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Corona-Krise im Fußball: Alle Entwicklungen im Blog

Haaland unterstützt Reus - Roma-Stars verzichten auf Geld

19.04.2020 22:00
BVB-Stars unter sich: Erling Haaland unterstützt eine Aktion von Marco Reus
© Kolvenbach/Mirafoto via www.imago-images.de
BVB-Stars unter sich: Erling Haaland unterstützt eine Aktion von Marco Reus

Das Coronavirus hält den gesamten Globus im Würgegriff. Auch der Profi-Fußball bekommt die weitreichenden Schutzmaßnahmen zu spüren - etliche Events wurden wegen Covid-19 abgesagt oder verschoben. sport.de verfolgt die neusten Entwicklungen rund um die Corona-Krise im Live-Blog.

  • Corona wie "nuklearer Angriff"
  • Wuhan mit emotionaler Rückkehr
  • Rückkehr nach Italien für Higuaín zu gefährlich?
  • Tönnies will Corona-Tests durchführen

+++ 20.04.2020, 06:21 Uhr: BVB, FC Bayern und Co. rechnen mit Mega-Verlust +++

Geisterspiele gelten derzeit als aussichtsreichste Möglichkeit, um den Spielbetrieb der deutschen Fußball-Bundesliga wieder aufzunehmen. Die Partien vor leeren Rängen würden bei den Klubs des deutschen Oberhauses allerdings dennoch ein dickes Loch in der Kasse hinterlassen.

RB Leipzig rechne mit Einbußen von mindestens 50 Millionen Euro, sollten Großveranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie bis zum Ende des Jahres verboten bleiben, Zuschauereinnahmen in dieser Zeitspanne folglich wegfallen. Das berichtet der "kicker". Beim FC Bayern München und Borussia Dortmund würde diese Summe aufgrund der größeren Stadien demnach sogar "deutlich höher ausfallen".

Allerdings bleiben Geisterspiele wohl das kleinste Übel. Ein möglicher Abbruch der Saison wäre für "viele Vereine eine Katastrophe mit irreparablen Folgen", schätzt das Fachmagazin ein.

+++ 20.04.2020, 05:55 Uhr: Blieb Müller aufgrund des Coronavirus beim FC Bayern? +++

Mitten in der Coronakrise verlängerte Bayern-Urgestein Thomas Müller seinen Vertrag beim deutschen Rekordmeister bis Ende Juni 2023. Laut "kicker" auch eine Folge der Pandemie.

Der 30-Jährige, der das Interesse des FC Chelsea geweckt haben soll, hat demnach auch von einem Wechsel nach England abgesehen, da er daran gezweifelt haben soll, ob das Gesundheitssystem der Insel den Herausforderungen gewachsen ist.

+++ 19.04.2020, 21:10 Uhr: Roma-Stars verzichten auf Gehalt von vier Monaten +++

Die Profis der AS Rom verzichten wegen der Coronavirus-Pandemie auf das Gehalt von vier Monaten. Das gab der italienische Erstligist bekannt.

Auch das Trainerteam um Chefcoach Paulo Fonseca habe sich freiwillig dazu bereit erklärt, dem Klub durch die "Wirtschaftskrise" zu helfen, welche "die Welt des Fußballs" erfasst habe, teilte die Roma mit.

Zudem bezahlen die Spieler und Trainer demnach die Differenz des eigentlich gekürzten Gehalts der Klub-Angestellten, die wegen der Krise staatliche Unterstützung beziehen.

Die Spieler hätten selbst angeboten, auf die Gehälter für März, April, Mai und Juni zu verzichten. Für den Fall, dass die Saison fortgesetzt und abgeschlossen wird, sei eine Art Prämiensystem abhängig vom Erreichen sportlicher Ziele vereinbart worden.

Einzelne Vereinbarungen mit den Spielern und Trainern sollen "in den kommenden Wochen" getroffen werden.

+++ 19.04.2020, 20:35 Uhr: Brescia-Boss lehnt Neustart der Serie A ab +++

Präsident Massimo Cellino vom italienischen Erstligisten Brescia Calcio hat sich zum wiederholten Mal strikt gegen eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Serie A ausgesprochen.

"Ligachef De Siervo rief an und fragte mich, ob wir bereit seien, auf neutralem Rasen zu spielen", sagte der 63-Jährige gegenüber der italienischen Sportzeitung "Tuttosport".

"Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht bereit bin, irgendwo zu spielen. Die Saison muss hier enden, und wir können sicherlich nicht über den 30. Juni hinausgehen. Ich höre, dass von September oder Oktober geredet wird, es ist Wahnsinn", so Cellino weiter.

Der frühere Präsident von Leeds United und Cagliari Calcio war nach einem positiven Coronatest drei Wochen in Quarantäne.

+++ 19.04.2020, 19:44 Uhr: FSV Mainz 05 für Krise gewappnet +++

Der FSV Mainz 05 ist nach Aussage seines kaufmännischen Vorstandes Jan Lehmann in der Coronavirus-Pandemie gut aufgestellt.

"Wir wären durch unsere drastischen Sparmaßnahmen auf alles vorbereitet, könnten jedes Szenario auch ohne Entlassungen wirtschaftlich bewältigen!", sagte der 49-Jährige der "Bild". Dies gelte für einen Saisonabbruch, eine Fortsetzung mit oder ohne Zuschauer und auch unabhängig von der Ligen-Zugehörigkeit.

Durch die Kürzungen der Gehälter von Spielern, den Trainern, dem Vorstand und anderen Führungskräften, Kurzarbeit für Mitarbeiter und das Aussetzen von Projekten spart der Verein demnach etwa zehn Millionen Euro. Der FSV Mainz 05 galt als einer der Klubs, der durch die Corona-Krise in Gefahr geraten könnte.

+++ 19.04.2020, 16:11 Uhr: Brighton stellt Stadion als Teststation zur Verfügung +++

Der englische Erstligist Brighton & Hove Albion hat sein Stadion als mobile Station für Coronavirus-Tests zur Verfügung gestellt. Das bestätigte der Premier-League-Verein am Sonntag.

Zuvor war auch bereits die Arena des Ligakonkurrenten Tottenham Hotspur als sogenannte "Drive-Through"-Teststation genutzt worden.

Mehr als 50 Mitarbeiter der nationalen Gesundheitsbehörde National Health Service (NHS) sind für Tests zuständig, Ergebnisse gebe es innerhalb von 48 Stunden. "Der Standort sollte eine Kapazität von bis zu 1000 Tests pro Tag erreichen", sagte Brightons Geschäftsführer Paul Barber.

Der Klub des ehemaligen Ingolstädters Pascal Groß habe zudem schon Trainingsplätze zugänglich gemacht, um Mitarbeiter im Gesundheitswesen zu entlasten.

+++ 19.04.2020, 13:15 Uhr: Haaland unterstützt Reus-Aktion +++ 

Marco Reus hat mit Erling Haaland einen prominenten Förderer seiner Initiative "#HelpYourHometown" gefunden.

"Wir freuen uns sehr, mit Erling Haaland einen weiteren Unterstützer der Stadt Dortmund an Bord zu haben. Vielen Dank für Dein Engagement und Deine Hilfe, Erling", hieß es auf der Instagram-Seite der Initiative. Der Norweger stürmt seit Anfang des Jahres für den Bundesliga-Zweiten.

+++ 19.04.2020, 13:00 Uhr: Corona wie "nuklearer Angriff" +++

Sind Transfers von 200 Millionen Euro mit der Coronavirus-Krise endgültig passé? Wird es nach der Krise womöglich eine Regulierung des Transfermarkts geben?

Der Politiker Daniel Cohn-Bendit hat sich in einem Kommentar in der französischen Zeitung "Ouest France" für "etwas mehr Nüchternheit und Gerechtigkeit" im Profi-Sport ausgesprochen.

Der ehemalige EU-Politiker der Grünen beschäftigte sich mit dem Transfermarkt der Zukunft und glaubt, "diese Krise wird mit der Irrationalität im professionellen Sport aufräumen". Das Corona-Virus sei wie ein "nuklearer Angriff" über den Sport gefegt, der sich nun - auf neuen Grundlagen - neu erfinden müsse.

Ein Kylian Mbappé werde "zukünftig maximal 35 bis 40 Millionen Euro kosten und nicht mehr 200 Millionen Euro", ist Cohn-Bendit, der sich gleichzeitig für die Einführung einer Gehaltsobergrenze ausspricht, überzeugt. Auch das System der Spielerberater würde Cohn-Bendit gerne brechen. Darüber hinaus müsse man die Verteilung der TV-Gelder neu diskutieren. 

+++ 19.04.2020, 10:05 Uhr: Emotionale Rückkehr für FC Wuhan +++

Die Mannschaft des FC Wuhan Zall aus dem Epizentrum der Corona-Pandemie hat nach über dreimonatiger Odyssee eine emotionale Rückkehr in die Heimat erlebt. Die Spieler aus der chinesischen Super League waren wegen des Ausbruchs der Pandemie 104 Tage von ihren Familien getrennt, nachdem Wuhan im Januar komplett von der Außenwelt abgeriegelt worden war.

"Der Verein ist sehr dankbar für die Unterstützung und das Verständnis der Familien und der Spieler", hieß es in einer Mitteilung des Vereins. Mehrere hundert Fans bereiteten der Mannschaft am späten Samstagabend am Hauptbahnhof von Wuhan einen warmen Empfang.

+++ 18.04.2020, 21:52 Uhr: FIFA startet Kampagne mit 50 Stars +++

David Beckham applaudiert und erhebt sich, die Liste ehemaliger und aktueller Fußballer und Fußballerinnen, die folgen ist mehr als namhaft.

Von britischen Ex-Star bis Brasiliens Legende Pelé. Von Marta bis Diego Maradona, von Bastian Schweinsteiger bis Zinedine Zidane. Fünfzig sind es insgesamt und sie danken mit ihrem Applaus bei einer Kampagne der Weltverbandes FIFA den "Helden des Alltags für deren unermüdlichen Kampf gegen COVID-19".

"Dieser unsichtbare Gegner hat unser Leben auf den Kopf gestellt", wird der 79 Jahre alte Pelé in einer FIFA-Mitteilung zitiert. "Aber dank dem Mut und der Hingabe des Gesundheitspersonals weltweit werden wir alle gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Ich danke jedem Einzelnen von euch von ganzem Herzen."

Tagtäglich würden weltweit Fachpersonal und ehrenamtliche Helfer in medizinischen Einrichtungen ihre Gesundheit riskieren, um ihre Mitmenschen zu retten, hieß es in der Mitteilung. Leider hätten einige diesen Einsatz mit ihrem Leben bezahlt.

Die Kampagne ist mit dem Hashtag #WeWillWin versehen. Am Ende des 1:24 Minuten langen Videos bei youtube.com werden auch Krankenhausmitarbeiterinnen und -mitarbeiter gezeigt, ehe in vielen Sprachen Danke eingeblendet wird.

+++ 18.04.2020, 18:17 Uhr: Rückkehr nach Italien für Higuaín zu gefährlich? +++

Gonzalo Higuaín könnte einem Medienbericht zufolge nicht zu Juventus Turin zurückkehren.

Der 32-Jährige befindet sich derzeit in seiner argentinischen Heimat bei seiner Familie. Wie der Sender "Sky Sport Italia" berichtete, hält es Higuaín für gefährlich, wieder nach Italien zu reisen. Zudem schrieb der Sender von einer schwierigen familiären Situation des Angreifers, ohne weitere Details zu nennen.

Die italienische Meisterschaft ist wegen der Coronavirus-Pandemie seit dem 12. März unterbrochen. Der Fußballverband drängt auf eine baldige Wiederaufnahme. Higuaín soll wegen der Ungewissheit und Unsicherheit Bedenken haben.

Jüngst hatte es auch Spekulationen gegeben, dass Higuaín zur River Plate in Buenos Aires zurückkehren könnte. Der Vater des Mittelstürmers hatte allerdings auf den Vertrag seines Sohnes bei Juventus verwiesen, der noch bis zum 30. Juni 2021 gültig ist.

