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Pulisic und Co.: Wie schlagen sich die BVB-Abgänge?

17.03.2020 12:11
Christian Pulisic läuft seit dieser Saison für den FC Chelsea auf
© Tess Derry via www.imago-images.de
Christian Pulisic läuft seit dieser Saison für den FC Chelsea auf

Sowohl im Sommer als auch im Winter hat Borussia Dortmund mit zahlreichen namhaften Abgängen für Schlagzeilen gesorgt. Unter anderem haben Youngster Christian Pulisic und Torjäger Paco Alcácer den BVB verlassen. Die bisherige Bilanz der Ex-Stars bei ihren neuen Klubs fällt dabei durchwachsen aus.

Nicht nur bei den Anbietern von Sportwetten sind die Dortmunder hoch im Kurs - wette sicher online mit Paypal Sportwetten. Auch Vereine aus dem europäischen Ausland, die ihren Kader verstärken wollen, bedienen sich immer öfter bei den Schwarz-Gelben.

Doch welcher ehemalige BVB-Star konnte bislang überzeugen und für wen gibt es noch Nachholbedarf? sport.de zeigt es dir.

Abdou Diallo (Paris Saint-Germain)

Nur eine Saison spielte Abdou Diallo für die Schwarz-Gelben. Das aber so überzeugend, dass Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel den Innenverteidiger im vergangenen Sommer in die französische Hauptstadt lotste.

Und der 23-Jährige machte früh und unmissverständlich klar, wo er seine Rolle im Pariser Star-Ensemble sieht. "32 Millionen für einen Ersatzspieler auszugeben, das wäre teuer. Ich komme ja nicht aus dem letzten Loch gekrochen. Ich habe mit Dortmund vor 80.000 Zuschauern Champions League gespielt", gab er sich gegenüber der Sport-Tageszeitung "L'Equipe" selbstbewusst.

Das war nach dem 2:1-Triumph im französischen Supercup über Stade Renne. Diallo verteidigte in seinem ersten Pflichtspiel 90 Minuten im Abwehrzentrum. Einen Platz, den er zumindest im Liga-Alltag anfangs behaupten konnte. In der Champions League durften von vorn herein meist die Anderen ran. Nun kommt erschwerend noch hinzu, dass der Franzose im Februar längere Zeit an einer Oberschenkelverletzung laborierte. Es bleibt abzuwarten, ob und wie schnell der Linksfuß seinen Stammplatz zurückerobern kann.

Christian Pulisic (FC Chelsea)

Christian Pulisic kickt seit dieser Saison auf der Insel
Christian Pulisic kickt seit dieser Saison auf der Insel

Dass Pulisic den BVB in Richtung London verlassen würde, stand bereits seit Januar 2019 fest. Der US-Boy blieb aber noch ein paar Monate auf Leihbasis bei den Westfalen und wechselte erst nach Ablauf der vergangenen Saison endgültig auf die Insel.

Dort durfte der 22-Jährige dann direkt am ersten Spieltag der neuen Premier-League-Saison sein Pflichtspieldebüt für die Blues feiern. Die Freude darüber dürfte sich jedoch angesichts der 0:4-Klatsche gegen Manchester United in Grenzen gehalten haben. Seitdem läuft es für das Team von Trainer Frank Lampard aber deutlich besser. Und auch Pulisic konnte zwischenzeitlich sein enormes Potential andeuten, als er sowohl in der Liga als auch in der Champions League gesetzt war und teilweise glänzende Leistungen zeigte.

Entsprechend positiv fiel das Fazit aus, dass der Linksaußen gegenüber dem Fernsehsender "ESPN" im Januar zog: "Ich habe meine Chance bekommen und denke, dass ich zuletzt sehr gut gespielt habe. Das macht mich stolz." Allerdings verlief das Jahr 2020 bislang alles andere als nach Plan. Eine Adduktorenverletzung bremst Pulisic seit Wochen aus.

André Schürrle (Spartak Moskau)

Der Vorlagengeber des Siegtores im WM-Finale 2014 kommt seit Jahren nicht mehr richtig in Tritt. Nach einer - eher enttäuschenden - einjährigen Leihe vom BVB zum FC Fulham wurde Schürrle im vergangenen Sommer erneut verliehen, dieses Mal ins ferne Russland. Doch auch vom Gastspiel bei Spartak Moskau haben sich Spieler und Verein vermutlich mehr versprochen.

Nach überzeugendem Saisonstart hat der 29-Jährige seinen Stammplatz im Angriff der Mannschaft von Domenico Tedesco verloren und kam zuletzt nur noch als Joker zum Einsatz. Was man ihm zugute halten muss: Schürrle ist Realist. Eine Rückkehr zum BVB konnte er sich schon vor einigen Monaten nicht mehr vorstellen. "Ganz schwer! Jetzt würde ich wahrscheinlich 'Nein' sagen", gestand er im "Bild"-Podcast "Phrasenmäher".

Julian Weigl (Benfica Lissabon)

Julia Weigl hat in Lissabon schnell einen Stammplatz erobert
Julia Weigl hat in Lissabon schnell einen Stammplatz erobert

Da die Dortmunder dem Wunsch von Weigl nicht im Weg stehen wollten, den Verein trotz regelmäßiger Einsatzzeiten in der Hinrunde im Winter verlassen zu dürfen, stimmten sie dem Wechsel zu Benfica Lissabon zu. Anstatt Löcher in der Dortmunder Abwehrreihe zu stopfen, ist Weigl nun also seit Anfang Januar der Taktgeber im Mittelfeld des Portugiesischen Rekordmeisters. 

In Lissabon avancierte der 24-Jährige von Tag eins an zum unumstrittener Stammspieler, musste aber auch gleich einige Wermutstropfen mit seinem neuen Team verkraften. In der Liga setzte es trotz Weigl eine bittere Pleite beim FC Porto, dem großen Meisterschaftsrivalen. Darauf folgte wenig später das enttäuschende Aus in der Zwischenrunde der Europa League.

Ob der Rechtsfuß, dessen Ausstiegsklausel übrigens bei satten 100 Millionen Euro liegt, dem Spiel der Hauptstädter nachhaltig seinen Stempel aufdrücken kann, zeigt sich dann in den kommenden Wochen im Titelkampf. 

Paco Alcácer (FC Villareal)

Ein weiterer Star, den es im Winter gen Süden zog, ist Paco Alcácer. Nach der Verpflichtung von Wunderkind Erling Haaland flüchtete der Stürmer in seine spanische Heimat zum FC Villareal. Gut 30 Millionen Euro inklusive Bonuszahlungen konnten die Borussen für den bei Lucien Favre in Ungnade gefallenen 26-Jährigen noch einsacken.

Dass er das Geld Wert sein könnte, bewies Alcácer bei seinem furiosen Einstand. Gleich im ersten Spiel gegen Osasuna brachte er seinen neuen Arbeitgeber kurz vor Ende der ersten Hälfte in Führung und holte schließlich den Strafstoß zum 3:1-Endstand raus.

Entsprechend zufrieden zeigte sich der Torjäger nach dem Schlusspfiff – "aber nicht wegen meiner individuellen Leistung, sondern dem Auftritt der Mannschaft". Auch zwei Wochen später gegen Levante hatte Alcácer mit seiner Vorlage zur frühen Führung entscheidenden Anteil am knappen 2:1-Sieg seines Teams. Unterm Strich hat sich der Wechsel bisher für alle Seiten ausgezahlt.

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