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Stimmen zum 23. Spieltag der Bundesliga

Bosz trotz Sieg: "Hinten raus überhaupt nicht zufrieden"

23.02.2020 21:43
Marco Rose spielte mit seinen Gladbachern nur Remis
© nordphoto/Mauelshagen via www.imago-images.de
Marco Rose spielte mit seinen Gladbachern nur Remis

Borussia Dortmund hat am Samstagnachmittag nachgelegt und den Rückstand auf den FC Bayern München in der Bundesliga wieder auf vier Punkte reduzieren können. Die große Überraschung des Wochenendes war aber der 1. FC Köln, der die Berliner Hertha im Olympiastadion förmlich überrollte. In Gladbach ärgerten sich die Protagonisten hingegen über eine verspielte Führung. Die Stimmen zum 23. Spieltag:

VfL Wolfsburg - FSV Mainz 05 4:0

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore geschossen. Es freut mich sehr, dass wir endlich mal wieder die Null gehalten haben. Das war wichtig. Es war ein rundum gelungener Abend. Wir werden uns jetzt aber nicht zurücklehnen. Wir wollen in Malmö unbedingt weiterkommen. und auch in Berlin ein gutes Spiel abliefern."

Achim Beierlorzer (Trainer Mainz 05): "Wir sind enttäuscht, weil wir uns etwas vorgenommen hatten. Wir wollten das erste Mal in dieser Saison dreimal hintereinander punkten. Wir sind sehr gut in das Spiel reingekommen mit sechs Eckbällen am Stück. Nach dem Gegentor hat Wolfsburg dann immer mehr Zweikämpfe gewonnen. Wolfsburg hat uns heute einfach in den Zweikämpfen besiegt und klar dominiert. Es ist völlig klar, dass die nächsten Spiele für uns entscheidend sein werden."

Bayer Leverkusen - FC Augsburg 2:0

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Es ist ein gutes Ergebnis. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Wir haben zu langsam und zu viel zurückgespielt. Als wir schneller gespielt haben, sind wir mit unserer individuellen Qualität dann direkt gefährlich geworden. Hinten raus bin ich überhaupt nicht zufrieden. Da musst du das 3:0 machen und stattdessen haben wir zu viele einfache Fehler gemacht. So wäre es fast nochmal spannend geworden."

Martin Schmidt (Trainer FC Augsburg): "Es war das erwartete Spiel. Leverkusen hatte viel den Ball und ein gutes Positionsspiel. Wir konnten den Gegner zunächst ganz gut vom Tor weghalten. Wenn du hier was holen willst, musst du aus deinen wenigen Chancen auch was machen. Durch das 2:0 war der Weg dann noch steiler. Wir haben am Ende Risiko genommen, aber leider war es zu wenig."

Schalke 04 - RB Leipzig 0:5

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig) ...

... zum Spiel: "Ich hab den Jungs schon gesagt, dass das eine außergewöhnliche Leistung war, weil wir Mittwoch erst auswärts gespielt haben bei einem guten Gegner, das wir auch sehr gut bestritten haben. Dann musst du zu Schalke, eine Mannschaft, die derzeit vielleicht nicht so in Form ist, die aber aggressiv ist, dazu in einem sehr lauten Stadion. Wir hatten in der ersten Halbzeit eine Schwächephase von zehn, zwölf Minuten nach dem Führungstor, wo wir nicht so gut drin waren. Danach war es sehr gut, auch in der zweiten Halbzeit. Wir haben super verteidigt, wir haben im Spiel glaube ich drei Torschüsse zugelassen, nichts wirklich Gefährliches. Das war schon eine sehr starke Leistung von uns."

... zum System: "Grundsätzlich sind wir davon ausgegangen, dass Schalke pendelt zwischen einer Dreierkette und einer Raute, was sie auch gemacht haben. Im Prinzip haben sie dann die ganze erste Halbzeit mit Dreierkette gespielt, da wollten wir die drei zentralen Mittelfeldspieler gut in Manndeckung nehmen. Wir haben gewusst, dass wir immer wieder Verlagerungsräume kriegen, wenn wir den Ball gewinnen. Das hat man auch gesehen."

