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Corona-Krise im Fußball: Alle Entwicklungen im Blog

Abbruch? Geisterspiele? So denken die Fans

01.04.2020 07:33
Wegen der Corona-Pandemie steht der Fußball in Europas Top-Ligen still
© Christopher Neundorf / Kirchner Media via www.imag
Wegen der Corona-Pandemie steht der Fußball in Europas Top-Ligen still

Das Coronavirus hält den gesamten Globus im Würgegriff. Auch der Profi-Fußball bekommt die weitreichenden Schutzmaßnahmen zu spüren - etliche Events wurden wegen Covid-19 abgesagt oder verschoben. sport.de verfolgt die neusten Entwicklungen rund um die Corona-Krise im Live-Blog.

  • Ausnahmeregelung! NRW-Profis dürfen trainieren
  • Barca spart Mega-Summe durch Gehaltskürzungen ein
  • Teilweiser Gehaltsverzicht auch bei Hertha BSC
  • Offener Brief des DFB-Präsidenten
  • Seifert: "Situation hat niemand kommen sehen"

+++ 01.04.2020, 07:29 Uhr: Umfrage enthüllt Meinung der Fußball-Fans +++

Ein Drittel der Fußball-Fans ist einer Umfrage zufolge für einen sofortigen Saison-Abbruch in der Bundesliga. Das hat Nielsen Sports mit einer repräsentativen Umfrage herausgefunden.

Allerdings möchten 65 Prozent der befragten Fußballinteressierten, dass die laufende Saison auch zu Ende gespielt wird. 45 Prozent würden sich mit den sogenannten "Geisterspielen" anfreunden.

Die Meinungsumfrage wurde vor der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga in Frankfurt durchgeführt. Die 36 Profivereine der 1. und 2. Bundesliga hatten am Dienstag beschlossen den Spielbetrieb bis mindestens zum 30. April auszusetzen.

Die Klubs halten an ihrem Ziel fest, die unterbrochene Spielzeit trotz der Coronavirus-Pandemie bis zum 30. Juni zu Ende zu bringen. Die DFL hält sich verschiedene Modelle für einen Abschluss der derzeit ausgesetzten Saison 2019/20 offen.

+++ 01.04.2020, 6:14 Uhr: Ex-Marseille-Chef an Corona verstorben +++

Der ehemalige Präsident des französischen Fußball-Erstligisten Olympique Marseille, Pape Diouf, ist im Alter von 68 Jahren an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben. Dies bestätigte seine Familie der Nachrichtenagentur "AFP".

Der zuletzt im Senegal lebende Diouf war nach Ausbruch der Infektion zunächst in ein Krankenhaus in Dakar eingeliefert worden, am Dienstag sollte er zur Behandlung per Flugzeug nach Frankreich überführt werden. Sein Zustand verschlechterte sich allerdings derart schnell, dass er noch vor dem Abflug auf senegalesischem Boden verstarb. 

Der ehemalige Journalist und Spielerberater war von 2005 bis 2009 Präsident von OM.

+++ 31.03.2020, 22:33 Uhr: Noch kein Neustart in China möglich +++

Rückschlag für den chinesischen Sport in der Coronakrise: Die Regierung des asiatischen Landes hat am Dienstag die anstrebten Schritte in Richtung Normalität bis auf Weiteres unterbunden.

"Für eine bessere epidemische Prävention und Kontrolle sollten keine größeren Sportereignisse wie Marathons, bei denen sich Menschenmengen versammeln, wieder aufgenommen werden", hieß es in einer Mitteilung der Allgemeinen Sportverwaltung. Auch die Basketballliga CBA und die Fußballliga Chinese Super League müssen offenbar noch warten.

Die CBA hatte laut Berichten eine Wiederaufnahme ihres Saisonbetriebs in den nächsten Wochen ohne Zuschauer erwogen und auch die ausländischen Spieler aufgefordert, ins Land zurückzukehren. Unter anderem der frühere NBA-Star Jeremy Lin war dem gefolgt. Die Fußballer warten noch immer auf ihren Saisonstart, der eigentlich im Februar hätte erfolgen sollen.

+++ 31.03.2020, 21:45 Uhr: Profis in NRW dürfen wieder trainieren +++

In der Bundesliga ruht der Ball noch mindestens bis zum 30. April, doch in Nordrhein-Westfalen darf die Fußballelite trotz der Coronavirus-Pandemie das Training auf dem Rasen aufnehmen. Dies bestätigte Dortmunds Ordnungsdezernent Norbert Dahmen am Dienstag dem "WDR".

"Wenn Marco Reus, Axel Witsel oder Roman Bürki durch Dortmund joggen, erregt das zu große Aufmerksamkeit", argumentiert CDU-Politiker Dahmen, der sich bei der Landesregierung in Düsseldorf für eine Lockerung der Regelungen für Berufssportler eingesetzt hat. Für Hobbysportler gilt diese Ausnahmeregelung nicht.

"Das Gesundheitsministerium hat in einem Schreiben klargestellt, dass Profisportler einen Beruf haben und dass sie in ihrer Berufsausübung nicht beschränkt werden dürfen", erklärte Dahmen. Die Profis müssten allerdings Abstände einhalten und dürften nur in Zweiergruppen trainieren. Die Regelung gelte nicht nur für Profi-Fußballer in NRW, sondern auch für Leistungssportler in den Olympia-Stützpunkten des Landes.

+++ 31.03.2020, 20:55 Uhr: Barca spart Mega-Summe

Durch die vorübergehende Gehaltskürzung von 70 Prozent bei den Fußball-Profis um Lionel Messi und Nationaltorwart Marc-André ter Stegen wegen der Corona-Krise wird der FC Barcelona 14 Millionen Euro im Monat sparen.

Das verriet Klubpräsident Josep Bartomeu im Interview des Radiosenders "Catalunya Radio". Da auch alle anderen Sportler des Vereins 70 Prozent, darunter die Spieler der ebenso sehr erfolgreichen Basketball- und Handball-Teams, weniger Geld bekommen würden, werde man die Ausgaben um insgesamt 16 Millionen Euro reduzieren.

"Wenn der Alarmzustand (in Spanien) einen Monat dauert, würde das in der Praxis eine Kürzung der Jahresgehälter um 5,75 Prozent bedeuten", sagte der Klubboss. Bartomeu erklärte, man rechne damit, dass der seit dem 15. März geltende Alarmzustand "höchstens zwei Monate" anhalten werde. In dem Fall würden alle Sportler des Klubs auf 11,5 Prozent des Jahresgehalts verzichten müssen. "Die Situation ist schwierig. Man musste Maßnahmen ergreifen."

+++ 31.03.2020, 20:28 Uhr: Auch Frauen-Bundesliga pausiert bis Mai +++

Auch in der Fußball-Bundesliga der Frauen wird die Saison wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 30. April ausgesetzt.

"Unser Ziel ist es, den Spielbetrieb der Frauen-Bundesliga bis zum 30. Juni durchzuführen und abzuschließen", erklärte Heike Ullrich, die Direktorin Verbände, Vereine und Ligen im Deutschen Fußball-Bund (DFB). Selbstverständlich seien alle Faktoren und gesundheitliche Aspekte berücksichtigt worden, sagte die DFB-Funktionärin.

Auch bei den Fußball-Frauen sind Geisterspiele eine Option. "Spiele ohne Zuschauer könnten ein realistischer Rettungsanker sein, um zumindest im Rahmen medialer Präsenz attraktive Spiele zu zeigen und sportliche Entscheidungen herbeizuführen", sagte Siegfried Dietrich, der Vorsitzende des Ausschusses Frauen-Bundesligen, in der am Dienstagabend veröffentlichten DFB-Mitteilung nach einer Videokonferenz. In der Frauen-Bundesliga fehlen noch sechs Spieltage bis zum Saisonende.

+++ 31.03.2020, 20:06 Uhr: Inter-Stars verzichten auf Gehalt +++

Die Fußballprofis von Inter Mailand akzeptieren als zweites Team der italienischen Serie A eine Gehaltskürzung. Wie mehrere italienische Medien berichten, hat sich Kapitän Samir Handanovic mit dem Management stellvertretend für die Mannschaft bis Ende Juni auf einen Verzicht geeinigt. Auch Trainer Antonio Conte soll zu Einbußen bereit sein.

Über die Höhe der Kürzung des Salärs soll mit jedem Spieler individuell verhandelt werden. Am Samstag hatten die Profis von Rekordmeister Juventus Turin und Trainer Maurizio Sarri als erstes italienisches Team drastischen Gehaltskürzungen zugestimmt. 

Bestbezahlter Akteur ist Superstar Cristiano Ronaldo, der laut Medienberichten auf 3,8 seines normalerweise etwa 30 Millionen Euro schweren Gehalts verzichten soll. Italien ist von der Pandemie besonders hart getroffen. Über 12.000 mit COVID-19 infizierte Personen sind gestorben, 77.000 sind infiziert.

+++ 31.03.2020, 19:55 Uhr: Werder-Boss lobt Solidarität +++

Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Filbry hat nach der virtuellen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga die Solidarität zwischen den Profiklubs gelobt.

"In der Krise rücken alle näher zusammen. Ich würde die Situation als physical distancing aber soziale Nähe bezeichnen", sagte Filbry. "Die Klubs geben sich untereinander Ratschläge. Es werden viele Themen besprochen und wir sprechen mit einer Stimme, da letztlich alle Vereine mit den Umständen in verschiedenen Weisen konfrontiert sind."

Die 36 Profiklubs und die Liga hatten beschlossen, den Spielbetrieb vorerst bis zum 30. April auszusetzen. Zudem wurden einige Maßnahmenkataloge zur Bekämpfung der Corona-Krise verabschiedet. Wegen der Pandemie fand die Sitzung nicht wie sonst üblich in Frankfurt am Main statt, sondern per Videokonferenz.

+++ 31.03.2020, 19:10 Uhr: Londons Bürgermeister bittet um Hilfe +++

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hat der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan die Fußballclubs aus der britischen Hauptstadt um Hilfe gebeten. Wie ein Sprecher auf Anfrage der "Deutschen Presse-Agentur" bestätigte, schrieb Khan einen Brief an mehrere Premier-League-Klubs, darunter der FC Chelsea und der FC Arsenal, sowie an einige Vereine der Zweiten Fußball-Liga.

In dem Brief bat der Bürgermeister darum, dass die Vereine dem nationalen Gesundheitsdienst NHS ihre Teamärzte und ihr medizinisches Personal zur Verfügung stellen. Weiter bat Khan darum, dass der NHS die Stadien, Trainingsanlagen und Parkplätze für die Einrichtung voraussichtlich notwendiger Feldkrankenhäuser nutzen darf. Zudem bat er um Unterbringungsmöglichkeiten für NHS-Mitarbeiter.

"Bei der Zusammenarbeit im Kampf gegen die Coronavirus-Bedrohung hat sich der Gemeinschaftssinn der Londoner Fußballklubs gezeigt", sagte Khan dazu. Zuvor hatte unter anderem schon Chelsea seine Hilfe angeboten. Der Klub lässt NHS-Mitarbeiter kostenlos in einem Hotel direkt neben dem Stadion Stamford Bridge wohnen. Das Stadion von Tottenham Hotspur wird bereits umfangreich genutzt. Weil sich der Klub schon länger im Austausch mit Rathaus-Mitarbeitern befindet, bekamen die Spurs keinen Brief.

+++ 31.03.2020, 18:55 Uhr: Spieler von Hannover 96 verzichten ebenfalls auf Geld +++

Die Profis vom Fußball-Zweitligisten Hannover 96 haben einem Gehaltsverzicht in der Coronakrise zugestimmt. Der Sportliche Leiter Gerhard Zuber sowie Chefcoach Kenan Kocak schlossen sich ihrem Team an. Mit dem Geld soll ein Beitrag zur Sicherung der Arbeitsplätze von Klub-Mitarbeitern geleistet werden. 

"Das ist ein großer Beitrag der Mannschaft, der zeigt, dass die 96-Familie zusammenhält – und zwar nicht nur in guten, sondern auch in schwierigen Zeiten", sagte Zuber. "Es war uns ein großes Bedürfnis, uns solidarisch mit den vielen Mitarbeitern zu zeigen", fügte Kapitän Marvin Bakalorz an: "Wir haben in der Mannschaft heute und in den vergangenen Tagen mehrere Ideen und Modelle diskutiert und uns dann gemeinsam mit der Klubführung, Gerry Zuber und Kenan Kocak für diese Lösung entschieden."

+++ 31.03.2020, 18:25 Uhr: FIFA will finanziell helfen +++

Der Fußball-Weltverband FIFA hat seine Bereitschaft signalisiert, Opfern der Coronakrise aus der "Fußballfamilie" unter die Arme zu greifen.

Der Verband befinde "sich in einer starken finanziellen Situation, und es ist unsere Pflicht, alles zu tun, um ihnen in der Stunde der Not zu helfen", erklärte ein FIFA-Sprecher: "Daher bestätigen wir, dass die FIFA nach einer umfassenden Bewertung der finanziellen Auswirkungen dieser Pandemie auf den Fußball an Möglichkeiten arbeitet, der Fußballgemeinschaft auf der ganzen Welt zu helfen."

Das genaue Format und die Einzelheiten dieser Unterstützung würden "derzeit in Absprache mit den FIFA-Mitgliedsverbänden, den Konföderationen und anderen Interessengruppen geprüft und diskutiert, wobei zu berücksichtigen ist, dass in naher Zukunft eine Entscheidung getroffen und bekannt gegeben werden muss."

+++ 31.03.2020, 17:10 Uhr: Gehaltsverzicht auch bei Hertha BSC +++

Profis und Verantwortliche des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC verzichten in den kommenden drei Monaten auf Teile ihres Gehalts, um dem Klub so in der anhaltenden Corona-Krise zu helfen.

"Auch bei Hertha BSC steht der Solidaritätsgedanke über allem", sagte Geschäftsführer Michael Preetz. Der teilweise Einkommensverzicht von Profi-Mannschaft, Trainerteam, Funktionsteam, Geschäftsleitung und leitenden Mitarbeitern bis zum bisher geplanten Saisonende am 30. Juni würde dem Hauptstadtklub laut Preetz eine Summe "im ordentlichen siebenstelligen Bereich" einsparen.

Ziel sei es, dass "der Betreib hier weitergeht, die Auswirkungen minimiert werden" und "keine Arbeitsplätze gefährdet werden", sagte Preetz in einem vom Verein verbreiteten Video und ergänzte: "Wir stellen uns der Herausforderung dieser besonderen Situation."

+++ 31.03.2020, 17:05 Uhr: Offener Brief des DFB-Präsidenten +++

Anlässlich des längst abgesagten Länderspiels Deutschland gegen Italien am heutigen Dienstag in Nürnberg hat DFB-Präsident Fritz Keller an die Solidarität im Fußball appelliert.

"Auch jetzt müssen wir zusammenstehen. Vielleicht war dies noch nie so wichtig wie in diesen schweren Tagen und Wochen. Denn wir stehen nicht mehr im sportlichen Wettstreit mit einem Gegner auf dem Fußballplatz, sondern kämpfen gegen ein Virus, nicht nur hierzulande, sondern überall auf der Welt", sagte der Spitzenfunktionär in einem offenen Brief an die Fans der Nationalmannschaft.

"Wir werden diese schwere Krise gemeinsam überstehen - Schritt für Schritt. Der Ball wird wieder rollen, davon bin ich fest überzeugt", prophezeite Keller. Der 62-jährige aus Freiburg erinnerte auch an die schwierige Situation in Italien, das von der Corona-Pandemie besonders hart betroffen ist.

"Der gesamte Fußball ist zur Ruhe gekommen. Trotzdem sind wir nicht nur in den 90 Minuten, die wir heute Abend gemeinsam verbringen wollten, in Gedanken bei unseren italienischen Freunden. Die Nachrichten, die uns von dort erreichen, sind erschütternd", sagte Keller. "Wir haben mit den Italienern nicht nur viele Höhepunkte und denkwürdige Partien der Fußballgeschichte geteilt, wir teilen nun auch das Leid und die Trauer um die Kranken und Toten."

+++ 31.03.2020, 16:50 Uhr: Kurzarbeit auch in Kiel und Ingolstadt

Auch die Profis von Fußball-Zweitligist Holstein Kiel verzichten aufgrund der drohenden wirtschaftlichen Probleme durch die Coronakrise freiwillig auf einen Teil ihres Gehalts. Wie der Verein am Dienstag mitteilte, schließen sich der Maßnahme sowohl die Spieler als auch das Trainer- und Funktionsteam sowie das Präsidium an. 

"Es zeigt uns, wie verantwortungsbewusst und solidarisch das gesamte Team denkt und handelt", sagte Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver. Zudem schickt der Klub seine Belegschaft in Kurzarbeit. Davon betroffen sind alle Mitarbeiter der Geschäftsstelle und des Nachwuchsleistungszentrums.

Gleiches gilt auch für den Ex-Bundesligisten FC Ingolstadt. Auch bei den Schanzern gehe die Belegschaft in Kurzarbeit. Außerdem verzichten Spieler, Trainer und Management der Schanzer auf Teile ihres Gehalts. Das teilte der FCI mit.

"Entscheidend für uns war die Sicherung der Arbeitsplätze unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", sagte Geschäftsführer Franz Spitzauer: "Es ist ein großartiges Zeichen der Solidarität und des Teamgeistes aller Spieler und Mitarbeiter, die zugestimmt haben, ihren Teil zum Gesamten beitragen zu wollen."

+++ 31.03.2020, 16:22 Uhr: "Hall-of-Fame"-Gala im Fußballmuseum abgesagt +++

Auch das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund ist von der Corona-Pandemie betroffen. Die Ausstellung wurde bis zum 21. April geschlossen, zudem wurde die "Hall-of-Fame"-Gala abgesagt. Diese war kurz vor der EM angesetzt, die aber vom Sommer 2020 bereits ins Jahr 2021 verschoben worden war. Die 40-köpfige Kernbelegschaft des Museums wurde in Kurzarbeit geschickt.

Bei der Gala sollten Oliver Kahn, Jürgen Klinsmann, Wolfgang Overath, Hans-Jürgen "Dixie" Dörner und Helmut Schön in die Ruhmeshalle aufgenommen werden. Dies soll nun 2021 nachgeholt werden.

+++ 31.03.2020, 15:44 Uhr: Italiens Fußball prüft Hilfsfonds +++

In der Corona-Krise diskutiert der italienische Fußballverband FIGC die Schaffung eines Hilfsfonds für die Klubs, in den auch Wettgelder fließen könnten. Das berichtete die Zeitung "Gazzetta dello Sport".

Den Vereinen brechen durch die staatlich verordnete Spielpause zum Schutz der Menschen vor Ansteckung die Einnahmen weg. Der FIGC habe den Vorschlag für einen Fonds an die Regierung in Rom geschickt, heißt es.

"Wir können die Regierung nicht um Geld bitten, weil wir sehr gut wissen, dass sie im Moment andere Prioritäten hat", wurde FIGC-Präsident Gabriele Gravina von dem Sportblatt zitiert. Der Fonds solle sich einerseits aus Mitteln des Verbands speisen. Außerdem schlage man vor, ein Prozent aus Fußballwetten dafür zu verwenden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa sind solche Finanzüberlegungen aber noch in einer ganz frühen Phase.

+++ 31.03.2020, 15:30 Uhr: Auch RB Salzburg gibt Gehaltsverzicht bekannt +++

Die Fußballer von Österreichs Meister Red Bull Salzburg verzichten auf Teile ihres Gehalts und wollen so Unternehmen im Umfeld des Vereins in der Corona-Krise unterstützen. Mit der monatlichen sechsstelligen Summe werde ein Fonds eingerichtet, teilte der Verein mit. "Die finanziellen Mittel daraus gehen an Unternehmen, Organisationen oder Einzelpersonen im Umfeld des Klubs, die in finanzielle Notlage geraten sind und dringend Hilfe benötigen."

Stephan Reiter, Kaufmännischer Geschäftsführer bei RB Salzburg, zollte den Spielern für diese Entscheidung in der Coronavirus-Krise Respekt. "Die Idee kam von ihnen, gemeinsam mit dem Mannschaftsrat haben wir die Idee dann konkretisiert", sagte Reiter laut Mitteilung.

+++ 31.03.2020, 15:02 Uhr: Weitere Aussagen von DFL-Boss Seifert +++

  • Es gibt nicht den einen Plan, es gibt mehrere Pläne. Unsere unternehmerische Pflicht ist, genau zu schauen, wie es für uns weitergehen kann.
  • Es ist nicht der Ansatz, dass ab dem 6. April alle 36 Profi-Klubs wieder ins Mannschaftstraining einsteigen werden. Wie es nach dem 5. April tatsächlich weitergeht, ist erst einmal jedem Standort überlassen.
  • Die virtuelle Bundesliga war eine sehr kreative Idee unser digitalen Kollegen. 
  • So eine außergewöhnliche Situation hat niemand kommen sehen, sonst hätten wir uns entsprechend vorbereitet. 

+++ 31.03.2020, 14:30 Uhr: Die wesentlichen Punkte der DFL-Sitzung am Dienstagvormittag +++

Die wesentlichen Punkte, die Liga-Boss Christian Seifert auf der Pressekonferenz nach der Virtuellen Sitzung der DFL bekanntgab:

  • Der Spielbetrieb der ersten beiden Bundesligen wird mindestens bis zum 30.04. ausgesetzt.
  • Das Mannschaftstraining aller Mannschaften pausiert mindestens bis zum 05. April.
  • Konzepte sollen entwickelt werden, um nach der Spielunterbrechung an allen 36 Standorten der 1. und 2. Bundesliga mit geringstmöglichem Personaleinsatz Geisterspiele austragen zu können.
  • Eine medizinische Taskforce um den DFB-Mannschaftsarzt soll einen "verbindlichen Leitfaden entwickeln", der klären soll, unter welchen Bedingungen sich Hygiene und Prävention bei der Durchführung von Mannschaftstraining und auch bei Spielen gewährleisten lassen.
  • Sämtliche Wettbewerbsplatzierungen sollen spielerisch entschieden werden. Insolvenz gibt in dieser Spielzeit keinen Punktabzug. Für die kommende Saison werden drei Punkte, statt neun Punkten abgezogen. Die Liquidität werde zwar überprüft, Sicherungszahlungen sollen aber ausbleiben.
  • Der Entfall von Zuschauereinnahmen muss einkalkuliert werden. Es ist unrealistisch, dass wir in dieser Saison noch volle Stadien sehen. Es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass wir in der nächsten Saison zunächst ohne Zuschauer starten. Ob das in diesem Jahr überhaupt noch der Fall sein wird, da gehen die Meinungen der Experten weit auseinander."
  • Wir werden auch noch mit der FIFA über eine Veränderung der Transferfenster und der Transferbedingungen reden. Ziel jetzt ist aber ganz klar, das wir die Saison bis zum 30. Juni abschließen.

    +++ 31.03.2020, 13:40 Uhr: Tottenham in Kurzarbeit

    Die Coronakrise macht auch vor den wohlhabendsten Klubs nicht Halt. Tottenham Hotspur, mit einem Umsatz von über 520 Millionen Euro achtreichster Fußball-Verein der Welt, hat 550 Angestellte in Kurzarbeit bzw. Zwangsurlaub geschickt. Die Spurs sind nach Newcastle United das zweite Team aus der Premier League, das diese Maßnahme ergreift.

    Laut Präsident Daniel Levy wurde der Schritt eingeleitet, "um die Jobs zu schützen". Zuvor hatte die britische Regierung den Weg dafür freigemacht. Sie garantiert im Falle von Kurzarbeit bzw. Zwangsurlaub rückwirkend ab 1. März zunächst für drei Monate 80 Prozent des Gehalts bis zu einer Höhe von 2500 Pfund/Monat (2824 Euro).

    +++ 31.03.2020, 11:49 Uhr: Hütter rechnet mit Abbruch der Europa League +++

    Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter geht davon aus, dass zumindest die Europa League wegen der Folgen der Corona-Pandemie vorzeitig abgebrochen wird. "Ich bin eher skeptisch, ob man die Saison zuende spielen kann", sagte der Österreicher, der mit seinem Team aber ohnehin vor dem Aus steht, der Bild-Zeitung. Frankfurt hatte das Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Basel 0:3 verloren.

    +++ 31.03.2020, 10:34 Uhr: Nächster Drittligist geht in Kurzarbeit +++

    Um die wirtschaftlichen Folgen durch die Corona-Pandemie einigermaßen aufzufangen, hat auch der Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg zum Mittel der Kurzarbeit gegriffen.


    Die Spieler, Trainer, Betreuer sowie alle Mitarbeiter der Geschäftsstelle sind laut Klubangaben in Kurzarbeit gegangen, "um den 1. FC Magdeburg in dieser unsicheren Zeit den Rücken zu stärken". Das teilte der FCM am Dienstag mit.

    +++ 31.03.2020, 10:34 Uhr: Italiens Verband will Schutzschirm einrichten +++

    Der italienische Fußballverband FIGC will einen Rettungsfonds für die von der Coronakrise schwer belasteten Klubs einrichten. Einen entsprechenden Vorschlag machte der Verband der italienischen Regierung. Der Fonds soll zum Teil vom Fußballverband und zum Teil mit einer Quote (ein Prozent) auf alle Fußballwetten finanziert werden. Neben den Profiklubs sollen auch Amateurvereine unterstützt werden. 

    Derweil ist weiter völlig offen, wann die Ligen wieder ihren Spielbetrieb aufnehmen können. Auch ein Saisonabbruch ist nicht vollkommen ausgeschlossen. Man müsse sich dem Problem des Saisonabbruchs "unter Berücksichtigung der sportlichen Ergebnisse und Verträge" stellen, sagte Damiano Tommasi, Chef der Fußballergewerkschaft AIC.

    +++ 31.03.2020, 10:16 Uhr Rummenigge erwartet sinkende Ablösesummen +++

    Karl-Heinz Rummenigge rechnet angesichts der Corona-Krise mit einem Rückgang der Ablösesummen auf dem Transfermarkt.

    "Eines wird mit großer Wahrscheinlichkeit passieren: Der Transfermarkt wird im Sommer Bremsspuren aufzeigen", sagte Rummenigge im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Es wird aufgrund der wirtschaftlichen Not einiger Klubs ein relativ großes Angebot von Spielern auf den Markt kommen – zugleich wird die Nachfrage überschaubar sein. Das wird die Preise auf dem Transfermarkt zum ersten Mal seit dem Bosman-Urteil vor 25 Jahren drücken. Das könnte dazu führen, dass wieder etwas mehr Rationalität ins Geschäft kommt."

    +++ 31.03.2020, 10:10 Uhr: Allofs schlägt Krisen-Fonds vor +++

    Der langjährige Bundesliga-Manager Klaus Allofs hat einen Krisen-Fonds aus Fernsehgeldern vorgeschlagen, um für die Folgen einer Krise wie jetzt der Coronavirus-Pandemie besser gerüstet zu sein.

    "Ich denke, dass das kein so schlechter Ansatz ist", sagte Allofs dem "Weser-Kurier". Allerdings müsse dafür eine "gesamtheitliche Lösung" gefunden werden, die dann auch verpflichtend sei. "Die Gelder sollten zweckgebunden eingesetzt werden", sagte Allofs, der in der Bundesliga viele Jahre die Geschicke bei Werder Bremen und beim VfL Wolfsburg geleitet hat.

    +++ 31.03.2020, 09:30 Uhr: Hilfe vom BVB? Das sagt S04-Boss Schneider +++

    Im Gespräch mit der "Bild am Sonntag" erklärte Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, unlängst, dass der BVB seinem Erzrivalen FC Schalke 04 zur Seite stehen würde, sollte dieser im Zuge der Corona-Krise Hilfe benötigen. Nun äußerte sich S04-Boss Jochen Schneider zu dem Angebot.

    "Das ist sehr nett und anständig. Ein tolles Zeichen der Solidarität", zitiert die "Bild" Schneider, der zudem ergänzt: "Selbstverständlich würde das umgekehrt auch gelten!"

    Dass der FC Schalke 04 allerdings überhaupt in die Lage gerät, Unterstützung einfordern zu müssen, erscheint derzeit unwahrscheinlich. Die Stars der Königsblauen haben bereits verkündet, dass sie während der durch den Coronavirus bedingten Fußball-Zwangspause auf Teile ihres Gehalts und der Prämien verzichten werden.

    +++ 31.03.2020, 07:56 Uhr: Erste Corona-Insolvenz: Trraditionsklub ist pleite +++

    Wegen der finanziellen Belastungen in Coronavirus-Krise geht der slowakische Spitzenklub MSK Zilina als erstes prominentes Opfer in die Insolvenz. Der 1909 gegründete siebenmalige Meister wurde einem Insolvenzverwalter unterstellt, der umgehend die Verträge mit 17 Spielern auflöste. Diese hatten sich Medienberichten zufolge geweigert, einer Gehaltskürzung von bis zu 80 Prozent zuzustimmen. 
    "Unser Etat basiert auf Transfereinnahmen im Sommer. Diese werden aber höchstwahrscheinlich gleich null sein", teilte der Klub mit. Sollte die Saison fortgesetzt werden, will Zilina sie dennoch mit einer Nachwuchsmannschaft zu Ende spielen.

    +++ 31.03.2020, 07:36 Uhr: DFL auf der Suche nach Antworten +++

    Wann und in welchem Rahmen kann wieder Fußball gespielt werden? Wie können die drohenden Einnahmeverluste minimiert werden? Wer könnte wem in der Not helfen? Auf diese und weitere existenzielle Fragen suchen die Bosse der 36 Profivereine auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga heute ab 10:30 Uhr Antworten.

    Schon jetzt steht fest, dass eine Fortsetzung des vorerst bis 30. April ausgesetzten Spielbetriebs - ein entsprechender Beschluss auf der Mitgliederversammlung gilt als Formsache - nur ohne Zuschauer möglich sein wird. Das trifft die Vereine, die dadurch Millionenverluste erleiden. Diese fielen aber um ein Vielfaches höher aus, würde die Saison komplett abgebrochen werden müssen.

    +++ 30.03.2020, 22:43 Uhr: Krisengipfel in Italien vertagt +++

    Das für den heutigen Montag angesetzte Krisentreffen im italienischen Fußball über die ungewisse Zukunft der unterbrochenen Saison und mögliche Gehaltskürzungen ist verschoben worden.

    Die Gespräche zwischen der Fußballergewerkschaft AIC und den Vereinen der Serie A über Maßnahmen angesichts der Corona-Krise konnten nicht wie geplant stattfinden. Laut Nachrichtenagentur "ANSA" habe ein vorangegangenes Treffen beider Parteien zu einer Vertagung geführt. Ein neuer Termin wurde nicht genannt.

    "Die Sorge, dass die Ligen vorbei sind, besteht", sagte AIC-Präsident Damiano Tommasi. Man müsse sich dem Problem des Saisonabbruchs "unter Berücksichtigung der sportlichen Ergebnisse und Verträge" stellen. In Italien stehen noch zwölf Spieltage der Serie A und das Pokal-Halbfinale aus; fünf italienische Teams nehmen an europäischen Klubwettbewerben teil.

    +++ 30.03.2020, 22:14 Uhr: Rummenigge gegen Komplettabbruch +++

    Eine komplette Absage der Saison und eine Fußball-Bundesliga mit nur noch 14 oder 16 Klubs schließt Karl-Heinz Rummenigge trotz der gegenwärtigen Existenzkrise durch die Coronavirus-Pandemie aus.

    Für den Vorstandschef des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München wäre es sogar eine Option, wenn die Saison erst im September endet und die neue Spielzeit dann erst im nächsten Winter beginnt. "Wenn das unter den Aspekten von Gesundheit und politischer Einschätzung nicht anders möglich wäre, müsste man sich mit diesem Szenario gegebenenfalls auseinandersetzen", sagte Rummenigge in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

    "Wir sollten unbedingt diese Saison zu Ende spielen, aus Gründen der sportlichen Fairness, aber natürlich auch, um den wirtschaftlichen Schaden so gering wie möglich zu halten", sagte der Bayern-Vorstandschef vor der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga am Dienstag (10:30 Uhr) in Frankfurt.

    +++ 30.03.2020, 20:45 Uhr: Reuter kontert Ruhnert +++

    Am Nachmittag kritisierte Union Berlins Geschäftsführer Oliver Ruhnert das Vorgehen der Bundesliga-Vereine, keinen einheitlichen Plan erarbeitet zu haben, wann und wie wieder mit dem Training begonnen werden könne (siehe unten). Angesprochen auf diese Kritik hat sich nun Augsburgs Manager Stefan Reuter in der "Bild" zu Wort gemeldet.

    "Es hat sich niemand bei mir oder uns über Wettbewerbsverzerrung beschwert, ganz und gar nicht. Wir sind unter den Klubs im Austausch, jeder sucht für sich einen Weg, die Spieler in einer möglichst guten Verfassung zu halten – damit sie für den Tag X, wenn es weitergeht, vorbereitet sind", so der Ex-Profi am Montagabend. Klar ist für Reuter aber auch: "Wenn es ein klares Commitment aller Profiklubs gibt, nur individuell zu Hause zu trainieren, würden wir uns dem anschließen."

    +++ 30.03.2020, 17:41 Uhr: Ruhnert kritisiert unterschiedliches Vorgehen +++

    Oliver Ruhnert, Geschäftsführer des 1. FC Union Berlin, hat den unterschiedlichen Umgang der Bundesliga-Vereine mit der Empfehlung der DFL zum Trainingsbetrieb in der Corona-Krise kritisiert. Die Deutsche Fußball Liga hatte empfohlen, bis einschließlich 5. April nur individuell trainieren zu lassen, doch die Bundesligaklubs reagierten ganz verschieden. Ruhnert missfällt das Vorgehen der Klubs.

    "Ich finde es wichtig, dass es eigentlich einheitlich ist. Wenn sich einige Vereine nicht daran halten, finde ich es schwach", sagte Ruhnert dem Fachmagazin "kicker". Beim Pay-TV-Sender "Sky" ergänzte er: "In diesem Fall, wo wir eine Unterbrechung der Saison haben, finde ich es nur vernünftig und fair, wenn alle zumindest mit dem Mannschaftstraining zur gleichen Zeit beginnen."