Im Januar 2007 war Gonzalo Higuaín von River Plate zu Real Madrid gewechselt und über den SSC Neapel zu Juventus Turin gekommen. Der Meister hatte ihn danach an den AC Mailand und den FC Chelsea ausgeliehen, seit Sommer vergangenen Jahres stürmt Higuaín für Juve.

+++ 18.04.2020, 17:29 Uhr: Fußball für Gisdol die "beliebteste Nebensache" +++

Trainer Markus Gisdol vom 1. FC Köln kann die Fankritik an möglichen Geisterspielen in der Fußball-Bundesliga verstehen, sieht in der angestrebten Wiederaufnahme des Spielbetriebs aber auch einen gesellschaftlichen Nutzen. "Nichts darf am Ende in irgendeiner Form der Gesellschaft schaden. Und es soll auch nicht heißen, der Fußball habe eine Sonderstellung", sagte Gisdol in einer Videokonferenz am Samstag.

Aber "speziell in Deutschland ist der Fußball nun mal die beliebteste Nebensache. Wir würden sicher ganz viel Freude bringen, wenn die Bundesliga läuft. Obwohl die Spiele leider zunächst einmal ohne Zuschauer stattfinden müssten, gäbe es zumindest andere Dinge - weniger negative Dinge - über die gesprochen werden kann", sagte er weiter.

Die Verantwortlichen der Deutschen Fußball Liga (DFL) hoffen auf eine Fortsetzung der aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochenen Saison mit Geisterspielen, wenn die Politik es zulässt. Ein bundesweiter Zusammenschluss der deutschen Fanszenen hatte an diesen Plänen aber scharfe Kritik geäußert.

Eine Fortsetzung mit Geisterspielen sei "nicht vertretbar - schon gar nicht unter dem Deckmantel der gesellschaftlichen Verantwortung", erklärten die Fans am Donnerstag in einer Stellungnahme: "Eine baldige Fortsetzung der Saison wäre blanker Hohn gegenüber dem Rest der Gesellschaft. Der Profifußball ist längst krank genug und gehört weiterhin in Quarantäne."

Für Gisdol wären Spiele jedoch "ein Schritt in Richtung Normalität. So banal es vielleicht wäre, wieder über Fußball zu sprechen - so schön wäre es auch", sagte er.

+++ 18.04.2020, 15:13 Uhr: Poldi lobt Kanzlerin Merkel +++

Der frühere Fußball-Weltmeister Lukas Podolski bleibt auch in der Corona-Krise entspannt.

"Es ist schade, dass man den Sport nicht ausüben kann. Das fehlt, mit den Jungs auf dem Platz zu stehen. Aber da muss man durch, irgendwann geht's auch wieder nach vorne", sagte Podolski der "Bild"-Zeitung: "Irgendwann werden wir den Scheiß überstehen."

Ein Lob hat Podolski für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Er bekomme mit, dass sich viele Leute über sie beschwerten, sagte der 34-Jährige: "Aber ich finde, sie macht das gut. Aber man kann es ja nicht jedem recht machen."

Podolski verbringt die Zeit zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in der Türkei, wo er für den Erstligisten Antalyaspor spielt.

+++ 18.04.2020, 14:12 Uhr: Tönnies will Corona-Tests durchführen +++

Schalke-Aufsichtsratschef und Fleischfabrikant Clemens Tönnies möchte in seinem Firmenlabor künftig Corona-Tests durchführen lassen und hat entsprechende Unterstützung auch der DFL angeboten.

"Es gab einen Austausch. Die Entscheidung liegt nun bei der DFL", sagte Tönnies der "Deutschen Presse-Agentur": "Wenn sie genug Test-Kapazitäten haben, stellen wir unsere anderen zur Verfügung." Die DFL wollte zu dem Thema auf Anfrage keinen Kommentar abgeben.

Zuvor hatte das "Westfalen-Blatt" darüber berichtet. Ein Sprecher von Tönnies' Firma erklärte, man habe "für den Fall, dass ein Kapazitätsengpass in medizinischen Fachlaboren besteht", auch Behörden oder medizinischen Fachlaboren angeboten, die Kapazitäten zu nutzen.

Um die Sicherheit bei den möglicherweise bevorstehenden Geisterspielen zu garantieren, erwägt die DFL, Spieler, Trainer und Mitglieder der Funktions-Teams alle drei Tage mit einem Schnelltest auf Corona zu testen. Bis zum Saisonende würden so wohl etwa 20.000 Tests fällig.

In seinem Labor seien 180.000 bis 200.000 Tests pro Monat umsetzbar, versicherte Tönnies. In jedem Fall seien dort Corona-Tests an Menschen möglich, auch wenn in seinem Labor sonst Schweineblut untersucht wird. "Das ist kein Problem", versicherte Tönnies: "Das System ist dasselbe." Natürlich werde sein Unternehmen dafür aber mit Human-Medizinern zusammenarbeiten. Geld verdienen wolle er damit in dieser Notsituation nicht, versicherte der 63-Jährige.

+++ 18.04.2020, 12:42 Uhr: Serie A will Neustart Ende Mai +++

Italiens Verbandspräsident Gabriele Gravina hat bezüglich eines möglichen Neustarts der aufgrund der Coronakrise unterbrochenen Serie-A-Saison Druck auf die Regierung in Rom ausgeübt. Gravina wünscht sich eine Saisonfortsetzung Ende Mai. Vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs sollen alle Spieler in Sportzentren für drei Wochen unter Quarantäne gestellt werden, wo sie regelmäßig auf COVID-19 getestet werden sollen.

Dort soll individuell und in kleinen Gruppen wieder trainiert werden. Die Spiele der Serie A sollen bis Ende der Saison in Stadien in Mittel- und Süditalien ausgetragen werden, in denen das Coronavirus weniger verbreitet ist. Später soll auch in Norditalien gespielt werden, sollte sich die Lage dort normalisieren.

"Zwischen Ende Mai und Anfang Juni können wir neu starten. Ich hoffe, dass jeder Klub in seinem eigenen Stadion spielen kann. Wenn nicht, werden wir nach alternativen Lösungen suchen", sagte Gravina der "Gazzetta dello Sport".

Der Verband arbeite mit einem wissenschaftlichen Komitee an einem Protokoll, an das sich Spieler und Trainer halten sollen. Schon in den kommenden Tagen sollen die Klubs die passenden Einrichtungen finden, in denen die Spieler die Quarantäne verbringen können. 

+++ 18.04.2020, 12:15 Uhr: Rom-Profis verzichten auf komplettes März-Gehalt +++

Die Profis des AS Rom haben sich mit dem Klubmanagement angesichts der Coronakrise auf Gehaltskürzungen geeinigt. Die Mannschaft verzichtet auf ihr komplettes März-Gehalt. Wie die "Gazzetta dello Sport" berichtete, sollen die April-, Mai- und Juni-Gehälter auf die Saison 2020/21 aufgeteilt werden.

Für den Worst Case, dass die Meisterschaft nicht zu Ende gespielt wird, verzichten die Spieler gar auf vier Monatsgehälter. Auch die Klubmanager haben bezüglich Gehaltskürzungen Bereitschaft signalisiert und wollen auf ein Monatsgehalt verzichten.

Dadurch soll der Hauptstadtklub circa 30 Millionen Euro sparen. Die Roma gibt jährlich etwa 180 Millionen Euro für Spieler und andere Personalkosten aus. AS Rom ist der dritte italienische Klub nach Rekordmeister Juventus Turin und Parma Calcio, der sich mit seinen Spielern auf Gehaltskürzungen geeinigt hat.

+++ 18.04.2020, 11:17 Uhr: Fortuna kehrt auf Trainingsgelände zurück +++

Fortuna Düsseldorf absolviert sein Training ab kommenden Montag wieder wie üblich im Arena-Sportpark im Stadtteil Stockum. Zuletzt hatte das Team von Trainer Uwe Rösler seine Einheiten in Kleingruppen aufgrund von Corona-Auflagen auf dem Gelände des Nachwuchsleistungszentrums in Flingern bestritten.

"Die Entscheidung, auf unser Trainingsgelände im Arena-Sportpark zurückzukehren, ist ein weiterer kleiner Schritt zurück zur Normalität, auch wenn unser Training natürlich weiterhin in Gruppen stattfinden muss", sagte Rösler. Die vier Trainingsplätze auf dem Arena-Gelände sollen mehr Möglichkeiten für einzelne Übungen bieten.

+++ 18.04.2020, 09:58 Uhr: Abbruch wäre "absolutes Desaster" +++

Geschäftsführer Oliver Mintzlaff von RB Leipzig warnt vor dramatischen finanziellen Folgen im Falle eines Saisonabbruchs aufgrund der Coronakrise in der Bundesliga. "Das wäre ein absolutes Desaster, weil es viele Klubs in die Insolvenz führen könnte", sagte der 44-Jährige dem "Bonner General-Anzeiger": "Wir lieben die Vielfalt der Bundesliga, und jeder Fan möchte, dass sie so weiter bestehen bleibt."

Daher wolle man auch alles versuchen, "dieses Desaster zu verhindern", betonte Mintzlaff. Dabei sieht er die jüngst erlassenen Maßnahmen der Bundesregierung als richtig an. "Das Thema Fußball war sicher am Mittwoch nicht das wichtigste", sagte Mintzlaff, der aber daran glaubt, "dass Spiele ohne Zuschauer relativ zeitnah umsetzbar sind."

Dafür müsse man sicherstellen, dass "200 bis 300 Personen in die Stadien können, um einen reibungslosen Spieltag zu gewährleisten", meinte Mintzlaff, der davon ausgeht, "dass das Thema bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz mit der Kanzlerin am 30. April entschieden wird."

+++ 18.04.2020, 08:01 Uhr: Geisterspiele wie "Tiefkühlkost" +++

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil ist kein Anhänger von Geisterspielen in der Bundesliga. "Dass diese Frage wirtschaftlich für die Vereine von existenzieller Bedeutung ist, ist offenkundig. Persönlich als Fan kann ich mich allerdings kaum für Spiele ohne Zuschauerinnen und Zuschauer erwärmen. Das ist wie der Genuss von unaufgetauter Tiefkühlkost", sagte der SPD-Politiker in einem Interview der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

"Aber dass darüber geredet werden muss, ist klar, denn auch Fußball ist eine Form von Berufsausübung. Ein wichtiger Bereich des Leistungssports würde andernfalls eingehen, und das will auch niemand", erklärte Weil.

Niedersachsens Ministerpräsident macht sich aber "vor allem Sorgen um Sportarten, die nicht von den Fernsehrechten leben, wie etwa der Handball. Was ist mit den Recken der TSV Hannover-Burgdorf, eine Spitzenmannschaft, die derzeit keine Einnahmen hat? Wenn diese Mannschaft auseinandergehen müsste, wäre das jammerschade. Es muss unser Ziel sein, so etwas zu verhindern."

+++ 18.04.2020, 07:00 Uhr: FCA-Star sieht "viele Fragen, aber wenig Antworten" +++

Augsburgs Torjäger Alfred Finnbogason sieht bei der Vorbereitung auf mögliche Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga noch einige Probleme. "Im Moment gibt es noch viele Fragen, aber wenige Antworten. Auch bei uns in der Kabine gibt es unterschiedliche Sichtweisen, weil verschiedene Länder mit dem Thema auch unterschiedlich umgehen", sagte der Isländer der "Augsburger Allgemeinen".

Finnbogason erachtet bei einer Fortsetzung der Saison eine Vorbereitungsphase mit normalem Training für zwingend notwendig. "Wir müssen sicher ein, zwei Wochen unter Wettkampfbedingungen mit allen Trainingsinhalten üben", betonte der 31-Jährige. Das aktuelle Kleingruppen-Training unter besonderen Schutzmaßnahmen reiche dafür nicht aus.

