Anzeige

Tuchel will bei BVB-Rückkehr nicht im "Mittelpunkt" stehen

16.02.2020 12:25
Thomas Tuchel kehrt am Dienstag in sein altes Wohnzimmer zurück
© imago sportfotodienst
Thomas Tuchel kehrt am Dienstag in sein altes Wohnzimmer zurück

Für Thomas Tuchel ist das Champions-League-Duell mit seinem Ex-Klub Borussia Dortmund kein Anlass zum Begleichen alter Rechnungen.

"Dieses Spiel ist keine Bühne, um irgendetwas aufzuarbeiten. Die Dinge sind aufgearbeitet und verarbeitet für mich", sagte der Trainer von Paris St. Germain vor dem Achtelfinal-Hinspiel beim BVB am Dienstag (21:00 Uhr).

Er habe entschieden, sagte Tuchel, sich nicht "in den Mittelpunkt der ganzen Geschichte zu stellen", sondern seine Mannschaft anständig vorzubereiten: "Natürlich ist der BVB ein außergewöhnlicher Fußballklub. Aber jetzt spielen wir mit PSG gegen ihn, und wir nehmen das total sportlich."

Unstimmigkeiten über den Umgang mit dem Anschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus hatten 2017 zum offenen Zerwürfnis zwischen Tuchel und der Vereinsführung um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke geführt. Nach dem DFB-Pokal-Sieg musste Tuchel gehen.

Tuchel hat keine Angst vor der Stimmung beim BVB

Unterdessen hat der frühere BVB-Coach keine Angst vor der besonderen Stimmung im Stadion. "Wir haben schon auch ein paar Jungs, die die Stadien dieser Welt gewohnt sind und denen ich zutraue, auch auf dieser Bühne ihr bestes Tennis zu zeigen.", sagte der 46-Jährige in einem Interview der "Welt am Sonntag".

"Ich weiß sehr gut, welche Energie da auf uns zukommt", sagte Tuchel zur Atmosphäre im Signal Iduna Park, "aber deshalb laufe ich auf keinen Fall die ganze Zeit mit erhobenem Zeigefinger durch die Kabine".

BVB für Tuchel ein "superschwerer Gegner"

Für den Pariser Klub war in den vergangenen drei Jahren in der Königsklasse stets schon im Achtelfinale Endstation - das soll sich nun ausgerechnet gegen Dortmund ändern. PSG wolle alles dafür geben, diesmal erfolgreich zu sein.

"Und das wird superschwer werden, denn: Wir haben einen schweren Gegner", betonte Tuchel, für den aber auch Scheitern mit dazu gehört. "Ich habe schon meiner Oma - sie regt sich immer fürchterlich auf vor den Spielen - immer gesagt: 'Es ist am Ende nur Sport. Wir operieren keine Kinder, wir retten keine Leben'."

Paris Saint-Germain ist in den vergangenen 23 Pflichtspielen unbesiegt geblieben. Die letzte Niederlage kassierte der Tuchel-Klub am 1. November 2019 in der Ligue 1. Die Generalprobe in Amiens (4:4) am Samstagabend ging allerdings gehörig daneben: PSG gelang nach 0:3-Rückstand zwar zwischenzeitlich die Führung, musste sich letztlich jedoch mit nur einem Punkt begnügen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Champions League Champions League
Anzeige
Anzeige