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Ex-Trainer hadert mit Abschied aus Dortmund

Doll über BVB-Zeit: Klopp-Gerüchte waren "nicht angenehm"

03.04.2020 11:05
Thomas Doll trainierte 14 Monate den BVB
© imago sportfotodienst
Thomas Doll trainierte 14 Monate den BVB

Im März 2007 übernahm Thomas Doll das Traineramt bei Borussia Dortmund, vierzehn Monate später endete das Intermezzo, das kaum ein BVB-Fan in guter Erinnerung haben dürfte. Nun hat der Coach über seine Zeit am Borsigplatz gesprochen.

Als er den BVB übernommen habe, habe intern "Untergangsstimmung" geherrscht, so Doll im Gespräch mit "Spox". "Es war zwei Minuten vor zwölf [...]. Wir hatten neun Spiele Zeit, den Bock umzustoßen und ich bin froh, dass wir das geschafft haben." Als der Ex-Nationalspieler die Borussen übernahm, trennte Dortmund nur ein Punkt von den Abstiegsrängen, unter Doll gelang in den restlichen Partien der Sprung auf Rang neun.

Dass es 2007/08 nicht so weiterging, wundert Doll inzwischen wenig. "In meiner zweiten Saison hatten wir dann einige Verletzungssorgen. Außerdem war der eine oder andere Spieler sicherlich schon über seinem Zenit. Den BVB damals kann man nicht ansatzweise mit dem BVB von heute vergleichen", erläutert Doll, der zuletzt APOEL Nikosia in Zypern trainierte.

Negativ bleibt dem Übungsleiter allerdings sein Ende bei den Schwarz-Gelben in Erinnerung. Zumal bereits einen Monat vor seinem Aus und ausgerechnet vor dem Pokalfinale gegen den FC Bayern (1:2 n.V.) Gerüchte kursierten, Jürgen Klopp werde ihn nach der Spielzeit beerben.

"Es ist nicht angenehm, kurz vor einem so wichtigen Spiel so etwas zu hören, aber vom Verein hat sich dazu niemand bei mir gemeldet", moniert Doll. "Aki Watzke und ich haben uns erst nach der Saison zusammengesetzt und entschieden, dass ein Neuanfang für den BVB das Beste wäre."

Diese BVB-Stars hinterließen Eindruck

Auf Spielerseiten sind Doll allerdings einige Personalien sehr positiv aufgefallen. Dédé sei "ein ganz feiner Fußballer", Alex Frei und Malden Petric "richtig gute Jungs" und auch Mats Hummels hat Eindruck hinterlassen. Der Innenverteidiger, der damals noch als Talent galt, sei trotz großer Konkurrent geduldig geblieben und habe "sich zu einem der besten Innenverteidiger der Welt entwickelt. Davor ziehe ich den Hut", bilanziert Doll.

Vor seiner Zeit beim BVB trainierte Doll den Hamburger SV, anschließend zog es ihn zu Genclerbirligi in die Türkei, dem saudischen Klub Al Hilal, Ferencváros aus Ungarn, Hannover 96 und zuletzt APOEL.

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