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Heftige WM-Pleite für Loch: "Es wird sehr zäh"

14.02.2020 15:14
Musste bei der WM in Sochi die nächste Niederlage einstecken: Rodler Felix Loch
© Rolf Kosecki via www.imago-images.de
Musste bei der WM in Sochi die nächste Niederlage einstecken: Rodler Felix Loch

Die Rodel-WM in Sochi galt als Herausforderung für das deutsche Team - der Auftakt wurde nun vor allem für Felix Loch zur herben Enttäuschung. Vor dem wichtigeren Rennen am Sonntag wirkt er ratlos.

Felix Loch rutschte schwer geschlagen durch den Zielbereich in Sochi, noch auf dem Schlitten sitzend winkte er ab. Und es schien, als sei ihm die Lust auf diese Weltmeisterschaften schon nach dem Auftakt vergangen. Nur Platz 13 im Sprintwettbewerb, die nächste heftige Pleite für den einst schier Unschlagbaren. Loch wirkte ratlos.

"Ich bin gar nicht so schlecht gefahren, aber es läuft halt nicht", sagte der 30-Jährige merklich angefressen und fügte mit Blick auf das deutlich wichtigere Rennen am Sonntag (11:15 Uhr MEZ) an: "Wir müssen schauen, was wir am Schlitten noch für Optionen haben. Aber es wird schwierig. Es wird sehr zäh."

Die Hoffnung auf eine plötzliche Leistungsexplosion ist gering, denn Lochs Abschneiden passt in diese Saison, in der er noch keinen einzigen Sieg geholt hat. Im nicht-olympischen Sprint wollte er sich Schwung holen für den große Auftritt am Wochenende, stattdessen geriet er gleich ins Schlingern: Ein Fahrfehler und Probleme mit dem Material nahmen ihm jede Chance auf der verkürzten Strecke. Die Entscheidung im Sprint fällt in nur einem Lauf, die Zeitmessung beginnt mit fliegendem Start etwa 100 Meter nach der Startrampe.

Die Männer sorgten für die größte Enttäuschung aus deutscher Sicht, Chancen gegen die Lokalmatadoren aus Russland hatten aber auch die übrigen Starter nicht. Bei den Männern gewann der Gesamtweltcupführende Roman Repilov vor Olympiasieger David Gleirscher aus Österreich und dem Italiener Dominik Fischnaller.

Auch bei den Frauen "überwiegt die Enttäuschung"

Die deutschen Frauen um Julia Taubitz verpassten ebenfalls das Podest, die Hoffnungsträgerin fuhr aber auf einen respektablen vierten Rang. Vor der 23-Jährigen holten Ekaterina Katnikova und Tatjana Ivanova einen russischen Doppelerfolg, die Lettin Eliza Cauce wurde Dritte.

"Der vierte Platz ist der erste Verlierer, da überwiegt die Enttäuschung. Aber insgesamt komme ich mit der Bahn langsam besser zurecht", sagte Taubitz und kündigte für das Frauen-Rennen am Samstag "mehr Risiko" beim Setup an. Für die einzige deutsche Medaille im Sprint sorgten die Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt mit Bronze.

Diese Ergebnisse bieten wohl einen Vorgeschmack darauf, wie schwierig es in Sochi wird. Die russischen Athleten sind in dieser Saison ohnehin stark, auf ihrer Heimbahn sind sie in allen Disziplinen schwer zu schlagen.

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