... zum Interesse anderer Klubs an den Leipziger Spielern: "Da können wir noch nicht ganz mithalten mit den Big Playern in Europa. Aber das ist das Geschäft, da müssen wir weiter gut mit klarkommen, weiter gut scouten, gute Entscheidungen treffen, aber vielleicht nicht mitmachen bei den ganz verrückten Sachen. Hier wurden viele gute Entscheidungen schon getroffen, lange bevor ich im Amt war. Es wird aber immer passieren, dass ein sehr guter Spieler geht."

... zum angeblichen Interesse von Liverpool an Timo Werner (vor dem Spiel): "Es interessiert mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht, das wird vielleicht im Sommer akut für mich. Manchmal fehlt ihm gerade das Fortune, aber das kommt auch wieder. Für uns ist er weiter ein ganz wichtiger Spieler."

Timo Werner (Torschütze RB Leipzig) ...

... zum Ende seiner Durststrecke: "Die war da, die war in der Vorrunde auch schon da. Wir haben uns als Team herausgekämpft, ich mich aber auch. In Tottenham war es ein kleiner Anfang, heute mit dem 5:0 als Spitze nochmal."

... zur Frage, wohin die Leistungen Leipzig noch führen: "Hoffentlich weiter nach oben. Wir haben viel vor, haben uns in der Bundesliga in eine gute Position gebracht, mit dem Hinspiel in Tottenham haben wir uns einen Gefallen getan. Wir spielen wieder guten Fußball, das haben wir heute über 90 Minuten gezeigt."

... zu seinem Tor: "Nachdem es gegen Bayern nicht geklappt habe und ich da kläglich versagt habe und es auch insgesamt nicht lief zuletzt, da musste der einfach rein, damit ich meinen Seelenfrieden habe."

... zu Liverpool: "Letztes Jahr, bis ich meinen Vertrag verlängert habe, war es immer Bayern München, jetzt ist durch die Medien und durch unser Spiel in England Liverpool hochgekommen. Wir haben dort mit den besten Trainer der Welt mit Jürgen Klopp, der deutsch ist. Es sprechen viele Sachen dafür, dass ich mit meiner Spielweise da vielleicht gut hinpassen würde. Aber ich mache mir da keine Gedanken drüber, weil wir so viel gerade mit Leipzig zu tun haben. Man sieht ja, wir haben gegen Tottenham gewonnen, aber wir haben auch noch ein Rückspiel. Es ist schwer, sich da dann Gedanken zu machen, wo spielt man nächstes Jahr, wenn man hier und jetzt Gas geben will."

... zur Frage, ob es ausgeschlossen ist, dass er nächste Saison in Leipzig spielt: "Ausgeschlossen ist nichts. Wir haben im Sommer noch die EM, da will ich mich drauf fokussieren, was darüber hinaus geht, darüber muss man sich nach der Saison Gedanken machen. Anfragen kommen rein, da muss man auch nicht lügen, dass es so ist."

David Wagner (Trainer FC Schalke 04) ...

... zum Spiel: "Unzufriedenheit, Enttäuschung, das ist klar. Wir hatten heute zu viele Spieler, die nicht ihre Form hatten und dementsprechend kannst du gegen eine Mannschaft, die auf Champions-League-Niveau spielt, auch zu Hause, nicht mithalten. Von daher ist es eine verdiente Niederlage."

... zum frühen Gegentor: "Das macht natürlich viel mit der Psyche, wenn du nach einer Minute so ein Tor bekommst. Du versuchst dich dann reinzubeißen und bekommst dann in der zweiten Halbzeit das zweite und das dritte. Das macht was mit dir und insbesondere, wenn du eine junge Mannschaft bist. Das ist die Erklärung dafür."

... zur Leistung von Alexander Nübel: "In die Einzelkritik zu gehen verbietet sich heute. Es waren zu viele Spieler, die heute nicht in Form waren. Das ist nicht schön, aber das müssen wir akzeptieren. Wir müssen arbeiten, um die Spieler wieder in Form zu bringen."

... zur Frage, wie schwer die Phase für ihn ist: "Für mich persönlich ist das keine schwere Geschichte. Das gehört als Trainer dazu, mit Phasen, in denen es nicht läuft, umzugehen und die Jungs wieder in Form zu bringen. Das ist Part of the Game, daher ist das für mich kein großes Thema."

