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Corona-Krise im Fußball: Alle Entwicklungen im Blog

Verschwörungstheorien beim BVB

14.04.2020 07:25
Die Corona-Krise hat schwere Auswirkungen auf die Bundesliga und ihre Klubs
© Thomas Bielefeld via www.imago-images.de
Die Corona-Krise hat schwere Auswirkungen auf die Bundesliga und ihre Klubs

Das Coronavirus hält den gesamten Globus im Würgegriff. Auch der Profi-Fußball bekommt die weitreichenden Schutzmaßnahmen zu spüren - etliche Events wurden wegen Covid-19 abgesagt oder verschoben. sport.de verfolgt die neusten Entwicklungen rund um die Corona-Krise im Live-Blog.

  • Corona-Verschwörungstheorien beim BVB
  • Zlatan trainiert erneut bei Hammarby mit
  • Nübel dankt "Helden des Corona-Alltags"
  • Gebauer: "Sport wird anderen Platz einnehmen"
  • FIFA zieht drittes Transferfenster in Betracht

+++ 14.04.2020, 07:16 Uhr: Online-Ständchen für Mané und Elliott +++

Geburtstags-Ständchen vom ganzen Team - und das in der Corona-Krise gern auch mal online: Beim FC Liverpool geht das viral: 610.000 Aufrufe hatte allein der Clip für Sadio Mané. Dem Senegalesen sangen die Kollegen am vergangenen Freitag etwas zum 28. Geburtstag.

Dabei ging es ziemlich durcheinander, weil beim Champions-League-Gewinner einer nach dem anderen zugeschaltet wurde. Und dazu kamen die vielen Sprachen.

"Ja! Das ist wirklich chaotisch, weil wir die ganze Zeit zusammen singen, aber wenn wir draußen sind, funktioniert das natürlich besser", schilderte Liverpool-Trainer Jürgen Klopp die improvisierte Party in einem Interview auf der Vereins-Website.

"Das klingt jetzt wirklich schrecklich! Aber es ist die Idee dahinter, die zählt", versicherte der deutsche Coach der Reds. "Die Jungs mögen es. Ich weiß nicht genau, wie viele Sprachen wir haben, aber wir nutzen sie alle."

Bereits am 4. April durfte sich Harvey Elliott zum 17. Geburtstag über ein Ständchen seiner Kollegen freuen.

+++ 13.04.2020, 22:16 Uhr: Klopp lobt Online-Training +++

Das Online-Teamtraining des FC Liverpool ist nicht nur bei den Fans der "Reds" ein Renner - auch Trainer Jürgen Klopp ist begeistert.

Allerdings vermisst er den Kontakt zu seinen Jungs in Zeiten der Corona-Krise auch. "Es ist einfach toll, wie das funktioniert", sagte der deutsche Coach in einem Interview auf der Vereins-Website. Er habe es sich nie vorstellen können, dass er diese virtuellen Trainingseinheiten so genieße.

Denn dies sei der Moment, "da ich die Jungs wiedersehe und der alles verändert - für eine Minute, für eine Stunde, für zwei Stunden - egal wie lange die Einheiten dauern", erzählte Klopp.

Aber "es wird schlimmer, je länger es dauert. Ich akzeptiere die Situation zu hundert Prozent so, wie sie ist, aber je länger Sie jemanden nicht sehen, den Sie mögen, desto mehr tut es weh", gestand der 52-Jährige.

+++ 13.04.2020, 20:51 Uhr: Führendes Gesundheitsinstitut gegen Fortsetzung der Serie A +++

Professor Giovanni Rezza, Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten am italienischen Hochschulinstitut für Gesundheit, hat sich gegen eine Wiederaufnahme der Fußballmeisterschaft in der Serie A ausgesprochen. Er könne "keine befürwortende Stellungnahme" abgeben, sagte Rezza am Ostermontag bei der Pressekonferenz des Katastrophenschutzes zur Corona-Pandemie.

Der Wissenschaftler führte aus: "Es ist eindeutig Sache der Politik, darüber zu entscheiden. Aber es ist ein Sport, bei dem es um Kontakte geht, und diese Kontakte beinhalten ein gewisses Übertragungsrisiko."

Das Institut mit Rezza an der Spitze berät die italienische Regierung beim Ergreifen von Maßnahmen gegen COVID-19.

+++ 13.04.2020, 18:27 Uhr: Fährmann zurück auf Schalke +++

Ralf Fährmann, der ehemalige Stammkeeper des FC Schalke 04, ist frühzeitig an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt. Der Torhüter nimmt ab sofort wieder an den Trainingseinheiten des von David Wagner trainierten Revierklubs teil. Wie es dazu kam, steht hier!

+++ 13.04.2020, 17:24 Uhr: Spurs rudern zurück +++

Tottenham Hotspur ist wie Champions-League-Sieger FC Liverpool zurückgerudert und verzichtet nun doch auf die vielfach kritisierte Inanspruchnahme des Notfall-Programms der Regierung.

"Wir haben beschlossen, dass alle Nicht-Spieler, egal ob Vollzeit-, Gelegenheits- oder beurlaubtes Personal, für April und Mai 100 Prozent ihres Gehalts erhalten. Nur der Vorstand wird Gehaltskürzungen in Kauf nehmen", teilten die Londoner in einer Erklärung mit. 

Tottenham, mit einem Umsatz von mehr als 520 Millionen Euro achtreichster Fußball-Verein der Welt, hatte Ende März 550 Angestellte in Kurzarbeit bzw. Zwangsurlaub geschickt. Laut Vereinspräsident Daniel Levy war der Schritt eingeleitet worden, "um die Jobs zu schützen". 

Das Notfall-Programm garantiert im Falle von Kurzarbeit bzw. Zwangsurlaub (engl. furlough) rückwirkend ab dem 1. März zunächst für drei Monate 80 Prozent des Gehalts bis zu einer Höhe von 2500 Pfund/Monat (2824 Euro).

+++ 13.04.2020, 15:59 Uhr: Corona-Verschwörungstheorien beim BVB +++

Bei Borussia Dortmund hat Taylan Duman für Ärger gesorgt. Der Mittelfeldspieler der zweiten Mannschaft des BVB hat nach einem Bericht der "Ruhr Nachrichten" mitten in der Corona-Krise ein Verschwörungsvideo via Instagram geteilt.

Am Mittag des Ostermontags erschien dieser (mittlerweile gelöschte) Post auf dem Profil des 22-Jährigen, der seit Anfang 2019 für die Schwarzgelben spielt, mit dem Aufruf "Schaut es Euch an, um vielleicht mal einige Dinge zu hinterfragen, die momentan um uns herum passieren!".

In dem rund neunminütigen Video verbreitet ein Mann, der sich als Geschäftsberater bezeichnet, krude Theorien zur Corona-Krise. Unter anderem nennt er dabei das klamme Italien als Beispiel, das sich seine über 160.000 Infizierten und rund 20.000 Toten größtenteils nur ausgedacht haben soll, um an EU-Gelder zu kommen.

"Wenn Regierungen uns und die Medien lenken, könnte es nicht auch sein, dass sie ihre Mediziner lenken? Dass sie denen sagen [...]: Wenn ihr in die ganzen Kranken- und Totenakten einfach nur reinschreibt: Corona, Corona, Corona."

Diese und andere Aussagen aus dem Video empfahl Taylan Duman seinen mehr als 6100 Followern. Nach ein paar Stunden wurde der Eintrag gelöscht, eine Erklärung des BVB-II-Spielers blieb aus. Der Verein wollte gegenüber den "Ruhr Nachrichten" keinen Kommentar zum Vorfall abgebgen.

Neben Duman soll auch Mitspieler Marco Rente auffällig geworden sein. Der Abwehrspieler der Dortmunder Zweitvertretung markierte das Verschwörungsvideo mit einem "Gefällt mir".

+++ 13.04.2020, 14:33 Uhr: Real Sociedad schiebt Trainingsauftakt auf +++

Der spanische Fußball-Erstligist Real Sociedad San Sebastian hat die Pläne, das Training am Dienstag wieder aufzunehmen, vorerst zurückgestellt. Dies geschah nach Rücksprache mit der baskischen Regionalregierung. In Spanien, das aufgrund der Corona-Pandemie mehr als 17.000 Todesopfer beklagt, trat am Ostermontag eine kleine Lockerung im sogenannten "lockdown" in Kraft.

Real Sociedad wird aber zunächst weiterhin das Einzeltraining für die Spieler zu Hause fortsetzen, um die getroffenen Maßnahmen und Einschränkungen der Regierung zu unterstützen. 

+++ 13.04.2020, 14:03 Uhr: Italiens Verband will Tests durchführen +++

Der italienische Fußballverband FIGC will ab Ende April bei den Spielern COVID-19-Tests durchführen, um damit die Voraussetzung für eine Wiederaufnahme des Trainings im Profifußball zu schaffen.

Der Verband hofft, dass das Training nach Ende des von Italien verhängten Lockdowns am 3. Mai starten kann. "Unser Ziel ist, die Meisterschaft 2019/20 zu Ende zu führen", sagte Verbandschef Gabriele Gravina im Interview mit dem TV-Sender "Sky Italia" am Ostermontag. Dass die Meisterschaftsspiele in den Sommermonaten ausgetragen werden, schloss Gravina nicht aus. Italien beklagt fast 20.000 Todesopfer aufgrund der Corona-Pandemie.

+++ 13.04.2020, 13:22 Uhr: Zlatan trainiert wieder bei Hammarby mit +++

Ein Fußball-Star dicht an dicht neben seinen vorübergehenden Trainingskameraden: So etwas ist für Zlatan Ibrahimovic während der Corona-Krise nur in seiner schwedischen Heimat machbar.

Der 38-Jährige vom AC Mailand trainierte am Ostermontag erneut beim Stockholmer Erstliga-Klub Hammarby IF mit, wie Bilder vom Trainingsplatz zeigten. Bereits am Donnerstag hatte der Stürmer bei Hammarby mitgekickt, bei der freiwilligen Trainingseinheit waren da aber im Gegensatz zum Mannschaftstraining am Montag zahlreiche Leistungsträger des Teams nicht dabei gewesen.

Ibrahimovic im Hammarby-Trainingsanzug zu sehen, löste in Schweden umgehend Spekulationen aus, er könnte nach seiner Zeit in Italien noch als Aktiver in das skandinavische Land zurückkehren. Der Stürmer stammt ursprünglich aus dem südschwedischen Malmö, hält aber 25 Prozent der Klub-Anteile bei Hammarby.

+++ 13.04.2020, 12:37 Uhr: CR7 und Co. spenden Teile der Prämie +++

Superstar Cristiano Ronaldo und die portugiesische Fußball-Nationalmannschaft greifen in Zeiten der Coronakrise den Amateurfußballern im Land kräftig unter die Arme. Die Mannschaft spendet die Hälfte der Prämie, die sie für die erfolgreiche Qualifikation für die ins Jahr 2021 verlegte paneuropäische EM erhalten hat.

Mit dieser zusätzlichen Hilfe soll ein vom portugiesischen Fußballverband FPF eingerichteter Unterstützungsfonds "verstärkt" werden, der die regionalen Verbände und Amateurvereine mit 4,7 Millionen Euro unterstützt. Die FPF hatte am vergangenen Mittwoch beschlossen, die Wettbewerbe in den Amateurligen zu beenden. In den Profiligen steht eine Entscheidung noch aus. 

+++ 13.04.2020, 11:45 Uhr: Hernández glaubt nicht an CL-Fortsetzung +++

Weltmeister Lucas Hernández vom FC Bayern glaubt wegen der Corona-Krise nicht mehr daran, dass die Champions League in dieser Saison zu Ende gespielt werden kann. Das sagte der Franzose der Sport-Tageszeitung "L'Équipe" am Wochenende. Wegen der Pandemie wird derzeit in Europa kein Fußball mehr gespielt, die Partien der Königsklasse sind auf unbestimmte Zeit verschoben worden. "Man muss Realist sein. Ich glaube nicht, dass es möglich ist, die Champions League abzuschließen, vor allem wenn man die Ligen vorzieht."

Bevor eine Fortsetzung des Europapokals ins Auge gefasst wird, wollen die nationalen Ligen ihre jeweiligen Meisterschaften sichern. In der Bundesliga fehlen neun Spieltage. "Das ist machbar", sagte Hernández.

Der 24 Jahre alte Abwehrspieler gab er zu bedenken, dass viele unter dem Coronavirus leidende Länder betroffen sind. "Es wird schwer, dass alle gleichzeitig loslegen können, dass alle gleich fit sind oder dass man einfach nur Kontakt haben sowie nach Italien, Spanien, England oder Frankreich reisen darf", sagte Hernández.

+++ 13.04.2020, 10:50 Uhr: FFC-Manager über "realisierbares Saisonende"

Manager Siegfried Dietrich vom 1. FFC Frankfurt hält bei einer Fortsetzung des Spielbetriebs in der Frauenfußball-Bundesliga die Beendigung der Saison innerhalb eines Monats für möglich."Es stehen noch sechs Spieltage aus und selbst wenn wir erst Anfang Juni weitermachen würden, könnte der 30. Juni 2020 als angestrebtes Saisonende realisierbar sein", sagte Dietrich im "HR"-Interview.

Der Vorsitzende des DFB-Ausschusses Frauen-Bundesligen sieht wegen der Coronakrise mögliche Geisterspiele ohne Zuschauer als "Rettungsanker" für die Vereine. Es sei aus Liga-Sicht wichtig, "dass wir für unsere Fans und Sponsoren medial präsent sind und dass die sportlichen Entscheidungen herbeigeführt werden".

Dietrich wies auch auf unterschiedliche wirtschaftliche Auswirkungen der Pandemie hin: "Während die Frauenabteilungen der Lizenzvereine unter einem gewissen Schutzschirm des Männerfußballs im Gesamtverein stehen, ist natürlich die aktuelle Situation für die traditionellen Frauenfußballvereine wie Potsdam und in dieser Saison auch noch Frankfurt eine maximale Herausforderung".

+++ 13.04.2020, 09:57 Uhr: Schröder fordert Augenmaß ein +++

Sportvorstand Rouven Schröder vom FSV Mainz 05 hat den Profifußball aufgefordert, in der Debatte um die Wiederaufnahme des Spielbetriebs Augenmaß zu wahren. "Eines ist klar: Der Fußball hat keine Sonderrolle", sagte der 44-Jährige auf "kicker.de". "Es muss gesundheitlich und gesellschaftlich passen."

Die Bundesliga hat den Spielbetrieb zumindest bis 30. April ausgesetzt. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und die Klubs hoffen, die Saison bis zum 30. Juni mit Spielen ohne Zuschauer in den Stadien beenden zu können. Am kommenden Freitag steht erneut eine außerordentliche DFL-Mitgliederversammlung an. Am Mittwoch wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder über ihr weiteres Vorgehen in der Krise beraten.

"Wenn es unter Umständen seitens der Politik Lockerungen gibt, dann wird der Fußball natürlich keine Priorität sein. Wir wissen, dass wir zurecht den Hebel nicht in der Hand haben", sagte Schröder. Man sei für jede Übungsmöglichkeit "sehr dankbar", sagte der Sportchef der Rheinhessen, die vergangene Wochen wie andere Klubs den Übungsbetrieb in Kleinstgruppen aufgenommen haben.

+++ 13.04.2020, 09:38 Uhr: FA für Wembley-Stadion als Spielort +++

Der englische Fußballverband FA hat das Londoner Wembley-Stadion und den St. George's Park in Burton upon Trent/Staffordshire als neutrale Austragungsorte für den Abschluss der Premier-League-Saison angeboten.

Das berichtet die englische Tageszeitung "The Times". Nach der Unterbrechung der Saison durch die Coronavirus-Pandemie ist der bevorzugte Plan der FA, die restlichen Spiele ohne Zuschauer auszutragen. Dabei könnten in den beiden Arenen möglicherweise am selben Tag gleich mehrere Spiele ausgetragen werden.

Die FA will die laufende Saison einem Medienbericht zufolge ab dem 1. Juni innerhalb von sechs Wochen zu Ende spielen. So bliebe bis zum geplanten Start der neuen Saison am 8. August genug Zeit für eine Pause und die Vorbereitung. Den meisten Klubs fehlen noch neun Spiele, einigen Vereinen zehn. Tabellenführer FC Liverpool steht mit Trainer Jürgen Klopp dicht vor dem Gewinn des Titels.

+++ 13.04.2020, 08:02 Uhr: Nübel dankt "Helden des Corona-Alltags"

Schalkes Keeper Alexander Nübel hat sich in einem Statement bei den medizinischen Hilfskräften, welche seit Wochen im Kampf gegen das Coronavirus an vorderster Linie arbeiten, bedankt: "Die Helden des Corona Alltags sollten ganz klar im Vordergrund unserer Wahrnehmung stehen. Ärzte, Krankenschwestern, Pflegepersonal und alle, die sonst noch tatkräftig mit anpacken: sie alle können nicht genug Anerkennung für ihren Einsatz bekommen", so der 23-Jährige auf der Homepage seines Beraters Stefan Backs.

Außerdem gewährte Nübel einen Einblick in den derzeitigen Trainingsalltag beim Bundesligisten FC Schalke: "Da wir seit einer Woche wieder mit sieben Spielern auf den Platz dürfen, kommt so langsam Normalität in den Trainingsalltag, obwohl Spielformen und Zweikämpfe natürlich nicht drin sind, da nach wie vor Abstand eingehalten werden muss".

+++ 13.04.2020, 07:33 Uhr: Gebauer: "Sport wird anderen Platz einnehmen" +++

Sportphilosoph Gunter Gebauer glaubt, dass der Sport in Deutschland nach der Coronakrise eine andere Rolle in der Gesellschaft einnehmen wird. Die Menschen würden sich nicht mehr so stark der Sportunterhaltung widmen, sondern werden sich verstärkt existenziellen Fragen zuwenden.

"Der Sport wird nach der Coronakrise einen anderen Platz einnehmen, etwas herabgesetzter, nicht erniedrigt, darum geht es nicht", sagte der Sportwissenschaftler und Philosoph im Interview mit dem "SID". "Der Sport ist wichtig für das Gemeinschaftsleben, aber man wird erkennen, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt als ein Fußballspiel."

Gebauer glaubt, dass Leute, die sonst nicht zum Philosophieren neigen, verstärkt darüber nachdenken werden, wie es mit ihnen und ihren Familien weitergehen wird. Viele Familien hätten Angehörige verloren und könnten weitere verlieren. "Corona rückt die Dinge ein bisschen ins Lot", sagte Gebauer, "nämlich, dass man erkennt, was im Leben wirklich wichtig ist, dass man nicht allein lebt."

+++ 12.04.2020, 21:12 Uhr: Salzburg-Manager für Geisterspiele +++

RB Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund hat sich für Geisterspiele zur Fortsetzung der Bundesliga-Saison in Österreich ausgesprochen.

"Ich bin überzeugt, dass wir solche Spiele, wenn wir alle wollen (...), durchführen können", sagte Freund im TV-Sender "ORF". "Daran arbeiten wir intensiv." In der Tabelle führt der Linzer ASK vor Red Bull Salzburg.

Auch der Sportvorstand von Austria Wien, der ehemalige Bundesliga-Trainer Peter Stöger, hat sich in der Zeitung "Kurier" für Spiele ohne Zuschauer ausgesprochen. Am Mittwoch berät das Präsidium des Österreichischen Fußball-Bundes in einer Videokonferenz über die weitere Vorgehensweise im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie.

+++ 12.04.2020, 20:07 Uhr: Bundesliga von Test-Kapazitäten abhängig +++

Während in vielen anderen Sportarten weiter fleißig verschoben und abgesagt wird, feilt die Deutsche Fußball Liga an ihrem Masterplan für die Fortsetzung der Bundesliga-Saison ab Anfang Mai.

Zwei Eckpunkte machte der seit Wochen im Fokus stehende Liga-Boss Christian Seifert in den Tagen vor dem ungewöhnlichen, fußballlosen Osterfest deutlich. Zum einen: DFL und Vereine werden bereit und gewappnet sein für den wochenlangen Ausnahmezustand, der derzeit trotz Corona-Krise noch immer eine Beendigung der Liga-Saison bis 30. Juni und ohne Zuschauer in den Stadien vorsieht.

Zum anderen: "Es wird nicht der Fall sein, dass auch nur eine Ärztin, ein Arzt, eine Krankenschwester oder ein Krankenpfleger, die für das System wirklich relevant sind, nicht getestet werden kann, weil Fußballspieler getestet werden müssen", stellte Seifert in der "New York Times" klar. Für die neun verbleibenden Spieltage, die in den beiden Bundesligen für den Erhalt der für manche überlebenswichtigen letzten Rate an TV-Geldern noch zu absolvieren sind, werden zahlreiche Tests für die Profis nötig sein, um das Risiko von neuen Infektionsketten im wöchentlichen Spielbetrieb minimieren zu können.

Aus der Politik gibt es nicht nur erste Stimmen, die einen schnellen Neustart des Spielbetriebs herbeisehnen, sondern auch Zweifel. SPD-Politiker Karl Lauterbach sagte dem "Spiegel": "Fußball wäre theoretisch nur denkbar, wenn die Spieler ein paar Tage vor dem Spiel getestet und dann bis zum Spielbeginn isoliert würden, damit sie sich nicht gegenseitig infizieren. Hat sich ein Spieler angesteckt, müssen er und alle Mannschaftskollegen in Quarantäne."

Das bedeutet nicht nur erhöhte Test-Kapazitäten für das Millionenbusiness Fußball, sondern auch monatelange Einschränkungen und strikte Maßnahmen für die Profis, um eine Beendigung der Saison zu ermöglichen.

+++ 12.04.2020, 17:15 Uhr: Großkreutz fordert Klarheit +++

Kevin Großkreutz vom KFC Uerdingen hofft auf eine baldige Entscheidung, ob die 3. Liga in dieser Saison noch einmal in den Regelbetrieb zurückkehren kann, wie er gegenüber "Bild am Sonntag" deutlich machte: "Ich möchte beim DFB nicht die Verantwortung dafür tragen. Weil die Entscheidung, egal wie sie auch ausfällt, immer irgendwen benachteiligen wird. Trotzdem wird’s Zeit, dass endlich Klarheit herrscht. Nix nervt mehr als die Ungewissheit!"

Dem Ur-Dortmunder zufolge sei ein Saison-Abbruch die wohl beste Entscheidung, die drei führenden Teams der 3. Liga - MSV Duisburg, Waldhof Mannheim und SpVgg Unterhaching - sollten aufsteigen. Der Abstieg sollte ausgesetzt werden.

Hintergrund für Großkreutz' Meinung: "Geisterspiele machen in den Bundesligen vielleicht Sinn, weil dadurch wenigstens die Fernseh-Kohle wieder fließt. Doch in der 3. Liga gehen locker die Hälfte aller Klubs daran kaputt, da die Kosten für Spiele vor leeren Rängen weitaus höher sind als die Einnahmen."

