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RB Leipzig droht Corona-Blues in der Bundesliga

11.03.2020 12:01
RB Leipzig drohen in der Bundesliga leere Ränge
© Tom Weller / Eibner-Pressefoto via www.imago-image
RB Leipzig drohen in der Bundesliga leere Ränge

Nach der berauschenden Show in der Champions League droht den Himmelsstürmern von RB Leipzig ein gespenstischer Kater vor leeren Rängen.

Schon am Samstag könnte es in der Fußball-Bundesliga gegen den SC Freiburg das erste Geisterspiel der Klubgeschichte geben. Es wäre das komplette Gegenteil zum historischen Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse vor ausverkauftem Haus gegen Tottenham Hotspur.

Nach dem Zuschauer-Ausschluss beim Spiel Union Berlin gegen Bayern München war die Leipzig-Partie am Mittwoch die letzte des 26. Bundesliga-Spieltags, die trotz der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus vor Fans stattfinden sollte.

Klub-Boss Oliver Mintzlaff ging zunächst nicht von einer kurzfristigen Entscheidung aus. "Ich glaube nicht, dass das Spiel am Mittwoch abgesagt wird, wenn sich die Situation nicht dramatisch verändert", sagte der 44-Jährige. Es sei eine stündliche Betrachtung und man sei im permanenten Austausch mit den Behörden.

Zudem plädierte Mintzlaff dafür, die Entwicklungen abzuwarten und möglichst spielnah zu entscheiden. "Ich finde, man kann in der Situation ein Bundesligaspiel auch noch am Freitagmorgen absagen, weil jeder weiß, dass das eine abwartende Situation ist", sagte Mintzlaff. Am Mittwochmittag gab es in Leipzig vier Corona-Infizierte und damit genauso viele wie vor dem mit Fans genehmigten Spiel gegen Tottenham.

Sabitzer: "Sehr wichtig, dass Zuschauer da waren"

Wie wichtig der Fan-Faktor ist, zeigte das souveräne 3:0 gegen die Spurs, dass 42 146 Anhänger in der ausverkauften Red Bull Arena verfolgt hatten. "Es war sehr wichtig, dass Zuschauer da waren. So was trägt einen bei so einem Spiel. Beim 1:0 ist die Hütte explodiert", sagte Kapitän Marcel Sabitzer. Der österreichische Nationalspieler war mit zwei Toren maßgeblich an dem "Abend für die Geschichtsbücher" beteiligt.

Nach Abpfiff beschäftigte sich Sabitzer auch schon mit einem möglichen Viertelfinale vor leeren Rängen. "Das ist im Bereich des Möglichen. Aus Sportlersicht wäre es traurig. Aber die Gesundheit geht vor", betonte der 25-Jährige. Rund um das Spiel hatte es in Leipzig kaum besondere Maßnahmen gegeben. Zuschauer durften eigene Desinfektionsmittel mitbringen, Ordner trugen Handschuhe.

Mintzlaff plädiert für einheitliche Lösung

Mintzlaff wiederum lobte die Leipziger Behörden dafür, das Spiel mit Fans genehmigt zu haben. "Wir hatten mit Stand Spielbeginn vier Infizierte in Leipzig. Da hat die Gesundheitsbehörde völlig richtig gehandelt und ist nicht in Panik verfallen", meinte der Manager. Man dränge als Klub aber nicht und sage, man müssen mit Fans spielen.

Zudem plädierte Mintzlaff dafür, eine einheitliche Lösung in der Bundesliga zu finden. "Wenn die Gesundheit das erfordert müssen wir Geisterspiele austragen. Es wäre sicherlich unglücklich, wenn es individuelle Entscheidungen gibt.

Da spielt das Thema fairer Wettbewerb eine Rolle", betonte der RB-Boss. Seiner eigenen Logik folgend, müsste Leipzig freiwillig auf Zuschauer gegen Freiburg verzichten. Dann wäre aufgrund der anderen Ausschlüsse Fairness geschaffen.

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