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Sommermärchen-Prozess: DFB hofft weiter auf Aufklärung

11.03.2020 11:37
Prozess: Der DFB prüft, ob er Teil der Geschädigten ist
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Prozess: Der DFB prüft, ob er Teil der Geschädigten ist

Trotz des holprigen Starts vor dem Schweizer Bundesstrafgericht hofft der Deutsche Fußball-Bund (DFB) weiter, dass der Sommermärchen-Prozess in Bellinzona Licht ins Dunkel um ungeklärte Millionenzahlungen rund um die Heim-WM 2006 bringt.

Der DFB erhoffe sich, "dass bei diesem Prozess auch die eigentliche Frage, nämlich der wahre Grund der Überweisung aus dem Jahr 2005, aufgeklärt wird", sagte DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge am Mittwoch. Der DFB tritt in dem Prozess gegen vier Ex-Funktionäre als Privatkläger auf.

Nach Angaben Osnabrügges sei zu klären, "ob wir Geschädigter sind. Wir müssen sicherstellen, dass der DFB mögliche zivilrechtliche Schadenersatzansprüche gegen die Beschuldigten auch gelten machen kann". 

Angeklagt sind die beiden früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger (74) und Wolfgang Niersbach (69), der ehemalige DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt (78) sowie der frühere FIFA-Generalsekretär Urs Linsi (Schweiz/70).

Da die drei deutschen Beschuldigten dem Prozessbeginn am Montag aus gesundheitlichen Gründen ferngeblieben waren, war die Verhandlung auf Mittwoch vertagt worden. Auch dort fehlten Zwanziger und Schmidt, Niersbach erschien überraschend.

Die Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) hatte das Verfahren am 6. November 2015 eröffnet. Sie wirft dem Quartett vor, über den eigentlichen Zweck einer Zahlung aus dem Jahr 2005 in Höhe von 6,7 Millionen Euro vom DFB an den Weltverband FIFA getäuscht zu haben. Die Beschuldigten haben den Vorwurf stets bestritten.

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