+++ 12.04.2020, 14:32 Uhr: Kohfeldt will neu starten +++

Trainer Florian Kohfeldt sieht im Falle einer Fortsetzung der Bundesliga-Saison neue Chancen auf den Klassenerhalt für Werder Bremen.

"Alles, was wir jetzt sagen, ist spekulativ. Aber wenn wir noch einmal spielen, dann wird diese Negativdynamik, in der wir vom Kopf her ein Stück weit drin waren, wegfallen", sagte der 37-Jährige in einem Podcast des "NDR"-Hörfunks.

"Du beginnst neu. Zwar in einer schlechten Ausgangslage. Aber nicht belastet durch mehrere Niederlagen am Stück und eine schlechte Stimmung im Umfeld. Es würde wieder eine kleine neue Saison beginnen", meinte der Fußball-Lehrer. Mehr dazu hier.

+++ 12.04.2020, 13:18 Uhr: Lauterbach warnt vor "Extrawurst" +++

SPD-Politiker und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht eine mögliche Wiederaufnahme der Fußballsaison in den kommenden Wochen und Monaten kritisch.

Die von den Profiklubs anvisierten "Geisterspiele" im Mai trotz der Corona-Pandemie hält Lauterbach für "keine gute" Idee. "Ich persönlich denke, dass es im Herbst wieder losgehen kann", sagte der 57-Jährige im Doppelpass bei "Sport1".

Nach Angaben Lauterbachs mache die Deutsche Fußball Liga "Druck, der in Berlin ankommt". Er nehme dies dem Profifußball "nicht übel", aber eine verfrühter Wiederbeginn wäre "ein Eigentor".

"Wenn der Fußball eine 'Extrawurst' gebraten bekommt, wird es Ressentiments in der Bevölkerung geben", äußerte der Bundestagsabgeordnete: "Das würde dem Fußball nicht gut tun."

+++ 12.04.2020, 12:48 Uhr: Rose: "Geisterspiele beeinflussen Ergebnisse" +++

Nach Meinung von Trainer Marco Rose wären die eventuell anstehenden Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga ein harter Schlag für sein Team.

"Das ist ein großer Verlust für uns. Ich gehe sogar so weit, dass ich sage, die Fans können mit ihrem Support Ergebnisse beeinflussen", sagte der Coach von Borussia Mönchengladbach dem TV-Sender "Sky Sport News HD".

Die Gladbacher hatten das bislang einzige Geisterspiel in der Corona-Krise gegen den 1. FC Köln 2:1 gewonnen. "Wir werden eine gewisse Vorlaufzeit benötigen und müssen das vom Kopf her hinbekommen", sagte Rose, dessen Team als besonders heimstark gilt.

+++ 12.04.2020, 12:34 Uhr: Kommt ein drittes Transferfenster? +++

Der Fußball-Weltverband FIFA hat in der Coronavirus-Pandemie weitere Flexibilität für den Transfermarkt angekündigt.

Bislang gibt es zwei Phasen, in denen Spieler wechseln dürfen: eine zwischen den Saisons, die nicht länger als zwölf Wochen dauern darf, und eine zur Mitte der Saison, die vier Wochen nicht überschreiten darf.

"Was wir jetzt sehen könnten in der Krise, wäre, dass Verbände ein zusätzliches, drittes Transferfenster öffnen", stellte James Kitching, FIFA-Direktor Football Regulatory, in der "ARD-Sportschau" zu den neuen Empfehlungen klar. "Das würden wir flexibel handhaben, wenn die 16 Wochen Gesamtzeit nicht überschritten werden."

Die FIFA hatte zuletzt diverse Empfehlungen und Richtlinien mit Bezug auf Transfers und Verträge in der Coronavirus-Krise abgegeben. Im deutschen Männerfußball waren bislang zwei so genannte Registrierungsperioden für Transfers geplant: Vom 1. Juli bis 31. August 2020 sowie vom 2. Januar bis 1. Februar 2021. Sollte die derzeit unterbrochene Saison länger als geplant dauern, könnten die Transferperioden verlegt werden.

+++ 12.04.2020, 11:04 Uhr: Gewinnt die Bundesliga an Attraktivität? +++

Die Fußball-Bundesliga wird nach Einschätzung von Augsburgs Vereinspräsident Klaus Hofmann infolge der Coronavirus-Krise in den nächsten Jahren noch an Attraktivität für Spieler gewinnen.

Profis könnten "darauf vertrauen können, dass sie ihr Geld auch bekommen, wenn sie in Deutschland Verträge unterschreiben. Schauen Sie doch nach Italien und Spanien, wo Spielergehälter um teilweise 70 Prozent gekürzt werden, damit die Vereine überleben können. Da werden sich sicherlich viele Spieler die Finger danach abschlecken, wenn sie in der Bundesliga spielen dürfen", meinte Hofmann im Interview der "Augsburger Allgemeinen".

Der Präsident ergänzte: "Deutschland wird für die nächsten ein, zwei, drei Jahre ein sehr attraktives Ziel für Profi-Fußballer werden."

+++ 12.04.2020, 10:20 Uhr: CL als Turnier im August? +++

Noch ist nicht klar wie und wann die Champions League zu Ende gespielt werden soll. Laut "Mirror", der sich auf Quellen innerhalb der UEFA beruft, könnte der Sieger der Königsklasse in einem dreiwöchigen Turnier im August ermittelt werden. Dieses Szenario würde auch die Europa League betreffen.

Zuletzt hatte UEFA-Boss Aleksander Ceferin eine Deadline für den Europa Pokal genannt. "Es wird wohl Juli, August", bis der Ball in Champions und Europa League wieder rollen könnte. Aber später, das verdeutlichte der Slowene, darf es nicht werden, sonst ist die Europacup-Saison verloren: "Im September oder Oktober können wir das nicht mehr ausspielen."

+++ 12.04.2020, 07:12 Uhr: München als EM-Spielort fraglich +++

Für die verlegte Fußball-EM 2021 steht die endgültige Zusage von München als Spielort weiter aus.

"Nach der Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft EURO 2020 auf das Jahr 2021 wird das weitere Vorgehen der Landeshauptstadt München aktuell stadtintern geprüft", hieß es aus dem zuständigen Sportreferat der Stadt.

Der europäische Dachverband UEFA hatte das Turnier wegen der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr verschoben und prüft nun, ob alle zwölf geplanten Spielorte auch dann wieder zur Verfügung stehen. Eine Entscheidung soll wohl bis Ende April fallen. Mehr dazu hier.

+++ 11.04.2020, 17:30: Joachim Löw macht Deutschland Mut +++

Joachim Löw hat in der Coronakrise aufmunternde Worte an die Fußballfans und alle Mitmenschen gerichtet. "Wir sind sicher, zusammen können wir auch diesen Gegner schlagen", sagte Löw in einem Clip von DFB-Partner Volkswagen: "Weil wir uns gegenseitig helfen. Weil wir einander Mut machen. Weil wir füreinander da sind, weil wir alle zusammen eine Mannschaft sind. Weil wir gewonnen haben, wenn der Ball da draußen wieder rollt."

Für den 60-Jährigen und seine Nationalmannschaft fällt mit der ins kommende Jahr verlegten Europameisterschaft wegen der Pandemie auch der gemeinsame Höhepunkt des Sommers weg. "Fußball - was haben wir uns auch Dich gefreut. Wir wollten Dich feiern, in den Stadien, auf den Straßen. Überall in Europa. Doch dann kam ein Gegner, mit dem niemand gerechnet hat, gegen den wir zunächst keine Taktik hatten", sagte Löw und wünschte den Fans: "Bleibt am Ball und bleibt gesund!" 

+++ 11.04.2020, 15:11:  RWO-Präsident: Geisterspiele für Regionalligisten "komplett tödlich" +++

Für Rot-Weiß Oberhausen wäre eine Fortsetzung des Spielbetriebs in der Regionalliga ohne Zuschauer das Ende. "Wir produzieren Kosten und hätten im Fall von Geisterspielen keine Einnahmen. Für uns wäre das komplett tödlich", sagte Vereinspräsident Hajo Sommers (61) der "Süddeutschen Zeitung": "Dann kann man uns auch direkt die Pistole an die Schläfe setzen und abdrücken. (...) Wir spielen keine. Punkt."

Die 45 Klub-Beschäftigten - Mannschaft, Trainer, Geschäftsstelle - seien zwar in Kurzarbeit. "Aber wir unterhalten immer noch einen Apparat, wir müssen in einigen Fällen auch aufstocken, was unsere Leute bekommen, weil sie sonst mit Familie von 600 Euro leben sollen", berichtete Sommers, der als Theaterbetreiber doppelt von der Coronakrise betroffen ist.

+++ 11.04.2020, 13:39 Uhr: Subotic nimmt Bundesligisten in die Pflicht +++

Union Berlins Abwehrspieler Neven Subotic hat die Klubs der Fußball-Bundesliga zu einem gesamtheitlichen Ansatz bei der Bewältigung der Folgen der Coronakrise aufgefordert.

"Es kann nicht sein, dass wir uns nur darüber Gedanken machen, wie gering der Schaden für die 1. Liga ist", sagte Subotic im "Welt"-Interview: "Wir müssen versuchen, auch den Frauenfußball zu schützen und den jenseits der 1. und 2. Liga." Mehr dazu hier.

+++ 11.04.2020, 13:35 Uhr: Spielerberater glaubt nicht mehr an 300-Mio.-Transfer +++

Der Spielerberater Volker Struth hat seine ursprüngliche Prognose, dass es in der Sommerpause im Fußball einen Wechsel nahe an der 300-Millionen-Euro-Ablöse-Schallmauer geben wird, revidiert.

"Ich hatte ja vor ein paar Monaten für diesen Sommer einen Transfer von über 200 Millionen Euro erwartet. Aber angesichts von Corona kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Verein ein solches wirtschaftliches Wagnis jetzt noch eingeht", sagte der Chef der Beratungsfirma "SportsTotal" im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Struth, der unter anderem Toni Kroos, Marco Reus, Suat Serdar, Luca Waldschmidt, Timo Horn und Benedikt Höwedes betreut, glaubt daran, "dass einige Vereine dazu gezwungen sein werden, Spieler unter Marktwert abzugeben. Ich schätze die Situation in einigen anderen Ligen im Ausland übrigens noch viel dramatischer ein", sagte Struth.

+++ 11.04.2020, 11:59 Uhr: Ex-Trainer Dutt verzichtet auf VfL-Gehalt +++

Fußball-Zweitligist VfL Bochum hat in der finanziell bedrohlichen Situation durch die coronabedingte Spielpause unerwartete Hilfe bekommen.

Der im August freigestellte Trainer Robin Dutt verzichtet auf eigenes Betreiben auf Geld aus seinem noch bis zum 30. Juni laufenden Vertrag.

"Wir haben von ihm ein erfreuliches Signal bekommen", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Peter Villis der "WAZ": "Er hat sich bei (Sportdirektor) Sebastian Schindzielorz gemeldet und einen Teilverzicht angeboten." Man sei über das Entgegenkommen des ehemaligen DFB-Sportdirektors überrascht und erfreut.

+++ 11.04.2020, 11:56 Uhr: Neue Regeln für Bundesliga-Schiedsrichter +++

Für die Schiedsrichter in der Fußball-Bundesliga sollen bei einer Fortsetzung des Spielbetriebs neue Richtlinien gelten. Das berichtet die "Bild"-Zeitung mit Verweis auf eine geheime Video-Konferenz, in der die Referees die Maßnahmen mitgeteilt bekamen.

Demnach sollen DFB-Direktorin Heike Ullrich, DFB-Abteilungsleiter Florian Götte und Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich erklärt haben, dass das Verbot, Spiele aus der eigenen Region zu pfeifen, aufgehoben wurde. Stattdessen sollen die Unparteiischen erst recht regional eingesetzt werden, um Reisen zu minimieren.

In dem Sechs-Punkte-Programm ist auch ein Übernachtungsverbot vorgesehen. Die Schiedsrichter müssen laut "Bild" am Spieltag mit dem Auto von zu Hause bis in die Stadien fahren. Einen Tag vor den Spielen sollen alle Schiedsrichter getestet werden. Mehr dazu hier.

+++ 11.04.2020, 07:28 Uhr: Serie A bald wieder im Training? +++

Der italienische Sportminister Vincenzo Spadafora hat den 4. Mai als möglichen Termin für die Wiederaufnahme des Trainings in der Serie A in Aussicht gestellt.

Nachdem die Regierung die strikten Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Bürger um rund drei Wochen bis zum 3. Mai verlängert hatte, veröffentliche Spadafora bei Facebook am Freitag ein Video. Er sprach darin von milden Zeichen der Besserung, aber die Situation sei weiter dramatisch.

+++ 11.04.2020, 07:19 Uhr: International Champions Cup abgesagt +++

Eines der bedeutendsten Sommervorbereitungsturniere im Fußball wird in diesem Jahr ebenfalls der Coronakrise zum Opfer fallen.

Der von Ende Juli bis Anfang August in Asien und den USA angesetzte International Champions Cup wurde abgesagt, dies teilten die Organisatoren am Freitagabend mit. Das Teilnehmerfeld hatten die Veranstalter bislang noch nicht bekannt gegeben.

In den letzten Jahren hatten zahlreiche europäische Topklubs wie der deutsche Rekordmeister Bayern München, Champions-League-Sieger FC Liverpool oder die spanischen Eliteclubs FC Barcelona und Real Madrid an dem Vorbereitungsevent teilgenommen.

+++ 11.04.2020, 07:17 Uhr: Bremer Innensenator fürchtet Fan-Ansammlungen +++

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer hält auch Fußball-Spiele ohne Zuschauer bei einer Fortsetzung der Bundesliga-Saison in der Corona-Krise für keine gute Idee.

Der 68 Jahre alte SPD-Politiker rechnet im Mai und Juni mit dem Höchststand der Pandemie mit vielen Erkrankten, "aber auch Toten und schwierigen Verhältnissen in den Kliniken. Da kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man da Geisterspiele organisiert als wäre nichts", sagte Mäurer in einem Interview der "Bild"-Zeitung.

+++ 11.04.2020, 06:58 Uhr: Hecking schlägt Alarm +++

Trainer Dieter Hecking vom Fußball-Zweitligisten Hamburger SV warnt angesichts der Coronakrise eindringlich vor einer verfrühten Rückkehr ins "normale" Mannschaftstraining und den Spielbetrieb.

"Niemand in der Bevölkerung soll das Gefühl haben, das der Fußball einen unverantwortlichen Alleingang unternimmt", sagte der 55-Jährige dem "Hamburger Abendblatt": "Wir müssen uns schon strikt an die Entscheidungen der Politik halten. Das finde ich wichtig."

Man brauche eine gewisse Vorlaufzeit mit normalem Training, um wieder Spiele bestreiten zu können. "Wir können nicht von null auf hundert loslegen", erklärte Hecking: "Sonst droht auf dem Platz ein Chaos."

Wenn aus Sicherheitsgründen zeitnah nach Ostern kein normales Mannschaftstraining möglich sei, müsse man "die Rückkehr in den Spielbetrieb weiter aufschieben", so der DFB-Pokal-Sieger von 2015 weiter. Medienberichten zufolge hatte die DFL zuletzt eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs für Anfang Mai ins Auge gefasst.

Bei allen Problemen und Herausforderung glaubt Hecking allerdings auch an positive Effekte der Coronakrise. "Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Gesellschaft durch Corona eine bessere wird. Es ist beeindruckend, wie viele Solidaritätsaktionen gerade gestartet werden. Man besinnt sich wieder auf Dinge, die wichtig und notwendig sind", sagte der Trainerroutinier.

+++ 10.04.2020, 21:27 Uhr: Union Boss: Bundesliga zur Not im August  +++ 

In der Diskussion darüber, wann die Bundesliga wieder den Spielbetrieb aufnehmen soll hat sich nun Dirk Zingler, Boss von Union Berlin eingeschaltet. Der Präsident der Eisernen bekennt sich in einem Video-Interview auf der Vereins-Website zu seiner Auffassung, dass zunächst das gesellschaftliche Leben in Deutschland wieder allmählich in Gang kommen müsse, bevor in der Bundesliga wieder Fußball gespielt werden könne.

"Die Kinder müssen erst wieder zur Schule gehen und vielleicht muss auch die kleine Kneipe mit 20 Plätzen wieder aufmachen, bevor wir anfangen, Fußball zu spielen. Wir sind in der Verantwortung, die Dinge zu regeln – mit einer Verlängerung der Saison und der Transferzeit. Dass wir möglicherweise auch im Juni oder Juli spielen – zur Not im August", so der  55-Jährige, der seinen Verein in der Krise finanziell einigermaßen gut aufgestellt sieht. "Eine ganz schwierige Situation für uns. Trotzdem sind wir nicht von der Existenz bedroht. Wir haben uns in den letzten Jahren eine Stabilität erarbeitet und alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet", erklärte Zingler.

+++ 10.04.2020, 20:07 Uhr: Mann missachtet Ausgangsregeln - und bekommt Dauerkarte +++ 

Ein Fan des griechischen Traditionsklubs AEK Athen ist dabei erwischt worden, wie er entgegen behördlicher Anweisungen die Baustelle des neuen AEK-Stadions besichtigte. Da der Mittsechziger kein entsprechendes Erlaubnisdokument mitführte, wurde er mit einer Geldstrafe von 150 Euro belegt. AEK-Besitzer Dimitris Melissanidis ordnete daraufhin an, dass der Klub die Buße für den renitenten Senior übernimmt und dieser zudem das erste Saisonticket für die kommende Spielzeit erhält.

AEK rief seine Fans immerhin in einer Botschaft dazu auf, auf weitere Erlebnistrips in Zeiten der Corona-Krise zu verzichten: "Wir bleiben daheim, wir bleiben gesund, und das neue Stadion wird auf uns warten, wenn wir dieses Abenteuer überstanden haben."

    +++ 10.04.2020, 18:05 Uhr: Köln beschließt Gehaltsverzicht+++

    Auch 1. FC Köln ist der Verzicht auf Teile der Gehälter beschlossene Sache. "Vorstand, Geschäftsführung, Trainerteam und Mannschaft haben sich geschlossen auf einen Gehaltsverzicht geeinigt. Auch die Abteilungsleiter machen mit. Wir werden einen signifikanten Betrag einsparen", sagte FC-Finanzchef Alexander Wehrle (45) dem "Express".

    Nach Informationen der Zeitung verzichten die an der Einigung beteiligten Parteien auf rund 20 Prozent ihrer Bezüge. Ziel des Klubs sei es, wirtschaftlich leistungsfähig zu bleiben und auch die Jobs der Klub-Mitarbeiter zu sichern. Am 1. April hatte der 1. FC Köln bereits Kurzarbeit für jene Beschäftigten eingeführt, die in der Krise nicht eingesetzt werden können.

    +++ 10.04.2020, 15:52 Uhr: FIFA-Boss mahnt zur Geduld +++

    FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die Verantwortlichen weltweit vor einer voreiligen Rückkehr in den Fußball-Alltag gewarnt. "Kein Spiel, kein Wettbewerb, keine Liga ist es wert, auch nur ein einziges Menschenleben zu riskieren. Dies sollte jeder auf der Welt absolut klar vor Augen haben", teilte der Chef des Weltverbands in einer Videobotschaft mit: "Es wäre mehr als unverantwortlich, die Fortsetzung von Wettbewerben zu forcieren, wenn die Situation nicht hundertprozentig sicher ist."

    Der 50-Jährige mahnte daher weiter zu Geduld, auch wenn die Corona-Pandemie und ihre Folgen die Verbände, Ligen und Vereine vor allem wirtschaftlich vor unvorhersehbare Schwierigkeiten stellen wird. "Wenn es nötig ist, etwas länger zu warten, dann müssen wir dies eben tun. Es ist besser, etwas länger zu warten, als irgendwelche Risiken einzugehen", sagte Infantino.

    +++ 10.04.2020, 15:40 Uhr: Rangnick: "Transfermarkt wird nach der Krise ein anderer sein" +++

    Ralf Rangnick rechnet mit weitreichenden Folgen für den Profifußball durch die Coronavirus-Pandemie.

    "Die jetzige Situation wird sich auf die Höhe der Ablösesummen, die Beraterhonorare und die neu zu verhandelnden Gehälter auswirken. Der Transfermarkt wird nach der Krise ein anderer sein", sagte Rangnick bei "Sport im Osten" des MDR. Die Vereine müssten sich überlegen, ob sie Geld ausgeben wollen und können. "Es wird in Zukunft mehr mit Augenmaß und Zurückhaltung zugehen", sagte der 61-Jährige.

    Für seinen Ex-Verein RB Leipzig hofft Rangnick, dass die Mannschaft zusammenbleibt und möglichst wenige Spieler den Klub in der Sommerpause verlassen. RB befände sich dafür in einer guten Verhandlungsposition. "Ich glaube, die Spieler sind schlau genug. Sie wissen, was sie am Verein, an der Stadt und an der Region haben. Das hat auch viel mit Nachhaltigkeit zu tun", sagte Rangnick.

    +++ 10.04.2020, 15:18 Uhr: Kohfeldt akzeptiert Politik-Entscheidungen +++

    Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt wird jede Entscheidung über eine mögliche Fortführung der Bundesliga respektieren.

    Der 37 Jahre alte Coach der Hanseaten sagte dem Podcast "Die NDR Bundesligashow", dass er die Ansagen der Politik und der Experten während der Corona-Pandemie in jeglicher Hinsicht "ohne zu murren akzeptieren" werde.

    Der Bremer Trainer wies mehrfach darauf hin, dass es derzeit "Wichtigeres als Fußball" gebe. Ob daher Geisterspiele in der Bundesliga absolviert werden könnten und gleichzeitig Geschäfte geschlossen bleiben müssten? "Ich bin froh, dass ich diese Frage nicht beantworten muss", sagte Kohfeldt, der allerdings auch ergänzte, dass der Fußball der Gesellschaft "in dieser absoluten Extremsituation" etwas Gutes tun könne.

    Sollte es im Mai weitergehen, würde für den Trainer des Tabellenvorletzten "eine kleine neue Saison beginnen". Acht Punkte beträgt derzeit der Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Daher wäre für Werder die Ausgangslage "sehr schlecht", stellte Kohfeldt klar, aber auch nicht "aussichtslos". Denn die negative Dynamik der bisherigen Rückrunde mit nur vier Punkten aus sieben Spielen ist nicht mehr in den Köpfen. "Wir würden im Prinzip neu beginnen", sagte Kohfeldt.

    +++ 10.04.2020, 14:51 Uhr: FCA-Boss kritisiert große Bundesligaklubs +++

    Präsident Klaus Hofmann vom FC Augsburg hat wenig Verständnis für die Einführung von Kurzarbeit bei vielen großen Bundesligisten. "Wenn ich lese, dass Fußball-Vereine, die ein paar hundert Millionen Euro Umsatz machen, ihre Geschäftsstellenmitarbeiter in Kurzarbeit schicken, fühle ich mich wie in einem falschen Film", sagte der 52-Jährige der "Augsburger Allgemeine".

