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Rückendeckung für Lucien Favre

Weidenfeller kritisiert BVB: "Zu inkonstant"

18.02.2020 17:24
Roman Weidenfeller kritisiert den BVB
© Revierfoto via www.imago-images.de
Roman Weidenfeller kritisiert den BVB

Torhüter-Ikone Roman Weidenfeller sieht die Leistungen von Borussia Dortmund in dieser Saison kritisch.

Bislang zeige sich der BVB "leider zu inkonstant", sagte Weidenfeller im "Express". "Es muss auf dem Platz mehr gesprochen werden."

Insbesondere die anfällige Hintermannschaft der Borussia nahm der Weltmeister von 2014 ins Visier. "Das Defensivverhalten beginnt bekanntlich nicht nur in der Abwehr. Die Räume müssen mehr geschlossen und die Gegner angelaufen werden, damit die Bälle gar nicht in die gefährlichen Zonen gespielt werden können."

Den umstrittenen Chefcoach Lucien Favre treffe allerdings keine Schuld an der Misere, so Weidenfeller. "Kein Trainer kann etwas ausrichten, wenn auf dem Platz individuelle Fehler begangen werden."

Weidenfeller sagte weiter: "Ich weiß aus meinen Gesprächen mit den Verantwortlichen, dass man alles versucht. Die Mannschaft muss es letztlich alleine auf dem Platz umsetzen und muss zeigen, dass sie bereit ist Großes zu leisten."

Roman Weidenfeller glaubt an BVB-Erfolg gegen PSG

Der Ex-Keeper glaubt dennoch an einen Erfolg des BVB in der Champions League gegen Paris Saint-Germain.

"Ich bin positiv gestimmt. Der Mannschaft liegt es, wenn sie eine spielstarke Mannschaft als Gegner hat. Ich glaube, dass es ein sehr offenes Spiel wird", sagte Weidenfeller .

Der BVB müsse im Heimspiel am Dienstag "vorlegen, weil es in Paris unheimlich schwer wird", forderte der 39-Jährige. "Man hat gegen Frankfurt wieder gezeigt, dass man sehr viele Tore erzielen und tollen Fußball spielen kann. Jetzt muss der nächste Schritt folgen."

Vom FC Schalke 04 zum FC Bayern: Weidenfeller analysiert Nübel-Wechsel

Weidenfeller äußerte sich auch zum viel diskutierten Wechsel von Alexander Nübel vom FC Schalke 04 zum FC Bayern München im Sommer: "Das war für mich auch eine überraschende Entscheidung. Wir wissen alle, dass Manuel jedes einzelne Spiel spielen möchte."

Er selbst habe allerdings 2002 selbst den Schritt vom 1. FC Kaiserslautern gewagt, "obwohl dort Jens Lehmann im Tor stand", erinnerte sich Weidenfeller. "Das konnte auch nicht jeder verstehen. Aber zurückblickend war es der richtige Schritt."

Der 355-fache Bundesligatorwart glaubt nicht, dass Nübel kurzfristig eine Chance im Konkurrenzkampf mit Neuer hat. "Die Frage ist: Was hat Manuel vor? Man hört, dass er den Vertrag verlängern möchte. Wenn er seine Leistung weiter so konstant zeigt, glaube ich nicht, dass sich da an der Konstellation etwas ändert."

Er sei "kein Freund von Rotation im Tor", erklärte Weidenfeller mit Blick auf ein mögliches Job-Sharing zwischen den Pfosten des FC Bayern. "Ich weiß aus eigenen Erfahrungen, wie schwer es ist, wenn man nur für einzelne Spiele ins Tor darf. Man muss sofort performen, hat aber keine Spielpraxis. Man braucht das Gefühl, auf dem Platz zu stehen und mit der Abwehr zusammenzuarbeiten. Da zählen Hundertstel von Sekunden und Zentimeter."

tkn

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