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Toyota plant keine Stallorder zugunsten von Ogier

18.02.2020 17:18
Sébastien Ogier muss sich bei Toyota dem Wettbewerb stellen
© Micke Fransson/TT via www.imago-images.de
Sébastien Ogier muss sich bei Toyota dem Wettbewerb stellen

Die Rallye Schweden am vergangenen Wochenende war für Elfyn Evans erst der zweite Einsatz als Toyota-Werksfahrer in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC).

Bei der von ungewöhnlich hohen Temperaturen und demzufolge wenig Schnee geprägten "Winterrallye" fuhr der 31-jährige Waliser souverän zum Sieg. Auf Distanz hielt er dabei allen voran Vorjahresweltmeister Ott Tänak, der im Winter von Toyota zu Hyundai gewechselt hat.

Mehr noch: Weil Evans schon beim WRC-Auftakt 2020, der Rallye Monte Carlo, als Dritter auf dem Podest gestanden hatte, ist er nach zwei von 13 Saisonstationen der Tabellenführer.

Evans ist es, der teamintern bei Toyota aktuell die meisten Punkte auf dem Konto hat. Und Evans' Teamkollegen heißen immerhin Sebastien Ogier und Kalle Rovanperä.

Rovanperä, für den die Rallye Schweden überhaupt erst der zweite Einsatz in einem reinrassigen WRC-Boliden war, fuhr als Dritter ebenfalls auf das Podest. Damit ließ auch der 19-jährige Shootingstar den sechsmaligen Weltmeister Ogier (4.) hinter sich.

Immerhin: In der aktuellen WRC-Gesamtwertung ist Ogier noch Dritter hinter Evans und Thierry Neuville (Hyundai). Auf die Hackordnung im Toyota-Team aber haben die starken Leistungen von Evans und Rovanperä schon jetzt Auswirkungen.

Der Schweden-Sieger hat die Zusage, dass er in dieser Saison Weltmeister werden darf. Von einer möglichen Stallregie zugunsten Ogiers spricht man im Team keineswegs.

"Wir sind alle sehr stolz", bekennt Toyota-Teamchef Tommi Mäkinen. "Wir haben in Person von Elfyn und Scott (Beifahrer Scott Martin) eine neue Crew, die das Potenzial hat, den Titel zu gewinnen. Und dahinter lauern Kalle und Jonne (Rovanperäs Beifahrer Jonne Halttunen; Anm. d. Red.)."

"Beiden [Crews] geben wir maximale Unterstützung. Es gibt viele gute Ideen, wie wir ihnen unter die Arme greifen und sie sogar noch besser machen können", so Mäkinen.

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