    Der FCA werde in der Coronakrise vorerst auf staatliche Unterstützung verzichten, betonte Hofmann, sein Klub sei finanziell gut aufgestellt. "Wir haben vernünftige Kostenstrukturen und im Gegensatz zu anderen Vereinen können wir mit diesen Strukturen auch überleben, falls die Saison aus irgendwelchen Gründen nicht mehr zu Ende gespielt würde", sagte der Klubchef.

    Kritik übte Hofmann auch an dem Finanzgebaren mehrerer Klubs. Es könne nicht sein, dass Profivereine nur einen Monat durchfinanziert seien. "Wenn man liest, dass der eine oder andere Klub schon seine künftigen Fernseheinnahmen abgetreten, also verpfändet hat, dann kann man schon ein Stück weit von Wettbewerbsverzerrung sprechen", sagte der FCA-Präsident.

    Andere Ligen würden aber noch stärker unter der Krise leiden, glaubt Hofmann. Langfristig könne die Bundesliga daher auch zu den Gewinnern gehören. "Deutschland wird für die nächsten ein, zwei, drei Jahre ein sehr attraktives Ziel für Profi-Fußballer werden. Schauen Sie doch nach Italien und Spanien, wo Spielergehälter um teilweise 70 Prozent gekürzt werden, damit die Vereine überleben können. Da werden sich sicherlich viele Spieler die Finger danach abschlecken, wenn sie in der Bundesliga spielen dürfen", sagt Hofmann.

    +++ 10.04.2020, 13:46 Uhr: Englischer Ex-Nationalspieler in Klinik +++

    Der frühere englische Nationalspieler Norman Hunter ist an COVID-19 erkrankt. Der 76-Jährige werde nach einem positiven Test in einer Klinik behandelt, teilte sein Ex-Klub Leeds United mit. "Kämpfe weiter, Norman. Wir sind alle bei dir", schrieb Leeds in einer Stellungsnahme und bat darum, die Privatsphäre seiner Legende und dessen Familie "in dieser schwierigen Zeit" zu schützen.

    Der als Raubein bekannte Hunter spielte 14 Jahre für Leeds, absolvierte 540 Spiele und gewann unter anderem zweimal die Meisterschaft (1969 und 1974) sowie den FA-Cup (1972). 1975 erreichte der Abwehrspieler mit dem englischen Traditionsverein das Europapokalfinale der Landesmeister, Leeds verlor gegen Bayern München mit 0:2. Hunter stand auch im WM-Aufgebot 1966, absolvierte beim Titelgewinn der Engländer aber kein Spiel.

    +++ 10.04.2020, 11:46 Uhr: Koch hilft beim Einkauf +++

    Nationalspieler Robin Koch vom SC Freiburg hat sich wie andere Kollegen zuvor in der Coronakrise engagiert. Vor den Osterfeiertagen übernahm der Defensivspieler der Breisgauer gemeinsam mit Mitarbeitern der Freiburger Malteser die Einkäufe für Senioren und Menschen, die zur Risikogruppe zählen.

    "Uns liegt es allen am Herzen, dass wir als Gesellschaft gemeinsam so schnell und so unbeschadet wie möglich durch diese schwierige Situation kommen. Sich gegenseitig helfen und unterstützen und sich zum Beispiel für Senioren und Risikogruppen engagieren, ist für mich selbstverständlich", sagte der 23-Jährige, der die Einkaufskosten übernahm und den Maltesern zudem eine Spende zukommen ließ.

    +++ 10.04.2020, 11:21 Uhr: Bundesliga verantwortungslos? +++

    SPD-Politiker und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält Geisterspiele in der Bundesliga bereits im Mai in vielerlei Hinsicht für verantwortungslos. Der 57-Jährige nennt als Hauptgrund für seine Meinung den "sehr hohen medizinischen und logistischen Aufwand", etwa 20.000 Coronatests müssten bis zum Ende der Saison bei allen Beteiligten durchgeführt werden.

    "Die Frage ist, ob das die beste Verwendung der knappen Tests ist für das Luxusgut Fußball", sagte Lauterbach dem "Spiegel": "Wir sind derzeit nicht mal in der Lage, jeden zu testen, bei dem es medizinisch sinnvoll sein könnte, geschweige denn jeden Verdachtsfall." Zudem befürchtet der Bundestagsabgeordnete in großen Teilen der Bevölkerung Unverständnis "für den Sonderweg im Profifußball".

    Die DFL arbeitet derzeit mit Hochdruck an einem Plan für die Wiederaufnahme des seit Mitte März ausgesetzten Spielbetriebs. Am 17. April wird bei einer DFL-Mitgliederversammlung beraten, im Raum als mögliche Zeitpunkte für einen Restart stehen der 2. und 9. Mai. Der Virologe Alexander Kekule hatte Geisterspiele im Mai zuletzt als "machbar" eingestuft.

    +++ 10.04.2020, 10:22 Uhr: Union-Boss warnt vor frühem Start +++

    Präsident Dirk Zingler vom 1. FC Union Berlin hat in der Corona-Krise vor einer verfrühten Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga gewarnt.

    "Wenn wir uns abkoppeln von der gesellschaftlichen Wahrnehmung, tun wir uns keinen gefallen", sagte Zingler in einem Video-Interview auf dem Internetseite der Eisernen: "Wir sollten einen Termin finden, der eine gesellschaftliche Akzeptanz hat. Die Kinder sollten erst zur Schule. Und vielleicht sollte auch die kleine Kneipe mit 20 Plätzen erst wieder auf, bevor wir Fußball spielen."

    Zingler stellte klar, dass "wir Fußball brauchen, auch leider Geisterspiele, weil wir vertragliche Verpflichtungen und Verantwortung für unsere Mitarbeiter haben". Jedoch müsse man genau die Gesamtsituation in Deutschland bedenken, bevor es wieder losgehen kann.

    In der Existenz sieht Zingler Aufsteiger Union derzeit noch nicht bedroht. "Wir haben uns in den letzten Jahren eine Stabilität erarbeitet", sagte Zingler und ergänzte: "Wir haben alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet, alle im Verein verhalten sich unheimlich solidarisch." Der Klub-Boss ist davon überzeugt, dass die Köpenicker "stabil durch die Situation kommen", hat aber auch eine Sorge: "Das einzige Risiko ist sicherlich, dass wir nicht wissen, wie lange es dauert. Wir haben ein Szenario entwickelt bis zum Sommer. Wenn es darüber hinaus geht, werden wir neu überlegen müssen."

    +++ 10.04.2020, 07:40 Uhr: Ökonom fürchtet mögliche Europa-Liga +++

    Der Hamburger Ökonom Henning Vöpel hält als langfristige Folge der Coronakrise die Gründung einer Europa-Liga durch finanzstarke Klubs für möglich. Sollte die Fußball-Pause noch lange dauern, wäre eine "Absetzbewegung der großen Vereine" denkbar. Diese Klubs könnten zunächst temporär eine kleinere Liga gründen, "die aber dann Gefahr läuft, ein permanenter Zustand zu werden und eine geschlossene europäische Liga als Resultat hat", sagte der 47-Jährige bei "Sky".

    Vöpel, Präsident des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts, sieht die Bundesliga an einem Punkt, an dem "sich ganz viel für die Zukunft entscheidet." Er halte es für möglich, "dass wir das solidarische Modell nicht hinbekommen, sondern wir womöglich eine Abspaltung befördern." Eine kleinere Liga habe den für manche Klubs reizvollen Vorteil, einfacher zu steuern und in der Krise leichter zu organisieren zu sein.

    Auch das ohnehin bestehende starke Gefälle innerhalb der Bundesliga könne sich durch die Krise weiter vertiefen. Ohne eine Absicherung der schwächeren Klubs würde die "Wettbewerbsneutralität" leiden, stattdessen könnten die großen Vereine "die Situation nutzen um noch weiter zu enteilen. Das wäre perspektivisch für den Fußball fatal."

    +++ 09.04.2020, 21:18 Uhr: Schottland verlängert Saisonunterbrechung +++

    Der schottische Fußballverband hat die Saisonpause in allen nationalen Ligen um sechs Wochen verlängert. Wie Verbandsoffizielle am Donnerstag mitteilten, wird sowohl im Profi- als auch im Hobbybereich mindestens bis zum 10. Juni der Ball ruhen. Bislang war lediglich eine Unterbrechung bis zum 30. April vorgesehen. 

    "Die Botschaft ist sehr klar", sagte der schottische FA-Präsident Rod Petrie: "Die staatlichen Beschränkungen, die eingeführt wurden, um Leben zu retten, müssen eingehalten werden und es besteht für mehrere Wochen keine Aussicht auf eine baldige Wiederaufnahme des Trainings, geschweige denn auf den organisierten Fußball in Schottland."

    Während im Amateurbereich die zuständigen Gremien bereits am Freitag über einen Saisonabbruch beraten, soll diesbezüglich in der schottischen Premier League mindestens bis zur Vorstandssitzung der UEFA am 23. April gewartet werden. Die Europäische Fußball-Union hatte bei einem vorschnellen Abbruch der Spielzeit zuletzt im Fall von Belgien mit dem Verlust von Europapokalplätzen gedroht.

    +++ 09.04.2020, 20:20 Uhr: Gehaltsverzicht in Southampton +++

    Dem FC Southampton um Teammanager Ralph Hasenhüttl ist als erstem Klub der Premier League eine Einigung mit seinen Spielern in der Debatte um einen möglichen Gehaltsverzicht gelungen. Wie der Klub am Donnerstag mitteilte, schieben die Profis, der frühere Leipzig-Trainer Hasenhüttl sowie weitere Mitarbeiter und die Klubführung Teile ihrer Gehälter für April, Mai und Juni wegen der Coronakrise auf.

    In einem Statement hieß es, die Maßnahme würde "dazu beitragen, die Zukunft des Klubs, der Mitarbeiter und der Gemeinschaft, der wir verpflichtet sind, zu schützen".

    Southampton teilte zudem mit, das Notfall-Programm der Regierung nicht in Anspruch nehmen zu wollen. Unter anderem der FC Liverpool von Teammanager Jürgen Klopp hatte zuletzt einige Angestellte in Kurzarbeit bzw. Zwangsurlaub geschickt, nach einem öffentlichen Aufschrei aber die Rolle rückwärts vollzogen.

    +++ 09.04.2020, 20:08 Uhr: Drittligaklubs bieten Unterstützertickets an +++

    Die Drittligisten Chemnitzer FC und Würzburger Kickers schließen sich dem Beispiel einiger Vereine an und bieten ihren Anhängern in der Coronakrise Unterstützertickets an.

    Wie der CFC bekannt gab, wolle man insgesamt 15.000 solcher Tickets verkaufen und damit das Stadion an der Gellertstraße virtuell komplett füllen. Mit den Einnahmen wolle man die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie etwas eindämmen.

    Würzburg verkauft derweil Tickets in verschiedenen Kategorien für ein fiktives Spiel gegen Corona. "Jeder Einzelne kann mit dem Kauf eines #HeimspielgegenCorona-Tickets seinen Teil dazu beitragen, damit wir gemeinsam die Krise meistern", teilte der Klub mit.

    Auf der Homepage der Sachsen können Karten in vier Kategorien erworben werden, die Preise reichen von 5,50 Euro für "Bratwurst und Getränk" bis hin zu 27,50 Euro für ein VIP-Ticket. Der Verein weist ausdrücklich daraufhin, dass kein Anspruch auf die erworbene Leistung bestehe. Die angebotenen Tickets seien ein obligatorisches Andenken für ein fiktives Fußballspiel.

    +++ 09.04.2020, 19:22 Uhr: Amiri nutzt die Corona-Pause +++

    Für Nationalspieler Nadiem Amiri von Bayer Leverkusen hat die Corona-Pause auch einen guten Aspekt. Der 23-Jährige meldete sich knapp fünf Wochen nach seiner Schulterverletzung wieder fit.

    "Ich habe nur zwei Spiele verpasst, aber ohne die Pause wären es sechs oder sieben geworden. Deswegen passte das ganz gut", sagte Amiri in einem Video-Interview auf der Vereinshomepage.

    Amiri hatte die Verletzung Anfang März im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Union Berlin (3:1) erlitten. "Ich bin wieder gesund geschrieben, topfit und bereit zu spielen", sagte Amiri. Derzeit genieße er vor allem die Rückkehr auf den Trainingsplatz.

    +++ 09.04.2020, 18:37 Uhr: Keller fordert staatliche Hilfen +++

    DFB-Präsident Fritz Keller hat in der Coronakrise Unterstützung durch die Politik für angeschlagene Klubs eingefordert. "Der Sport und speziell der Fußball leisten wertvolle Arbeit für die Gesellschaft und das Gemeinwohl", wird Keller in einem Statement auf der Homepage des DFB zitiert. Daher wolle er einen "klaren Appell an die Politik" richten.

    Keller warnte dabei vor zu viel Bürokratie. "Essenziell ist, dass die behördlichen Hilfen so schnell und so unkompliziert wie möglich von den Vereinen in Anspruch genommen werden können", schrieb er. Gute Beispiele seien Schleswig-Holstein, wo jeder Verein eine Unterstützung von 15 Euro pro Mitglied beantragen kann, oder Hamburg mit seinem Nothilfefonds. "So etwas benötigen wir flächendeckend im gesamten Bundesgebiet", so Keller.

    +++ 09.04.2020, 17:45 Uhr: 3. Liga soll fortgesetzt werden +++

    Die Saison in der 3. Fußball-Liga wird trotz der anhaltenden Corona-Krise vorerst nicht abgebrochen und soll nach Möglichkeit zu Ende gespielt werden. Darauf haben sich der Deutsche Fußball-Bund, der Ausschuss 3. Liga und die Verantwortlichen der 20 Clubs am Donnerstag im Rahmen einer außerordentlichen Managertagung geeinigt.

    Bei einer Videokonferenz tauschten sich die Teilnehmer in einem "intensiven und kritischen Diskurs zum möglichen weiteren Vorgehen in der 3. Liga" aus, teilte der DFB mit. Bei dem Ziel, die Saison 2019/20 abzuschließen, seien die behördlichen Verfügungsgrundlagen entscheidend.

    Unter allen Vereinen bestehe Einigkeit darüber, dass die weiteren Entscheidungen und Maßnahmen für die 3. Liga auf deren Basis getroffen werden müssen. Eine mögliche Wiederaufnahme des derzeit bis zum 30. April ausgesetzten Spielbetriebes dürfe nicht zu Lasten der Allgemeinheit und des Gesundheitsschutzes gehen.

    +++ 09.04.2020, 17:34 Uhr: Eintracht spart 15 Mio. ein +++

    Wegen der schwerwiegenden finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise hat nun auch Eintracht Frankfurt ein umfassendes Maßnahmepaket zur wirtschaftlichen Konsolidierung verabschiedet. Der Vorstand, die Lizenzspieler, die sportliche Leitung, das Trainerteam und die Bereichsleiter des hessischen Fußball-Bundesligisten verzichten für drei Monate auf 20 Prozent ihres Gehaltes, teilte der Verein mit.

    Ebenso werden die bezahlten Präsidiumsmitglieder, die Geschäftsführung sowie die Leitung des Leistungszentrums auf Gehaltsbestandteile in gleicher Höhe verzichten. Darüber hinaus wird etwa ein Drittel der Beschäftigten der Fußball-AG und des e.V. in Kurzarbeit gehen. Zudem verzichtet die weitere Belegschaft freiwillig auf Gehalt. Dank dieser Maßnahmen könne laut Finanzvorstand Oliver Frankenbach eine kurzfristige Finanzlücke von mindestens 15 Millionen Euro annähernd geschlossen werden.

    +++ 09.04.2020, 17:02 Uhr: Belgische Klubs vertagen Entscheidung +++

    Die belgischen Profiklubs haben die finale Entscheidung über ein vorzeitiges Saisonende unter dem Druck der UEFA vertagt.

    Die ursprünglich für den 15. April vorgesehene Abstimmung wurde am Donnerstag auf den 24. April verschoben. Dort soll der Vorschlag der Ligakommission, die Saison wegen der Coronakrise abzubrechen und den FC Brügge zum Meister zu erklären, auch offiziell angenommen werden.

    Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte die Liga kurz nach Bekanntwerden der Pläne kritisiert. "Das ist nicht der richtige Weg, Solidarität ist doch keine Einbahnstraße", sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin im "ZDF", die Teilnahme belgischer Klubs am Europapokal 2020/2021 sei in Gefahr.

    +++ 09.04.2020, 16:30 Uhr: Situation für Paderborn "nicht existenzbedrohend" +++

    Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn hat Berichte über eine drohende Zahlungsfähigkeit zurückgewiesen. Bei den Ostwestfalen gebe es derzeit "keine akut existenzbedrohende Situation", teilten die Geschäftsführer Ralf Huschen, Martin Hornberger und Martin Przondziono in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

    Der Klub werde trotz der Coronakrise auch über den 30. Juni hinaus zahlungsfähig sein. Mehrere Medien hatten zuletzt über eine drohenden Pleite des Liga-Schlusslichts spekuliert.

    "Alle Fußball-Profiklubs machen derzeit eine schwere Zeit durch, das ist auch in Paderborn nicht anders. Allerdings haben wir dank der vielen positiven Signale unserer Partner keine akut existenzbedrohende Situation", teilten die Geschäftsführer nun mit.

    +++ 09.04.2020, 16:14 Uhr: DFB-Team spendet Laptops +++

    Die Fußball-Nationalmannschaft spendet 1000 Laptops an Altenheime, Pflege- und Palliativeinrichtungen sowie Hospize. Dadurch sollen soziale Kontakte zu den Angehörigen trotz der Restriktionen als Folge der Corona-Pandemie auf digitalem Weg bestehen bleiben.

    Die Telekom stellt die zugehörigen Hotspots bereit. Über die Internetseite laptops.dfb.de können sich gemeinnützige Einrichtungen melden. Zuletzt hatten die Nationalspieler bereits eine Spende in Höhe von 2,5 Millionen Euro für Menschen angekündigt, die von den Auswirkungen der Coronakrise betroffen sind.

    +++ 09.04.2020, 15:34 Uhr: RB-Star Poulsen muss Hochzeit verschieben +++

    Stürmer Yussuf Poulsen vom Fußball-Bundesligisten RB Leipzig muss seine in diesem Sommer geplante Hochzeit aufgrund der Corona-Krise womöglich um gleich zwei Jahre verschieben. "Wir haben schon geschaut, im nächsten Jahr ist im Sommer schon alles ausgebucht", sagte der dänische Nationalspieler Poulsen am Donnerstag bei einer Fan-Pressekonferenz der Sachsen auf Youtube: "Ihr könnt euch vorstellen, wie es meiner Freundin damit geht."

    Poulsen geht aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen nicht davon aus, dass er seine Partnerin Maria wie geplant in der nahen Zukunft ehelichen kann. "In Deutschland dürfen gerade nur zwei Leute zusammen sein, in Dänemark sind es zehn. Und ich kann verraten, dass wir mehr als zehn Leute eingeladen haben", sagte der Angreifer, der im Vorjahr den Antrag gemacht hatte: "Wenn die Einschränkungen die nächsten Monate so bleiben, müssen wir verschieben." Poulsen gab zu, dass die schwierige Hochzeits-Situation "ein sehr anstrengendes Thema zu Hause" ist, aber: "Das hängt nicht von uns ab, ob wir das dürfen oder nicht."

    +++ 09.04.2020, 15:12 Uhr: Fortuna-Fans gegen geplante Massen-Tests +++

    Mehrere Fangruppen des Fußball-Bundesligisten Fortuna Düsseldorf sind gegen die möglichen Massen-Tests auf das Coronavirus bei einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs.

    "Dass Fußball ohne uns Fans stattfindet, ist mit Sicherheit nicht in unserem Interesse, viel wütender macht uns jedoch der Fakt, dass laut diversen Medienberichten alle Spieler der Bundesliga und 2. Bundesliga vor jedem Spieltag auf Covid-19 getestet werden sollen", hieß es in einer Erklärung der Gruppen Dissidenti Ultra, Antirasisters und Casual Punx.

    Es sei von etwa 20.000 Tests gesprochen worden, um Spiele ohne Zuschauer zu ermöglichen. "Derzeit arbeiten die Labore auf der ganzen Welt rund um die Uhr, um überhaupt die vielen nötigen Tests auswerten zu können. Während viele Menschen in Deutschland und dem Rest der Welt auch trotz Symptomen nicht getestet werden können, hält die DFL es also für sinnvoll eine riesige Anzahl an Test durchzuführen", hieß es weiter. Die Forderung der Fangruppen: "Tests für diejenigen die sie benötigen, auch wenn dies bedeutet, dass die Saison abgebrochen werden muss".

    +++ 09.04.2020, 14:33 Uhr: Keine Geisterspiele für Bayerns Amateure +++

    Im bayerischen Amateurfußball soll es eine Fortsetzung der Saison nur mit Zuschauern geben. "Geisterspiele" seien nach einer Beendigung der Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie nicht vorgesehen, teilte der Bayerische Fußball-Verband (BFV) am Donnerstag nach 70 Videokonferenzen und der Befragung von 5100 Vereinsvertretern mit.

    "Der Amateurfußball und seine Vereine leben auf ganz unterschiedliche Art und Weise von Zuschauern", sagte BFV-Präsident Rainer Koch, dies bestärkte den Verband "in unserem Vorgehen, Profis und Amateure in dieser Hinsicht gänzlich differenziert zu betrachten".

    Den Vereinen gehe es hauptsächlich darum, "mittelfristige Planungssicherheit zu erhalten, was den Spielbetrieb und die aktuell unterbrochene Saison angeht. Auch das war der klare Tenor aus den persönlichen Gesprächen", sagte der auch für den Spielbetrieb zuständige BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher.

    "Ein stupider Saisonabbruch hilft uns dabei gewiss nicht weiter", betonte er, entscheidend werde aber sein, "welche weiteren staatlichen Einschränkungen auch für die Zeit nach dem 19. April gelten. Danach müssen wir uns zwingend richten und darauf die richtigen Antworten liefern".

    +++ 09.04.2020, 14:18 Uhr: Eintracht Braunschweig hilft Obdachlosen +++

    Zusammen mit dem Malteser Hilfsdienst hat das Aktionsbündnis "Eintracht hilft" des Fußball-Drittligisten Eintracht Braunschweig ein Hilfsprogramm für Obdachlose ins Leben gerufen. Unter dem Namen "In Eintracht für Obdachlose" verteilen ehrenamtliche Helfer warme Mahlzeiten, Getränke und Hygieneartikel in der Braunschweiger Innenstadt. Damit wolle man die Hilfsangebote in der Stadt während der Corona-Pandemie sinnvoll ergänzen.