+++ 17.04.2020, 22:22 Uhr: Der Fußball ruht in den USA bis Anfang Juni +++

Die nordamerikanische Major League Soccer wird frühestens am 8. Juni ihren Spielbetrieb aufnehmen.

Das gab die Fußball-Profiliga am Freitag bekannt. Gleichzeitig will die Liga in den kommenden Wochen mögliche Szenarien diskutieren, wie die Saison trotz der Coronakrise regulär beendet werden kann.

Die MLS war am 12. März nach nur zwei Spieltagen für zunächst 30 Tage unterbrochen worden. Der Beginn der Playoffs ist aktuell für Mitte Oktober geplant.

+++ 17.04.2020, 21:09 Uhr: De Bruyne auf dem Weg der Besserung +++

Der frühere Bundesligaprofi Kevin De Bruyne befindet sich nach einer möglichen Corona-Erkrankung auf dem Weg der Besserung. "Meine Familie und ich waren zwei Wochen krank. Wir wissen nicht, ob wir das Coronavirus hatten. Aber jetzt sind wir gesund, denke ich", sagte der Mittelfeldspieler des englischen Fußballmeisters Manchester City am Freitag bei "Sky Sports".

Er versuche nun, wieder fit zu werden, berichtete De Bruyne weiter. "Ich habe ein Laufband organisiert. Und ich schwimme ein wenig. Ich habe das Glück, unten einen Pool zu haben", sagte der 28-Jährige, der einst für Werder Bremen und den VfL Wolfsburg spielte. Von City habe er ein Programm mit verschiedenen Übungen erhalten.

Derzeit ist die Premier League wegen der Pandemie auf unbestimmte Zeit unterbrochen. Am Freitag bekräftigten die 20 Klubs noch einmal, die Saison in jedem Fall zu Ende spielen zu wollen. Eine Frist, bis wann alle Spiele durchgeführt werden müssen, legten die Klubs um Tabellenführer FC Liverpool in einer Videokonferenz am Freitag allerdings nicht fest.

+++ 17.04.2020, 21:01 Uhr: WHO-Mitglied spricht Empfehlung aus +++

Ein italienisches Mitglied der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich für eine Fortsetzung der Fußball-Liga Serie A in Mittel- und Süditalien ausgesprochen. "Es hat keinen Sinn, dort Spiele zu verbieten, wo es keine Infektionsfälle gibt, wie es in einigen Regionen Süditaliens der Fall ist. Wir schlagen vor, für den Sport verschiedene Maßnahmen je nach Region zu ergreifen", sagte Walter Ricciardi, der zudem Italiens Olympisches Komitee (CONI) berät, im Interview mit dem Sender "Radio Punto Nuovo".

Die Lage sei in vielen italienischen Regionen besser geworden, aber nicht in allen, erklärte Ricciardi: "In der Lombardei ist die Situation noch besorgniserregend. Im Mai werden wir anhand der Situation Ratschläge zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs geben."

Der italienische Fußballverband (FIGC) prüft derzeit die Möglichkeit, die restlichen Saisonspiele nur in Rom auszutragen. "Eine Meisterschaft ohne Spiele in Norditalien ist eine Möglichkeit, an die wir denken", hatte Verbandspräsident Gabriele Gravina in dieser Woche gesagt. Damit soll vor allem verhindert werden, dass Begegnungen in Städten wie Mailand, Bergamo oder Turin gespielt werden, die von der Corona-Pandemie besonders betroffen sind. Italien gehört mit 21.000 Todesopfer zu den weltweit am stärksten betroffenen Ländern.

+++ 17.04.2020, 18:11 Uhr: Virologe über Fußballspiel mit Masken +++

Fußballer könnten in der Corona-Krise nach Ansicht eines führenden belgischen Virologen mit Schutzmasken spielen.

"Eine Möglichkeit wäre das Tragen von Masken, um Fußball zu spielen", sagte der Experte Marc Van Ranst der belgischen Zeitung "Le Soir". Dabei gehe es nicht um chirurgische Masken, die völlig ungeeignet wären. Man finde im Internet jedoch Masken gegen Luftverschmutzung, die von Radfahrern oder American-Football-Spielern getragen würden.

"Die sind komfortabler", sagte der Virologe, der als Kapazität auf seinem Gebiet gilt. "Wenn es für sie möglich ist, warum sollte es dann nicht auch für Fußballspieler möglich sein?"

Vor der Absage aller Spiele seien manche Mannschaften mit Schutzmasken aufs Feld gekommen, hätten diese aber für das Match abgenommen. In Italien hätten die Zweitligisten von Benevento und Pescara mit Masken spielen wollen, doch der Schiedsrichter habe dies abgelehnt, sagte Van Ranst.

Zu Fußballspielen mit Publikum könne man erst zurückkehren, wenn das Virus-Risiko akzeptabel erscheine. Auf die Entwicklung eines Impfstoffs könne der Fußball aber nicht warten. "Bis dahin muss man für eine lange Zeit zu Spielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit übergehen", sagte Van Ranst dem Blatt. "Bis wann? Es ist noch zu früh, um das zu sagen."

+++ 17.04.2020, 16:23 Uhr: Premier League will Saison beenden +++

Die 20 Fußballvereine der englischen Premier League wollen die Saison 2019/20 in jedem Fall abschließen. Darauf einigten sich die Klubs während einer gemeinsamen Videokonferenz. Eine Frist dafür wurde - anders als erwartet - aber nicht gesetzt.

Britische Medien hatten zuvor berichtet, dass mehrere Klubs planen, die laufende Spielzeit bis zum 30. Juni zu Ende zu spielen. Beim Meeting am Freitag soll dieser Vorschlag allerdings nicht zur Sprache gekommen sein. Es sei nicht der richtige Zeitpunkt dafür, hieß es.

Laut der Boulevardzeitung "Mirror" hatten sich neun Vereine dafür ausgesprochen, die Saison bis spätestens Ende Juni zu beenden. Hintergrund sei das Vertragsende vieler Fußballprofis am 30. Juni. Einige Klubs befürchten dadurch eine Wettbewerbsverzerrung, falls die Saison mit veränderten Teams und möglicherweise ohne einige bisherige Leistungsträger fortgesetzt würde.

Insgesamt 92 Spiele der laufenden Saison stehen noch aus, neun bzw. zehn Partien pro Verein. Wichtige Entscheidungen sind in England bislang nicht gefallen. Dem FC Liverpool von Trainer Jürgen Klopp fehlen noch zwei Siege zur ersten Meisterschaft seit 30 Jahren. Zahlreiche Klubs kämpfen unterdessen um einen Platz in den europäischen Wettbewerben oder um den Klassenerhalt.

Wie in der deutschen Bundesliga entschieden wird, ist weiter unklar. Bislang hält die DFL an den Plänen fest, die Saison zu Ende spielen zu wollen.

+++ 17.04.2020, 15:39 Uhr: BVB-Coach Favre: "Profitieren davon" +++

Borussia Dortmunds Coach Lucien Favre und sein Trainerteam nutzen die Saisonunterbrechung in der Fußball-Bundesliga aufgrund der Corona-Pandemie um mit den Spielern vor allem an ihrer Technik zu arbeiten. "Wir können das machen, wofür wir normalerweise keine Zeit haben. Technik auf dem Boden, in der Luft, vor dem Tor. Wir profitieren davon", sagte Favre im BVB-Podcast.

Trotzdem ist die Situation auch für den Schweizer "eine komische Sache. Es ändert sehr viel. Plötzlich kannst du kein Fußball mehr spielen. Wir hoffen, dass wir bald wieder spielen können, es fehlt definitiv." Favre will daraus aber auch seine Lehren ziehen: "Du musst immer bereit sein zu lernen. Klar es fehlt uns ein Plan, wann wir wieder richtig anfangen können, aber wir müssen bereit sein. Wir müssen unser Bestes tun um die Mannschaft vorzubereiten."

Sollte die Bundesliga im Mai ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen, dann vor leeren Rängen. "Es wird ganz anders, für alle, nicht nur für Spieler und Trainer. Wenn du in Dortmund vor 81.000 spielst - die pushen die Mannschaft ohne Ende. Das wird etwas anders und wir müssen uns daran gewöhnen", sagte der 62-Jährige. Wie die Saison ohne Zuschauer verlaufen wird "kann niemand sagen. Wir müssen uns vorbereiten, nicht nur technisch, taktisch, physisch, sondern auch mental."

+++ 17.04.2020, 15:34 Uhr: Augsburg-Star hofft auf Mannschaftstraining +++

FC Augsburgs Stürmer Alfred Finnbogason hält im Vorfeld einer möglichen Fortsetzung des Ligabetriebs eine Vorbereitung mit normalem Training für unverzichtbar.

"Wir müssen sicher ein, zwei Wochen unter Wettkampfbedingungen mit allen Trainingsinhalten üben", sagte der isländische Angreifer der "Augsburger Allgemeinen". "Das ist für alle Mannschaften wichtig, um möglichst gut vorbereitet zu sein." Die Augsburger können wie die Konkurrenten auch, derzeit nur in Kleingruppen und mit besonderen Abstandsregeln trainieren.

Unter dem neuen Augsburger Trainer Heiko Herrlich hofft Finnbogason wieder auf einen Stammplatz, zum Beispiel an der Seite von Florian Niederlechner. "Das hat mit Florian und mir ganz gut geklappt", meinte der 31-Jährige. "Ich versuche mich in den Trainingseinheiten anzubieten. Dazu haben wir jetzt ja auch Zeit."

+++ 17.04.2020, 15:31 Uhr: Braunschweig setzt weiter Training aus +++

Nach der Verlängerung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bis zum 3. Mai hat Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig seine Rückkehr ins Mannschaftstraining auf unbestimmte Zeit verschoben. Dies gab der Klub aus Niedersachsen am Freitag bekannt. Ursprünglich war geplant gewesen, am Sonntag nach rund fünfwöchiger Pause wieder auf den Trainingsplatz zurückzukehren.

"Durch die Verlängerung der Kontaktbeschränkungen verschiebt sich grundsätzlich auch eine mögliche Rückkehr in den Spielbetrieb", sagte Sportdirektor Peter Vollmann: "Zudem ist Training in Kleingruppen nur unter der Einhaltung zahlreicher Hygienemaßnahmen möglich. Wir schaffen aktuell die Voraussetzungen, um in der Lage zu sein, die zeitnah auch umsetzen zu können."

+++ 17.04.2020, 15:20 Uhr: Acht Drittligisten fordern Abbruch +++

Acht Fußball-Drittligisten haben sich in einem gemeinsamen Positionspapier für den Abbruch der laufenden Saison ausgesprochen. Der Hallesche FC, Waldhof Mannheim, der 1. FC Magdeburg, Preußen Münster, der Chemnitzer FC, die SG Sonnenhof Großaspach, der FSV Zwickau und Carl Zeiss Jena fordern in der Stellungnahme vom Freitag die vorzeitige Beendigung der wegen der Coronakrise derzeit ruhenden Spielzeit.

"Wir wissen, dass die Entscheidung für eine notwendige Einstellung des Spielbetriebs für die 3.Liga nicht leicht fällt. Wir sehen diese nach sorgfältiger Abwägung aller Fakten und Einschätzungen jedoch als den sinnvollsten Weg für die Gesellschaft, zum Schutz unserer Mitarbeiter und zum Erhalt der Vereine und der 3. Liga an", hieß es in dem Papier. Die Meinungen über einen Abbruch der Saison gehen auseinander. 

Vor allem die bayerischen Klubs sind für eine Fortsetzung mit Partien ohne Zuschauer. "Die Beendigung der Saison mit Geisterspielen würde viele Vereine in finanzielle Schieflage und einige direkt in die Insolvenz führen", führen die acht Vereine jedoch in ihrer Stellungnahme an. 

Im Gegensatz zu den ersten beiden Ligen finanziert sich die 3. Liga zu einem maßgeblichen Teil aus Zuschauereinnahmen. Zudem sehen die Klubs Geisterspiele "aufgrund der bestehenden und zu erwartenden Auflagen als organisatorisch unmöglich, gesundheitlich sowie wirtschaftlich nicht darstellbar und gesellschaftlich nicht vermittelbar an".

