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Ex-Präsident sieht Transfersummen fallen

Hoeneß: "Wird wahrscheinlich eine neue Fußball-Welt geben"

26.03.2020 07:18
Uli Hoeneß hat sich zur Lage des FC Bayern geäußert
© unknown
Uli Hoeneß hat sich zur Lage des FC Bayern geäußert

Für Uli Hoeneß, den ehemaligen Präsidenten und Manager des FC Bayern, wird es "sehr wahrscheinlich eine neue Fußballwelt" durch die Coronakrise geben.

"Die jetzige Situation ist eine Gefahr, aber auch eine Chance, dass die Koordinaten etwas verändert werden können", sagte der langjährige Präsident des FC Bayern München in einem Gespräch mit dem "kicker".

"Man kann es nicht vorschreiben, aber 100-Millionen-Euro-Transfers kann ich mir in der nächsten Zeit nicht vorstellen. Die Transfersummen werden fallen, die Beträge werden sich in den kommenden zwei, drei Jahren nicht mehr auf dem bisherigen Niveau bewegen können", so Hoeneß. 

"Denn es sind alle Länder betroffen", meinte der 68-Jährige. "Es wird sehr wahrscheinlich eine neue Fußballwelt geben."

Hoeneß: Geisterspiele als einzige Lösung

Die Politik in Deutschland mache "einen sensationellen Job", sagte der Ehrenpräsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters und forderte: "Jetzt muss Solidarität gelebt, nicht nur erzählt werden." Und: "Es geht um Menschenleben" - deshalb sollten sich alle unbedingt an die verabschiedeten Regelungen halten.

Die künftige Entwicklung auch im Spielplan der Bundesliga sei zwar derzeit ungewiss. Hoeneß sagte aber: "Auch Spiele ohne Zuschauer garantieren die Verteilung der Fernseh-Gelder, und wenn das klappt, gibt es für 2019/20 kein existenzielles Problem."

Falls es bis Weihnachten jedoch keine Spiele geben sollte, betonte Hoeneß, dann sei "die Existenzgrundlage der gesamten Liga bedroht". Alle, die Voraussagen über einen möglichen Neu-Start der Spiele machen, seien "Scharlatane. Alles Scharlatane. Kein Mensch weiß genau, wie lange das dauert."

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