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Nach "überragender" Gruppenphase: THW im CL-Viertelfinale

13.02.2020 14:17
Der THW Kiel hat sich für das Viertelfinale der Champions League qualifziert
© BEAUTIFUL SPORTS/M.Schulz via www.imago-images.de
Der THW Kiel hat sich für das Viertelfinale der Champions League qualifziert

Bundesliga-Tabellenführer THW Kiel bleibt auch international auf Erfolgskurs. Durch den vorzeitigen Gruppensieg in der Champions League kann sich der deutsche Rekordmeister schon auf das Viertelfinale freuen.

Durch den direkten Sprung ins Viertelfinale haben sich die hochbelasteten Handballprofis des THW Kiel einen zusätzlichen Kurzurlaub verdient. "Das ist ein enormer Gewinn für uns alle", sagte Kreisläufer Hendrik Pekeler, und sein Teamkollege Steffen Weinhold ergänzte: "Das ist super, dass wir uns die beiden Achtelfinalspiele schenken können."

Nach dem 29:28 (15:15)-Zittersieg gegen Verfolger MKB Veszprem KC steht der Bundesliga-Tabellenführer schon nach 12 von 14 Vorrunden-Spieltagen als Gruppensieger fest. Und darf damit als erster deutscher Klub seit der Modusänderung vor fünf Jahren die Runde der letzten 16 überspringen. Hinzu kommt im Viertelfinale das Heimrecht im entscheidenden Rückspiel.

Mit dieser kurzen Verschnaufpause hätte THW-Torhüter Niklas Landin nie gerechnet. "Die Teilnahme am Final Four in Köln war immer unser erstes Ziel. Aber eine derart überragende Gruppenphase hatte ich von uns nicht erwartet", sagte der Däne: "Wir haben uns diesen ersten Platz wirklich verdient."

Der Keeper des deutschen Rekordmeisters hatte daran entscheidenden Anteil. In der Schlusssekunden parierte Landin einen Wurf des ehemaligen Bundesligaprofis Vuko Borozan und hielt damit den Sieg fest. Bei einem Remis hätte Veszprem, ungarischer Rekordmeister, die Zebras an den letzten beiden Spieltagen theoretisch noch abfangen können.

Dass dies nun rechnerisch ausgeschlossen ist, löste auch bei THW-Trainer Filip Jicha große Erleichterung aus. "Ich bin sehr glücklich und extrem stolz auf meine Mannschaft, sie stand auch extrem zusammen. Schließlich hatten wir gegen eines der besten Teams der Welt zu spielen", sagte der Tscheche.

Nun gilt es an der Förde, die Spannung auch im Bundesliga-Alltagsgeschäft hochzuhalten. Am Sonntag (16:00 Uhr) gastiert der TBV Stuttgart in der Halle an der Ostsee. Kein Weltklasseteam, sondern ein Abstiegskandidat.

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