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Geiger enttäuscht erneut, Leyhe geht "auf die Jagd"

10.03.2020 18:48
Karl Geiger enttäuscht erneut bei der Raw-Air-Tour
© Sammy Minkoff via www.imago-images.de
Karl Geiger enttäuscht erneut bei der Raw-Air-Tour

Skispringer Stephan Leyhe hat mit einem neunten Rang in Lillehammer viel Boden in der Gesamtwertung der Raw-Air-Tour in Norwegen gut gemacht.

Beim dritten Saisonsieg des Polen Kamil Stoch profitierte der nun schon zweitplatzierte Willinger auch von einem Favoritensterben.

So kamen die im Gesamtweltcup führenden Stefan Kraft (Österreich) und Karl Geiger (Oberstdorf) nicht über die Ränge 17 und 19 hinaus.

Leyhe lag auf der Olympiaschanze von 1994 nach dem ersten Durchgang auf Rang acht, verlor dann mit einem Satz auf 129,5 m aber noch an Boden.

Nach acht von 16 Sprüngen der "norwegischen Vierschanzentournee" liegt der 28-Jährige mit insgesamt 1028,8 Punkten gerade einmal 0,7 Zähler hinter Stoch. Der Sieger erhält am Sonntag einen Jackpot in Höhe von 60.000 Euro.

Leyhe will "auf die Jagd gehen"

"Zur Halbzeit nur 0,7 Punkte hinter Kamil, das kann man mal machen", sagte Leyhe im "ZDF" und kündigte an: "Jetzt heißt es auf die Jagd gehen - und nicht mehr der Gejagte sein."

Vor dem zweiten Durchgang hatte Leyhe in der virtuellen Gesamtwertung sogar Rang eins belegt, ehe Stoch konterte.

Der überragende Pole holte den Tagessieg mit Sprüngen auf 131,5 und 139,5 m vor den beiden Slowenen Ziga Jelar un Timi Zajc.

Als zweitbester Deutscher flog Constantin Schmid auf den elften Platz, Pius Paschke folgte auf Position 15.

Geiger verpasst große Chance, Eisenbichler sauer

Im Kampf um den Gesamtweltcup verpasste Vizeweltmeister Geiger derweil die Chance, den Patzer seines Konkurrenten Kraft zu nutzen.

Zwei Wettkämpfe vor Schluss liegt der Oberstdorfer mit 1519 Punkten weiter klar hinter dem Österreicher (1659). "Ich bin echt ziemlich bedient, schon die ganze Raw Air. Das nervt mich ziemlich", sagte Geiger.

Weltmeister Markus Eisenbichler, einen Tag zuvor an gleicher Stelle noch Zweiter, verpasste als 44. den zweiten Durchgang deutlich.

"Das waren heute scheiß Bedingungen. Aber da reg ich mich gar nicht mehr drüber auf. Wir sind eine Freiluftsportart", sagte Eisenbichler im "ZDF".

Die "Raw Air"-Serie geht bereits am Mittwoch (17:30 Uhr) mit der Qualifikation in Trondheim weiter, wo einen Tag später der vorletzte Einzel-Wettbewerb des Weltcup-Winters ansteht.

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