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Dann rechnet Hopp mit einem Corona-Impfstoff

21.03.2020 23:00
Die Corona-Pandemie hat starke Auswirkungen auf den Fußball
© Revierfoto via www.imago-images.de
Die Corona-Pandemie hat starke Auswirkungen auf den Fußball

Das Coronavirus hält den gesamten Globus im Würgegriff. Auch der Profi-Fußball bekommt die weitreichenden Schutzmaßnahmen zu spüren - etliche Events wurden wegen Covid-19 abgesagt oder verschoben. sport.de verfolgt die neusten Entwicklungen rund um die Corona-Krise im Live-Blog.

  • Hopp spricht über Impfstoff-Zeitplan
  • Starke Gesten in England
  • DFL geht von Fortsetzung der Saison aus
  • Werder-Boss nennt rote Linie
  • Bayern-Duo spendet zusammen eine Million Euro

+++ 21.03.2020, 22:59 Uhr: Ex-Real-Boss verstorben +++

Lorenzo Sanz, der frühere Präsident des spanischen Fußball-Rekordmeisters Real Madrid, ist im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben.

Das teilte sein Sohn Lorenzo Sanz Jr. in einem Kommuniqué mit. Sanz habe neben der Infektion mit dem neuen Virus auch eine Nierenerkrankung gehabt, gaben die behandelnden Ärzte auf Anfrage bekannt. Zur Todesursache wurde zunächst aber nichts mitgeteilt.

Sanz war vor einigen Tagen positiv auf das neue Virus Sars-CoV-2 getestet worden und lag seit Dienstag auf der Intensivstation des Madrider Krankenhauses Hospital Jiménez Díaz. Die spanische Profiliga sprach den Hinterbliebenen ihr Beileid aus.

"Mein Vater ist jetzt vor Kurzem gestorben. Er hat ein solches Ende nicht verdient", schrieb der älteste Sohn von Sanz in seiner Mitteilung an die Medien. "Eine der besten, mutigsten und fleißigsten Personen, die ich in meinem Leben gesehen habe, geht von uns. Seine Familie und Real Madrid waren sein Leben", fügte er an.

Sanz war Chef der Königlichen zwischen 1995 und 2000. In dieser Zeit errang Real neben anderen Erfolgen zwei Mal die Champions League (1998 und 2000) und auch einen Ligatitel (1997).

+++ 21.03.2020, 20:11 Uhr: Juve-Star mit Corona infiziert  +++

Der argentinische Fußballstar Paulo Dybala ist positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das bestätigte der 26-Jährige vom italienischen Rekordmeister Juventus Turin in den sozialen Netzwerken.

Auch seine Freundin Oriana Sabatini hat sich mit dem Virus infiziert. "Glücklicherweise geht es uns bestens", schrieb Dybala, der sich zudem für die zahlreichen Nachrichten bei seinen Fans bedankte.

Dybala ist damit der zweite Juve-Profi nach Abwehrspieler Daniele Rugani, der positiv getestet worden ist. In Italien ist die Lage besonders dramatisch, mehr als 50.000 Menschen haben sich bereits infiziert, fast 5000 sind gestorben. Nach dem positiven Befund bei Rugani war die gesamte Mannschaft in Quarantäne geschickt worden. 

Zuletzt hatten jedoch Rio-Weltmeister Sami Khedira, Dybalas Landsmann Gonzalo Higuaín sowie der Bosnier Miralem Pjanic Turin verlassen, nachdem sie negativ getestet worden waren und die Erlaubnis des Klubs erhalten hatten.

+++ 21.03.2020, 18:43 Uhr: Vierter Bundesliga-Profi positiv getestet +++

Ein zweiter Spieler des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der Klub am Samstagabend bekannt, nannte wie beim ersten Fall der Hessen am Donnerstag den betroffenen Profi nicht namentlich.

Nach Bekanntwerden des ersten positiven Falls wurden die komplette Mannschaft sowie der Staff und einige Mitarbeiter aus dem Teamumfeld den Tests unterzogen.

Bis dato sind 24 Tests ausgewertet, 23 davon negativ. "Die weiteren Ergebnisse folgen in den kommenden Tagen", teilte die Eintracht auf Twitter mit.

Es ist der vierte bestätigte Fall in der Bundesliga. Zuvor hatte es auch Verteidiger Luca Kilian vom SC Paderborn und einen Profi von Hertha BSC erwischt. Auch die Berliner gaben den Namen des Betroffenen nicht bekannt.

+++ 21.03.2020, 18:27 Uhr: Längere Bundesliga-Pause wahrscheinlich +++

Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) berät offenbar am kommenden Dienstag über das weitere Vorgehen im Zuge der Coronakrise.

Dies berichtet das Fachmagazin "kicker". Demnach deute vieles darauf hin, dass das neunköpfige Gremium den DFL-Mitgliedern eine weitere Aussetzung des Spielbetriebes über den 2. April hinaus empfehlen wird.

Am vergangenen Montag hatten die 36 Klubs der 1. und 2. Bundesliga den Stopp bis Anfang des kommenden Monats beschlossen. Damals hatte DFL-Chef Christian Seifert bereits erklärt: "Der Beschluss bedeutet natürlich nicht, dass wir ab dem 3. April wieder spielen."

Coronafälle bei mehreren Vereinen sowie bereits verhängte oder drohende Ausgangsbeschränkungen in den verschiedenen Bundesländern legen ebenfalls eine Verlängerung der Profifußball-Pause nahe. Dank der Verlegung der paneuropäischen EM ins Jahr 2021 haben die nationalen Ligen nun mehr Luft im Sommer, um nach Möglichkeit ihre unterbrochenen Spielzeiten zu Ende zu bringen.

+++ 21.03.2020, 17:15 Uhr: Lewandowskis spenden eine Million Euro +++

Fußballstar Robert Lewandowski hat sich seinen Teamkollegen Leon Goretzka und Joshua Kimmich vom deutschen Rekordmeister Bayern München angeschlossen und zur Bewältigung der Coronakrise gemeinsam mit seiner Frau ebenfalls eine Million Euro gespendet.

"Wir sind uns alle der schwierigen Situation um uns herum bewusst. Heute spielen wir alle in einer Mannschaft. Lasst uns in diesem Kampf stark sein. Wenn wir jemanden helfen können, lasst es uns tun", zitierte die "Sport Bild" das Ehepaar.

Am Freitag hatten Goretzka und Kimmich die Aktion "We Kick Corona" ins Leben gerufen und eine Million Euro als Starthilfe gespendet. Mit der Internetaktion soll karitativen, sozialen oder medizinischen Einrichtungen geholfen werden, die aufgrund der Pandemie auf sofortige Hilfe angewiesen sind. 

Nach nur wenigen Stunden hatten sich unter anderem die Nationalspieler Leroy Sané, Julian Draxler, Jonas Hector, Lukas Klostermann, Julian Brandt, Nadiem Amiri und Thilo Kehrer der Initiative angeschlossen. 

Ob auch Lewandowskis Spende diesem Projekt zugutekommt, blieb zunächst allerdings offen.

+++ 21.03.2020, 16:24 Uhr: Hopp nimmt Profis in die Pflicht +++

Milliardär Dietmar Hopp hat das bisherige Engagement der Fußballprofis im Kampf gegen das Coronavirus gelobt, nimmt die Spieler aber weiterhin in die Pflicht. "Ich erwarte Solidarität und eine Sensibilität für die Lage", sagte der Mäzen der TSG Hoffenheim im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "In der Vergangenheit haben Fußballer sehr oft enorm sensibel und sozial gehandelt. Die Nationalmannschaft hat gerade eine Millionenspende angekündigt, und ich bin sicher, dass dies nicht die letzte Aktion war."

Hopp hat in seiner Funktion als Mehrheitseigner des Unternehmens CureVac zudem den Zeitplan bestätigt, wonach ein Impfstoff gegen das Virus "wenn alles glatt läuft" im Herbst zur Verfügung stehen könnte. Eine Garantie könne er aber nicht geben. "Wir bewegen uns im Bereich der Spekulationen. Aber es ist auch allen klar: Januar 2021 wäre noch erträglich, Dezember 2021 sicherlich nicht", sagte er.

Zuletzt war über ein angebliches Angebot der US-Regierung berichtet worden, das den USA das Exklusivrecht zur Nutzung des Impfstoffes übertragen hätte. Hopp stellte klar, dass er nicht wisse, "ob und in welcher Form es diese konkrete Anfrage gegeben hat". Er erneuerte jedoch seine Ablehnung eines derartigen Angebotes. "Unsere Position ist klar und gilt: Wir müssen solidarisch sein und alle Länder dieser Welt bedienen, sofern nicht andere Hersteller das schon getan haben."

Vorwürfe, er würde diese Haltung nutzen, um sein Image nach den Anfeindungen der Fans zuletzt aufzupolieren, bestritt Hopp vehement. "Auch wenn mich die Beleidigungen bis hin zu Morddrohungen sehr stören, niemals würde ich versuchen, das eine mit dem anderen zu verquicken. Das sind zwei völlig verschiedene Engagements. Es bedarf für mich keiner zusätzlichen Motivation von außen, mich für das Wohl der Menschen einzusetzen", sagte er.

+++ 21.03.2020, 15:50 Uhr: Eberl sieht Gladbach gut aufgestellt +++

Sportdirektor Max Eberl sieht den Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach für die Coronakrise gut aufgestellt. Mögliche Spielerverkäufe sollen nur das letzte Mittel sein.

"Das sind hypothetische Szenarien. Es müssen erst mal viele andere Themen geklärt sein. Da müssen wir den Menschen keine Angst machen, dass unsere Mannschaft auseinanderbricht. Wir arbeiten daran, dass es nicht so kommt", sagte Eberl der "Rheinischen Post".

Selbst wenn alle negativen Szenarien eintreten sollten, bliebe die Borussia handlungsfähig. "Nicht nur, weil wir eine Mannschaft haben, die außergewöhnlich ist, nicht nur von den Charakteren, sondern auch von der sportlichen Werthaltigkeit her", sagt Eberl. Die Profis der Borussia hatten am Donnerstag als erste Fußballer in Deutschland freiwillig auf Teile ihres Gehalts verzichtet.

Eberl hofft derweil, dass sich der eher konservative wirtschaftliche Ansatz der Borussen jetzt auszahlt. "Es wird so sein, dass sich nach der Corona-Geschichte einiges relativieren wird. Vereine, und das ist meine Hoffnung, die bis jetzt solide gearbeitet haben, können da ein Stück weit gut durch die Krise kommen", sagte der 46-Jährige.

+++ 21.03.2020, 14:35 Uhr: Bayern-Duo sammelt 610.000 Euro +++

Die Spendeninitiative der Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich ist sehr gut angelaufen. Nicht einmal 24 Stunden nach dem Start der Aktion haben die beiden Bayern-Spieler bereits 610.000 Euro eingesammelt, gemeinsam mit ihrem Startkapital von 1 Million Euro steht die am Freitag ins Leben gerufene Initiative damit bereits bei 1,61 Millionen Euro.

Mit der Internetaktion "We Kick Corona" soll karitativen, sozialen oder medizinischen Einrichtungen geholfen werden, die aufgrund der Pandemie auf sofortige Hilfe angewiesen sind. Nach nur wenigen Stunden hatten sich unter anderem die Nationalspieler Leroy Sané, Julian Draxler und Jonas Hector der Initiative angeschlossen.

Auch Bundesligaspieler wie Sebastian Rode und ehemalige Nationalspieler wie Benedikt Höwedes oder Mats Hummels zählen bereits zu den Unterstützern. "Sehr geile Aktion! Wir als Fußballer wollen versuchen, unserer Vorbildfunktion gerecht zu werden, und vorleben, wie wir Solidarität verstehen", schrieb Hummels bei Twitter.

Aus dem Millionen-Topf, den Goretzka und Kimmich bereitgestellt haben, können Einrichtungen Soforthilfe beantragen. Gleichzeitig rufen beide dazu auf, sich mit Spenden weiter an der Aktion zu beteiligen, "um noch mehr Einrichtungen unterstützen zu können".

+++ 21.03.2020, 14:31 Uhr: Kruse muss in der Türkei bleiben +++

Der ehemalige Fußball-Bundesliga-Profi Max Kruse von Fenerbahce Istanbul kann trotz des derzeitigen Saisonstopps in der türkischen Süper Lig nicht nach Deutschland zurückkehren. "Wir haben strikte Anordnung vom Verein, uns aus Istanbul für die nächsten Tage nicht rauszubewegen", sagte Kruse der "RTL"-Reporterin Laura Wontorra im Live-Interview, das bei Facebook ("Stay at home TV") gepostet wurde.

Kruse weiter: "Ich könnte theoretisch in Deutschland einreisen, aber die Türkei hat ein Einreisestopp für alle europäischen Länder eingeführt. Deswegen bleibe ich erst einmal hier und versuche das Beste aus der Situation zu machen."

Kruse über die Situation in Istanbul: "Das Leben ist runtergefahren. Es ist schwierig, das alles einzuordnen, da es ja für uns alle Neuland ist. Erst Freitag wurden wir alle in Quarantäne geschickt und müssen jetzt zehn Tage zu Hause bleiben."