Als Lösung der Situation schlägt der Zusammenschluss einen Abbruch bei Wertung des derzeitigen Tabellenstandes für den Aufstieg in die 2. Liga vor. Der MSV Duisburg und Waldhof Mannheim belegen aktuell die ersten beiden Ränge, Dritter ist die SpVgg Unterhaching. Zudem empfehlen die acht Klubs, von denen sechs die letzten sechs Plätze in der Tabelle einnehmen, die Aussetzung des Abstiegs aus der 3. Liga sowie die Aufstockung der Spielklasse für die kommende Saison um "die derzeitigen Tabellenersten der Regionalligen."

+++ 17.04.2020, 14:15 Uhr: Barca-Coach Setien gegen Saisonabbruch +++

Trainer Quique Setien vom FC Barcelona kann sich einen erneuten Titelgewinn bei Saisonabbruch nicht vorstellen. "Ich möchte auf diese Weise kein Meister werden", sagte der 61-Jährige dem spanischen Radiosender "Cadena Ser".

Aufgrund der Corona-Pandemie ruht der Spielbetrieb in La Liga. Nach 27 von 38 Spieltagen führt Barcelona (58 Punkte) die Tabelle vor Rekordmeister Real Madrid (56) an. Von daher sei es zwar logisch, wenn Barcelona bei einem Saisonabbruch Meister werde, sagte Setien: "Aber es könnte auch eine andere Mannschaft sein."

Dass sich die ersten vier Teams laut spanischem Fußball-Verband (RFEF) im Falle eines Abbruchs für die Champions League qualifizieren sollen, befürwortet Setien. Sollte die Liga wieder aufgenommen werden, seien Spiele ohne Publikum für ihn fast sicher. Es sei zwar traurig ohne Zuschauer, "aber in Wahrheit wollen wir alle spielen", sagte Setien.

+++ 17.04.2020, 12:55 Uhr: Leeds-Legende Hunter verstirbt an Corona-Infektion +++

Der ehemalige englische Fußball-Nationalspieler Norman Hunter ist im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Das teilte sein Ex-Klub Leeds United am Freitag mit. Man sei zutiefst bestürzt, trotz seinem Kampf und den Bemühungen der Mitarbeiter im Gesundheitssystem, "hat er leider seinen Kampf an diesem Morgen verloren", hieß es in einem Statement des Klubs.

Vergangene Woche wurde der ehemalige Leeds-Star in eine Klinik eingeliefert. Hunter spielte 14 Jahre für Leeds und gewann mit dem Verein zweimal die Meisterschaft (1969 und 1974) sowie den FA-Cup (1972). Hunter gehörte auch dem englischen Weltmeisterteam von 1966 an, kam bei der WM aber nicht zum Einsatz.

+++ 17.04.2020, 11:12 Uhr: DFL dementiert Zahlung von Sky +++

Die Deutsche Fußball Liga hat nach eigenen Angaben noch keine verbindliche Einigung über die Zahlung der vierten und letzten Rate der Fernsehgelder an die Bundesligaklubs erzielt.

"Die DFL befindet sich in Gesprächen mit allen Medienpartnern", twitterte die DFL. Mit dem Pay-TV-Sender Sky gebe es "noch keine vertraglich fixierte Vereinbarung", hieß es.

Die "Bild" hatte über eine Einigung zwischen DFL und Sky berichtet, wonach etwas weniger Geld fließen solle, dafür aber früher, als vereinbart worden sei. Mehr dazu hier.

+++ 17.04.2020, 10:57 Uhr: Halle-Präsident plädiert für Abbruch der 3. Liga +++

Präsident Jens Rauschenbach vom Halleschen FC hat seine Forderung nach einem Saisonabbruch in der 3. Fußball-Liga erneut bekräftigt.

"Aus gesellschaftlicher, gesundheitlicher und wirtschaftlicher Sicht ist ein Abbruch für die Liga unabdingbar", sagte Rauschenbach der "Mitteldeutschen Zeitung".

Der HFC-Chef bemängelt zudem ein fehlendes Konzept seitens des Deutschen Fußball-Bundes (DFB): "Es liegt auch bis jetzt keine politische Freigabe oder Genehmigung für Mannschaftstraining oder Geisterspiele vor. Auflagen und Bedingungen für einen Spielbetrieb sind völlig offen." Mehr dazu hier

+++ 17.04.2020, 10:50 Uhr: Hauptsponsor bleibt St. Pauli treu +++

Ungeachtet der aktuellen Coronavirus-Pandemie kann Fußball-Zweitligist FC St. Pauli zwei weitere Jahre mit den Zuwendungen seines Hauptsponsors planen.

Der zum Saisonende auslaufende Vertrag mit einem Kölner Mobilfunkanbieter (congstar) wurde bis 2022 verlängert, dafür kassieren die Hamburger pro Jahr 1,8 Millionen Euro.

"Wie gut eine Partnerschaft ist, zeigt sich insbesondere dann, wenn es in solchen Zeiten zu so einem Abschluss kommt. Das kann man nicht hoch genug einschätzen. Wir werden sehr viel tun, diesem Vertrauensvorschuss gerecht zu werden", sagte Vereinspräsident Oke Göttlich dem "Hamburger Abendblatt".

+++ 17.04.2020, 10:27 Uhr: Zweiteilung soll 3. Liga retten +++

Die Vereine der 3. Fußball-Liga beschäftigen sich in der Coronakrise offenbar auch mit einer Reform.

Wie das Fachmagazin "kicker" berichtet, reichte ein Klub einen Vorschlag zur Umstrukturierung der Spielklasse beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein. Demnach würde die dritte Ebene des deutschen Fußballs ab der Saison 2020/2021 in eine 3. Liga Nord und eine 3. Liga Süd mit je 20 Teams unterteilt.

Durch mehr Mannschaften und Spiele erhielten die Klubs mehr Einnahmen aus TV-Verträgen, um die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Pandemie auszugleichen. Aktuell herrscht Uneinigkeit darüber, ob die Saison in der 3. Liga abgebrochen oder mit Geisterspielen fortgeführt werden soll.

Wie es im neuen Konzept heißt, könne der "vorgeschlagene Ansatz eines Saisonübergangs in Kombination mit einer Reform der Ligastruktur am ehesten zur Schaffung einer Mehrheit der betroffenen Vereine geeignet zu sein."

Finanziell verlören die 20 derzeitigen Drittligisten durch eine Aufstockung und Zweiteilung der Liga wohl rund 500.000 Euro im Schnitt, durch kürzere Auswärtsreisen würden jedoch 100.000 Euro gespart. Die Differenz von 400.000 soll über eine Verteilung der TV-Erlöse durch eine Mehrjahreswertung ausgeglichen werden, schreibt der "kicker".

"Insgesamt erscheint die Zweiteilung der 3. Liga für die Klubs mit einem zu erwartenden durchschnittlichen negativen Ergebniseffekt zwischen drei und vier Prozent der Gesamterträge aus finanzieller Hinsicht stemmbar", zitierte das Magazin aus dem Konzept der Vereine.

+++ 17.04.2020, 08:21 Uhr: Kampka warnt vor "Rolle rückwärts" +++

Bundesliga-Schiedsrichter Robert Kampka sieht Fußballspielen ohne Zuschauer in Zeiten der Coronakrise mit gemischten Gefühlen entgegen.

"Das ist Neuland für uns alle. Das kann man nicht trainieren", sagte der Unparteiische im Interview mit "Sport1": "Aber ich glaube, dass man da relativ schnell reinfinden wird."

Mit einer Lockerung der Maßnahmen solle allerdings vorsichtig umgegangen werden, "um nicht eine Rolle rückwärts zu machen. Man weiß noch wenig über dieses Virus."

+++ 17.04.2020, 07:09 Uhr: Maradona-Statue trägt jetzt Mundschutz +++

Ein Denkmal für die argentinische Fußballlegende Diego Maradona in Buenos Aires trägt jetzt einen Mundschutz. Die vier Meter hohe Statue vor dem Stadion der Argentinos Juniors ist mit einer weißen Maske ausgestattet worden.

Laut einem Bericht des Sportportals TyC Sports wurden in der argentinischen Hauptstadt zuletzt eine ganze Reihe von Monumenten mit Atemschutzmasken versehen, um die Bevölkerung für die Gefahr durch die Lungenkrankheit Covid-19 zu sensibilisieren.

Wegen der grassierenden Corona-Pandemie ist das Tragen eines Mundschutzes in der Hauptstadt Buenos Aires und der gleichnamigen Provinz seit kurzem verpflichtend.

+++ 16.04.2020, 22:14 Uhr: "Sky" rettet die Bundesliga +++

Die Klubs der Bundesliga dürften bald den letzten Teil der TV-Gelder erhalten. Laut Informationen der "Bild"-Zeitung haben sich die Deutsche Fußball Liga und der Pay-TV-Sender "Sky" auf die Zahlung der vierten Rate der TV-Gelder an die Klubs geeinigt. Demnach solle etwas weniger Geld fließen, dafür aber früher als vereinbart.

Weder "Sky" noch die DFL wollten sich nach Angaben des Blattes zu dem Bericht äußern. Auch "ARD" und "ZDF" seien bereit, ihre nächste Rate zu überweisen, obwohl der Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga bis mindestens 30. April ruht und unklar ist, ob und wann die Saison wegen der Coronavirus-Pandemie zu Ende gespielt werden kann.

Die letzte "Sky"-Rate hätte eigentlich schon am 10. April bei der DFL eingehen sollen. Nach einem Bericht des "kicker" (Donnerstag-Ausgabe) hätten die Rechteinhaber die insgesamt 304 Millionen Euro bisher noch nicht überwiesen. Als neuer Zahltag für die 36 Vereine sei nun der 2. Mai vereinbart worden.

Ohne die Zahlung an die DFL drohe nach "kicker"-Informationen innerhalb der nächsten zwei Wochen 13 Vereinen, darunter vier Bundesligisten, im Mai und Juni die Insolvenz. Aber die Chancen auf eine zeitnahe Regelung mit den Medienpartnern und eine Zahlung in den kommenden Tagen seien gut.

+++ 16.04.2020, 21:19 Uhr: Serie A vor Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs +++

Italiens Sportminister Vincenzo Spadafora hat eine Wiederaufnahme des sportlichen Trainingsbetriebs nach dem möglichen Ende des Lockdowns am 3. Mai in Aussicht gestellt.

Dieser könne zunächst allerdings nur hinter verschlossenen Türen stattfinden, erklärte Spadafora am Donnerstag in einem Facebook-Video.

"Wir arbeiten an Protokollen für die Sicherheit im Sport, auch dort, wo es wenig Raum gibt. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein, um zu sehen, wie sich die sanitäre Lage entwickelt und ob und wann wir Sportwettbewerbe wieder aufnehmen können", sagte Spadafora.

+++ 16.04.2020, 19:37 Uhr: Rettig: "Der Fußball braucht eine neue DNA" +++

Der ehemalige DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig fordert den deutschen Profifußball vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zum Umdenken auf.

"Der Fußball braucht eine neue DNA", sagte der 56-Jährige der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Freitagsausgabe). 

Statt Erlöse zu maximieren, solle der Schwerpunkt eher darauf liegen, gesellschaftlichen Nutzen zu stiften, sagte der langjährige Bundesliga-Manager: "Der Fußball sollte die derzeitige Krise nutzen und sich neue Fragen stellen: Wollen wir nicht die sozialste, nachhaltigste und nahbarste Liga werden?"

+++ 16.04.2020, 19:13 Uhr: Fanszene: "Geisterspiele nicht vertretbar" +++

Ein bundesweiter Zusammenschluss der deutschen Fanszenen hat scharfe Kritik an einer möglichen Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga geäußert.