    Mitfinanziert wird das Projekt unter anderem von der Braunschweiger Ultragruppierung "Cattiva Brunsviga", die 4500 Euro zur Verfügung stellte. Über Ostern werden die Obdachlosen täglich mit Spenden versorgt, danach erfolgt die Ausgabe zweimal wöchentlich. Das Hilfsprogramm läuft vorerst bis Ende Mai.

    +++ 09.04.2020, 14:03 Uhr: UEFA-Stiftung unterstützt Corona-Hilfsfonds +++

    Die UEFA-Stiftung für Kinder unterstützt den Corona-Hilfsfonds der Initiative "Common Goal". Die Stiftung der Europäischen Fußball-Union (UEFA), die in zahlreiche humanitäre Projekte und Entwicklungsprogramme auf der ganzen Welt involviert ist, fördert nach eigenen Angaben als erste Sportinstitution den Hilfsfond.

    "In diesen schwierigen Zeiten, von denen viele Länder und insbesondere die schwächsten Bevölkerungsgruppen betroffen sind, ist es wichtig, koordinierte und an die jeweilige Situation angepasste Maßnahmen zu organisieren", sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, der allerdings nichts zum Umfang der Förderung sagte: "Aus diesem Grund hat das Kuratorium der UEFA-Stiftung für Kinder beschlossen, sich dieser Initiative anzuschließen, damit der Fußball eine Rolle der sozialen Verantwortung spielen kann." 

    Der Initiative "Common Goal" gehören 150 Spieler, Manager und andere Führungskräfte an, die ein Prozent ihrer jährlichen Einnahmen aus dem Fußball an Wohltätigkeitsorganisationen spenden. Beteiligt sind unter anderem Jürgen Klopp, Julian Nagelsmann und Mats Hummels.

    +++ 09.04.2020, 13:23 Uhr: Premier-League-Profis sammeln Geld +++

    Die Profis der englischen Premier League haben eine gemeinsame Initiative ins Leben gerufen, um Geld für den britischen Gesundheitsdienst NHS zu sammeln.

    Zahlreiche Fußballstars veröffentlichten dazu eine Stellungnahme auf ihren Kanälen in den sozialen Medien. Die Initiative #PlayersTogether soll vor allem die Menschen unterstützen, die in der Coronavirus-Pandemie an vorderster Front kämpfen, hieß es.

    Zuvor hatten sich die Premier-League-Klubs mit der Gewerkschaft der Fußballprofis nicht auf einen Gehaltsverzicht einigen können. Das sorgte in England für viel Kritik, zumal einige Klubs ihre nicht spielenden Mitarbeiter in den Zwangsurlaub schickten.

    +++ 09.04.2020, 13:19 Uhr: Zlatan hält sich in Schweden fit +++

    Zlatan Ibrahimovic hält sich während der Corona-Krise in seiner schwedischen Heimat fit. Der 38 Jahre alte Fußball-Profi trainierte beim Stockholmer Erstliga-Klub Hammarby IF mit, wie ein von der schwedischen Zeitung "Expressen" veröffentlichtes Video zeigte.

    Ibrahimovic habe darum gebeten, sich mit der Mannschaft auf Trab halten zu dürfen, sagte Hammarbys Vorsitzender Richard von Yxkull dem Fernsehsender SVT. Wie lange er bei Hammarby mittrainieren wird, ist unklar. Dem noch aktiven Stürmer gehören 25 Prozent der Klub-Anteile.

    Ibrahimovic war Mitte März aus Mailand nach Schweden zurückgekehrt, nachdem die Saison in der Serie A wegen der dramatischen Corona-Lage in Italien unterbrochen worden war. In seinem Heimatland gelten deutlich freizügigere Regelungen, mit denen die Verbreitung des neuartigen Coronavirus abgebremst werden soll, darunter ein Verbot von Versammlungen mit mehr als 50 Menschen. Fußballtraining ist nach Angaben der schwedischen Gesundheitsbehörde weiterhin erlaubt.

    +++ 09.04.2020, 13:12 Uhr: Lewandowskis spenden für Krankenhaus +++

    Robert Lewandowski und seine Frau Anna haben umgerechnet mehr als 45.000 Euro für ein Krankenhaus in seiner Heimat gespendet.

    "Das ist Geld für den Kampf gegen das Coronavirus, wir kaufen davon Schutzausrüstung für unser Pflegepersonal", sagte eine Sprecherin des Medizinischen Zentrums im südpolnischen Lancut der Zeitung "Gazeta Wyborcza". Die Klinik behandelt derzeit ausschließlich Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind.

    Der 31 Jahre alte Spieler des FC Bayern München stammt aus Warschau. Der Torjäger hatte den Angaben zufolge Anfang März gemeinsam mit seiner Frau angekündigt, dass sie eine Million Euro für den Kampf gegen das Coronavirus spenden wollen.

    +++ 09.04.2020, 12:32 Uhr: Hasenhüttl-Klub verkündet Gehaltsaufschub +++

    Als erster Fußballverein der englischen Premier League hat der FC Southampton mit seinen Spielern eine Einigung über einen vorläufigen Gehaltsverzicht erzielt. Der Vorstand, Hasenhüttl, sein Trainerstab und die Profis der ersten Mannschaft hätten zugestimmt, einen Teil ihres Gehalts für die Monate April, Mai und Juni aufzuschieben, hieß es, "um die Zukunft des Vereins, die Mitarbeiter, die für ihn arbeiten und die Gemeinschaft, der wir verpflichtet sind, zu schützen". Zahlen nannten die Saints dazu nicht.

    Southampton betonte außerdem, dass der Klub keine Hilfe der Regierung in Anspruch nehmen wolle und die Inhaber dafür sorgen würden, dass alle Mitarbeiter, die nicht vom Gehaltsaufschub betroffen sind, bis zum 30. Juni ihr volles Gehalt beziehen würden. Eine Entscheidung darüber, wie es ab Juli weitergeht, werde man rechtzeitig treffen, wenn mehr Informationen zur verfügen stünden, hieß es.

    +++ 09.04.2020, 11:54 Uhr: Fitness-Experte lobt Bayern-Training +++

    Fitness-Experte Holger Broich vom FC Bayern sieht die als "Cyber-Training" bezeichneten Einheiten des deutschen Fußball-Rekordmeisters als erfolgreich an.

    Die Münchner absolvierten vor drei Wochen erstmals eine solche Sitzung per Video-Chat. "Unsere Mannschaft hat auf diese veränderten Bedingungen hervorragend reagiert. Natürlich können technisch-taktische Komponenten online nicht wie auf dem Platz trainiert werden", sagte der Wissenschaftliche Leiter und Leiter Fitness der Münchner dem "kicker".

    Seit 6. April sind die Spieler zumindest in Kleingruppen auch wieder auf dem Rasen zurück. "Nach diesen Einheiten sind wir sehr zuversichtlich, dass wir technisch, taktisch und konditionell auf hohem Niveau weitermachen können", erklärte Broich. Die Bundesligapause ist aktuell bis zum 30. April datiert. Wann es weitergeht, kann keiner genau prognostizieren.

    Broich ist seit Sommer 2014 beim FC Bayern. Von 2003 bis 2014 arbeitete er bei Bayer Leverkusen.

    +++ 09.04.2020, 11:48 Uhr: Union-Coach verplappert sich +++

    Yunus Malli vom 1. FC Union Berlin befindet sich in häuslicher Quarantäne. Das verriet Trainer Urs Fischer in einer Video-Konferenz mit Journalisten eher unfreiwillig. Details nannte der Schweizer deswegen anschließend nicht.

    Fischer war davon ausgegangen, dass die Teilnehmer des Skype-Calls bereits über den Fall Bescheid wüssten, irrte sich dabei jedoch. Der 54-Jährige hatte die Reporter nachträglich gebeten, die Information noch für sich zu behalten, da hatte sich diese allerdings schon verbreitet. "Das ist mein Fehler, damit kann ich leben", sagte Fischer.

    Unklar ist, ob sich der 28 Jahre alte Malli, Leihspieler vom VfL Wolfsburg, mit dem Coronavirus infiziert hat. Der Mittelfeldspieler stehe dem Verein im Training derzeit nicht zur Verfügung. Zum Zeitpunkt einer möglichen Rückkehr machten Fischer und der Klub keine Angaben.

    +++ 09.04.2020, 10:46 Uhr: Gündogan will Klinik-Personal einladen +++

    Nationalspieler Ilkay Gündogan denkt in der Coronakrise auch an seine ehemalige Wahlheimat. In einer über den 1. FC Nürnberg per Twitter verbreiteten Videobotschaft dankte der Mittelfeldspieler des englischen Premier-League-Klubs Manchester City dem Personal des Klinikums Nürnberg für seinen Einsatz während der Pandemie.

    Zugleich versprach er den Mitarbeitern, sie in ein örtliches Kur- und Freizeitbad einzuladen, "wenn diese schwierige Situation überstanden ist".

    Gündogan entschied sich zu der Aktion nach einem Gespräch mit seinem früheren Schuldirektor Harald Schmidt von der Nürnberger Bertolt-Brecht-Schule. Der gebürtige Gelsenkirchener hatte dort während seiner Zeit beim Club (2009 bis 2011) sein Abitur gebaut.

    +++ 09.04.2020, 10:43 Uhr: DFB-Boss fürchtet Insolvenzen +++

    DFB-Präsident Fritz Keller sieht in der Coronakrise auch Vereine aus der Fußball-Bundesliga von Insolvenzen massiv bedroht. "Ja, das ist nicht ausgeschlossen. Je länger das geht, werden wir dieses Szenario leider erleben müssen - in der 2. Liga sowieso, und in der 3. Liga sieht es noch schlimmer aus", sagte der Chef des DFB im "Phoenix"-Interview.

    Die vielen Hilferufe der Profiklubs seien "seriös und glaubhaft", führte Keller weiter aus. Er glaube nicht, "dass die Landschaft nach der Coroakrise gleich sein wird wie heute. Wir werden einige vermissen." Gefährdet seien aber "nicht nur die Profis, sondern alle Ligen von der Verbandsliga bis zur Kreisklasse und der gesamte Sport. Alle leiden darunter."

    Der Profifußball könne es allerdings schaffen, so Keller, "wenn wir so früh wie möglich, natürlich nur unter den Bedingungen, niemanden zu gefährden, und unter Zuschauerausschluss, wieder Spiele durchführen können."

    Einen Zeitpunkt für einen Start wollte der DFB-Präsident aber nicht nennen. "Zunächst geht es darum, Leben zu retten. Das ist das Wichtigste. Der entscheidende Moment wird von der Politik und der Wissenschaft bestimmt. Wir bereiten uns darauf vor." Aktuell gelte, sagte Keller, "abwarten und an die Regeln halten".

    +++ 09.04.2020, 10:38 Uhr: Metzelder beklagt Wettbewerbsverzerrung +++

    Geschäftsführer Malte Metzelder von Preußen Münster hat eine Wettbewerbsverzerrung in der 3. Fußball-Liga beklagt. "Spätestens jetzt sollte jedem klar sein, dass ein für alle gleichbleibender sportlicher Wettbewerb ausgeschlossen werden kann", sagte Metzelder der "Neuen Westfälischen".

    Das von vielen Profi-Vereinen eingeführte Training in Kleinstgruppen hält der 37-Jährige für nicht praktikabel, weil man dort "nicht für einen ausreichenden Schutz sorgen" könne.

    Dass andere bereits trainieren, sei "definitiv ein Wettbewerbsvorteil, da diese Vereine bereits Trainingsreize setzen können und der Tagesablauf eine geregelte Struktur bekommt", sagte der Bruder von Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder. Preußen Münster habe hingegen "den gesamten Trainings- und Spielbetrieb in den "Winterschlaf" versetzen müssen".

    +++ 09.04.2020, 10:00 Uhr: Weißrussland gefällt Rolle des "Außenseiters" +++

    Am Wochenende rollt wieder der Ball in Weißrussland - und weltweit werden die Fußballfans mit einer Mischung aus Neid und Skepsis auf die kleine Wysschaja Liga schauen. Auch deshalb richten die Klubs trotz der Corona-Pandemie noch immer Profispiele vor Zuschauern aus, erklärt Ex-Nationalspieler Thomas Brdaric, der 2011 in Weißrussland als Sportdirektor von Dinamo Minsk gearbeitet hat.

    "Ein Grund ist die Aufmerksamkeit, die sie von der ganzen Welt bekommen. Weißrussland ist sonst ja nicht wirklich der Nabel der Fußballwelt", sagte der frühere Bundesligastürmer: "Es werden Exklusivrechte zum Beispiel nach Indien verkauft, das finden die richtig gut."

    Der Hauptgrund sei jedoch der allmächtige Staatspräsident Alexander Lukaschenko, der das Coronavirus als "Psychose des Westens" bezeichnete und Alkohol zur Vorbeugung empfahl ("Mit Wodka solltet ihr nicht nur die Hände waschen, sondern ihr solltet auch 40 bis 50 Milliliter pro Tag trinken"). "Man muss berücksichtigen, dass es dort durch Alexander Lukaschenko eine Diktatur gibt, die Menschenrechte werden dort komplett ignoriert", sagte Brdaric.

    Eine andere Meinung als die des Präsidenten werde nicht akzeptiert, erklärte Brdaric. Außerdem verfüge Weißrussland über ein "sehr gutes Gesundheitssystem", die Leute seien alle "komplett krankenversichert" und "fühlen sich relativ sicher".

    Für Brdaric selbst ist es durch die Coronakrise schwerer geworden, einen Job im Fußballgeschäft zu bekommen. Anfang des Jahres wurde sein Vertrag als Trainer beim Traditionsklub Rot Weiß Erfurt aufgelöst. "Wie willst du jetzt mit einem Verein verhandeln, wenn der nicht weißt, wie es weitergeht? Das ist eine ganz schwierige Konstellation", sagte der achtmalige Nationalspieler.

    +++ 09.04.2020, 09:00 Uhr: Petersen freut sich über Rückkehr +++

    Für Ex-Nationalspieler Nils Petersen fühlte sich die Rückkehr auf den Trainingsplatz des SC Freiburg besser als nach einem Sommerurlaub an.

    "Es war ein grandioses Gefühl, das Wetter hat ja auch noch mitgespielt. Die Schuhe zu schnüren, auf das Grün zu gehen, gegen den Ball zu treten - das war schön. Dieses Gefühl hat man nicht mal nach dem Sommerurlaub, weil es dann direkt in die harte Vorbereitung geht", sagte der Stürmer in einem "kicker"-Interview .

    Dank einer Ausnahmeregelung durfte der Fußball-Bundesligist trotz der Coronavirus-Pandemie das Training auf dem Rasen unter strengen Auflagen wieder aufnehmen. "Auch wenn wir nur zu zweit waren, den Abstand wahren mussten und nicht in die Kabine durften, fühlte es sich nach einem Hauch Normalität an", erzählte der 31-Jährige. "An solch einer kleinen Sache kann man sich hochziehen, während ja sonst leider gerade die schlechten Nachrichten und Entwicklungen in der Welt dominieren."

    +++ 09.04.2020, 07:18 Uhr: RB bietet virtuelle Tickets an +++

    Bundesligist RB Leipzig engagiert sich in Zeiten der Coronakrise für Fußballvereine in der sächsischen Großstadt. Der Klub bietet ab sofort virtuelle Tickets zum Preis von zwei Euro für das Heimspiel gegen den SC Paderborn an, das ursprünglich am 18. April stattgefunden hätte. Der gesamte Erlös der Aktion "kommt den Vereinen des Leipziger Fußballverbandes zugute", teilte RB mit. Es können beliebig viele Karten gekauft werden.

    Bereits Ende März hatte der Klub eine Initiative (#WirAlle) mit Direktspenden und verschiedenen Spendenaktionen gestartet. Dadurch will RB mindestens 100.000 Euro sammeln, die Bedürftige und Institutionen finanziell unterstützen sollen.

    +++ 09.04.2020, 07:15 Uhr: Robben und Familie nach Coronafall in Quarantäne +++

    Im engsten Familienkreis des ehemaligen niederländischen Fußball-Stars Arjen Robben ist es zu einer Infektion mit dem Coronavirus gekommen. Seine Frau Bernadien sei positiv getestet worden, sagte der 36-Jährige in der neuesten Ausgabe des "FC Bayern Podcast". Der einstige Angreifer von Bayern München, seine Frau und die drei Kinder hätten anschließend strikte Quarantäne halten müssen.

    "Zum Glück hat sie sich wieder erholt, aber es war nicht schön. Bei ihr war das Schlimmste der Druck auf der Brust, sie hatte Probleme beim Atmen", sagte Robben: "Komischerweise wurden ich und meine Kinder negativ getestet, aber vielleicht waren wir schon vorher dran und haben es nicht bemerkt."

    Freunde hätten die Familie in dieser Zeit unterstützt, die Einkäufe übernommen und wären mit dem Hund spazieren gegangen. Robben warnte zudem davor, das Virus zu unterschätzen. "Am Anfang haben es die Leute nicht ernst genommen, aber ich hoffe, dass es jetzt alle kapiert haben", sagte der Niederländer.

    +++ 08.04.2020, 22:56 Uhr: Paderborn kann noch "ein, zwei Monate" durchhalten +++

    Martin Przondziono, Geschäftsführer des Aufsteigers SC Paderborn, hofft aus finanziellen Gründen auf eine schnelle Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga. "Es ist nicht so, dass wir nächsten Monat insolvent wären. Wir können das noch ein zwei Monate hinauszögern aber dann geht uns die Luft aus", sagte Przondziono im Gespräch mit "Sport1".

    Momentan sei es noch einigermaßen entspannt. In den nächsten Monate warten aber große Herausforderungen auf die Ostwestfalen. "Sollten die TV-Gelder auch nicht bei uns landen, wird es für uns eng. Das liegt in der Natur der Sache, da geht allen anderen Vereinen auch so", sagte der 50-Jährige.

    +++ 08.04.2020, 21:04 Uhr: Real-Stars verzichten auf rund 10 Prozent +++

    Die Profis des spanischen Rekordmeisters Real Madrid um den deutschen Nationalspieler Toni Kroos verzichten aufgrund der Coronakrise auf mindestens zehn Prozent ihres Gehalts. Dies teilte der Klub am Mittwoch mit. Laut Informationen der spanischen Sportzeitung "Marca" sollen die Spieler in den Verhandlungen von Kapitän Sergio Ramos vertreten worden sein.

    Die Summe soll sich insgesamt auf knapp 50 Millionen Euro belaufen. Sollte die Saison in La Liga, die aufgrund der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit ausgesetzt worden ist, nicht mehr fortgesetzt und beendet werden, werden die Spieler ihren Gehaltsverzicht auf 20 Prozent aufstocken.

    +++ 08.04.2020, 18:18 Uhr: Brescia Calcio fordert Saisonabbruch +++ 

    Der italienische Erstligist Brescia Calcio fordert einen Abbruch der Serie-A-Saison. "Die Wiederaufnahme der Meisterschaft ist eine Aussicht, die der Klub als Zeichen des Respekts angesichts der traurigen Situation in Brescia gern vermeiden würde", hieß es in einer Mitteilung des Tabellenletzten.

    Die lombardische Stadt Brescia ist zusammen mit Bergamo eines der von der Coronavirus-Pandemie am stärksten betroffenen Gebiete Italiens. Der Klub von Starstürmer Mario Balotelli prüft zudem eine Senkung von 25 Prozent beim Preis der Dauerkarten.

    In Italien ruht derzeit das gesamte öffentliche Leben. Wann und ob der derzeit ausgesetzte Spielbetrieb in der Serie A fortgesetzt wird, ist noch offen.

    +++ 08.04.2020, 17:27 Uhr: Kroos immer mehr in der Kritik +++

    In Spanien ist Nationalspieler Toni Kroos wegen seiner ablehnenden Haltung zu einem Gehaltsverzicht in die Kritik geraten. Der Mittelfeldspieler von Rekordmeister Real Madrid wird von Medien und Fans unter anderem als unsolidarisch und realitätsfremd getadelt, nachdem er sich gegen eine Kürzung seiner Bezüge in der Corona-Krise ausgesprochen hatte.

    "Er muss auf die Erde zurückkehren. Er hat eine Gefühlslosigkeit gezeigt, die mir wehtut", sagte der in Spanien bekannte Journalist Tomás Roncero von der Zeitung "AS" in einer TV-Talkrunde. Kroos habe gezeigt, "dass er sich nicht um das Unternehmen schert, das ihn bezahlt". Das sei "wie eine Ohrfeige", meinte der frühere Torhüter und Ex-Trainer Jorge D'Alessandro in derselben Sendung. "Dieser Mann lebt doch in einer Blase, in einer anderen Welt."

    Der 30 Jahre alte Kroos hatte im "SWR"-Podcast "Steil extra!" gesagt: "Auf das Gehalt zu verzichten, ist wie eine Spende ins Nichts oder an den Verein, wobei es hier nicht nötig ist."

    +++ 08.04.2020, 16:38 Uhr: FC Schalke mit Fan-Appell +++

    Der FC Schalke 04 bittet Besitzer von Dauerkarten und Tagestickets, auf die Rückerstattung der Kosten zu verzichten, sollte die Bundesliga die Saison mit Geisterspielen zu Ende bringen. In einem Statement erklärte der Verein, dass alle Beteiligten anstreben, "die aktuelle Saison zu Ende zu spielen", da die Schalker ohne die TV-Einnahmen "vor einer potenziell existenzbedrohenden wirtschaftlichen Situation" stünden.

    Laut Verein haben bereits viele Fans auf die Rückerstattung der Ticketkosten verzichtet. Das will der Bundesligist belohnen. Dauerkartenbesitzer, die auf ihre anteilige Auszahlung verzichten, sollen ein Sondertrikot mit der Aufschrift "#NurImWir" geschenkt bekommen. Inhaber von Tagestickets erhalten einen exklusiven Fanartikel. Fans, die eine Karte für das bevorstehende Derby beim Erzrivalen Borussia Dortmund haben, sollen zudem ein Ticket für das Spiel in der nächsten Saison bekommen.

    +++ 08.04.2020, 15:49 Uhr: Mourinho reumütig +++

    Der englische Fußball-Erstligist Tottenham Hotspur hat seinen Teammanager José Mourinho und drei Spieler wegen Missachtung der Abstandsregel ermahnt.

    Der 57-jährige Portugiese wurde beim Training mit Mittelfeldspieler Tanguy Ndombélé gesichtet, dabei hätten beide gegen die Regel verstoßen. In England müssen Personen, die nicht zum selben Haushalt gehören, aufgrund der Corona-Gefahr mindestens zwei Meter Abstand einhalten.

    Neben Mourinho verstießen auch Innenverteidiger Davinson Sánchez und Offensivspieler Ryan Sessegnon beim Joggen im Hadley Common Park im Norden Londons gegen diese Anordnung. "Alle unsere Spieler wurden daran erinnert, das Social Distancing beim Training in der Öffentlichkeit zu respektieren. Wir werden diese Botschaft weiter stärken", sagte ein Sprecher des Klubs.