+++ 21.03.2020, 14:10 Uhr: Lyon-Boss fordert CL-Abbruch +++

Der Präsident des französischen Spitzenclubs Olympique Lyon hat zur Rettung der nationalen Fußball-Ligen einen Abbruch der Saison im Europapokal ins Gespräch gebracht.

"Man muss Entscheidungen treffen, mutig sein. Die Champions League, die Pokalfinals und die Länderspiele fallen lassen. Sich nur auf die Liga konzentrieren", sagte Jean-Michel Aulas französischen Medienberichten zufolge dem Sender "RTL". "Wenn wir die Ligue 1 retten wollen, muss sie unbedingt vor dem 30. Juni beendet sein", ergänzte der Funktionär.

Lyon hatte im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zu Hause 1:0 gegen Juventus Turin gewonnen. Das Rückspiel wurde nicht mehr gespielt, nachdem die UEFA den Wettbewerb wegen der Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie ausgesetzt hatte. 

+++ 21.03.2020, 12:45 Uhr: Zaha bietet Unterkünfte für Pflegepersonal +++

Stürmerstar Wilfried Zaha vom englischen Premier-League-Klub Crystal Palace hat im Kampf gegen das Coronavirus mehrere Wohnungen in London für medizinisches Personal kostenlos zur Verfügung gestellt. Der 27 Jahre alte Fußball-Nationalspieler von der Elfenbeinküste kündigte an, Hilfskräfte der Nationalen Gesundheitsbehörde NHS nach deren Schichten unterzubringen.

"Wenn du Gutes tust, wird dir Gutes widerfahren", sagte Zaha am Samstag der "Times": "Ich will bei jeder Gelegenheit helfen, besonders in dieser verrückten Zeit, die wir durchleben." Zaha, der kolportierte 140.000 Euro wöchentlich verdient, besitzt in London etwa 50 Immobilien.

Die Wohnungen werden in der Regel von Firmenkunden bewohnt, da aber aufgrund der Coronakrise der weltweite Reiseverkehr stark eingeschränkt ist, sank auch die Nachfrage deutlich. "Mitarbeiter des Gesundheitswesens, bitte meldet euch", sagte Zaha.

Zuvor hatte bereits TV-Experte und United-Legende Gary Neville 176 Zimmer in zwei Hotels, bei denen er Mitbesitzer ist, in Manchester zur Verfügung gestellt. Auch der russische Oligarch Roman Abramowitsch, Besitzer des FC Chelsea, stellte insgesamt 72 Zimmer im klubeigenen Millennium Hotel direkt neben dem Stadion an der Stamford Bridge zur Verfügung.

+++ 21.03.2020, 12:35 Uhr: Manchester-Klubs sammeln für Bedürftige +++

Die englischen Rivalen Manchester City und Manchester United haben sich in der Coronakrise zusammengetan und 100.000 Pfund (108.000 Euro) für lokale Tafeln gespendet. Normalerweise sammeln die Fanlager beider Klubs bei Heimspielen Geld für die gemeinnützigen Hilfsorganisationen, dies ist aufgrund der Pandemie derzeit aber nicht möglich. Der Fußball in England ist bis mindestens zum 30. April ausgesetzt.

"In einer Zeit der Herausforderung für unsere Gemeinschaft freuen wir uns, zusammen mit unseren Fans in einer vereinten Stadt gefährdeten Mitgliedern der Gesellschaft zu helfen", teilten die Klubs in einer gemeinsamen Erklärung mit. Konkret kommt die Spende 19 Tafeln der Wohltätigkeitsorganisation "The Trussell Trust" im Großraum Manchester zugute.

+++ 21.03.2020, 11:55 Uhr: Zander dichtet Hertha-Hymne um +++

Ein neuer Text als eindringlicher Appell: Schlagersänger Frank Zander (78) hat seine bekannte Hertha-Hymne "Nur nach Hause" umgedichtet, um alle Menschen daran zu erinnern, während der Coronakrise soziale Kontakte möglichst zu meiden. In einem Video, das Fußball-Bundesligist Hertha BSC auf Twitter veröffentlichte, singt Zander einen leicht abgewandelten Text des Klassikers: "Nur nach draußen gehen wir nicht."

Die Hymne wird vor jedem Heimspiel der Herthaner im Berliner Olympiastadion gespielt, normalerweise heißt es dabei: "Nur nach Hause gehen wir nicht." Zander appellierte am Ende des Videoabschnitts an die Menschen, sich im Zuge der Corona-Pandemie an die gesetzlichen Vorgaben zu halten. "Ich bitte euch noch einmal inständig, geht nicht nach draußen. Es ist diesmal wirklich ernst."

+++ 21.03.2020, 11:52 Uhr: BVB-Fans sollen Hymne singen +++

Die Fußball-Hymne "You'll never walk alone" von Gerry & The Pacemakers wird in der Coronakrise immer mehr zum Lied, das die Verbundenheit und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen über Ländergrenzen hinweg stärken soll. Am Freitagmorgen hatten 180 Radiostationen europaweit die Vereinshymne des FC Liverpool zeitgleich gespielt und eine riesengroße Resonanz erfahren.

Auch die Fans von Vizemeister Borussia Dortmund wurden am Samstag von den "Ruhr Nachrichten" um 19.09 Uhr - angelehnt an das Jahr der Vereinsgründung der Schwarz-Gelben - aufgefordert, aus offenen Fenstern und von Balkonen in der westfälischen Metropole das bekannteste Fußballlied, das auch Hymne des BVB ist, zu schmettern.

"'Bleib' zu Hause'" lautet aktuell die Devise, die wir voll und ganz unterstützen. Doch alleine müssen wir trotzdem nicht sein", schrieb die Dortmunder Zeitung: "Trikot an, Schal an - und Vollgas! Dreht die Boxen auf, singt laut mit. Gegen die Coronavirus-Tristesse, gegen die Fußball-Flaute und für ein besseres Miteinander. Denn wenn wir mal ehrlich sind: Was schweißt mehr zusammen, als ein ordentliches YNWA aus Hunderttausenden schwarzgelben Kehlen?"

Auch in anderen deutschen Städten gibt es ähnliche Aktionen. Im Borussia-Park in Mönchengladbach wurde das "You'll never walk alone" im menschenleeren Stadion in voller Lautstärke gespielt.

+++ 21.03.2020, 11:22 Uhr: Wie England die unteren Ligen retten will +++

Die Coronakrise hat auch den englischen Fußball fest im Griff. Zwar beherrscht in der öffentlichen Diskussion auch die Premier League mit Tabellenführer FC Liverpool an der Spitze die Diskussion, aber die Ligen unterhalb der Eliteklasse plagen derzeit viel größere Existenzsorgen.

Nicht ohne Grund schnürte die Football League unter der Woche ein 50-Millionen-Pfund-Rettungspaket (54,5 Millionen Euro), das die Liquidität der Klubs sicherstellen soll. Damit hat es sich aber noch lange nicht getan, wie Ihr hier lesen könnt -> Wie England die unteren Ligen retten will

+++ 21.03.2020,. 10:12 Uhr: Serie A schlägt Gehaltskürzung vor +++

Die italienische Serie-A-Liga überlegt eine Strategie zur Eingrenzung der Verluste infolge der Coronavirus-Pandemie. So schlägt die Liga eine 30-prozentige Reduzierung der Spielergehälter vor, sollte wegen der Epidemie die Meisterschaft 2019/20 nicht zu Ende geführt werden können. Dies berichteten italienische Medien.

Der Vorschlag soll der Fußballer-Gewerkschaft AIC unterbreitet werden, die die Umsetzung allerdings kritisch beurteilt. "Die Spieler sind die Ersten, die in dieser Phase am Erhalt des Fußballsystems interessiert sind, doch zuerst müssen die Schäden für die Klubs beziffert werden. Dies kann man erst dann tun, wenn wir wissen, ob die Meisterschaft zu Ende ausgetragen wird, oder nicht", sagte AIC-Präsident Damiano Tommasi.

Die Spielergewerkschaft könne die Profis nicht zwingen, Gehaltskürzungen zu akzeptieren. "Wir können zwar den Weg weisen, über Einschnitte entscheidet der einzelne Spieler selber", sagte Tommasi.

Die Serie-A-Klubs zahlen jährlich 1,3 Milliarden Euro an Spielergehältern. Die Liga schätzt die Verluste bei den Klubs im Falle eines Saisonabbruchs auf 720 Millionen Euro.

+++ 21.03.2020,. 9:52 Uhr: Bochum-Boss sieht Krise auch als Chance +++

Geschäftsführer Ilja Kaenzig vom Zweitligisten VfL Bochum sieht in den wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise auch eine Chance für den Fußball. "Wir waren auf dem besten Weg, dass Fußball zum Entertainment wird und nicht mehr Sport ist, dass die Show über allem steht. Jetzt wird automatisch eine Rückbesinnung kommen, alles etwas demütiger", sagte der Schweizer der "ARD-Sportschau".

Kaenzig glaubt zudem, dass der Transfermarkt in Zukunft überschaubarer wird. "Die Summen, die für Spieler gezahlt werden, werden geringer. Gerade für durchschnittliche Spieler. Ich glaube auch, dass sich die Etats der Klubs reduzieren werden", sagte der 46-Jährige.

Als direkte Folge werde "diese ganze Show, dieses Drumherum" reduziert, so Kaenzig: "Das wird zum Teil wegfallen, das wird dem Rotstift zum Opfer fallen. Aber das ist ja nicht schlecht. Die Faszination des Fußballs ist ja ungebrochen."

+++ 21.03.2020,. 9:32 Uhr: Ter Stegen als Torwart im Home Office +++

Auch Nationaltorwart Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona leidet derzeit wegen der Ausgangssperre in Spanien. "Ich bin ein Torwart im Home Office. Auch wenn das komisch klingt in meinem Beruf", sagte der 27-Jährige bei "Bild live".

Damit er, seine Frau Daniela und der knapp drei Monate alte Sohn Ben keinen Lagerkoller erleben, müssten sie sich "gegenseitig zu animieren", verriet ter Stegen: "Es gibt täglich neue Challenges im Internet. Meine Frau arbeitet an einem Projekt, das sie beenden will. Wir wollen das Beste daraus machen."

Er selbst muss sich möglichst fit halten. "Als Sportler stehen wir in der Pflicht, weiter an unserer physischen Kraft zu arbeiten", sagte der frühere Gladbacher Torwart: "Ich bin damit den ganzen Tag beschäftigt, das Beste aus uns herauszuholen." Dafür bekam ter Stegen Fitnesspläne und Informationen vom FC Barcelona mit an die Hand.

+++ 21.03.2020,. 8:58 Uhr: Espanyol-Profi Wu positiv getestet +++

Der chinesische Fußballstar Wu Lei vom spanischen Erstligisten Espanyol Barcelona ist nach Angaben des Verbandes von China CFA positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Wu Lei weist milde Symptome auf und befindet sich zurzeit in Behandlung", teilte der Verband mit. Espanyol hatte den CFA informiert.

Der 28 Jahre alte Angreifer ist der bekannteste chinesische Fußballer und befindet sich in häuslicher Quarantäne in Barcelona. Wu ist der einzige chinesische Spieler in einer der europäischen Top-5-Ligen und war im Januar 2019 von Shanghai SIPG zu Espanyol gewechselt.

+++ 21.03.2020, 08:18 Uhr: Liga-Präsident mit Coronavirus infiziert +++

Enrique Bonilla, der Präsident der mexikanischen Fußball-Profiliga MX, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies gab die mexikanische Liga auf ihrer Homepage bekannt.

Er habe keine gravierenden Symptome der Krankheit und befinde sich unter Quarantäne, teilte Bonilla mit. Er ist der zweite Funktionär im mexikanischen Fußball, der an COVID-19 erkrankt ist. Am vergangenen Dienstag war der Präsident des Erstligisten Atletico San Luis, Alberto Marrero, ebenfalls positiv getestet worden. Vor Wochenfrist war die Meisterschaft in der 1. und 2. Liga sowie bei den Frauen in Mexiko ausgesetzt worden.

Die Erstligaklubs hatten unter der Woche reagiert und das Mannschaftstraining jeweils ausgesetzt, stattdessen sollten sich die Profis individuell zu Hause fit halten. In dem lateinamerikanischen Land sind nach Angaben von Freitagabend bislang 203 Infizierte registriert worden.

+++ 21.03.2020, 08:15 Uhr: DFL geht von Fortsetzung der Saison aus +++

Für DFL-Präsidiumsmitglied Alexander Wehrle ist eine Verschiebung des Saisonendes in der Fußball-Bundesliga ein denkbares Szenario, um die Spielzeit trotz der Coronakrise regulär abzuschließen. "Auch ein Saisonende nach dem 30. Juni, wie jetzt schon vom französischen Verbandspräsidenten gefordert, darf da kein Tabu sein", sagte der Geschäftsführer des 1. FC Köln dem "Express".

Dazu müssten sich aber alle zusammensetzen, betonte der 45-Jährige. "Da geht es um den FIFA-Rahmenterminplan, die UEFA, die großen Fußball-Ligen. Das Ende der Vertragslaufzeit genau wie der Beginn des Transferfensters müssten nach hinten verschoben werden. Aber man merkt eine große Solidarisierung in der Fußball-Welt. Nahezu alle haben den Ernst der Situation begriffen."

