Anzeige
powered by Formel1.de

Renault-Boss: Formel-E-Rückkehr wäre "ein Risiko"

26.03.2020 17:11
Team der ersten Stunde: Renault war schon mal in der Formel E vertreten
© MST
Team der ersten Stunde: Renault war schon mal in der Formel E vertreten

"Es ist ein Risiko. Ein sehr großes Risiko sogar." Das sagt Renault-Sportchef Cyril Abiteboul über einen möglichen (Wieder-) Einstieg in die Formel E - und warum seine Marke gar nicht mit dem Gedanken spielt, der elektrischen Rennserie beizutreten.

Aber warum wäre das ein "Risiko" für einen Hersteller wie Renault? Abiteboul erklärt bei "Autocar", dass es eines werden könnte, "wenn du nicht dazu in der Lage wärst, auf entsprechendem Niveau zu fahren".

Soll heißen: Ein Formel-E-Engagement ergebe nur Sinn, sofern eine Marke dort auch konkurrenzfähig sein und um Spitzenergebnisse fahren könne.

Auf das Podium oder besser sein lassen ...

"Wir sind schon in der Formel 1 und es gibt kritische Stimmen, weil wir vergangenes Jahr nicht dazu in der Lage waren, um P4 zu kämpfen", sagt Abiteboul. In der Formel E bräuchte es aus seiner Sicht offenbar noch viel bessere Ergebnisse.

Eben solche hat Renault in der Formel E schon erreicht: Mit Partnerteam e.dams gewann der Hersteller ab 2014/15 drei Markentitel, dazu 2015/16 mit Sebastien Buemi auch den Fahrertitel. Zur Saison 2018/19 übergab Renault seinen Startplatz dann an Konzernschwester Nissan.

In der Formel 1 2020 hofft der Renault-Sportchef auf eine Formsteigerung. Mindestens P4 in der Gesamtwertung soll her. "Das sollte dieses Jahr möglich sein", meint Abiteboul.

Renault will keine vollelektrische Formel 1

"Und das wäre schon eine Leistung. Denn es gibt viele Marken, auch einige gut finanzierte Traditionsmarken, die sich gerade aufgrund dieses Risikos nicht in die Formel 1 trauen." Namen nennt Abiteboul allerdings nicht.

Stattdessen erteilt er einer möglichen vollelektrischen Formel 1 eine Absage: "Für mich ist das kein Schritt, [den die Formel 1 gehen sollte]. Wir brauchen schließlich genug Energiedichte, um im Höchstleistungsbereich ein 300 Kilometer langes Rennen zu fahren. Derzeit gibt es keine Batterietechnologie, die eine solche Energiedichte bereitstellen könnte."

Renault setze ohnehin verstärkt auf Plug-in-Hybride. Dahin müsse die Entwicklung gehen, sagt Abiteboul weiter. "Elektrifizierung und Verbrennungsmotor ergänzen sich, sie stehen nicht miteinander im Wettbewerb."

So oder so: Die Formel 1 könnte auf absehbare Zeit gar nicht vollelektrisch werden, selbst wenn sie es wollte. Denn die Formel E hat vom Automobil-Weltverband FIA eine exklusive Lizenz erhalten - für 25 Jahre, bis einschließlich 2039. Und das auch nur, wenn diese Lizenz nicht noch verlängert wird.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Formel 1 2020

Australien
Australien GP
15.03.
Bahrain
Bahrain GP
22.03.
Vietnam
Vietnam GP
05.04.
China
China GP
19.04.
Niederlande
Niederlande GP
03.05.
Spanien
Spanien GP
10.05.
Monaco
Monaco GP
24.05.
Aserbaidschan
Aserbaidschan GP
07.06.
Kanada
Kanada GP
14.06.
Frankreich
Frankreich GP
28.06.
Österreich
Österreich GP
05.07.
Großbritannien
Großbritannien GP
19.07.
Ungarn
Ungarn GP
02.08.
Belgien
Belgien GP
30.08.
Italien
Italien GP
06.09.
Singapur
Singapur GP
20.09.
Russland
Russland GP
27.09.
Japan
Japan GP
11.10.
USA
USA GP
25.10.
Mexiko
Mexiko GP
01.11.
Brasilien
Brasilien GP
15.11.
VA Emirate
Abu Dhabi GP
29.11.
Anzeige