    Gerade weil die Situation in den verschiedene Regionen Deutschlands zum Teil sehr unterschiedlich sei, halte er es für "notwendig und wichtig, dass die Steuerung über die DFL geht", sagte Ruhnert. Es gehe auch darum, dass es im Land eine Kontaktsperre gebe, "und daran sollte sich auch der Fußball halten", sagte der Manager des Bundesligisten und empfahl: "Bevor noch nicht geklärt ist, wann und wie es weitergehen soll, tut man sich nichts, wenn man sich darauf verständigt, dass wir einheitlich wieder mit dem Mannschaftstraining starten."

    +++ 30.03.2020, 16:44 Uhr: UEFA diskutiert über Termine +++

    Die Europäische Fußball-Union (UEFA) wird am Mittwoch (1. April) mit den Generalsekretären der insgesamt 55 Mitgliedsverbände per Videokonferenz über mögliche Änderungen im Terminkalender diskutieren. Zunächst wird dabei die vor zwei Wochen gegründete Task Force ihre erarbeiteten Entwürfe präsentieren.

    Neben neuen Terminen für Spiele auf Verbands- und Klubebene sollen zudem die Themen Spielerverträge und Transfersystem besprochen werden. Wegen der Corona-Pandemie hatte die UEFA die EURO 2020 um ein Jahr auf den Sommer 2021 verschoben, zudem wurden die Partien in der Champions und Europa League bis auf Weiteres ausgesetzt.

    +++ 30.03.2020, 16:24 Uhr: Stielike in Quarantäne +++

    Der frühere Fußball-Nationalspieler Uli Stielike befindet sich nach einem positiven Coronavirus-Befund bei einem Familienmitglied in häuslicher Quarantäne. "Eine Woche ist schon rum", sagte der 65-Jährige der "Deutschen Presse-Agentur" am Montag. Bis zum 7. April müsse er aber noch in Deutschland isoliert bleiben, um die Frist von 14 Tagen abzuwarten. Zuvor hatte die "Abendzeitung" in München darüber berichtet.

    Stielike wollte eigentlich vor einer Woche nach China aufbrechen, um seinen Job als Trainer von Tianjin Teda wieder aufzunehmen. Der Verein, für den auch Sandro Wagner spielt, befindet sich derzeit im Süden des Landes im Training. Der Europameister von 1980 steht mit seinen Assistenten über Skype und WhatsApp in Kontakt. Sollte eine Einreise nach China überhaupt klappen, müsste er sich nach derzeitigem Stand nach Ende seiner Quarantäne in Deutschland noch in dem asiatischen Land für 14 Tage in häusliche Isolation begeben. "Das wäre das Schlimmste für mich", sagte Stielike.

    +++ 30.03.2020, 16:14 Uhr: FC Bayern unterstützt "Mia Gehn Online!"

    Bayern München unterstützt die angesichts der Coronakrise gestartete Hilfsaktion "Mia Gehn Online!". Ziel der von der Landeshauptstadt München, der ReDI School München und der UnternehmerTUM ins Leben gerufenen Initiative ist es, in Not geratene Münchner Kleinunternehmen bei der Digitalisierung mit kostenloser Beratung zur Seite zu stehen.

    "In dieser herausfordernden Zeit müssen die Menschen und Organisationen in München zusammenstehen", sagte Klubvorstand Oliver Kahn: "Der FC Bayern ist Teil der Münchner Community. Daher ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, diese Initiative zu unterstützen. Digitale Lösungen für Münchner Kleinunternehmen zu entwickeln, kann ein wertvoller Beitrag in dieser Krise sein."

    Kahn gibt am Mittwoch (1. April) auch den Startschuss für die digitale Veranstaltung, bei der die teilnehmenden Unternehmen gemeinsam mit den Expertinnen und Experten innerhalb von 24 Stunden passende Lösungen entwickeln. Ziel ist, dass Ladenangebote auch online abrufbar werden.

    +++ 30.03.2020, 16:02 Uhr: Wird die Premier League als Geisterliga fortgesetzt? +++

    Die verbleibenden Fußballspiele der englischen Premier-League-Saison könnten trotz der Coronavirus-Pandemie im Juni und Juli unter besonderen Bedingungen in London und in den englischen Midlands ausgetragen werden.

    Die Zeitung "The Independent" berichtete am Montag über entsprechende Pläne, die sich noch im Anfangsstadium befänden. Angedacht sei demnach, die ausstehenden Spiele zwar ohne Zuschauer auszutragen, dafür aber sämtliche 92 Partien im Fernsehen zu zeigen.

    Ähnlich wie bei einer Weltmeisterschaft würden Mannschaften, Trainer und Mitarbeiter jedes Klubs laut dem Bericht für zwei Monate ein eigenes Teamquartier beziehen, zu dem Angehörige und Außenstehende keinen Zutritt haben. Die Quartiere würden von der Außenwelt isoliert und mit Einrichtungen für Tests ausgestattet, um das Risiko einer Ansteckung mit Covid-19 für alle Beteiligten soweit wie möglich zu minimieren.

    Die Hoffnung sei, dass bis dahin umfassendere Tests zur Verfügung stehen und die Zahl der Neuansteckungen zurückgegangen ist. Ob eine Umsetzung in dieser Form tatsächlich gelingt, sei wegen der hohen logistischen Herausforderungen noch völlig offen.

    +++ 30.03.2020, 15:33 Uhr: Tare über katastrophale Lage in Italien +++

    Beim italienischen Fußball-Erstligisten Lazio Rom ist ein Gehaltsverzicht momentan noch kein Thema. Das sagte Lazio-Sportdirektor Igli Tare im Interview von "Sport1".

    "Wir müssen erst noch darüber nachdenken. Unsere Spieler haben untereinander Kontakt, aber noch nicht darüber gesprochen. Wir können uns aber gut vorstellen, dass es auch bei uns bald der Fall sein wird", sagte Tare, der in Deutschland auch für den Karlsruher SC, Fortuna Düsseldorf und den 1. FC Kaiserslautern spielte. Der 46 Jahre alte Albaner bezeichnete die Lage durch die Coronavirus-Pandemie in Italien als "extrem schlimm".

    Tare, seit 2009 Sportdirektor bei Lazio, sagte: "Ich komme mir vor wie in einem Horrorfilm." Am Anfang habe man alles "noch ein bisschen auf die leichte Schulter genommen", sagte Tare. "Mittlerweile sprechen wir nicht mehr über eine Situation, sondern über einen Krieg. Wenn man seit Wochen die LKWs des Militär vorbeifahren sieht, wie die Särge mit den Toten abtransportiert werden, ist man nur noch geschockt und sprachlos. Und die Zahlen, die täglich hinzukommen, sind erschreckend. Es ist eine Katastrophe für das ganze Land." 

    +++ 30.03.2020, 13:56 Uhr: Barca kürzt Gehälter um 70 Prozent +++

    Die Spieler des spanischen Fußballmeisters FC Barcelona um Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen werden in der Coronakrise nun doch auf große Teile ihres Gehalts verzichten. In einer Erklärung über die sozialen Medien kündigten Superstar Lionel Messi und Sturmkollege Luis Suárez an, dass die Mannschaft auf 70 Prozent ihrer Bezüge verzichten werde.

    Darüber hinaus würden die Spieler Geld zur Verfügung stellen, damit die Angestellten des katalanischen Vereins weiterhin ihre vollen Gehälter bekommen. Barca hatte am vergangenen Donnerstag angekündigt, für alle Angestellten im sportlichen und nicht-sportlichen Bereich Kurzarbeit anmelden zu wollen.

    Noch vor wenigen Tagen hatte die Mannschaft einen ersten Vorschlag des Vereins für eine Gehaltskürzung abgelehnt. Messi kritisierte, dass von der Vereinsführung offenbar starker Druck ausgeübt worden sein soll. "Es ist überraschend, dass versucht wurde, uns unter gewaltigen Druck zu setzen, um etwas zu tun, was wir ohnehin getan hätten", erklärte der sechsmalige Weltfußballer.

    Wenn es für die Einigung einige Tage gedauert habe, so Messi, "dann nur deswegen, weil wir nach einer Formel für die Hilfen für den Klub und seine Mitarbeiter gesucht haben."

    +++ 30.03.2020, 13:45 Uhr: Gladbach-Fans planen verrückte Aktion für Geisterspiele +++

    Als Pappfigur zu Geisterspielen: Fans von Borussia Mönchengladbach bereiten sich mit einer ungewöhnlichen Aktion auf mögliche Bundesliga-Spiele ohne Zuschauer vor.

    Für 19 Euro können Anhänger in den kommenden Tagen Figuren von sich in Lebensgröße erstellen lassen, die dann auf den leeren Plätzen im Borussia-Park aufgestellt werden.

    "Damit erreichen wir als erster Verein, dass das Stadion doch ein wenig Leben bekommt und Fans anwesend sind, obwohl sie in Wahrheit das Spiel zu Hause verfolgen müssen", teilte das Fanprojekt Mönchengladbach (FPMG) mit. Das FPMG werde dafür sorgen, dass "die Figuren auf Wunsch auf ihren echten Plätzen sitzen oder stehen werden." Einzige Voraussetzung sei das Einschicken eines Fotos.

    +++ 30.03.2020, 13:37 Uhr: RB Leipzig startet Spendeninitiative +++

    Fußball-Bundesligist RB Leipzig engagiert sich in der Coronakrise für Bedürftige und Institutionen in der Stadt. Der Klub startet eine mehrwöchige Initiative mit Direktspenden und verschiedenen Spendenaktionen, in der Summe will RB mindestens 100.000 Euro zur Verfügung stellen.

    In einer ersten Aktion stellt der Herbstmeister der Leipziger Tafel 20.000 Euro über eine Direktspende zur Verfügung. Die Summe erhöht sich durch den Verkauf limitierter Sondershirts, die im Paket mit einem symbolischen Ticket für das am Samstag nicht stattfindende Heimspiel gegen Hertha BSC bestellt werden können. Am Mittwoch startet zudem eine Versteigerung von verschiedenen signierten Teamartikeln der Spieler. 

    +++ 30.03.2020, 13:34 Uhr: Ex-HSV-Star Sakai positiv auf Coronavirus getestet +++

    Der langjährige Bundesligaprofi Gotoku Sakai ist als erster Fußballer der japanischen J-League positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab sein Verein Vissel Kobe am Montag bekannt.

    Der Test bei Sakai wurde erst am Wochenende durchgeführt, nachdem der 29-Jährige in den Tagen zuvor über Fieber und Halsschmerzen geklagt hatte, später auch vom Verlust des Geruchssinns berichtete.

    "Ich entschuldige mich beim Verein, den Mitarbeitern, Teamkollegen und der Öffentlichkeit für all die Probleme, die ich damit verursache", sagte Sakai: "Ich kann nur hoffen, dass ich das Virus an niemanden weitergegeben habe." 

    +++ 30.03.2020, 12:20 Uhr: BVB nimmt Trainingsbetrieb in Zweiergruppen auf +++

    Die Profis von Borussia Dortmund haben einen ersten kleinen Schritt zurück Richtung Normalität getan. Nach einer gut zweiwöchigen durch die Corona-Krise verursachten Zwangspause mit heimischen Fitnessübungen ließ Trainer Lucien Favre am Montag wieder trainieren.

    Allerdings fand die Einheit nicht gemeinsam auf dem Platz, sondern in Zweiergruppen zeitlich versetzt statt. Über den gesamten Vormittag fuhren die Spieler des Bundesligisten in ihren Privat-PKW am vereinseigene Gelände im Dortmunder Vorort Brackel vor. Vor den Toren des Trainingszentrums, wo normalerweise viele Fans auf ein Autogramm oder ein Selfie mit den Stars hoffen, herrschte gespenstische Ruhe.

    +++ 30.03.2020, 12:12 Uhr: Juve-Aktie gewinnt nach Gehaltskürzungen an Wert +++

    Die Aktie von Italiens Fußball-Rekordmeister Juventus Turin an der Mailänder Börse zeigt steigende Tendenz, nachdem sich die Spieler der Alten Dame um Superstar Cristiano Ronaldo mit einer Gehaltskürzung einverstanden erklärt hatten. Das Juve-Wertpapier kletterte am Montag um zwischenzeitlich knapp 8 Prozent. 

    Juve rechnet dank der Gehaltskürzungen mit Einsparungen in der Größenordnung von 90 Millionen Euro. Betroffen sind die Gehälter für März, April, Mai und Juni. Detaillierte Vereinbarungen mit jedem Einzelnen sollen in den kommenden Wochen erfolgen.

    +++ 30.03.2020, 12:10 Uhr: Diese Marktwertverluste drohen den Bundesligisten +++

    Dem Marktwert der Fußball-Profis aus den fünf großen europäischen Ligen drohen enorme Einbußen durch die Coronakrise. Laut dem Internationalen Zentrum für Sportstudien CIES wird der gesamte Marktwert der Spieler aus den fünf großen Ligen um 28 Prozent von 32,7 auf 23,4 Milliarden Euro sinken, sollte die Saison nicht mehr zu Ende gespielt werden. Diese Marktwertverluste drohen den Bundesligisten.

    +++ 30.03.2020, 12:05 Uhr: Lindner: "Bundesliga mit das Letzte, das wir öffnen" +++

    FDP-Parteichef und Fußball-Fan Christian Lindner glaubt angesichts der Coronakrise nicht daran, dass die Bundesligen den Spielbetrieb zeitnah wieder vor Zuschauern aufnehmen werden.

    "Ich bin selber ja Mitglied und Anhänger des BVB. Und trotzdem muss ich sagen: Bundesliga mit Publikum und Fans - das wird mit das Letzte sein, das wir öffnen", sagte der Politiker in einem Video-Interview mit der "Bild"-Zeitung.

    +++ 30.03.2020, 10:41 Uhr: Corona-Crash zwingt Bayern zum "Hold" +++

    Die Ansage von Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge in der Corona-Krise war unmissverständlich. Der Bundesliga-Krösus aus München hat das Thema Neuzugänge vorerst auf "Hold" gestellt.

    Es geht in wirtschaftlich unsicheren Zeiten für den Profi-Fußball auch beim deutschen Rekordmeister nicht mehr vordringlich um neue Stars wie den Leverkusener Kai Havertz oder Leroy Sané von Manchester City.

    Auf dem Transfermarkt wird mit einem massiven Preisverfall gerechnet, gerade Einkäufer warten ab. Beim FC Bayern genießt laut Vorstandschef Rummenigge fürs Erste der Bestandsschutz Priorität, also Gespräche mit Akteuren wie Manuel Neuer (34), David Alaba (27), Thomas Müller (30) oder Thiago (28), deren Verträge 2021 auslaufen. Auch in München muss in Krisenzeiten noch etwas genauer aufs Geld geschaut werden. Mehr dazu hier.

    +++ 30.03.2020, 10:31 Uhr: 1. FC Kaiserslautern ruft Einkaufshilfe ins Leben +++

    Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern beweist in der Coronakrise Herz und bietet eine Einkaufshilfe an.

    Von Montag bis Freitag können sich im Stadtgebiet Kaiserslautern Menschen, die sich derzeit nicht selbst versorgen können, von FCK-Mitarbeitern Einkäufe bis an die Haustüre liefern lassen.

    +++ 30.03.2020, 10:25 Uhr: Premier League plant irren Modus +++

    Auch in der englischen Premier League ist angesichts der Corona-Pandemie unklar, wie die Saison weitergespielt werden soll. Nun gibt es offenbar neue Pläne.

    Laut "Independant" denkt die Premier League darüber nach, die aktuelle Spielzeit im WM-Stil und in Quarantäne-Camps zu beenden. Die geplanten Turniere sollen demnach als Mega-Event im Fernsehen ausgestrahlt werden.

    Die Idee von isolierten Lagern habe in den letzten Tagen "zunehmend an Zugkraft gewonnen". Auch die Regierung in England sei in die Pläne eingeweiht. Mehr dazu hier.

    +++ 30.03.2020, 10:21 Uhr: Neymar äußert sich zu Vorwürfen +++

    Neymar wehrt sich gegen den Verdacht, er halte sich nicht an die Regeln zur Selbstisolation in der Coronakrise.

    Der 28-Jährige lebe in seinem Anwesen in Brasilien "völlig isoliert" und lediglich mit jenen Menschen, die mit ihm aus Frankreich dorthin zurückgereist seien, heißt es in einer Stellungnahme von Neymars Kommunikationsteam.

    Grund für die Verdächtigungen waren zwei Fotos, die Neymar auf Instagram mit seinen über 136 Millionen Fans geteilt hatte. Mehr dazu hier!

    +++ 30.03.2020, 09:49 Uhr: UEFA plant CL-Änderung +++

    Die Europapokal-Wettbewerbe der kommenden Saison könnten zugunsten der aktuellen Spielzeit verkürzt werden. Über entsprechende Planspiele der Europäischen Fußball-Union (UEFA) berichtete die britische Tageszeitung "The Times".

    Um die "verheerenden Auswirkungen" der Coronavirus-Krise zu minimieren, könnten die Champions League und die Europa League in diesem Jahr demnach erst im August enden. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hatte unlängst angekündigt, dass in den nationalen Ligen "Mitte Mai, Anfang Juni oder Ende Juni" wieder gespielt werden müsse, sonst "bringen wir die Saison wahrscheinlich nicht zu Ende".