Eine Fortsetzung mit Geisterspielen sei "nicht vertretbar – schon gar nicht unter dem Deckmantel der gesellschaftlichen Verantwortung", erklärten die Fans am Donnerstag in einer Stellungnahme: "Eine baldige Fortsetzung der Saison wäre blanker Hohn gegenüber dem Rest der Gesellschaft. Der Profifußball ist längst krank genug und gehört weiterhin in Quarantäne."

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) berät am 23. April erneut über mögliche Szenarien zur Wiederaufnahme der Saison. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Donnerstag bereits erklärt, dass er eine Fortsetzung ohne Zuschauer für denkbar hält. Da die öffentlichen Restriktionen vorerst bis zum 3. Mai verlängert wurden, könnte der Ball im besten Fall wohl ab dem 8. Mai wieder rollen.

+++ 16.04.2020, 18:43 Uhr: Spanischer Fußballverband für Wertung der aktuellen Tabelle +++

Für den Fall eines vorzeitigen Saisonabbruchs aufgrund der Corona-Pandemie hat sich der spanische Fußballverband RFEF für eine Wertung des derzeitigen Tabellenstandes in der ersten Liga ausgesprochen.

Wie der Verband am Donnerstag vorschlug, sollen anhand der aktuellen Konstellation in der Primera Division beispielsweise die Teilnehmer für die europäischen Wettbewerbe in der kommenden Saison bestimmt werden. 

Die spanische Liga sowie die Europäische Fußball-Union (UEFA) stimmten dem Plan allerdings nicht zu. Stattdessen soll an einem Weg gearbeitet werden, um die Saison zu beenden.

+++ 16.04.2020, 18:21 Uhr: CL-Finale Ende August? +++

Das Finale der Champions League findet wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr möglicherweise erst Ende August statt.

Laut einem Bericht der britischen Zeitung "Telegraph" zieht die Europäische Fußball-Union UEFA in Erwägung, das Endspiel am Samstag, dem 29. August anzusetzen. Ursprünglich sollte die Partie im Atatürk-Stadion von Istanbul am 30. Mai stattfinden.

Doch wegen der Pandemie ruht der Fußball in Europas Topligen und den internationalen Wettbewerben bis auf Weiteres. Als neuer Termin für das Finale der Europa League in Danzig gilt demnach der 26. August.

Die Hoffnung ist, dass die Fußball-Ligen durch eine Verlegung der Spiele in den europäischen Wettbewerben genug Zeit haben, um zunächst ihre Saison fortzusetzen, bevor sie wieder in der Champions League und der Europa League antreten. Das Viertelfinale der Königsklasse könnte nach Informationen des "Telegraph" ab Ende Juli ausgetragen werden, das Halbfinale irgendwann im August. Wann die ausstehenden Rückspiele im Achtelfinale - darunter das des FC Bayern gegen den FC Chelsea - stattfinden sollen, ist bisher nicht klar.

+++ 16.04.2020, 17:37 Uhr: Hitzlsperger fordert klares Konzept für Geisterspiele +++

Thomas Hitzlsperger, Vorstandsvorsitzender des Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart, fordert ein eindeutiges Konzept für Geisterspiele.

"Es muss eine klare Strategie her, es muss klar sein, wie solche Spiele stattfinden können", sagte der ehemalige Nationalspieler im Interview mit "Sky".

Der VfB habe seinen Beitrag für solche Planungen geleistet. "Es geht um die gesamte Anzahl derer, die sich an einem Spieltag ohne Zuschauer trotzdem in einem Stadion aufhalten müssen. Ich denke, die Zahl ist bekannt, wir sind momentan bei um die 240", sagte Hitzlsperger. Jedoch müsse eine für alle Klubs einheitliche Lösung gefunden werden.

+++ 16.04.2020, 15:56 Uhr: Italienischer Klub schmeißt Trainer wegen Corona raus +++

Der italienische Fußball-Zweitligist Ascoli hat Trainer Roberto Stellone freigestellt, um seine finanziellen Verluste aufgrund der Coronavirus-Pandemie einzudämmen, teilte der Verein mit.

Die Entscheidung sei gefallen, nachdem Stellone eine Reduzierung seines Gehalts abgelehnt haben soll.

Der frühere Stürmer, der unter anderem beim SSC Neapel, CFC Genua und FC Turin spielte, war Anfang Februar als Nachfolger von Paolo Zanetti, der weiterhin auf der Gehaltsliste des Vereins steht, präsentiert worden.

+++ 16.04.2020, 15:53 Uhr: UEFA beruft Videokonferenz ein +++

Die Europäische Fußball-Union UEFA hat für kommenden Dienstag (21. April) eine Videokonferenz aller 55 Generalsekretäre einberufen. 

In dieser Schalte sollen die jüngsten Entwicklungen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie diskutiert werden, wie die UEFA mitteilte. Zwei Tage später wird sich auch das UEFA-Exekutivkomitee beraten und über die Auswirkungen für nationale und internationale Fußball-Wettbewerbe sprechen.

Vorrang hat für die UEFA der Abschluss der nationalen Liga- und Pokalwettbewerbe. Ein Notfallplan sieht vor, dass die Spiele, die über die Teilnahme an der Champions und Europa League in der nächsten Saison entscheiden, bis Juli oder August gehen könnten. Die Spiele in der Königsklasse und der Europa League könnten in dieser Saison wieder aufgenommen werden, sobald die nationalen Titel entschieden sind.

+++ 16.04.2020, 15:29 Uhr: Frankreich stellt Amateur-Saison ein +++

Der französische Fußballverband (FFF) kündigt angesichts der Coronakrise die Einstellung aller Amateurmeisterschaften an.

Die Entscheidung des Exekutivkomitees betrifft alle Jugendwettbewerbe sowie bei den Männer alle Ligen bis einschließlich der viertklassige National 2. Bei den Frauen schließt die Entscheidung alle Klassen bis zur zweiten Liga (D2) ein. 

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hatte am Montag die Ausgangssperre bis zum 11. Mai verlängert und Veranstaltungen bis Mitte Juli abgesagt. Das Land ist besonders stark vom Coronavirus gebeutelt und verzeichnet bereits über 130.000 Infizierte und mehr als 17.000 Todesopfer.

+++ 16.04.2020, 15:22 Uhr: Setién hält Fortsetzung für "logistisch kaum durchführbar" +++

Trainer Quique Setién vom spanischen Fußball-Meister FC Barcelona glaubt nicht an eine baldige Wiederaufnahme des vom Coronavirus unterbrochenen Spielbetriebs.

Er halte die Absicht der La Liga, die Saison der Primera División schon ab Ende Mai, spätestens aber Ende Juni mit Geisterspielen und unter strengsten Sicherheitsbedingungen fortzusetzen, für kaum realisierbar, sagte Setién im Interview des katalanischen Radiosenders "RAC1".

"Ich habe gehört, dass die Liga vorhat, dass alle Teams für einige Monate an einem Ort isoliert werden sollen. Ich denke, das geht zu weit, das kann man nicht machen. Das würde zu viele Probleme verursachen", sagte der 61 Jahre alte Coach, der das Team um Weltfußballer Lionel Messi und Nationaltorwart Marc-André ter Stegen erst seit Januar trainiert.

Es gebe außerdem zu viele Regeln und Auflagen, die "logistisch kaum durchführbar" seien.

+++ 16.04.2020, 14:24 Uhr: Söder macht Bundesligisten Hoffnung +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat dem deutschen Profifußball Hoffnung auf eine Fortsetzung der Saison ohne Zuschauer gemacht. "Wir werden in den nächsten Wochen gemeinschaftlich diskutieren, ob Geisterspiele möglich sind. Ich halte das aber für denkbar", sagte Söder am Donnerstag in München.

Die DFL erstelle gerade ein "wie ich sehe und höre intensives und sehr gutes Hygienekonzept. Es ist ja eine Berufsausübung. Wir werden das jetzt noch einmal genau bewerten und dann muss man sehen, ob man Geisterspiele erlaubt. Spiele mit Zuschauern sicherlich nicht", führte der CSU-Politiker weiter aus.

Es sei am Ende auch so, "dass man die Relevanz von Fußball nicht nur in der finanziellen, sondern auch in der psychologischen Wirkung einordnet", so Söder: "Für sehr viele Menschen ist der Fußball auch ein Teil von Freude."

+++ 16.04.2020, 11:46 Uhr: Niederlechner verschiebt Hochzeit +++

Für Torjäger Florian Niederlechner vom Fußball-Bundesligisten FC Augsburg hat die Coronakrise auch private Auswirkungen. Der 29-Jährige wird im Juni nicht wie geplant heiraten.

"Ich hoffe, dass wir im Juni Fußball spielen. Und wenn nicht, werden auch keine größeren Veranstaltungen stattfinden können. Die Hochzeit ist auf nächstes Jahr verschoben, dann werden wir doppelt so viel feiern", sagte Niederlechner dem "kicker".

+++ 16.04.2020, 11:23 Uhr: Drittligist fordert Saisonabbruch +++

Geschäftsführer Mario Kallnik vom 1. FC Magdeburg plädiert nach den jüngsten Entscheidungen der Bundesregierung für eine vorzeitige Beendigung der 3. Fußball-Liga. "Die Verlängerung des Kontaktverbots ist ein weiteres Argument für einen Saisonabbruch", sagte er der "Magdeburger Volksstimme". Die Maßnahmen zur Eindämmerung des Coronavirus waren zum Großteil am Mittwoch bis einschließlich 3. Mai verlängert worden.

Um die Saison bis zum 30. Juni sportlich abzuschließen, galt bislang der 16. Mai als spätester Zeitpunkt für den Wiederbeginn. Es sind noch elf Spieltage zu absolvieren. "Dieser Termin ist aber nicht mehr haltbar, wenn wir erst ab dem 4. Mai wieder trainieren können", sagte Kallnik. Die Drittligisten hatten sich zuvor für eine Vorbereitungszeit von drei Wochen vor einer möglichen Fortsetzung ausgesprochen. 

Magdeburg hat als Tabellen-15. nur einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge. Vor Ostern hatte es bei einer Videokonferenz der Drittligisten unterschiedliche Meinungen über einen etwaigen Abbruch gegeben. Kallnik positionierte sich klar: "Im Sinne der Gesundheit und für das wirtschaftliche Überleben möglichst vieler Vereine wäre ein Abbruch der Drittligasaison die sinnvollste Lösung."

+++ 16.04.2020, 10:50 Uhr: Rummenigge befürchtet erhebliche Schäden +++

Bayern Münchens Vorstandchef Karl-Heinz Rummenigge befürchtet durch die Coronakrise erhebliche Schäden für den Fußball. "Ich glaube, dass der Markt stark leiden wird, weil jeder in den letzten 20 Jahren immer mehr für Transfers und Gehälter ausgegeben hat. Jetzt ist die Zeit der Liquidität. Wer über liquide Mittel verfügt, wird sehr umsichtig damit umgehen", sagte Rummenigge im Interview mit der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera".

Rummenigge hofft angesichts der Probleme, dass auch die Champions League zu Ende gespielt werden kann: "Wir müssen Lösungen finden, um diese Saison zu Ende zu bringen. Es gibt bereits sportliche und wirtschaftliche Schäden."

In diesem Zusammenhang lobte der Bayern-Boss das Verantwortungsbewusstsein der Profis. "Niemand mag einen Teil seines Gehalts verlieren. Solidarität ist in diesem Moment auf allen Ebenen besonders wichtig, unter Menschen und unter Staaten", sagte Rummenigge. Auch bei den Klubs der Bundesliga sei die Solidarität stark: "Ich glaube, dass wir ein gutes Beispiel für die Politik und für das deutsche Volk sind."

+++ 16.04.2020, 09:53 Uhr: Alle Serie-A-Spiele in Rom? +++

Die Saison in der italienischen Serie A könnte in einer einzigen Stadt fortgesetzt werden. Der italienische Fußballverband prüft die Möglichkeit, die restlichen Spiele nur in Rom auszutragen.