Im "Kölner Stadt Anzeiger" ergänzte Wehrle, dass die Deutsche Fußball Liga (DFL) nach jetzigem Stand davon ausgehe, "dass die Saison zu Ende gespielt werden kann". Wenn dies tatsächlich möglich sei, "muss man leider davon ausgehen, dass es Spiele ohne Zuschauer werden", sagte er.

+++ 21.03.2020, 06:55 Uhr: In Weißrussland rollt der Ball +++

Die Welt des Sports steht still, doch in Weißrussland rollt der Fußball: Die nationale Liga ist trotz der Corona-Pandemie plangemäß in die neue Saison gestartet und trägt zumindest die Begegnungen des ersten Spieltages mit Fans auf den Tribünen aus.

"Warum sollten wir nicht starten?", fragte Verbandspräsident Vladimir Basanov, der bei drei Begegnungen persönlich im Stadion sein will: "Es gibt keine kritische Situation. Wir haben alle Umstände sorgfältig untersucht und sind zum Schluss gekommen: Es gibt keinen Grund, dass die Meisterschaft nicht beginnt."

Beim Saisonauftakt zwischen Energetik-BGU und Vizemeister BATE Borissow (3:1) waren mehrere hundert Zuschauer anwesend. Das 1:1 des Titelverteidigers Dinamo Brest gegen FK Smolewitschi verfolgten 3648 Fans im Stadion. Da viele Anhänger sowieso zum Stadion kommen würden, mache es keinen Sinn, die Zuschauer auszusperren, sagte Basanov auf der Verbandswebsite.

+++ 20.03.2020, 20:20 Uhr: Das ist Werders rote Linie +++

Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Filbry hält eine schnelle Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga für utopisch.

"Wir gehen davon aus, dass vor Mai nicht gespielt wird", sagte Filbry im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Wochenend-Ausgabe).

Selbst dies sei "auch nur eine Annahme, bisher sind ja nur der 26. und 27. Spieltag ausgesetzt worden". Trainer Florian Kohfeldt werde beim Tabellen-17. "wahrscheinlich den April noch mal als Vorbereitungszeit nutzen, um dann die sehr intensive Phase angehen zu können. Wir glauben, dass dann im Drei-Tages-Rhythmus gespielt wird."

Allerdings sieht Filbry terminlich auch eine klare rote Linie: den 30. Juni. "Eine dreistellige Anzahl von Verträgen in der ersten und zweiten Liga laufen zu diesem Datum aus", sagte er: "Entweder wir schaffen es bis zum 30. Juni, oder wir haben eine Saison, die abgebrochen wird."

Dieses Szenario gepaart mit dem Abstieg bezeichnete Filbry als schlimmstmöglich - dann würde es wohl auch den Profis an die Gehälter gehen. "Wenn es wirklich zum Super-GAU kommt, dann müssen wir alle Solidarität zeigen, denn dann geht's wirklich ums Überleben", betonte der 53-Jährige. "Da gehören dann die Spieler auch dazu."

Eine akute Existenzbedrohung für Werder sieht der Geschäftsführung aber derzeit nicht: "Es sind für alle Vereine wirtschaftliche Herausforderungen von nie dagewesenem Ausmaß. Aber ich glaube auch, dass sie lösbar sind. Wir müssen hier nicht morgen zuschließen."

+++ 20.03.2020, 19:50 Uhr: Schalke trainiert weiter im "Home Office" +++

Fußball-Bundesligist Schalke 04 trainiert wegen der Corona-Pandemie weiter im "Home Office". Statt wie zunächst geplant am kommenden Montag wieder mit dem Mannschaftstraining zu beginnen, absolvieren die Spieler auch in der nächsten Woche nach individuellen Plänen Lauf- und Krafteinheiten in den eigenen vier Wänden.

Erst am kommenden Freitag sollen sie sich treffen, damit werde eine zweiwöchige Teampause und damit die Empfehlung des Robert-Koch-Instituts eingehalten, teilte der Klub am Freitagabend mit.

"Unter diesen außergewöhnlichen und schwierigen Umständen für viele Menschen ist Fußball alles anderes als wichtig. Dennoch ist es unsere Pflicht, uns in unserem Beruf so professionell wie möglich zu verhalten", sagte Trainer David Wagner: "Wir hoffen zudem, dass es am 27. März einen neuen Informationsstand gibt und wir weitere Signale der DFL erhalten haben, mit welchem Zeitplan die weitere Saison angegangen wird."

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat den Spielbetrieb zunächst bis zum 2. April ausgesetzt, will die Saison aber unbedingt zu Ende spielen.

+++ 20.03.2020, 18:00 Uhr: Ultras rufen zu "Hamsterkäufen" auf +++

Die treuesten Fans des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock rufen zu einer besonderen Form des Hamsterkaufs auf.

"Kauft bis Ostern den Online-Fanshop leer!", fordern die "Suptras" und die Südtribüne Rostock im Internet in einer gemeinsamen Stellungnahme. Der Verein hatte seine Fanshops angesichts der Corona-Pandemie schließen müssen. 

Als weitere Hilfsmaßnahme für ihren Verein, der Einbußen bis in den Millionenbereich hinein befürchtet, sollen Hansa-Fans auf die Rückgabe von Jahres- und Tageskarten verzichten. Der Aufruf geht auch über den Fußball hinaus: "Geht Blut spenden und rettet damit Leben!" 

+++ 20.03.2020, 17:56 Uhr: Betriebsurlaub beim VfL Osnabrück +++

Fußball-Zweitligist VfL Osnabrück macht wegen der Coronakrise bis Ende März Betriebsurlaub. Nach der Schließung des Fanshops, des Stadions und der Geschäftsstelle für den Publikumsverkehr bleiben ab Montag auch die verbliebenen Arbeitsplätze an der Bremer Brücke unbesetzt. 

"Wir haben diese Maßnahme im Sinne der Hygiene- und Abstandsempfehlungen in einer großen Telefonkonferenz mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besprochen und volles Verständnis erfahren", sagte VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend: "Ab dem 1. April und insbesondere nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs setzen sie ihre wertvolle Arbeitskraft dann wieder voll im Sinne des VfL und seiner Interessensgruppen ein."

+++ 20.03.2020, 17:10 Uhr: DFB mit düsterer Prognose +++

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erwartet durch die Coronakrise erhebliche finanzielle Einbußen. "Wir haben ein erstes Zahlenmodell entwickelt: Im schlechtesten Fall müssen wir mit einem Verlust von mehr als 50 Millionen Euro rechnen", sagte Schatzmeister Stephan Osnabrügge auf der Verbandshomepage am Freitag. 

"Man mag sagen, macht ja nichts, der Verband ist ja reich", sagte Osnabrügge. Das allerdings treffe es nicht, weil der DFB "von oben nach unten finanziert. Nicht wir leben von Mitgliedsbeiträgen, sondern wir unterstützen das System des gemeinnützigen Fußballs. Kann der DFB nicht mehr zahlen, schlägt dies unmittelbar auf unsere Mitgliedsverbände durch und trifft dort die Sportschulen, die Menschen, die den Amateurspielbetrieb organisieren, viele Tausende von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern."

Direkte Hilfsmaßnahmen für die 25.000 Vereine gestalteten sich schwierig. "Der Fußball muss – so schwer das auch fallen mag – in der Erwartungshaltung realistisch bleiben", betonte Osnabrügge. "Wir dürfen Vereine nicht direkt bezuschussen. Aber wir können es auch wirtschaftlich nicht." 

Der DFB darf seinen Mitgliedsverbänden helfen, was er auch tut, und kümmert sich als Träger der 3. Liga, der Frauen-Bundesliga und der Junioren-Bundesligen um "gezielte Maßnahmen, um die Liquidität der Klubs unserer Spielklassen aufrecht zu erhalten".

Zuschüsse jedoch seien steuerrechtlich nicht erlaubt, für eine Kreditvergabe wäre eine Banklizenz vonnöten. "Ich habe das Ganze zur Sicherheit nochmals in die Prüfung gegeben, aber ich bin leider wenig optimistisch", sagte Osnabrügge. Eine unmittelbare finanzielle Unterstützung einzelner Amateurvereine sei nicht möglich - auch wirtschaftlich nicht: "Wir haben 25.000 Vereine in Deutschland. Würde man jedem Verein 3000 Euro Unterstützung in der Krise geben, wären die Rücklagen des DFB aufgebraucht." 

Osnabrügge rät den Vereinen, Kurzarbeit zu beantragen. Zudem erwarte er von denen, "die das Glück haben, in normalen Zeiten viel Geld mit dem Fußball verdienen zu dürfen, einen klaren Solidaritätsbeitrag mit ihren Arbeitgebern".

+++ 20.03.2020, 15:54 Uhr: Verzichten Köln-Profis auf ihr Gehalt? +++

Nach Einschätzung von Alexander Wehrle wären auch die Profis des 1. FC Köln bereit, aufgrund der Corona-Krise auf Teile ihres Gehaltes zu verzichten.

"Jeder Verein muss da zwar seinen eigenen Weg finden, aber wir haben verantwortungsvolle Jungs bei uns, die der Ernst der Situation bewusst ist. Sie wissen um ihre privilegierte Stellung. Ich habe unsere Spieler so kennen gelernt, dass sie im Fall der Fälle bereit wären, auch ihren Beitrag zu leisten", sagte der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Wehrle kündigte Gespräche "zu gegebener Zeit" an: "Allerdings würden wir das aus freien Stücken tun und nicht auf Druck von außen."

+++ 20.03.2020, 15:50 Uhr: Frankfurt twittert sich zum Sieg +++

Eigentlich wollte Eintracht Frankfurt am gestrigen Donnerstag zur großen Aufholjagd in der Europa League blasen und das 0:3 gegen den FC Basel aus dem Hinspiel wettmachen. Aufgrund der rasanten Ausbreitung des Coronavirus musste die SGE das Spiel aber kurzerhand in die sozialen Medien verlegen. Der Bundesligist lud seine Fans ein, das Spiel selbst zu gestalten. Doch in der Halbzeit brachen die Hessen plötzlich ab. Hier geht es zur Diashow!

+++ 20.03.2020, 14:23 Uhr: TSG lässt Training ruhen +++

TSG 1899 Hoffenheim verlängert die wegen der Corona-Krise verhängte Auszeit und lässt auch in der kommenden Woche das Mannschaftstraining ruhen.

Die Profis und die U23-Spieler werden sich weiterhin individuell zuhause fit halten, teilte der Verein am Freitag mit. "Es geht um die Gesundheit. Deshalb gilt es, alles dafür zu tun, die Verbreitung des Virus so effektiv wie möglich zu verlangsamen", begründete Profi-Chef Alexander Rosen die Maßnahme.

+++ 20.03.2020, 14:01 Uhr: Leipzig geht kreative Wege +++

RB Leipzig geht in der Coronakrise beim Training kreative Wege. "Wir bieten individuelles Training mit Ball an", sagte Sportdirektor Markus Krösche am Freitag bei "Sky": "Das bedeutet keine Gruppen oder Mannschaftstraining, es ist einfach individuelles Training mit Ball, wo der Torschuss oder Passspiel mit dabei ist - ohne dass es da Körperkontakt gibt."

Dass die Spieler unter Umständen das Coronavirus untereinander verbreiten, wird durch die besonderen Gegebenheiten auf dem Trainingsgelände verhindert. "Wir haben die Möglichkeit aufgrund unser Infrastruktur, dass jeder sein eigenes Zimmer hat, dort individuell duscht und sich dort umzieht, sodass es keinen Kontakt zu den anderen Mitspielern gibt", sagte Krösche.

Leipzig hatte angekündigt, am Freitag das Training wiederaufnehmen zu wollen. Aktuell befindet sich die Bundesliga wegen der fortschreitenden Ausbreitung des Virus in einer Pause, die vorerst bis zum 2. April andauert.

+++ 20.03.2020, 13:29 Uhr: Keine weiteren Corona-Fälle bei Hertha +++

Nach dem positiven Test eines Spielers gibt es derzeit keinen weiteren Coronafall bei Hertha BSC. "Alle Tests des Lizenzspielerkaders sowie des Trainer- und Funktionsteams sind negativ ausgefallen", teilten die Berliner am Freitag via Twitter mit.

Die Tests waren angeordnet worden, weil am Dienstag ein Coronafall bei einem nicht genannten Spieler bekannt geworden war. An der zweiwöchigen Quarantäne bis zum 31. März müsse die Mannschaft indes festhalten, teilte die Hertha mit.

"Alle Spieler sind mit Spinning-Bikes versorgt, haben ihre Pulsuhren und sind von unserem Athletiktrainer mit individuellen Trainingsplänen versorgt. Dazu gibt es Programme zu Stabilisation. Klar ist aber auch, dass es hierbei in erster Linie um Maßnahmen zum Erhalt der Fitness geht", sagte Geschäftsführer Michael Preetz.