    Hinter den Kulissen verhandelt die UEFA seit Tagen mit den nationalen Ligen über eine Anpassung des Spielkalenders. Bei einer Einigung könnte die aktuelle Saison auch erst "zu Beginn der kommenden" Spielzeit beendet werden, sagte Ceferin der italienischen Zeitung "La Repubblica". Die Serie 2020/21 müsste dann unweigerlich "ein bisschen später" beginnen.

    +++ 30.03.2020, 09:41 Uhr: Stuttgart-Boss bezeichnet Lage beim VfB als "bedrohlich" +++

    Seit 100 Tagen ist Claus Vogt Präsident beim VfB Stuttgart. Seine ersten Monate im Amt waren ebenso aufregend wie unruhig. Zeit für eine erste Zwischenbilanz.

    Im "kicker"-Interview äußerte sich der 50-Jährige nun zur aktuellen Situation beim schwäbischen Traditionsklub. Auch im Ländle zeigt die Coronakrise Wirkung.

    "Wie für viele andere Vereine ist die Lage auch für den VfB Stuttgart bedrohlich", gestand Vogt und ging weiter ins Detail: "Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte wird es [...] Kurzarbeit geben. Darüber hinaus wird die Mannschaft einen finanziellen Beitrag leisten, der auch notwendig ist. Wie auch die sportliche Leitung, die sportliche Führung, der Vorstand und die Geschäftsleitung." Mehr dazu hier.

    +++ 30.03.2020, 08:52 Uhr: Asamoah spricht über "wichtiges Signal" von S04 +++

    Beim FC Schalke 04 ist Gerald Asamoah längst Kult. Der 41-Jährige, der mittlerweile die U23 der Knappen managt, nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um wichtige Themen geht. Auch zur Coronakrise hat sich der Ex-Stürmer nun geäußert.

    In einer Kolumne im Fachmagazin "kicker" sagte er: "Das Coronavirus zeigt nun, wie schnell eine ganze Region, ein ganzes Land, ja sogar die ganze Welt stillstehen kann. Die Situation ist dramatisch, auch für die schönste Nebensache: den Fußball. Ich hoffe, dass die Auswirkungen speziell auf die Bundesliga nicht noch einschneidender sein werden." Weitere Aussagen von Asamoah gibt es hier!

    +++ 30.03.2020, 08:34 Uhr: Subotic vermisst Solidarität zwischen den Klubs +++

    Verteidiger Neven Subotic von Bundesligist Union Berlin vermisst in Zeiten der Coronakrise Solidarität zwischen den Fußball-Klubs.

    "Von Spielern wird aktuell Solidarität gefordert, und das ist nicht nur jetzt, sondern generell richtig. Aber was ist mit den Vereinen? Da scheint das Niveau der Solidarität niedrig, da habe ich kaum gehört, dass Vereine bereit sind, sich gegenseitig zu unterstützten", sagte der 31-Jährige den Zeitungen der "Funke-Mediengruppe".

    +++ 30.03.2020, 07:23 Uhr: Ruhnert kritisiert BVB, Gladbach und Co. +++

    Oliver Ruhnert, Geschäftsführer des 1. FC Union Berlin, hat den unterschiedlichen Umgang der Bundesliga-Vereine mit der Empfehlung der DFL zum Trainingsbetrieb in der Corona-Krise kritisiert.

    Die Deutsche Fußball Liga hatte empfohlen, bis einschließlich 5. April nur individuell trainieren zu lassen, doch die Bundesligaklubs reagierten ganz verschieden.

    Ruhnert missfällt das Vorgehen der Klubs. "Ich finde es wichtig, dass es eigentlich einheitlich ist. Wenn sich einige Vereine nicht daran halten, finde ich es schwach", sagte Ruhnert dem Fachmagazin "kicker".

    Zuletzt hatten mehrere Klubs den Trainingsbetrieb in Kleingruppen wieder aufgenommen. Darunter unter anderem RB Leipzig, Borussia Dortmund, der VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach oder der FC Augsburg.

    +++ 30.03.2020, 07:08 Uhr: DFB und VfL können weiter auf VW-Unterstützung bauen +++

    Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der VfL Wolfsburg können trotz der Coronakrise weiter auf die finanzielle Unterstützung des Volkswagen-Konzerns bauen.

    "Ein Sponsoring-Konzept ist auf Langfristigkeit ausgelegt", sagte Frank Witter, VW-Vorstand und Aufsichtsratsvorsitzender bei der 100-prozentigen Tochtergesellschaft VfL Wolfsburg, dem "kicker": "Volkswagen steht zu den Vereinbarungen, das ist die Basis, auf der die Geschäftsführung arbeitet. Wir haben nicht vor, kurzfristig daran etwas zu verändern."

    +++ 29.03.2020, 20:53 Uhr: Odyssee für Marko Arnautovic +++

    Marko Arnautovic befindet sich im Zuge der Coronavirus-Pandemie unter kuriosen Umständen in
    Dubai in Quarantäne.

    Wie der 85-malige Nationalspieler Österreichs am Sonntag im österreichischen Fernsehen "ORF" berichtete, wurde er nach einem Deutschland-Aufenthalt von seinem Klub Shanghai SIPG aufgefordert, sich wieder in die Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu begeben und sich dort zu isolieren.

    Die Profis des Shanghai-Vereins hatten nach einem Trainingslager in Dubai die Erlaubnis erhalten, zu ihren Familien zu reisen. Arnautovic flog daraufhin nach Deutschland, wo sich seine Frau und die beiden Töchter aufhalten. "Dann habe ich nach drei, vier Tagen die Anweisung bekommen, nach Dubai zurückzukommen, weil Deutschland für China ein Risikoland ist", erklärte der 30-Jährige.

    Während seine Teamgefährten Dubai längst verlassen haben, geht Arnautovic davon aus, dass er noch bis zu zehn Tage in den Emiraten bleiben muss, ehe die Rückkehr nach China erfolgen kann.

    +++ 29.03.2020, 20:24 Uhr: Taiwan startet reine "Geisterliga" +++

    Der taiwanesische Fußball geht angesichts der Coronakrise mit einer "Geisterliga" an den Start. Die Premier League mit acht Mannschaften werde plangemäß am 12. April den Spielbetrieb aufnehmen, teilte der nationale Verband CTFA mit - allerdings unter Ausschluss von Zuschauern.

    Nur Spieler, Trainer, Betreuer und ausgewählte Funktionäre sollen die Stadien betreten dürfen. Fiebermessungen und Desinfektionsmaßnahmen sind Pflicht, beim ersten Corona-Fall soll die Liga sofort unterbrochen werden.

    +++ 29.03.2020, 20:12 Uhr: Rettig fordert eine Art Vorzugsbehandlung +++

    Der ehemalige DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig fordert in der Coronakrise vonseiten der Politik eine Vorzugsbehandlung des Fußballs. "Ein verpöntes Geisterspiel" könne in Zeiten häuslicher Quarantäne ein Ereignis sein, "auf das man sich freut und über das geredet wird", sagte der 56-Jährige in der Montagsausgabe des "kicker".

    Er fügte hinzu: "Da kein Zeitpunkt absehbar ist, an dem das normale Leben wieder beginnt, kann bei abnehmenden Restriktionen die Austragung dieser Geisterspiele einen Beitrag zur Zerstreuung und damit für das Wohlbefinden der Menschen leisten."

    Als "vielzitierter Kitt der Gesellschaft" ist der Fußball für den langjährigen Bundesliga-Funktionär gerade jetzt besonders wertvoll. Auch wenn der Profifußball "keinen direkten ökonomischen Beitrag zur Systemerhaltung" leiste, gewinne er "durch jeden Tag des derzeitigen Kontaktverbotes und damit einhergehender sozialer Isolation an Bedeutung", sagt Rettig.

    +++ 29.03.2020, 19:33 Uhr: Auch Kane spricht schon von Abbruch +++

    Für Stürmer Harry Kane vom englischen Erstligisten Tottenham Hotspur muss die Premier-League-Saison zwingend bis zum 30. Juni abgeschlossen sein. "Es muss einen Punkt geben, an dem es reicht", sagte der Kapitän der englischen Nationalmannschaft eindringlich in einem Instagram-Video: "Wenn wir bis in den Juli oder August hinein spielen und die nächste Saison dafür zurückschieben, sehe ich darin keinen allzu großen Nutzen."

    Sollte diese Frist aufgrund der Coronakrise nicht zu halten sein, solle man die laufende Spielzeit seiner Ansicht nach lieber abbrechen. "Wenn die Saison nicht bis Ende Juni abgeschlossen ist, müssen wir uns die Optionen ansehen und uns auf die nächste Saison freuen", sagte der 26-Jährige.

    In der Premier League ruht wie in nahezu allen europäischen Ligen derzeit der Ball, bis mindestens 30. April sind alle Spiele ausgesetzt. Die Liga-Organisatoren prüfen, ob die Saison möglicherweise ohne Zuschauer doch noch zu Ende gebracht werden könnte.

    +++ 29.03.2020, 17:35 Uhr: Keller spricht über Quarantäne +++

    Zwei Wochen Corona-Quarantäne haben Trainer Jens Keller vom Fußball-Zweitligisten 1. FC Nürnberg einen neuen Blickwinkel eröffnet. "Man sieht, wie viele Dinge im Leben nicht wichtig sind. Die erscheinen dann sehr, sehr klein", sagte Keller am Sonntag im Interview bei "Sky Sport News HD".

    Keller war zwei Wochen lang allein in seiner Wohnung - seine Familie wohnt nicht bei ihm in Nürnberg. "Wenn man sich nur vom Sofa über die Küche zum Bett bewegen kann, ist das schon sehr einschneidend", berichtete er. Das Internet und ein neues Spinning-Rad haben ihn bei Laune gehalten.

    Nach einem positiven COVID-19-Test von Fabian Nürnberger am 13. März war die gesamte Club-Mannschaft samt Betreuerstab unter Quarantäne gestellt worden. 

    +++ 29.03.2020, 17:16 Uhr: Fortuna ergreift weitere Maßnahmen +++

    Mit Kurzarbeit und Gehaltsverzicht will Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf den finanziellen Schaden durch die Coronakrise begrenzen. Der gesamte Vorstand wird laut Mitteilung vom Sonntag auf einen Teil seiner Bezüge verzichten und weiteren Stundungen von Ansprüchen zustimmen. 

    Gespräche mit der Mannschaft sind ebenfalls weit gediehen. "Deshalb bin ich sehr zuversichtlich, dass wir in Kürze ein faires Ergebnis erzielen werden, das uns in der aktuellen Situation sehr gut helfen wird, um uns für alle denkbaren Szenarien zu rüsten", sagte Vorstandschef Thomas Röttgermann: "Wir haben eine großartige Mannschaft mit einem hohen Maß an Verständnis für die Realität, für die Solidarität wirklich mehr als nur ein Wort ist."   

    Vereinsmitarbeiter, deren Einsatzmöglichkeiten derzeit begrenzt sind, gehen ab der ersten Aprilwoche in Kurzarbeit. Laut Röttgermann ist keines der durchgerechneten Szenarien für die Fortuna existenzbedrohend. 

    +++ 29.03.2020, 17:05 Uhr: ter Stegen lernt richtiges Händewaschen +++

    Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen erhält in Corona-Zeiten nützliche Hygiene-Tipps von einem Rivalen.

    "Ich habe letztens mit (FC-Liverpool-Keeper) Alisson gesprochen, und er hat mir erklärt, wie man sich richtig die Hände wäscht", sagte der Profi des spanischen Fußball-Meisters FC Barcelona in einem Interview der Zeitung "El País". "Davor hatte ich mir nie darüber Gedanken gemacht", meinte der 27-Jährige.

    Mit dieser Anekdote beantwortete ter Stegen die Frage, ob die Fußball-Stars in diesen schwierigen Pandemie-Zeiten eine noch größere Verantwortung tragen. "Das Gute ist, dass wir Millionen Follower haben. Mit einigen gut gewählten Mitteilungen können wir den Menschen helfen", sagte er. Den Ratschlag des Brasilianers Alisson Becker habe er in den sozialen Netzwerken gepostet.

    +++ 29.03.2020, 16:44 Uhr: Son fliegt in die Heimat +++

    Mit der Erlaubnis seines Vereins Tottenham Hotspur ist Starstürmer Heung-min Son am Sonntag in seine Heimat Südkorea geflogen.

    Wie der englische Premier-League-Klub mitteilte, sei Son trotz der Ausgangsbeschränkungen in Großbritannien wegen der Corona-Pandemie aus "persönlichen Gründen" nach Asien gereist. Die Saison in Englands höchster Fußball-Liga ist vorerst bis zum 30. April ausgesetzt.

    Der 27 Jahre alte Son, der in der Bundesliga für den Hamburger SV und Bayer Leverkusen spielte, befindet sich nach einem im Februar erlittenen Armbruch in der Rehabilitation. Nach seiner Ankunft in Südkorea begibt er sich in eine 14-tägige Quarantäne.

    +++ 29.03.2020, 15:55 Uhr: Spanischer Ex-Nationalspieler verstorben +++

    Der ehemalige spanische Nationalspieler und langjährige Profi von Atlético Madrid, José Luis Capón, ist als zweites prominentes Opfer im spanischen Fußball dem Coronavirus erlegen. Der ehemalige Abwehrspieler starb im Alter von 72 Jahren an COVID-19. Vor Wochenfrist war der langjährige Real-Madrid-Präsident Lorenzo Sanz aufgrund der Corona-Infektion gestorben.

    Capon stand 1974 in jener Atlético-Mannschaft, die im Finale des Europapokals der Landesmeister in Brüssel nach dem 1:1 im ersten Duell gegen Bayern München im Wiederholungsspiel 0:4 im Heysel-Stadion verlor.

    +++ 29.03.2020, 14:38 Uhr: Türkischer Rekordnationalspieler im Krankenhaus +++

    Der türkische Fußball ist in Sorge um seinen Rekordnationalspieler Rüstü Recber. Wie dessen Ehefrau in den Sozialen Medien bekannt gab, wurde der 46 Jahre alte Ex-Nationaltorhüter nach einem positiven Coronavirus-Test in ein Krankenhaus eingeliefert.

    "Die Symptome haben sich rasend schnell entwickelt, nachdem zuvor alles in Ordnung gewesen war. Das sind kritische und schwere Zeiten", schrieb Isil Recber, die ebenso wie die gemeinsamen zwei Kinder negativ getestet wurden, auf Instagram.

    Rüstü hatte während seiner aktiven Laufbahn 120 Länderspiele für die Türkei bestritten, bei der WM 2002 erlangte er auch durch den Halbfinaleinzug in seiner Heimat Heldenstatus. Bis auf eine Saison beim FC Barcelona stand er ausnahmslos bei Vereinen in der Türkei unter Vertrag.

    +++ 29.03.2020, 14:31 Uhr: Schalke-Coach findet Verzicht "selbstverständlich +++

    Trainer David Wagner vom Fußball-Bundesligisten Schalke 04 empfindet es im Hinblick auf den von der Mannschaft beschlossenen Gehaltsverzicht als "selbstverständlich, dass wir uns in diesen Zeiten für die Mitarbeiter des Vereins engagieren. Diese Haltung haben Spieler ebenso wie Trainerstab und Staff sehr schnell und unmissverständlich thematisiert."

    Der Coach ist davon überzeugt, dass diese Maßnahme auch den Charakter seines Teams zeige. "Für mich steht diese Haltung unter der Überschrift 'Anpacken', so wie die gesamte Saison", urteilte Wagner.

    Seit Saisonbeginn, "als wir keine einfache Ausgangslage vorgefunden haben, packt unsere Mannschaft an". Zunächst auf dem Platz "und nun ebenso im Klub". Für ihn sei dieses Verhalten nicht neu, "denn ich erlebe das Team Tag für Tag und daher kenne ich Charakter und Mentalität unserer Gruppe".

    +++ 29.03.2020, 14:19 Uhr: BVB will in Zweiergruppen trainieren +++

    Borussia Dortmunds Fußball-Profis wagen in der Corona-Krise einen ersten Schritt aus der Isolation zurück in die Normalität. Von diesem Montag an soll die Mannschaft von Trainer Lucien Favre in Kleingruppen auf den Trainingsplatz zurückkehren.

    "Morgen geht es los. Wir wollen langsam wieder anfangen, in ganz kleinen Gruppen mit zwei Spielern", kündigte Mittelfeldspieler Emre Can in der "Sport1"-Sendung "Doppelpass" an, zu der er per Video zugeschaltet war.

    In den vergangenen zwei Wochen mit den stark eingeschränkten Ausgangs- und Kontaktmöglichkeiten waren die BVB-Profis mit ihrem Trainingsplan im Homeoffice, Läufen und Fahrradfahren auf sich allein gestellt. Das größte Problem sei "die Unsicherheit", sagte Can. "Man weiß eben nicht, wann man wieder spielt. Am liebsten morgen. Aber das geht nicht. Deshalb muss man versuchen, sich irgendwie fitzuhalten", ergänzte der Nationalspieler. Es sei "schön wieder etwas zu machen und wieder Aufgaben zu haben. Es ist schon mal wichtig, dass wir wieder auf den Platz gehen."

    Der 26-Jährige betonte, er vermisse den sozialen Kontakt zu Mitspielern und Freunden. "Das fehlt im ganzen Alltag, der Fußball fehlt mir natürlich auch." Sein Trainingspartner am Montag sei Mahmoud Dahoud, sagte Can weiter: "Da wird es schon mal nicht langweilig."

