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Auch Gündogan, Skrzybski und Co. helfen vor Ort

BVB-Star Reus macht's vor: Regionale Hilfe immer wichtiger

28.03.2020 14:18
Marco Reus hat eine eigene Spendenaktion ins Leben gerufen
© Cathrin Mller /M.i.S. via www.imago-images.de
Marco Reus hat eine eigene Spendenaktion ins Leben gerufen

Als lokale Unterstützer treten die Nationalspieler Marco Reus und Ilkay Gündogan in Erscheinung. Auch Düsseldorfs Steven Skrzybski engagiert sich vor Ort und spendete für die Düsseldorfer Uni-Klinik.

Marco Reus ist nicht nur der Kapitän von Borussia Dortmund, sondern auch bekannt für seine ganz besondere Identifikation mit seiner Geburtsstadt. Viele Bundesliga-Stars haben in Zeiten der Coronakrise reichlich Geld locker gemacht, aber Fußball-Nationalspieler Reus liegen vor allem die kleinen Betriebe und Unternehmen in der westfälischen Metropole am Herzen.

"HelpYourHometown" heißt seine Initiative, die er und seine Ehefrau Scarlett Gartmann-Reus mit einer halben Million Euro als Spende unterstützen. Das Schicksal der mittelständischen Unternehmen in der Dortmunder Region geht beiden sehr nahe.

Gündogan mit privaten Spenden an Heinsberg

"Sie haben trotz ihrer leidenschaftlichen Arbeit nicht die Rücklagen bilden können, um Wochen ohne Kunden zu überstehen. Aber gerade diese Läden machen jede Stadt einzigartig", betonte der BVB-Star in einer Videobotschaft bei Instagram. Reus weiter: "Es sind so viele Schicksale, die uns jetzt schon erreicht haben, und hier möchten wir helfen und etwas zurückgeben."

Auch Reus' Nationalmannschaftskollege Ilkay Gündogan von Manchester City hat sich regionale Unterstützung auf die Fahne geschrieben. "Ich habe in Manchester die Nachrichtenlage in Deutschland intensiv verfolgt", sagte Gündogan, "hängen geblieben" seien bei ihm die Bilder aus Heinsberg: "Deshalb wollte ich genau dort eine Hilfsaktion starten, wo die Not am größten ist."

Der Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen war zu Beginn der Pandemie der Hotspot in Deutschland. Deshalb gibt der Ex-Dortmunder und -Nürnberger private Spenden in diese Region. Er rief mit dem Fußball-Verband Mittelrhein (FVM), dem Kreis Heinsberg, dem Amateurklub SVG Birgden-Langbroich-Schierwaldenrath und einem Supermarkt in Birgden einen Einkaufsservice ins Leben.

Die Besorgungen für Personen, die ihr Haus nicht mehr verlassen können, erledigen Spieler der 1. Herrenmannschaft und der Seniorenabteilung der SVG, Gündogan übernimmt die Kosten. Außerdem unterstützt er die 150 Pflegerinnen und Pfleger auf den Intensivstationen dreier Heinsberger Krankenhäuser mit Dankeschön-Paketen.

"Wir Fußballer - egal ob Amateur oder Profi - müssen in dieser Situation Solidarität zeigen und gemeinsam die Menschen unterstützen, die unsere Hilfe dringend benötigen", betonte Gündogan. Der Kreis Heinsberg sei dem Nationalspieler "sehr dankbar", sagte Landrat Stephan Pusch.

Die Ärzte, Schwestern und Pflegekräfte der Düsseldorfer Uni-Klinik hatten sich schon unter der Woche via Facebook-Foto für die unerwartete Essenseinladung durch Bundesligaprofi Steven Skrzybski bedankt. Die Schalker Leihgabe der Fortuna hatte nicht nur für das Krankenhaus gespendet, sondern gleich noch eine Runde Pizza für die wahren "Helden des Alltags" ausgegeben.

Skrzybski will "ein wenig zurückgeben"

"Wir alle haben uns sehr über die Einladung zum Abendessen gefreut. Diese Geste stärkt in so schweren Zeiten jeden einzelnen Mitarbeiter und den Teamzusammenhalt", bedankte sich das Klinikpersonal mit einem Foto der zahlreichen Pizzakartons und versprach, Skrzybski im Gegenzug "im Stadion wieder anzufeuern". Dem 27 Jahre alte Profi, der auch auf einen Teil seines Gehalts verzichtet hat, war es ein besonderes Anliegen, das Uniklinikum vor allem mit der Spende in Zeiten der Coronakrise zu unterstützen.

"Der Fußball hat mir extrem viel gegeben - und ich denke, dass jetzt der Zeitpunkt ist, ein wenig zurückzugeben. Und vor allem: Danke zu sagen an all die Helden, die gerade immer für uns da sind - besonders im medizinischen Bereich", sagte er in einer Videobotschaft in den Sozialen Netzwerken.

Und der Fortune weiß, welchen unglaublich belasteten Job derzeit die Ärzte und Pflegekräfte ausüben: "Das ist ein persönliches Anliegen - und das sollte jeder so handhaben, wie er es kann oder es möchte. Im Fußball werden wir zwar oft als Helden dargestellt, aber gerade jetzt sieht man, wer die wahren Helden sind. Und das ist in meinen Augen das Pflegepersonal."

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