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Handeln "im Sinne des FC Bayern"

Flick will Kader des FC Bayern "optimieren"

07.04.2020 21:03
Hansi Flick hat über die Lage beim FC Bayern gesprochen
© LakoPress via www.imago-images.de
Hansi Flick hat über die Lage beim FC Bayern gesprochen

Am vergangenen Freitag verlängerte der FC Bayern München den Vertrag von Trainer Hansi Flick bis Ende Juni 2023, am Dienstag zog Urgestein Thomas Müller nach und dehnte sein Arbeitspapier ebenfalls bis zum Sommer 2023 aus. Auf einer Video-Pressekonferenz äußerte sich Flick anschließend zu den Entscheidungen.

"Jeder ist für sich verantwortlich", erklärte Flick, gab aber auch zu, dass er sich mit den Spielern über die Vertragssituation ausgetauscht habe. Gerade in dieser Zeit sei eine "gewisse Sicherheit" jedoch besonders wichtig, so der 55-Jährige, der den Arbeitgeber FC Bayern ausdrücklich lobte, weiter.

Flick betonte zudem, dass er froh sei, dass Müller sich für einen Verbleib über den Sommer 2021 hinaus entschieden habe und schob nach: "Ich hoffe natürlich, dass der ein oder andere jetzt nachzieht."

Mit Manuel Neuer, David Alaba, Thiago und Jérôme Boateng verfügen weitere Leistungsträger über Verträge, die 2021 enden. "Alle die, die gerade in Vertragsverhandlungen stehen, haben enorme Entwicklungen gehabt in dem letzten halben Jahr und waren unsere Leistungsträger. Der Verein weiß das natürlich auch, was er an diesen Spielern hat. Ich hoffe, dass das in die richtige Richtung geht."

Konkret auf Boateng angesprochen, erklärte Flick, dass dieser in einem Alter sei, in dem "er selber gucken muss, was seine Zukunft betrifft". "Wenn sich Boateng allerdings dafür entscheide, "seinen Vertrag bei Bayern zu beenden", bekomme der 31-Jährige die volle Unterstützung. Wohlgemerkt: Von einer Verlängerung sprach Flick nicht ausdrücklich. 

Krisensituation für den FC Bayern "keine einfache"

Der langjährige Assistent von Bundestrainer Joachim Löw, der das Zepter in München im November übernahm und damit erstmals eine Chance als Chefcoach im Profibereich bekam, bestätigte zudem, dass er in die Transferplanungen des deutschen Rekordmeisters eingebunden sei. Diese seien jedoch "intern". Die Situation sei in der Krise allerdings "keine einfache". Natürlich wolle man auch in den kommenden Jahren "die Mannschaft entwickeln" und den Kader "im Sinne des FC Bayern" weiter "optimieren". Nur so könne man erfolgreiche Jahre haben.

Zuletzt wurde gemutmaßt, der Coach plädiere für einen Kauf von Timo Werner von RB Leipzig, sehe hingegen eine Verpflichtung von Leroy Sané von Manchester City weniger positiv.


Mehr dazu: Wie beeinflusst Flicks Verlängerung die Planungen des FC Bayern?


Konfrontiert mit der Zeit nach der fußballerischen Corona-Zwangspause, verwies Flick auf die Rolle der Politik. "Wir müssen uns komplett auf unsere Regierung verlassen und uns an die Maßnahmen halten." Er sei zudem überrascht, wie viele Menschen in München an der Isar teilweise noch "im größeren Kreis" zusammensitzen. 

Außerdem hofft Flick auf eine Fortsetzung der Saison. "Wir sehnen es herbei. Wir sind auf jeden Fall bereit, wenn es losgehen sollte. Es liegt aber nicht in unseren Händen", sagte der Coach des Bundesliga-Tabellenführers. 

Der FC Bayern werde sich an "die Dinge halten die vorgegeben werden", so Flick, der in naher Zukunft mit Geisterspielen rechnet: "Daran müssen wir uns gewöhnen." Bei einem Restart der Liga sei vor allem "mentale Stärke gefragt", da niemand die Situation kenne oder wisse, wo er steht. Sein Team werde jedoch bereit sein, egal zu welchem Zeitpunkt es weitergeht, stellte Flick klar.

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