+++ 20.03.2020, 12:32 Uhr: Fußball-Reporter kommentiert Straßenverkehr +++

Kuriose Aktion von Fußball-Kommentator Robby Hunke. Der "ARD"-Reporter vertreibt sich die Langeweile in der Corona-Spielpause mit einem originellen Alternativprogramm und kommentiert vom Fenster seiner Wohnung aus mit witzigen Fußball-Anspielungen den Straßenverkehr der Kölner Innenstadt.

"Hier ein Fahrradfahrer, ohne Gegendruck! Was macht er? Dringt einfach hier ein in das letzte Drittel der Neusser Straße, weil ihn aber auch keiner dabei stört! Das gefällt mir, das ist mutig", spricht Hunke auf dem Video, das er auf Twitter veröffentlichte, im typischen Kommentatorenton.

Das Video, das Hunke ursprünglich nur für seinen Vater aufgenommen hat, wurde bis Freitagmittag auf Twitter bereits mehr als 4000-mal geliked. "Daran sieht man, wie ausgedörrt die Fans sind", sagte Hunke dem "SID": "In sozialen Netzwerken wird man ja manchmal auch durchbeleidigt, aber bislang gab es nur positive Reaktionen."

Vorbereitet hat er sich auf die "Fenster-Reportagen" nicht. "Das war alles aus der kalten Hose heraus", sagte Hunke: "Alles, was da stattfindet, ist echt. Und genau das mögen die Zuschauer daran."

Der Kommentator will nun eine Serie aus der Idee machen und sich dabei nicht nur auf den Straßenverkehr beschränken. "Ich kommentiere sowieso immer alles, zum Beispiel wie sich meine Frau schminkt oder wie ich eine Flasche Wein öffne", sagte er.

+++ 20.03.2020, 11:19 Uhr: Ex-Hannover-Coach verzichtet auf Gehalt +++

Der frühere Trainer von Hannover 96 Daniel Stendel verzichtet als Coach beim schottischen Erstligisten Heart of Midlothian wegen der Coronakrise komplett auf sein Gehalt. "Natürlich muss man sich das auch leisten können, aber ich will als gutes Beispiel vorangehen", sagte der 45-Jährige der "Bild"-Zeitung.

Von 2016 bis 2017 war Stendel Chefcoach bei Hannover 96. Seit Dezember 2019 trainiert er den Traditionsklub aus Edinburgh, der allerdings aktuell Tabellenletzter ist. Die schottische Liga wird wegen der Coronavirus-Pandemie mindestens bis zum 30. April pausieren.

+++ 20.03.2020, 11:01 Uhr: Goretzka und Kimmich spenden 1 Mio. Euro! +++

Die Bayern-Stars Leon Goretzka und Joshua Kimmich setzen ein wichtiges Zeichen: Die beiden deutschen Nationalspieler haben die Initiative "WE KICK CORONA" gegründet, mit der Spenden für soziale und karitative Einrichtungen gesammelt werden sollen.

Goretzka und Kimmich gehen selbst mit bestem Beispiel voran und spenden zusammen allein eine Million Euro. "Wir hoffen, dass viele von euch dem Beispiel folgen werden", so Goretza in einem Video über Twitter.

Zudem bedankten sich die Bayern-Profis bei allen, "die aktuell in sozialen Einrichtungen, Vereinen, sozialen Einrichtungen, Arztpraxen oder Krankrenhäuser alles dafür geben, die Situation zu meistern".

+++ 20.03.2020, 10:56 Uhr: Bayer-Star Tah macht bei DFB-Aktion mit +++

Die DFB-Stiftung Sepp Herberger hat am Freitag gemeinsam mit dem deutschen Nationalspieler Jonathan Tah ein Hilfsprogramm gestartet, durch das wegen der Corona-Pandemie in Not geratene "Mitglieder der Fußball-Familie" unterstützt werden.

Durch eine Sofort-Maßnahme stellte die Stiftung 100.000 Euro zur Verfügung, der Leverkusener Tah beteiligt sich als privater Spender.

"Diese Tage fordern uns als Gemeinschaft heraus. Wir müssen und werden zusammenstehen und diese besonderen Herausforderungen gemeinsam meistern", sagte der Stiftungs-Vorsitzende Dirk Janotta. Tah ergänzte: "Die Solidarität untereinander ist zurzeit vielleicht das Wichtigste, was wir brauchen und was jeder Einzelne zeigen kann. Daher sollte jeder das tun, was in seiner Macht steht, um eine Verbesserung der Situation zu bewirken."

Antragsberechtigt sind Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich in den Mitgliedsverbänden des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), deren Untergliederungen und den bundesdeutschen Fußballvereinen engagieren. "Uns ist es wichtig", sagte DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge, "ein Dach zu geben, damit Hilfe aus dem Fußball für den Fußball unkompliziert möglich ist. Wir freuen uns, wenn sich weitere Spieler und Privatpersonen an der Aktion beteiligen möchten."

+++ 20.03.2020, 9:43 Uhr: VfL Bochum spielt Grönemeyer +++

Zweitligist VfL Bochum hat für seine Fans einfach mal so getan, als wenn nichts wäre und die Stadionbeleuchtung und die Bochum-Hymne von Herbert Grönemeyer angeworfen.

 +++ 20.03.2020, 8:48 Uhr: Italien hat "zehn Tage zu spät aufgehört"

Bis zur Normalität im italienischen Fußball oder überhaupt zu einer Wiederaufnahme der Serie A ist es für den Chef der Fußballergewerkschaft des Landes noch ein weiter Weg.

"Jetzt einen Arzt für einen Fußballer abzustellen, während in den Krankenhäusern alles zusammenbricht? Den Fußball wieder rollen zu lassen, hieße, der Gesellschaft zu signalisieren: Die Normalität ist wieder nahe. Und das ist noch nicht so", sagte Damiano Tommasi in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung". "Der Fußball ist auf der Skala der wichtigen Dinge gerade auf der niedrigsten Stufe überhaupt."

In China soll am 22. Mai wieder gespielt werden. "Wenn wir das auf unsere Lage herunterbrechen, kann ich mir nicht vorstellen, dass wir wirklich im Mai den Fußball wieder aufnehmen können, wie es Liga und Verband anstreben", sagte der ehemalige Nationalspieler. "Ich fürchte, wir haben zehn Tage zu spät aufgehört - auch weil die UEFA durch die Verschiebung der Europameisterschaft erst jetzt Platz im Kalender geschaffen hat. Dies früher zu tun, hätte wertvolle Zeit geschaffen. Aber es hat jetzt keinen Sinn zu polemisieren."

+++ 20.03.2020, 8:44 Uhr: Bayer-Profis halten weiter Kontakt +++

Die Profis von Bayer Leverkusen halten in der Corona-Krise nach Angaben von Stürmer Kevin Volland ganz gut Kontakt zueinander.

"Zwei Arten: Einmal übers Telefon und einmal über die Playstation am Abend. Alle sind zu Hause", sagte der derzeit verletzte Angreifer in einem auf dem YouTube-Kanal des Bundesligisten veröffentlichten Interview. "Es ist auch gar nicht so schlecht für den einen oder anderen, mal zwei Wochen nicht in der Kabine zu sein. Jeder kann für sich Pläne machen."

Volland appellierte auch an die Vernunft der Menschen. "Ich hoffe einfach, dass wir zusammenstehen. Dass wir die Krise überstehen, davon bin ich felsenfest überzeugt. Aber es muss jeder seiner Pflicht nachkommen, zu Hause bleiben und keine Hamsterkäufe tätigen. Ich glaube nicht, dass wir verhungern werden zu Hause."

+++ 20.03.2020, 8:03 Uhr: DFL und Klubs unterstützen Initiative gegen Corona +++

Zur Eindämmung des Coronavirus spielen sich das Bundesministerium für Gesundheit und die deutsche Fußballelite die Bälle zu. Unter dem Dach der Deutschen Fußball Liga engagieren sich die 36 Vereine der 1. und 2. Bundesliga für die Initiative "Kampf gegen Corona - #wirbleibenzuhause".

Spieler wie 2014er-Weltmeister Thomas Müller von Rekordmeister Bayern München weisen in Clips aus dem "Home Office" auf die Notwendigkeit zur Beschränkung sozialer Kontakte hin, "um die Älteren, die Kranken und die Schwachen zu schützen".

Seit Tagen veröffentlichen die Kicker teils ernste, teils lustige Videos auf ihren Social-Media-Profilen, ihrer Klubs oder der Bundesliga.

+++ 20.03.2020, 07:19 Uhr: Kein Profifußball mehr in diesem Jahr? +++

Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit erwartet, dass wegen der Corona-Pandemie nicht mehr in diesem Jahr Profifußball gespielt wird. "Ich gehe fest davon aus, dass es erst wieder im nächsten Jahr stattfinden kann in dem Umfang", sagte der Mediziner des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg im "Sportclub" des "NDR"-Fernsehens.

"Ich glaube, es ist nicht realistisch, dass die Saison zu Ende geführt werden kann", sagte Schmidt-Chanasit. "Wir sehen ja, wie die Situation ist in Europa und was uns noch bevorsteht."

Selbst wenn es Deutschland nicht so schlimm treffen sollte wie Italien, "wir es durch diese Maßnahmen schaffen, die Fallzahlen auf einem Niveau halten, das Deutschland verträgt, was wir behandeln können auf den Intensivstationen", hieße das längst noch nicht, dass der Fußball wieder anfangen dürfe. "Das hieße, das würde wieder zu einer deutlichen Verschärfung der Situation führen." Der Fußball werde erst ganz zum Schluss kommen, "weil er einen starken Einfluss auf die Dynamik dieser Ausbreitung hat."

+++ 19.03.2020, 22:06 Uhr: Nächster Bundesliga-Spieler betroffen +++

Beim Profi-Team von Eintracht Frankfurt wurde ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet. Das bestätigte der Bundesligist am späten Donnerstagabend. Um welchen Spieler es sich konkret handelt, verriet die SGE nicht.

"Nachdem der Spieler über Unwohlsein und die typischen Krankheitssymptome klagte, wurde ein Test durchgeführt. Dieser brachte letztlich 'positiv' als Ergebnis hervor. Zeitnah wird sich die komplette Mannschaft der Eintracht sowie der Staff und einige Mitarbeiter aus dem Teamumfeld einem Test unterziehen und sich zudem in die obligatorische 14-tägige Quarantäne begeben", heißt es in einer Stellungnahme.

"Vermutlich war das leider nur eine Frage der Zeit. Wir werden aber auch diese schwierige Situation überstehen", so Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic: "Es kann jeden treffen! Und deshalb auch in diesem Zusammenhang ganz klar an alle Menschen: jeder muss Verantwortung übernehmen und zuhause bleiben."

+++ 19.03.2020, 20:40 Uhr: DFL bastelt angeblich an drei Szenarien +++

Dürfen sich die Bundesliga-Fans doch noch Hoffnungen auf eine Weiterführung der Saison machen? Nach Informationen von "Sportbuzzer" arbeitet die DFL derzeit drei mögliche Szenarien aus. Alle beinhalten Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit:

1. Szenario: Anlehnung an die EM

In einem der möglichen Modelle legt die DFL feste Austragungsorte in allen Regionen fest, von "Nord nach Süd, von West nach Ost", heißt es in dem Bericht. An diesen Standorten würden innerhalb kurzer Zeit alle restlichen Spiele stattfinden. Dabei sei es denkbar, dass mehrere Partien gleichzeitig ausgetragen werden. Hotels würden exklusiv für die Teams der Bundesliga und 2. Bundesliga geblockt, damit mögliche Kontakte mit Mitmenschen verhindert werden.

2. Szenario: Das Eil-Modell

An den jeweiligen Heimstandorten sollen jeden Tag Partien in den ersten beiden Ligen stattfinden. Dabei soll der zeitliche Abstand zwischen den Spielen möglichst gering sein. Denkbar wäre etwa, dass alle zwei Tage Spiele ausgetragen werden. Somit könnte man die Saison in nur 16 Tagen zu Ende bringen.

3. Szenario: Das "englische Modell"

Die restliche Saison wird vollständig in englischen Wochen gespielt. Somit wäre die Spielzeit binnen vier Wochen beendet.

Die DFL hatte angekündigt, sich zusammen mit den Vereinen Ende März noch einmal beratschlagen zu wollen.

+++ 19.03.2020, 20:31 Uhr: Jovic reagiert auf harsche Kritik ++

Luka Jovic, ehemaliger Stürmer von Eintracht Frankfurt und seit Sommer in Diensten von Real Madrid, sieht sich derzeit großer Kritik in seiner Heimat Serbien ausgesetzt. Der 22-Jährige habe Medienberichten zufolge die Quarantäne-Auflagen bei den Königlichen ignoriert und in Belgrad den Geburtstag seiner Lebensgefährtin gefeiert.

"Anstatt Quarantäne ganz viel Spaß in Belgrad", schrieb die serbische Zeitung "Blic".

Jovic entschuldigte sich am Donnerstagabend via Instagram dafür, "dass ich das Topthema bin, und es tut mir leid, dass die Leute konstant über mich schreiben und nicht über die wahren Protagonisten in dieser Krise".

