Anzeige

"Alles kam anders als geplant"

Gislason über Prokop und den Druck als neuer Bundestrainer

12.02.2020 08:03
Alfred Gislason ist neuer Trainer des DHB
© Joachim Sielski via www.imago-images.de
Alfred Gislason ist neuer Trainer des DHB

Mit Alfred Gislason hat der DHB einen neuen Bundestrainer gefunden. Doch beinahe wäre der Isländer Coach eines anderen Landesverbandes geworden.

"Ich kann nur so viel sagen, dass ich mit einem Land fast einig war", bestätigte Gislason in einem Interview mit der "Sport Bild". Um welche Nation es sich handelt, wollte der 60-Jährige allerdings nicht verraten. Medienberichten zufolge handelt es sich um Russland.

Gislason war nach den Verhandlungen bereits auf dem Weg nach Deutschland, um seiner Frau von den Neuigkeiten zu berichten. "Dann kam am Montagnachmittag der Anruf vom DHB, und alles kam anders als geplant. Ich hatte zuvor ja auch nur die Information, dass der DHB erst einmal die Olympia-Quali abwarten will", erklärte Gislason.

Mit seinem entlassenen Vorgänger Christian Prokop hat Gislason Mitleid. "Das ist immer ein Schock in so einer Situation. Aber diese Entscheidung habe ja nicht ich getroffen, sondern andere. Ich denke, so wie Christian ist, braucht er erst einmal etwas Abstand", so der langjährige Coach des THW Kiel.

Auf seine Aufgaben beim DHB freut sich Gislason dennoch. Bis 2022 hat der Isländer einen Vertrag unterschrieben. Eine darüber hinaus laufende Zusammenarbeit kann sich der 60-Jährige durchaus vorstellen.

"Ich weiß, dass alles an dem Erfolg gemessen wird"

"Es hängt davon ab, wie es läuft. Das halbe Jahr Pause von der Bundesliga tat mir zumindest sehr gut. Es war auch nötig für mich. Das habe ich im Nachhinein gemerkt. Ich brauchte die Zeit, um runterzukommen. Solange es gut läuft und zufriedenstellend für beide Seiten ist, mache ich gern weiter", sagte der ehemalige Rückraumspieler.

Mit dem Druck, der auf Gislason lastet, geht er "locker und entspannt" um. "Das Thema Medien ist sicher noch deutlich größer als beim THW Kiel. Aber das hat mich nie wirklich interessiert. Ich fühle keinen großen Druck, nicht mehr als im Verein. Ich weiß aber, dass alles an dem Erfolg gemessen wird. Die erste Aufgabe muss deshalb sein, uns für Tokio zu qualifizieren."

lbe

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige