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2019 "war es von meiner Seite nicht gut"

Vettel verrät: "Das war natürlich ein bitterer Rückschlag"

12.02.2020 12:18
Sebastian Vettel verspricht sich vom neuen Ferrari deutlich mehr
© HOCH ZWEI via www.imago-images.de
Sebastian Vettel verspricht sich vom neuen Ferrari deutlich mehr

Am Dienstag ließ Ferrari die Hüllen fallen und präsentierte seinen Wagen für die Saison 2020. Mit dem neuen SF1000 will die Scuderia endlich nach dem Titel greifen. Im Exklusiv-Interview mit "RTL" verrät Sebastian Vettel, was genau am neuen Boliden verbessert wurde und wie die Zielsetzung für die kommenden zwölf Monate aussieht.

Herr Vettel, wie gefällt Ihnen das Auto?

Sebastian Vettel (32): Sehr gut. Ich denke, es steckt wie immer der Teufel im Detail. Es gibt ein paar clevere Lösungen. Ob die dann auch Früchte tragen werden, wird sich zeigen. Aber ich denke, es ist auf jeden Fall viel Hirnschmalz in das gesamte Projekt eingeflossen. Wenn die Autos vorgestellt werden, ist jeder davon überzeugt, dass er das beste Auto hat.

In welchen Bereichen wurde am meisten investiert?

Was die Balance angeht, hatten wir im letzten Jahr Schwierigkeiten. Das Heck war deutlich zu instabil. Das war recht früh im Jahr klar. Wir haben viel probiert, aber kamen auf keinen grünen Zweig. Das war das Hauptaugenmerk. Unsere Schwachstelle waren die Kurven, vor allem die langsamen Ecken. Da liegt der Fokus. Ich denke, das diesjährige Auto ist ein deutlicher Schritt nach vorne. Vielleicht ein bisschen zu Lasten unseres Vorteils was die Geraden angeht. Ich verspreche mir, dass wir dieses Jahr ein Auto haben, das deutlich besser liegt und sich hoffentlich auch besser abstimmen lässt. 

Was sind Ihre Ziele für dieses Jahr? 

Die Erwartungen sind immer hoch. Die Leute draußen wussten genau, was sie erwarten - nicht weniger als den Titel. Ich bin jetzt schon so lange dabei und so leicht ist das nicht und von alleine kommt das nicht. Wir haben 22 Rennen vor uns und es wird auf jeden Fall ein sehr, sehr langes Jahr. Der Fokus liegt auf jedem einzelnen Schritt und dann wird man wissen, wo man liegt. 


Mehr dazu: Hier geht es zum "RTL"-Exklusiv-Interview mit Sebastian Vettel


Stört es Sie, dass Sie in diesem Jahr nicht mehr die Nummer eins sind?

Ich glaube, es macht keinen Unterschied. Wir haben beide das gleiche Auto und die gleichen Voraussetzungen. Der Rest wird sich auf der Strecke klären. Ich mache mir in dieser Hinsicht keine Sorgen. Ich muss mich nicht verstecken. Letztes Jahr war es von meiner Seite hier und da nicht gut. Hier und da lief es einfach nicht rund. Ich glaube aber, dass ich mich nicht verstecken muss. 

Wie sehr beflügelt es Sie, dass hier selbst nach dem schwierigen Jahr 2019 so ein Enthusiasmus herrscht?

Wahnsinn, ich glaube die Leidenschaft für die Marke Ferrari ist ungebrochen. Ich glaube nicht, dass das bei irgendeinem anderen Team so gehen könnte. Es ist das erste Mal zu meiner Zeit, dass die Präsentation nicht in Maranello stattfindet und zu sehen, dass so viele Leute herkommen und das Team so aufnehmen, ist schon Wahnsinn. Ein kompletter Gegensatz zu den letzten Monaten, in denen es sehr still war.

Haben Sie in der Vorbereitung auf diese Saison irgendwas geändert?

Ja, man dreht immer ein paar Schrauben. Ich habe mich mit dem letzten Jahr natürlich intensiv auseinandergesetzt. Es gab ein bisschen einen Bruch: 2017 und 2018 gab es eine Aufwärtstendenz, auch wenn wir letztendlich als Team nicht stark genug waren, gegen Mercedes dagegen halten zu können. 2019 waren wir eher weg vom Schuss. Das war natürlich ein bitterer Rückschlag. Auch von meiner Seite war es kein gutes Jahr. Zu viele kleine Sachen, kleine Unruhen. Natürlich hat man einerseits alles gegeben, um das Auto nach vorne zu peitschen, andererseits schleichen sich dann kleine Fehler ein. Es lief einfach nicht ruhig und es war gut, jetzt ein bisschen Ruhe zu haben und das ganze aufzuarbeiten. Hoffentlich läuft es dieses Jahr besser.

Wollen Sie die neue Formel-1-Zeit ab 2021 gerne mit Ferrari weitermachen?

Aktuell ist das der Stand. Natürlich liegt der Fokus erstmal auf 2020, aber es wird Zeit genug geben, darüber zu sprechen und zu entscheiden. Aber aktuell würde ich sagen: Ja.

Ist Mercedes schlagbar?

Absolut! Aber um sie zu schlagen, müssen wir besser sein als sie - oder zumindest genauso gut. Davon waren wir in den letzten Jahren weit weg. Mit den Änderungen, die dieses Jahr eingeflossen sind, werden wir hoffentlich besser dastehen und eine echte Chance haben.

csc/ma

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