    Can hofft, dass die Bundesliga-Saison noch zu Ende gespielt werden kann. Ob der Titelgewinn für den Tabellen-Zweiten BVB noch zu realisieren sei, wenn wieder gespielt wird? "Das wird ganz, ganz schwer. Wir haben noch die direkten Duelle mit Bayern und Leipzig. Wir haben einen guten Kader, es wird nicht einfach. Aber ich glaube schon, dass es noch möglich ist."

    +++ 29.03.2020, 13:12 Uhr: Podolski zu Gehaltsverzicht bereit +++

    Lukas Podolski will als Fußballprofi des türkischen Süper-Lig-Klubs Antalyaspor auch mit einem Gehaltsverzicht seinen Beitrag zur Bewältigung der Coronakrise leisten.

    "Ich wäre der Erste, der dazu bereit wäre, wenn man damit die Mitarbeiter des Vereins unterstützen könnte, die keine Beschäftigung mehr haben", sagte der Rio-Weltmeister in einer Live-Schalte im Doppelpass auf "Sport1".

    Der 34-Jährige berichtete außerdem vom derzeitigen Cyber-Training bei seinem Klub von der türkischen Riviera. "Wir haben eine App, und da hüpft dann ein Fitnesstrainer auf einem Fahrrad rum", berichtete "Prinz Poldi" gewohnt launig. Aber er sei halt Fußballer, "mir fehlt der Ball, mit fehlt die Mannschaft und das Training auf dem Platz".

    +++ 29.03.2020, 12:55 Uhr: #wekickcorona schon bei 3,6 Millionen Euro +++

    Die deutschen Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich haben mit ihrer Hilfsaktion "We kick Corona" nach etwas mehr als einer Woche schon 3,6 Millionen Euro eingesammelt.

    Diese Spendensumme nannte Bayern-Profi Goretzka bei "Sport1". "Wir wollten schnell helfen, und das ist uns, glaube ich, bisher ganz gut gelungen", sagte sein Vereinskollege Kimmich, der ebenfalls in der Sendung "Doppelpass" zugeschaltet war.

    Die beiden 25 Jahre alten Profis des FC Bayern München hatten selbst einen Start-Betrag von einer Million Euro gespendet. Zahlreiche Fußballstars wie Mats Hummels (Borussia Dortmund), Leroy Sané (Manchester City) oder Timo Werner (RB Leipzig) schlossen sich als Unterstützer an, ebenso Topathleten aus anderen Sportarten wie Tennis-Ass Alexander Zverev oder Basketballer Dennis Schröder. "Wir fokussieren uns nicht nur auf Prominente", betonte Goretzka. Auf der Homepage www.wekickcorona.com ist von bislang 2000 Spendern die Rede.

    Über 30 soziale Projekte konnten bereits unterstützt werden, wie Kimmich berichtete. Diese sind auf der Homepage aufgelistet. Weitere 40 befänden sich in Vorbereitung.

    +++ 29.03.2020, 11:37 Uhr: Bobic sieht "Geschichtsträchtiges" +++

    Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic sieht in der derzeitigen Situation auch die Möglichkeit, etwas "Geschichtsträchtiges" zu erreichen.

    "Beispielsweise im DFB-Pokalfinale, wenn man vor leeren Rängen den Pokal in die Luft hält. Da wird man in 20 Jahren zurückschauen, die Bilder sehen und denken: Schaut, was wir damals durchgestanden haben", sagte Bobic in der Sendung "Wontorra On Tour" bei "Sky Sport News HD". 

    Zudem glaubt der frühere Fußball-Nationalspieler, dass künftig volle Stadien nicht mehr als normale Sache angesehen werden. "Was für viele eine Selbstverständlichkeit war, wird dann von allen mehr wertgeschätzt", sagte Bobic.

    +++ 29.03.2020, 11:31 Uhr: Wann geht es in der Serie A weiter? +++

    Der italienische Sportminister Vincenzo Spadafora schließt aus, dass die aktuell ruhende Saison in der italienischen Serie A bereits in fünf Wochen wiederaufgenommen werden kann. Es sei unrealistisch zu denken, dass die Liga - wie einige Klubs hoffen - am 3. Mai wieder starten könne, sagte Spadafora der römischen Tageszeitung "La Repubblica".

    Außerdem mahnte der Politiker der EU-skeptischen und populistischen Partei "Movimento 5 Stelle" (Fünf-Sterne-Bewegung), die vom Kabarettisten Beppe Grillo gegründet wurde, einen Kulturwandel an. "Von den Serie-A-Klubs erwarte ich mir einen echten Willen zur Veränderung: Die großen Vereine leben in einer eigenen Welt und über ihre Möglichkeiten, angefangen bei den millionenschweren Gehältern der Spieler. Sie müssen begreifen, dass nichts mehr wie früher sein wird."

    Spadafora will der Regierung vorschlagen, das Verbot zur Austragung sportlicher Veranstaltungen bis Ende April zu verlängern. Das soll auch für das Training gelten. Zur Unterstützung des Sports in Zeiten der Coronakrise werde die Regierung um den parteilosen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte 400 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

    +++ 29.03.2020, 11:23 Uhr: Wie soll der Bundesliga-Solidartopf verteilt werden? +++

    20 Millionen Euro haben FC Bayern, BVB, RB Leipzig und Bayer Leverkusen auf Geheiß von Karl-Heinz Rummenigge gesammelt und damit einen Solidartopf gefüllt, um Bundesliga-Klubs in Not zu helfen. Doch wie soll dieses Geld eigentlich verteilt werden? Mehr dazu hier!

    +++ 29.03.2020, 11:09 Uhr: Bergamo "wie in einem Weltkrieg" +++

    Der Klubchef des italienischen Champions-League-Viertelfinalisten Atalanta Bergamo, Antonio Percassi, beklagt den Tod von acht Mitarbeitern im Umfeld seines Fußball-Serie-A-Klubs wegen der Coronavirus-Pandemie, die besonders hart seine Stadt getroffen hat.

    "Wir erleben eine unglaubliche Tragödie, der eine ganze Generation zum Opfer gefallen ist. Das Virus befällt auch jüngere Menschen. Wir kämpfen gegen einen unsichtbaren Feind, es ist wie in einem Weltkrieg", sagte Percassi der "Gazzetta dello Sport" am Sonntag. 

    Der 66 Jahre alte Unternehmer, seit zehn Jahren Eigentümer von Atalanta, lobte den Mut seiner Mitbürger und die Nähe der Fans zu ihrem Klub, der nach dem Sieg gegen den FC Valencia den Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse geschafft hat. 

    "In diesen zehn Jahren sind wir stets gewachsen, heute zählen wir zu den acht besten europäischen Klubs. Ich hoffe, dass Atalantas Leistungen unserem Volk Freude machen, das so traurige und schwierige Tage erlebt", betonte Percassi.

    +++ 29.03.2020, 10:34 Uhr: Tolle Geste von AS Rom +++

    Der italienische Erstligist AS Rom kümmert sich in Zeiten der Coronakrise um seine ältesten Anhänger. Jeder Dauerkarteninhaber im Alter von mindestens 75 Jahren erhielt am Samstag im Rahmen der Aktion "Roma Cares" ein Paket vom dreimaligen Meister, darin enthalten unter anderem: Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis, Mehl, Zucker, Olivenöl und Mineralwasser, außerdem Desinfektionsmittel, Gesichtsmasken und Einweghandschuhe.

    "Die ältesten Mitglieder unserer Gesellschaft sind im Moment besonders verwundbar, jedes Mal, wenn sie das Haus zum Einkaufen verlassen", teilte der Klub mit: "Daher hat der Verein mit Unterstützung seiner Sponsoren vier Lastwagen durch die Stadt und über die Stadtgrenzen hinaus geschickt."

    Der älteste Dauerkarteninhaber, Eliseo Lorenzetti, erhielt zudem ein von Roma-Stürmer Edin Dzeko (früher VfL Wolfsburg) signiertes Trikot. Lorenzetti kam im Jahr 1923 zur Welt, vier Jahre vor der Gründung des AS Rom.

    +++ 29.03.2020, 10:30 Uhr: Chef des Robert Koch-Instituts: Dann können wir wieder ins Stadion +++

    Lothar Wieler ist nicht nur Chef des Robert Koch-Instituts - sondern auch Fußballfan. Daher appellierte der RKI-Präsident in diesem Zusammenhang erneut an das Einhalten der Kontaktsperre wegen des Coronavirus.

    In einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" antwortete der 59-Jährige auf die Frage nach einer Prognose, wann Fußballfans wieder ins Stadion dürfen: "Wir sind in der ganzen elterlichen Familie Fans des 1. FC Köln, seit wir laufen und denken können. Wann wir wieder ins Stadion dürfen, das hängt an uns allen. Wenn sich alle vernünftig verhalten, dann können wir die Welle vielleicht abbiegen. Je strenger wir uns an die Kontaktsperre halten, desto früher dürfen wir wieder nach draußen."

    +++ 29.03.2020, 09:37 Uhr: Ex-Eintracht-Trainer schießt gegen Jovic +++

    Luka Jovic von Real Madrid sorgte zuletzt für Negativschlagzeilen. Trotz der von seinem Klub verhängten Quarantäne flog der Angreifer in seine serbische Heimat, um den Geburtstag seiner Freundin zu feiern. Zu zahlreichen Kritikers gesellt sich nun Dragoslav Stepanovic, ehemaliger Trainer von Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen.

    "Er tut alles, um seine Karriere zu ruinieren", sagte Stepanovic in einem Interview mit der serbischen Zeitung "Kurir" und ergänzte: "Ich kann nicht glauben, was der Junge sich selbst antut. Jovic arbeitet gegen sich selbst."

    +++ 29.03.2020, 08:15 Uhr: Gündogan und Sané halten sich gemeinsam fit +++

    Ilkay Gündogan hat die durch die Corona-Pandemie herrschende Situation noch nicht richtig realisieren können.

    "Ich muss zugeben, dass es nicht so leicht ist, damit umzugehen. Es ist eine Ausnahmesituation, die nicht ganz zu greifen ist", sagte der 29-Jährige am Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio" des "ZDF".

    Er wisse nicht, wie lange es noch so weitergehe und wie er sich verhalten solle. "Man hat teilweise Angst, einen Spaziergang von zehn bis 15 Minuten draußen zu machen", sagte Gündogan: "Und das, obwohl es seltsamerweise und ironischerweise extrem schön war vom Wetter war hier in Manchester." 

    Während der Zwangspause in der Premier League hält sich der gebürtige Gelsenkirchener mit seinem Nachbarn und Teamkollegen Leroy Sané im hauseigenen Fitnessraum bei Laune. "Ich sehe ihn jeden zweiten Tag, wenn ich ins Gym gehe. Der Raum ist eigentlich geschlossen, aber wir dürfen ihn nutzen. Wir können uns da einigermaßen fit halten", sagte Gündogan.

    +++ 29.03.2020, 08:02 Uhr: Watzke verteidigt sich +++

    Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund hat seinen umstrittenen Auftritt in der "ARD-Sportschau" verteidigt, aber auch Selbstkritik geübt.

    "Ich habe mir diese Sendung noch einmal genau angesehen und muss sagen, dass jeder Satz, den ich gesagt habe, inhaltlich korrekt war. Ich hätte es allerdings freundlicher und empathischer ausdrücken können. Mea culpa!", sagte der 60-Jährige der "Bild am Sonntag". Mehr dazu hier!

    +++ 29.03.2020, 07:46 Uhr: Lahm sieht "existentielle Krise" +++

    EM-Botschafter Philipp Lahm sieht den Fußball derzeit "in einer existenziellen Krise" und ruft daher zur Solidarität auf.

    "Der Fußball wird sich rasch erholen, sobald durch einen entsprechenden Impfstoff die Gefahr der Übertragung eingedämmt ist. Voraussetzung dafür ist, dass es uns gelingt, in der Corona-Krise die Strukturen zu erhalten, die den deutschen Fußball auszeichnen und die Bundesliga zu einer der Topligen weltweit gemacht haben", sagte der Weltmeister von 2014 in einem Interview der "Welt am Sonntag".

    +++ 28.03.2020, 20:58 Uhr: Juve-Stars verzichten auf exorbitante Summe +++

    Der italienische Rekordmeister Juventus Turin hat im Zuge der Coronakrise mit seinen Spielern um Superstar Cristiano Ronaldo und dem Trainerteam um Maurizio Sarri eine Einigung zu einem Gehaltsverzicht erzielt.

    Wie die Alte Dame am Samstag mitteilte, belaufen sich die Einsparungen durch die Übereinkunft für das laufende Geschäftsjahr auf 90 Millionen Euro. Betroffen sind die Gehälter für März, April, Mai und Juni. Detaillierte Vereinbarungen mit jedem Einzelnen sollen in den kommenden Wochen erfolgen.

    "Juventus möchte sich bei den Spielern und dem Trainer für ihre Zusage bedanken", schrieb der Klub. Bei einer Fortsetzung der zurzeit pausierenden Saison sollen erneute Verhandlungen geführt werden. Zuletzt hatte die Serie A über eine Gehaltskürzung aller Profis um 30 Prozent nachgedacht, sollte der Spielbetrieb nicht wieder aufgenommen werden. Ein Beschluss wurde diesbezüglich aber noch nicht gefasst.

    +++ 28.03.2020, 18:28 Uhr: Ter Stegen freut sich auf Strandspaziergang +++

    Barcelona-Keeper Marc-André ter Stegen hält sich während der Corona-Krise und dem spanischen Ausgehverbot zu Hause mit täglichen Workouts fit.

    Zu seinem Club halte er dabei ständig Kontakt, sagte der 27-Jährige am Samstag in einem Live-Interview im Internet aus dem heimischen Wohnzimmer.

    Die Fußballfans rief ter Stegen dazu auf, ebenfalls zu Hause zu bleiben, um die Krise in den Griff zu bekommen. "Wir sind alle in derselben Situation, aber in diesen Zeiten sind wir auch Influencer, die andere auch zum Zuhause-Bleiben bewegen können."

    Das erste, was er gerne tun wolle, wenn die Bewegungseinschränkungen vorbei sind, sei ein Spaziergang am Strand oder in der Stadt: "Das vermisse ich am meisten." Im besonders heftig von Covid-19 betroffenen Spanien gilt bis zum 11. April ein strenges Ausgehverbot.

    +++ 28.03.2020, 17:42 Uhr: "Bundesliga Home Challenge" in vollem Gange ++

    Die Fußball-Bundesliga trotzt Corona: Zum Auftakt der Bundesliga Home Challenge hat die TSG Hoffenheim dank Stürmer Munas Dabbur mit 3:2 gegen die SpVgg Greuther Fürth gewonnen. Die Bundesliga hatte das eSports-Event in FIFA 20 als Alternative zu den regulären Spieltagen ins Leben gerufen.

    Als Sieger im Duell der Stürmer konnte sich am Samstag Dabbur feiern lassen. Der israelische Nationalspieler setzte sich dank zwei später Treffer mit 3:1 gegen Fürths Timothy Tillman durch. Damit glich Dabbur auch den 1:0-Sieg von Fürths eSports-Profi Fabio "fifabio97" Sabbagh gegen TSG-Fan Manuel "plaplup" Schwarz aus.

    Unter dem Motto "Stay Home ... and play!" veranstaltet die DFL das Online-Turnier an diesem und am kommenden Wochenende. Insgesamt sind 26 Teams der 1. und 2. Bundesliga mit zwei Spielern dabei. Es treten je ein Fußball-Profi und eine weitere Person aus dem Klubumfeld an. Weitere Infos und ein Live-Stream hier!

    +++ 28.03.2020, 17:04 Uhr: Kiel-Profi von positivem Test überrascht +++

    Stefan Thesker vom Zweitligisten Holstein Kiel hat sich zwei Wochen nach Bekanntwerden seiner Coronavirus-Infektion wieder gesund gemeldet.

    "Ich bin nicht davon ausgegangen, dass ich mich mit dem Virus angesteckt habe", sagte der 28 Jahre alte Verteidiger den "Kieler Nachrichten".

    Er sei "nur leicht erkältet" gewesen. "Die Nachricht, dass der Test positiv ist, kam für mich überraschend, da ich mich bereits frühzeitig an die vorgegebenen Verhaltensregeln gehalten hatte", meinte er weiter.

    Er habe nur die ersten beiden Tage leichte grippeähnliche Symptome gehabt, danach nicht mehr. "Das einzige, was ich mehrere Tage hatte, war der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns", erinnerte sich Thesker.

    Nach dem positiven Test mussten die gesamte Kieler Mannschaft und das Trainer-Team in die Quarantäne.

    +++ 28.03.2020, 16:01 Uhr: UEFA-Boss schlägt Alarm! Dann ist die Saison futsch! +++

    UEFA-Präsident Aleksander Ceferin glaubt weiterhin an eine Fortsetzung des wegen der Coronakrise zum Erliegen gekommenen Fußballbetriebs. Dies müsse jedoch in den nächsten zwölf Wochen geschehen, um die Saison ordnungsgemäß zu Ende zu bringen. "Wir könnten Mitte Mai, im Juni oder sogar im späten Juni beginnen", sagte Ceferin der italienischen Zeitung "La Repubblica". Danach aber sei die Saison "sehr wahrscheinlich verloren".