In Madrid habe er einen Coronatest gemacht, dieser sei negativ gewesen. "Also habe ich mich entschieden, nach Serbien zu reisen, unsere Leute zu unterstützen und ihnen zu helfen und nah bei meiner Familie zu sein. Alles mit Erlaubnis des Klubs", schrieb er weiter. Zudem tue ihm leid, "dass einige Menschen ihren Job nicht professionell gemacht und mir keine speziellen Anweisungen gegeben haben, wie ich mich während meiner Isolation verhalten soll".

 

+++ 19.03.2020, 20:00 Uhr: Spieler verzichten auf Gehälter +++

Die Fußballer der Zweitligisten Karlsruher SC und SV Wehen Wiesbaden verzichten auf einen Teil ihres Gehalts. "Es freut uns, dass sich unsere Mannschaft so solidarisch zeigt, um uns wirtschaftlich zu entlasten", sagte KSC-Geschäftsführer Oliver Kreuzer. Nach Angaben des Nachrichtenportals "t-online.de" verzichten die Karlsruher Profis zunächst für drei Monate auf zehn Prozent ihres Salärs.

Ziel sei es, die finanziellen Einbußen des Klubs als Folge der Corona-Krise möglichst gut zu kompensieren. "Für uns als Mannschaft steht es außer Frage, dass wir zurzeit im Verein noch näher zusammenrücken und unseren Teil dazu beitragen wollen, damit der KSC die aktuelle Situation bestmöglich durchstehen kann", sagte Kapitän David Pisot.

Bei Wehen Wiesbaden verzichten Mannschaft, Sportdirektor, Trainer- und Funktionsteam aus freien Stücken in den nächsten Monaten auf einen Teil ihres Gehalts. "Das ist ein starkes Signal", sagte Sportdirektor Christian Hock. Auch die Geschäftsführung und die Belegschaft des Klubs sowie der Stadiongesellschaft gehen den Schritt mit.

+++ 19.03.2020, 18:40 Uhr: Khedira nicht mehr in Quarantäne +++

Rio-Weltmeister Sami Khedira befindet sich beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin nach einer Genehmigung des Klubs nicht mehr in Quarantäne und ist bereits zu seiner Familie nach Deutschland gereist. Das berichtet die Gazzetta dello Sport. Zuvor hatte sich Khedira einem Coronatest unterzogen, der negativ ausgefallen war.

Gleiches gilt für seine Mitspieler Miralem Pjanic und Gonzalo Higuaín. Nach einem positiven Test bei Juve-Verteidiger Daniele Rugani in der vergangenen Woche hätte die gesamte Mannschaft eigentlich für 14 Tage isoliert werden sollen.

Higuaín hat laut Medienberichten um eine Ausnahme gebeten, um in seine argentinische Heimat zu seiner kranken Mutter reisen zu dürfen. Zuvor hatte sich der Stürmer einem Test unterzogen, dessen Ergebnis negativ war.

Superstar Cristiano Ronaldo kehrte erst gar nicht wieder zu Juventus zurück, nachdem er Anfang vergangener Woche nach Madeira geflogen war, um seiner Mutter nach einem Schlaganfall zur Seite zu stehen.

+++ 19.03.2020, 18:18 Uhr: Umfrage zu Saisonabbruch +++

Die Mehrheit der deutschen Sportinteressierten ist für einen Abbruch der Saison in der Bundesliga. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für das Nachrichtenportal "t-online.de" beantworteten 62,5 Prozent die Frage nach einer kompletten Absage mit "Ja, auf jeden Fall" oder "Eher ja".

Nur 23,3 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Spielzeit 2019/20 noch zu Ende gespielt werden sollte. 14,2 Prozent konnten sich nicht entscheiden. An der Umfrage nahmen 2511 Personen teil. Die Bundesliga hat den Spielbetrieb wegen der Coronakrise ausgesetzt.

+++ 19.03.2020, 17:54 Uhr: Union trainiert individuell +++

Der 1. FC Union Berlin wird doch nicht wie geplant am Freitag mit dem Mannschaftstraining beginnen.

"Bis zum 31. März machen wir jetzt erstmal Individualtraining. Die Spieler bleiben zu Hause, bekommen individuelle Pläne", sagte Geschäftsführer Oliver Ruhnert in einer Videobotschaft des Vereins auf Twitter. Die Entscheidung sei gemeinsam mit dem Präsidium und dem Cheftrainer Urs Fischer getroffen worden.

Ursprünglich wollten die Unioner am Freitag das gemeinsame Training wieder aufnehmen. Der Spielbetrieb in der Bundesliga und der zweiten Liga soll bis 2. April ruhen. Einem Beschluss des Berliner Senats zufolge darf in der Hauptstadt sogar bis zum 19. April wegen des Coronavirus nicht gespielt werden.

+++ 19.03.2020, 17:40 Uhr: Zeitung startet besondere BVB-Aktion +++

In den schweren Zeiten ohne Fußball hat die Dortmunder Tageszeitung "Ruhr Nachrichten" alle BVB-Fans zu einer besonderen Aktion aufgerufen.

Am kommenden Spieltag, der aufgrund der Coronavirus-Pandemie ausfällt, sollen alle Anhänger des Bundesligisten um 19:09 Uhr am offenen Fenster oder vom Balkon "You‘ll Never Walk Alone" singen.

"Trikot an, Schal an – und Vollgas! Dreht die Boxen auf, singt laut mit. Gegen die Coronavirus-Tristesse, gegen die Fußball-Flaute und für ein besseres Miteinander", schrieb die Zeitung. Für all jene, "die etwas unsicher sind", wurde der Text des Liedes, das die Stadionbesucher in Dortmund traditionell vor jedem Spiel singen, in voller Länge mitgeliefert.

+++ 19.03.2020, 16:58 Uhr: Hitzlsperger will vorangehen +++

Der frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger sucht beim Zweitligisten VfB Stuttgart in der Coronakrise als Vorstandsvorsitzender nach Lösungen. "Sie können davon ausgehen, dass ich beim Thema Gehaltsverzicht vorangehen werde", sagte der 37-Jährige der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten".

"Wir werden zunächst die Spieler ausführlich über die Gesamtsituation, und im Besonderen die Lage des VfB informieren", sagte Hitzlsperger, "wir wollen darstellen, welchen Beitrag jeder Einzelne leisten kann, um die Handlungsfähigkeit des Klubs möglichst lange aufrechtzuerhalten." Der VfB werde "nichts unversucht lassen, diese Krise gemeinsam zu überstehen." Deshalb soll auch über Gehaltsverzicht geredet werden.

+++ 19.03.2020, 16:35 Uhr: SCP-Kapitän meldet sich zu Wort +++

Sollte die Saison in der Bundesliga nicht zu Ende gespielt und am Ende vielleicht sogar annulliert werden, könnte der SC Paderborn praktisch durch die Hintertür doch noch den Klassenerhalt schaffen.

Doch darauf spekulieren sie beim Tabellen-18. nicht. "Wir wollen eine sportliche Entscheidung und es auf dem Rasen ausfechten", sagte Paderborns Kapitän Christian Strohdiek in einem Video-Interview des Klubs. "Als Sportler will man immer sportlich die Entscheidung herbeiführen."

Paderborn hat als Tabellenletzter derzeit sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Wegen der Coronavirus-Pandemie ist die Saison in der Ersten Liga erst einmal bis zum 2. April ausgesetzt. Sehr wahrscheinlich wird die Pause aber noch deutlich länger dauern.

+++ 19.03.2020, 16:07 Uhr: Poldi muss pausieren +++

Nun hat auch die Türkei die Liga-Spiele wegen der Coronavirus-Krise bis auf Weiteres verschoben. Das betreffe Fußball, Basketball und Volleyball, sagte der Jugend- und Sportminister Mehmet Kasapoglu in Ankara. Betroffen davon ist unter anderen Lukas Podolski, der für Antalya spielt.

Schon am vergangenen Donnerstag hatte die türkische Führung angeordnet, Sportveranstaltungen ohne Zuschauer stattfinden zu lassen. Zu dem Zeitpunkt hatte die Türkei einen bestätigten Coronavirus-Fall, inzwischen sind es 191. Zudem sind nach offiziellen Angaben bislang drei Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

+++ 19.03.2020, 14:48 Uhr: Reus appelliert an die Fans +++

Marco Reus hat an die Bundesbürger appelliert, die Anweisungen der Behörden in der Coronakrise zu befolgen.

"Wir alle sollten zusammenhalten. Also bleibt zu Hause", forderte der Kapitän von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund in einem Internet-Chat mit Fans.

Daran würde sich auch seine Familie halten: "Wir sind die ganze Zeit zu Hause. Mit unserer Tochter haben wir aber keine Langeweile. Sie hält uns bei Laune."

Der Kapitän von Borussia Dortmund hatte sich am 4. Februar im DFB-Pokalspiel bei Werder Bremen (2:3) eine Muskelverletzung zugezogen und war seitdem nicht mehr für den Bundesliga-Zweiten zum Einsatz gekommen.

"Ich ziehe ganz normal mein Programm durch, so gut es geht. Ich hoffe, dass ich im Laufe der Zeit auch wieder auf den Platz zurückkehren kann. Wann, kann ich noch nicht sagen", antwortete der 30-Jährige auf eine Frage nach seinen gesundheitlichen Fortschritten.

+++ 19.03.2020, 14:39 Uhr: Premier League verlängert Pause mit Zusatz +++

Die englische Fußball-Premier-League verlängert ihre Zwangspause wegen der Corona-Pandemie bis mindestens 30. April. Diese Entscheidung verkündete die Liga mit Tabellenführer FC Liverpool nach einer Konferenz am Donnerstag.

Die Premier League, der englische Verband FA, die Spielervereinigung (PFA) und weitere Gruppierungen erklärten zudem gemeinsam, dass die Saison 2019/20 "unbegrenzt" ausgedehnt würde.

Das heißt: Die aktuelle Spielzeit soll unter allen Umständen zu Ende gebracht werden - egal, wie lange es dauert. Normalerweise sind nach dem 1. Juni keine Ligaspiele mehr angesetzt.

Zunächst hatte die reichste Fußball-Liga der Welt nur bis 3. April aussetzen wollen. Betroffen von der vorübergehenden Einstellung des Spielbetriebs sind auch die unteren Profiligen, der Frauenfußball sowie die Ligen in Schottland, Wales und Nordirland.

+++ 19.03.2020, 14:28 Uhr: U17-EM-Endrunden verschoben +++

Die Europäische Fußball-Union hat am Donnerstag angesichts der Coronakrise auch die Europameisterschaften der U17-Junioren und U 17-Juniorinnen bis auf Weiteres verschoben.

Das Männer-Turnier sollte vom 21. Mai bis 6. Juni in Estland stattfinden, das der Frauen im Mai in Schweden. Wann und ob es Nachholtermine gibt, will die UEFA nach der Prüfung alle Optionen entscheiden.

+++ 19.03.2020, 14:18 Uhr: Erstligist kündigt Spielern +++

Der Schweizer Fußball-Erstligist FC Sion hat laut Medienberichten mehreren Spielern wegen der finanziellen Folgen der Coronavirus-Krise fristlos gekündigt.

Wie der "Blick" schreibt, habe Vereinspräsident Christian Constantin den Topverdienern der Mannschaft "aus guten Gründen" und "wegen höherer Gewalt" die Kündigung ausgesprochen. "Wir sind all unserer Einkommen beraubt. Es ist uns untersagt, ihnen ihre Arbeitsleistung anzubieten und es ist ihnen untersagt, ihre Leistung zu erbringen", zitierte die Schweizer Boulevardzeitung aus einem Schreiben Constantins. Vom Verein gab es dazu zunächst keine Stellungnahme.

Laut "Blick" soll Constantin vor der Kündigung versucht haben, die Spieler zu Kurzarbeit zu verpflichten. Diese hätten jedoch wegen der kurzen Frist bis zum 18. März um 12:00 Uhr das Schreiben nicht unterzeichnet. "In dieser kurzen Zeitspanne war es unmöglich, die Sache seriös abzuklären. Und vom Klub war für Nachfragen niemand erreichbar. Was der FC Sion da gemacht hat, ist alles andere als korrekt", zitierte die Zeitung den Agenten eines Profis. Die Schweizer Spielergewerkschaft SAFP kündigte bereits Widerspruch an.

+++ 19.03.2020, 14:05 Uhr: Union-Keeper hilft seinem Klub +++

Nach Borussia Mönchengladbach will auch Torwart Rafael Gikiewicz vom 1. FC Union Berlin im Zuge der Coronavirus-Krise auf einen Teil seines Gehalts verzichten.

"Das in der Welt herrschende Coronavirus betrifft uns alle. Wir sind gezwungen, zu handeln. Diese Zeit ist eine Prüfung für uns alle, eine Zeit der Prüfung für die ganze Welt und eine Zeit des gemeinsamen Handelns, um die durch diese Pandemie verursachten Verluste zu minimieren", schrieb der 32 Jahre alte Pole in sozialen Netzwerken. Deshalb wolle er einen Teil seiner Einnahmen aufgeben, "um meinem Verein zu helfen, diese schwere Zeit zu überstehen".

Gikiewicz nutzte seinen Beitrag auch für einen Appell. "Wir können es gemeinsam schaffen", schrieb er weiter. "Und ihr, beschützt die Älteren und die Schwächeren."

