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Jadon Sancho? "Weltklasse"

Can glaubt an den Titel mit dem BVB - Ärger über Neymar

19.04.2020 10:48
Kann mit Geisterspielen leben: Emre Can
© Revierfoto via www.imago-images.de
Kann mit Geisterspielen leben: Emre Can

Emre Can glaubt weiterhin an den Titel in der Bundesliga mit dem BVB, ist begeistert von Teamkollege Jadon Sancho sowie seinem Coach Lucien Favre und sieht mögliche Geisterspiele nicht als besonderen Nachteil für Borussia Dortmund an.

In einem Interview der "Bild" am Sonntag betonte der deutsche Fußball-Nationalspieler zwar, dass Partien ohne Zuschauer "ganz schlimm" seien. "Aber da wir mit Corona wohl noch eine Zeit lang zu kämpfen haben, ist es besser, Geisterspiele zu haben als überhaupt keine Spiele", sagte der 26-Jährige. Ohnehin gäbe es "aktuell Wichtigeres" als Fußball, daher sehe er die Verschiebung der Europameisterschaft in den Sommer 2021 nicht so dramatisch.

Im Kampf um die deutsche Meisterschaft, die Can für den BVB für "natürlich" realistisch hält, seien Geisterspiele natürlich kein Vorteil für die Dortmunder. "Aber auch andere Mannschaften haben gute Stimmung in ihren Stadien. Das ist für keinen fair. Wir müssen versuchen, unsere Spiele zu gewinnen, auch wenn es Geisterspiele sind."

Die Dortmunder belegen derzeit den zweiten Platz in der Bundesliga-Tabelle mit vier Punkten Rückstand auf Rekordmeister und Titelverteidiger FC Bayern München. RB Leipzig ist Dritter mit einem Zähler Rückstand auf den BVB. "Natürlich wird es schwer, aber wir spielen noch gegen die Bayern und in Leipzig. Wir haben also die direkten Konkurrenten noch vor uns. Da müssen wir gewinnen, da dürfen Geisterspiele keine Ausrede sein", sagte Can.

Sonderlob für Sancho

Die Transfer-Saga um seinen Teamkollegen Jadon Sancho und dessen Flirt mit Manchester United sei laut Can in der Mannschaft bislang noch kein Thema, stattdessen stimmt der Nationalspieler ein Loblied auf den jungen Engländer an. "Ich wusste schon bevor ich zum BVB kam, dass er ein sehr guter Spieler ist", erklärte Can, "aber seitdem ich hier bin, weiß ich, dass er weltklasse ist. Vielleicht der beste Spieler überhaupt in seinem Alter. Er hat alles, was ein Top-Fußballer braucht und hat eine große Zukunft vor sich."

Die Unterschiede zwischen Klopp und Favre

Auch zu den beiden "sehr unterschiedlich" tickenden (Ex)-BVB-Übungsleitern Jürgen Klopp, unter dem Can beim FC Liverpool spielte und seinem derzeitigen Coach Lucien Favre bezog der 26-Jährige Stellung. Beide seien "großartige Trainer", beide seien sehr eng an ihrem Team dran. "Klopp kennt jeder, jeder weiß, wie emotional er ist", so Can über den LFC-Coach. "Favre ist ein sehr höflicher Mensch, einfach super", beschreibt er den Charakter seines derzeitigen Trainers. "Er fragt jeden Tag, wie es uns geht. Dadurch fühlen wir uns wichtig." 

Ärger über Neymar

Warum er bei der 0:2-Rückspielpleite gegen PSG, die gleichzeitig das Achtelfinal-Aus in der Königsklasse vom Platz geflogen ist, kann Can bis heute nicht beantworten. Im Gerangel mit dem brasilianischen Superstar verpasste der Nationalspieler Neymar einen Schubser, dieser ging daraufhin zu Boden.  "Es war einfach keine Rote Karte", ärgert sich Can immer noch. "Jeder, der sich im Fußball auskennt, weiß, wie oft solche Situationen vorkommen. Neymar hat sich einfach hingeworfen. Wenn das Rot ist, können wir in jedem Spiel 15 Platzverweise verteilen."

Wie es für den BVB in der der Bundesliga während der Coronavirus-Krise weitergeht, will die Deutsche Fußball Liga mit den Klubs am kommenden Donnerstag festlegen. Nach wie vor hofft der Profi-Fußball darauf, die Spielzeit mit Hilfe von Geisterspielen bis zum 30. Juni beenden zu können.

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