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Leichtathletik-Coach Düe sieht Probleme für Para-Athleten

06.04.2020 08:05
Düe ist bereits seit 1972 Trainer in Leverkusen
© BEAUTIFULSPORTS/AXEL KOHRING/BEAUTIFULSPORTS/AXEL KOHRING/SID/
Düe ist bereits seit 1972 Trainer in Leverkusen

Para-Leichtathletik-Trainer Karl-Heinz Düe vom TSV Bayer 04 Leverkusen sieht seine Athleten in der Coronakrise mit noch größeren Problemen konfrontiert als die nicht-behinderten Sportler.

"Meine Athleten können aufgrund ihrer Behinderung nicht überall laufen", sagte der Coach der Sprintgruppe um Weltmeister Johannes Floors auf der Homepage des Vereins: "Die Nicht-Behinderten können genug reduziert trainieren - im Wald, im Park, auf Rasen - das geht bei den Behinderten nicht, schon gar nicht auf Rasen, weil der uneben ist."

Es sei aktuell sehr schwierig, Trainingspläne zu erstellen, da bei den verschiedenen alternativen Übungen immer wieder Probleme mit den Prothesen entstünden. Kraft- und Sprungtraining lasse sich derzeit gar nicht ersetzen, erklärte der NRW-Trainer des Jahres 2019.

Der 70-Jährige sieht sich mit einer der "schwierigsten Situationen" seiner langen Trainerlaufbahn konfrontiert: "Es ist für alle Trainer schwierig, weil niemand weiß, was da noch kommt und wann es wieder losgeht. Wie lange kann ich die Athleten noch bei der Stange halten? Das ist nicht so einfach, die zu motivieren", sagte Düe. 

Aufgrund der Coronakrise und der folgenden Verlegung der Paralympics in Tokio hängt der Routiner noch ein Jahr an seine fast 50 Jahre andauernde Karriere als Coach dran.

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