+++ 19.03.2020, 13:57 Uhr: Jovic bricht Quarantäne +++

Stürmer Luka Jovic droht großer Ärger bei Real Madrid. Der Ex-Profi von Eintracht Frankfurt hat die Quarantäne-Auflagen bei den Königlichen ignoriert und in Belgrad den Geburtstag seiner Lebensgefährtin gefeiert.

"Anstatt Quarantäne ganz viel Spaß in Belgrad", schrieb die serbische Zeitung "Blic". Auch die Verantwortlichen von Real haben die Berichte aus Serbien offenbar schon studiert und beraten derzeit über das Maß der Strafe für den Spieler, der wegen der Coronakrise eigentlich in den eigenen vier Wänden bleiben sollte.

Der spanische Rekordmeister hatte seine komplette Fußball-Mannschaft unter Quarantäne gestellt, nachdem es einen positiven Test auf das Coronavirus bei einem Basketballer des Vereins gegeben hatte. Der Spielbetrieb in der spanischen Top-Liga ist derzeit wegen der Pandemie ausgesetzt.

+++ 19.03.2020, 13:28 Uhr: Leipzig empfängt "unsichtbaren Gegner" +++

Lokomotive Leipzig wird in der Coronakrise erfinderisch. Wie der Verein am Donnerstag mitteilte, lädt er am 8. Mai um 19:30 Uhr ins Bruno-Plache-Stadion zum Duell mit "dem unsichtbaren Gegner".

Dafür können Fans ab sofort symbolische, virtuelle Tickets zum Preis von einem Euro im Onlineshop des Klubs erwerben, um den Leipzigern finanziell unter die Arme zu greifen.

Ziel der Aktion ist der Zuschauerrekord von 1987, als Lok im Europapokal der Pokalsieger gegen Girondins Bordeaux im Zentralstadion rund 120.000 Besucher begrüßt hatte.

Wegen der Virus-Pandemie ruht derzeit auch in der Regionalliga Nord-Ost der Ball, wodurch dem Verein Zuschauereinnahmen wegbrechen.

+++ 19.03.2020, 12:36 Uhr: Augsburg will wieder trainieren +++

Der FC Augsburg will das derzeit ruhende Mannschaftstraining am Montag "in Gruppen auf dem Platz" wieder aufnehmen. Das bestätigte Geschäftsführer Sport Stefan Reuter bei "Sky Sport News HD". Dies geschehe "natürlich unter Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen", betonte er.

"Jeder Profisportler will sich, so gut es geht, fit halten. Wenn er zwei Tage Ruhe geben muss, wird er unruhig, und es kribbelt", sagte Reuter über die aktuelle Zwangspause wegen des Coronavirus. Es sei "für jeden Spieler angenehmer, auf dem Platz was zu machen. Das sind Fußballer, die haben gerne den Ball am Fuß."

+++ 19.03.2020, 12:12 Uhr: Darida meldet sich aus der Quarantäne +++

Vladimír Darida von Bundesligist Hertha BSC hat sich in der Coronavirus-Krise mit einer Botschaft aus der häuslichen Quarantäne zu Wort gemeldet.

Nach dem positiven Befund eines Spielers halten sich Mannschaft, Trainer und Funktionsteam derzeit für zwei Wochen zuhause auf. "Besonderer Dank an das Krankenpersonal, ihr seid unsere Helden, ihr macht einen überragenden Job!", sagte der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler in einem Video, das der Klub am Donnerstag verbreitete. Dabei richtete sich der Tscheche auch an die übrige Bevölkerung: "Bleibt zuhause wie es möglich ist, seid rücksichtsvoll. Wir schaffen das zusammen."

In dem Video ist zu sehen, wie Darida auf einem Spinning-Rad fährt, das der Verein seinen Spielern zur Verfügung gestellt hat. "Jeder macht seine Trainingseinheiten individuell", berichtete der Routinier.

+++ 19.03.2020, 11:57 Uhr: Lazio Rom wird für irres Manöver kritisiert +++

Der geplante Trainingsstart beim Fußball-Erstligisten Lazio Rom zu Beginn der kommenden Woche ist angesichts der in Italien besonders stark verbreiteten Coronavirus-Pandemie massiv in die Kritik geraten.

Klubpräsident Claudio Lotito begründete seine Entscheidung damit, dass er einen Formverlust der Mannschaft verhindern wolle.

Diese Pläne stoßen jedoch bei der Spielergewerkschaft AIC und bei der Konkurrenz auf Widerstand. "Die Spieler sollen in dieser Situation zu Hause bleiben", forderte AIC-Präsident Damiano Tommasi.

Es sei wichtig, "dass alle Klubs ein einheitliches Verhalten in Sachen Training zeigen und die Sicherheit der Spieler als höchste Priorität betrachten", sagte der Geschäftsführer von Inter Mailand, Giuseppe Marotta.

Lotito ist nicht der einzige Klubchef, der auf eine Wiederaufnahme der Aktivitäten drängt. Auch Cagliari Calcio und Brescia Calcio wollen nächste Woche wieder mit dem Training starten. Die Zahl der Todesopfer und der Infizierten ist in Italien extrem hoch. Am Mittwoch waren 2978 Tote gemeldet worden, 475 mehr als am Vortag.

+++ 19.03.2020, 11:50 Uhr: Wie ist es finanziell um den FC Bayern bestellt? +++

Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen hat auf die große finanzielle Herausforderung für den FC Bayern in der Coronavirus-Krise hingewiesen.

"Der FC Bayern hat sicher gut gewirtschaftet in den vergangenen Jahren, was ihn in die Lage versetzt, auch Krisen zu meistern", sagte Dreesen auf der Internetseite des Vereins.

Allerdings werde die zu bewältigende Situation für den FC Bayern wie für andere Unternehmen bei einer länger andauernden Krise noch schwieriger. Mehr dazu hier!

+++ 19.03.2020, 11:22 Uhr: Allofs rechnt mit Gehaltsverzicht der Stars +++

Der langjährige Bundesliga-Manager Klaus Allofs rechnet in den Zeiten der Coronakrise mit einem Gehaltsverzicht der Bundesliga-Profis.

"Es werden Lösungen gefunden werden müssen, um die Klubs zu retten. Da wird es auch eine Reaktion der Spieler geben", schrieb der 63-Jährige in einem Gastbeitrag für die "Kreiszeitung Syke".

Der ehemalige Nationalspieler räumte ein, dass sich seine Sichtweise aufgrund der aktuellen Situation verändert hat: "Mein Argument für diese hohen Zahlungen war immer: Wenn so viel Geld durch diese Protagonisten erwirtschaftet wird, dann sollen sie auch davon profitieren. Nun ändert sich gerade aber die Geschäftsgrundlage, weil keine Spiele mehr stattfinden können."

+++ 19.03.2020, 11:15 Uhr: HSV-Coach mit spezieller Aufgabe +++

Den Rasen mähen, die Blumen gießen, Gemüse säen: In Zeiten der Coronakrise wird Trainer Dieter Hecking zum Gärtner. "Im Garten ist reichlich zu tun. Meine Frau freut sich schon auf meine Hilfe, das Wetter soll ja schön werden", sagte der Coach des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV der "Hamburger Morgenpost": "Ich bin da fest eingeplant."

Wegen der Pandemie von SARS-CoV-2 hat Hecking wie andere Trainer auch seine Mannschaft erst einmal ins "Home Office" geschickt. Bis Dienstag sind bei den Hanseaten alle gemeinsamen Trainingseinheiten gestrichen, die Spieler halten sich mit individuellen Plänen zu Hause fit.

Hecking rechnet derweil nicht damit, dass in der Liga bereits im April wieder der Ball rollt. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir vor Mai wieder spielen werden", sagte er: "Und auch dann kann es durch einzelne Coronafälle immer wieder Probleme geben."

+++ 19.03.2020, 11:04: Werder geht ins Home Office +++

Home Office bei den Fußball-Profis von Werder Bremen: Vorerst bis zum 30. März wird jeder Spieler des abstiegsbedrohten Bundesligisten in den eigenen vier Wänden ein persönlich abgestimmtes Fitnessprogramm absolvieren.

"Die Spieler haben volle Trainingstage. Was wegfällt, ist das taktische Arbeiten auf dem Platz", sagte Trainer Florian Kohfeldt zu seiner der Coronakrise geschuldeten Entscheidung.

Das Ziel sei es, "die Zeit zu nutzen, um individuelle Reize setzen zu können".

+++ 19.03.2020, 10:56 Uhr: Fortuna-Boss fordert Solidarität +++

Vorstandschef Thomas Röttgermann von Fortuna Düsseldorf ruft die besser aufgestellten Vereine der Fußball-Bundesliga zur Solidarität mit den weniger gepolsterten Klubs auf.

"Schlechter aufgestellt zu sein als andere Vereine - das ist ja nicht aus eigenem Verschulden, sondern weil es einfach kleinere Vereine sind, mit einer dünneren Eigenkapitaldecke. Weil sie nicht dicker sein kann", sagte Röttgermann im "SID"-Interview.

Nach den eher abwehrenden Aussagen von Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sei es an der Zeit, "die Aufgeregtheit rauszunehmen". Allerdings: "Jetzt die Chancen des einzelnen Vereins zu sehen, besser aus der Krise herauszukommen als andere - das kann nicht im Mittelpunkt der Überlegungen stehen."

+++ 19.03.2020, 10:39 Uhr: Gladbach-Stars mit toller Geste +++

Borussia Mönchengladbach ist der erste Fußball-Profiverein in Deutschland, bei dem die Spieler freiwillig auf Teile ihres Gehalts verzichten.

"Der Trainerstab hat sich dem angeschlossen, genau wie unsere Direktoren und Geschäftsführer", sagte Sportchef Max Eberl. Mehr dazu hier!

+++ 19.03.2020, 10:05 Uhr: Nübel-Berater wird zu Vorbild +++

Der Berater von Alexander Nübel, dem aktuellen Keeper des FC Schalke 04, der nach der Saison zum FC Bayern München wechselt, hat angesichts der drohenden finanziellen Nachwirkungen der Coronaviruskrise angekündigt, in der Zusammenarbeit mit den von seiner Agentur betreuten Drittligisten auf die Hälfte der Provisionen zu verzichten.

"Auch wenn die Fußballbranche in diesen Tagen nicht auf Platz 1 der Prioritätenliste steht, so wird auch diese Branche massive Einbußen und Veränderungen hinnehmen müssen", schrieb Stefan Backs auf der Homepage der Agentur Siebert & Backs. Mehr dazu gibt es hier!

+++ 19.03.2020, 09:48 Uhr: Top-5-Ligen könnten Milliarden verlieren +++

Es wäre ein Super-Gau, nicht nur für den FC Bayern, BVB und FC Schalke: Ein Saisonabbruch aufgrund der Coronakrise würde die europäischen Top-Fußballligen richtig teuer zu stehen kommen.

Laut einer Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungs-Unternehmens KPMG hätten die fünf großen Eliteklassen bei einer vorzeitigen Beendigung der Spielzeit zusammengerechnet mit einem Verlust von 3,4 bis 3,95 Milliarden Euro zu kämpfen. Mehr dazu hier!

+++ 19.03.2020, 09:17 Uhr: Höwedes berichtet von Corona-"Wahnsinn" ++

Der ehemalige Schalker Benedikt Höwedes, mittlerweile in Diensten von Lokomotive Moskau, hat den Umgang im russischen Fußball mit der Coronavirus-Pandemie kritisiert und das Handeln in Deutschland gelobt.

"Seit gestern ruht aber nun auch bis mindestens zum 10.4. in der russischen Liga der Ball. Aber der Trainingsbetrieb geht vorerst weiter. Wahnsinn", schrieb der 32 Jahre alte frühere Abwehrspieler des FC Schalke 04 in seiner Kolumne auf "t-online.de".

Höwedes hob das Handeln von Politik und Medien hervor. "So oft der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland auch kritisiert wird: Meiner Meinung nach leisten seine Journalistinnen und Journalisten im Moment einen herausragenden Job."

Jetzt sei "die Zeit, in der Politik und Medien das in den letzten Jahren teilweise verlorene Vertrauen wiedergewinnen können. In Deutschland wie auch in Russland", so Höwedes.

+++ 19.03.2020, 08:07 Uhr: Ribéry-Klub in Not +++

Der italienische Fußball-Erstligist AC Florenz um den früheren Bayern-Star Franck Ribéry vermeldet zehn Coronafälle.

Wie Besitzer Rocco Commisso mitteilte, befänden sich drei Personen aus dem Umfeld der Fiorentina im Krankenhaus. Zu den Infizierten gehören auch die Spieler Patrick Cutrone, German Pezzella und Dusan Vlahovic. "Die Situation verschlimmert sich", sagte Commisso bei "Sky Italia".

Der Klub hat unterdessen eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um die Krankenhäuser der Stadt zu unterstützen. Bislang sind bereits mehr als 400.000 Euro zusammengekommen, alleine Ribéry beteiligte sich mit 50.000 Euro. Norditalien ist die am schlimmsten vom Coronavirus betroffene Region Europas.

+++ 19.03.2020, 07:44 Uhr: Löw und Bierhoff verzichten auf Geld +++

Bundestrainer Joachim Löw, DFB-Direktor Oliver Bierhoff und BVB-Chef Hans-Joachim Watzke gehen mit gutem Beispiel voran.

