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Auf gebrauchten Reifen schneller: Crutchlow rätselt weiter

25.02.2020 16:09
LCR-Pilot Cal Crutchlow hadert noch immer mit dem 2020er-Motorrad
© Hazrin Yeob Men Shah/Icon Sportswire via www.imago
LCR-Pilot Cal Crutchlow hadert noch immer mit dem 2020er-Motorrad

Nach dem Sturz am Sonntag blieb LCR-Pilot Cal Crutchlow am letzten der drei MotoGP-Testtage in Katar zwar auf seiner Honda RC213V sitzen. Wirklich besser fühlte sich der Brite deshalb aber nicht.

Noch immer hadert er mit dem 2020er-Motorrad, was sich auch in seiner abschließenden Platzierung beim Test widerspiegelt.

Denn den schloss Crutchlow auf dem 18. Gesamtrang mit knapp einer Sekunde Rückstand auf die Spitze ab. Von den Honda-Piloten im Feld war nur MotoGP-Rookie Alex Márquez (21./+1,661) langsamer. Weltmeister Marc Márquez und Crutchlows LCR-Teamkollege Takaaki Nakagami landeten auf den Plätzen sieben und acht.

Anders als Márquez, der am finalen Testtag nicht nur mit seinen zwei aktuellen Prototypen, sondern auch mit einem von Nakagamis 2019er-Bikes unterwegs war, um Vergleichstests zu absolvieren, blieb Crutchlow bei dem, was er in seiner Box hatte. "Wir haben weiter mit dem 2020er-Bike gearbeitet", versichert der 34-Jährige.

Kurveneingang bereitet Crutchlow weiterhin Probleme

"Natürlich schließt das verschiedene Teile ein. Aber beide meiner Motorräder waren 2020er-Modelle." Auf ihnen experimentierte er mitunter an der Aerodynamik, fuhr mal mit und mal ohne Flügel, um zu sehen, welchen Einfluss das unter anderem auf den Kurveneingang hat, denn dort liegt der Schwerpunkt seiner Probleme.

Crutchlow erklärt: "Ich habe Schwierigkeiten, das Motorrad abzubremsen, und selbst mit brandneuen Reifen fehlt es an Grip. Gleichzeitig habe ich zu viel Grip, es ist wirklich schwer zu beschreiben. Auf der Flanke fehlt er, dafür schiebt das Bike mit dem neuen Hinterreifen am Kurveneingang wiederum zu sehr."

Deshalb müsse er warten, bis der Reifen abbaut, um schnellere Runden fahren zu können. Derer spulte der Honda-Fahrer am Montag ganz 70 ab und zählte damit zu den fleißigsten Piloten. "Und das trotz meiner Verfassung", betont Crutchlow. Denn beim Sturz am Vortag hatte er sich einige Blessuren an den Armen zugezogen.

2020er-Honda kein gutes Bike auf eine schnelle Runde?

"Die Rundenzeit im Klassement sieht nicht so gut aus", räumt der Brite ein, "aber es gab trotzdem einige positive Dinge, genauso wie negative. Daran werden wir weiter arbeiten. Insgesamt bin ich mit meiner Pace zufrieden, wenn man in Betracht zieht, wie schlecht ich mich mit dem Motorrad noch immer fühle. Die Pace war nicht schlecht."

Dafür bereitet ihm das Tempo auf frischen Reifen umso mehr Kopfzerbrechen. Mit Blick auf den ersten Grand Prix prophezeit er: "Im Moment sieht es so aus, als würde ich in der Startaufstellung weit hinten stehen, aber im Rennen vielleicht weiter vorne mitkämpfen könnte. Allerdings müsste ich dafür zuvor an einigen Fahrern vorbei."

"Ich bekomme einfach keine schnelle Runde zustande, selbst ein paar schnelle Runden am Stück sind schwierig. Erst wenn der Reifen langsam nachlässt, bin ich in der Lage, die Probleme zu umfahren. Es ist seltsam", spricht Crutchlow erneut das Gripproblem an. Er hofft nun, dass die Erkenntnisse in der Box von Marc Márquez ihn weiterbringen.

Nakagami mit nur einem Bike knapp hinter Márquez

Dieser konstatierte am Montag nach dem Test: "Es stimmt, dass andere Honda-Fahrer wie Cal anfangen, die Dinge zu versuchen, die wir gefunden haben. Und es sieht so aus, als wäre es auch für ihn besser. Daher denke ich, dass wir eine gute Richtung gefunden haben, nachdem wir am Sonntag tatsächlich völlig verloren waren."

Zu dem Zeitpunkt war Nakagami als Zehnter schnellster Honda-Fahrer. Beim Testabschluss konnte sich der Japaner noch einmal steigern, und das obwohl ihm nur eines seiner zwei Motorräder zur Verfügung stand. Mit 0,090 Sekunden Rückstand auf Márquez verfehlte er dessen persönliche Bestzeit trotzdem nur knapp.

"Wir konnten auf der Qualifying-Runde einen großen Schritt nach vorn machen", hält Nakagami fest. "Auf gebrauchten Reifen sind wir recht konstant, wenn auch nicht die besten. Ich fühlte mich gut auf dem Motorrad und die körperliche Verfassung mit der Schulter ist besser. Ich habe weniger Schmerzen und am Ende des Tages noch Kraft übrig."

Wie Márquez unterzog sich der LCR-Pilot Ende vergangenen Jahres einer OP an der rechten Schulter. In Sepang schränkte ihn diese noch merklich ein: "Mein Team war mir eine große Hilfe. In Sepang war ich fast Letzter und jetzt, nur zwei Wochen später, haben wir es als Achter in die Top 10 geschafft. Das ist ein guter Fortschritt."

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