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KFC-Kapitän erinnert sich

Kirchhoff über Bayern-Kapitel: "Ich war überehrgeizig"

05.03.2020 15:21
Wechselte 2013 ablösefrei vom FSV Mainz zum FC Bayern: Jan Kirchhoff
© imago sportfotodienst
Wechselte 2013 ablösefrei vom FSV Mainz zum FC Bayern: Jan Kirchhoff

Schon früh in seiner Karriere wagte Jan Kirchhoff den Sprung zum FC Bayern München. Beim Rekordmeister konnte er sich allerdings nicht durchsetzen und flüchtete nach nur sechs Monaten zum FC Schalke 04.

Von Verletzungen geplagt führte der Weg des Verteidigers über England im vergangenen Sommer zum KFC Uerdingen in die 3. Liga. Reicher an Erfahrung blickt Kirchhoff auf die Zeit beim FCB und seine wichtigsten Trainer zurück.

Als den damals 22-Jährigen 2013 das Angebot vom FC Bayern erreichte, war er wenig überrascht. "Ich habe es sogar erwartet", erklärte der ehemalige U-Nationalspieler gegenüber "Spox" und "Goal".

"Ich konnte es mir im Grunde aussuchen, wohin ich wechseln möchte", erinnerte sich Kirchhoff. Der Vertrag des Youngsters in Mainz lief damals aus, ihm standen somit alle Türen offen.

Dass das Kapitel in München bereits nach einem halbem Jahr endete, lag vor allem an dem Verlangen nach mehr Spielzeit und der Ungeduld des gebürtigen Frankfurters.

"Ich war überehrgeizig, zu ungeduldig und auch besessen von meinem Ziel, gewisse Dinge zu erreichen", erklärte Kirchhoff rückblickend.

Diesen Karriereschritt bereut er bis heute: "Wenn ich aber wirklich eine Sache zurückdrehen könnte, dann hätte ich länger in München bleiben und mehr Demut zeigen sollen."

Kirchhoff lobt Tuchel und Guardiola

Den Schwung, den seine Laufbahn vor dem Wechsel zum FCB hatte, gewann Kirchhoff nie zurück. Aus der Zeit mit Trainer Pep Guardiola nahm Kirchhoff dennoch einige schöne Erinnerungen mit.

"Wie Pep das Spiel vereinfacht und zeigt, wie man zum Ball oder im Feld steht, ist schon herausragend.(...) Es macht unfassbar viel aus, wenn du einen guten Trainer hast", sagte er.

Ähnlich blieb ihm die Zusammenarbeit mit Thomas Tuchel im Gedächtnis, mit dem Ex-Dortmund-Coach arbeitete er in der A-Jugend beim 1. FSV Mainz 05 zusammen.

Unter Tuchel wurde Kirchhoff "innerhalb einer Sommervorbereitung so viel besser". Seinen Erfolg in jungen Jahren verdanke er zu großen Teilen auch dem 46-Jährigen. "Ohne ihn wären wir niemals in der Lage gewesen, Bundesliga zu spielen."

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