Gegenüber DFB-Präsident Fritz Keller haben Löw und Bierhoff ihre Bereitschaft angedeutet, auf einen Teil ihres Gehaltes verzichten zu wollen. Mehr dazu hier!

+++ 19.03.2020, 6:25 Uhr: Sportwetten-Branche leidet +++

Die Sportwetten-Branche leidet enorm unter der Coronakrise. "Die Auswirkungen sind natürlich schon jetzt immens und in ihrer ganzen Tragweite noch gar nicht abzuschätzen", sagte ein Sprecher von "bwin". Dies werde am Ende maßgeblich davon abhängen, wie die Pandemie weiter verlaufe.

Aktuell finden kaum noch Topveranstaltung statt, auf die Sportwetten-Fans setzen können. Ob Bundesliga, NBA oder Tennis-Tour - allesamt haben ihren normalen Betrieb länger unterbrochen.

Bwin ist als reiner Onlineanbieter zwar nicht von den Schließungen von Wettshops betroffen. "Aber unser Produkt ist als ein Unterhaltungsangebot rund um Sportevents positioniert - wenn diese nicht stattfinden, leidet das Geschäft entsprechend", teilte die Firma mit.

+++ 19.03.2020, 6:20 Uhr: Allofs wirbt um Verständnis für Fußball-Bosse +++

Der langjährige Bundesliga-Manager Klaus Allofs hat in der Corona-Krise um Verständnis für die Bosse im Profi-Fußball geworben. Die Verantwortlichen in der Liga und in den Klubs seien sich ihrer Verantwortung absolut bewusst.

"Sie müssen aber einen ganz schwierigen Spagat hinbekommen - also an die Aktualität denken, aber auch an den Moment, wenn es irgendwann hoffentlich weitergeht", schrieb Allofs in einer Kolumne für das Online-Portal "deichstube.de". "Sie sind für viele, viele Mitarbeiter verantwortlich - und dabei geht es nicht nur um die Profi-Fußballer."

Allofs war von 1999 bis 2012 als Manager und Geschäftsführer bei Werder Bremen und von 2012 bis 2016 als Geschäftsführer beim VfL Wolfsburg tätig. "Wir tun uns einfach immer noch sehr schwer damit, zu akzeptieren, dass Fußball-Klubs Wirtschaftsunternehmen sind", schrieb Allofs. "Sie sollen gleichzeitig auch Vereine und Traditionsklubs sein, also die Fußball-Romantik bedienen. Das harmoniert oft gut, jetzt allerdings etwas weniger."

+++ 18.03.2020, 22:01 Uhr: Heynckes ruft Profis zu Gehaltsverzicht auf +++

Jupp Heynckes, ehemaliger Erfolgstrainer des FC Bayern München, hat mit eindringlichen Worten zum Zusammenhalt in der Coronakrise aufgerufen.

"Wir müssen uns solidarisieren! Wir brauchen jetzt ein uneingeschränktes Mit- und Füreinander! In der Bevölkerung, auf allen Gebieten unseres Zusammenlebens, im Fußball", schrieb der 74-Jährige in einem Gastbeitrag für das Fachmagazin "kicker".

Mit Blick auf die drohenden finanziellen Probleme vieler Klubs im Fußball sieht Heynckes nun auch die Profis in der Pflicht.

Er rufe "die Spieler dazu auf, sich ebenfalls in wirtschaftlicher Hinsicht solidarisch und partnerschaftlich zu zeigen", schrieb der Erfolgstrainer, der mit dem FC Bayern 2013 das Triple gewann: "Sie müssen wissen, dass sie und ihre Berater nicht mehr bestimmen, wie viel Geld sie verdienen, wenn das jetzige System zerbricht." 

+++ 18.03.2020, 21:17 Uhr: Millionen-Hilfe für englischen Fußball beschlossen +++

Die English Football League (EFL), der Dachverband von englischen Ligen unterhalb der autonomen Premier League, hat als Reaktion auf die Corona-Pandemie ein Hilfspaket für finanziell besonders belastete Klubs beschlossen.

Laut EFL umfasst die zur Überbrückung kurzfristiger Engpässe gedachte Maßnahme 50 Millionen Pfund (rund 53 Millionen Euro).

"Es gibt nicht die eine Lösung", teilte die EFL mit, "aber das sind Mittel, die den unmittelbaren Cashflow unterstützen."

+++ 18.03.2020, 20:46 Uhr: Kohfeldt rechnet mit gravierenden Corona-Folgen +++

Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt erwartet bei einer Fortsetzung der Bundesliga-Saison einen stark veränderten sportlichen Wettkampf.

"Sollte es wie geplant weitergehen, ist es schon mal nahezu ausgeschlossen, dass wir nur einmal in der Woche spielen", sagte der 37-Jährige Werders Klubmedien: "Wir werden vermutlich alle drei Tage spielen und müssen uns viel schneller regenerieren."

Dies erfordere eine "ganz andere Vorbereitung, als wenn du jedes Wochenende im Einsatz wärst", sagte Kohfeldt weiter: "Außerdem werden wir vielleicht ohne Fans weitermachen müssen. Neben der hohen Dichte an Spielen wird auch das eine große Rolle spielen."

+++ 18.03.2020, 19:03 Uhr: Watzke verzichtet beim BVB offenbar auf Gehalt +++

Reduziertes Gehalt für Hans-Joachim Watzke wegen der Corona-Krise? Nach "kicker"-Informationen hat der BVB-Geschäftsführer angeboten, auf ein Drittel seines Salärs zu verzichten, zumindest solange die Spielpause in der Bundesliga anhält. 

Watzke kassierte in Dortmund im Geschäftsjahr 2018/19 ein Fixum von knapp 160.000 Euro pro Monat. Auf Nachfrage wollte sich der 60-Jährige am Mittwochabend nicht zu seinem angeblichen Lohnverzicht äußern.

+++ 18.03.2020, 18:47 Uhr: Spanischer Klub meldet 15 Corona-Fälle +++

Den spanischen Erstligisten Deportivo Alaves hat es im Zuge der Corona-Pandemie schwer erwischt.

Am Mittwoch vermeldete der baskische Verein mittlerweile insgesamt 15 Coronafälle, darunter drei Spieler der ersten Mannschaft, sieben Infizierte stammen aus dem Trainerstab.

Alle Betroffenen seien aber asymptomatisch und in guter Verfassung, teilte der Verein weiter mit.

Alaves hatte am 6. März gegen den FC Valencia gespielt - beim Gegner sind inzwischen etwa 35 Prozent des Klubs an COVID-19 erkrankt.

+++ 18.03.2020, 18:29 Uhr: BVB will Chaos-Klubs nicht helfen +++

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat die Weigerung von Borussia Dortmund erneuert, aus seiner Sicht finanziell fragwürdig geführten Klubs durch die Corona-Krise zu helfen.

"Solidarfonds klingt ja erst mal gut", sagte Watzke im "11Freunde"-Interview, "aber man müsste sich ansehen, wie ein solcher Fonds dann aufgebaut wäre. Das darf natürlich nicht dazu führen, dass Klubs, die in den vergangenen Jahren sportlich und ökonomisch viele Fehler gemacht haben, am Ende davon profitieren."

Seien Vereine aber unverschuldet "durch diese nicht vorhersehbare Ausnahmesituation" in Not geraten, werde der BVB "sicher nicht unsolidarisch sein".

+++ 18.03.2020, 17:50 Uhr: DFB schnürt Hilfspaket für den Amateurfußball +++

Der Deutsche Fußball-Bund wird seine Regional- und Landesverbände in der Coronavirus-Krise "strukturell und finanziell" unterstützen.

Einen entsprechenden Beschluss habe das DFB-Präsidium gefasst, sagte DFB-Präsident Fritz Keller. Details nannte Keller zunächst nicht. "Wir wollen die Zukunft nutzen, um Lösungen zu erarbeiten", sagte der 62-Jährige. "Von der Kreisliga über die Regional- und Landesverbände bis hin zur Bundesliga."

Es gehe nicht um "Ideologien, Vereinsfarben und vor allem nicht um Schuldzuweisungen", sagte der DFB-Präsident. "Es geht darum, dass wir achtsam miteinander umgehen und die Regeln einhalten. Wir müssen uns an die Regeln halten, das kenne wir vom Fußball, zumindest auf dem Platz."

Was gestern, "noch richtig und wichtig erschien, ist heute nichtig und klein", sagte Keller. "Manchmal muss man den Blick eben über die Wolken richten und die Perspektive ändern."

+++ 18.03.2020, 16:20 Uhr: "Drastische Einsparungen" bei RB Leipzig +++

Selbst der finanzstarke Bundesligist RB Leipzig sieht durch die Spielpause in der Coronakrise einen Existenzkampf auf sich zukommen.

"Auch bei uns drückt der Schuh", sagte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff in einer Telefon-Konferenz am Mittwoch: "Jeder, der immer noch glaubt, dass Red Bull jedes Loch stopfen kann, der hat unseren Weg nicht verstanden. Auch wir kommen irgendwann in eine Situation, dass wir das wirtschaftlich nicht auffangen können."

Deshalb leitete RB in den vergangenen Tagen Maßnahmen ein, die "drastische Einsparungen, Kürzungen und Streichungen von Investitionen und Kampagnen" beinhalteten, berichtete Mintzlaff.

+++ 18.03.2020, 15:57 Uhr: Löw: Corona-Krise ein "kollektives Burnout" +++

Joachim Löw hat sich im Angesicht der Coronakrise emotional und mit intensiver Gesellschaftskritik zu Wort gemeldet. Der Bundestrainer rief sichtlich angefasst zur Mäßigung im Kapitalismusdenken und zu mehr Empathie auf.

"Die Welt hat ein kollektives Burnout erlebt. Die Erde scheint sich ein bisschen zu wehren gegen den Menschen, der immer denkt, dass er alles kann und alles weiß", sagte Löw am Mittwoch in einer Videoschalte des Deutschen Fußball-Bundes.

In den vergangenen Jahren hätten weltweit "Machtgier, Profit und Rekorde" im Vordergrund gestanden.

"Das Tempo, das wir vorgegeben haben, war nicht mehr zu toppen", betonte Löw: Verheerende Brände in Australien oder Ebola in Afrika "haben uns nur am Rande berührt. Jetzt haben wir etwas, was die ganze Menschheit betrifft, und merken, was wirklich zählt: Freunde, Familie und Respekt füreinander."

Die Corona-Pandemie habe die Welt "fest im Griff, und nichts ist mehr, wie es vorher war".

+++ 18.03.2020, 14:55 Uhr: Coronavirus kostet Dänemarks Coach die EM +++

Die Verlegung der Fußball-EM auf das Jahr 2021 im Zuge der Coronakrise bringt den dänischen Nationaltrainer Age Hareide um die EURO-Teilnahme.

Hareides Vertrag läuft nur bis 31. Juli 2020, als sein Nachfolger ab August steht der frühere Mainzer Bundesliga-Coach Kasper Hjulmand bereits seit Sommer 2019 fest.

"Die ganze Welt ist zum Stillstand gekommen, die Menschen verlieren ihre Arbeitsplätze, werden krank und sterben. Dass ich die EM verpasse, ist dagegen eine Kleinigkeit", sagte der Norweger, der seit 2016 im Amt war: "Es ist ärgerlich, aber die Situation ist für viel mehr Menschen ärgerlich."

+++ 18.03.2020, 14:51 Uhr: Zlatan ruft zu Spenden auf +++

Zlatan Ibrahimovic hat beim Kampf gegen das Coronavirus zu Spenden für italienische Krankenhäuser, Ärzte und Krankenschwestern aufgerufen.

Nur so könne all jenen geholfen werden, "die täglich unsere Leben retten", sagte der Angreifer vom AC Mailand in einem Video, das er über die Sozialen Netzwerke verbreitete.

"Lasst uns das Coronavirus wegkicken und dieses Spiel gewinnen", sagte Ibrahimovic in seiner Botschaft, die er unter anderem "an meine Kollegen" richtete.

+++ 18.03.2020, 14:45 Uhr: Spanien-Klub verzichtet auf Tests +++

Der spanische Fußball-Erstligist Real Valladolid verzichtet auf Coronatests bei seinen Spielern.

"Die Liga hat die Tests zur Verfügung gestellt. Wir haben sie aus medizinischen und sozialen Gründen nicht gemacht. Kein Spieler hat Symptome. Andere benötigen diese Tests dringender", sagte Vorstandssprecher David Espinar. Angesichts der Corona-Pandemie ruht auch in Spanien der Spielbetrieb.

+++ 18.03.2020, 14:32 Uhr: Bayer trainiert nicht mehr +++

Bayer Leverkusen hat wegen der Coronavirus-Pandemie das gemeinschaftliche Training für alle Mannschaften bis auf Weiteres eingestellt.

Der Werksklub reagiert damit laut einer Mitteilung auf die "öffentlichen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus". Die Spieler der Profimannschaft von Trainer Peter Bosz werden ab sofort mit den seit längerem vorbereiteten individuellen Heimtrainingsplänen arbeiten, hieß es weiter.