    Der Chef der Europäischen Fußball-Union stellte zudem klar, dass Gespräche mit den Ligen über eine Anpassung des Kalenders laufen würden. So könnte die laufende Saison "zum Beginn der kommenden" beendet werden, dadurch würde die nächste Spielzeit "ein bisschen später" beginnen. Eine finale Entscheidung sei jedoch noch nicht getroffen worden.

    Abgesehen von Weißrussland ruht überall in Europas Profiligen derzeit der Ball. In der Bundesliga soll der Spielbetrieb auf Vorschlag der Deutschen Fußball Liga (DFL) bis zum 30. April ausgesetzt werden. Die 36 Klubs der 1. und 2. Bundesliga müssen am Dienstag noch zustimmen. Das gilt allerdings als Formsache.

    +++ 28.03.2020, 14:35 Uhr: Gladbach präzisiert Erstattungsfrist +++

    Borussia Mönchengladbach hat zweieinhalb Wochen nach dem Geisterspiel gegen den 1. FC Köln die Frist für die Rückerstattung des Geldes für erworbene Eintrittskarten präzisiert. Der Tabellenvierte hatte ursprünglich erklärt, dass Käufer einer Tageskarte unter Vorlage des Original-Tickets sowie eines ausgefüllten Erstattungsformulars per Post bis zum 31. März 2020 den Eintrittspreis zurückerhalten und Dauerkarteninhaber den anteiligen Preis.

    Nun wies die Borussia nach Kritik der Verbraucherzentrale darauf hin, dass es sich nicht um eine "rechtlich bindende Frist", sondern ein Bitte handele, "damit die Abwicklung zügig gestaltet werden kann".

    Nach Angaben der "Rheinische Post" können Ansprüche laut Verbraucherzentrale bis zum 31. Dezember 2023 geltend gemacht werden. Gladbach hatte das erste Geisterspiel der Bundesliga-Historie am 11. März als Folge der beginnenden Coronavirus-Pandemie gegen Köln mit 2:1 gewonnen.

    +++ 28.03.2020, 14:10 Uhr: Mainz stellt auf Kurzarbeit um +++

    Bundesligist FSV Mainz 05 führt auf seiner Geschäftsstelle vom 1. April an Kurzarbeit aufgrund der Coronavirus-Pandemie ein.

    "Es ist gerade kein Zeichen von Schwäche, dass wir Kurzarbeit einführen. Es ist ein Signal für wirtschaftliche und organisatorische Handlungsfähigkeit. Wir haben festgestellt, dass der Sinn von Kurzarbeit auf uns genau zutrifft: Der erhebliche und vorübergehende Wegfall von Arbeitsaufkommen soll aufgefangen werden", sagte der kaufmännische Vorstand Jan Lehmann der "FAZ".

    Betroffen von der Maßnahme sind rund drei Viertel der Angestellten in der Verwaltung. Die Rheinhessen haben den von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeitern zugesichert, die Absicherung von den 60 Prozent für Kinderlose beziehungsweise 67 Prozent für Eltern auf 90 Prozent aufzustocken.

    Der Verein werde im April laut Lehmann durch die Regelung einen Betrag im sechsstelligen Bereich einsparen, der wie die freiwilligen Gehaltsverzichte von Profis und Vorstandsmitgliedern zur Überlebensfähigkeit des Klubs in der Coronakrise beitragen soll.

    +++ 28.03.2020, 13:10 Uhr: Fenin geht für Senioren einkaufen +++

    Der ehemalige Frankfurter Fußball-Bundesliga-Profi Martin Fenin engagiert sich in seiner tschechischen Heimat während der Coronavirus-Pandemie im sozialen Bereich. Der ehemalige Torjäger geht im Auftrag des Roten Kreuzes für Seniorinnen und Senioren einkaufen. 

    "Man registriert sich in einer App. Dort gibt man an, was man übernehmen kann. Ich gehe einkaufen und besorge Medikamente in der Apotheke", berichtete Fenin auf der Eintracht-Homepage. Er habe seine Adresse und seine Telefonnummer angegeben. "Falls jemand etwas braucht, kann er mich so kontaktieren. Vom Roten Kreuz bekommt man vorher ein Startpaket mit Handschuhen, Desinfektionsmitteln und Instruktionen. Abstand halten und so weiter", so Fenin.

    Das Engagement kam beim ehemaligen Spieler der Eintracht nicht von ungefähr. "Meine Mutter ist Ärztin, meine Oma ist Ärztin, beide sind im Dienst. Meine Freundin ist Polizistin, sie ist auch im Dienst. Wie soll ich das sagen? Ich habe mich geschämt, habe nichts gemacht und war zu Hause. Daher wollte ich auch helfen", betonte Fenin. Er habe sich beim Roten Kreuz in Prag angemeldet: "Dort habe ich einen Ausweis bekommen und bin jetzt im Dienst, falls jemand was braucht."

    +++ 28.03.2020, 12:48 Uhr: Vigo-Star "flüchtet" nach Dänemark +++

    Wegen eines massiven Verstoßes gegen die Corona-Ausgangssperre in Spanien erwarten den dänischen Nationalspieler Pione Sisto von Erstligist Celta Vigo drastische Sanktionen durch seinen Klub.

    Der 25-Jährige verließ spanischen Medienberichten trotz des Ausgehverbots sein Haus und fuhr mit seinem Auto über fast 3.000 km quer durch Europa in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen. Celta erhielt erst nachträglich Kenntnis von Sistos "Flucht" und kündigte umgehend eine Strafe für den Außenstürmer an.

    +++ 28.03.2020, 12:25 Uhr: Uruguays Trainer-Ikone vorerst arbeitslos +++

    Der Fußball-Verband Uruguays AUF hat mit der vorläufigen Entlassung aller Trainer, darunter auch Nationalmannschafts-Chefcoach Oscar Tabarez, auf die Folgen der Coronakrise reagiert. Dies gab der Verband in der Nacht zu Samstag bekannt.

    Demnach sind Tabarez und weitere Verbandscoaches ab 1. April beschäftigungslos, wobei alle allerdings in den Genuss einer Arbeitslosenversicherung kommen, wie der AUF mitteilte. Der 73-jährige Tabarez ist seit 2006 Cheftrainer des zweimaligen Weltmeisters (1930 und 1950). 

    Laut uruguayischen Medienberichten sollen insgesamt 400 Personen von der Maßnahme des Verbandes betroffen sein. Aufgrund der Corona-Pandemie sind dem Verband wichtige Einnahmen weggebrochen, obwohl in dem südamerikanischen Land erst 274 Personen an COVID-19 erkrankt sind.

    +++ 28.03.2020, 11:53 Uhr: AS Rom schickt Carepakete an seine Fans +++

    Der italienische Fußball-Erstligist AS Rom kümmert sich in Zeiten der Coronakrise um seine ältesten Anhänger. Jeder Dauerkarteninhaber im Alter von mindestens 75 Jahren erhielt am Samstag im Rahmen der Aktion "Roma Cares" ein Paket vom dreimaligen Meister, darin enthalten unter anderem: Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis, Mehl, Zucker, Olivenöl und Mineralwasser, außerdem Desinfektionsmittel, Gesichtsmasken und Einweghandschuhe.

    "Die ältesten Mitglieder unserer Gesellschaft sind im Moment besonders verwundbar, jedes Mal, wenn sie das Haus zum Einkaufen verlassen", teilte der Klub mit: "Daher hat der Verein mit Unterstützung seiner Sponsoren vier Lastwagen durch die Stadt und über die Stadtgrenzen hinaus geschickt."

    +++ 28.03.2020, 11:45 Uhr: ECA-Boss spricht von "existenzieller Bedrohung" +++

    Andrea Agnelli hat in seiner Funktion als Präsident der Europäischen Fußball-Klubvereinigung ECA vor gravierenden Folgen der Coronakrise gewarnt.

    "Die Pandemie ist eine existenzielle Bedrohung für die europäischen Vereine", hieß es in seinem Schreiben, aus dem die "Gazzetta dello Sport" zitiert: "Da der Fußball zum Erliegen gekommen ist, sind auch die Einnahmen eingefroren, auf die wir zur Bezahlung unserer Spieler, des Personals und zur Kostendeckung angewiesen sind." Agnelli ist Präsident des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin.

    "Niemand ist gegen diese Krise immun, wir müssen zügig handeln, das ist von wesentlicher Bedeutung", schrieb Agnelli weiter: "Wir sind mit der größten Herausforderung konfrontiert, die das Fußballsystem jemals bewältigen musste."

    +++ 28.03.2020, 10:10 Uhr: Wagner bittet zum Cyber-Training +++

    Der FC Schalke 04 hat sein Training in der Coronavirus-Pause um eine Variante erweitert. Wenn die Fußball-Profis ihre Übungseinheiten in den eigenen vier Wänden absolvieren, sind sie nun durch einen Video-Call miteinander verbunden. Alle Team-Mitglieder trainieren gleichzeitig und können sich dabei untereinander sehen.

    "Für uns als Mannschaftssportler ist es enorm wichtig, im Team interagieren zu können, selbst wenn wir räumlich getrennt sind", erläutert Trainer David Wagner das "Cyber-Training" in einer Klubmitteilung. So könne "der Athletiktrainer die Einheiten steuern und bei den Übungen optimierend eingreifen", meint der Chefcoach.

    Weil die aktuellen Vorgaben zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen weiter kein Training in größeren Gruppen erlauben, ist man auf Schalke erfinderisch. "Wie jeder Arbeitnehmer würden wir natürlich am liebsten schnellstmöglich unserem Beruf wieder dort nachgehen, wo wir ihn ausüben: auf dem Rasen", sagt Wagner. Daher prüfe man "alle Möglichkeiten", das Training unter Einhaltung aller Vorgaben und Vorsichtsmaßnahmen bestmöglich umzusetzen.

    +++ 28.03.2020, 09:42 Uhr: Erster Corona-Fall in Australien +++

    Als erster Fußballprofi in Australien ist ein Spieler des A-League-Teams Newcastle Jets am Samstag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte der Klub. Der Name wurde nicht genannt, er soll jedoch laut Medienberichten am vergangenen Montag beim 2:1-Heimsieg gegen Melbourne City gespielt haben. Die Partie fand ohne Zuschauer statt, es war die letzte Begegnung vor dem Meisterschaftsstopp Down Under.

    Ebenfalls an COVID-19 ist ein Mitarbeiter von Wellington Phoenix aus Neuseeland erkrankt. Das Team hatte aufgrund der Coronakrise eigens nach Australien übersiedeln müssen. Nach Angaben der Jets gehe es dem Spieler und seiner Familie, die unter Quarantäne gestellt wurden, den Umständen entsprechend gut. Die restlichen Spieler der Mannschaft, so kündigte der Klub an, werden ihren Gesundheitszustand genauestens beobachten, sobald Krankheitssymptome auftauchen, werde es eine Selbstisolation geben.

    In Australien sind insgesamt zehn deutschen Profis aktiv, darunter namhafte Kicker wie Alexander Baumjohann, Nicolai Müller und Tim Hoogland.

    +++ 28.03.2020, 08:16 Uhr: Sörgel für Corona-Tests bei Stadionbesuchern +++

    In der Debatte über verstärkte Corona-Tests in der deutschen Bevölkerung fordert der Nürnberger Pharmakologe Fritz Sörgel eine gezielte Untersuchung auch von Fußball-Fans. Zur genaueren Feststellung der Virus-Ausbreitung in Deutschland plädierte der Wissenschaftler in der "Bild"-Zeitung für Tests bei Stadionbesuchern am bislang letzten Bundesliga-Spieltag vor drei Wochen.

    "Die Lage ist sehr, sehr ernst, und uns läuft immer mehr die Zeit davon. Die Klubs haben massenhaft Daten ihrer Anhänger. Sie könnten die Fans per Email anschreiben und zu einem Anti-Körper-Test aufrufen", erläuterte Sörgel seinen Plan.

    Die Feststellung von gebildeten Immunitäten nach einer unwissentlichen Infizierung soll Rückschlüsse auf den Verbreitungsgrad des Virus ermöglichen. Der Vergleich von Stichproben bei 500 bis 1000 Fans pro Verein mit den Daten der Gesamtbevölkerung könnte demnach Erkenntnisse über die Dunkelziffer bei der Zahl der Infektionen liefern

    +++ 28.03.2020, 08:12 Uhr: Auch Köln-Stars verzichten auf Teile des Gehalts +++

    Profis und Trainer von Fußball-Bundesligist 1. FC Köln folgen in der Corona-Krise dem Beispiel mehrerer Klubs und verzichten auf einen Teil ihrer Gehälter.

    "Wir haben besprochen, dass wir das intern behalten wollen. Aber diese Dinge sind für uns und mich eine Selbstverständlichkeit", sagte Chefcoach Markus Gisdol in der "Bild"-Zeitung nach einem Gespräch mit der Mannschaft im Vereinsrestaurant am Geißbockheim.

    Die Einzelheiten erörterten der Mannschaftsrat um Kapitän Jonas Hector sowie die Geschäftsführer Alexander Wehrle und Horst Heldt. Über die Höhe des Solidarbeitrages sind keine Einzelheiten bekannt.

    +++ 28.03.2020, 07:55 Uhr: Suárez startet Hilfsaktion +++

    Mit 500 Warenkörben voller unverderblicher Lebensmittel und Hygieneprodukten hat Uruguays Superstar Luis Suárez in der Corona-Krise in seinem Heimatland eine private Hilfsaktion gestartet.

    Im Auftrag des derzeit verletzten Stürmers von Spaniens Topklub FC Barcelona wurden die Beutel in der Metropole Montevideo im Stadtteil Casavalle verteilt. In den kommenden Tagen sollen die Suárez-Pakete in weiteren ärmeren Gebieten der Hauptstadt ausgeliefert werden.

    "Es gibt nichts zu danken. Das ist das Mindeste, was ich machen kann, um meinen Landsleuten zu helfen", sagte "El Pistolero" aus seiner Quarantäne im fernen Spanien. Das mit nur 3,5 Millionen Einwohnern kleine Uruguay verzeichnete am Freitag 274 mit dem Coronavirus infizierte Personen, aber noch keinen Todesfall im Zusammenhang mit der Lungenkrankenheit Covid-19.

    +++ 28.03.2020, 07:22 Uhr: Bierhoff glaubt an Wertewandel +++

    DFB-Direktor Oliver Bierhoff glaubt an einen länger anhaltenden Solidarisierungseffekt im Profi-Fußball auch nach dem Ende der Corona-Krise.

    "Ich glaube, im Fußball wird das auch noch mal deutlicher, dass das Wichtigste das Spiel ist. Dass es stattfindet, dass wir Freude daran haben, dass das Schöne im Spiel immer wieder transportiert wird", sagte der 51-Jährige gegenüber "RTL".

    Eigeninteressen, die durch starken Kommerz und eine hohe Öffentlichkeitswirksamkeit in den vergangenen Jahren entstanden seien, könnten abnehmen. Möglicherweise werde häufiger gesagt: "Wir sind in der Krise, wir müssen zusammenhalten", meinte Bierhoff.

    Derzeit fühle er sich an seine Zeit als Profi in Italien erinnert. "Natürlich werden die Preise runtergehen, genau wie die Gehälter. Ich habe ähnliches mal in Italien erlebt. Als ich 1991 kam, florierte die Wirtschaft. Es war überall genug Geld da und es wurde ausgegeben. Und irgendwann kamen die Manipulationen, auf einmal wurden auch bei kleinen Vereinen Schwarzgelder aufgedeckt. Die Wirtschaft brach zusammen, viele Skandale gab es. Und da gab es eine Bereinigung bei Vereinen bei Gehältern um 50 Prozent. Und das ging dann auch", sagte Bierhoff.

    +++ 28.03.2020, 07:22 Uhr: Neururer lernt Spanisch +++

    Der ehemalige Bundesliga-Trainer Peter Neururer bekämpft die Langeweile während der fußballfreien Zeit mit der Auffrischung seiner Sprachkenntnisse.

    "Meine Frau hat die glorreiche Idee gehabt, und diese Idee ist wirklich gut, dass wir unsere Spanisch-Kenntnisse aufbessern", sagte der 64-Jährige der "Deutschen Presse-Agentur". "Wir lernen fast jeden Nachmittag. Dann warte ich, bis es wieder dunkel wird."

    Als aktiver Mensch kann Neururer schlecht mit Langeweile umgehen. "Ich zähle bereits die Fliegen an der Wand, die gar nicht da sind", sagte er. Da mittlerweile auch sein geliebter Golfplatz gesperrt ist, spielt er täglich ein wenig mit seiner Frau im eigenen Garten. Ansonsten ist er regelmäßig auf seinem Motorrad unterwegs.

    "Problematisch wird's erst dann, wenn ich nicht mehr rausgehen kann. Aber dann werden meine Spanischkenntnisse so stark sein, dass ich am Ende einen Job als Dolmetscher übernehmen kann." 

    +++ 27.03.2020, 22:51 Uhr: Ist die Verschiebung der Frauen-EM 2021 sinnvoll? +++

    Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hätte Verständnis für eine Verschiebung der Frauenfußball-Europameisterschaft 2021 in England um ein Jahr.

    "Wenn wir vielleicht unsere EM verschieben müssen, glaube ich, dass das für das Turnier gut ist, damit wir dementsprechend auch die Aufmerksamkeit haben", sagte die 52-Jährige im "ZDF"-Interview mit Blick auf das kommende Jahr, in dem unter anderem die Olympischen Spiele in Tokio und die Fußball-EM der Männer nachgeholt werden sollen.

