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Finanzielles Debakel droht auch bei Klassenerhalt

Kredite gegen Insolvenz: So kämpft Werder ums Überleben

25.03.2020 12:36
Werder Bremen kämpft ums Überleben
© nph / Kokenge via www.imago-images.de
Werder Bremen kämpft ums Überleben

Für den sportlich in Schieflage geratenen Bundesligisten SV Werder Bremen wird die Lage auch finanziell immer schwieriger.

Wegen der Coronapause entgehen den Hanseaten fest eingeplante Millionenbeträge, die wohl nur über Kredite aufgefangen werden können. Der Klub steht mehr denn je am Abgrund.

Wie die "Sport Bild" berichtet, machen die Kaufverpflichtungen bei Leonardo Bittencourt (ausgeliehen von der TSG Hoffenheim) und Ömer Toprak (ausgeliehen vom BVB) den Grün-Weißen schwer zu schaffen.

Rund 13,4 Millionen Euro müsste Werder berappen, wenn der Abstieg vermieden werden sollte. Angesichts drastisch sinkender Marktwerte wäre der Betrag viel zu hoch, doch an den Klauseln kann im Nachhinein nichts verändert werden.

Heißt: Egal, ob Bremen die Klasse hält oder nicht - in der Kasse droht ein riesiges Loch. Die erheblich geringeren TV-Einnahmen in der 2. Bundesliga würden den Verein nur unwesentlich härter treffen als die Ablösen für Bittencourt und Toprak.

Laut "Sport Bild" sind die Entscheidungsträger an der Weser daher bereits in "absoluter Alarmstimmung". Derzeit laufen demnach Gespräche mit Banken, welche Konditionen und Laufzeiten bei Krediten möglich seien. So könne "eine Insolvenz wahrscheinlich abgewendet werden", heißt es.

Wird Werder Bremen von der Konkurrenz abgehängt?

Allerdings werde Werder so für lange Zeit gebeutelt sein und der Konkurrenz noch mehr hinterherhinken, schließlich müssten die Kredite abbezahlt werden.

Um den Kopf irgendwie über Wasser zu halten, wollen die Bosse nun einen Vorstoß bei den Profis wagen. Ihr Wunsch: Die Spieler, die zuletzt einen vorübergehenden Gehaltsverzicht angekündigt hatten, sollen sich bereit erklären, dauerhafte Anpassungen ihres Salärs zu akzeptieren.

Seit Beginn der Coronakrise sollen einige Sponsoren schon signalisiert haben, zu den aktuellen Konditionen nicht mehr mit dem Klub zusammenarbeiten zu wollen. Deshalb wird nun überall der Rotstift angesetzt - andernfalls droht der Komplett-K.o.

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