+++18.03.2020, 13:24 Uhr: DFB-Team spendet für Corona-Helfer +++

Die deutsche Nationalmannschaft hat angesichts der Coronakrise einen Spendenaufruf gestartet und geht mit gutem Beispiel voran: Die Nationalspieler um Kapitän Manuel Neuer spenden 2,5 Millionen Euro für soziale Zwecke. Über die Plattform wirhelfen.eu kann sich jeder Fan an der Aktion beteiligen, die die Profis am Mittwoch über Instagram bekannt machten.

"Wir müssen aufeinander schauen in solchen Zeiten", betonte Neuer, der sich wie mehrere seiner Kollegen in einer Videobotschaft an die Fans wandte. "Wir allen merken, dass wir uns in einer absoluten Ausnahmesituation befinden. Jeder von uns ist betroffen", ergänzte Joshua Kimmich: "Deshalb ist es wichtig, dass wir einander helfen und unterstützen. Wir sollten uns alle unserer Verantwortung bewusst sein und Solidarität zeigen."

Leon Goretzka sagte: "Ich möchte euch bitten, euren Teil beizutragen. Wir als Nationalmannschaft sind vorausgegangen und haben 2,5 Millionen Euro für den guten Zweck gespendet und hoffen, dass viele von euch folgen werden." Auch der Gladbacher Matthias Ginter, Lukas Klostermann (RB Leipzig) sowie die Freiburger Luca Waldschmidt und Robin Koch fordern ihre Anhänger zu Spenden auf.

"Lasst uns ein Zeichen setzen, indem wir zusammenstehen in dieser schwierigen Zeit", sagte Ginter. Auch die anderen Profis appellieren an Solidarität und Zusammenhalt angesichts dieser "verrückten" Situation, wie sie Klostermann nennt.

+++ 18.03.2020, 13:07 Uhr: Das droht den Bundesliga-Klubs nun +++

Die Verschiebung der EM soll den Ligen und Vereinen Luft verschaffen, doch die Verträge der Profis von FC Bayern, BVB, Schalke und Co. bleiben ein Problem.

Alles dreht sich um den Stichtag 30. Juni. Der "SID" sprach mit dem renommierten Arbeitsrechtler Johan-Michel Menke von der Wirtschaftskanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek, der Bundesligist FSV Mainz 05 im spektakulären Fall Heinz Müller erfolgreich vertrat, über die mögliche Verschiebung des Transferfensters, Kurzarbeit und Insolvenzen. Mehr dazu hier!

+++ 18.03.2020, 12:39 Uhr: Spielt das DFB-Team im Juni gegen Spanien und Italien? +++

Nach der Verlegung der Fußball-EM in den Sommer 2021 ist aktuell offen, wann die deutsche Nationalmannschaft ihr nächstes Länderspiel bestreitet.

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie sind alle Spiele der Auswahlteams (Männer und Frauen) "bis auf Weiteres" ausgesetzt, wie die UEFA nach der Entscheidung für die Verschiebung der Europameisterschaft um zwölf Monate mitgeteilt hatte.

"Die Playoffs zur EURO 2020 und die Freundschaftsländerspiele, die Ende März angesetzt waren, werden nun vorbehaltlich einer Lagebeurteilung in der Länderspielperiode Anfang Juni ausgetragen", berichtete die Europäische Fußball-Union (UEFA) zudem.

Das heißt im Falle der deutschen Mannschaft, dass die aktuell abgesagten Länderspiel-Klassiker gegen Spanien (26. März in Madrid) und Italien (31. März in Nürnberg) noch in dieser Saison nachgeholt werden könnten.

+++ 18.03.2020, 12:24 Uhr: Duisburg rechnet fest mit Zweitliga-Aufstieg +++

Sportdirektor Ivica Grlic von Drittliga-Tabellenführer MSV Duisburg rechnet für den Fall eines Abbruchs der laufenden Spielzeit fest mit dem Aufstieg.

"Wenn die Saison nicht zu Ende gespielt wird, gehen wir davon aus, dass wir aufsteigen", sagte der 44-Jährige bei "Sky Sport News HD" und ergänzte: "Dass es zu einer Annullierung der Saison kommt, kann ich mir nicht vorstellen."

Zweitliga-Absteiger Duisburg liegt nach 27 Spieltagen in der 3. Liga mit 47 Punkten auf Kurs Wiederaufstieg. Der Deutsche Fußball-Bund als Ligaträger hatte am Montag bekannt gegeben, dass aufgrund der Coronakrise der Spielbetrieb vorerst bis zum 30. April ruhe. Ob und wie es anschließend weitergeht, ist derzeit völlig offen.

+++ 18:03.2020, 12:02 Uhr: Liverpool-Star spendet für Corona-Bekämpfung +++

Liverpools Stürmerstar Sadio Mané unterstützt den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus in seiner Heimat Senegal.

Der 27-Jährige spendet aus diesem Grund 45.000 Euro an die zuständige nationale Behörde. Zusätzlich appellierte Afrikas Fußballer des Jahres in einer Videobotschaft über die sozialen Medien an seine Landsleute, das Virus "extrem ernst zu nehmen".

Im Senegal waren bis Mittwoch 27 Fälle von Corona-Infektionen bekannt geworden. Todesfälle gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

+++ 18:03.2020, 11:48 Uhr: Dürfen Klubs das Gehalt überhaupt kürzen? +++

Ob Werder will oder nicht: Fußballklubs haben keine juristische Handhabe, einem Profi trotz der durch die Coronavirus-Pandemie verursachten finanziellen Einbußen weniger Gehalt zu zahlen.

"Ohne die Zustimmung eines Spielers, ist eine Kürzung des Gehalts nicht zulässig", sagte der auf solche juristischen Fragen spezialisierte Rechtsanwalt Andrej Dalinger gegenüber "Sport1". Wollen Spieler jedoch von sich aus auf Teile ihres Gehalts verzichten, müsse das mit jedem "einzelnen Spieler individuell" ausgehandelt werden.

Fralich sei zudem, "ob sich viele Spieler, für die die Situation wegen ausbleibender Prämien- und Sonderzahlungen bereits mit Gehaltseinbußen verbunden ist, hierzu bereit erklären", kommentierte der Jurist, der Spieler, Klubs und Spielerberater bei arbeits- und strafrechtlichen Fragen berät.

Obwohl fast alle Bundesligisten ihren Trainingsbetrieb vorerst eingestellt haben, stehe den Profis das volle Grundgehalt zu. "Spieler und auch Trainer schulden als Arbeitnehmer grundsätzlich nur das Angebot der eigenen Dienstleistung. Können der Trainings- und Spielbetrieb nicht aufrechterhalten werden, ist dieses Risiko grundsätzlich von den arbeitgebenden Klubs zu tragen. Das Grundgehalt ist daher auch im Homeoffice fortzuzahlen", sagte Dalinger.

+++ 18.03.2020, 11:33 Uhr: Werder denkt an Gehaltsverzicht +++

Der SV Werder Bremen hält je nach Auswirkungen der Coronavirus-Krise Gespräche über einen Gehaltsverzicht seiner Fußballprofis für denkbar.

"Wenn gar nicht mehr gespielt werden kann, ist das sicherlich auch ein Thema", wird Geschäftsführer Klaus Filbry im "Weser-Kurier" zitiert.

"Wir müssen aber abwarten, wie sich die Situation grundsätzlich entwickelt. Wenn die Saison zu Ende gespielt werden kann, mit oder ohne Zuschauer, dann kann sich die Situation auch wieder entspannen", sagte der 53-Jährige.

Die Bundesliga pausiert derzeit bis mindestens zum 2. April. Ob, und wenn ja, wann die Saison anschließend zu Ende gespielt werden kann, ist noch unklar. Durch die Spielpause müssen die Klubs zwangsläufig auf Einnahmen in Millionenhöhe verzichten.

+++ 18.03.2020, 10:15 Uhr: Jens Lehmann erntet Shitstorm +++

Der frühere deutsche Nationalkeeper Jens Lehmann hat sich durch Aussagen zum Coronavirus einen kleinen Shitstorm bei Twitter eingehandelt.

"Bist du zu oft gegen den Pfosten gelaufen?", schrieb eine Userin und eine andere meinte: "Jens, Liebchen, du warst mal ein ganz guter Torwart, zu diesem Thema kannst du dich ganz sicher professionell äußern. Zu Pandemien und insbesondere Maßnahmen gegen ebenjene solltest du aber einfach mal die Klappe halten, Schätzchen", meinte eine andere.


Mehr dazu: So reagiert das Netz auf die Lehmann-Aussagen


Der 50-Jährige hatte unter anderem die Maßnahmen zur Bekämpfung von Sars-CoV-2 infrage gestellt. "Was ist, wenn wir mehr Schaden mit dem Schließen von allem anrichten? Ist es besser, zu Hause zu bleiben, gegen etwas unter Quarantäne gestellt zu werden, das wir in den vergangenen Jahren nicht messen konnten, den Job jetzt zu verlieren oder ein erfolgreiches Unternehmen?", schrieb Lehmann: "Wird es mehr Menschen geben, die wegen großer finanzieller Probleme krank werden als durch das Virus? Wer kann das beantworten?"

Lehmann, der in seiner Karriere für den FC Schalke 04, Borussia Dortmund, VfB Stuttgart, AC Mailand und FC Arsenal spielte, hatte auch schon früher mit Aussagen polarisiert. Er wünschte aber allen Erkrankten eine schnelle Genesung.

+++ 18.03.2020, 09:36 Uhr: Stadion des FC Bayern bleibt EM-Ort +++

Die ins nächste Jahr verschobene Fußball-EM soll unter den gleichen Voraussetzungen starten wie das ursprünglich für diesen Sommer geplante paneuropäische Turnier mit zwölf Gastgebern, darunter München.

"Der Plan ist, die gleichen Veranstaltungsorte, die gleichen Städte, die gleichen Stadien zu haben", sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin der Nachrichtenagentur "AP". "Wenn etwas kompliziert wird, dann können wir es auch mit elf, neun oder weniger Stadien machen. Aber der Plan ist, dass alles gleich bleibt."

Das heißt, dass auch Deutschland mit der Allianz Arena von Rekordmeister FC Bayern Ausrichter von einem Viertelfinale und drei Gruppenspielen bleiben wird. Der EM-Modus mit über den gesamten Kontinent verteilten Gastgeberorten war zur Feier des 60-jährigen EM-Jubiläums in diesem Jahr gewählt worden. Neben München wurden Rom, Amsterdam, Kopenhagen, Bilbao, St. Petersburg, Bukarest, Budapest, Baku, Glasgow, Dublin und London als Gastgeber ausgewählt. Die britische Hauptstadt bekam unter anderem beide Halbfinals und das Endspiel zugesprochen. Teilnehmen werden 24 Mannschaften.

+++ 18.03.2020, 09:19 Uhr: Wird die Champions League "nach der Saison" fortgesetzt?  +++

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat Zweifel daran, dass die Saison 2019/20 im europäischen Fußball abgeschlossen werden kann.

"Für die Wettbewerbe ist es sicherlich das Beste", sagte der 52-Jährige der Nachrichtenagentur "AP". "Aber ist es möglich, wenn man auf den Kalender schaut, der extrem eng ist? Es ist schwer zu sagen."

Die Europäische Fußball-Union hatte die EM 2020 in das nächste Jahr gelegt, um den Ligen in der Coronavirus-Krise mehr Zeit zu verschaffen, den ausgesetzten Spielbetrieb doch noch in dieser Saison wiederaufzunehmen.

Die UEFA sowie die Klubs und Ligen bekannten sich im Anschluss zu der "Verpflichtung, alle nationalen und europäischen Klub-Wettbewerbe bis zum Ende der laufenden Saison, das heißt bis spätestens zum 30. Juni 2020, abzuschließen, sollte sich die Situation verbessern und die Wiederaufnahme des Spiels angemessen sein".

Am 30. Juni enden normalerweise auslaufende Spielerverträge, bei Transfers wechseln die Profis in der Regel zum 1. Juli den Klub. Für den Fall, dass die Pandemie den Fußball aber länger zum Erliegen bringt, hat sich die UEFA bereits eine Hintertür aufgehalten. So seien "Anpassungen der Qualifikationsrunden zur UEFA Champions League und zur UEFA Europa League 2020/21" auch bei einem "späteren Abschluss der Saison 2019/20, das heißt nach dem 30. Juni 2020" möglich, teilte der Verband mit. Die beiden Europapokal-Wettbewerbe stecken derzeit im Achtelfinale fest.

+++ 18.03.2020, 07:48 Uhr: Gehaltsverzicht? Neuer "macht sich Gedanken" +++

Manuel Neuer hat auf die Forderung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder reagiert, wonach gut bezahlte Bundesliga-Profis angesichts der Corona-Pandemie auf Gehalt verzichten sollten. Der Kapitän von Fußball-Rekordmeister Bayern München sagte, dass man das Thema bespreche.

"Wie jeder andere Mensch in dieser Zeit machen auch ich und die anderen Fußballprofis uns darüber Gedanken, wie man mit der Situation am besten umgehen kann", sagte Neuer der "Bild", ohne dabei aber konkret zu werden.


>> Zu den Entwicklungen vor dem 18.03.2020 geht es hier <<


 

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