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HSV-Engagement statt Wechsel zum Rekordmeister

Ben-Hatira bestätigt Kontakt zum FC Bayern

24.03.2020 09:00
Wechselte zum HSV statt zum FC Bayern: KSC-Profi Änis Ben-Hatira
© Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-image
Wechselte zum HSV statt zum FC Bayern: KSC-Profi Änis Ben-Hatira

Seit Ende Januar steht Änis Ben-Hatira in der 2. Bundesliga für den Karlsruher SC unter Vertrag. Zuvor spielte der gebürtige Berliner mit tunesischen Wurzeln in Deutschland unter anderem bei Hertha BSC, Eintracht Frankfurt und Darmstadt 98 - und wäre 2006 sogar beinahe beim FC Bayern München gelandet.

"Ich werde nie das Datum vergessen, als mich Hermann Gerland angerufen hat. Das war am 10. Oktober 2005. Ich glaubte, da erlaubt sich jemand einen Spaß", blickte Ben-Hatira im Interview mit "transfermarkt.de" zurück. "Ich habe einfach aufgelegt. Ich dachte mir: Hört auf, verarscht mich nicht."

Zu der Zeit habe er Angebote von vielen Vereinen gehabt, sagte der heute 31-Jährige, der damals in der Jugend von Tennis Borussia Berlin kickte. "Freunde von mir haben sich dann gern mal einen Telefonstreich erlaubt und sich als Scout oder Manager ausgegeben. Und irgendwann habe ich nach dem Gerland-Anruf auf die Nummer geschaut, und ich ahnte, dass es keiner meiner Freunde war."

Gerlands zweiten Anruf habe er dann angenommen, schilderte Ben-Hatira. Der damalige Trainer der Münchner Zweitvertretung habe "erstmal gemeckert und gefragt, wie es sein kann, dass ich einfach auflege".

Anschließend sei er vor Ort in München gewesen, so Ben-Hatira. "Mir wurde alles gezeigt, unter anderem das Internatszimmer. Ich hatte sogar eigentlich schon zugesagt."

HSV statt FC Bayern? Ben-Hatira: "Ich war einfach so beeindruckt ..."

Doch auch der Hamburger SV bemühte sich damals um die Dienste des einstigen Top-Talents und bekam letztlich den Zuschlag.

"Ich will nicht sagen, dass man mir den Kopf verdreht hat. Ich war einfach so beeindruckt von Hamburg, obwohl ich – wie mein großer Bruder – eigentlich kleiner Bayern-Fan war. Aber ich war damals so geflasht vom HSV, als Thomas Doll Trainer und Didi Beiersdorfer Manager waren. Das coole Stadion, der Kabinentrakt, die Spieler: All das hat mir imponiert", sagte Ben-Hatira.

Bis Sommer 2011 kickte der Offensivspieler dann für die Rothosen. Die Absage an den FC Bayern bereue er nicht, erklärte er. "Ich liebe den HSV, bin dort erwachsen geworden und habe den Sprung zum Bundesligaspieler geschafft. Ich bin dem Verein dankbar, es war eine geile Zeit, obwohl es – gepaart mit dem sportlichen Absturz – immer wieder viel Unruhe gab, worunter nicht nur viele Talente, sondern auch gestandene Stars gelitten haben."

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