"Eine Meisterschaft ohne Spiele in Norditalien ist eine Möglichkeit, an die wir denken", sagte Verbandspräsident Gabriele Gravina laut "Gazzetta dello Sport". Damit soll vor allem verhindert werden, dass Begegnungen in Städten wie Mailand, Bergamo und Turin gespielt werden, die von der Coronavirusa-Pandemie besonders betroffen sind.

+++ 16.04.2020, 08:27 Uhr: US-Immunologe Fauci rät zu Geisterspielen +++

Anthony Fauci, medizinischer Berater der US-Regierung und führender Immunologe, sieht in Zeiten der Coronakrise Geisterspiele als einzige realistische Chance, um wieder Profisport in den USA zu ermöglichen.

"Es gibt einen Weg, den Sport zurückzubringen", sagte Fauci in der US-Snapchat-Show "Good Luck America": "Keine Fans kommen ins Stadion, die Athleten werden in große Hotels gebracht, wo auch immer gespielt werden soll."

Dort müssten die Sportler "sehr gut beobachtet und regelmäßig testet werden. Etwa einmal die Woche", führte Fauci aus: "Man muss zusehen, dass es unter den Athleten und deren Familien keine Infektionen gibt - und dann lasst sie die Saison zu Ende spielen."

+++ 16.04.2020, 07:31 Uhr: Corona-Krise erschwert Jobsuche für arbeitslose Trainer +++ 

Trainer Markus Weinzierl glaubt, dass die Corona-Krise seine Rückkehr in das Fußball-Geschäft erschwert. "Ich war in sehr guten Gesprächen mit zwei Vereinen vor der Corona-Krise. Jetzt muss man schauen, was die Zeit generell mit dem Fußball macht", sagte der 45-Jährige der DPA.

"Es ist sehr schwierig, in der aktuellen Situation die Zukunft vorauszusagen. Der Markt ist ja - wie fast alles in der Gesellschaft - zum Erliegen gekommen. Die Corona-Problematik erschwert das natürlich schon."

Seine Einschätzung bestätigte auch der Präsident des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer: "Das ist für alle, die auf ein Engagement warten, von Nachteil, weil kein Verein planen kann", sagte Lutz Hangartner.

+++ 16.04.2020, 07:00 Uhr: Krise ist für Gladbach-Routinier Kopfsache +++

Stürmer Patrick Herrmann von Borussia Mönchengladbach empfindet die Corona-Krise und die angepeilten Geisterspiele in der Bundesliga vor allem als Herausforderung für den Kopf.

"Entscheidend ist der Kopf, der Wille. Ich bin überzeugt, das gilt ganz generell für den Rest der Saison. Jeder muss sich bestmöglich mit dieser ungewöhnlichen Situation arrangieren. Der Kopf wird dabei die wichtigste Rolle spielen", sagte er dem "kicker".

Herrmann lobte auch die Aktion "Pappkameraden". Fans der Borussia konnten lebensgroße Aufsteller von sich bestellen und im Stadion aufstellen lassen, um das Fanprojekt und eine lokale Druckerei zu unterstützen. "Ich war am Anfang skeptisch, ob das die gewünschte Wirkung erzielt. Aber: Die Kunststofffiguren kommen super rüber, echt realitätsnah", sagte Herrmann.

"Beim Einlaufen ins Stadion habe ich den "Leuten" sogar applaudiert, so wie wir es vor Heimspielen immer machen." Die Mannschaft trainiert derzeit in Kleingruppen im Stadion.

+++ 15.04.2020, 21:56 Uhr: Premier-League-Klubs machen sich für verkürzte Saison stark +++

Einem Bericht des "Mirror" zufolge sollen sich einige Vereine aus der Premier League für eine verkürzte Saison stark machen, um die Spielzeit zum 30. Juni beenden und unter anderem einen Meister küren zu können.

Laut dem britischen Blatt sollen mindestens neun Vereine darüber "ernsthafte Diskussionen" geführt haben. Sie wollen demnach ihre Position bei einem Gipfeltreffen der Liga am 17. April präsentieren und einen entsprechenden Vorschlag machen, wie das Prozedere aussehen könnte.

Die meisten Klubs haben noch neun Spiele zu absolvieren, darunter auch der FC Liverpool, der mit 25 Punkten die Tabellen vor Manchester City anführt. Vier Klubs müssen noch zehnmal antreten. Mehr dazu hier.

+++ 15.04.2020, 21:15 Uhr: FIFA rechnet mit rechtlichen Problemen +++

Der Fußball-Weltverband macht sich bereits auf juristische Fragen bei einer Verlängerung von Spielzeiten über den 30. Juni hinaus gefasst.

"Wir sind uns völlig im Klaren, dass es einzelne Umstände in unterschiedlichen Rechtsordnungen geben kann, die Fragen aufwerfen oder eine Herausforderungen darstellen", sagte FIFA-Vizepräsident Victor Montagliani der Nachrichtengantur "AP". Der 54 Jahre alte Kanadier führt die Taskforce der FIFA zum Coronavirus an.

Die meisten europäischen Ligen hoffen, ihre Spielzeiten bis zum 30. Juni zu Ende bringen zu können. Der Tag ist Stichtag vieler Verträge von Spielern, Trainern, aber auch von Sponsoren.

+++ 15.04.2020, 19:00 Uhr: Geisterspiele bis mindestens Ende August +++

Die Bundesregierung hat am Mittwochabend bekanntgegeben, dass Großveranstaltungen in Deutschland bis mindestens zum 31. August verboten sind.

Diese Regelungen schließt auch Bundesliga-Spiele ein. Sollte der Spielbetrieb im Mai wieder aufgenommen werden, würden die Profiligen also wohl ohne Zuschauer zu Ende gespielt werden.

"Bei Großveranstaltungen haben wir bis Ende August klar gesagt: Das geht nicht. Die werden auf gar keinen Fall stattfinden können", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auf einer Pressekonferenz.

Bei der Diskussion wurde allerdings nicht konkret über den Fußball gesprochen. "Die Bundesliga war kein Thema", sagte Söder und verwies auf die laufenden Gespräche bei der Deutschen Fußball Liga. "Ob und in welcher Form Geisterspiele möglich sind", werde "sicherlich demnächst" zum Thema werden. Mehr dazu hier.

+++ 15.04.2020, 18:56 Uhr: Italienischer Fußball plant Neustart in drei Phasen +++

Der italienische Fußballverband FIGC hat am Mittwoch ein Protokoll für den Neustart des nationalen Spielbetriebs nach Ende des Lockdowns am 3. Mai entworfen.

Geplant ist ein Neustart der Meisterschaft in drei Phasen. Dabei soll der Serie A Priorität eingeräumt werden, danach sollen Serie B und C neu starten.

"Für den Neustart des italienischen Fußballs muss höchste Sicherheit garantiert werden", sagte Verbandschef Gabriele Gravina: "Wir wollen für den Neubeginn bestmöglich vorbereitet sein." In einer ersten Phase sollen sich alle Spieler, Trainer und sonstigen Mitarbeiter der Klubs Coronatests unterziehen. 

+++ 15.04.2020, 18:02 Uhr: Sorg sieht keinen Vorteil in EM-Verschiebung +++

Marcus Sorg, Co-Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, sieht durch die aufgrund der Coronakrise ins kommende Jahr verschobene paneuropäische EM keinen großen Vorteil für die zuletzt stark verjüngte Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

"Als Mannschaft würde uns die Verschiebung nur dann weiterhelfen, wenn wir spätestens im September unseren Stamm zusammenhaben können, damit wir wieder Abläufe trainieren und sie im Spiel umsetzen können", sagte der 54-Jährige gegenüber "Steil! - der SWR Fußball-Podcast".

Sorg, der seit vier Jahren Assistenzcoach von Bundestrainer Joachim Löw ist, arbeitet in Zeiten der Pandemie von zuhause - wirklich zufrieden stellt ihn die Arbeit im Home Office jedoch nicht. "Das Salz in der Suppe ist die Arbeit mit der Mannschaft – und die haben wir aktuell nicht", betonte Sorg.

+++ 15.04.2020, 17:46 Uhr: Anderlecht erntet Kritik für Training +++

Der belgische Fußball-Rekordmeister RSC Anderlecht hat sich wegen der Wiederaufnahme des Trainings während der Coronakrise massive Kritik von medizinischen Experten eingehandelt.

Der 34-malige Titelträger hatte am Mittwoch unter strikter Einhaltung der Abstandsregeln wieder mit Übungen begonnen, "für die Spieler, die das wollen".

Die Meisterschaft in Belgien war zunächst vorzeitig abgebrochen worden, diese Entscheidung wurde aber unter dem Druck der UEFA vertagt. Im Land waren am Mittwochnachmittag mehr als 33.500 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, über 4400 Personen erlagen bislang der COVID-19-Erkrankung.

+++ 15.04.2020, 17:40 Uhr: SC Paderborn spendet 15.000 Masken +++

Der Fußball-Bundesligist SC Paderborn spendet in Zusammenarbeit mit einem Sponsor (Casada) 15.000 Schutzmasken an ehrenamtliche Helfer in der ostwestfälischen Stadt.

Aus dem aktuellen Kader beteiligen sich Sebastian Schonlau und Marlon Ritter an der Aktion. Damit beteiligt sich der Verein an einem schon bestehenden Hilfsangebot, das gemeinsam vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Sozialamt in Paderborn koordiniert wird.

+++ 15.04.2020, 14:48 Uhr: Juve-Stars haben Corona-Infektion überstanden +++

Blaise Matuidi und Daniele Rugani haben ihre Infektionen mit dem Coronavirus überstanden. Wie ihr Klub, der italienische Rekordmeister Juventus Turin, am Mittwoch mitteilte, seien zwei erneute Tests bei beiden Spielern negativ ausgefallen. Somit könnten sie ihre häusliche Quarantäne beenden, hieß es auf der Juve-Website.

Rugani war am 11. März als erster Spieler der italienischen Serie A positiv auf Corona getestet worden. Eine Woche später wurde bei Matuidi eine Infektion nachgewiesen.

+++ 15.04.2020, 12:55 Uhr: Österreichs Regierung steht Geisterspielen nicht im Weg +++

Die österreichische Regierung steht Geisterspielen in der heimischen Bundesliga grundsätzlich nicht im Weg. Das sagte Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler (Grüne) bei einer Pressekonferenz in Wien.

Das Training der Fußballprofis in Kleingruppen könne jedenfalls ab 20. April beginnen. Die grundsätzliche Entscheidung, auch über den Zeitpunkt einer etwaigen Fortsetzung der Saison, liege aber beim Verband.

Klar sei, dass wegen der Coronavirus-Krise Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden müssten. Dazu gehörten Tests der Spieler und Betreuer auf das Virus kurz vor dem Spiel. Die Vereine müssten sich selbst um die Durchführung dieser Tests kümmern.

Zudem verwies Kogler immer wieder auf ein Konzept, das von der deutschen Bundesliga für mögliche Geisterspiele erarbeitet wurde. Demnach sollen nur 239 Menschen im Stadion sein, darunter die Mannschaften, die Betreuer, Journalisten und Ordner.

Für eine Austragung von Fußballspielen vor vollen Rängen machte Kogler keine Hoffnung. Dafür gebe es keine zeitliche Perspektive.

+++ 15.04.2020, 12:08 Uhr: Schalke opfert Team +++

Der FC Schalke 04 spart in der Coronakrise an allen Ecken und Enden - und zieht sein Basketballteam aus der zweiten Liga zurück.

"Wir haben entschieden, dass wir uns die Pro A nicht mehr leisten können", sagte Finanzvorstand Peter Peters in einem Live-Interview auf der Facebookseite des Vereins.

Die Basketballer seien in der Vergangenheit "defizitär" gewesen, Schalke wolle sich auf das Kerngeschäft Fußball konzentrieren. Mehr dazu hier!

+++ 15.04.2020, 11:43 Uhr: Auch Lionesses spenden für Gesundheitssystem +++

Auch das englische Frauen-Nationalteam hat sich dem Premier-League-Hilfsfonds "Players Together" angeschlossen. Mit einer kollektiven Spende möchten die Lionesses einen Beitrag zur Unterstützung des staatlichen Gesundheitssystems National Health Service (NHS) während der Coronakrise leisten. Das verkündete die Mannschaft am Dienstagabend.