Borussia Mönchengladbach - TSG Hoffenheim 1:1

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir haben alle gesagt und empfinden es so, dass es sich nicht gehört. Fertig, aus. Trotzdem darf man nicht über unsere Fans reden, sondern um Fangruppen. Die meisten unserer Fans haben gut reagiert. Kritik darf geäußert werden, aber auf eine sachliche Art und Weise. Der Stimmung im Stadion hat es sicher nicht zugetragen. Wir haben zwei gute Mannschaften gesehen, die für den Sieg gekämpft haben. Es kam oft zu einer Patt-Situation, in der Summe war es ein ausgeglichenes Spiel. Wir waren die Mannschaft mit den klareren Chancen. Es wird uns sicher nicht umwerfen."

Alfred Schreuder (Trainer TSG Hoffenheim): "Ein komischer Tag heute. Das geht einfach nicht, was mit den Plakaten gegen Dietmar Hopp passiert. Das geht einfach nicht in Deutschland. Großes Kompliment an Max Eberl, wie er das geregelt hat, auch ein großes Kompliment an das Publikum. Herr Hopp hat unglaublich viel Bedeutung für Hoffenheim, deswegen sind wir alle hier. Das verdient kein Mensch. Ich habe gesagt, wenn die Plakate nicht weggehen, dann gehen wir einfach heim. Großes Kompliment an den Verein. Wir haben verdient einen Punkt geholt, spielerisch war es sehr gut gegen eine Top-Mannschaft. Was heute passiert ist, das können wir nicht akzeptieren."

Werder Bremen - Borussia Dortmund 0:2 

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Wir haben verloren, aber ich habe auch festgestellt, dass wir alles auf den Platz gebracht haben. Was uns immer noch fehlt, ist die offensive Durchschlagskraft. Aber bei uns wird niemand resignieren, klar ist aber, dass wir gegen Frankfurt und Berlin vor zwei entscheidenden Spielen stehen."

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Besonders in der ersten Halbzeit war unser Gegner sehr clever, wir haben aber nicht die Nerven verloren. Danach waren wir besser und stärker. Nach dem zweiten Tor hat sich für uns die Situation dann entspannt."

Hertha BSC - 1. FC Köln 0:5 

Alexander Nouri (Interimstrainer Hertha BSC): "Wir wollten auch ein Signal senden - das ist uns nicht gelungen. Völlig unerwartet. Wir hatten eine sehr gute Trainingswoche und wir haben heute alle Tugenden vermissen lassen, die wir letzte Woche auf den Platz gebracht haben. Laufbereitschaft, Umschaltverhalten: All die elementaren Dinge. Da musst du dich nicht wundern, wenn du in drei Kontersituationen läufst. Wir müssen uns bei den Zuschauern entschuldigen. Trotzdem gilt es jetzt, das Spiel zu analysieren und auch kritisch miteinander umzugehen."

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln): "Ich glaube, meine Mannschaft hat heute viele Dinge richtig gemacht. Wer das in Köln mitbekommt, weiß, dass in der Stadt einiges in Bewegung ist, was den Karneval angeht. Ich habe der Mannschaft zwar einige taktische Dinge mit auf den Weg gegeben, aber auch versucht, dass wir für unsere Bürger, unsere Fans spielen. Es freut mich, dass die ganze Mannschaft so gut funktioniert hat. Es war ein mannschaftlich tolles Signal, und wir freuen uns, dass wir die Punkte gemacht haben."

SC Freiburg - Fortuna Düsseldorf 0:2

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "In der ersten Halbzeit hatten wir zu wenig Körperlichkeit und zu wenig Durchsetzungsvermögen. Wir sind da nicht auf der Höhe. Die zweite Halbzeit war besser. Aber ich predige seit Wochen mehr Körperlichkeit. Am Ende ist man verdienter Verlierer."

Uwe Rösler (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Natürlich sind wir sehr, sehr glücklich darüber, dass wir uns endlich mal belohnt haben. Wir haben es von Anfang relativ gut gemacht und waren bestimmend am Ball. Das zweite Tor hat natürlich geholfen."

FC Bayern München - SC Paderborn 3:2

Hans-Dieter Flick (Trainer FC Bayern München) bei "DAZN"... ... zum Spiel: "Paderborn hat uns bis zur letzten Minute gefordert und deshalb bin ich froh, dass wir es zu drei Punkten geschafft haben. Es war kein einfaches Spiel und was man sagen muss: die Paderborner spielen sehr guten Fußball. Man muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, dass wir nach dem Ausgleich alles probiert haben, um das Spiel zu gewinnen. Und das haben wir auch geschafft. Da bin ich dann auch mit dem Ergebnis zufrieden."

