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Sprint bei der Biathlon-WM in Antholz

"Wie in einem Horrorfilm": Herrmann verpasst WM-Medaille

14.02.2020 16:05
Denise Herrmann zeigte eine starke Laufleistung in Antholz
© Christian Einecke via www.imago-images.de
Denise Herrmann zeigte eine starke Laufleistung in Antholz

Denise Herrmann hat bei der Biathlon-WM in Antholz im Sprint über 7,5 km trotz einer famosen Laufleistung Bronze knapp verpasst.

Gebannt blickte Denise Herrmann zur großen Leinwand im Zielbereich der Südtirol Arena und zitterte um Bronze. "Da weiß man gar nicht, ob man es sehen will oder nicht, das ist wie in einem Horrorfilm", sagte sie - und ein Ende mit Schrecken hatte der Sprint bei der Biathlon-WM dann auch parat.

Mit hohen Startnummern schoben sich zwei Außenseiterinnen in der Windlotterie von Antholz noch vor Herrmann, am Ende stand ein ernüchternder fünfter Platz zu Buche.

"Bei der WM ist es natürlich besonders bitter, wenn man so knapp an Medaillen vorbeischrammt", sagte die 31-Jährige, die schon mit der Mixed-Staffel am Vortag den undankbaren vierten Platz belegt hatte. Bei schwierigen Windbedingungen kosteten Herrmann erneut Schwächen am Schießstand Edelmetall. "Drei Fehler waren definitiv zu viel", sagte sie.


Mehr dazu: Das ist der Stand im Biathlon-Weltcup


Weltmeisterin wurde Marte Olsbu Röiseland. Die Norwegerin triumphierte nach einem Schießfehler in 21:13,1 Minuten vor den überraschend starken Susan Dunklee (USA/0 Schießfehler/6,8 Sekunden zurück) und der Tschechin Lucie Charvatova (1/21,3). Röiseland hatte mit Norwegen bereits die Mixed-Staffel gewonnen, das deutsche Team zum Auftakt den enttäuschenden vierten Platz belegt - weil Herrmann im Schießen gepatzt hatte.

Herrmann sicherte sich durch ihre Platzierung im Sprint aber eine tolle Ausgangsposition für den Verfolger am Sonntag (13:00 Uhr) über 10 km. Vor einem Jahr in Östersund hatte die Oberwiesenthalerin in dieser Disziplin den Titel geholt. "Da greife ich wieder an", sagte Herrmann entschlossen.

Die favorisierte Tiril Eckhoff (Norwegen) erwischte im Sprint mit sechs Fehlern einen rabenschwarzen Tag und qualifizierte sich als 59. gerade noch für den Verfolger. Ihre Konkurrentin Dorothea Wierer (Italien) als Siebte sprach von "brutalen Verhältnissen. Das war auch Glückssache."

Doll hofft "auf eine Schwäche" von Bö

Franziska Preuß aus Haag (2/40,8) belegte einen guten achten Platz. "Es freut mich, dass ich mich läuferisch wieder gut fühle, das ist eine gute Ausgangsposition", sagte die 25-Jährige. Vanessa Hinz (Schliersee/2/49,5) wurde 14., Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld/1/1:11,2 Minuten) kam auf Rang 23, Janina Hettich (Schönwald/5/2:23,4) musste sich bei ihrer WM-Premiere mit Rang 65 begnügen.

Am Samstag (14:45 Uhr) soll es im Sprint der Männer über 10 km endlich mit der ersten deutschen Medaille klappen. Benedikt Doll fordert dabei Norwegens Überflieger Johannes Thingnes Bö heraus. Er hoffe "auf eine Schwäche" des Norwegers, so der 29-Jährige, "wenn der ein perfektes Rennen macht, ist er eigentlich fast nicht besiegbar."

Aber natürlich, so Doll, habe er nach drei Podiumsplätzen in diesem Winter inklusive eines Sieges "das Ziel, die Medaillenränge anzugreifen, das wird aber nicht einfach."

Neben Doll hat auch Johannes Kühn in diesem Winter im Sprint mit Platz drei auf sich aufmerksam gemacht. Routinier Arnd Peiffer konnte über die 10 km bislang noch nicht überzeugen.

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