Die Initiative war in der vergangenen Woche gegründet worden, um Spenden für Wohltätigkeits-Organisationen der NHS zu sammeln. Zuvor hatten die hochbezahlten männlichen Profis während der Pandemie viel Kritik geerntet, weil Gespräche über einen Gehaltsverzicht zunächst gescheitert waren. Inzwischen haben einige Vereine aber Kompromisse mit ihren Spielern erzielt.

+++ 15.04.2020, 10:21 Uhr: Bayern-Star bricht Corona-Regeln +++

Die Bundesliga-Klubs haben, unter starken Auflagen, das Training längst wieder aufgenommen. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Spieler einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu ihren Mitmenschen halten. 

David Alaba vom FC Bayern hat die Corona-Regeln beim Kleingruppen-Training offenbar jedoch vergessen. Wie "Bild" berichtet, sprang der Verteidiger nach einem Tor als Jubel auf den Rücken von Zeugwart Sebastian Pflügler und umarmte ihn.

Die Münchner nahmen auf Anfrage des Boulevardblattes noch keine Stellung zu dem Vorfall. Gut möglich, dass die Vereinsbosse nun eine interne Ansage machen. Als sich Corentin Tolisso und Kingsley Coman vor der ersten Übungseinheit umarmt hatten, wurde die Szene laut "Bild" direkt angesprochen.

+++ 15.04.2020, 08:52 Uhr: Asiatische Turniere sollen gespielt werden +++

Auch im asiatischen Fußball ruht aufgrund der Coronakrise derzeit der Ball - die großen Turniere sollen aber trotzdem in diesem Jahr ausgespielt werden.

Die asiatische Champions League und der AFC Cup würden in jedem Fall stattfinden, sagte Windsor John, Generalsekretär des asiatischen Verbandes (AFC), der Nachrichtenagentur "AFP": "Wir haben ja noch Zeit." Ende April könnte es einen Plan über die Fortsetzung der Wettbewerbe geben.

Derzeit ruht der Spielbetrieb in Asien mindestens bis Ende Juni. Als eine Möglichkeit für eine Fortsetzung nannte John Geisterspiele, "wenn die Gesundheitsbehörden dies verlangen". Ein Abbruch sei derzeit keine Option - "aus sportlichen Gründen und um kommerzielle Verpflichtungen einzuhalten", betonte der AFC-Generalsekretär.

+++ 15.04.2020, 07:36 Uhr: Peruanischer Klub entlässt Spieler und Trainer +++

Der peruanische Zweitligist Deportivo Coopsol hat aufgrund der Corona-Pandemie drastische Maßnahmen ergreifen müssen. Der Klub entließ kurzerhand alle Spieler und die Trainer, da dem Verein die finanziellen Mittel ausgegangen sind.

"Es gibt keinen anderen Ausweg", teilte der Verein mit. Alle Sponsoren hatten nach Verhängung der Quarantäne am 16. März wegen der COVID-19-Ausbreitung in dem südamerikanischen Land ihre Zahlungen eingestellt, die Vereinbarungen wurden fristlos aufgekündigt.

"Die Unternehmen sind stark betroffen, daher haben sie uns mitgeteilt, dass sie uns nicht weiter unterstützen können", betonte der Klub.

+++ 15.04.2020, 07:32 Uhr: Klubs in der Corona-Krise kreativ +++

Das Corona-Virus zwingt den Fußball zu einer Zwangspause. Die Unterbrechung bedeutet auch, dass die Klubs auf TV-Gelder und Zuschauereinnahmen verzichten müssen. Die Krise trifft kleine Vereine in der 3. Liga und der Regionalliga besonders hart.

Einige Klubs versuchen, sich mit kreativen Aktionen über Wasser zu halten. Wie sie das tun, steht hier!

+++ 15.04.2020, 06:58 Uhr: Virologe sieht Geisterspiele kritisch +++

Der Virologe Ulf Dittmer sieht dem Vorhaben der Bundesliga, die Saison in der anhaltenden Coronavirus-Krise mit Geisterspielen zu beenden, mit gemischten Gefühlen entgegen.

Für unproblematisch hält er Pläne, nur rund 250 Beteiligte pro Partie in das Stadion zu lassen. Andere angeblich angedachte Maßnahmen bewertet der Direktor des Essener Instituts für Virologie in einem Gespräch mit der "Deutschen Presse-Agentur" jedoch kritisch.

So äußerte er Zweifel, ob die angeblich alle drei Tage geplanten Tests von Profis und Betreuern auf das Corona-Virus "ethisch vertretbar" sind: "Wir haben keine unendlichen Testkapazitäten. Wir müssen unsere Tests so vernünftig einsetzen, dass sie denjenigen Personen, die sie wirklich benötigen, zugute kommen. Das sehe ich sehr kritisch, wenn sich die Ressourcen für die Tests nicht deutlich verbessern", sagte Dittmer.

Die größten Probleme sieht er für den Fall eines positiv getesteten Profis. "Wenn man 90 Minuten Fußball spielt, gibt es so viele enge Kontakte, dass man sagen müsste, dass die Personen aus der Kontaktgruppe 1 eines Infizierten - so nennt man die Gruppe mit der höchsten Gefährdung - in Quarantäne gehen. Das ist das Vorgehen der allermeisten Gesundheitsämter", sagte Dittmer.

+++ 15.04.2020, 06:49 Uhr: Profis des Schweizer FCB wehren sich +++

Die Spieler des FC Basel wehren sich gegen den Vorwurf, während der durch die Corona-Pandemie verursachten Zwangspause nicht auf Gehalt verzichtet zu wollen.

"Der Vorwurf, die Mannschaft sei nicht bereit, Teile ihres Lohnes abzugeben, entspricht nicht der Wahrheit", hieß es in einer Instagram-Story des früheren Mainzer Bundesliga-Profis Fabian Frei. So hätten alle Fußballer der ersten Mannschaft des FCB im vergangenen Monat mindestens 20 Prozent ihres Gehalts für wohltätige Zwecke gespendet in der Absicht, dass dieses Geld dort eingesetzt wird, wo es aufgrund der Corona-Problematik am dringendsten benötigt wird.

Der 31 Jahre alte Frei erklärte weiter, dass alle Spieler der ersten Mannschaft auch in den nächsten Monaten, in denen keine Spiele stattfinden, bereit seien, auf Teile ihres Lohns zu verzichten - "vorausgesetzt, sie wissen, wo das Geld hinfließt und wofür es verwendet wird".

Die Debatte hatte eine in der vergangenen Woche verbreitete Meldung ausgelöst. Demnach hatten die Spieler eine von der Klubführung vorgeschlagene Lohnreduktion abgelehnt. Die Geschäftsleitung hatte den Verzicht auf 17,5 Prozent des Jahresgehalts angedacht. Das hätte in den Monaten April, Mai und Juni einem Lohnverzicht von 70 Prozent entsprochen.

+++ 14.04.2020, 19:26 Uhr: Neuer Champions-League-Plan vorgestellt? +++

Um die Champions League trotz der Corona-Krise doch noch zeitnah zu Ende zu spielen, denken die Europäische Fußball-Union UEFA und die Klub-Vereinigung ECA spanischen Medienberichten zufolge über ein Final-8-Turnier im August nach.

Es werde nach einem neutralen Ort gesucht, an dem die Teams und alle Begleiter während des Wettbewerbs isoliert leben könnten, berichtete unter anderem die Zeitung "Mundo Deportivo". Auch müsse es dabei strenge ärztliche Kontrollen geben.

Die Viertel- und Halbfinals sollen demnach jeweils in einem einzelnen Spiel ausgetragen werden, statt wie üblich in Hin- und Rückspiel. Allerdings sind noch nicht alle Achtelfinales beendet. Auch das Rückspiel des FC Bayern München nach dem 3:0-Hinspielsieg beim FC Chelsea ist noch offen.

Der Spielbetrieb in der Königsklasse war wegen der Covid-19-Pandemie Mitte März auf unbestimmte Zeit ausgesetzt worden. Das Finale hätte ursprünglich am 30. Mai in Istanbul stattfinden sollen.

+++ 14.04.2020, 16:41 Uhr: SC Paderborn wird Corona überstehen +++

Sport-Geschäftsführer Martin Przondziono vom Fußball-Bundesligisten SC Paderborn sieht seinen Verein in der Coronakrise gut aufgestellt. "Wir haben sehr viele Ideen, wie wir das alles überstehen werden. Und wir werden das auch alle überstehen", sagte der 50-Jährige im Interview mit "Sky Sport News HD".

Sollten Einnahmen über einen längeren Zeitraum ausbleiben, "dann muss man sich Gedanken über gewisse Wege machen". Laut Przondziono sei man im Verein "frohen Mutes, wir arbeiten toll mit unseren Sponsoren zusammen und mit unseren Dauerkartenbesitzern."

+++ 14.04.2020, 15:55 Uhr: Wird die Bundesliga aufgestockt? +++

Sportökonom Christoph Breuer hält den Verzicht auf Absteiger im Profifußball für einen möglichen Ansatz, um betroffene Vereine vor einem wirtschaftlichen Totalschaden zu bewahren. "Denn die Klubs, die es jetzt trotz der widrigen Rahmenbedingungen geschafft haben, liquide zu bleiben, würden den Abstieg eventuell als brutalen Nackenschlag empfinden", sagte Breuer bei "Sky Sport News HD".

Der Experte spricht von einer "temporären" Idee, für zwei oder drei Spielzeiten. Gleichzeitig kann sich Breuer vorstellen, einen Aufstieg dennoch zu ermöglichen und "die Ligen geringfügig aufzustocken".

+++ 14.04.2020, 15:18 Uhr: DFL spielt auf Zeit +++

Die DFL hat die für Freitag angesetzte virtuelle Mitgliederversammlung auf den 23. April verschoben. Ziel sei demnach, damit den "Klubs und der DFL zusätzliche Zeit zur weiteren intensiven Vorbereitung bevorstehender Entscheidungen zu geben", hieß es in der Begründung der DFL. In der Bundesliga und 2. Liga ruht bis mindestens 30. April der Ball.

Am Mittwoch werden Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten über mögliche Lockerungen der Corona-Einschränkungen beraten. Die Diskussion wird auch maßgeblichen Einfluss auf eine Fortsetzung der Saison haben. "Unter anderem über das weitere Vorgehen in dieser Frage werden die 36 Klubs auf Basis der dann aktuellen politischen Beschlusslage in Bund und Ländern in der kommenden Woche entscheiden", hieß es vonseiten der DFL weiter.

+++ 14.04.2020, 13:25 Uhr: Eintracht lässt "Auf jetzt!"-Kampagne neu aufleben +++

Eintracht Frankfurt lässt seine Kampagne "Auf jetzt!" neu aufleben und will in der Coronakrise lokale Institutionen mit Geldspenden und Sachleistungen unterstützen.

Bei diesen handelt es sich um die Arche Frankfurt, das Deutsche Rote Kreuz Frankfurt, die Diakonie Hessen, die Frankfurter Tafel und das Universitätsklinikum Frankfurt.

"Eintracht Frankfurt hat als bedeutender Klub dieser Region und großer Traditionsverein eine Vorbildfunktion und kann mit Wucht und Power Menschen verbinden und einen großen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt leisten", sagte Vorstandsmitglied Axel Hellmann.

Unter dem Slogan "Auf jetzt!" hatte die Eintracht 2016 trotz einer ausweglosen Situation noch den Klassenerhalt in der Bundesliga geschafft.

+++ 14.04.2020, 12:05 Uhr: Draxler unterstützt Vereine in seiner Heimatstadt +++

Julian Draxler hat in Zeiten der Coronakrise sieben Klubs in seiner Heimatstadt Gladbeck in Nordrhein-Westfalen mit einer Spende unterstützt.