    "Es ist klar, dass diese Überlegungen anstehen. Und es macht ja auch irgendwo Sinn, dass man über die FIFA, UEFA und Verbände versucht, einen guten, sinnvollen Plan hinzubekommen mit allen Großereignissen, die auch ihren Stellenwert haben wollen", sagte Voss-Tecklenburg, die eine geplante Durchführung des Turniers im kommenden Jahr kritisch sieht: "Man muss schauen, dass man die Großereignisse nacheinander schaltet. Es macht sicherlich Sinn, vielleicht im Worst Case sogar etwas ausfallen zu lassen."

    +++ 27.03.2020, 22:17 Uhr: Wembley-Stadion leuchtet in Italien-Farben +++

    Der englische Fußball-Verband FA hat mit einer Lichtershow in den Landesfarben Italiens seine Solidarität mit der besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Nation gezeigt.

    Der berühmte Bogen des Londoner Wembley-Stadions leuchtete am Freitagabend, an dem ursprünglich das Länderspiel beider Nationalmannschaften hätte stattfinden sollen, in Grün, Weiß und Rot. 

    "Wir teilen heute Abend zwar nicht das Spielfeld, aber wir stehen zusammen und vereint in dieser schwierigen Zeit", schrieb die FA bei Twitter. Auf der Fassade der Arena leuchtete zudem eine Botschaft in italienischer Sprache: "Wir sind getrennt, aber wir sind zusammen. Forza Italia."

    Italien hat mit mehr als 9000 Opfern die weltweit meisten Todesfälle durch das Coronavirus zu beklagen. Alleine am Freitag sind laut offiziellen Angaben fast 1000 Menschen an den Folgen der COVID-19-Erkrankung gestorben.

    +++ 27.03.2020, 20:41 Uhr: Serie A will Gehälter um 30 Prozent kürzen +++

    Die Serie A macht Druck für eine Kürzung der Spielergehälter von 30 Prozent. Bis Montag will die Liga der Fußballer-Gewerkschaft einen dementsprechenden Plan für die kollektive Gehaltskürzung der Spieler aller Erstligisten vorlegen.

    Dies teilte Liga-Präsident Paolo Dal Pino in einer Videokonferenz mit dem Chef der Spielergewerkschaft AIC, Ex-Nationalspieler Damiano Tommasi, mit. 

    Die Gehaltskürzungen sollten eine provisorische Maßnahme bis zur Wiederaufnahme der Meisterschaft sein. "Wir suchen nach einer geeigneten Lösung. Wir können nicht so tun, als ob der Fußball nicht dieselben gravierenden Schäden wie andere Bereiche der italienischen Wirtschaft erleiden würde. Viele Klubpräsidenten sind auch Unternehmer", sagte Italiens Verbandschef Gabriele Gravina. 

    Ziel sei, die Meisterschaft so rasch wie möglich wieder aufzunehmen. Eine Fortsetzung der Saison über Juli hinaus sei laut Gravina jedoch nicht möglich.

    +++ 27.03.2020, 20:05 Uhr: Reus spendet große Summe +++

    Marco Reus, seines Zeichens Kapitän von Borussia Dortmund, beweist in der Corona-Krise Hilfsbereitschaft und hat die Aktion "Help your Hometown" ins Leben gerufen.

    Mit einer Spende von 500.000 Euro wollen er und seine Frau Scarlett dazu beitragen, dass lokale Kleinunternehmen die finanziellen Notlage meistern.

    "Das gesellschaftliche Leben, wie wir es kennen, steht still. Und genau das stellt kleine und alt eingessene Firmen vor Riesenprobleme. Sie haben trotz ihrer leidenschaftlichen Arbeit nicht die Rücklagen bilden können, um Wochen ohne Kunden zu überstehen Aber gerade diese Läden machen jede Stadt einzigartig. Hier möchten wir helfen", sagte der BVB-Kapitän in einer Videobotschaft auf Instagram.

    Darüber hinaus rief der gebürtige Dortmunder zu einer Beteiligung an der Aktion auf. "Ich möchte euch dazu ermutigen, die lokalen Betriebe in eurer Heimatstadt zu unterstützen. Es geht aktuell nur gemeinsam - mehr denn je", sagte Reus.

    +++ 27.03.2020, 19:43 Uhr: Dybala auf dem Weg der Besserung +++

    Der positiv auf das Coronavirus getestete Fußballstar Paulo Dybala befindet sich nach akuten Symptomen auf dem Weg der Besserung. "Ich kann mich wieder bewegen, gehen und ein wenig trainieren", sagte der 26-Jährige im Interview mit dem TV-Kanal seines Vereins Juventus Turin: "Vor einigen Tagen fühlte ich eine gewisse Schwere, jetzt geht es wesentlich besser."

    Noch zu Beginn der Woche habe er "nach fünf Minuten eine große Müdigkeit gespürt. Die Muskeln schmerzten mir", sagte der Argentinier. Auch seiner Freundin Oriana Sabatini, die sich ebenfalls mit dem Virus infiziert habe, gehe es besser.

    Dybala ist der dritte Juve-Profi nach Abwehrspieler Daniele Rugani und Weltmeister Blaise Matuidi, der positiv getestet worden ist. Zu den Infizierten gehören außerdem Paolo Maldini (51), der langjährige Star-Verteidiger des AC Mailand, und dessen 18-jähriger Sohn Daniel.

    +++ 27.03.2020, 19:21 Uhr: Deutschland vs. Spanien auf der Playstation +++

    Das abgesagte Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Spanien findet nun doch statt - zumindest virtuell auf der Konsole. Am kommenden Montag (18:30 Uhr) treten Teams beider Nationen auf der Playstation in der Fußball-Simulation FIFA 20 gegeneinander an.

    Für die deutsche Mannschaft spielen Nationaltorhüter Bernd Leno, U21-Nationalspieler Nico Schlotterbeck und U19-Nationalspielerin Vanessa Fudalla. Unterstützt wird das Trio von Weltmeister Mohammed "MoAuba" Harkous, der Teil der eNationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes ist. In den vier geplanten Duellen trifft jeweils ein Spieler des deutschen Teams auf einen spanischen Kontrahenten.

    Die Partie der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw in Madrid gegen die spanische Auswahl war in der vergangenen Woche aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt worden.

    +++ 27.03.2020, 18:59 Uhr: Ex-Stürmer auf Corona-Party festgenommen +++

    Der ehemalige peruanische Fußball-Nationalspieler Nolberto Solano ist in seiner Heimat wegen Verstoßes gegen die Ausgangssperre festgenommen worden. Der 45-Jährige wurde lokalen Medienberichten zufolge auf einer Party von der Polizei aufgegriffen.

    "Er wurde zu einer Polizeistation gebracht, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt", berichtet der TV-Sender "RPP".

    Solano war 1998 als erster Peruaner in die englische Premier League gewechselt, alleine für Newcastle United bestritt er 172 Spiele. "Was ich getan habe, war nicht gut. Ich war in einem Haus, das nicht mein Haus ist. Ich habe viele gesehen, die das auch machen. Ich denke, dass aus dieser Situation mehr gemacht wird, als es ist", sagte Solano bei "RPP".

    In Peru sind bisher 580 Coronafälle und neun Todesopfer registriert worden.

    +++ 27.03.2020, 18:27 Uhr: Quarantäne für Kroos und Mitspieler vorbei +++

    Für Toni Kroos und seine Teamkollegen von Real Madrid ist die Corona-Quarantäne nach zwei Wochen vorüber - zumindest offiziell. Nach einem positiven Test beim Real-Basketballer Trey Thompkins war am 12. März auch die gesamte Fußball-Abteilung unter häusliche Isolation gestellt worden.

    Laut der Zeitung "AS" hat der Verein bestätigt, dass kein weiterer Real-Profi an COVID-19 erkrankt ist. Zunächst ändert sich nun nicht viel: Die Spieler arbeiten individuelle Fitnesspläne ab, an gemeinsames Training ist angesichts der angespannten Lage in Spanien nicht zu denken.

    Kroos, Weltmeister von 2014, motiviert seine Fans derweil per Instagram, zu Hause zu bleiben. Unter #TonisHomeChallenge führt er Tricks vor, die andere nachahmen sollen, und lobt dafür Preise aus. Am Freitag nahm unter anderem Handball-Nationaltorhüter Silvio Heinevetter teil.

    +++ 27.03.2020, 18:10 Uhr: Bayern-Profi Martínez hilft Rotem Kreuz bei Einkaufstour +++

    In der Corona-Krise sollen alte oder gesundheitlich angeschlagene Menschen ihr Haus nicht verlassen, Einkäufe werden ihnen oft geliefert.

    In Grünwald bei München bekamen Helfer des Roten Kreuzes bei ihrer Tour am Donnerstag Unterstützung von Fußball-Star Javi Martínez vom FC Bayern. Bei Instagram zeigte die Rot-Kreuz-Bereitschaft Grünwald zwei Bilder, auf denen der spanische Welt- und Europameister im blauen Jogginganzug sowie mit Handschuhen und Mundschutz zu sehen ist, im Arm einen Einkaufskorb.

    "Wir danken an dieser Stelle ganz besonders @javi8martinez für den Support gestern bei unserer Einkaufstour in Grünwald. Es hat uns echt megaviel Spaß mit dir zusammen gemacht", hieß es. "Wir freuen uns schon, wenn wir dich wieder im Rahmen unseres regelmäßigen Sanitätsdienstes in der Allianz Arena in Action sehen können."

    Der Rekordmeister Bayern München hat sein gemeinschaftliches Training aktuell ausgesetzt, die Spieler soll sich zuhause fit halten. Um in der Corona-Krise zu helfen, spendeten viele Bayern-Fußballer bereits große Summen und verzichteten auf Teile ihres Gehaltes.

    +++ 27.03.2020, 17:59 Uhr: Hudson-Odoi von Coronavirus erholt +++

    Der englische Fußballprofi Callum Hudson-Odoi vom FC Chelsea hat eine Coronavirus-Erkrankung nach Angaben seines Trainers Frank Lampard gut überstanden.

    "Ich habe mit Callum gesprochen und es ist toll, dass er sich davon erholt hat", sagte Lampard am Freitag in einem Video auf der Vereinswebsite der Londoner. "Glücklicherweise musste er nicht zu sehr leiden, und wird sind froh, dass er das überstanden hat."

    Der 19-Jährige Hudson-Odoi war Mitte März als einer der ersten Spieler aus der Premier League positiv auf Covid-19 getestet worden. Daraufhin hatten sich auch seine Teamkollegen in Quarantäne bzw. in Selbstisolation begeben. "Jetzt geht es nur darum, die notwendigen Vorkehrungen mit dem Rest der Mannschaft zu treffen", sagte Lampard, "und in der aktuellen Lage geht es allen gut."

    +++ 27.03.2020, 17:10 Uhr: Spanien-Coach spricht über Coronakrise +++

    Der spanische Nationalcoach Luis Enrique findet Fußball in der Corona-Krise unwichtig. "Das, was mir Sorgen macht, sind die Gesundheit und das Überwinden dieser Pandemie", sagte der 49-Jährige in einer Videokonferenz, in der er Fragen der Fans beantwortete. "Fußball ist nicht so wichtig, wenn solche Dinge passieren." Zudem sandte der frühere Barcelona-Trainer Grüße an alle Patienten in den Krankenhäusern sowie an das Pflegepersonal, die Polizei und "alle die dafür sorgen, dass es weitergeht".

    Auf die Frage, wie er sich zu Hause derzeit beschäftige, betonte Enrique, er helfe bei den Arbeiten im Haus wie Putzen und Kochen. "Außerdem lerne ich Englisch, schaue Fußball und Serien und lese." Trotz Corona-Krise antwortete Enrique aber auch auf eine Fußball-Frage - nämlich, welcher Spieler ihn von allen am meisten beeindruckt habe: "Leo Messi, ohne jeden Zweifel."

    +++ 27.03.2020, 16:52 Uhr: Halbfinale des DFB-Pokals nicht Ende April +++

    Die für den 21. und 22. April geplanten Halbfinals im DFB-Pokal werden aufgrund der Coronakrise wie erwartet verschoben.

    Sowohl die Begegnung zwischen Bayern München und Eintracht Frankfurt als auch das Heimspiel des Regionalligisten 1. FC Saarbrücken gegen Bayer Leverkusen können "gemäß der aktuellen Verfügungslage" nicht stattfinden, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

    "Es ist davon auszugehen, dass die Verfügungslage auch für die avisierten Pokaltermine bestehen bleibt und keine Fußballspiele ausgetragen werden dürfen. Daher ist weder Planungssicherheit für die Vereine gegeben noch eine adäquate Vorbereitung aus sportlicher Sicht möglich", teilte der DFB mit. Das Finale im Berliner Olympiastadion ist derzeit noch für den 23. Mai vorgesehen.

    Das Präsidium der DFL hatte zuletzt eine Aussetzung des Spielbetriebs in der Bundesliga und 2. Bundesliga bis mindestens 30. April empfohlen. Der Spielbetrieb der 3. Liga wurde bereits bis Ende April ausgesetzt.

    +++ 27.03.2020, 16:50 Uhr: Gehaltsverzicht beim VfB Stuttgart +++

    Profis und Klubführung des VfB Stuttgart verzichten angesichts der finanziellen Folgen durch die Corona-Pandemie auf Teile ihres Gehalts.

    Außerdem wird der Fußball-Zweitligist erstmals in seiner Vereinsgeschichte seine Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. "Alle haben erkannt, dass diese Situation etwas ist, worauf wir uns nicht vorbereiten konnten, aber jetzt handeln müssen", sagte der VfB-Vorstandsvorsitzende Thomas Hitzlsperger in einer Telefonkonferenz. Je nachdem ob die derzeit ausgesetzte Saison mit Geisterspielen zu Ende geht oder abgebrochen wird, verzichten die Profis teils auf bis zu rund 20 Prozent ihres Gehalts.

    "Der Gehaltsverzicht ist ein wichtiger Aspekt. Das zeigt, dass auch die Spieler verstanden haben, dass sie finanziell mithelfen können", sagte der 37-Jährige. "Davon geht auch ein Signal an alle Mitarbeiter des Vereins raus." Der Ex-Nationalspieler ergänzte, dass keinem Mitarbeiter im Zuge der Corona-Krise bislang gekündigt werden musste. "Es muss das Ziel sein, dass wir durch diese Krise, für die keiner was kann, gemeinsam durchkommen", sagte Hitzlsperger. "Jeder muss mithelfen."

    +++ 27.03.2020, 16:22 Uhr: Kickers gehen in Kurzarbeit +++

    Die Fußballer des Drittligisten Würzburger Kickers sind den übrigen Angestellten des Klubs gefolgt und in Kurzarbeit gegangen. "Dies ist ein ganz starkes Ausrufezeichen unserer Mannschaft sowie des gesamten Trainer- und Betreuerstabs", sagte Vorstandschef Daniel Sauer: "Unser Team spricht nicht nur von Solidarität, bei den Kickers wird die Solidarität gelebt."

    Für Kapitän Sebastian Schuppan stand es "außer Frage, dass wir hier als Mannschaft geschlossen ein Zeichen setzen wollen". Er versprach: "Wir werden alle gemeinsam stärker denn je aus dieser Situation herausgehen."

    +++ 27.03.2020, 16:17 Uhr: Coronakrise rührt Klopp zu Tränen +++

    Jürgen Klopp rührt der Einsatz der vielen Helfer im Kampf gegen das Coronavirus zu Tränen. Als er ein Video von Mitarbeitern aus dem englischen Gesundheitswesen gesehen habe, die vor der Intensivstation die Liverpool-Hymne "You'll never walk alone" singen, "habe ich sofort angefangen zu weinen", sagte der Teammanager der Reds in einem Interview auf der Klub-Homepage.

    Der Einsatz der Pflegerinnen und Pfleger sei "unglaublich", betonte Klopp: "Sie bringen sich in Gefahr, um den Kranken zu helfen. Ich könnte sie nicht mehr bewundern. Mein Englisch ist nicht gut genug, um das auszudrücken. Es ist außergewöhnlich, großartig." Was Klopp noch gesagt hat, steht hier!

    +++ 27.03.2020, 16:09 Uhr: Spanien-Klub kürzt drastisch +++

    Das spanische Liga-Schlusslicht Espanyol Barcelona will die Gehälter seiner Spieler als Folge der Coronakrise um 70 Prozent kürzen. Einen entsprechenden Antrag reichte der zweimalige UEFA-Pokalfinalist bei den katalanischen Behörden ein.

    Die Betroffenen, darunter auch die zweite Mannschaft und das Frauen-Team, hätten "Verständnis und Respekt" gezeigt, teilte Espanyol mit.

    Der Klub aus Barcelona gehört zu den spanischen Klubs mit den finanziell größten Schwierigkeiten. Derzeit herrsche in Spanien "eine einzigartige Situation, die der Fußball, die Gesellschaft und auch Espanyol noch nie erlebt haben", hieß es in einer Mitteilung des Klubs.

    Am Donnerstag hatte bereits der Lokalrivale FC Barcelona Kurzarbeit beantragt. Spanien ist von der Coronakrise besonders hart getroffen. Am Freitag stieg die Zahl der Todesopfer auf mehr als 4800.

