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Deutsche Biathlon-Underdogs feiern WM-Debüt

14.02.2020 08:06
Hat bereits WM-Luft geschnuppert, als Ersatzfrau 2019: Karolin Horchler
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Hat bereits WM-Luft geschnuppert, als Ersatzfrau 2019: Karolin Horchler

Dank des Titel-Coups von Denise Herrmann im Vorjahr in der Verfolgung dürfen Janina Hettich und Karolin Horchler bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Antholz heute im Sprint (14:45 Uhr) laufen.

Herrmann hatte sich durch ihren Verfolgungssieg bei der letzten WM in Östersund ein persönliches Startrecht erkämpft, so dass das deutsche Team fünf Starterinnen in Italien aufbieten darf.

Die interne WM-Norm haben Hettich und Horchler nicht geknackt, in der Südtirol-Arena sind sie trotzdem dabei. Die eine ist die Nummer 57, die andere die Nummer 54 in der Weltcup-Gesamtwertung.

"Es fühlt sich cool an, und ich kann es noch gar nicht so richtig realisieren, dass meine erste WM bevorsteht", sagte Hettich. "Die Leistungsentwicklung ging in dieser Saison ganz gut nach oben. Aber die Nominierung kam doch etwas überraschend, daran hätte ich im Herbst sicher noch nicht gedacht." Für die WM hat die junge Frau aus Schönwald im Schwarzwald "ein Motivationskörbchen mit ein paar Glücksbringern" erhalten.

Bereits WM-Luft geschnuppert hat Horchler: "Letztes Jahr war ich bei der WM nur Ersatzfrau, darum freue ich mich, dass ich dieses Jahr zum Einsatz komme", sagt die für Clausthal-Zellerfeld startende Skijägerin. "Wenn alles passt und ich null schieße, kann es für die Top 15 reichen. Ich bin mit der Höhe in Antholz immer gut klargekommen."

Deutsche Chancen: Denise Herrmann schaffte es in Oberhof als Zweite auf das Podium - als einzige Deutsche in der Saison. Sie kann auf jeden Fall die Medaillen angreifen, muss dafür aber gut am Schießstand durchkommen, läuferisch ist sie Weltspitze. In der Mixed-Staffel (4.) zum Auftakt war ihr das Schießen nicht richtig gelungen, sie musste einmal in die Strafrunde.

Franziska Preuß könnte es bei verbesserter Laufleistung in die Top Ten schaffen - auch ein Angriff nach ganz vorne wäre nicht völlig überraschend. Für Vanessa Hinz sowie die WM-Debütantinnen Karolin Horchler und Janina Hettich geht es eher darum, sich mit ansprechenden Ergebnissen eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung zu erarbeiten. Dies will auch Herrmann, Titelverteidigerin im Jagdrennen, schaffen.

Internationale Favoriten: Bisher gab es in den fünf Saison-Sprints drei Siegerinnen: Tiril Eckhoff aus Norwegen und Lokalmatadorin Dorothea Wierer gewann je zweimal, einmal Eckhoffs Teamkollegin Marte Olsbu Röiseland. Auch der Schwedin Hanna Öberg und Paulina Fialkova aus der Slowakei ist einiges zuzutrauen - Überraschungen inklusive.

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