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96-Boss Kind: "Bundesliga hat in einer Traumwelt gelebt"

26.03.2020 11:56
Martin Kind übt scharfe Kritik
© Joachim Sielski via www.imago-images.de
Martin Kind übt scharfe Kritik

Hannovers Mehrheitsgesellschafter Martin Kind hat angesichts der gravierenden Folgen der Coronavirus-Pandemie ein Umdenken im Prof-Fußball gefordert.

"Die Bundesliga hat in einer Traumwelt gelebt", monierte Kind in einem auf der Homepage des Fußball-Zweitligisten veröffentlichten "Sky"-Interview: "Die meisten Entscheidungen waren geprägt über sportliche Erfolge. Wirtschaftliche Vernunft war immer sekundär oder sogar tertiär"."

Die Aufgabe von Bundesliga-Klubs sei es aber auch, "Erträge zu erwirtschaften und Rücklagen zu bilden, auch für Krisen", erläuterte der 75-Jährige. "Das haben wir nie gemacht, wir haben alle von der Hand in den Mund gelebt und geglaubt, das Spiel geht immer so weiter."

Kind sieht die aktuelle Krise daher auch als Chance, "sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie man den Fußball sportlich attraktiv erhalten kann, gepaart mit wirtschaftlicher Vernunft und Realismus".

Aktuell gehe es aber vor allem darum, die aktuelle Situation zu meistern und alle Szenarien für die derzeit unterbrochene Saison durchzuspielen. Die vom DFL-Präsidium empfohlene Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 30. April sei richtig.

"Trotzdem kann ich nur empfehlen, dass wir auch ein Abbruchszenario - von dem ich sehr hoffe, dass es nicht eintritt - durchspielen und alle Pläne dann in der Schublade haben."

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