... über die letzten Begegnungen (vor dem Spiel): "Wenn man die erste Hälfte über enorm dominiert, dann besitzt man dann in der zweiten Halbzeit nicht mehr ganz so den Biss. Wir haben hervorragenden Fußball gespielt und natürlich müssen wir sehen, dass wir auch im jeweils zweiten Durchgang konzentrierteren Fußball spielen. Das hat uns in den letzten Begegnungen gefehlt und das sind Elemente, die wir im Fußball benötigen. Klar ist es als Trainerteam schwierig, die richtigen Spieler für die Partie auszuwählen, denjenigen, die richtige Form besitzt und der uns in den Momenten weiterbringt. Aber es ist auch Teil des Trainerjobs und damit kommen wir derzeit gut zurecht."

... über Álvaro Odriozola (vor dem Spiel): "Es ist klar, dass man sich als neuer Spieler in einer neuen Mannschaft auch erst einmal zurechtfinden muss. Er hat es bisher im Training sehr gut gemacht, hört gut zu und setzt die Dinge um, die man ihm mit auf den Weg gibt."

Manuel Neuer (Torhüter FC Bayern München) ... ... zum Spiel und seinem Fehler zum zwischenzeitlichen Ausgleich: "Die Erleichterung ist groß, weil es unser Ziel war, die drei Punkte einzufahren. Es war wichtig, dass wir als Mannschaft weiterhin alles geben und daran glauben, dass Spiel für uns zu entscheiden. Wir haben es als Team geschafft und das war sehr gut. Man hat gemerkt, dass wir personell umstellen mussten und es war klar, dass wir unser Spiel nicht genau so umsetzen konnten, wie in den vergangenen Wochen. Beim Ausgleich hatte ich Respekt, den Gegenspieler umzuhauen, weil es sonst einen Platzverweis für mich gegeben hätte. Von 100 Versuchen, hat es die letzten 99 Male geklappt. Das gehört zu meinem Spiel dazu und so etwas passiert nun einmal."

Steffen Baumgart (SC Paderborn) ... ... zum Spiel: "Ich bin mit meinen Jungs zufrieden. Wir wissen, dass wir immer unsere Leistungen abrufen müssen. Das haben wir gemacht und die Bayern haben am Ende knapp gewonnen. Meine Jungs haben wirklich alles gegeben und wenn wir die 90 Minuten betrachten, wurde der Druck der Bayern immer größer. Am Ende hat es für uns leider nicht gereicht und bei den Gegentoren haben wir nicht so gut ausgesehen. Meine Mannschaft macht einen guten Job, arbeitet an dem, was wir mitgeben möchten und da kann man sich als Trainer nicht mehr wünschen."

... über das Spiel (vor dem Spiel): "Dass wir hier in der Allianz Arena mit unserer Mannschaft gegen Bayern München in der Liga antreten dürfen, darauf sind wir stolz. Wir verlieren die Spiele nicht, weil wir nur Pech haben, sondern weil wir in den ein oder anderen Situationen den entscheidenden Fehler mehr machen, als unser Gegner. Wir wollen unseren Fußball spielen und das auch immer umsetzen."

Leopold Zingerle (Torhüter SC Paderborn) ... ... zum Spiel: "Mit der Leistung der Mannschaft können wir sehr zufrieden sein. Das spiegelt aber auch unsere aktuelle Saison wieder, da wir sehr gut spielen, aber am Ende ohne Punkte dastehen. Wir waren nah dran, in München zu punkten und so war es am Ende ziemlich unglücklich für uns."

Dennis Srbeny (Torschütze SC Paderborn) ... ... zum Spiel: "Wir haben alles reingeworfen, um zu zeigen, dass wir die Klasse halten wollen. Leider stehen wir wieder ohne Punkte da und das ist natürlich frustrierend. Ich bin stolz auf die Mannschaft und mit etwas mehr Glück hätten wir auch gewinnen können. Aber am Ende zählen nur die Punkte. Jetzt müssen wir zusehen, dass wir nächste Woche punkten. Aus dem Spiel können wir sehr viel mitnehmen, denn wir haben hart gekämpft."

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