    Auch Mourinho räumte seinen Fehler ein: "Ich akzeptiere, dass meine Handlungen nicht im Einklang mit dem Regierungsprotokoll standen und wir nur Kontakt zu Mitgliedern unseres eigenen Haushalts haben dürfen."

    +++ 08.04.2020, 15:06 Uhr: Sarri spendet Atemschutzmasken +++

    Trainer Maurizio Sarri von Juventus Turin schenkt seiner Heimatstadt Figline in der Toskana 4000 Atemschutzmasken. Der Coach sammelte zusammen mit seiner Familie und einigen Freunden das Geld für die Spende zugunsten der Gemeinde, die die Masken an die Bevölkerung verteilen wird. Bürgermeisterin Giulia Mugnai dankte für Sarris "große Sensibilität".

    Der Trainer hatte im Dezember die Gründung einer Stiftung angekündigt, die Sportaktivitäten in der Toskana unterstützen soll. Figline zählt zwar nicht zu den am stärksten betroffenen Gemeinden in Italien, doch Mundschutz ist auch in der Toskana knapp geworden. Die Zahl der Covid-19-Todesopfer in Italien ist auf über 17.000 gestiegen.

    +++ 08.04.2020, 14:13 Uhr: Sportrechtler sieht Ärger bei Laufzeit-Änderungen +++

    Laut Sportrechtler Michael Lehner könnten die Richtlinien des Fußball-Weltverbandes FIFA bezüglich auslaufender Spielerverträge bei einer Verlängerung der Saison über den 30. Juni hinaus Probleme hervorrufen.

    "Da sehe ich ein hohes Streitpotenzial", sagte der Heidelberger Jurist dem "SID" am Mittwoch: "Das scheint mir sehr weitreichend zu sein, wenn Betroffene nicht einverstanden sind und sich dagegen wehren."

    Die FIFA hatte am Dienstagabend auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie mit Anpassungen reagiert und so den Weg für eine mögliche Verlängerung der derzeit unterbrochenen Saison über das reguläre Ende am 30. Juni hinaus freigemacht. Demnach sollen Verträge, die eigentlich Ende Juni auslaufen, bis zum "effektiven Ende der Saison verlängert werden", wie die FIFA mitteilte. Eine ähnliche Regelung gelte für "Verträge, die mit Beginn der neuen Saison beginnen sollten. So werden diese Verträge erst wirksam, wenn die neue Saison effektiv beginnt", schrieb der Weltverband weiter.

    "Das ist ein erheblicher Eingriff in die Privatautonomie der jeweiligen Vereine, Verträge und Spieler", sagte Lehner. Für eine genaue Einschätzung müsse er jedoch erst konkrete Fälle abwarten.

    +++ 08.04.2020, 14:02 Uhr: Rettig warnt vor Bevorzugung von Fußball-Profis +++

    Fußballmanager Andreas Rettig warnt vor einer Bevorzugung von Bundesligaprofis bei Coronavirus-Tests.

    Regelmäßige Überprüfungen von Spielern, während möglicherweise Kranke auf Tests warten müssten, seien ein schwieriger Balance-Akt, sagte der ehemalige Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstagausgabe).
    "Dieser Weg wäre schwierig zu vermitteln, wenn das Gefühl entstünde, dass Tests für den Fußball zulasten der Bevölkerung gehen", betonte Rettig. "Da hoffe ich, dass die neue Medizinkommission der DFL zu einem Ergebnis kommt, das nicht zulasten der Bevölkerung geht."

    Ein Gedankenspiel der DFL für den Fall der Saisonfortsetzung sieht anscheinend vor, die Mannschaften größtenteils zu isolieren und die Spieler in kurzen Abständen zu testen.

    +++ 08.04.2020, 13:58 Uhr: 96-Boss denkt über Staatshilfen nach +++

    Für Martin Kind sind angesichts der Corona-Pandemie Kreditbürgschaften der öffentlichen Hand für den Fußball durchaus vorstellbar.

    "Um zu überleben, könnten am Ende auch Profiklubs gezwungen sein, Staatshilfe zu beantragen", sagte der Klubchef des Zweitligisten Hannover 96 dem Wirtschaftsmagazin "CAPITAL".

    Besonders für den Fall, dass die derzeit unterbrochene Bundesligasaison nicht abgeschlossen werden könne, drohen nach Ansicht des 75 Jahre alten Unternehmers gravierende Konsequenzen.

    "Dann könnte ein Teil der Vereine in die Insolvenz gehen. Einige kleinere Zweitligisten, aber auch große Traditionsvereine, die hohe Verbindlichkeiten haben."

    +++ 08.04.2020, 13:24 Uhr: Bosz könnte mit Geisterspielen leben +++

    Bayer Leverkusen Trainer Peter Bosz kann nach wie vor Geisterspielen nichts abgewinnen. "Ich bin immer noch der Meinung, dass wir Fußball für die Fans spielen", sagte der 56 Jahre alte Niederländer in einem per Video geführten Interview mit dem klubeigenen Bayer04-TV.

    Gleichwohl könne er Spiele ohne Zuschauer inzwischen aus Solidaritätszwecken akzeptieren. "Trotzdem verstehe ich, dass es Vereine gibt, die Schwierigkeiten bekommen, wenn wir gar nicht mehr spielen", meinte Bosz.

    +++ 08.04.2020, 13:16 Uhr: Premier-League-Boss warnt vor Milliardenverlust +++

    Der englischen Premier League könnten Verluste in Höhe von umgerechnet mehr als einer Milliarde Euro entstehen, wenn die laufende Fußball-Saison aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht zu Ende gespielt wird.

    Das erklärte Liga-Boss Richard Masters in einem Brief an den britischen Abgeordneten Julian Knight, den Vorsitzenden des Ausschusses für Digitales, Kultur, Medien und Sport. Sollte die Premier-League-Saison nicht fortgesetzt und regulär beendet werden, drohe dem englischen Fußball "der Verlust von Vereinen und Ligen", schrieb Masters und warnte vor wirtschaftlichen Herausforderungen "jenseits der Vorstellungskraft". Der Vorsitzende des englischen Fußballverbandes FA, Greg Clarke, hatte zuvor ebenfalls auf die drohende Gefahr hingewiesen, dass viele Städte "die Klubs ihres Herzens" für immer verlieren könnten.

    Auch unter diesem Gesichtspunkt verteidigte Masters die Entscheidung mehrerer Klubs, ein Regierungsprogramm zur Rettung von Arbeitsplätzen zu nutzen und ihre Mitarbeiter in den Zwangsurlaub zu schicken. Unter anderem Tottenham Hotspur, Norwich City und Newcastle United hatten die Maßnahme eingeleitet. Auch der FC Liverpool hatte das verkündet, sich nach massiver Kritik der eigenen Fans aber schließlich doch gegen den Schritt entschieden. Die Spieler verzichten bislang noch nicht auf ihr Gehalt.

    +++ 08.04.2020, 12:56 Uhr: Mainz-Coach spricht über Corona +++

    Trainer Achim Beierlorzer vom FSV Mainz 05 will noch keine großen Gedanken an mögliche Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga verschwenden.

    "Das ist das Konzept, aber da sind wir ja noch gar nicht", sagte der 52 Jahre alte Franke in einer Schalte mit Journalisten. Mehr dazu hier!

    +++ 08.04.2020, 11:44 Uhr: FC Schalke profitiert von Corona-Pause +++

    Die Corona-Zwangspause hat für den FC Schalke 04 auch einen Vorteil: Nach und nach melden sich die zahlreichen verletzten Leistungsträger wieder fit.

    "Wir haben viel mehr Spieler im Trainingsprozess, sehr viele, die wieder gesund sind", sagte Trainer David Wagner dem vereinseigenen Schalke-TV.

    Nationalspieler Suat Serdar (Zehenbruch), Mittelfeldspieler Daniel Caligiuri (Innenbandteilriss) sowie die Verteidiger Salif Sané (Meniskusriss), Juan Miranda (Wadenverletzung) und Benjamin Stambouli (Fußbruch) nehmen in unterschiedlichen Umfängen wieder am Training teil. Omar Mascarell (Adduktorenabriss) und Ozan Kabak (Lendenwirbel) sind noch in der Reha. Weitere Infos hier!

    +++ 08.04.2020, 09:48 Uhr: Frankreich-Profis wollen auf Gehalt verzichten +++

    Die französischen Profifußballvereine haben sich mit ihren Spielern auf einen temporären Gehaltsverzicht in der Corona-Pause geeinigt. "Wir haben die Empfehlung am Dienstag unterzeichnet", sagte Philipp Piat, Präsident der Spielergewerkschaft UNFP, der Nachrichtenagentur "AFP".

    Vorgesehen ist demnach ein Stufenmodell ab einer Reduzierung von 20 Prozent für Profis, die mehr als 10.000 Euro im Monat verdienen. Topverdiener (ab 100.000 Euro) sollen auf die Hälfte ihres Gehalts verzichten, bis die ausgesetzten Fernsehgelder wieder fließen.

    Aus rechtlichen Gründen kann die Empfehlung nicht bindend sein, die UNFP hofft aber auf sehr wenige Abweichler. "Es geht um Arbeitsplätze", sagte Piat. Einige Vereine hatten bereits ihre eigenen Modelle umgesetzt.

    +++ 08.04.2020, 09:11 Uhr: Klubs droht Europacup-Ausschluss +++

    Klare Ansage von der UEFA! Sollte eine Liga die Saison aufgrund der Corona-Krise vorzeitig abbrechen - wie in Belgien bereits geschehen - könnten die eigentlich für den Europacup der Saison 2020/21 qualifizierten Teams vom europäischen Verband aus Champions League und Europa League ausgeschlossen werden. Dies geht aus einem Schreiben der UEFA vor, das der "Sport Bild" vorliegt.

    Darin heißt es: "Da die Teilnahme an Uefa-Klubwettbewerben vom sportlichen Ergebnis abhängt, das am Ende eines vollständigen nationalen Wettbewerbs erzielt wird, würde eine vorzeitige Beendigung Zweifel an der Erfüllung dieser Bedingung aufkommen lassen. Die Uefa behält sich das Recht vor, den Anspruch von Vereinen auf Zulassung zu den Uefa-Klubwettbewerben 2020/21 gemäß den einschlägigen Wettbewerbsbestimmungen zu beurteilen."

    +++ 08.04.2020, 08:31 Uhr: England sorgt sich um einen seiner Weltmeister +++

    England bangt um seinen Fußballhelden Jimmy Greaves. Der beste Torschütze der englischen Erstligageschichte (357 Treffer), Weltmeister von 1966 und eine Legende bei Tottenham Hotspur, wurde nach Vereinsangaben am Dienstag ins Krankenhaus eingeliefert.

    Der Zustand des 80-Jährigen ist ebenso offen wie die Frage, ob der Krankenhaus-Aufenthalt in Zusammenhang mit dem Coronavirus steht. "Wir stehen in Kontakt mit seiner Familie und werden in Kürze weitere Informationen veröffentlichen", teilten die Spurs mit.

    Greaves, viertbester Torschütze in der Geschichte der Nationalmannschaft, hatte 2015 einen schweren Schlaganfall erlitten.

    +++ 08.04.2020, 08:28 Uhr: Argentinien-Star trauert um Großvater und Vater +++

    Der argentinische Fußballstar Walter Montillo muss nur wenige Tage nach dem Tod seines Großvaters Oscar (91) auch den Verlust seines Vaters Walter Oscar beklagen. Wie der chilenische Erstligist Club Universidad de Chile per Twitter mitteilte, verstarb der 60-Jährige am Dienstag. Der Vater des dreimaligen Nationalspielers war am Samstag mit Atemproblemen in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

    Das Resultat, ob er an Covid-19 litt, wird für die nächsten Tage erwartet. Auch Großvater Oscar zeigte laut argentinischen Medien die typischen Symptome einer Coronavirus-Infektion. Der 35-jährige Montillo war im Januar vom mexikanischen Erstligisten CA Tigre zu "La U" gewechselt.

    +++ 08.04.2020, 08:17 Uhr: Ehemaliges BuLi-Trio verteilt Obst +++

    Einer spielte einst beim VfB Stuttgart, der andere beim VfL Wolfsburg und der dritte bei Borussia Dortmund. Gemeinsam legten am Dienstag nun Dunga, Andres D'Alessandro und Tinga kräftig Hand an, um Kisten mit zehn Tonnen Obst und Gemüse in einem Großmarkt in der südbrasilianischen Stadt Porto Alegre vom LKW zu laden. Von dort werden die Lebensmittel nun an soziale Hilfseinrichtungen verteilt.

    Organisiert hatte die Spendenaktion Dunga, Weltmeister von 1994 und zwischen 1993 und 1995 beim VfB aktiv. Profitieren werden vor allem Bewohner des sozial schwachen Stadtteils Restinga, wo Tinga zu Hause ist, der das BVB-Trikot von 2006 bis 2010 trug. D'Alessandro, zwischen 2003 und 2006 in Wolfsburg, ist heute noch für den Erstligisten SC Internacional in Porto Alegre aktiv.

    +++ 08.04.2020, 08:04 Uhr: Ginter hofft auf EURO 2020 mit Zuschauern +++

    Nationalspieler Matthias Ginter setzt in der Coronakrise auf eine Normalisierung der Lage bis zur Fußball-EM im kommenden Jahr. "Ich hoffe, dass bis dahin alles mehr oder weniger beim Alten ist. Dass die Fans sich wieder frei bewegen können. Dass sie in die Stadien kommen können. Dass wir in ausverkauften Stadien spielen können", sagte der Abwehrspieler von Borussia Mönchengladbach den Zeitungen der "Funke Mediengruppe": "Es ist im Moment schwer vorstellbar, wann wieder alles beim Alten ist."

    Die Europäische Fußball-Union hat am 17. März die EURO 2020, die in diesem Sommer in zwölf Ländern hätte ausgetragen werden sollen, aufgrund der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr (11. Juni bis 11. Juli 2021) verschoben.

    Rio-Weltmeister Ginter fordert eine realistische Einschätzung der aktuellen Situation im weltweiten Kampf gegen das Virus.

    "Wir müssen uns bewusst machen, dass wir noch nicht weit sind. Dass es noch dauern wird. Dass wir durchhalten müssen. Und dass wir alle solidarisch miteinander umgehen müssen, um die Welle der Corona-Krise zu verlangsamen", warnte Ginter.

    +++ 07.04.2020, 22:55 Uhr: BVB-Star trainiert auf seinem Dach +++

    Diese Idee dürfte derzeit goldwert sein. BVB-Star Mahmoud Dahoud hat für die "Bild" die Tore zu seinem privaten Fitnessbereich geöffnet und dabei erstaunliche Einblicke gewährt.

    Besonderes Schmankerl! Der 24-Jährige hat sich auf der Dachterasse seines Dortmunder Apartments einen Fußballplatz einrichten lassen. In einem so genannten Soccer-Cage trotzt der Mittelfeldspieler der Corona-Quarantäne.

    +++ 07.04.2020, 22:45 Uhr: Spielerberater fürchtet Sommer ohne Transfers +++

    Hasan Cetinkaya, der unter anderem die Interessen von Martin Braithwaite (FC Barcelona), Emil Forsberg und Péter Gulácsi (beide RB Leipzig) vertritt, hat sich zu den möglichen Auswirkungen der Coronakrise auf den Transfermarkt geäußert.

    "Wir müssen schauen, wann wir das Virus unter Kontrolle bekommen. Alle hoffen, dass die Ligen bis zum 30. Juni ihre Saison abschließen können. Wenn das nicht passiert, dann wird es in dieser Saison wahrscheinlich keine Transfers geben", so der Star-Berater im Gespräch mit "Bild". Für Akteure, deren Vertrag ausgelaufen ist, werde es allerdings natürlich einen Markt geben. 

    Zudem vermutet der 43-Jährige, dass "Vereine auf mittlerer und niedrigerer Ebene" Spieler "möglicherweise unter dem Marktwert verkaufen" müssten. Auf die Top-Klubs würden eine Pause von zwei Monaten hingegen verkraften.

    +++ 07.04.2020, 22:30 Uhr: Eredivisie erhört Ajax und Co. wohl nicht +++

    Der niederländische Fußballverband (KNVB) hofft, den Ligabetrieb in den höchsten beiden Profiligen am 19. Juni wieder aufnehmen zu können. Dies teilte der KNVB am Dienstag nach einer Videokonferenz mit den Profiklubs und weiteren bedeutenden Vertretern mit. Zuletzt hatten unter anderem die Topklubs Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven oder AZ Alkmaar den Saisonabbruch in der Eredivisie gefordert.

    Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte allerdings nach dem Abbruch der belgischen Super League ihren Mitgliedsverbänden mit dem Europapokalausschluss gedroht, falls die nationalen Wettbewerbe vorzeitig beendet werden.

    In den Niederlanden sind bis zum 1. Juni alle gesellschaftlichen Zusammenkünfte verboten, darunter auch Fußballspiele. Schulen, Restaurants und Bars bleiben mindestens bis zum 28. April geschlossen. Die niederländische Regierung will im Verlauf des April über eine Verlängerung der Beschränkungen entscheiden. Der KNVB erklärte, er werde auf weitere Anweisungen der Behörden warten, bevor er "mehr Klarheit schaffen" könne.

    In der Bundesliga soll nach dem 30. April möglichst schnell wieder der Ball rollen, die meisten der 18 Klubs trainieren zumindest in Kleingruppen wieder auf dem Rasen.

    +++ 07.04.2020, 21:41 Uhr: VfL-Frauen denken über Gehaltsverzicht nach +++

    Fußball-Nationaltorhüterin Almuth Schult steht einem möglichen Gehaltsverzicht beim Serienmeister VfL Wolfsburg in der Frauen-Bundesliga mit gemischten Gefühlen gegenüber.

    "Auch bei uns wird das diskutiert. Wir wollen nur keine vorschnellen Entscheidungen treffen, weil wir nicht wissen, was passieren wird", sagte die derzeit schwangere 29-Jährige dem "Eurosport"-Podcast Extra Time: "Wir Frauen können nicht einfach sagen, jeder spendet mal 50.000 Euro. Das ist nicht drin."

    Wenn Akteure in der Frauen-Bundesliga in Kurzarbeit gehen würden, sei es für sie schwierig, auf Lohn zu verzichten. "Es gibt Spielerinnen, die nur ein paar hundert Euro verdienen. Wenn sie davon noch etwas abgeben sollen, ist das einfach nicht möglich", so Schult. Jede Spielerin solle individuell entscheiden, wie viel sie abgeben könne.

    +++ 07.04.2020, 19:07 Uhr: FIFA verkündet Corona-Regeln +++

    Verträge laufen bis zum faktischen Saisonende, das Transferfenster soll verlegt werden: Der Fußball-Weltverband FIFA hat auf die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie mit weiteren Anpassungen reagiert und ermöglicht so auch vertragsrechtlich die Verlängerung der Saison über das reguläre Ende am 30. Juni hinaus.

    "Ablaufende Spielerverträge enden normalerweise mit Saisonende. Da der Spielbetrieb in den meisten Ländern eingestellt wurde, endet die laufende Saison nicht wie ursprünglich angenommen. Aus diesem Grund sollen Verträge bis zum effektiven Ende der Saison verlängert werden", teilte die FIFA mit: "Diese Regelung sollte der ursprünglichen Intention der Parteien bei Vertragsabschluss entsprechen, während die sportliche Integrität und Stabilität gewahrt bleiben."

    Eine ähnliche Regelung gelte für "Verträge, die mit Beginn der neuen Saison beginnen sollten. So werden diese Verträge erst wirksam, wenn die neue Saison effektiv beginnt."

    Auch bei den Transferfenstern müssten die geltenden Regelungen den neuen faktischen Gegebenheiten angepasst werden, erklärte die FIFA. Man strebe flexible Lösungen an, "damit die betreffenden Transferfenster zwischen das Ende der alten Saison und den Beginn der neuen Saison verschoben werden können." Bislang begann die Sommer-Wechselperiode stets am 1. Juli und endete in den meisten Ligen am 31. August.

    Gleichzeitig sei die FIFA "soweit möglich um eine Gesamtkoordination bemüht und trägt dem Schutz der Ordnungsmäßigkeit, der Integrität und des reibungslosen Betriebs von Wettbewerben Rechnung, damit die sportlichen Ergebnisse von Wettbewerben nicht unfair beeinflusst werden."

    +++ 07.04.2020, 17:18 Uhr: Zweitligist droht mit Klage +++

    Der italienische Fußball-Zweitligist Frosinone Calcio droht mit einer Klage, sollte die Meisterschaft nicht zu Ende ausgetragen werden und der Klub nicht in die Serie A aufsteigen können. Frosinone belegt derzeit Platz drei der Tabelle.

    "Lediglich Tabellenführer Benevento, der 20 Punkte Vorsprung hat, hat bereits die Qualifikation geschafft, alle anderen Klubs nicht. Wir wollen Klage einreichen, wenn man uns den Weg in die Serie A versperrt", sagte Frosinone-Präsident Maurizio Stirpe bei Radio Punto Nuovo.

    Sollte die Meisterschaft unterbrochen werden, will Stirpe die Spieler für ihre Leistungen nur bis zum 7. März bezahlen. Er sprach sich auch für eine Reduzierung der Spielerverträge aus. "Einige Verträge wurden mit Beträgen unterzeichnet, die heute nicht mehr dem Markt entsprechen", sagte Stirpe.

    +++ 07.04.2020, 15:38 Uhr: "Kuba" will Klubeigner werden +++

    Der frühere Dortmunder Bundesliga-Fußballprofi Jakub "Kuba" Blaszczykowski will seinen in Finanzprobleme geratenen polnischen Heimatckub Wisla Krakau vor der Insolvenz retten und dort als Miteigentümer einsteigen.

    "Meine beiden Herzensklubs sind nun mal der BVB und Wisla. Beiden Vereinen habe ich mit Blick auf meine Karriere unfassbar viel zu verdanken. Für mich ist völlig klar, dass ich helfe, wenn ich helfen kann", sagte der 34-Jährige "Sport1" am Dienstag.

    Der Tabellen-13. der polnischen Ekstraklasa steht vor der Pleite. "Es gibt schon seit längerem die Überlegung. Gespräche über dieses Vorhaben haben schon stattgefunden, aber abgeschlossen ist noch nichts", sagte der frühere polnische Nationalspieler. Wegen der Corona-Pandemie stocken die Verhandlungen derzeit.

    Am Mittwoch soll es Gespräche zwischen Blaszczykowski und seinen beiden Geschäftspartnern geben, wie "Sport1" berichtet. Damit Blaszczykowski Miteigentümer werden kann, ist zudem das Einverständnis des Besitzers Boguslaw Cupial nötig.

