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Promoter verhandeln schon

Mega-Fight zwischen Fury und Joshua im Dezember?

05.03.2020 10:09
Bekommt Anthony Joshua auch Tyson Fury vor die Fäuste
© Valery Sharifulin via www.imago-images.de
Bekommt Anthony Joshua auch Tyson Fury vor die Fäuste

Es ist der Kampf, auf den nicht nur Großbritannien, sondern die gesamte Box-Welt wartet: Anthony Joshua gegen Tyson Fury. Die beiden Schwergewichts-Weltmeister würden gerne alle wichtigen Titel vereinen. Der Weg zu einem Mega-Fight ist allerdings weit. Joshua-Promoter Eddie Hearn macht den Fans zumindest ein bisschen Hoffnung.

"Ich und [Fury-Promoter] Bob Arum haben miteinander gesprochen und sind an einem Punkt angelangt, an dem wir bereit sind, einen Deal abzuschließen und diesen Deal im Dezember umzusetzen", deutete Hearn gegenüber "PA Sport" ein Duell zwischen den beiden Schwergewichts-Königen Ende 2020 an. 

Es gebe keinen Grund, warum dieser Deal nicht schon jetzt abgeschlossen werden könne, ergänzte Hearn. Die Voraussetzung für einen Mega-Fight: Sowohl Anthony Joshua als auch Tyson Fury gewinnen ihren nächsten Kampf. Joshua trifft am 20. Juni auf IBF-Pflicht-Herausforderer Kubrat Pulev, Fury wird Mitte Juli den dritten Kampf gegen Ex-WBC-Champion Deontay Wilder bestreiten. 

Die Termine im Juni und Juli lassen "genug Zeit für einen Kampf im Dezember", stellte Hearn klar. Zwei britische Weltmeister zu haben sei unglaublich, betonte der Promoter. Fury und Joshua um alle bedeutenden Titel gegeneinander kämpfen zu lassen "ist etwas, das in unserer Lebenszeit nie mehr passieren wird. Deswegen müssen wir diesen Deal jetzt abschließen und den Jungs die Möglichkeit geben, sich auf ihre Kämpfe im Sommer zu konzentrieren".

TV-Übertragung und Austragungsort noch nicht ausgehandelt

Dass ein Mega-Fight leichter geplant als letztlich auf die Beine gestellt ist, musste allerdings auch Hearn eingestehen. "Wir müssen noch ein paar grundlegende Dinge wie die TV-Übertragung und den Austragungsort klären", sagte der Promoter, der nur zu gut weiß, wie schwer es ist, am Ende alle Parteien und Wünsche unter einen Hut zu bringen. 

Wie problematisch die Planung des Kampfes sein kann, zeigt ein Blick auf die Broadcaster, an die Fury und Joshua aktuell gebunden sind. Fury steht bei "ESPN" und "BT Sport" unter Vertrag, Joshua ist an "DAZN" und "Sky Sports" gebunden. Keiner der Sender wird im Kampf um die Übertragungsrechte freiwillig zurückstecken.

Findet der Mega-Fight in Saudi-Arabien statt?

Mit Blick auf den Austragungsort ließ Eddie Hearn tief blicken. "Der Kampf wird wahrscheinlich zwei oder drei Mal stattfinden", rechnet der Promoter fest mit mindestens einem Rematch. "Wir werden einen Kampf im Vereinigten Königreich bekommen. Es geht nur darum, ob es einer, zwei oder drei sind", deutete Hearn an, dass womöglich nicht alle Duelle zwischen Fury und Wilder auf der Insel stattfinden könnten.

Schon Joshuas Kampf gegen Andy Ruiz wurde in Saudi Arabien ausgetragen und hatte große Kritik nach sich gezogen. Ein Duell zwischen dem "Gypsy King" und "AJ" im Wüstenstaat könnte laut übereinstimmenden Berichten bis zu 400 Millionen US-Dollar generieren. Ein lohnendes Geschäft, das aber nicht von allen begrüßt werden würde.

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