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Weiteres Jahr bei Benfica "hätte nicht geschadet"

Sanches spricht über sein Scheitern beim FC Bayern

10.04.2020 08:49
Renato Sanches wurde beim FC Bayern nie glücklich
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Renato Sanches wurde beim FC Bayern nie glücklich

Mit großen Vorschusslorbeeren und für viel Geld wechselte Renato Sanches im Sommer 2016 aus Lissabon zum FC Bayern. In München wurde der Portugiese aber nie glücklich. Rückblickend bewertet der Mittelfeldspieler seine Zeit an der Isar kritisch.

Als frisch gebackener Europameister und mit dem Ruf, einer der besten Jung-Profis der Welt zu sein, wechselte Renato Sanches nach der EM 2016 für 35 Millionen Euro von Benfica zum FC Bayern. "Er hat eine große Zukunft vor sich", prophezeihte nicht nur der damalige Bayern-Coach Pep Guardiola.

Den hohen Erwartungen wurde Sanches jedoch nie gerecht. Einer enttäuschenden ersten Saison in München folgte ein noch enttäuschenderes Leihjahr bei Swansea City. Und auch nach der Rückkehr zum deutschen Rekordmeister wurde der Portugiese nicht zu dem Spieler, auf den der Rekordmeister hoffte. Im August folgte schließlich die unvermeidliche Trennung. Sanches wechselte zum OSC Lille und wagte einen Neustart.

"Beim FC Bayern nicht wie geplant gelaufen"

Im Gespräch mit dem Portal "portugoal" gestand Sanches nun, dass unter anderem die hohen Erwartungen in München für ihn zum Stolperstein wurden. "Bei Bayern sind die Dinge nicht wie geplant gelaufen. Vielleicht gab es viele Leute, die dachten, ich würde bei Bayern genau das machen, was ich vorher bei Benfica gemacht habe", sagte der heute 22-Jährige.

Ein weiteres Jahr in Lissabon hätte seiner Entwicklung "sicher nicht geschadet", gab Sanches zu, dass der Wechsel nach München für ihn rückblickend zu früh kam. "Viele sagen, ich bin wegen des Geldes gewechselt, aber das war es nicht. Ich habe mich gut gefühlt, habe gut gespielt und eine großartige Europameisterschaft gehabt. Ich habe eine starke Saison für Benfica gespielt und mich bereit gefühlt. Also bin ich gegangen", so der Mittelfeldspieler.

Der Wechsel zum OSC Lille habe ihn nicht nur sportlich, sondern auch mental zurück in die Spur geführt, gab Sanches zu.

"Wenn du eine mentale oder emotionale Blockade hast, wirst du dich nicht weiterentwickeln. Wenn ich immer noch daran hängen würde, was vor einem oder zwei Jahren passiert ist, hätte ich mich nicht entwickelt und würde nicht diese Momente erleben, die ich jetzt erlebe. Wir müssen aus den Dinge, die falsch gelaufen sind, lernen und nach vorne schauen", sagte der ehemalige Münchner, der im Trikot des französischen Erstligisten längst zu den Leistungsträgern zählt.

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