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Borussen-Duell am Samstag

BVB mit "gutem Plan", Gladbach mit "maximaler Energie"

06.03.2020 11:36
Der BVB setzte sich in dieser Saison schon zweimal gegen Gladbach durch
© TEAM2 via www.imago-images.de
Der BVB setzte sich in dieser Saison schon zweimal gegen Gladbach durch

Die Form stimmt, die Serie ist beeindruckend: Borussia Dortmund startet mit viel Selbstvertrauen beim Lieblingsgegner in die Woche der Wahrheit. Zehn Pflichtspielsiege in Folge feierte der BVB gegen Borussia Mönchengladbach - Nummer elf soll ein Meilenstein im packenden Titelrennen der Fußball-Bundesliga sein.

"Es geht gegen einen unmittelbaren Konkurrenten um die ganz vorderen Plätze. Wir haben einen sehr guten Plan, wie wir das Spiel gewinnen können", sagte Sportdirektor Michael Zorc vor dem mit 54.022 Zuschauern seit Wochen ausverkauften Duell im Borussia-Park am Samstag.

Angesichts von vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München ist ein Sieg der Dortmunder aber auch Pflicht. Ein Erfolg wäre zudem die perfekte Ouvertüre für das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League bei Paris St. Germain (Mittwoch) und das Revierderby gegen Schalke 04 (Samstag).

BVB-Defensive als Schlüssel zum Erfolg

Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre ist auch ohne den weiterhin verletzten Kapitän Marco Reus für die kniffligen Aufgaben gerüstet. "Wir haben viel Qualität", sagte Zorc. Die Ansammlung der Hochbegabten um Erling Haaland und Jadon Sancho glänzte zuletzt aber nicht nur in der Offensive, drei Bundesligaspiele in Folge bliebt die zuvor wacklige BVB-Defensive ohne Gegentor.

Darin dürfte auch der Schlüssel gegen heimstarke Gladbacher liegen, die bei nur zwei Zählern Rückstand auf Dortmund die Titelhoffnungen noch nicht aufgegeben haben. Der fünfmalige deutsche Meister hat zudem am Mittwoch noch das Nachholspiel gegen den 1. FC Köln in der Hinterhand.

"Wir treffen auf eine sehr starke Mannschaft, die den Meistertitel als Ziel ausgegeben hat. Wir selbst haben aber auch Ziele. Daher gehen wir mit maximaler Energie und voller Vorfreude an diese Aufgabe heran", sagte Trainer Marco Rose, der noch um den Einsatz von Marcus Thuram (Kniereizung) bangt.

Auch Gladbach erwartet eine "heiße Partie"

Gegen den Angstgegner verloren die Gladbacher nicht nur die vergangenen zehn Vergleiche, auch in dieser Spielzeit verließen die den Platz in Meisterschaft (0:1) und Pokal (1:2) schon zweimal als Verlierer. "So eine Serie ist natürlich nicht schön, da brauchen wir nicht drumherum zu reden", sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl, der ebenso wie Rose eine "heiße Partie" erwartet.

Das Wiedersehen mit seinem Ex-Spieler Haaland bereitet dem ehemaligen Salzburg-Coach Rose aber etwas Kopfzerbrechen. "Erling hat ein gutes Näschen, Tempo und Wucht - zudem bewegt er sich in der Box extrem stark", sagte Rose, betonte aber angesichts der Dortmunder Offensiv-Power: "Es geht aber nicht nur um ihn, sondern auch um die Zulieferer drumherum, die ihn immer wieder freispielen."

Was passiert auf den Tribünen?

Doch nicht nur das Geschehen auf dem Rasen steht im Blickpunkt, auch das Verhalten der Ultras werden beide Parteien genau verfolgen. In Mönchengladbach hatten die jüngsten Anfeindungen gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp vor zwei Wochen ihren Anfang genommen.

Nun hoffen alle auf einen vergleichsweise ruhigen Abend. Man habe "mehrere Gespräche mit der Fanszene geführt", sagte Gladbachs Mediendirektor Markus Aretz. Auch in Dortmund gab es einen Austausch mit den Fans, Zorc ist sich recht sicher, "dass wir einen Spielverlauf sehen, bei dem kein Spielabbruch droht."

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