    +++ 27.03.2020, 15:53 Uhr: Reus: "Wir wollen dem Verein helfen" +++

    Marco Reus beschreibt den Gehaltsverzicht von Fußball-Profis in Zeiten der Corona-Krise als eine Selbstverständlichkeit.

    "Für uns ist das einfach normal. Wir wollen dem Verein helfen", sagte der Mannschaftskapitän von Bundesligist Borussia Dortmund in einem Video des Vereins.

    Der 30 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler verwies auf die 850 Mitarbeiter des Revierklubs.

    "Die gilt es zu bezahlen, damit sie sich einfach keine große Sorgen machen müssen. Es habe "einen großen Austausch innerhalb der Mannschaft und mit den Verantwortlichen" gegeben.

    +++ 27.03.2020, 15:10 Uhr: Schalke-Stars verzichten im besonderen Maße +++

    Die Profis des FC Schalke 04 verzichten in der aktuellen Phase der Corona-Pandemie auf einen Teil ihres Gehalts und ihrer Prämien. Das teilte der Klub am Freitagnachmittag mit. Außerdem vereinbarten alle Beteiligten - zusätzlich - eine prozentuale Aussetzung ihrer Bezüge zunächst bis zum 30. Juni 2020.

    "Corona betrifft leider jeden einzelnen von uns. Gerade darum ist es so wichtig, dass wir einander helfen und uns gegenseitig unterstützen", erklärte Jochen Schneider.

    "Dass die Spieler sich ihrer großen Verantwortung in dieser Art und Weise bewusst sind und ihre totale Solidarität zugesagt haben, ist ein großartiges Zeichen der Loyalität. Unsere Spieler haben damit eindrucksvoll dokumentiert, was ihnen unser Verein bedeutet", so Schneider weiter: "Wir alle stehen zusammen für unseren FC Schalke 04, nicht nur in guten, sondern vor allem auch in schlechten Zeiten."

    Laut der Vereinsmiteilung der Königsblauen freut sich der Klub über eine Entlastung im Millionenbereich. Je nach Entwicklung der Lage hätten Mannschaft und Vereinsführung zudem bereits signalisiert, auch über den 30. Juni 2020 hinaus weitere Schritte in Erwägung zu ziehen.

    +++ 27.03.2020, 14:45 Uhr: Gündogan hilft in Heinsberg +++

    Nationalspieler Ilkay Gündogan hat sich in die länger werdende Liste der Fußballstars eingereiht, die angesichts der Coronakrise finanzielle Hilfe leisten. Der 29 Jahre alte Profi des englischen Meisters Manchester City unterstützt mit privaten Spenden die besonders von der Pandemie betroffenen Menschen im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.

    "Ich habe in Manchester die Nachrichtenlage in Deutschland intensiv verfolgt", sagte Gündogan, "hängen geblieben" seien bei ihm die Bilder aus Heinsberg: "Deshalb wollte ich genau dort eine Hilfsaktion starten, wo die Not am größten ist."

    Er rief mit dem Fußball-Verband Mittelrhein (FVM), dem Kreis Heinsberg, dem Amateurklub SVG Birgden-Langbroich-Schierwaldenrath und einem Supermarkt in Birgden einen Einkaufsservice ins Leben. Die Besorgungen für Personen, die ihr Haus nicht mehr verlassen können, erledigen Spieler der 1. Herrenmannschaft und der Seniorenabteilung der SVG, Gündogan übernimmt die Kosten.

    Außerdem unterstützt er die 150 Pflegerinnen und Pfleger auf den Intensivstationen dreier Heinsberger Krankenhäuser mit Dankeschön-Paketen.

    "Wir Fußballer - egal ob Amateur oder Profi - müssen in dieser Situation Solidarität zeigen und gemeinsam die Menschen unterstützen, die unsere Hilfe dringend benötigen", betonte Gündogan. Der Kreis Heinsberg sei dem Nationalspieler "sehr dankbar", sagte Landrat Stephan Pusch.

    +++ 27.03.2020, 14:18 Uhr: Letzter 96er verlässt Quarantäne +++

    Jannes Horn darf als letzter Profi des Zweitligisten Hannover 96 die eigenen vier Wände wieder verlassen. Der 23-Jährige, der mit dem Coronavirus infiziert war, ist offiziell gesund. Dies teilte sein Klub am Freitag mit. Bereits am Donnerstag war für den Rest des Kaders die Quarantäne beendet worden.

    Am 12. März war Horn positiv getestet worden, der Linksverteidiger und seine Teamkollegen wurden dann unter häusliche Quarantäne gestellt.

    Die Krankheit nahm bei Horn einen vergleichsweise milden Verlauf. Zunächst litt er unter "recht starken" Kopfschmerzen. Wenige Tage später wurde es dann aber besser, und er konnte ein leichtes Sportprogramm absolvieren.

    +++ 27.03.2020, 13:31 Uhr: Union-Kapitän entwirft Tattoos +++

    Kapitän Christopher Trimmel von Union Berlin nutzt die Trainings- und Spielpause in der Bundesliga für seine kreativen Hobbys. "Zu Hause wird mir auch nicht langweilig, ich versuche mich täglich künstlerisch zu entfalten und weiterzuentwickeln, indem ich viel male und Tattoos entwerfe", sagte der österreichische Nationalspieler bei "DerSechzehner.de".

    Er habe seine Tätowierer-Tätigkeit "seit über einem Jahr als Gewerbe angemeldet", verriet der 33-Jährige, "aber aktuell mache ich natürlich nichts." Vor der Corona-Pandemie habe er aber durchaus "zwei- bis dreimal" die Woche tätowiert.

    Seine malerischen Kunstwerke präsentiert Trimmel den Fans oft auf seiner Instagram-Seite. "Ich male mit Öl und aktuell auch mit Acryl und gehe auf die Schiene Realismus, also Porträts. Aktuell male ich eine Freundin von mir", sagte Trimmel: "Das macht mir Spaß."

    +++ 27.03.2020, 12:44 Uhr: Australischer Verband in Finanznot +++

    Der australische Fußball hat sich mit am längsten gegen die Coronakrise gewehrt - und muss jetzt doch einen hohen Preis bezahlen. Weil er in arge finanzielle Not geraten ist, schickte der nationale Verband FFA rund 70 Prozent seiner Mitarbeiter nach Hause. "Wir mussten unsere Geschäfte anpassen, um handlungsfähig zu bleiben", sagte Vorstandschef James Johnson.

    Der Verband beschäftigt etwa 100 Angestellte, die nun mittels verschiedener Modelle weniger bis gar keine Arbeit mehr erledigen werden. Für mache bedeutet das kompletten Gehaltsverzicht. Spieler sind von der Entscheidung nicht betroffen.

    Die australische A-League pausiert seit Dienstag. Der frühere Bundesliga-Profi Alexander Baumjohann steht mit Tabellenführer Sydney FC kurz vor dem Gewinn der Meisterschaft. 

    +++ 27.03.2020, 11:56 Uhr: DFB streicht Termine +++

    Wegen der Corona-Pandemie werden die Fußball-Nationalspieler und -spielerinnen der Zukunft bis Ende Juni keine Länderspiele und Lehrgänge absolvieren. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) teilte am Freitag mit, dass sämtliche Termine der DFB-Nachwuchsteams in diesem Zeitraum abgesagt wurden.

    "An oberster Stelle steht die Gesundheit - nicht nur der jungen Spielerinnen und Spieler sowie Beteiligten, sondern vor allem der gesamten Gesellschaft", sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius: "Vor diesem Hintergrund vertrauen wir weiterhin der Expertise der Gesundheitsbehörden und werden auch in den nächsten Wochen und Monaten mit vernünftigem und sorgfältigem Handeln unseren Beitrag leisten, gemeinsam die Eindämmung des Coronavirus zu unterstützen."

    +++ 27.03.2020, 11:35 Uhr: Hertha-Kapitän hofft auf Lerneffekt +++

    Kapitän Vedad Ibisevic von Hertha BSC hofft auf einen Lerneffekt durch die Corona-Pandemie. "Wir haben jetzt sehr viel Zeit, um zu lernen und zu sehen, wie schnell sich alles verändern kann", sagte der Stürmer auf der Vereins-Internetseite: "Dieser Virus kennt keine Nationalität, keine Religion und keine Hautfarbe. Plötzlich sind wir alle gleich. Vielleicht nehmen wir das für die Zukunft mit."

    Seit anderthalb Wochen befindet sich Ibisevic wie seine Teamkollegen auch in Quarantäne, nachdem ein Hertha-Profi positiv getestet worden war. Mehr Sorgen macht sich der Bosnier aber um seine Eltern und Schwiegereltern, die in den USA beziehungsweise in Bosnien leben.

    "Wir müssen jetzt die Älteren und die Menschen mit einer Vorerkrankung schützen - und wenn das bedeutet, dass wir dafür einfach nicht das Haus verlassen, dann bleiben wir eben zu Hause", sagte Ibisevic.

    +++ 27.03.2020, 11:26 Uhr: BVB-Aktien im Sinkflug +++

    Die Aktie von Borussia Dortmund hat in nur einem Monat gut 35 Prozent verloren, anderen Klubs geht es ähnlich. Ein Nachteil muss das aber nicht sein.

    Borussia Dortmund? Minus 35 Prozent. Juventus Turin? 45 Prozent Verlust. Und Lazio Rom? Sogar 50 Prozent. Die Aktien der börsennotierten Fußball-Klubs Europas haben in nur vier Wochen analog zum weltweiten Crash eine beispiellose Talfahrt hingelegt. Die betroffenen Vereine stehen nun vor erheblichen Herausforderungen - aber auch Chancen.

    +++ 27.03.2020, 10:05 Uhr: Kein Solidaritätspakt in Brasilien +++ 

    Der große Solidaritätspakt im brasilianischen Fußball ist zerplatzt, im tagelangen Hin und Her über Gehaltskürzungen während der Coronakrise gibt es keinen einheitlichen Weg. "Jeder Klub wird es mit seinen Spielern entscheiden. Schließlich sind es auch unterschiedliche Realitäten", berichtete der Generalsekretär des nationalen Verbandes CBF, Walter Feldman, nach einer Videokonferenz mit 30 Teams aus den vier nationalen Ligen.

    Die Nationale Kommission der Klubs (CNC) legte am Donnerstag gar einseitig fest, dass Spieler und Betreuerstab vom 1. bis 20. April in Urlaub gehen und am 15. April eine neue Bewertung der Situation erfolge. Bis dahin würden die Gehälter nicht gekürzt. Die vorgezogenen Kollektivferien ermöglichen zudem neue Spieltermine im üblichen Urlaubszeitraum Ende Dezember/Anfang Januar.

    +++ 27.03.2020, 9:55 Uhr: Juve-Profis verzichten auf Gehalt +++

    Die Profis von Juventus Turin sind offenbar bereit, wegen der Corona-Pandemie vorerst auf ihr Gehalt zu verzichten. Kapitän Giorgio Chiellini erarbeitete dafür zwei Modelle, über die bis Ende der Woche beraten werden soll. Im Falle eines Saisonabbruchs würden die Profis demnach auf zwei Monatsgehälter verzichten, bei einer Fortsetzung der Spielzeit auf eines. In beiden Fällen, berichtet die "Gazzetta dello Sport", sollen die Einbußen in der folgenden Saison wieder kompensiert werden.

    Bestbezahlter Juve-Profi ist Cristiano Ronaldo, der etwa 30 Millionen Euro jährlich einstreicht. Zudem diskutiert die Serie A über eine Gehaltskürzung aller Profis um 30 Prozent, sollte der Spielbetrieb nicht wieder aufgenommen werden. Ein Beschluss wurde diesbezüglich aber noch nicht gefasst.

    In Italien ist die Lage besonders dramatisch, mehr als 80.000 Menschen haben sich bereits infiziert, etwa 8000 sind gestorben. Nach einem positiven Befund bei Daniele Rugani war die gesamte Juve-Mannschaft in Quarantäne geschickt worden, auch der Argentinier Paulo Dybala wurde positiv getestet.

    +++ 27.03.2020, 9:42 Uhr: Maracana wird zum Lazarett +++

    Der heilige Rasen von Brasiliens Fußballtempel Maracana bleibt vorerst nur eine Option, doch auf einem Außenfeld des berühmten Stadions wird die Landesregierung von Rio de Janeiro wegen der Corona-Pandemie in den kommenden zwei Wochen eines von vier Feld-Lazaretten in der Stadt am Zuckerhut errichten. Katakomben, Räume und Logen sollen zudem den medizinischen Helfern als Basis dienen.

    Dies kündigte Ministerpräsident Wilson Witzel am Donnerstag an. Meister CR Flamengo hatte als derzeitiger Verwalter das Maracana der Landesregierung schon vor Tagen zur Verfügung gestellt. Zudem sollen im Parque dos Atletas, einer während der Olympischen Spiele 2016 von Athleten gegenüber ihrem Dorf genutzten Freizeitstätte, sowie an zwei weiteren Orten im Großraum der Metropole Zelt-Krankenhäuser mit insgesamt 900 Betten aufgebaut werden.

    Rio ist mit neun Todesfällen und 421 bestätigten Fällen das am zweitstärksten von der Pandemie betroffene Bundesland. Landesweites Epizentrum ist Sao Paulo mit 58 Opfern und 1052 Fällen. Dort wird bereits seit Wochenende ein Feldlazarett im städtischen Pacaembu-Stadion mit 202 Betten montiert. Die für die Betreuung der Patienten zuständige Renommier-Klinik Albert Einstein stellt derzeit 500 neue Ärzte und Krankenhelfer ein.

    +++ 27.03.2020, 9:34 Uhr: Streich verzichtet auf Gehalt +++

    Christian Streich und sein Trainerteam beim SC Freiburg verzichten in der Coronavirus-Krise auf Teile ihres Gehalts.

    Das gilt auch für das Vorstandsteam des Bundesligisten, wie Finanzchef Oliver Leki im Interview der "Badischen Zeitung" sagte. "Für Jochen Saier (Sportvorstand, Anm. d. Red.) und mich als Vorstände war klar, dass wir unseren Beitrag in dieser Krise leisten und mit dieser Einstellung vorangehen", sagte Leki. "Das Gleiche gilt für Sportdirektor Klemens Hartenbach und das gesamte Trainerteam." Auch bei den Profis deutet sich ein Gehaltsverzicht an.

    "Aus dem Profikader gibt es bereits positive Signale. Da müssen wir noch abschließende Gespräche führen. Ich bin zuversichtlich, dass wir einen Konsens finden", sagte Leki. Der 47-Jährige befürchtet, dass sich die Corona-Pandemie auch auf den Bau des neuen Freiburger Stadions auswirkt, das ursprünglich zum Start der neuen Spielzeit fertig sein sollte. "Die Pandemie wird sicherlich negative Auswirkungen auf den Zeitplan haben, soviel steht fest. Das Ausmaß der Verzögerungen lässt sich heute noch nicht seriös prognostizieren", sagte er.

    +++ 27.03.2020, 8:02 Uhr: Liverpool-Stars danken den Helfern +++

    Angeführt von Trainer Jürgen Klopp haben die Profis und Mitarbeiter des FC Liverpool den großen Einsatz aller Helfer im Gesundheitswesen in der Coronavirus-Krise gewürdigt.

    "Wir wollen all diesen fantastischen Menschen danke sagen. Es ist unglaublich, was ihr tut", sagte Klopp zu Beginn einer vierminütigen Video-Botschaft des Champions-League-Siegers. Auch auf Deutsch fügte der 52 Jahre alte Fußballlehrer "vielen Dank" an. Danach sprachen die Stars des englischen Tabellenführers kurze Grüße in ihren Muttersprachen in die Kamera.

    "Ihr seid Helden", lobte Abwehrriese Virgil van Dijk Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und alle anderen, die Erkrankten während der Coronavirus-Pandemie Hilfe leisten. Auch die früheren Bundesliga-Profis Roberto Firmino, Joel Matip, Xherdan Shaqiri und Naby Keita sowie die Top-Torjäger Mohamed Salah und Sadio Mané nahmen kurze Videogrüße auf.

    Zudem sind eine Reihe weiterer Klubangestellter zu sehen.

    +++ 27.03.2020, 7:25 Uhr: Minister sieht keine Serie-A-Spiele im Mai +++

    Italiens Sportminister Vincenzo Spadafora hat mittlerweile große Zweifel daran, dass die Serie A schon im Mai wieder Spiele austragen kann. Letzte Woche hatten sowohl Spadafora als auch Präsident Gabriele Gravina vom italienischen Fußballverband (FIGC) diese Hoffnung geäußert.

    "Die Voraussagen, die uns haben denken lassen, dass wir Ende April oder Anfang Mai wieder Wettkämpfe beginnen könnten, waren wohl etwas zu optimistisch", sagte Spadafora dem italienischen TV-Sender "Rai 3". Sogar Wissenschaftler hätten keine Gewissheit über die Entwicklung der Pandemie, fügte der Minister an.

    Zugleich betonte Spadafora aber auch, dass die Sportwettbewerbe so schnell wie eben möglich wieder gestartet werden sollen. "Sport wird einer der Motoren sein, die es uns ermöglichen, dieses Land nach der Gesundheitskrise wiederzubeleben", sagte er. Gravina hatte schon angekündigt, die Saison unbedingt beenden zu wollen, notfalls im Juli und August.

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