Anzeige

Doping-Anklagen gegen weitere russische Olympiasieger

28.03.2020 10:37
Natalya Antyuch muss sich Dopingvorwürfen stellen
© AFP/SID/YURI KADOBNOV
Natalya Antyuch muss sich Dopingvorwürfen stellen

Im Dopingskandal um die russische Leichtathletik sind vier weitere Top-Sportler schwer belastet worden. Wie die unabhängige Integritätskommission AIU des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics mitteilte, werden unter anderem die beiden Olympiasieger Andrey Silnov (Hochsprung/2008) und Natalya Antyuch (400 m Hürden/2012) wegen Dopingvergehen angeklagt.

Die Fälle werden vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS verhandelt. Grundlage der Anklage ist der Report von Richard McLaren, Sonderermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. Der Report sowie Nachtests von Dopingproben hatte bereits zu einigen Sperren russischer Spitzenathleten geführt. Im Vorjahr war unter anderem Ivan Uchov, 2012 Silnovs Nachfolger als Hochsprung-Olympiasieger, gesperrt worden.  

Neben Silnov und Antyuch wurden nun auch 1500-m-Läuferin Elena Soboleva und Hammerwerferin Oxana Kondrateva, Tochter von Hammer-Weltrekordler Yuri Sedych und 100-m-Olympiasieger Ludmila Kondrateva, von der AIU aufgrund des McLaren-Reports beschuldigt. 

Alle vier Athleten sind nicht mehr aktiv, mögliche Sperren hätten nur noch Symbolcharakter. Allerdings könnten sie wie schon Uchov ihre Erfolge verlieren. Läuferin Soboleva waren allerdings schon vor rund zwölf Jahren das WM-Silber von 2007 über 1500 m sowie der Hallen-WM-Titel von 2008 über die gleiche Distanz wegen Dopings aberkannt worden.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige