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Veranstalter brechen Paris-Nizza ab

13.03.2020 12:15
Die Fernfahrt Paris-Nizza wurde vorzeitig abgebrochen
© AFP/SID/ALAIN JOCARD
Die Fernfahrt Paris-Nizza wurde vorzeitig abgebrochen

Auch der Radsport kommt wegen der sich verschärfenden Corona-Pandemie zum Erliegen. Die Fernfahrt Paris-Nizza wird vor der Schlussetappe am Sonntag vorzeitig beendet.

Dies bedeutet allerdings auch, dass die sechste und siebte Etappe am Freitag und Samstag noch planmäßig stattfinden. Nur das Team Bahrain-McLaren hatte zuvor den Start ins 161,5 km lange sechste Teilstück von Sorgues nach Apt verweigert.

Bei der deutschen Mannschaft Bora-hansgrohe des Gesamtführenden Maximilian Schachmann hatte zuvor ein Corona-Verdachtsfall vorgelegen. Der Mitarbeiter, bei dem es in der Nacht Erkältungsanzeichen gegeben habe, wurde nach Teamangaben als Vorsichtsmaßnahme isoliert. Letztlich wurden keine typischen Covid-19-Symptome festgestellt.

Der Berliner ging somit am Freitagmittag als Führender nach der fünften Etappe in den Abschnitt nach Abt. In der Gesamtwertung lag Schachmann 58 Sekunden vor dem Dänen Sören Kragh Andersen (Sunweb). Spätestens nach dem Samstags-Teilstück nach La Colmiane und vor dem traditionellen Schlussabschnitt in Nizza dürfte auch der Profi-Radsport jedoch erst einmal komplett stoppen.

"Es ist eine logische Entscheidung angesichts der zu erwartenden Zuschauer bei der letzten Etappe", sagte Renndirektor Christian Prud'homme. Das "Rennen zur Sonne" war ohnehin nur unter ganz besonderen Sicherheitsvorkehrungen gestartet worden.  

Nach der längst bekannten Absage von Mailand-Sanremo (21. März) hatte die belgische Region Flandern am Donnerstag alle im März geplanten Sportveranstaltungen vor Publikum abgesagt, darunter das Traditionsrennen Gent–Wevelgem. Auch die Austragung der großen Klassiker Flandern-Rundfahrt (5. April) und Paris-Roubaix (12. April) erscheint aktuell undenkbar.

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