintreten können. Das ist schwer vorherzusehen. Dass das für den gesamten Handball absolut existenzgefährdend ist, das ist keine Frage", so Schwenker weiter. Gerade das Verbot von Großveranstaltungen bis 31. August mache die Situation so prekär.  

"Handball ohne Zuschauer? Dann wird es für die Klubs immens schwierig zu überleben. Ich habe jetzt die leise Hoffnung, dass wir gegen Ende des Jahres wieder Spiele mit Zuschauern haben werden", sagte der langjährige Geschäftsführer des THW Kiel: "Anders als im Fußball sind wir auf Spiele mit Zuschauern angewiesen."

Zumindest diese Saison würden alle Verein dank Fördergeldern, Gehaltsverzicht, Sponsoren- und Fanunterstützung finanziell noch "durchstehen", so Schwenker weiter.

Doch für die Zeit danach hofft er angesichts der möglichen Sonderrolle des Fußballs, dass die Politik auch andere Sportarten stütze, "die ebenso in ihrer Existenz bedroht sind. Dazu zähle ich außer Handball Eishockey, Basketball und Volleyball – für diese Profiligen erhoffe ich mir im Falle eines Sonderwegs für den Fußball noch einmal Hilfe durch die Politik", sagte Schwenker.

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