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So sehen HBL, BBL und DEL die Zukunft nach Corona

22.03.2020 08:24
Frank Bohmann macht sich Sorgen
© Noah Wedel via www.imago-images.de
Frank Bohmann macht sich Sorgen

Geschäftsführer Frank Bohmann fürchtet wegen der Coronakrise um die Zukunft der Vereine aus der Handball-Bundesliga (HBL). "Die Herausforderungen sind groß und wir stemmen uns mit aller Macht gegen die Krise. Es ist aber nicht auszuschließen, dass wir in der kommenden Saison Klubs verlieren werden", sagte der 55-Jährige der Bild am Sonntag.

Auch Stefan Holz, Geschäftsführer der Basketball Bundesliga (BBL), macht sich Sorgen. "Wir stecken vor einem Dilemma", so Holz (52). "Wir haben zu dieser Saison den Mindestetat von zwei auf drei Millionen erhöht. Senken wird das wieder? Wenn ja, wirft das die Liga und ihre Entwicklung um Jahre zurück. Wenn nein, dann bin ich mir wie der Kollege nicht sicher, ob wir in der nächsten Saison alle Klubs wiedersehen werden."

Gernot Tripcke, Chef der Deutschen Eishockey Liga (DEL), ist da etwas optimistischer. "Die DEL-Klubs können und werden überleben", sagte der 52-Jährige. "Allerdings kann es eng werden, wenn Klubs jetzt schon Verträge zu den Konditionen der letzten Saison unterschrieben haben, aber gleichzeitig die Einnahmen wegbrechen."

Die DEL hat ihre Saison nach der Hauptrunde abgebrochen, die HBL und BBL hoffen weiter auf eine Fortsetzung des Spielbetriebs. "Wir können im Extremfall noch bis Anfang Juni starten. Der Spielplan wäre dann natürlich verkürzt und verdichtet", so Holz. Bohmann sieht das Problem, dass die Multifunktionsarenen im Sommer womöglich "stark ausgelastet sind. Es kann uns passieren, dass wir gezwungen sind, von unseren Standards abzuweichen und in kleinere Hallen ausweichen müssen."

Den Ligen drohen wirtschaftlich enorme Belastungen. Bei einem Abbruch entsteht für die BBL "je nach Szenario ein möglicher Schaden von bis zu 25 Millionen Euro - und das bei einem Gesamtumsatz von 145 Millionen", sagte Holz. "Insgesamt liegen wir bei einer ähnlichen Größenordnung wie die BBL", so Bohmann. In der DEL liegt der Umsatzausfall nach Angaben von Tripcke bei "bis zu 15 Millionen Euro".

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