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Coe: Olympia-Verlegung bewahrt Sportler vor Rechtsbrüchen

29.03.2020 16:47
Sebastian Coe ist seit 2015 IAAF-Präsident
© AFP/SID/GIUSEPPE CACACE
Sebastian Coe ist seit 2015 IAAF-Präsident

Die Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio wegen der Corona-Pandemie hat laut Sebastian Coe die Sportler auch vor einem moralischen und juristischen Dilemma bewahrt.

Wie der Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics beim englischen Radiosender "TalkSport" darlegte, hätte ein Festhalten am ursprünglichen Olympia-Termin die Athleten in Versuchung geführt, trotz anderslautender Regeln zu trainieren.

"Wir wollten keine Sportler in eine Position bringen, dass sie sich behördlichen und staatlichen Anweisungen entgegenstellen, vielleicht sogar das Gesetz brechen", sagte der 63 Jahre alte Brite: "Die Sportler mussten im Hinterkopf haben, dass es nicht nur um ihr Trainingsprogramm ging, sondern sie auch Gefahr liefen, sich selbst, ihre Familien, Kinder, Großeltern oder Eltern zu infizieren. Dieses Gefühlschaos wollten wir ihnen so schnell wie möglich nehmen."

Coe wolle nicht, dass dem Sport in der Krise eine bevorzugte Behandlung zukomme. "Wir sind nicht anders als jeder andere. In dieser Situation muss der Sport zurückstehen", sagte der zweimalige 1500-m-Olympiasieger.

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