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Nach Niederlage im Hinspiel

HSV will Revanche für Derby-Schmach gegen St. Pauli

21.02.2020 14:08
Der HSV will sich gegen St. Pauli für das verlorene Hinspiel revanchieren
© Philipp Szyza via www.imago-images.de
Der HSV will sich gegen St. Pauli für das verlorene Hinspiel revanchieren

Der HSV kämpft um den Aufstieg, der FC St. Pauli fürchtet den Sturz in die 3. Liga - das Stadtderby bietet sportliche Brisanz. Aber auch die Themen Sicherheit und Pyro stehen erneut im Blickpunkt.

Charly Dörfel ist der ganze Rummel rund um das Stadtderby gegen den FC St. Pauli viel zu viel. Er werde das Spiel lieber im "Puschenkino" verfolgen, also gemütlich zu Hause auf dem Sofa mit seiner Frau Lidia, sagte die Klublegende auf der Homepage der Hanseaten, da werde er "gut umsorgt".

Im Gegensatz zu Dörfel wird es 57.000 Zuschauer am Samstag (13:00 Uhr) ins Volksparkstadion ziehen, natürlich ist das Aufeinandertreffen der ewigen Rivalen aus Hamburg schon lange ausverkauft.

Und damit es friedlich bleibt, will die Polizei die rivalisierenden Fanlager mit einem Großaufgebot auseinander halten, Alkohol ist im Stadion, das seit Tagen auch nachts bewacht wurde, verboten. So ein Derby ist "für uns kein unbekanntes Szenario", sagte Polizeisprecher Timo Zill.

Im Gedächtnis vom letzten Derby blieben vor allem die Bilder von Pyro-Störern, die beiden Klubs saftige Geldstrafen einbrachten. Mit einer zündelfreien Zone im Volkspark ist auch an diesem Samstag nicht zu rechnen.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Derby gänzlich ohne alles auskommen wird", sagte St. Paulis Präsident Oke Göttlich bei "NDR 90,3": "Dafür ist es zu emotional, das gehört dann auch zum Fußball dazu. Sollte es zu Strafen kommen, ja, dann müssen wir sie wahrscheinlich tragen, so ungern wir das tun."

Zuletzt war der HSV beim Thema Pyro auf seine Fans zugegangen und hatte mit dem legalen Abbrennen von Feuertöpfen vor der Partie gegen den Karlsruher SC für eine Premiere im deutschen Profifußball gesorgt. Für alle illegalen Aktionen im Fanblock gelte aber weiter eine Null-Toleranz-Politik, betonte Vorstandsboss Bernd Hoffmann, der mit der sportlichen Situation zufrieden sein kann.

HSV will Revanche für Hinspiel-Niederlage

Im Dreikampf mit Arminia Bielefeld und dem VfB Stuttgart zeigte sich der Tabellenzweite zuletzt erfolgshungrig und zielstrebig. "Ein Derbysieg kann uns einen Kick für die nächsten Wochen geben", sagte Trainer Dieter Hecking.

"Wir wollen die besondere Stimmung aufsaugen, aber das Spiel, genauso wie jedes andere in den kommenden Wochen auch, gewinnen." Die Schmach aus dem Hinspiel (0:2) ist dabei noch einmal eine besondere Motivation. "Das wollen wir nicht noch einmal erleben", sagte Hecking.

Die Kiezkicker haben im Gegensatz zum Rivalen einen negativen Druck, sie müssen aufpassen, nicht schon am 23. Spieltag auf einen Abstiegsplatz abzurutschen. Der bislang glücklose Coach Jos Luhukay tüftelt an einem "guten Plan, um etwas Zählbares mitzunehmen. Das ist uns gegen die Topmannschaften bislang gut gelungen."

Der Niederländer brennt auf ein "geiles" 103. Stadtderby und hat wie wohl alle Beteiligten einen Wunsch: "Ich hoffe, dass man danach nur über den Fußball spricht."

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