"Sie deckt die Kosten aller Fußballvereine bis zum Saisonende, damit sie den Spielbetrieb auch nach Corona fortsetzen können", schrieb der Profi von Paris Saint-Germain auf Facebook.

In einem Videochat mit Gladbecks Bürgermeister Ulrich Roland sprach Draxler zudem noch über sein Engagement bei der Initiative "WeKickCorona" seiner Nationalmannschaftskollegen Joshua Kimmich und Leon Goretzka sowie bei Projekten der Unicef, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen.

"Dabei ist es mir eine Herzensangelegenheit, auch an meine Heimat zu denken – und Amateurfußball in Gladbeck bedeutet für mich bis heute Heimat", fügte Draxler hinzu.

Dabei dachte er vor allem an die Jugend. "Wenn die Vereine es nicht schaffen, aus der Krise herauszukommen, dann sind viele Jungs und Mädels davon sehr betroffen", sagte Draxler und stellte klar: "Ohne Gladbeck kein Paris."

+++ 14.04.2020, 11:20 Uhr: Jantschke und Leistner unterstützen Borea Dresden +++

Spendabel haben sich Gladbachs Tony Jantschke und Köln-Leihgabe Toni Leistner gezeigt. Die beiden Abwehrspieler der rheinischen Rivalen haben die Zahlungen für die Betreuer des Amateurklubs SC Borea Dresden übernommen. Leistner wurde in Elbflorenz, Jantschke in Hoyerswerda geboren.

Der Sportliche Leiter von Borea, Elvir Jugo, "hat mir die monatliche Summe genannt. Ich habe kurz mit meiner Frau gesprochen und am nächsten Tag das Geld überwiesen", sagte Leistner, der bei Borea als Jugendlicher ausbildet wurde, der "Bild" und zahlt alle Pauschalen für die Borea-Nachwuchstrainer im Monat April.

Jantschke, der einst beim FV Dresden-Nord kickte, schloss sich an und übernahm rückwirkend die Borea-Honorare für März.

+++ 14.04.2020, 10:14 Uhr: Fellaini aus dem Krankenhaus entlassen +++

Marouane Fellaini ist nach seiner Corona-Erkrankung am Dienstag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das gab sein Arbeitgeber, der chinesische Erstligist Shandong Luneng, bekannt.

Der 32 Jahre alte Belgier ist der einzig bekannte Profi aus Chinas Super League (CSL), der sich mit dem Virus infiziert hat.

Der frühere Mittelfeldspieler von Manchester United hatte sich nach einem positiven Test für drei Wochen in ein Krankenhaus in der chinesischen Stadt Jinan begeben.

Nach der Entlassung wird der 87-malige Nationalspieler Belgiens eine 14-tägige Quarantäne abhalten.

+++ 14.04.2020, 09:49 Uhr: Gesundheitsinstitut gegen Fortsetzung der Serie A +++

Professor Giovanni Rezza, Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten am italienischen Hochschulinstitut für Gesundheit, hat sich gegen eine Wiederaufnahme der Meisterschaft in der Serie A ausgesprochen.

Er könne "keine befürwortende Stellungnahme" abgeben, sagte Rezza am Ostermontag bei der Pressekonferenz des Katastrophenschutzes zur Corona-Pandemie.

Der Wissenschaftler führte aus: "Es ist eindeutig Sache der Politik, darüber zu entscheiden. Aber es ist ein Sport, bei dem es um Kontakte geht, und diese Kontakte beinhalten ein gewisses Übertragungsrisiko."

Das Institut mit Rezza an der Spitze berät die italienische Regierung beim Ergreifen von Maßnahmen gegen COVID-19. Italien überschritt am Montag als erstes Land die Schwelle von 20.000 Coronavirus-Todesopfern. Der Lockdown dauert mindestens bis zum 3. Mai an.

+++ 14.04.2020, 08:15 Uhr: Trübe Aussichten beim FC Schalke 04 +++

Bibbern beim FC Schalke 04! Aufgrund der durch die Corona-Krise bedingten finanziellen Einbußen durch möglicherweise wegbrechende Zuschauereinnahmen herrscht bei den Königsblauen die Angst vor der Insolvenz. Das berichtet der "kicker".

Die Liquidität der Knappen hängt demnach in erster Linie von den TV-Einnahmen, Transfererlösen und der Teilnahme am Europapokal ab. Während für das Jahr 2020 unabhängig von der Pandemie ein Minus für ein mögliches Verpassen der internationalen Wettbewerbe eingeplant wurde, würde das Wegbrechen der TV-Gelder den Klub demnach hart treffen. Zumal große Einnahmen durch Transfers nicht zu erwarten sind. Es herrsche "akute Alarmstimmung" so der "kicker".

Als Folge soll eine Ausgliederung der Abteilung Profi-Fußball aus dem Verein diskutiert werden. 

Hoffnungslos ist die Lage aber wohl noch lange nicht. "Wenn wir im Mai die Saison fortsetzen können, dann sind wir auch zuversichtlich. Wir sind positiv gestimmt, dass wir die Krise meistern werden", wird Marketingvorstand Alexander Jobst zitiert. Unmittelbar vor der Zahlungsunfähigkeit stehe S04 zudem nicht. Wann dieses Szenario eintreten würde, ließe sich jedoch "nicht prognostizieren".

+++ 14.04.2020, 07:16 Uhr: Online-Ständchen für Mané und Elliott +++

Geburtstags-Ständchen vom ganzen Team - und das in der Corona-Krise gern auch mal online: Beim FC Liverpool geht das viral: 610.000 Aufrufe hatte allein der Clip für Sadio Mané. Dem Senegalesen sangen die Kollegen am vergangenen Freitag etwas zum 28. Geburtstag.

Dabei ging es ziemlich durcheinander, weil beim Champions-League-Gewinner einer nach dem anderen zugeschaltet wurde. Und dazu kamen die vielen Sprachen.

"Ja! Das ist wirklich chaotisch, weil wir die ganze Zeit zusammen singen, aber wenn wir draußen sind, funktioniert das natürlich besser", schilderte Liverpool-Trainer Jürgen Klopp die improvisierte Party in einem Interview auf der Vereins-Website.

"Das klingt jetzt wirklich schrecklich! Aber es ist die Idee dahinter, die zählt", versicherte der deutsche Coach der Reds. "Die Jungs mögen es. Ich weiß nicht genau, wie viele Sprachen wir haben, aber wir nutzen sie alle."

Bereits am 4. April durfte sich Harvey Elliott zum 17. Geburtstag über ein Ständchen seiner Kollegen freuen.

+++ 13.04.2020, 22:16 Uhr: Klopp lobt Online-Training +++

Das Online-Teamtraining des FC Liverpool ist nicht nur bei den Fans der "Reds" ein Renner - auch Trainer Jürgen Klopp ist begeistert.

Allerdings vermisst er den Kontakt zu seinen Jungs in Zeiten der Corona-Krise auch. "Es ist einfach toll, wie das funktioniert", sagte der deutsche Coach in einem Interview auf der Vereins-Website. Er habe es sich nie vorstellen können, dass er diese virtuellen Trainingseinheiten so genieße.

Denn dies sei der Moment, "da ich die Jungs wiedersehe und der alles verändert - für eine Minute, für eine Stunde, für zwei Stunden - egal wie lange die Einheiten dauern", erzählte Klopp.

Aber "es wird schlimmer, je länger es dauert. Ich akzeptiere die Situation zu hundert Prozent so, wie sie ist, aber je länger Sie jemanden nicht sehen, den Sie mögen, desto mehr tut es weh", gestand der 52-Jährige.

+++ 13.04.2020, 20:51 Uhr: Führendes Gesundheitsinstitut gegen Fortsetzung der Serie A +++

Professor Giovanni Rezza, Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten am italienischen Hochschulinstitut für Gesundheit, hat sich gegen eine Wiederaufnahme der Fußballmeisterschaft in der Serie A ausgesprochen. Er könne "keine befürwortende Stellungnahme" abgeben, sagte Rezza am Ostermontag bei der Pressekonferenz des Katastrophenschutzes zur Corona-Pandemie.

Der Wissenschaftler führte aus: "Es ist eindeutig Sache der Politik, darüber zu entscheiden. Aber es ist ein Sport, bei dem es um Kontakte geht, und diese Kontakte beinhalten ein gewisses Übertragungsrisiko."

Das Institut mit Rezza an der Spitze berät die italienische Regierung beim Ergreifen von Maßnahmen gegen COVID-19.

+++ 13.04.2020, 18:27 Uhr: Fährmann zurück auf Schalke +++

Ralf Fährmann, der ehemalige Stammkeeper des FC Schalke 04, ist frühzeitig an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt. Der Torhüter nimmt ab sofort wieder an den Trainingseinheiten des von David Wagner trainierten Revierklubs teil. Wie es dazu kam, steht hier!

+++ 13.04.2020, 17:24 Uhr: Spurs rudern zurück +++

Tottenham Hotspur ist wie Champions-League-Sieger FC Liverpool zurückgerudert und verzichtet nun doch auf die vielfach kritisierte Inanspruchnahme des Notfall-Programms der Regierung.

"Wir haben beschlossen, dass alle Nicht-Spieler, egal ob Vollzeit-, Gelegenheits- oder beurlaubtes Personal, für April und Mai 100 Prozent ihres Gehalts erhalten. Nur der Vorstand wird Gehaltskürzungen in Kauf nehmen", teilten die Londoner in einer Erklärung mit. 

Tottenham, mit einem Umsatz von mehr als 520 Millionen Euro achtreichster Fußball-Verein der Welt, hatte Ende März 550 Angestellte in Kurzarbeit bzw. Zwangsurlaub geschickt. Laut Vereinspräsident Daniel Levy war der Schritt eingeleitet worden, "um die Jobs zu schützen". 

Das Notfall-Programm garantiert im Falle von Kurzarbeit bzw. Zwangsurlaub (engl. furlough) rückwirkend ab dem 1. März zunächst für drei Monate 80 Prozent des Gehalts bis zu einer Höhe von 2500 Pfund/Monat (2824 Euro).

+++ 13.04.2020, 15:59 Uhr: Corona-Verschwörungstheorien beim BVB +++

Bei Borussia Dortmund hat Taylan Duman für Ärger gesorgt. Der Mittelfeldspieler der zweiten Mannschaft des BVB hat nach einem Bericht der "Ruhr Nachrichten" mitten in der Corona-Krise ein Verschwörungsvideo via Instagram geteilt.

Am Mittag des Ostermontags erschien dieser (mittlerweile gelöschte) Post auf dem Profil des 22-Jährigen, der seit Anfang 2019 für die Schwarzgelben spielt, mit dem Aufruf "Schaut es Euch an, um vielleicht mal einige Dinge zu hinterfragen, die momentan um uns herum passieren!".

In dem rund neunminütigen Video verbreitet ein Mann, der sich als Geschäftsberater bezeichnet, krude Theorien zur Corona-Krise. Unter anderem nennt er dabei das klamme Italien als Beispiel, das sich seine über 160.000 Infizierten und rund 20.000 Toten größtenteils nur ausgedacht haben soll, um an EU-Gelder zu kommen.

"Wenn Regierungen uns und die Medien lenken, könnte es nicht auch sein, dass sie ihre Mediziner lenken? Dass sie denen sagen [...]: Wenn ihr in die ganzen Kranken- und Totenakten einfach nur reinschreibt: Corona, Corona, Corona."

Diese und andere Aussagen aus dem Video empfahl Taylan Duman seinen mehr als 6100 Followern. Nach ein paar Stunden wurde der Eintrag gelöscht, eine Erklärung des BVB-II-Spielers blieb aus. Der Verein wollte gegenüber den "Ruhr Nachrichten" keinen Kommentar zum Vorfall abgebgen.

Neben Duman soll auch Mitspieler Marco Rente auffällig geworden sein. Der Abwehrspieler der Dortmunder Zweitvertretung markierte das Verschwörungsvideo mit einem "Gefällt mir".

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