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Verlängerter Radsaison drohen Überschneidungen

18.03.2020 14:49
Die Straßensaison könnte über den November hinaus gehen
© AFP/POOL/SID/STEPHANE MANTEY
Die Straßensaison könnte über den November hinaus gehen

Nach der vorläufigen Absage der Frühjahrsklassiker wie Paris-Roubaix sowie des Giro d'Italia wegen der Coronakrise hat der Radsport-Weltverband UCI die Aussetzung aller Rennen bis mindestens Ende April bekannt gegeben.

Zudem nannte die UCI Kriterien für die Neuterminierung ausgefallener Rennen, die der Weltverband gemeinsam mit den Interessenvertretungen AIOCC (Veranstalter), AIGCP (Teams) und CPA (Fahrer) getroffen hat. 

Die Straßensaison könnte demnach über den 1. November hinaus ausgedehnt werden. Priorität haben dabei Rennen, die nach Wiederaufnahme des Rennbetriebs an ihrem ursprünglichen Datum stattfinden können.

Bei freien Terminen im Rennkalender sollen die drei großen Landesrundfahrten (Giro, Tour de France und Vuelta) sowie die Monumente des Radsports (Mailand-Sanremo, Flandern-Rundfahrt, Paris-Roubaix, Lüttich-Bastogne-Lüttich, Lombardei-Rundfahrt) bevorzugt behandelt werden. Zudem ist es ausdrücklich möglich, dass sich die drei dreiwöchigen Grand Tours und Klassiker überschneiden können.

Am Dienstag hatten die Veranstalter die Absage der für Ostersonntag (12. April) geplanten Kopfsteinpflaster-Tortur Paris-Roubaix verkündet. Am Dienstagabend folgte schließlich die erwartete offizielle Absage der Flandern-Rundfahrt für den 5. April, die Ronde gilt in Belgien als inoffizieller Nationalfeiertag. Außerdem wurden auch die Ardennen-Klassiker Fleche Wallonne (22. April) und Lüttich-Bastogne-Lüttich (26. April) bei Männern und Frauen zunächst gestrichen.

Nach der Absage von Mailand-Sanremo (21. März) sind damit alle vier Monumente des Frühjahrs offiziell gestrichen worden. Der Giro d'Italia, der am 9. Mai in Ungarn beginnen sollte, ist ebenfalls auf einen noch nicht festgelegten Termin verschoben worden.

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