    Bei seinem Jugendklub Wisla Krakau schaffte Blaszczykowski den Durchbruch in den Profi-Fußball, ehe er von 2007 bis 2015 beim BVB zum Publikumsliebling aufstieg. In Krakau lässt er nun seine Karriere ausklingen. Dort spielte er zwischenzeitlich für symbolische 500 Zloty (116 Euro), die er in Form von Eintrittskarten an Waisenkinder spendete. Zudem bewahrte der Mittelfeldspieler seinen Klub schon mal vor dem Lizenzverlust: Gemeinsam mit seinen Partnern half er mit einem Kredit von einer Million Euro aus.

    "Kuba ist ein außergewöhnlicher Profi, den wir nicht nur als Fußballer, sondern auch als Menschen sehr schätzen gelernt haben", hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc einmal über ihn gesagt.

    +++ 07.04.2020, 15:35 Uhr: VfL Osnabrück zurück auf dem Rasen +++

    Fußball-Zweitligist VfL Osnabrück hat am Dienstag das Training auf dem Platz wieder aufgenommen. Rund um die Einheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit ist für die Mannschaft von Coach Daniel Thioune aufgrund der Corona-Pandemie jeglicher Körperkontakt (Begrüßung, Abklatschen, etc.) untersagt. Die Spieler müssen einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten.

    "Die zuständige Behörde der Stadt Osnabrück hat uns bescheinigt, den Trainingsbetrieb mit Einschränkungen wieder aufnehmen zu können", sagte VfL-Sportdirektor Benjamin Schmedes: "Wir halten uns weiterhin sehr streng an sämtliche Vorgaben im Sinne der Eindämmung der Corona-Pandemie und der Gesundheit unserer Mitarbeiter. Deshalb haben wir sehr detailliert die organisatorischen Abläufe beschrieben, mit denen wir diesen Regelungen nachkommen und diese letztlich sogar übererfüllen werden."

    +++ 07.04.2020, 14:39 Uhr: Neustart in Spanien erst im Juni? +++

    Der spanische Liga-Präsident Javier Tebas hat den 29. Mai, 6. Juni oder 28. Juni 2020 als mögliche Termine für einen Neustart der Fußball-Saison in La Liga genannt. Seit dem 11. März liegt der Spielbetrieb in der Primera Division aufgrund der Corona-Pandemie still. Spanien ist mit am schlimmsten betroffen und verzeichnete bereits 13.798 Menschen, die an COVID-19 gestorben sind.

    Laut Tebas sei allerdings aufgrund der strikten Ausgangsbeschränkungen im Königreich nicht vor dem 26. April an Training zu denken. Sollten diese gelockert werden, könnten die Teams auch wieder das Training aufnehmen, so der Liga-Boss.

    Tebas will die Saison auf jeden Fall zu Ende bringen, ansonsten droht ein Verlust im Milliarden-Euro-Bereich. Schon jetzt muss mit einem Verlust von mindestens 150 Millionen Euro für La Liga gerechnet werden, so Tebas.

    +++ 07.04.2020, 14:37 Uhr: Köln daddelt für den guten Zweck +++

    Daddeln für den guten Zweck: Bundesligist 1. FC Köln sucht im Rahmen eines Turniers in der Fußball-Simulation FIFA 20 den besten Profi aus den eigenen Reihen und spendet dabei mehr als 50.000 Euro an wohltätige Organisationen im Kampf gegen die Coronakrise. 

    Beim "FC-Charity-Cup" nehmen bis zum 17. April zehn Profis der Kölner teil, die Spiele werden auf Youtube sowie auf allen digitalen Kanälen von "Sky" live übertragen.

    "Die Jungs werden das sicher mit Spaß und Leidenschaft angehen, sich untereinander heiß machen und auf die Schippe nehmen", sagte FC-Geschäftsführer Horst Heldt: "Der eigentliche Grund für das Turnier ist aber, dass wir darüber spielerisch Gutes bewirken und Menschen unterstützen können, die in dieser harten Zeit Hilfe brauchen."

    Die Sieger der K.o.-Duelle dürfen eine von vier lokalen Organisationen auswählen, an die dann jeweils gespendet werden soll. Der Spendentopf wird unter anderem von REWE, RheinEnergie, der DEVK Versicherung und bwin zur Verfügung gestellt.

    An der Konsole werden Torhüter Timo Horn sowie Rafael Czichos, Ismail Jakobs, Kingsley Schindler, Toni Leistner, Kingsley Ehizibue, Benno Schmitz, Niklas Hauptmann, Noah Katterbach und Jan Thielmann um den Turniersieg kämpfen.

    +++ 07.04.2020, 14:22 Uhr: Englands Profis stimmen Verzicht zu +++

    In der hitzigen Debatte über einen möglichen Gehaltsverzicht der Fußball-Profis in der englischen Premier League hat die Spielergewerkschaft PFA ihre Kompromissbereitschaft signalisiert. Englands Fußballer haben angesichts des steigenden Drucks, aufgrund der Corona-Pandemie eine Einigung mit der Liga zu erzielen, zugestimmt, ihren Teil beizutragen.

    Die Profis waren wegen ihrer ablehnenden Haltung im schwelenden Tarifkonflikt zuletzt in die Kritik geraten. Eine Forderung seitens der Premier League, angesichts der Coronakrise auf bis zu 30 Prozent ihrer Gehälter zu verzichten, hatten sie mit dem Verweis abgelehnt, dass dem Staat dadurch Steuereinnahmen in Höhe von über 200 Millionen Pfund entgingen.

    Laut PFA-Chef Gordon Taylor hätten "alle zugestimmt, ihre Rolle zu spielen". Die Spieler seien "verantwortlich genug", um zu wissen, dass die Löhne ein Faktor für die Ausgaben eines Klubs seien, sagte Taylor bei "BBC Radio": "Wir haben uns von Anfang an an das gehalten, was wir gesagt haben, und die Spieler sind ziemlich traurig darüber, dass der Gesundheitsminister sie in eine Ecke stellen sollte, ohne hinzusehen."

    +++ 07.04.2020, 13:55 Uhr: Dresden ab Mittwoch zurück +++

    Die Profis des Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden kehren am Mittwoch auf den Trainingsplatz zurück. Die Einheiten finden bis auf Weiteres ausnahmslos unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Rudolf-Harbig-Stadion statt, die Mannschaft wird dabei in Kleingruppen aufgeteilt. 

    Für das Training in Kleingruppen hat der Klub "eine Ausnahme für die Lizenzmannschaft" vom Sächsischen Staatsministerium des Innern (SMI) erhalten. Unter anderem muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern stets eingehalten werden, Trainingsgruppen dürfen aus maximal drei Spielern bestehen. Ein Mannschaftstraining im herkömmlichen Sinne ist nicht zulässig. 

    Die Dynamo-Profis trainierten seit dem 13. März aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise mit individuellen Übungsplänen im "Home-Office".

    +++ 07.04.2020, 13:46 Uhr: Russland-Star verlässt Spanien +++

    Die Corona-Pandemie hat den nächsten Fußball-Star zur Flucht aus Spanien veranlasst: Der russische Nationalspieler Fjodor Smolow von Celta Vigo verließ ohne Erlaubnis seines Arbeitgebers und trotz der Ausreisebeschränkungen Spanien.

    Mit einer gecharterten Privatmaschine flog der 30 Jahre alte Stürmer zunächst ins weißrussische Minsk. Von dort legt er die restlichen 700 Kilometer bis Moskau mit einem Auto zurück.

    Hintergrund für seine Flucht war angeblich der 18. Geburtstag seiner Freundin Maria Jumaschewa, eine Enkelin von Russlands Ex-Präsidenten Boris Jelzin. Smolow will angeblich in Kürze den Teenager heiraten.

    Zuvor hatte bereits der dänische Nationalspieler Pione Sisto den Erstligisten aus Vigo verlassen und war mit dem Auto fast 3000 Kilometer nach Kopenhagen gefahren. In Spanien sind insgesamt bereits 13.798 Menschen an COVID-19 gestorben.

    +++ 07.04.2020, 12:57 Uhr: Freiburg startet mit Zweiergruppen +++

    In Zweiergruppen und ohne Zweikämpfe wird der SC Freiburg nach der behördlichen Ausnahmeerlaubnis am 7. April wieder ins Training einsteigen. Der Ablauf ist nach Vereinsangaben so geplant, dass sich die einzelnen Gruppen nicht begegnen.

    Aufgrund der Ausweitung des Coronavirus sollen die Profis von Trainer Christian Streich zudem bereits umgezogen zum Trainingsgelände kommen und zu Hause duschen. "Wir haben ein umfassendes Gesamtkonzept zur möglichen weiteren Vorgehensweise erarbeitet", sagte SC-Vorstand Jochen Saier. Neben den Trainingseinheiten auf dem Platz setzt der badische Fußball-Bundesligist das individuelle Fitnessprogramm daheim fort.

    Zuvor hatte der Profifußball in Baden-Württemberg unter Hygiene- und Abstandsregeln die Erlaubnis fürs Training erhalten. Die Verordnung des Sozialministeriums sieht Training in Gruppen von maximal fünf Teilnehmern vor.

    +++ 07.04.2020, 12:25 Uhr: Trainingserlaubnis in Baden-Württemberg +++

    Auch die Profi-Fußballer in Baden-Württemberg dürfen nun wieder das Training in Kleingruppen aufnehmen.

    Für die Fußballer unter anderen des VfB Stuttgart, des Karlsruher SC, des SC Freiburg oder der TSG 1899 Hoffenheim gelte jetzt eine Ausnahmegenehmigung unter "strengsten Abstands- und Hygiene-Auflagen", wie das Sozialministerium mitteilte.

    Die Trainingseinheiten dürfen aufgrund der Coronavirus-Krise nur im Freien und mit nicht mehr als fünf Spielern in einer Gruppe stattfinden. "Training von Spielsituationen, in denen ein direkter Kontakt möglich ist, sind zu unterlassen", heißt es in der Verordnung. Zudem werde den Profis empfohlen, bereits umgezogen zum Training zu kommen und zu Hause zu duschen.

    Bereits am Sonntag hatte das Sozialministerium angekündigt, dass die Zeit des ausschließlich individuellen Heimtrainings für den Profisport in Baden-Württemberg in dieser Woche vorbei sein wird. Die Genehmigung gilt bislang allerdings nur für den Fußball. Für andere Profi-Mannschaften und weitere Berufsathleten soll die Erlaubnis unter Vorschriften in Kürze folgen. Für den Amateur- und Freizeitbereich bleiben sämtliche Sportstätten gesperrt.

    Etliche Bundesligisten in anderen Bundesländern waren in der Zwangspause aufgrund der Coronavirus-Pandemie zuvor schon eingeschränkt auf die Trainingsplätze zurückgekehrt. Die 1. und 2. Bundesliga ruht bis mindestens 30. April.

    +++ 07.04.2020, 11:54 Uhr: Höger und Jantschke hoffen auf Geisterspiele +++

    Zwischen den Spielern des 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach herrscht Einigkeit. Sowohl Effzeh-Profi Marco Höger als auch Gladbach-Routinier Toni Jantschke sprechen sich im AUDIO NOW-Podcast "100 % Bundesliga" für eine Weiterführung der Saison mit Geisterspielen aus. Zudem gibt das Duo Einblicke in ihren Trainingsalltag. Mehr dazu hier!

    +++ 07.04.2020, 11:32 Uhr: Spielbetrieb-Aufnahme löst Fragezeichen aus +++

    DFL-Boss Christian Seifert ist sich durchaus bewusst, dass eine zeitnahe Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga und 2. Liga bei Freizeitspielern "Fragezeichen auslösen" könnte. "Es ist einerseits dieselbe Sportart", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) der Wochenzeitung Die Zeit, "andererseits hat der Profibetrieb aber völlig andere Rahmenbedingungen als der Freizeitbereich".

    Der 50-Jährige hob dabei noch einmal die Bedeutung hervor, die Spiele vor allem für die vielen Menschen besitzen, die direkt oder indirekt beruflich mit dem Profifußball verbunden sind. "Bei uns geht es wie in anderen Unternehmen um ein Produkt, das von Erwerbstätigen auf und neben dem Platz hergestellt wird. Und wenn nicht produziert werden kann, ist das existenzgefährdend mit Konsequenzen für Arbeitsplätze. Von daher müssen Profiklubs rechtlich wie Unternehmen behandelt werden", sagte Seifert.

    Bis mindestens zum 30. April ruht in den beiden obersten deutschen Profiligen wegen der Coronakrise der Ball. Am 17. April beraten die Verantwortlichen der 36 Profiklubs über das weitere Vorgehen, angestrebt wird wohl eine Fortsetzung der Saison Anfang Mai. Ziel der DFL ist es weiterhin, die Saison bis zum 30. Juni zu Ende zu bringen.

    +++ 07.04.2020, 10:57 Uhr: Ginter hat mehr Zeit für die Familie +++

    Für das Familienleben von Nationalspieler Matthias Ginter hat die Corona-Zwangspause auch Vorteile.

    "Die Nächte sind aufgrund unseres Sohnes etwas kürzer, aber es ist wahnsinnig schön, zurzeit so viele Momente mit ihm verbringen zu dürfen und jeden Augenblick zu bewundern", sagte der Fußballprofi von Borussia Mönchengladbach der "Rheinischen Post". Die aktuelle Lage mit einem stark eingeschränkten Trainingsbetrieb wegen der Corona-Pandemie fühlt sich für den Abwehrspieler des Bundesliga-Vierten "wie eine Sommerpause ohne Urlaub" an.

    Die Krise zeigt für Ginter, "dass man jeden Tag dankbar und demütig sein sollte, Gesundheit und Sicherheit wertschätzen und nichts für selbstverständlich halten sollte". Er hoffe, dass auch der Fußball sich mehr auf Werte wie Zusammenhalt und Solidarität besinne. Dies werde aber "wohl schwer umsetzbar sein, da der Fußball sehr schnelllebig und ergebnisorientiert ist", sagte Ginter. "Aber man kann zumindest daran arbeiten, dass diese aktuell gelebte Menschlichkeit auch im Profigeschäft weiter zunimmt."

    +++ 07.04.2020, 08:41 Uhr: Laschet kündigt Gespräche an +++

    Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat Gespräche über die Fortsetzung der Saison in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga mit Geisterspielen in der kommenden Woche angekündigt. "Die Liga hat ihre Ideen, damit es Ende April wieder losgehen könnte", sagte Laschet im RTL-Interview und kündigte an, dass man diese Frage in der "nächsten Woche" erörtern werde.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte am Montag betont, dass es zurzeit keine Lockerung der derzeitigen Einschränkungen für die Bevölkerung und die Wirtschaft geben werde. Nach Ostern soll der erreichte Status quo bei der Corona-Pandemie mit Experten bewertet werden. Dabei soll es in Absprache ein gemeinsames Vorgehen des Bundes mit den Landesregierungen geben.

    "Wir brauchen einen Konsens", sagte Laschet, "die Bundesliga wird vielleicht absehbar wieder spielen. Aber klar ist: ohne Zuschauer!" Eine Fortsetzung der Saison Anfang Mai ist somit nur mit Geisterspielen ohne Zuschauer in den Stadien denkbar. "Großveranstaltungen mit vielen Tausend Menschen werden wir in den nächsten Wochen und Monaten nicht erleben", so der NRW-Ministerpräsident.

    +++ 07.04.2020, 07:53 Uhr: DFL plant offenbar abgespeckte Geisterspiele +++

    Bei möglichen Geisterspielen in der Bundesliga will die Deutsche Fußball Liga einem "Bild"-Bericht zufolge nur noch 239 Menschen ins Stadion lassen.

    Zu den Partien, die nach der Unterbrechung der laufenden Saison frühestens Anfang Mai stattfinden könnten, dürften dann unter anderen 30 Ordner und vier Balljungen in den Innenraum einer Arena, schreibt die Zeitung, der nach eigenen Angaben entsprechende Planungen der DFL vorliegen.

    Nur noch 126 Personen dürften demnach in den Innenraum, darunter unter anderem pro Team nur acht Trainer. Anstatt zwölf gibt es nur noch vier Balljungen. Mehr dazu hier! 

    +++ 07.04.2020, 07:45 Uhr: Hilft Sky den Klubs mit Vorauszahlungen? +++

    Der Pay-TV-Sender Sky könnte durch die Corona-Krise finanziell stark belasteten Klubs der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga möglicherweise mit der Vorauszahlung von TV-Geldern helfen. Mehr dazu hier!

    +++ 07.04.2020, 07:20 Uhr: Leipzig-Star plädiert für Hinrundenwertung +++

    Nationalspieler Marcel Halstenberg von RB Leipzig würde im Fall eines Saisonabbruchs in der Bundesliga aufgrund der Corona-Pandemie nur die Hinserie werten. "Wenn bei einem Saisonabbruch nur die Hinrunde zählen würde, wäre das nur fair. Schließlich hätte dann jeweils jede Mannschaft einmal gegeneinander gespielt", sagte Halstenberg im Interview bei "DAZN" und "Spox".

    Würde die Deutsche Fußball Liga (DFL) so entscheiden, wäre Leipzig erstmals Meister. Die derzeit drittplatzierten Sachsen hatten sich die Herbstmeisterschaft gesichert. "Ich glaube aber nicht, dass es so gemacht werden würde oder es so kommt", sagte Halstenberg.

    Aktuell hat RB fünf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München. Die DFL hat den Spielbetrieb mindestens bis zum 30. April ausgesetzt. Danach hofft man, die Saison mit Geisterspielen zu beenden.

    +++ 07.04.2020, 07:01 Uhr: Hertha-Duo in Quarantäne +++

    Pech für zwei Hertha-Profis: Nationalspieler Niklas Stark und BVB-Leihgabe Marius Wolf durften am Montag nicht auf dem Fußballplatz mittrainieren. Beide gelten "Bild"-Informationen zufolge als Kontaktpersonen einer mit dem Coronavirus infizierten Person und müssen daher in Quarantäne verweilen.

    Wie zahlreiche andere Bundesliga-Klubs hat Hertha BSC am Montag das Individualtraining beendet. Erstmals nach drei Wochen absolvierten die Profis eine Einheit in Kleingruppen auf dem Platz.

    +++ 06.04.2020, 21:50 Uhr: UEFA-Boss sieht FC Liverpool als Meister +++

    UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat sich für den FC Liverpool als englischen Meister ausgesprochen, auch wenn die Saison in der Premier League aufgrund der Corona-Pandemie nicht beendet werden kann. "Falls die Spiele nicht gespielt werden können, müssen wir einen Weg finden", sagte Ceferin der slowenischen Sportzeitung "Ekipa".

    Die Mannschaft von Teammanager Jürgen Klopp liegt derzeit 25 Punkte vor Titelverteidiger Manchester City. Er sehe kein Szenario, bei dem Liverpool nicht der Meister wäre, so Ceferin.

    Die Premier League pausiert derzeit auf unbestimmte Zeit. Ceferin glaubt aber weiterhin an ein reguläres Saisonende. "Ich bin ein Optimist", sagte der Slowene. Er könne aber nichts "garantieren oder versprechen". Es hänge alles davon ab, "ob die Umstände sicher genug sind, damit beim Fußballspielen niemand in Gefahr gerät".

    +++ 06.04.2020, 21:15 Uhr: Völler steht Ex-Klub bei +++

    Rudi Völler hegt immer noch große Sympathien für seinen Ex-Klub Kickers Offenbach. Der Sport-Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen kaufte 100 Geistertickets und unterstützte damit die Aktion "Volle Hütte" des Regionalligisten.

    Völler spielte von 1975 bis 1980 in Offenbach. Insgesamt haben die Kickers nun 3977 Tickets abgesetzt. Die Karten kosten zwischen fünf und 190,10 Euro (VIP-Ticket).

    Die Offenbacher versuchen durch die Aktion entstandene Einnahmeausfälle durch die Corona-Pandemie zumindest teilweise zu kompensieren.

    +++ 06.04.2020, 19:15 Uhr: Stars des FC Bayern auf Corona getestet +++

    Am Montag kehrten die Stars des FC Bayern wieder auf den Rasen zurück, in Kleingruppen auf unterschiedliche Plätze aufgeteilt, trainierten Manuel Neuer, Thomas Müller und Co. unter strengen Auflagen.

    Damit aber nicht genug: Laut Informationen von "Sport1" musste sich jeder Akteur, der am Trainingsgelände ankam, einem Corona-Test unterziehen. In spätestens zwei Tagen sollten die Laborergbnisse vorliegen.

    +++ 06.04.2020, 18:01 Uhr: SC Paderborn beendet "Home Office" +++

    Mit der Rückkehr auf den Trainingsplatz ist für die Spieler des Bundesliga-Schlusslichts SC Paderborn auch das "Home Office" beendet.

    "Die Übungen zu Hause bleiben nicht bestehen, das ist auch unnötig. Die Jungs haben sehr gut gearbeitet", sagte Trainer Steffen Baumgart im Anschluss an das Training am Montag. Die Ostwestfalen standen wie ein Großteil der Bundesliga-Klubs zu Beginn der Woche in Kleingruppen wieder auf dem Platz.

    Abstiegsrivale Fortuna Düsseldorf hingegen setzt zum Beispiel weiter auch auf Übungen seiner Spieler in den eigenen vier Wänden. Baumgart sieht dafür mit Blick auf die vier Wochen bis zur erhofften Wiederaufnahme des Spielbetriebs keine Notwendigkeit: "Die Jungs stehen im Saft", sagte der Coach. Damit absolvieren die Ostwestfalen derzeit eine Einheit pro Tag. 

    +++ 06.04.2020, 17:27 Uhr: FIFA empfiehlt Vertragsverlängerungen +++

    Der Fußball-Weltverband FIFA will offenbar den Beginn der Transferperiode verschieben und empfiehlt den Klubs, auslaufende Verträge bis zur Vollendung der laufenden Saison zu verlängern. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur "AFP" unter Berufung auf FIFA-Kreise. Demnach soll das Transferfenster nicht öffnen, bevor die derzeit aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochene Saison beendet ist.

    Zudem fordere die FIFA die Klubs und Spieler nach "AFP"-Angaben auf, sich auf Lohnkürzungen zu einigen, um den finanziellen Schaden infolge der Viruskrise zu begrenzen. In den vergangenen Tagen war in der Premier League eine Debatte um einen Gehaltsverzicht der Profis aufgekommen.

    Die FIFA hatte bereits zuletzt über Änderungen am Transfersystem diskutiert, da unter anderem die Premier League, aber auch die Champions League und Europa League die laufende Spielzeit wohl nicht vor dem 30. Juni beenden können. Dieses Datum gilt als Stichtag für auslaufende Verträge.

    +++ 06.04.2020, 16:52 Uhr: Kiel kehrt auf den Rasen zurück +++

    Unter strengen Auflagen wird auch Fußball-Zweitligist Holstein Kiel nach über drei Wochen das Training wieder aufnehmen. Das kündigte der Klub am Montag an. Die Kieler werden in Kleingruppen bis zu sieben Personen kontaktlos und zeitlich getrennt voneinander trainieren. Für die Profis wird via Landesverordnung trotz der Corona-Pandemie eine Ausnahme von der Nutzungsuntersagung aller Sportanlagen gemacht.

