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Dortmund hat "noch keine Entscheidung getroffen"

USA-Länderspiele machen Sorgen: BVB will Reyna "schützen"

27.02.2020 22:53
BVB-Youngster Gio Reyna wird von den USA für Freundschaftsspiele gegen Wales und Holland eingeladen
© TEAM2 via www.imago-images.de
BVB-Youngster Gio Reyna wird von den USA für Freundschaftsspiele gegen Wales und Holland eingeladen

Der US-amerikanische Fußballverband will Borussia Dortmunds Top-Talent Giovanni Reyna in die A-Nationalmannschaft berufen. Der Terminplan der USA macht dem BVB jedoch Sorgen.

Der 17 Jahre alte Mittelfeldspieler des Bundesligisten soll für die Freundschaftsspiele gegen die Niederlande am 26. März und vier Tage später gegen Wales zum US-Kader gehören. 

Die USA nehmen allerdings zudem an den Qualifikationsspielen für das Olympische Fußball-Turnier in Tokio teil, die zwischen dem 20. März und dem 1. April ausgetragen werden. Dafür findet sich das US-Team bereits am 8. März in Chicago zusammen.

 "Wir haben diesbezüglich noch keine finale Entscheidung getroffen", erklärte BVB-Sportdirektor Michael Zorc gegenüber "Sport1". Auch US-Trainer Gregg Berhalter kennt die Vorbehalte des Revierklubs: "Dortmund hat bereits signalisiert, dass sie Gio schützen wollen. Er würde dem Klub drei bis vier Wochen fehlen."

US-Coach Berhalter lobt den BVB

Beim BVB feierte das Top-Talent am 18. Januar in der Bundesliga im Spiel gegen den FC Augsburg sein Debüt. Reyna überzeugte zuletzt mehrfach als Joker - schoss einen Treffer gegen Werder Bremen im DFB-Pokal und legte das 2:1-Siegtor im Achtelfinal-Hinspiel der Champions gegen Paris-Saint Germain auf. Mit 17 Jahren, zwei Monaten und 21 Tagen ist Reyna der jüngste Torschütze im DFB-Pokal.

Berhalter hat den Offensivspieler schon länger im Blick und schwärmte gegenüber "Sport1": "Seine Entwicklung in Dortmund ist großartig. Er macht einen tollen Job. An dieser Stelle muss man auch den BVB loben, der einen tollen Plan mit Reyna hat und ihn Stück für Stück an die Profis ranführt."

Der Sohn der früheren Bundesliga-Profis und US-Nationalspielers Claudio Reyna hat die US-Staatsbürgerschaft, war zuletzt Kapitän der U17 der USA. Allerdings könnte Reyna auch für andere Länder spielen. Erst kürzlich berichtete "The Athletic", dass die English Football Association einen Versuch unternehmen wolle, Reyna für die Three Lions zu gewinnen. Reyna ist in England geboren, damals spielte sein Vater beim AFC Sunderland.

dpa/gkl

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