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Tolle Aufholjagd der deutschen Staffel bei der Biathlon-WM

"Richtig geiles Rennen": Herrmann und Co. holen Edelmetall

22.02.2020 12:59
Denise Herrmann und Co. holen Silber bei der Biathlon-WM
© Rolf Kosecki via www.imago-images.de
Denise Herrmann und Co. holen Silber bei der Biathlon-WM

Die deutschen Biathletinnen holen bei der WM in Antholz die nächste Medaille. In der Staffel laufen Denise Herrmann und Co. zu Silber.

Denise Herrmann fiel nach der hammerharten Schlussrunde ihren jubelnden Teamkolleginnen in die Arme, die Erleichterung über das silberne Happy End war den deutschen Biathletinnen anzusehen: Nach einer furiosen Aufholjagd mussten sich Herrmann und Co. im WM-Staffelrennen von Antholz über 4x6 km nur den Seriensiegern aus Norwegen geschlagen geben.

"Es war ein richtig geiles Rennen. Es war aber nicht einfach, ich hatte ganz schön wackelige Beine beim Schießen", sagte Herrmann, die gemeinsam mit Karolin Horchler, Vanessa Hinz sowie Franziska Preuß nur 10,7 Sekunden hinter den in diesem Winter immer siegreichen Norwegerinnen lag und die vierte Medaille für den Deutschen Skiverband (DSV) holte.

Zuvor hatten Herrmann (Verfolgung), Hinz (Einzel) und Preuß (Single-Mixed-Staffel) bereits Silber gewonnen.

Herrmann erlöste das deutsche Team dank ihrer Laufstärke allerdings erst auf der Schlussrunde, auf der sie zunächst Tschechien und kurz vor dem Ziel noch die Ukraine überholte. Insgesamt benötigten die deutschen Frauen neun Nachlader.

Karolin Horchler: "Ich habe brutal gezittert"

Die vier Athletinnen hatten in diesem Winter, wenngleich in unterschiedlicher Aufreihung, zwei vierte Plätze belegt.

Neben einem weiteren vierten Rang verbuchte eine deutsche Frauenstaffel im Weltcup zudem einen zwölften Rang.

In jedem Rennen musste das DSV-Quartett dabei mindestens eine Strafrunde drehen - mit einem sicheren Schießen sollte am Samstag der Grundstein für Edelmetall gelegt werden.

Startläuferin Horchler feuerte ihre ersten fünf Schüsse entsprechend dosiert ab, einmal musste sie dennoch nachladen.

Stehend verhinderte die 30-Jährige den Gang in die Strafrunde dann nur mit Mühe und drei weiteren Nachladern, der Rückstand wuchs bis zum Wechsel auf 1:10,0 Minuten an. "Ich habe brutal gezittert, ich war extrem aufgeregt", erklärte Horchler.

Preuß sorgt für die Wende

Zwar räumte Hinz danach beflügelt von ihrem Einzel-Coup alle Scheiben ohne Nachlader ab.

Der Abstand zu den Medaillenrängen aber verringerte sich nur unwesentlich, zur Spitze vergrößerte er sich sogar noch um eine halbe Minute. "Ich bin froh, denn es war heute gar nicht leicht für mich", sagte Hinz.

Wie schnell sich ein Rennen aber ändern kann, zeigte der dritte Stehendanschlag.

Während die Rivalinnen Fehler um Fehler produzierten, knallte Preuß ihre Schüsse sicher ins Ziel - der Lohn war Rang vier mit nur noch 43,0 Sekunden Rückstand. "Zum Glück ist es voll aufgegangen", sagte Preuß.

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WM 2020 Antholz (ITA)

1NorwegenNorwegen1:07:05.70h
2DeutschlandDeutschland+10.70s
3UkraineUkraine+18.40s
4TschechienTschechien+31.10s
5SchwedenSchweden+44.90s
6SchweizSchweiz+47.10s
7PolenPolen+50.30s
8RusslandRussland+1:02.60m
9KanadaKanada+2:13.70m
10ItalienItalien+2:29.40m
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