    "Unter dem Gesichtspunkt eines fairen Wettbewerbs begrüße ich diese Entscheidung natürlich. Die DFL hat den Spielbetrieb bis Ende des Monats ausgesetzt, sodass wir und auch alle anderen Vereine der 1. und 2. Bundesliga uns nach aktuellem Stand darauf vorbereiten müssen, im Mai wieder Spiele auszutragen zu können", sagte Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver.

    +++ 06.04.2020, 16:31 Uhr: Mutter von Pep Guardiola verstorben +++

    Dolors Sala Carrió in Manresa, die Mutter von ManCity-Teammanager Pep Guardiola ist im Alter von 82 Jahren an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben. Das teilte Manchester City am Montag mit. 

    +++ 06.04.2020, 16:02 Uhr: Kommt es zur "reinen Ergebnisberichterstattung"? +++

    Virologe Jonas Schmidt-Chanasit sieht in einer möglichen Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Fußball-Bundesliga trotz der geplanten Geisterspiele eine Gefahr für die Fans.

    "Ich sehe das Risiko in der Übertragung der Spiele", sagte der Experte bei "Sky Sport News HD". "Wenn diese Spiele übertragen werden, denke ich, dass die Fans das zusammen genießen wollen. Man wird sicherlich ganz schwer verhindern können, dass es nicht zu einer Gruppenbildung kommt."

    Eine "sichere Variante" könnte bei einer Fortsetzung der Saison lediglich durch keine Übertragung, sondern nur mit einer reinen Ergebnisberichterstattung sowie einen Schutz der Spieler durch regelmäßige Tests gewährleistet werden.

    Tests für die Bundesliga-Profis bewertete der Experte vom Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg mit Blick auf die Außenwirkung aber kritisch: "Wir ringen ja gerade darum, die Testkapazitäten den wirklich Bedürftigen in den Krankenhäusern und den Pflegeheimen vorzubehalten. Insofern ist das natürlich schon fraglich, ob ein junger gesunder Fußballspieler, weil er eben spielen will, jetzt täglich diese Tests erhalten kann."

    Dass in absehbarer Zeit wieder Zuschauer die Stadien füllen könnten, ist für den Fachmann nicht praktikabel. "Aus virologischer Sicht kann ich Fans ins Stadion lassen, die eine Infektion schon durchgemacht haben. Oder ich setze die Fans soweit auseinander, dass sie sich nicht anstecken können. Das sind aber alles Szenarien, die sich im Fußball keiner wünschen kann", sagte Schmidt-Chanasit.

    Infolge der Coronakrise ruht der Ball in der Bundesliga bis mindestens zum 30. April. Im Mai soll, wenn die Richtlinien der Politik es zulassen, der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden.

    +++ 06.04.2020, 15:38 Uhr: Gladbach-Fans mit irrer Aktion +++

    Das Fanprojekt Mönchengladbach hat mit der Produktion der Pappfiguren für weitere Geisterspiele der Gladbacher Borussia in der Fußball-Bundesliga begonnen. Der Druck ging mit deutlich über 1000 ersten Figuren los.

    "Die Nachfrage war recht zügig da", sagte Mit-Initiator Ingo Müller der "Deutschen Presse-Agentur". Interessierte Fans können den Druck von Pappfiguren mit einem Foto von sich in Auftrag geben. Die Pappkameraden werden dann im sonst leeren Stadion angebracht und sollen die Tristesse bei Spielen ohne Zuschauer mindern.

    Die Kosten dafür belaufen sich auf 19 Euro, ein Gewinn soll nicht erzielt werden. "Wir hoffen, den Spielern damit zumindest eine kleine Kulisse aufbauen zu können", sagte Müller.

    Die Idee für das Projekt entstand nach dem ersten Geisterspiel der Bundesliga überhaupt Anfang März zwischen der Borussia und dem 1. FC Köln (2:1). "So ein leeres Stadion ist ja auch visuell kaum zu ertragen", meinte Müller.

    Wegen der Coronavirus-Pandemie fanden seit dem Rheinderby gar keine Bundesligaspiele mehr statt. Von Mai an soll die Saison ohne Zuschauer fortgesetzt werden. Die ersten bedruckten Pappfiguren sollen bereits Mitte dieser Woche im Borussia-Park verteilt werden.

    +++ 06.04.2020, 14:48 Uhr: Oranje-Spieler schnüren Hilfspaket für Vereine +++

    Der niederländische Fußball-Bund KNVB und die Nationalspieler haben gemeinsam mit ihrem Hauptsponsor (ING Bank) ein Hilfspaket von rund elf Millionen Euro für die von der Corona-Krise getroffenen Vereine geschnürt. Damit solle Klubs geholfen werden, die durch die Corona-Krise in finanzielle Not geraten sind, teilte der KNVB mit.

    Das Hilfspaket umfasst Geldspenden und Maßnahmen, um die finanziellen Lasten der Klubs zu senken. Die Mittel sollen Amateur- und Profiklubs zu gleichen Teilen zugute kommen. Der Verband setzt dabei auf die Solidarität der Vereine untereinander. "Für starke und attraktive Profi-Fußballligen sind alle Klubs dringend notwendig." Durch die strengen Maßnahmen gegen die Pandemie sind Fußballspiele bis zum 1. Juni verboten.

    Sowohl die Männer- als auch die Frauen-Nationalmannschaft sowie die Jugendspieler spendeten. "Wir spielen in der ganzen Welt, in den größten Stadien. Die größten Spiele und die besten Ligen", zitiert der KNVB Oranje-Kapitän Virgil van Dijk. "Aber du vergisst nie, wo du angefangen hast. Unsere alten Amateurklubs. ... Wir sind froh, dass wir in dieser schwierigen Zeit etwas zurückgeben können", sagte der Verteidiger des FC Liverpool.

    +++ 06.04.2020, 14:48 Uhr: Hütter befürwortet Gehaltsverzicht  +++

    Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter würde in der derzeitigen Corona-Krise auch Gehaltsverzichte in Kauf nehmen.

    "Das ganz große Thema ist Solidarität. Deswegen bin ich auch ein Befürworter des Verzichts", sagte der Österreicher bei einer Pressekonferenz ohne Publikum in Frankfurt. Weil sich der hessische Bundesligist zuletzt zwei Wochen in Quarantäne befand, gab es bisher aber noch keine konkreten Gespräche über so eine Option.

    "Unser Vorstand wird sich sicher Gedanken machen, wie wir Eintracht Frankfurt so bestücken können, dass wir Mitarbeiter mit unserem Verzicht erhalten können. Da ist jeder Profi von uns", fügte der 50 Jahre alte Hütter an. Er glaube, "dass wir alle bereit sind".

    +++ 06.04.2020, 14:37 Uhr: Union Berlin startet mit Training in Kleingruppen +++

    Der 1. FC Union Berlin hat nach der Corona-Zwangspause das Training in Kleingruppen aufgenommen. Die Köpenicker zeigten bei Twitter ein kurzes Video der Einheit auf dem Gelände am Stadion An der Alten Försterei. Zu sehen waren nur vier Spieler, die mit viel Abstand voneinander Laufübungen auf dem Rasen absolvierten.

    Der Aufsteiger will sich langsam und gemäß den Vorschriften an den sportlichen Alltag herantasten. An richtiges Teamtraining unter Coach Urs Fischer ist noch nicht zu denken.

    Der Verein hatte angekündigt, dass zeitgleich nur sehr wenige Akteure anwesend sein werden und sich in zwei Kabinen umgezogen wird. Auch am Dienstag stehen Kontrollen an, wie sich die Profis im sportlichen Homeoffice geschlagen und ihre Trainingspläne abgearbeitet haben. Im Laufe der Woche soll in kleineren Gruppen und auch mit dem Ball trainiert werden.

    +++ 06.04.2020, 14:21 Uhr: FIFA vor Anpassung des Saison-Zeitraums +++

    Angesichts der anhaltenden Corona-Krise wird der Fußball-Weltverband FIFA den bestehenden Saison-Zeitraum anpassen. Das berichtet "The Athletic", eine Bestätigung der FIFA soll "in den nächsten 48 Stunden" folgen. Das Saisonende würde dadurch zunächst auf unbestimmte Zeit verlängert.

    Dadurch soll jedem Landes- und Kontinentalverband die Möglichkeit gegeben werden, die restlichen Spiele in den eigenen Wettbewerben besser planen zu können.

    Die Maßnahme hat zudem Auswirkungen auf den Transfermarkt und auf Vertragslaufzeiten. Der bisherige Stichtag, der 30. Juni, könnte somit wegfallen. 

    +++ 06.04.2020, 14:01 Uhr: Boldt sieht keine Wettbewerbsverzerrung +++

    Die unterschiedlichen Trainingsbedingungen für die ProfiKlubs in der Corona-Krise sind nach Ansicht von Sportvorstand Jonas Boldt vom Zweitligisten Hamburger SV noch kein Problem.

    "Momentan sehe ich noch keine entscheidende Wettbewerbsverzerrung", sagte er in der "NDR"-Sendung "Sportclub". Im April werde ja definitiv nicht gespielt. "Wir wissen ja nicht, wann überhaupt gespielt wird." Frühestens Ende Mai, meinte Boldt. "Aber das steht heute noch in den Sternen."

    Der HSV hat am Montag nach zwei Wochen Heimarbeit für die Spieler im Volksparkstadion erstmals wieder in Kleingruppen zu trainieren begonnen. Der Klub hatte wie Stadt- und Ligarivale FC St. Pauli eine Sondergenehmigung unter strengen Auflagen erhalten.

    +++ 06.04.2020, 13:35 Uhr: Mehrheit befürwortet Bundesliga mit Geisterspielen +++

    Die Mehrheit der Fußballinteressierten befürwortet in der Coronakrise eine Fortsetzung der Bundesliga und der 2. Liga mit "Geisterspielen". Bei einer Umfrage des Meinungsforschungs-Instituts Forsa im Auftrag von "RTL" und "ntv" waren 60 Prozent der Befragten für eine Weiterführung des derzeit unterbrochenen Spielbetriebs ab Mai ohne Zuschauer, nur 24 Prozent sprachen sich dagegen aus.

    Anders sieht es in der Gruppe der Nicht-Fußballinteressierten aus. Dort gaben über die Hälfte der Befragten (51 Prozent) an, dass es derzeit Wichtigeres als Fußball gebe. 28 Prozent der Befragten waren für eine Lösung mit Geisterspielen, 21 Prozent dagegen. Der Spielbetrieb in den beiden höchsten deutschen Spielklassen ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie noch mindestens bis zum 30. April unterbrochen.

    +++ 06.04.2020, 13:11 Uhr: Trio nach COVID-19-Erkrankung genesen +++

    Beim italienischen Fußball-Erstligisten AC Florenz, Klub von Ex-Bayern-München-Star Franck Ribéry, sind drei Spieler nach ihrer COVID-19-Erkrankung wieder genesen. Patrick Cutrone, German Pezzella und Dusan Vlahovic wurden nun negativ getestet und gelten als geheilt, berichtete die Fiorentina auf ihrer Webseite.

    Die AC Florenz hat zehn Coronavirus-Fälle gemeldet, neben den drei Spielern erkrankten auch einige Mitarbeiter des Vereins. Der Klub dankte den Krankenhäusern und den Medizinern, die sich in dieser schwierigen Zeit für die Erkrankten eingesetzt haben.

    Der Verein hat unterdessen eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um die Krankenhäuser der Stadt zu unterstützen, alleine Ribéry beteiligte sich mit 50.000 Euro.

    +++ 06.04.2020, 12:20 Uhr: Auch Havertz spendet für #wekickcorona +++

    Bayer Leverkusens Top-Star Kai Havertz hat sich als sechster Profi des Werksklubs dem Projekt #wekickcorona der Bayern-Stars Joshua Kimmich und Leon Goretzka angeschlossen. Mit dem Projekt werden soziale und karitative Einrichtungen unterstützt. Innerhalb kurzer Zeit sind insgesamt bereits 3,7 Millionen Euro als Spende zusammengekommen.

    Der 20-jährige Havertz hat sich seinen Teamkollegen Sven und Lars Bender, Jonathan Tah, Mitchell Weiser und Nadiem Amiri angeschlossen. Kimmich und Goretzka hatten mit einer Eigenbeteiligung von einer Million Euro die Internet-Plattform aus der Taufe gehoben.

    +++ 06.04.2020, 12:02 Uhr: Gladbach verzichtet auf Corona-Tests +++

    Borussia Mönchengladbach wird auf die vorsorgliche Durchführung von Corona-Tests bei den Profis zunächst verzichten.

    "Das macht nach Einschätzung unserer Mediziner keinen Sinn. Momentan gibt es keinerlei Anzeichen für eine Infektion. Natürlich beobachten wir aber sehr genau, ob bei jemandem Symptome auftreten, die einen Test nötig machen", sagte Sportdirektor Max Eberl am Montag.

    In den vergangenen Tagen waren die Spieler, Trainer und Betreuer der Lizenzspielerabteilung aufgrund der besonderen Lage nochmals umfangreich über das Corona-Virus und die notwendigen hygienischen Verhaltensmuster informiert, um eine Ansteckung zu vermeiden.

    +++ 06.04.2020, 11:56 Uhr: Aktionen mit Ball bei SCP-Training im Mittelpunkt +++

    Paderborns Trainer Steffen Baumgart will beim Kleingruppentraining die Arbeit mit dem Ball in den Vordergrund stellen.

    "Es ist sehr wichtig, dass die Spieler wieder den Ball an die Füße bekommen. Deshalb werden wir die Einheiten im Trainingszentrum so gestalten, dass Aktionen mit dem Ball im Mittelpunkt stehen", wird der 48-Jährige in einer Vereinsmitteilung zitiert.

    Wie viele andere Konkurrenten startete der Tabellenletzte wieder mit Übungseinheiten im Trainingszentrum, wegen der Coronavirus-Pandemie allerdings unter verschärften Bedingungen.

    Die Spieler trainieren in Kleingruppen, die sich jeweils eine Kabine und einen eigenen Duschbereich teilen. "Wir müssen dabei zwei zentrale Ziele vereinen, nämlich die Spieler in einem sehr guten Fitnesszustand zu halten und gleichzeitig mögliche Infektionen zu vermeiden", sagte Geschäftsführer Sport Martin Przondziono.

    +++ 06.04.2020, 11:50 Uhr: Kontroverse Debatte über die Serie A +++

    Italien erwägt wegen der Corona-Krise eine Verlängerung der aktuellen Saison bis in den Herbst. Der Präsident des Fußballverbandes FIGC, Gabriele Gravina, schloss in einem Interview des Senders "Rai Sport" auch einen Spielbetrieb bis September oder Oktober nicht aus. Das sei eine der "Hypothesen", die in der Diskussion seien, sagte er.

    "Auf diese Weise könnten wir vermeiden, nicht nur die Saison 2019/20, sondern auch die Saison 20/21 in Mitleidenschaft zu ziehen", erläuterte Gravina. Denn ohne einen geregelten Abschluss könnte auch die kommende Saison durch eine "Lawine von Rechtsstreitigkeiten" belastet werden.

    Das Datum 17. Mai für einen Wiederbeginn der Serie A bleibt danach zunächst ebenfalls weiter im Spiel. Gravina betonte, es handele sich durchweg um theoretische Erwägungen. Es sei nichts beschlossen.

    +++ 06.04.2020, 11:32 Uhr: Augsburgs Baier möchte Verein unterstützen +++

    Die Profis des FC Augsburg haben dem Verein in der Coronavirus-Krise erneut ihr finanzielles Entgegenkommen signalisiert.

    Angesprochen auf einen möglichen Gehaltsverzicht sagte Kapitän Daniel Baier dem "kicker" und der "Augsburger Allgemeinen": "Wir sind bekannt dafür, dass wir als Verein zusammenstehen und die Dinge intern besprechen. Sicher auch dieses Thema. Wir haben als Mannschaft klar signalisiert, dass wir den Verein unterstützen wollen - in welcher Form auch immer."

    +++ 06.04.2020, 11:15 Uhr: Brosinski will "so schnell wie möglich anfangen" +++

    Der Mainzer Daniel Brosinski ist trotz der derzeitigen Corona-Krise optimistisch für eine schnelle Fortführung der aktuellen Spielzeit.

    "Ich bin guten Mutes. Für mich gibt's nur eins: dass die Saison zu Ende geführt wird", sagte der 31 Jahre alte Verteidiger in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

    "Falls sich der Wiederbeginn noch über den Mai hinauszieht, wird's schwierig, noch alle Spiele unter einen Hut zu bringen", sagte Brosinski mit Blick auf Liga, Pokal und internationale Wettbewerbe.

    Darum hofft der Routinier, der sich in der derzeitigen Spielpause auch an der Konsole versucht, auf eine schnelle Fortsetzung des Spielbetriebs, wenn die bis 30. April festgelegte Pause beendet ist.

    "Also muss man so schnell wie möglich anfangen. Ich bin optimistisch, dass wir bald wieder anfangen, aber sicher nur ohne Zuschauer", fügte Brosinski an.

    +++ 06.04.2020, 10:58 Uhr: CR7 startet Bauchmuskel-Challenge +++

    Cristiano Ronaldo hat seine Fans in einer Bauchmuskel-Challenge herausgefordert. Der Offensivspieler von Juventus Turin postete auf Instagram ein Video von sich, wie er auf einer Isomatte liegend in 45 Sekunden insgesamt 142 Crunches (Bauchpressen) vollführt. "Kannst du da mithalten und meinen Rekord brechen?", schrieb der 35-Jährige an seine 210 Millionen Follower.

    Auch Bruno Fernandes, Ronaldos Teamkollege in der portugiesischen Nationalmannschaft, nahm die Herausforderung an, er kam aber "nur" auf 117 Crunches. Blaise Matuidi, der zusammen mit Ronaldo bei Juve spielt, lässt in seinem Video sogar zwei Bauchpressen mehr als der dreimalige Weltfußballer anzeigen - doch der Franzose schummelte deutlich. "Du machst mich kaputt", schrieb Matuidi danach in Richtung Ronaldo.

    Ronaldo rühmt sich seit jeher für seine extrem austrainierten Bauchmuskeln, die er bei jeder Möglichkeit auch gerne zur Schau stellt. Gerüchte, er würde jeden Tag 3000 Sit-ups machen, hatte der frühere Profi von Real Madrid einmal widersprochen: "Das ist nicht wahr. Ich trainiere gewöhnlich drei- oder viermal die Woche. Ich weiß nicht einmal, ob ich überhaupt 1000 in der Woche schaffe."

    +++ 06.04.2020, 10:34 Uhr: Werder fürchtet Wettbewerbsnachteil +++

    Werder Bremen darf im Gegensatz zu anderen Klubs der Fußball-Bundesliga am 6. April noch nicht wieder mit dem Training in Kleingruppen beginnen und fürchtet deshalb Nachteile gegenüber der Konkurrenz.

    "Wir werden weiterhin die Vorgaben der Behörden in allen Bereichen vollumfänglich umsetzen, befinden uns aber weiterhin in dem Spannungsfeld, dass Mitkonkurrenten an anderen Standorten bereits seit längerem im Gruppentraining arbeiten", sagte Trainer Florian Kohfeldt einer Mitteilung des Vereins. "Wir hoffen hierbei keinen Wettbewerbsnachteil zu erleiden, sondern würden eine bundesweit einheitliche Lösung begrüßen."

    Werder hat beim Bremer Senat einen Antrag gestellt, ab dem 6. April wieder in Kleingruppen trainieren zu dürfen. Über diesen Antrag wurde noch nicht entschieden, weil der Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) in dieser Frage auf eine bundesweit einheitliche Regelung setzt.

    +++ 06.04.2020, 10:02 Uhr: Ede Geyer für Saisonabbruch +++

    Der frühere Bundesligatrainer Eduard Geyer (75) hat sich für einen Saison-Abbruch in der Fußball-Bundesliga ausgesprochen. "Grundsätzlich bin ich dafür, die Saison zu beenden - ohne Wenn und Aber. Es sollte keinen Meister und keine Absteiger geben, und man sollte die Saison im nächsten Jahr quasi wiederholen", schrieb der letzte DDR-Auswahltrainer in seiner "kicker"-Kolumne.

    Geyer, der einst erfolgreich Energie Cottbus und Dynamo Dresden trainiert hatte, hält es "für fragwürdig", dass die Bundesligaklubs inzwischen wieder in kleinen Gruppen trainieren, "obwohl die Coronakrise Deutschland noch im Griff hat".

    Er verstehe zwar die wirtschaftlichen Interessen der Vereine, so Geyer: "Aber wollen wir lieber 100.000 Menschen in Deutschland, England, Spanien, Italien und Frankreich mehr sterben lassen, um mit dem Fußball noch mehr Profit zu machen?"

    +++ 06.04.2020, 08:45 Uhr: Trauer bei Stade Reims +++

    Der langjährige Mannschaftsarzt des französischen Erstligisten Stade Reims hat sich vermutlich wegen eines positiven Coronatests das Leben genommen.

    Der Klub bestätigte den Tod von Bernard Gonzalez, der mehr als 20 Jahre für den sechsmaligen Meister gearbeitet hatte, auf seiner Homepage. "Am Boden zerstört. Reims trauert um Bernard Gonzalez", hieß es dort unter anderem.

    Arnaud Robinet, der Bürgermeister der Stadt, bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur "AFP", dass der 60-jährige Gonzalez einen Brief hinterlassen habe, in dem der positive Coronatest erwähnt wurde. Gonzalez soll trotz der Diagnose nach Angaben einer Quelle aus dem medizinischen Bereich "bei guter Gesundheit" gewesen sein.

    +++ 06.04.2020, 07:13 Uhr: Mintzlaff warnt vor Saisonabbruch +++

    RB Leipzigs Vorstandschef Oliver Mintzlaff warnt eindringlich vor einem Abbruch der derzeit ausgesetzten Saison in der Fußball-Bundesliga.

    "Das wäre "ein Desaster", sagte der 44-Jährige im Interview der "Bild"-Zeitung mit Blick auf mögliche Insolvenzen bei den Vereinen. "Die Bundesliga würde nicht mehr so sein, wie wir sie kennen. Das wäre ein katastrophales Bild und deshalb müssen wir alles dafür tun, um die Saison einigermaßen vernünftig zu beenden."

    Der Spielbetrieb im deutschen Profi-Fußball ist wegen der Coronavirus-Pandemie mindestens bis zum 30. April ausgesetzt, die Vereine wollen die Saison mit Geisterspielen bestenfalls bis zum 30. Juni beenden. "Keiner möchte Spiele ohne Zuschauer. Aber ich glaube, in der jetzigen Situation ist das kein Wünsch-Dir-Was, sondern es geht darum, dass es nicht dazu führt, dass viele Klubs in die Insolvenz müssen", sagte Mintzlaff.

