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Sparmaßnahmen in der Corona-Krise

Neuer Formel-1-Plan: Motoren einfrieren, Budget begrenzen

03.04.2020 11:25
Die Formel 1 muss den Gürtel enger schnallen
© nph / Bratic via www.imago-images.de
Die Formel 1 muss den Gürtel enger schnallen

Sparen, sparen, sparen. Das ist das Motto der Formel 1 in der Coronavirus-Krise. Denn wo Einnahmen aufgrund ausgefallener Rennen ausbleiben, geraten vor allem die kleineren Teams im Feld in Bedrängnis. Deshalb arbeitet die Formel 1 bereits an weiteren Maßnahmen zur Kostensenkung.

Automobil-Weltverband FIA, Formel 1 und Teamvertreter spielen konkret mit dem Gedanken, die aktuellen Antriebe "einzufrieren", um so die Entwicklungsausgaben zu reduzieren. Als Nebenwirkung davon könnten auch die Motorenkosten für Kundenteams sinken.

Im Raum steht sogar, die Antriebe nicht nur für ein Jahr nicht weiterzuentwickeln, sondern womöglich für mehrere Saisons auf dem aktuellen Stand zu halten.

Das passt zu dem Gedanken, das für 2021 angekündigte und inzwischen auf 2022 verschobene neue Formel-1-Reglement weiter aufzuschieben. Die Verantwortlichen diskutieren bereits über 2023 als möglichen neuen Startpunkt für die Neuausrichtung der Formel 1.

Budgetdeckelung könnte modifiziert werden

Kurzfristig soll indes die für 2021 geplante Budgetbegrenzung noch einmal verschärft werden. Bislang sind umgerechnet rund 160 Millionen Euro pro Team und Jahr vorgesehen, allerdings unter anderem exklusive der Gehälter von Fahrern und Führungskräften. Auch Marketing- und Reisekosten fallen nicht in die Beschränkung.

Denkbar wäre nun eine Absenkung des Maximalbudgets auf umgerechnet etwa 140 Millionen Euro gleich im ersten Jahr, um erneut den kleineren Teams entgegen zu kommen. Laut Informationen von "F1-Insider.com" aber plädieren gerade die kleinen Rennställe für noch mehr Einsparungen und eine Kostendeckelung bei umgerechnet gut 90 Millionen Euro.

Die Topteams wiederum könnten sich dadurch in einer Situation wiederfinden, in der sie aufgrund der verschärften Beschränkungen Teile ihrer Belegschaft entlassen müssen, und das zu einer wirtschaftlich ohnehin angespannten Zeit.

Wie ernst die Situation ist, zeigt das Beispiel McLaren: Der Traditionsrennstall aus Großbritannien hat für zwei Monate Kurzarbeit angemeldet und die beiden Formel-1-Fahrer Lando Norris und Carlos Sainz verzichten teilweise auf ihr Gehalt.

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