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Nach Sprint bei der Biathlon-Weltmeisterschaft

Peiffer über Loginov-Sieg: "Schon ein Geschmäckle dabei"

15.02.2020 18:37
Arnd Peiffer war im Sprint bester Deutscher
© via www.imago-images.de
Arnd Peiffer war im Sprint bester Deutscher

Der Sprint-Triumph des früheren russischen Dopingsünders Alexandr Loginov bei der Biathlon-WM in Antholz hat bei Olympiasieger Arnd Peiffer für gemischte Gefühle gesorgt.

Es schwinge "natürlich ein gewisser Verdacht mit, weil der Kollege Loginov schon einmal wegen Epo-Missbrauchs gesperrt war. Und jetzt ist er wieder auf einem Niveau wie zu den Zeiten, als er diesen Epo-Missbrauch durchgeführt hat. Da ist natürlich schon immer ein bisschen ein Geschmäckle dabei", sagte Peiffer, der am Samstag über 10 km den siebten Platz belegt hatte.

"Andererseits", fügte der 32-Jährige aus Clausthal-Zellerfeld aber an, "ist die Regel nun mal so: Wer des Dopings überführt wird, wird für zwei Jahre gesperrt und kann zurückkehren." Deswegen müsse "man die Unschuldsvermutung walten lassen", sagte Peiffer weiter: "Das fällt nicht immer leicht, aber ich versuche mich daran zu halten und hoffe, dass der Kollege sauber ist."

Loginov war 2014 als Blutdoper mit Epo aufgeflogen und für zwei Jahre gesperrt worden. Seither wird der 28-Jährige in der Biathlon-Szene kritisch beäugt. Nach Loginovs Sieg im Januar 2019 in Oberhof sprach Frankreichs fünfmaliger Olympiasieger Martin Fourcade, Vorkämpfer gegen Dopingmissbrauch, von "einer Schande" und verwehrte ihm den Handschlag.

Am Samstag hielt sich Fourcade, der als Dritter neben Loginov auf dem Podium stand, hingegen zurück. "Wenn es um Doping geht, erwarten immer alle von mir, dass ich meine Stimme erhebe. Alle wissen, wie wichtig dieses Thema für mich ist und wie sehr es mich schmerzt", sagte der elfmalige Weltmeister, der nicht weiter auf Loginov eingehen wollte: "Wir haben eine wundervolle WM hier in Antholz, und wir sollten uns auf die sportlichen Themen konzentrieren."

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