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"Er ist eine der Ikonen, eine Legende"

Joshua schwärmt von Klitschko und trotzt Coronavirus

15.03.2020 08:47
Anthony Joshua macht sich wegen der Coronavirus-Krise noch keine großen Sorgen
© Valery Sharifulin via www.imago-images.de
Anthony Joshua macht sich wegen der Coronavirus-Krise noch keine großen Sorgen

Während sich die Sportwelt weiterhin im Würgegriff des Coronavirus befindet, trainiert Schwergewichts-Weltmeister Anthony Joshua für seine Titelverteidigung gegen den Bulgaren Kubrat Pulev, die am 20. Juni diesen Jahres in London im neuen Stadion von Tottenham Hotspur steigen soll. An seinen einstigen Gegner Wladimir Klitschko erinnert sich der 30-Jährige derweil noch immer gerne.

Ob der Kampf gegen Pulev in der mehr als 62.000 Zuschauer fassenden Arena im Sommer überhaupt stattfinden kann, steht wegen der noch ungewissen Entwicklung in der Coronavirus-Krise noch nicht fest. Gegenüber "Sky Sports" machte Joshua-Promoter Eddie Hearn allerdings jüngst klar, dass ein Fight vor einer Geisterkulisse ohne Zuschauer, wie zuletzt in der Champions League oder in der Bundesliga nicht in Frage kommt: "Es wird einfach nicht passieren", so Hearn wörtlich.

Joshua selbst macht sich wegen des Virus vor seiner IBF-Pflichtverteidigung keine allzu großen Sorgen und hofft dabei auf Beistand von oben. "Ich bin da nicht panisch. Ich trainiere immer noch in einem öffentlichen Gym. Ich weiß, dass es große Diskussionen darum gibt. Ich bete, dass es keinen Einfluss auf mich hat", erklärte der Brite im Interview mit "Bild am Sonntag".

Wann steigt der Fight gegen Tyson Fury?

Bevor Joshua sich ernsthaft mit dem von Fans langersehnten "Battle of Britain", einen Fight gegen WBC-Weltmeister Tyson Fury, auseinandersetzen kann, will er sich "erst mal nur auf den Pulev-Fight konzentrieren". Fury, der am 22. Februar Deontay Wilder auf nach technischem K.o. besiegte, muss sich dem "Bronze Bomber" aller Voraussicht nach im Juli zu einem zuvor vereinbarten Rückkampf stellen. 

"Ich wünsche ihm viel Glück", scherzt Joshua. Sollte es im Anschluss zum Vereinigungs-Kampf zwischen ihm und Fury kommen, müsse so ein Event "hier in London" stattfinden: "Wembley, Tottenham – ein Ort, der diesem Kampf gerecht werden würde. So ein Event würde jeden in Großbritannien interessieren."

Joshua schwärmt von Wladimir Klitschko

Wembley, das ist immerhin jener Ort an dem der Brite am 29. April 2017 Wladmir Klitschko in der elften Runde per TKO in den (vorzeitigen?) Box-Ruhestand schickte und die Gürtel der Verbände WBA, IBF ind IBO gewann. Zu einer vermeintlichen Revanche noch einmal gegen "Dr. Steelhammer" anzutreten, kann sich Joshua derzeit nicht vorstellen.

"Nein, ich würde nicht nochmal gegen ihn boxen wollen. Eventuell, wenn er mich herausfordert. Aber ehrlich gesagt will ich das nicht. Dafür respektiere ich ihn zu sehr", erklärte der 30-Jährige.

Vor seinem Rückkampf gegen Andy Ruiz habe ihm Klitschko viele Tipps gegeben, um sich besser auf den Kampf und sich selbst zu konzentrieren. "Er ist eine der Ikonen, eine Legende. Er hat mir gesagt, dass ich mein Telefon nicht so oft benutzen soll in der Kampfwoche. Ich sollte mich fokussieren und die Kraft bündeln", schwärmte Joshua vom ehemaligen Champion aus der Ukraine. "Meine Beziehung zu Wladimir war immer sehr loyal. Ich habe großen Respekt für ihn. Nicht nur als Boxer, sondern auch als Mensch. Er ist ein sehr respektierter Mann. Wahnsinn, wo er und sein Bruder herkommen und was sie erreicht haben."

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