    Für seinen eigenen Klub prophezeite der RB-Chef: "Wir machen jetzt nicht täglich Kassensturz. Im Vergleich zu unserem Businessplan für das Jahr 2020 werden wir aber sicherlich mit einem zweistelligen Millionenbetrag schlechter abschneiden. Wir gehen allerdings bei diesen Planungen momentan davon aus, dass wir bis zum Ende des Jahres auch ohne Zuschauer spielen werden."

    +++ 05.04.2020, 22:36 Uhr: Alaba schießt gegen Wissenschaftler +++

    David Alaba hat mit heftiger Kritik auf den Vorschlag zweier französischer Wissenschaftler reagiert, einen möglichen neuen Impfstoff gegen COVID-19 in Afrika zu testen. "Sind diese beiden Typen Ärzte oder Clowns? Diese Art von Rassismus hätte ich mir nie vorstellen können", schrieb der Abwehrspieler von Bayern München bei Twitter.

    Alaba, dessen Vater George aus Nigeria stammt, reihte sich in eine lange Liste prominenter Fußballer ein, die sich öffentlich äußerten, darunter Didier Drogba und Samuel Eto'o. Afrika sei "kein Versuchslabor", schrieb Drogba.

    Die Wissenschaftler hatten zuvor im französischen Fernsehen darüber gesprochen, einen möglichen Impfstoff in Afrika zu testen. Dort gebe es "keine Masken, keine Behandlungsmöglichkeiten und keine Wiederbelebungsmaßnahmen", sagte Jean-Paul Mira, Chefarzt am Pariser Cochin Krankenhaus. So sei es auch auch bei Studien zu AIDS gemacht worden. Mira hatte vorab gesagt, er werde nun bewusst provozieren.

    Camille Locht, Forschungsdirektor des staatlichen Inserm-Institut, antwortete: "Sie haben recht, wir überlegen, eine parallele Studie in Afrika durchzuführen." Gleichzeitig denke man aber auch über mögliche Studien in Europa oder Australien nach, so Locht weiter.

    Alaba reagierte entrüstet. "Das ist schändlich und inakzeptabel. Wir müssen alle zusammenstehen und Hand in Hand arbeiten, um dieses Virus zu bekämpfen", schrieb er.

    +++ 05.04.2020, 21:06 Uhr: Serie A könnte Saison im Oktober beenden +++

    Italiens Verbandspräsident Gabriele Gravina hält ein Saisonende der Serie A erst im Oktober für möglich.

    "Im September und Oktober zu spielen, wäre ein Weg, um die Saison zu beenden und gleichzeitig die nächste Spielzeit nicht zu gefährden", sagte Gravina im Interview mit "RAI".

    Der FIGC-Präsident fürchtet für den Fall eines Saisonabbruchs vor allem einen endlosen Rechtsstreit. "Die Gefahr ist, dass die Meisterschaft nur noch in den Gerichtssälen ausgetragen wird", sagte Gravina. Der Fußball könne eine Welle von Einsprüchen vor Gericht nicht verkraften.

    +++ 05.04.2020, 17:52 Uhr: BVB trainiert in Kleingruppen +++

    Borussia Dortmund wird sein Training in Kleingruppen in der kommenden Woche fortsetzen. Wie der Verein am Sonntag mitteilte, werde man die behördlichen Vorgaben für Berufssportler weiterhin befolgen und in begrenztem Umfang nach den aktuellen Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben kontaktarm trainieren.

    Der BVB war Anfang vergangener Woche als einer der ersten Bundesligisten in Zweiergruppen auf den Trainingsplatz zurückgekehrt.

    Die unterschiedlichen Übungsgruppen sollen weiter über das komplette Trainingsgelände verteilt werden, um die Abstandsregelungen einzuhalten. Übungen mit Zweikämpfen stünden auch in der kommenden Woche nicht auf dem Programm.

    Die Spieler sollen sich dabei weiter zuhause umziehen und daheim duschen. Zudem werde die Mannschaft nicht zusammen am Trainingsgelände essen, die Profis können sich ihre Verpflegung nur nach Hause mitnehmen.

    +++ 05.04.2020, 17:26 Uhr: Durm gibt Trainingseinblick +++

    Eintracht Frankfurts Ex-Weltmeister Erik Durm hat das Training in Kleinstgruppen als sehr anspruchsvoll beschrieben.

    "Die Handhabe ist für uns alle Neuland und sehr komplex für ein Team, das es gewohnt ist, für gewöhnlich zusammen zu trainieren", sagte der 27 Jahre alte Abwehrspieler in einer Mitteilung des Fußball-Bundesligisten.

    Die Eintracht war am Freitag nach zweiwöchiger Quarantäne in der Corona-Krise in den Übungsbetrieb zurückgekehrt - in Zweiergruppen. Durm trainiert mit Sebastian Rode.

    "Generell machen wir uns normal warm, natürlich immer mit Sicherheitsabstand zur anderen Person. Danach arbeiten wir meistens mit dem Ball: Passen, Flanken, Torschüsse. Auch Parcours gehören dazu, um wieder die kleinen, schnellen Bewegungen reinzubekommen", sagte der siebenfache Nationalspieler und Ex-Dortmunder. Mehr dazu hier

    +++ 05.04.2020, 17:02 Uhr: Manchester City verzichtet auf Kurzarbeit +++

    Der englische Fußball-Meister Manchester City wird anders als sein Rivale FC Liverpool seine Mitarbeiter nicht auf Kosten der Steuerzahler in Kurzarbeit bzw. Zwangsurlaub schicken.

    "Unser Ziel bleibt es, die Jobs unserer Angestellten zu retten, während wir gleichzeitig die Gesellschaft in diesen schweren Zeiten unterstützen", teilte City mit. Diese Entscheidung sei bereits in der vergangenen Woche gefallen.

    +++ 05.04.2020, 15:40 Uhr: Insolvenz-Szenario rückt für KSC näher +++

    Beim finanziell schwer angeschlagenen Karlsruher SC rückt das Szenario einer Insolvenz in der Corona-Krise näher.

    "Wir haben ja schon einen Rucksack gehabt aus der Vergangenheit, das ist vollkommen klar, insbesondere aus den beiden Drittliga-Jahren", sagte Geschäftsführer Michael Becker der "Deutschen Presse-Agentur".

    "Das wollten wir mit dem Aktienverkauf jetzt lösen, zumindest einen Teil davon. Aber dieser Aktienverkauf stottert jetzt natürlich wegen der Corona-Thematik." Zuvor hatte der Fußball-Zweitligist auf seiner Homepage bereits "Informationen zu einer möglichen Insolvenz in Eigenverwaltung" veröffentlicht.

    +++ 05.04.2020, 14:28 Uhr: Zweitligisten vor Trainingsrückkehr +++

    Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg nimmt am Montag nach vier Wochen Pause "unter Einhaltung aller Hygiene-Vorschriften" das Training wieder auf. In enger Abstimmung und mit Genehmigung der Nürnberger Behörden sei es dem Klub gestattet, ein organisiertes Individualtraining in Kleinstgruppen auf dem Platz abzuhalten, teilten die Franken mit.

    Die Mannschaft des 1. FCN war nach dem positiven COVID-19-Test von Profi Fabian Nürnberger am 13. März samt Betreuerstab für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt worden. Das Training jetzt wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit und strenger Einhaltung der Maßnahmen des Robert-Koch-Instituts (RKI) stattfinden.

    "Mit der Rückkehr auf das Trainingsgelände in Kleinstgruppen bewegen wir uns in dem durch das Gesundheitsamt vorgegebenen Rahmen", sagte Sportvorstand Robert Palikuca: "Sollte es die Gesamtsituation in Deutschland zulassen, dass diese Saison ihre Fortsetzung findet, ist jede noch so minimale Verbesserung der Arbeitsbedingungen ein nicht ganz unwichtiger Faktor und dazu gehört angeleitetes Individualtraining mit dem Ball unter Aufsicht eines Trainers."

    Hannover 96 will am Montag ebenfalls wieder mit dem Training in Kleingruppen beginnen. Die Niedersachsen waren Mitte März der erste deutsche Profiklub, der mit Timo Hübers und Jannes Horn zwei positiv auf das Coronavirus getestete Spieler vermeldete. Der kompletten Mannschaft wurde daraufhin eine zweiwöchige häusliche Quarantäne verordnet.

    Am Montag "werden die 96-Profis über den Tag verteilt in mehreren Kleingruppen und zu unterschiedlichen Uhrzeiten in der HDI Arena trainieren", heißt es in der Mitteilung des Klubs. "Alle notwendigen Maßnahmen zur Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln werden von Hannover 96 vor, während und nach dem Trainingsbetrieb sichergestellt." Der Trainingsbetrieb im Stadion findet deshalb auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

    +++ 05.04.2020, 14:02 Uhr: Ex-BVB-Star kauf Klub +++

    Der langjährige BVB-Star  Jakub Blaszczykowski ist seinem Heimatklub Wisla Krakau einmal mehr zur Hilfe geeilt. Der 34-Jährige hat Schritte eingeleitet, um gemeinsam mit zwei Partnern den polnischen Verein zu kaufen und so vor der Insolvenz zu retten. Das berichtet der polnische TV-Sender "TVP".

    Blaszczykowski, der im Februar 2019 zu seinem Jugendklub zurückkehrte und seitdem Kapitän von Wisla ist, half bereits mehrfach mit Geldspritzen aus. Zudem spielt der Routinier für lediglich 100 Euro im Monat.

    +++ 05.04.2020, 13:29 Uhr: ManCity-Star sorgt für Eklat +++

    Kyle Walker von Manchester City hat für einen Eklat gesorgt. Obwohl auch in England während der Corona-Krise möglichst auf jegliche Sozial-Kontakte verzichtet werden soll, hat der Verteidiger die Fußball-Auszeit genutzt, um mit einem Freund und zwei Prostituierten eine Sex-Party zu feiern. Das enthüllte die "Sun".

    Die Zeitung beruft sich unter anderem auf die Aussagen und Instagram-Posts der 21-jährigen Louise McNamara, die Teil der "Feierlichkeiten" war. 

    Walker hat inzwischen Stellung zu den Vorwürfen bezogen und sich entschuldigt: "Ich möchte mich öffentlich für die von mir getroffenen Entscheidungen entschuldigen. Ich verstehe, dass mein Verhalten sich nicht mit der Vorbild-Rolle vereinen lässt, die ich als Profi-Fußballer bekleide", wird Walker zitiert. 

    Manchester City zeigte sich enttäuscht und kündigte interne Schritte an. Besonders brisant: Walker selbst rief nach der "Party" dazu auf, zuhause zu bleiben.

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    🙏🏾 #StayHomeSaveLives

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    +++ 05.04.2020, 12:52 Uhr: Lienen findet Forderungen "populistisch" +++

    Der ehemalige Bundesliga-Trainer Ewald Lienen hat öffentliche Forderungen nach einem Gehaltsverzicht hochbezahlter Fußballprofis als "populistisch" zurückgewiesen.

    "Es ist leicht, auf die Erstliga-Profis zu zeigen und zu verlangen, sie mögen doch auf ein paar ihrer Millionen verzichten", sagte Lienen im "Sky"-Interview: "Aber wo ist der Unterschied zu großen Unternehmen aus anderen Branchen? Auch dort verdienen ein paar Wenige das Vielfache anderer Angestellter. Das ist in ganz vielen Bereichen unserer Wirtschaft so."

    Auf die Fußballer werde "nur zuerst gezeigt, weil man sie kennt und sie in der Öffentlichkeit stehen. Man kann das von niemandem einfordern", sagte Lienen: "Aber alle, die das freiwillig tun, verdienen höchsten Respekt dafür. Solidarität innerhalb eines Klubs mit den Mitarbeitern und damit den über 50.000 Angestellten der Klubs in Deutschland, da geht einem das Herz auf."

    Zuletzt hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gefordert, Fußballer, die "ganz große Gehälter bekommen", sollten "ein bisschen zurückhaltender sein mit dem Geld". Bei "so vielen Millionen, die da jedes Jahr verdient werden", sei Solidarität gefragt, auch vonseiten der Spieler.

    In der Bundesliga verzichten im Zuge der Coronakrise bereits viele Spieler auf Teile ihrer Gehälter - unter anderem auch bei Bayern München und Borussia Dortmund.

    +++ 05.04.2020, 12:29 Uhr: Gehaltszoff in der Premier League geht weiter +++

    Die Fußballprofis der englischen Premier League haben einen Gehaltsverzicht wegen der Coronavirus-Krise in Höhe von 30 Prozent abgelehnt.

    Die Spielergewerkschaft PFA begründete die Haltung damit, dass der englischen Regierung mit einem solchen Schritt rund 200 Millionen Pfund (227 Millionen Euro) über einen Zeitraum von zwölf Monaten an Steuergeldern verloren gingen. "Das würde auf Kosten unseres nationalen Gesundheitsdienstes NHS oder anderen staatlich-unterstützten Diensten gehen", teilte die PFA in einem Statement mit.

    Die Premier-League-Klubs waren überein gekommen, die Spieler um einen Gehaltsverzicht von 30 Prozent zu bitten. Sollte die Saison nicht beendet werden können, müsste die Liga womöglich 762 Millionen Pfund (866 Millionen Euro) an die TV-Rechteinhaber zurücküberweisen.

    "Die Spieler sind sich bewusst, dass die kombinierte Steuer auf ihre Gehälter einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung wesentlicher öffentlicher Dienstleistungen leistet - die derzeit besonders wichtig sind", hieß es in der Stellungnahme der PFA weiter. Es seien weitere Details für einen solchen Schritt nötig. Die PFA monierte zudem, dass die 20-Millionen-Pfund-Spende an die NHS zu wenig sei.

    Die PFA-Haltung rief entsprechend Kritik hervor. Oliver Dowden, Staatssekretär für Digitales, Kultur, Medien und Sport, schrieb auf Twitter, dass die Leute in Krisenzeiten "keine Kämpfe innerhalb unseres Nationalsports" sehen wollen. "Der Fußball muss seinen Teil dazu beitragen, dass der Sport versteht, welchem Druck seine schlechter bezahlten Mitarbeiter, Gemeinschaften und Fans ausgesetzt sind."

    +++ 05.04.2020, 11:54 Uhr: Ceferin nennt Deadline für das CL-Finale +++

    UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat im Sportstudio des "ZDF" klargestellt, dass die Champions und Europa League "spätestens bis August beendet" sein müssten. 

    "Im September oder Oktober können wir das nicht mehr machen. Wir sind in einer Ausnahmesituation. Daher sind wir bezüglich Terminen und Anstoßzeiten flexibel. Wenn sich die Krise eher abschwächt, können wir früher wieder beginnen", führt Ceferin fort.

    Bevor die Corona-Krise den Fußball zu einem Lockdown zwang, sollte das Finale der Königsklasse am 30. Mai steigen.

    +++ 05.04.2020, 10:42 Uhr: Nächster Serie-A-Klub verzichtet auf Geld +++

    In der italienischen Serie A verzichten angesichts der Coronakrise immer mehr Fußballer auf ihr Geld. Nach den Profis von Rekordmeister Juventus Turin und Inter Mailand wollen nun auch die Spieler der AS Rom Teile ihrer Gehälter abgeben.

    Edin Dzeko und Co. sollen auf 60 Prozent ihres März-Gehalts verzichten. Die Zahlung der Gehälter von April, Mai und Juni werde zudem auf die restlichen Vertragsjahre der Spieler verteilt. Damit könnte der Klub circa acht Millionen Euro sparen, berichtete die "Gazzetta dello Sport".

    Die Roma gibt jährlich circa 180 Millionen Euro für Spieler und andere Personalkosten aus. "Das ist für jeden ein sehr schwieriger Moment und wir sind bereit, unseren Teil beizutragen", sagte Trainer Paulo Fonseca.

    +++ 05.04.2020, 09:31 Uhr: Wird das Financial Fairplay gelockert? +++

    UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat den Weltverband FIFA für dessen Vorgehen bei der geplanten finanziellen Hilfe für Verbände, Vereine und Spieler in der Coronavirus-Krise kritisiert.

    "Die Erklärung der FIFA dazu war, sie wollen es für die nutzen, die es dringend brauchen. Wir sollten dem zustimmen, so dass die FIFA dann entscheiden kann, wer wie viel Geld bekommt. Das ist nach meiner Auffassung etwas seltsam", sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union im "Aktuellen Sportstudio" des "ZDF". Die FIFA hatte zuvor die Hilfsaktion angekündigt, ohne konkrete Summen zu nennen.

    "So kann keiner kontrollieren, wohin die Summen fließen", kritisierte Ceferin den Weltverband. "Es braucht strikte Regularien dafür, man kann nicht einfach der FIFA überlassen, wohin die Summen fließen."

    Ceferin bezeichnete das Vorhaben der Bundesliga, ab Mai wieder Spiele ohne Zuschauer austragen zu wollen, als richtig. "Jeder Weg ist der richtige, wenn die Gesundheit der Spieler im Vordergrund steht", sagte er. In der Coronavirus-Krise sei es "definitiv eine Überlegung", die Regeln des Financial Fairplay der UEFA auch längerfristig zu lockern. "Wir müssen flexibel sein, viele Vereine sind in schweren Situationen", sagte der 52 Jahre alte Slowene. "Wir setzen das jetzt erst einmal aus und schauen, wie die Saison zu Ende geht."

    +++ 05.04.2020, 07:35 Uhr: Virologe: Fußball im Mai ist "machbar" +++ 

    Virologe Alexander Kekule hält eine Fortsetzung der Fußball-Bundesliga im Mai für möglich. "Machbar ist alles", sagte der Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum Halle/Saale im Aktuellen Sportstudio des "ZDF": "Man kann sich überlegen, wie man die Bundesligaspieler speziell absichert, dass sie in der Lage sind zu spielen."

    Für die Spieler sei dies aber mit "drakonischen" Maßnahmen verbunden. "Man müsste für sie den Lockdown verlängern. Sie müssten privat unter besonderen Sicherheitsbedingungen weiterleben. Die ganze Mannschaft müsste in eine Art Spezialquarantäne. Außerdem müsste man sie vor jedem Spiel neu testen", sagte Kekule. Insgesamt bräuchte man bei diesem Vorhaben bis Saisonende ungefähr 20.000 Tests. 

    Man müsse berücksichtigen, dass die Spieler nicht zur Risikogruppe gehören, sagte der 61-Jährige: "Rein virologisch wäre das Problem deshalb lösbar. Aber nur, wenn man eine Art spezielle Blase für die Fußballspieler schafft." Die Frage wäre nur, wie man diese Spezialbehandlung der Fußballer der Gesellschaft erkläre, wenn es ganz vielen anderen Leuten draußen schlecht gehe.

    Nach Ansicht von Kekule können Fußballspiele im Jahr 2020 allerdings nur noch vor Geisterkulissen stattfinden. "Ich würde für dieses Jahr nichts mehr planen mit Publikum", sagte der Virologe: "Da wäre ich pessimistisch. Es sieht nicht so aus, als könnten wir dieses Jahr noch ernsthaft so etwas ins Auge fassen."

    +++ 05.04.2020, 07:15 Uhr: Aue-Boss: Dann "wird es eklig" +++

    Präsident Helge Leonhardt sieht bei einer länger andauernden Spielpause wegen des Coronavirus schwere Zeiten auf seinen Verein Erzgebirge Aue zukommen. "Wir haben einen Plan bis 30. Juni. Danach wird es eklig und grausam", sagte der Boss des Fußball-Zweitligisten im Aktuellen Sportstudio des "ZDF": "Ich kann kein Szenario ausschließen. Was dann passiert, müssen wir sehen. Es kann bis zur Planinsolvenz gehen."

    Nach einem Bericht des Fachmagazins "kicker" droht insgesamt 13 Klubs der ersten beiden deutschen Ligen noch in dieser Saison die Insolvenz, wenn der Ball nicht bald wieder rollt. In der zweiten Liga müssten laut dem Bericht bis Ende Juni sogar neun Klubs Insolvenz anmelden.

    +++ 05.04.2020, 06:59 Uhr: Höwedes in Quarantäne +++

    Rio-Weltmeister Benedikt Höwedes verbringt die Quarantäne während der Coronakrise in Deutschland. Der 32-Jährige, der aktuell beim russischen Erstligisten Lokomotive Moskau unter Vertrag steht, hat sich für die Rückkehr zu seiner Familie entschieden. Am Dienstag habe ihm der Verein die Erlaubnis zur Heimreise erteilt, sagte er dem Nachrichtenportal "t-online.de".

    Höwedes befindet sich seit der vergangenen Woche in Quarantäne. Die Aussetzung der Premier Liga bis zum 31. Mai begrüßt der frühere Nationalspieler. "Klar ist es besser, jetzt zu stoppen und der Gesundheit Vorrang zu geben", sagte Höwedes.

    +++ 04.04.2020, 21:50 Uhr: FC Bayern geht wieder ins Training +++

    Der deutsche Rekordmeister wird laut "kicker" das Homeoffice für die Profis zum Wochenbeginn beenden. Demnach bittet der FC Bayern ab Montag seine Spieler wieder zum Training an die Säbener Straße - allerdings nur in Kleingruppen.

    Die Verantwortlichen haben dem Bericht zufolge am Samstag "zweimal intensiv" über die Möglichkeiten diskutiert und sich letztlich für diesen Schritt entschieden. Die Entscheidung sei im Einklang mit den politischen Richtlinien gefallen worden.

    Die Spieler werden in mehrere Kleingrippen mit je vier oder fünf Spielern aufgeteilt. Jede dieser Gruppen wird zeitlich getrennt voneinander in der Tiefgarage des Trainingsgeländes abgeholt und in unterschiedliche Kabinen gebracht. Somit soll verhindert werden, dass die Profis untereinander in Kontakt treten. Geduscht wird nicht auf dem Gelände, sondern zuhause.

    In NRW durften die Profi-Vereine aufgrund einer Regelung der Landesregierung bereits Anfang der Woche unter starken Auflagen das Training wieder aufnehmen. 

    +++ 04.04.2020, 20:15 Uhr: Khedira feiert mit sich selbst +++

    Sami Khedira hat in der Corona-Krise Geburtstag mit sich selbst gefeiert. Der Fußball-Profi von Juventus Turin veröffentlichte an seinem 33. Geburtstag am Samstag Bilder in den sozialen Netzwerken. 

    Darauf zu sehen: Mehrere Sami Khediras, die gemeinsam am Tisch sitzen und Geburtstag feiern. Der 77-malige Nationalspieler zeigt sich mal im Juventus-Trikot, mal mit Strohhut auf dem Kopf und mal mit Espresso-Tasse in der Hand. Auch den Kuchen serviert Khedira sich auf dem Foto selbst.

    "Großartige Geburtstagsparty heute", schrieb Khedira zu den Bildern mit einem Emoji, der die Zunge herausstreckt. Sein früherer Nationalmannschaftskollege Thomas Müller kommentierte: "Alles Gute und viel Spaß mit deinen Gästen", Khediras Bruder Rani schrieb neben einem Emoji, der die Augen verdreht: "Danke für die Einladung".

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