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Saisonziel Olympia: Für Storl "zählt jeder Tag"

21.02.2020 07:20
David Storl will nach dem enttäuschenden letzten Jahr zu Olympia nach Tokio
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David Storl will nach dem enttäuschenden letzten Jahr zu Olympia nach Tokio

Kugelstoß-Ass David Storl ist nach seinem Frust-Jahr 2019 neu motiviert in die Olympia-Saison gestartet. Der zweimalige Weltmeister hatte Ende November wieder mit dem Training und im Dezember wieder mit dem Kugelstoßen angefangen.

"Ich muss mir jetzt nicht mehr den Kopf zerbrechen, dass es irgendwo schmerzt", sagte Storl der "Deutschen Presse-Agentur". Am Wochenende will der 29-Jährige vom SC DHfK Leipzig bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig seinen achten Titel holen.

Der Sachse hatte sich Ende April 2019 am Rücken verletzt und die WM-Saison Ende August abgebrochen. Für Storl und seinen Trainer Wilko Schaa sind die Olympischen Spiele in Tokio in diesem Jahr das große Ziel. Die DLV-Norm (21,10 Meter) will er schon am 21./22. März beim Winterwurf-Europacup in Portugal abhaken.

"Mit Olympia beschäftige ich mich wirklich noch nicht, Tokio ist noch kein Thema!", meinte der jüngste Kugelstoß-Weltmeister der Leichtathletik-Historie. "Der Weg ist noch so lang, und ich will den dritten Schritt nicht vor dem ersten machen. Für mich zählt jeder Tag."

Ein Umstieg auf die Drehstoßtechnik ist für den gelernten Angleiter kein Thema - die Zeit für das Erlernen der komplizierten Abläufe wäre viel zu kurz. "Und was mich ein bisschen nervt: Man tut so, als sei das Problem erst jetzt aufgekommen. Dreht jetzt die ganze Welt?", fragte Storl und gab zu bedenken: "Mal eben auf Drehstoß umzustellen, das geht nie! Da habe ich einfach kein Zeitfenster mehr."

Drehstoßer beherrschen die Szene schon seit Jahren, im WM-Finale von 2019 standen nur zwei Angleiter. "Den Trend haben wir in Deutschland definitiv verschlafen - auch in der Trainer- und Jugendausbildung", sagte Schaa. "Da sind uns die anderen Nationen 30 Jahre voraus." Er sei "erstaunt, dass jetzt viele feststellen, dass der Drehstoß die Welt dominiert. Das ist schon seit 1995 so", betonte der 37-Jährige.

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